Das Erdkabel ist kein Patentrezept

Erdkabelverlegung; Bild: BI Pro Erdkabel Neuss

von Wolfgang Prabel
Die Bundesregierung hat sich nun in einem teuren Kompromiß unter dem Druck der Bürgerinitiativen für Gleichspannungserdkabel entschieden, um Strom von Nord- nach Süddeutschland zu transportieren. Als löste die Erdverkabelung rückstandsfrei alle durch die Erzeugung von nachhaltig instabiler Energie verursachten Probleme.

Für die konventionelle Drehstrom-Freileitung sprechen die geringeren Baukosten und die Erfahrungen bei Bau und Betrieb. Außerdem ist sie im Gegensatz zum Gleichstrom-Erdkabel unterwegs mit dem vorhandenen Leitungsnetz verknüpfbar. Das ist für die Netzstabilität ein Wert an sich. Das Gleichstrom-Erdkabel ist wie eine Autobahn ohne Anschlußstellen. Im Netz ist sie ein Fremdkörper. Für die Gleichstrom-Erdverkabelung sprechen lediglich landschaftsästhetische Belange und der Schutz der Vogelwelt.

Technisch-ökonomisch ist es erforderlich, daß man sich für eine von beiden Lösungen konsequent entscheidet. Der abschnittsweise Wechsel zwischen Hochspannungsfreileitung für Drehstrom und Erdverkabelung für Gleichstrom ist sündhaft teuer, da jede Umformung des Stroms etwa 50 bis 100 Mio. € an Investitionsaufwendungen erfordert. Wie weit das den Politkern klar ist, wird sich zeigen.

Die Freileitungsgegner behaupteten, eine Verkabelungstrasse sei kürzer, über dem Kabel könne Landwirtschaft betrieben werden und die Trassenbreite sei geringer.

Die Trassenbreite ist beim Kabel tatsächlich deutlich geringer. Mit der landwirtschaftlichen Nutzung ist das aber so eine Sache. Über oder neben der Leitung muß dauerhaft eine Straße oder ein befestigter Weg unterhalten werden, der den Zugang zum Kabel gewährleistet, um an die Muffen und an die Kabel jederzeit heranzukommen. Wegen dieser Straße, die man auch schon als Baustraße benötigt, kommt die Trassierung über Schluchten und steile Berghänge nicht in Betracht. Man kann nur so trassieren, daß die Leitung an einer befahrbaren Straße liegt. Da ist bei etwas mehr als 10 % Längsgefälle Schluß, weil die Befahrbarkeit auch im Winter gewährleistet sein muß. Ob die Verkabelungstrasse unter diesen Bedingungen kürzer wird ist eine gute Frage: im Gebirge ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil wird sie länger. Außerdem werden durch die Straße die Bewirtschaftungseinheiten (Felder) der Bauern zertrennt. Und direkt über der Leitung wird der Bauer mit Abwärme und Verdunstung zu kämpfen haben. Naturschutzrelevante Flächen werden durch Bau und Betrieb einer Stromkabeltrasse gefährdet, alleine auch durch die Abwärme der Leitung im Betrieb. Die Naturschützer werden Umgehungsvarianten fordern, was auch der Gesetzeslage entspricht und weitere Trassenverlängerungen mit sich bringt.

Der Tiefbaupraktiker weiß, daß es Leitungskreuzungen, Kreuzungen mit Straßen, Eisenbahnen, Wegen und Gewässern gibt. Mit Freileitungen ist man da relativ flexibel, weil man alle Hindernisse überspannt. Mit dicken ummantelten Kabeln nicht. Jede Kreuzung erfordert bei Kabeln Dükerungen oder Bohrungen bzw. Umverlegungen von anderen Medien. Größere Medienleitungen sind teuer anzupassen, bzw. der Trassenverlauf ist auf vorhandene Leitungen und Kabel abzustimmen. Das können Erdgasleitungen, Produktenleitungen oder Fernwasserleitungen sein. Den Kreuzungsaufwand für kleine Leitungen und Kabel ist nicht übermäßig groß, doch die Summe machts. In der Lüneburger Heide kommt man mit etwas Glück auf 1 bis 3 Kreuzungen pro Kilometer, in dicht besiedelten Bereichen können es schnell 10 bis 20 werden.

Der Bauaufwand für eine Verkabelung ist hinsichtlich der baubedingten Störungen des Naturhaushalts nicht unbeträchtlich. Der Laie unterschätzt, wie die Baustelle einer Dükerung oder einer Leitungskreuzung aussieht. Die Freileitungstrasse erfordert baubedingt wesentlich geringere Eingriffe. Überhaupt ist die Freileitung deshalb billiger, weil zu ihrer Errichtung deutlich weniger Energie verbraucht wird, Baukosten sind in der letzten Konsequenz Energiekosten.

Für die Gleichstrom-Kabelvariante ergeben sich etwa die sechsfachen Baukosten wie für die Drehstrom-Freileitungsvariante. Wobei die Verkabelung eine Experimentalbauweise ist, für die es kaum belastbare Erfahrungen gibt. Bisher wurden solche Hochspannungs-Gleichstrom-Kabel (HGÜ-Kabel) als Seekabel gebaut. In Berlin gibt es ein Pilotprojekt an Land, welches zu klein ist, um alle Fragen zu beantworten.

Wenn wir mal konservativ annehmen, daß 10 Mrd. € Mehraufwand für die Verkabelung beider Nord-Süd Kabel-Stromtrassen entstehen, so sind das pro Bürger 124 € oder für eine vierköpfige Familie 500 €. Oder für einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten etwa 350 €. Alles für die Abschaltung der Kernkraftwerke.

Andreas Mihm von der FAZ resumiert nach dem Regierungskompromiß heute: „Nur so viel ist gewiss: Die Energiewende wird noch komplexer, noch schwieriger – und noch teurer.“ Jürgen Trittin hatte 2004 in seiner  Zeit als Bundesminister versprochen: “Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.” 2014 hatte Volker Zastrow von der FDP errechnet, daß die monatliche Kugel Eis für eine vierköpfige Familie 355 € im Jahr kostet, also genau das 30fache der Prognose des Bundesministers. Mit der teuersten Variante des Netzausbaus und dem weiteren Zubau von nachhaltig instabiler Energie werden es wohl bald jedes Jahr die Einrichtungskosten einer Eisdiele werden.

Übernommen von Prabelsblog hier

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46 Kommentare

  1. @ #45 H. Burowsky

    Der verehrte Herr besso keks hat das, was Sie hier zeigen, an anderer Stelle positiv ausgedrückt.

    Irgendwie kommt mir der Begriff Klippschule in den Sinn, was wohl in Bezug auf die Schulen östlich des sog. „antifaschistischen Schutzwalls“ wegen ihrer Indoktrinations- und Strafmethoden, was dem Hörensagen zutreffend gewesen sein soll.

  2. #43: T.Heinzow
    „Sie könnens deshalb wohl auch nicht. 5000 kWh sind nun einmal 18 Mrd. Joule.“

    … und, was sagt uns das jetzt? Dass sie kWh in Joule umrechnen könne?

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    „Und 13,9 Mill. Joule die in einer Sekunde vorbeirauschen macht dann bei 50,16 Mrd. Joule. Sie können natürlich auch die kinetische Energie des Zylinders mit den Radius von 63m und 46800m Länge berechnen, der sich mit 132 m/s bewegt.“

    … und ws sagt uns das? Dass sie multiplizieren können?

  3. @ # 42 Holger Burowski,

    gerade die Tatsache, dass Sie selbst sich immer mal wieder mit versteckten Drohungen gegen Ihre Diskussionsgegner profilieren zeigt doch, wie gut man als Werktätiger mit Familienverantwortung daran tut, sich nicht leichtsinnig den Repressalien solcher Zeitgenossen auszusetzen, die ihre Bereitschaft zur totalitären Gesinnungsunterdrückung – bis hin zu Aufrufen zu Todesurteilen gegen Leugner oder zum „auf die Deiche führen“ eines bekannten deutschen Qualitätsjournalisten nach einer grösseren Ueberschwemmungskatastrophe – sattsam unter Beweis gestellt haben.

    Und was Ihre Auffassung von höflich oder unhöflich angeht, das juckt mich angesichts der realen existenziellen Bedrohung gegen „Leuger“ nicht im geringsten. Abgesehen davon, dass in so gut wie allen Foren etliche „Leugner“ unter Pseudonym agieren. Das sollte Ihnen doch bei Ihrer Intelligenz auch schon aufgefallen sein. Und Sie selbst verstecken sich doch auch hinter einem Pseudonym, genau wie Herr Vennecke und zahllose andere Trolle.

    Zurück zu Ihrem Argument mit dem Abschalten: Danke, sehe ich genauso, aber damit ist jeglicher weitere EE-Ausbau ab jetzt (wir haben derzeit zwischen 80 und 85 GW Kapazität) sinnlos, weil eben keine ausreichenden Speicher zur Verfügung stehen. Danke, dass Sie das so glasklar ausgedrückt haben.

    Mfg

  4. @ #42 h. Burowski

    Es ist ja allgemein bekannt, daß die „DDR“ insolvent wurde, weil die typen östlich des sog. antifaschistischen Schutzwalls nicht kalkulieren konnten.

    Sie könnens deshalb wohl auch nicht. 5000 kWh sind nun einmal 18 Mrd. Joule. Und 13,9 Mill. Joule die in einer Sekunde vorbeirauschen macht dann bei 50,16 Mrd. Joule. Sie können natürlich auch die kinetische Energie des Zylinders mit den Radius von 63m und 46800m Länge berechnen, der sich mit 132 m/s bewegt.

    Aber das hilft Ihnen auch nicht weiter, weil die „DDR“ eben insolvent wurde, wegen der Unfähigkeit des Führungspersonals und der Bevölkerung. Die, die da geblieben sind, kommen auch nicht in die Hufe, weil die solch simmple Rechnungen wie Berechnung der kinetischen Energie eines sich bewegenden Luftzylinders nicht berechnen können, weder in kWh noch in J.

    Sie dürfen weiter auf dem Fischmarkt parken und auf den Klimawandel schimpfen, wenn es dann in der Elbe gen Nordseee schwimmt.

  5. #39: H. Burowski
    „Von den Kubiksekunden mal abgesehen, wenn man 13.931.156 Joule in kWh umrechnet, produziert die Anlage in einer Stunde bei 13 m/s Windgeschwinsigkeit und einer Drehzahl von 14,8 Umdrehungen pro Minute 3436 kWh. Die M5000 erreicht aber bei 12,5 m/s Windgeschwindigkeit bereits ihre Nennleistung von 5000 kW. Irgendwas stimmt an Ihrer Rechnung nicht. Aber wo steckt denn nun der Fehler? Mal sehen, ob Sie das rauskriegen.
    Daten M5000: http://tinyurl.com/o2e5v8d

    Was ist denn nun, Herr T. Heinzow, sie sind doch sonst nicht auf den Mund gefallen. Haben sie den Fehler immer noch nicht gefunden?

    #40 F.Mueller
    „Und Vorsicht, ich bin Journalist „mit technischem Hintergrund“. Was das heisst, wissen Sie doch gar nicht. Bin ich Strippenzieher oder Techniker oder…“

    Oder

    Es ist äußerst unüblich, ich würde es auch als unhöflich bezeichnen, als Autor in einem Forum aufzutreten und seine Person zu einem geheimnisumwobenen Phantom zu machen. Wenn sie, aufgrund ihrer Meinungsäußerungen, Angst um sich, Familie, Job usw. haben, dürfen sie nicht in der Öffentlichkeit auftreten. Genau aus diesem Grund bin ich nicht der Meinung, ihnen mit auserlesener Höflichkeit oder Ehrfürchtigkeit zu begegnen. Ds ist wie mit dem Wald und dem Echo.

    Was mit 200 GW zu machen ist, habe ich doch erklärt – nicht einspeisen. Wenn man jetzt noch wüsste, wie hoch der Verbrauch ist, steht fest, wieviel Leistung auf der Erzeugungsseite übrig ist. Was man damit macht? Abschalten, vor Ort speichern; vielleicht gibt’s noch andere Ideen.

  6. @#35: Ohne mich der WKA-Nutzungssympathie verdächtig machen zu wollen, aber einfach mal Google befragen – da erhält man für 2011 und 2012 je über 4.400, für 2013 über 3.700 und für 2014 über 3.900 Volllastbenutzungsstunden. Und da alpha ventus über ein reines AC-System betrieben wird, ist zudem ein sehr stabiler Betrieb möglich, so wie das auch für Nordergründe und Riffgat zu erwarten ist. Ganz im Gegensatz zum restlichen DC-Prototypenexperiment in der Nordsee, wo ein stabiler umrichterbasierter AC-Betrieb im Offshore-AC-Netz aufgrund fehlender Kurzschlussfestigkeit und bisher scheinbar noch ungelöster Oberschwingungsprobleme offenbar immer noch in weiter Ferne liegt. Oder hat jemand eine andere plausible Erklärung dafür, dass die erste DC-Anbindung nun schon seit beinahe 5 Jahren ununterbrochen in Betrieb genommen wird, ohne dass eine entsprechende Jubelmeldung über die Überführung in den Regelbetrieb durch die Medien ging? Und selbst wenn diese Prototypen irgendwann tatsächlich einmal einigermaßen funktionieren sollten – bedarfsgerechte Grundlast für Süddeutschland werden die niemals liefern sondern immer nur nicht benötigten „Windabfallstrom“ aus dem Norden teuer nach Süden entsorgen.

  7. @ # 38 Holger Burowski

    na das ist ja ein schönes Totschlagargument, das Sie da gegen mich anführen. Statt Mitdiskutanten so pauschal abzuqualifizieren, sollten Sie Ihre Argumente mal ausbreiten, es gibt hier durchaus eine Reihe von E-Technikern unter den Foristen, die ganz gespannt darauf sind, mit was Sie sich diesmal hier blamieren werden.

    Und Vorsicht, ich bin Journalist „mit technischem Hintergrund“. Was das heisst, wissen Sie doch gar nicht. Bin ich Strippenzieher oder Techniker oder…

    Bisher haben Sie bei solchen Diskussionen noch stets den Kürzeren gezogen. Also nur zu, keine falsche Bescheidenheit, Butter bei die Fische und Argumente auf die Theke des Hauses.

    Mfg

  8. #36: T.Heinzow
    „… je kleiner also die Generatornennleistung bei gleichem Rotorradius ist, desto höher die Vollaststundenzahl an einem definiertem Ort.“

    Zu dieser revolutionären Erkenntnis müssen Sie die Energie über das Trägheitsmoment eines einseitig eingespannten Stabes bemühen. Hebelgesetz ist nicht so Ihr Ding – ist auch zu trivial, kommt schon in der 6. Klasse dran.

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    „Bei 13m/s Windgeschwindigkeit stehen somit an kinetischer Energie 13.931.156 kgm²/s³bei der M5000…“

    Von den Kubiksekunden mal abgesehen, wenn man 13.931.156 Joule in kWh umrechnet, produziert die Anlage in einer Stunde bei 13 m/s Windgeschwinsigkeit und einer Drehzahl von 14,8 Umdrehungen pro Minute 3436 kWh. Die M5000 erreicht aber bei 12,5 m/s Windgeschwindigkeit bereits ihre Nennleistung von 5000 kW. Irgendwas stimmt an Ihrer Rechnung nicht. Aber wo steckt denn nun der Fehler? Mal sehen, ob Sie das rauskriegen.
    Daten M5000: http://tinyurl.com/o2e5v8d

  9. #34: Fred F. Müller
    „Und anscheinend fehlt Ihnen die Fantasie sich vorzustellen, was passiert, wenn die Ausbaupläne für Wind- und Solarenergie bis 2050 so weitergeführt werden, während es anscheinend keine entsprechende Langfristplanung für den Netzausbau gibt.“

    … und schon bei der Bundesnetzagentur bescheid gesagt, dass uns 2050 das Stromnetz um die Ohren fliegt?

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    „Was machen Sie mit einem Netz, das für max. 85 GW ausgelegt ist, wenn bei entsprechender Wetterlage weit mehr als 200 GW Leistung anstehen?“

    Auf keine Fall einspeisen. Ich gehe davon aus, dass meine Kenntnisse aus mehreren Semestern E-Technik aus den 1980ern immer noch gültig sind.

    Über den Rest werden Fachleute diskutieren und keine Journalisten.

  10. „Wäre gut das zu wissen, dann könnte ich weniger schreiben. So muss ich nämlich immer raten, was sie nicht verstanden haben.“

    Ist das die Nullsatzkombination des Jahres?

    Autor: H. Burowski.

  11. @ #35 jürgen Althoff

    Was die Vollaststundenzahl der 12 Windmühlen betrifft, so sind die mit Vorsicht zu genießen, denn es sind die Verluste durch den Transport zur Küste zu berücksichtigen. Alpha Ventus hat eine Wechselstromanbindung mit 110 kV. Die müssen hochgespannt werden, was zu Trafoverlusten führt.

    Desweiteren ist das Verhältnis von Rotordurchmesser zu Generatorleistung für die Vollaststundenzahl relevant. Die M5000 hat einen Radius von 58m und die 5M von 63m. Bei 13m/s Windgeschwindigkeit stehen somit an kinetischer Energie 13.931.156 kgm²/s³bei der M5000 und 16.436.611 kgm²/s³ zur Verfügung, bei gleicher Generatorleistung. Das heißt, daß das Verhältnis Rotorradius zu Generatorleistung (max) die Vollaststundenzahl bestimmt. je kleiner also die Generatornennleistung bei gleichem Rotorradius ist, desto höher die Vollaststundenzahl an einem definiertem Ort.

  12. #31:
    Meinen Sie bei Alpha Ventus 4.200 Volllaststunden oder haben sich die Rotoren 4.200 Stunden gedreht? Das macht ja einiges an Unterschied aus.
    Ich meine, vor einiger Zeit gelesen zu haben, dass alle offshore WKA rund um GB auf einen mittleren jährlichen Nutzungsgrad von 30% gekommen sind, was 0,3 x 8.760 Volllaststunden entspräche.
    #34 Fred Müller:
    Mangels Speichern und ausländischer Abnehmer: Abschalten und auf 85 GW begrenzen. Wenn die Betreiber in „bewährter Weise“ auch den Strom bezahlt bekommen, den sie hätten liefern können, aber nicht durften, wird denen das ziemlich egal sein, aber natürlich nicht den Verbrauchern, deren Stromrechnung durch diesen Phantomstrom höher wird. Und natürlich wird dann die staatlich geplante Jahresstrommenge auch nicht erreicht, denn die geht m.W. davon aus, dass keine Abschaltungen erfolgen und die Trassen auch mal das Dreifache ihrer Kapazität übertragen können.
    Denn: Das physikalisch Machbare wird seit seit Beginn der Energiewende durch Politiker und Lobbyisten definiert, nicht durch Fachidioten, wie sie sich in diesem Forum austoben.

  13. @ # 33 Holger Burowski,

    ich fürchte, das Verständnisproblem liegt bei Ihnen. Wenn die Windpropeller mal so richtig brummen, ist nämlich nicht nur Südlink überlastet, sondern das gesamte restliche Netz auch. Und anscheinend fehlt Ihnen die Fantasie sich vorzustellen, was passiert, wenn die Ausbaupläne für Wind- und Solarenergie bis 2050 so weitergeführt werden, während es anscheinend keine entsprechende Langfristplanung für den Netzausbau gibt. Oder ist Ihnen das bisher noch gar nicht aufgefallen?

    Was machen Sie mit einem Netz, das für max. 85 GW ausgelegt ist, wenn bei entsprechender Wetterlage weit mehr als 200 GW Leistung anstehen?

    Mfg

  14. #28: Fred F.Müller
    „und was machen Sie mit Ihrem N-1-Kriterium, wenn die Windmühlen mal für ein paar Stunden oder Tage tatsächlich die vollen 100 % in die Leitung drücken?“

    Genau dasselbe, als würde eine Leitung ausfallen und eine andere alles übernehmen und dann, unter Umständen zu 100% ausgelastet sein. Für diese Leitung wird dann das N-1-Kriterium nicht mehr erfüllt. Das ist in der Realität so, denn bei N-1 gibt es genau eine Redundanz. Soll mehr Sicherheit gewährleistet werden, wäre es ein N-2-Kriterium, weil 2 Redundanzen usw.

    Da bekannt ist, wie hoch die Versorgungssicherheit sein soll und wie hoch die Ausfallwahrscheinlichkeiten der einzelnen Komponenten sind, kann die Anzahl der Redundanzen (n-m) bestimmt werden.
    Eine 100%ige Versorgungssicherheit ist praktisch ausgeschlossen, es sei denn man hat das Geld für unendlich viele Redundanzen.

    Wo ist denn nun eigentlich ihr Verständnisproblem? Wäre gut das zu wissen, dann könnte ich weniger schreiben. So muss ich nämlich immer raten, was sie nicht verstanden haben.

  15. @Herr Pesch #30:
    Und was wollen Sie jetzt damit sagen? Wir reden hier nach wie vor von der Planung. Das in der Betriebsführung das N-1 Kriterium verletzt wird, kommt sogar recht häufig vor.

    Das wars dann auch wieder von mir. Ich finde es doch spannend, das KEINER von den „Skeptikern“ so skeptisch über den Eingangstext gegangen ist, und die Fehler gesehen hat. Tolle Skeptker seid ihr! Oder könnt ihr keine eigenen Fehler zugeben?

  16. @#21: Ihre Analyse samt Schlussfolgerung ist vollkommen korrekt. Allerdings sind leider auch hier scheinbar so viele Schlauköpfchen unterwegs, dass zumindest mir persönlich eine weitere Diskussion zu diesem Artikel wenig sinnvoll scheint. Vielleicht gibt es mal wieder einen neuen Artikel, wo ein Kommentar angebracht ist. 😉
    @#25: 4.200 h wurden annähernd von alpha ventus erreicht und ich runde vorsichtshalber auf, um mich nicht unnötiger Schwarzfärberei verdächtig zu machen! 😉

  17. #27: E.Teufel sagt:
    am Samstag, 11.07.2015, 21:09
    @Herr Pesch:
    Sie reden von der thermischen Auslegung, ich vom N-1 Kriterium.
    ############################################,
    Das n-1 Kriterium gilt bei der „Energiewende“ nicht mehr! So kam es am 25. und 26. März des Jahres 2013 zu einer sehr angespannten Situation im Netz der Stromautobahnen. Über Stunden war der sichere Betrieb nicht mehr gewährleistet, betont die Netzagentur in ihrem neuen Bericht zur Lage von Oktober bis März. Das n1-Kriterium, wonach für den Ausfall einer Leitung eine Absicherung bereitstehen muss, konnte auf den 380-Kilovolt-Trassen von Remptendorf (Thüringen) nach Redwitz (Bayern) und Mecklar nach Dipperz (Hessen) nicht mehr erfüllt werden. Und nach dem endgültigen Abschalten der letzten KKW in Süddeutschland ist das n-1 Kriterium eh Geschichte. Der Zappelstrom aus den Norddeutschen Windmühlen wird das mit Sicherheit nicht ändern…
    Wie schreibt der Bundesverband Windenergie: „Die Studie zeigt, dass die Windbranche selbst Einspeisenetze realisieren und betreiben kann. Durch den Wegfall des (n-1)-Kriteriums können wir das Einspeisenetz schnell und kostengünstig umsetzen. Zur Finanzierung der Einspeisenetze sollte jetzt ein Modell vergleichbar mit dem Netzentgelt entwickelt werden“, erörterte BWE-Präsident Hermann Albers in Hannover.
    Laut Ecofys-Studie kann mit einem Einspeisenetz eine Kapazität von bis zu 1500 Megawatt an das Höchstspannungsnetz angeschlossen werden. Das entspricht bis zu 500 Windenergieanlagen der Drei-Megawatt-Klasse. „Dabei kommen vor allen Dingen Erdkabel zum Einsatz, die für Akzeptanz bei der Bevölkerung sorgen. Das beschleunigt den Netzausbau und damit die Energiewende.
    Was wollen Sie also? Die „Energiewende“ oder weiter ein Stromnetz mit n-1 Kriterium?

  18. zu #18: E.Teufel sagt: …

    Nein, mich hat niemand verwirrt. Weil es zwei Varianten zur Übertragung gibt, sollte man auch die andere erwähnen. Mehr habe ich nicht gemacht.

    Beim Gleichstrom habe ich nur noch auf den Magnetfeldeffekt hingewiesen, über den wahrscheinlich bisher niemand nachgedacht hat. Das können Sie auf Ihrem Balkon mal ausprobieren, wenn Bienen oder Spatzen vorbeikommen wollen.

    Das ist so wie in unserer neuen Biolandwirtschaft. Da wird seit einigen Wochen durch die Grünen der Sulfatanteil im Grundwasser kritisiert. Die Ursachen der „Sulfate“ (welche Sulfate sind es denn) werden auf die Braunkohelgewinnung geschoben. Aber, ist es denn so? Seit der Biolandwirtschaft und dem Verzicht auf „chemische Pflanzenschutzmittel“, wird z.B. Kupfersulfat im Kartoffelanbau eingesetzt. Das wird natürlich nicht erwähnt.

    Es wird immer von irgendwelchen nachhaltigen Verfahren geredet, egal ob Biolandwirtschaft, Energiezeugung oder Industrie. Meist gibt es einen Nebeneffekt der das Gegenteil bewirkt. Der kann auch schärfer sein als das usrprüngliche Verfahren. Wir sollen ja z.B. Energie sparen. Mit dem nachhaltigen bleifreien Löten ist der Stromverbrauch um 30% gestiegen und die Lebensdauer wurde enorm reduziert. Das fordert noch mehr Strom zur Entsorgung und neuen Herstellung. Wegen der Energiekosten in DE lässt man das dann lieber in China machen. Alles Öko…

  19. @ # 26, 27

    und was machen Sie mit Ihrem N-1-Kriterium, wenn die Windmühlen mal für ein paar Stunden oder Tage tatsächlich die vollen 100 % in die Leitung drücken?

    Mfg

  20. #21: G. Pesch
    „Man baut also eine Stromleitung die im Mittel nur zu 30% ausgelastet ist!“

    Richtig, das Hoch- und Höchstspannungsnetz in D wird durschnittlich mit 30% seiner projektierten Leistung belastst. Auch für den Leitungsweg gilt die n-1-Regel!

  21. #10:
    wie kommen Sie auf 4.200 Benutzungsstunden? M.W. wurde dieser Nutzungsgrad höchstens mal als Ausreißer erreicht.
    #21:
    Bei einem gemessenen Nutzungsgrad 0,3 müsste für 100% EEG-Versorgung die Anzahl der WKA mindestens verdreifacht werden. Das hätte aber zur Konsequenz, dass in Starkwindphasen die dreifache Strommenge zu transportieren wäre.
    a) Könnte die geplante Trasse dies kurzzeitig transportieren?
    b) Wenn diese Spitzen den Verbrauch übersteigen: wohin damit? Großspeicher wird es nicht geben, bliebe nur Teilabschaltung

  22. #23: E.Teufel sagt:
    am Samstag, 11.07.2015, 10:48

    @Herr Pesch:
    Sie schweifen vom Thema ab und stellen (mal wieder) das Projekt generell in Frage. Ihre Rechnung habe ich nicht überprüft. Eine Leitung sollte aber nur selten zu mehr als 50% ausgelastet sein. Das nur mal so als Tipp.
    ################################################## »,
    Sie interpretieren Kritik am Projekt als « Abschweifen » ? Setzen Sie hier die Diskussionsregeln fest? Ich denke nicht. Sie haben meine Rechnung nicht überprüft? Was wollen Sie damit kolportieren? Sie könnte falsch sein weil Sie….. Zeigen Sie den Fehler oder schweigen Sie! Und was Ihre gefühlte 50% Auslastung angeht, laut VDE 0276-620 z.B. geht man bei der Querschnittsbestimmung von Kabel von einem durchschnittlichen Belastungsgrad von 70% aus. Ich projektiere seit 25 Jahren in der Kabelindustrie, nur mal so als Tipp… Und wie man einen ökonomischen Kabelquerschnitt bestimmt, können Sie im Heinhold nachlesen. Davon ist der „EE-Netzausbau“ meilenweit entfernt; aber solche Bücher werden sicher demnächst verboten….

  23. Tennet plant tatsächlich mit metallischem Rückleiter. Gut, dann sind das jetzt 3 Leiter für die geplanten 2GW bei 500kV.

    @Herr Pesch:
    Sie schweifen vom Thema ab und stellen (mal wieder) das Projekt generell in Frage. Ihre Rechnung habe ich nicht überprüft. Eine Leitung sollte aber nur selten zu mehr als 50% ausgelastet sein. Das nur mal so als Tipp.

  24. @#20: weltweit gibtes ca. 180 HGÜ-Verbindungen, davon 35 in Europa, meist als HGÜ-Classic ausgeführt und meist als Freileitung bzw. Seekabel. Ich bin kein Experte, sprich, ich kann Ihnen nicht sagen, nach welchem Prinzip die jeweils ausgeführt wurden – ich kann lediglich darüber schreiben, was nach meinem Kenntnssstand derzeit in D geplant wird, und geplant wird mit metallischem Rückleiter. Zu den genauen Hintergründen können Ihnen vermutlich die Experten bei den Netzbetreibern mehr sagen.
    @#21: Sie sprechen mir aus der Seele! Diese Leitung kann niemals entfallende Grundlast im Süden ersetzen, ist zu weniger als 30 % mit Windstrom ausgelastet – verschlingt hingegen astronomische Summen, wird auch im Betrieb nicht günstig und industrialisiert/zerstört ganze Landstriche. Das Problemder mangelhaften Ausnutzung wird optisch wohl etwas übertüncht, weil Nord-Süd-Lastflüsse aus dem AC-Netz rechnerisch mit in die DC-Verbindung einbezogen werden, damit die Auslastung nicht ganz so bescheiden aussieht. Ich wage letztlich die Prognose, letztlich wäre es volkswirtschaftlich gesehen wirtschaftlicher (wenn auch nicht vermittelbar), auf den Netzausbau DC/AC ganz zu verzichten und stattdessen die Windmüller einfach abzuregeln und zu entschädigen! 😉

  25. Ich habe die Windstromdaten von TenneT vom Juni 2015 analysiert.
    Max. 12000 MW / Min. 72 MW (also Null). Während 90% der Zeit < 6000 MW. Während 75% der Zeit < 4000 MW. Während 50% der Zeit < 2200 MW. Während 20% der Zeit < 1000 MW. Die erste Näherung zeigt einen Mittelwert von 3600MW. Man baut also eine Stromleitung die im Mittel nur zu 30% ausgelastet ist! D.h. der Fixkostenanteil / kWh ist 3 x so hoch als bei einer Vollauslastung, wie sie bei den abgeschalteten Grundlastkraftwerken üblich ist. Und das bei einer sowieso teuren Erdverkabelung!! Wie gesagt, etwas blöderes als die deutsche „Energiewende“ hat die Welt noch nicht gesehen….

  26. @Herr Martens: Metallische Rückleiter nimmt man bisher(!) nur für DC-Kurzkopplungen und andere kurze Strecken. Ich kenne bisher kein System, was auf langer Strecke einen metallischen Rückleiter verwendet. Man nimmt dazu nach wie vor die Erde. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass die CSU einen metallischen Rückleiter fordert, weil sie Angst haben, dass es sonst in den Füßen kribbelt. Kennen Sie eine lange DC-Verbindung (Kabel oder Freileitung), bei der man einen metallischen Rückleiter verwendet? Und dazu vielleicht auch den Grund?

    Hier mal nen Auszug, den ich grad bei ABB zu deren neuen Kabeln gefunden habe:
    ————–
    Für die deutschen HGÜ-Korridore steht damit ein Erdkabel zur Verfügung, mit dem bis zu 2,6 GW je Kabelsystem übertragen werden können, das heißt je HGÜ-Korridor mit 2 GW Übertragungsleistung reicht ein Kabelsystem (mit nur zwei Einleiter-Kabeln). Damit halbiert sich die Trassenbreite und da im Vergleich zu den MI-Kabeln auch nur halb so viele Kabel verlegt werden müssen, sinken sowohl die Tiefbau- als auch die Logistikkosten. Zusätzlich wiegen die Kabel nur rund die Hälfte, wodurch die Länge der einzelnen Kabelabschnitte mehr als verdoppelt werden kann (auf etwa 1.200 m je Kabeltrommel) und damit auch nur die Hälfte an Muffen gesetzt werden muss.
    ——————— Quelle: ABB
    Tennet hat für SüdLink 2 GW bei 500kV beantragt (Quelle: suedlink.tennet.eu).

    Anmerkung: Ich möchte damit keinesfalls für die Verlegung von Erdkabeln eintreten. Ich bin nur der Meinung, dass wir zuerst gemeinsam alle Fakten auf den Tisch legen. Und dann kann man darüber diskutieren.

  27. @Herrn Merbitz #12: Anzahl der Kabel: Man plant auch für DC in der Höchstspannung drei einpolige Leiter: einer +250kV, einer -250kV und ein Rückleiter. Wobei man bei Verkabelung eines 2.000 MW Freileitungssystems (3 Seile) aus Querschnittsgründen 2 x 3 einzelne = 6 einpolige Kabel verlegen muss. Will man nun 4.000 MW per Kabel übertragen (z.B. 2.000 MW nach Großgartach und 2.000 MW nach Grafenrheinfeld), benötigt man insgesamt 12 einpolige Kabel. Der Abstand zwischen den 3 einpoligen Kabeln eines Systems sollte jeweils 1m betragen, wobei der Abstand zwischen zwei Systemen wohl deutlich größer gewählt wird.
    Breite Kabelgraben: Wenn Sie bei Google als Suchbegriff „Höchstspannungsleitung Meppen-Wesel“ eingeben, erhalten Sie gleich als erstes Suchergebnis eine 8-seitige pdf-Broschüre von Amprion angezeigt. Auf Seite 5 ist der Querschnitt eines 22 m breiten Kabelgrabens für 12 einpolige HöS-AC-Kabel abgebildet. Zwar geht es dort um HöS-AC, aber ein Graben für 12 einpolige DC-Kabel ist prinzipiell vergleichbar aufgebaut. Derzeit zeichnet sich scheinbar ab, dass z.B. bei SuedLink bis zu 80% (!) verkabelt werden sollen. Das bedeutet u.a. aberwitzige Kosten weit jenseits der 10 Mrd inkl. tausende Muffenbauwerke (auch die Tiefbauer dürften sich die Hände reiben) mit einer entsprechend reduzierten Verfügbarkeit der Systeme. Und was soll der Nutzen dieses ganzen Wahnsinns sein???

  28. @Herr Sander #4:
    Sie wurden wahrscheinlich durch den Autor des Artikels verwirrt. Es geht nach wie vor um Gleichstrom. Abgesehen davon, sind Kabel elektrisch ummantelt. Da kommt kein elektrisches Feld nach außen durch und tötet Mäuse. Wir haben so viele Kabel in der Erde liegen (in jeder Stadt bis 110kV). Das wäre ja ein Grauen.

    @Herr Wein #5:
    Bei Gleichstrom reicht sogar eine Leitung (monopolar). Meistens wird heute aber bipolar gebaut, also zwei Leitungen, z.B. mit +/- 500kV.

    @Herr Martens #6:
    Wie WEA Strom erzeugen schrieb ich ja bereits. Ob jetzt der Strom vom Meer ans Land per AC oder per DC übertragen wird, hat viele Entscheidungskriterien. Es gibt beide Varianten und wenn man DC genommen hat, hat das Gründe. Ansonsten hat Ihre Aussage zu den Verlusten keinen Wert. Verluste gibt es immer. Und grob gesehen, nehmen die mit der Strecke zu. Fragen Sie dazu mal die Chinesen. Die haben übrigens schon zahlreiche DC-Leitungen gebaut um ihre Metropolen zu versorgen.

    Was für Material braucht man, versuchen Sie zu beantworten. Auch hier liegen Sie falsch. Es ist Alu oder Kupfer, schrieb ich ja bereits. Und wozu benötigen Sie bei Gleichstrom 3(!) Leiter? Und das gleich 4mal. Nehmen Sie Itaipu als Referenz: http://tinyurl.com/pkx6gdh. Bei DC ist es für den Betrieb egal, ob sie die Kabel aufhängen oder verbuddeln. Das Verbuddeln an sich ist nur teurer.

    @Herr Hoffmeister:
    Überprüfen Sie mal die Sensitivität Ihres Ergebnisses.

    @Herr Merbitz #12:
    Zitat: „Ein DC-Kabel unterirdisch funktioniert ja sicher wegen der Induktionswirkung nicht.“
    Können Sie das erklären? Es gibt übrigens DC-Kabel. Unter der Erde, wie über der Erde. Allerdings hat noch niemand eine lange Strecke an Land unterirdisch verbuddelt (weder AC noch DC). Macht ja auch normalerweise keinen Sinn. Jetzt wollt ich mal sehen, ob wir damit die ersten sind. Immerhin wollen wir ja Vorreiter in der Energiewende sein. Wäre ja auch schön, wenn wir Vorreiter bei Erdkabeln sind. Aber da sind die Schweden schneller. Man suche nach Barkaryd – Hurva (Sydvästlänken).

    Jetzt möchte ich auch noch ein Fazit meinerseits geben. Natürlich ist es Blödsinn, die HGÜ SüdLink jetzt in der Erde zu verbuddeln. Es ist teurer, bei Fehlern ist der Ausfall länger (allerdings treten Fehler viel seltener auf), aber was tut man nicht alles für die Schwesterpartei.

  29. Wieso Erdkabel? Wieso Freileitung über Land?
    Es gibt doch Seekabel.

    Der Windstrom der Nordsee wird mit Seekabel durch den Ärmelkanal, um Portugal herum, durch Gibraltar, Mittelmeer, Schwarzes Meer, Donau, bis Passau geführt. Dann ist er in Bayern.
    Die Leitung ist zwar etwas länger, und wahrscheinlich kommt auch kaum Strom an.
    Um so besser, dafür wird keine Landschaft verschandelt und die Backupkraftwerke sind voll ausgelastet, was den Strom wieder billiger macht. Ist Kupfer zu teuer nehmen wir Kunststoff, z.B. Perlon-Kabel. Dann kommt gar kein Windstrom mehr in Bayern an, die Backupkraftwerke sind noch besser ausgelastet und es wird noch preisgünstiger.

    Für die Energiewende braucht mal halt auch ein bisschen Fäntäsie.

    Im übrigen ist Gleich- oder Wechselstrom eh nur ein soziales Konstrukt europäischer Elektro-Patriarchen. Selbstverständlich kann man Gleich- und Wechselstrom verlustfrei gendern.

  30. Ok, und nun zu den Kommentaren

    @Herr Merbitz #2:
    Windgeneratoren liefern (bisher) immer Drehstrom. Allerdings gibt es verschiedene Konzepte. Entweder man nimmt eine Asynchronmaschine. Damit erzeugt man direkt 50Hz Drehstrom, hat aber vorher mechanische Verluste, da man ein Getriebe benötigt. Oder man nimmt eine Synchronmaschine, spart sich das Getriebe, bekommt aber keine 50Hz raus, sondern braucht einen Umrichter, der die 50Hz bereitstellt.
    Zu den nächsten beiden Fragen ist zu sagen, dass sich je nach Wechselrichtertecnik (IGBT oder Thyristor) Gleichstromübertragung ab ca. 300km lohnt. Die Verluste auf der Leitung sind geringer, aber die der Umrichter sind höher als die der Trafos, welche man ja beim Wechselstrom ohnehin benötigt.

    Bzgl. der Hochtemperaturleiterseile ist aktuell der Stand, dass die meisten Netzbetreiber die Finger davon lassen. Tennet wollte meines Wissens mal den Engpass nach Thüringen damit beheben (aber nur mit 120°C). Kenne aber den aktuellen Stand nicht. Ansonsten kann eine Leitung immer bis 80°C erwärmt werden. Das Problem war immer, dass man zwar die Leitung stärker erwärmen kann, aber halten dann noch die Armaturen? Fazit: Die meisten Netzbetreiber hängen lieber noch ein herkömmliches St/Al Seil mehr auf. 200°C bedeuten ja auch höhere Verluste.

    Für Erdkabel gibt es als Leitermaterial Kupfer und Aluminium. Was genommen wird, werden die Netzbetreiber nach diversen Gesichtspunkten entscheiden (ABB schlägt Kupfer für Seekabel und Alu für Landkabel vor). Und warum soll der Leiterquerschnitt so hoch sein? Leiterquerschnitt etwa 1000mm².

    @Armin Schmitt #3:
    Eine Hochspannungsleitung bekommen Sie aber auch nicht mehr über Häuser hinweg gezogen. Die Zeiten sind vorbei.

  31. #12: Peter Merbitz sagt:
    „Ein paar Links zu Abbildungen oder Dokumentationen würden mir schon genügen.“
    Vielleicht helfen diese Links weiter:
    1. http://tinyurl.com/nn8k6ju (Dr.-Ing. Axel Birk,
    Vorsitzender des VDI e.V.
    Landesverband Schleswig-Holstein)
    2. http://tinyurl.com/qghhhjh (Technische Randbedingungen
    beim Einsatz und Betrieb
    von Freileitungen und Erdkabeln,
    Prof. Dr.-Ing. habil. Lutz Hofmann)
    (3.) Wikipedia: „Erdkabel“

  32. Der Titel: „Das Erdkabel ist kein Patentrezept“ scheint das einzig Richtige an dem Artikel zu sein.

    Aber zuerst müssen wir uns einig sein, wie die Pläne der Bundesregierung aussehen. Neben der Stillegung von Braunkohlekraftwerken und dem Neubau von Gaskraftwerken (inkl. der Reservehaltung von Irsching) geht es auch um die neuen Nord-Süd-Verbindungen, also den Netzausbau. Dieser ist Thema dieses Artikels. Wie bekannt ist sollten diese Gleichstromleitungen bisher als Freileitungen gebaut werden. Neu ist sei Anfang Juli, dass die Bundesrgierung (wohl auf Druck Seehofers) die Leitungen auch als Erdkabel verlegen will, oder bestehende Trassen nutzen möchte. Ich hoffe, dass wir uns auf diese Aussage einigen können.

    Demnach ist es eigentlich hinfällig über die Vor- und Nachteile von Drehstrom gegenüber Gleichstrom zu reden (auch wenn das interessant wäre). Dieser Schritt wurde bereit im Netzentwicklungsplan von 2012 gemacht. Jetzt können wir über Vor und NAchteile von Kabeln gegenüber Freileitungen im DC-Betrieb reden. Das hat der Autor nicht gemacht. Und deswegen frage ich mich, ob der Autor das Vorhaben überhaupt verstanden hat. Was ich aber trotz des Mißverständisses des Autors nicht versteh ist folgende Aussage:
    “ Der abschnittsweise Wechsel zwischen Hochspannungsfreileitung für Drehstrom und Erdverkabelung für Gleichstrom ist sündhaft teuer,“ So einen Unsinn würde ja auch niemand machen. Entweder DC oder AC. Und beide kann man natürlich auf einen Mast legen oder in der Erde verbuddeln. Man muss dabei nicht ständig die Stromart wechseln.

    Die Kommentare sind bisher auch ein Graus. Aber dazu vielleicht später.

  33. @H. Hoffmeister #9
    Das ist doch erst der Nettobetrag…die Steuer bitte nicht vergessen. Schließlich will ja der Staat/Politiker-Beamtenkaste auch noch ein großes Stück vom Öko-Stromkuchen abhaben 😉

  34. #6: Michael Martens
    Danke für die Ausführungen. Bitte für den interessierten Laien noch mal etwas vertiefen:
    Kabelkanal von 25 m Breite? Das ist unfassbar. Wofür braucht man diese Dimension?
    Ein DC-Kabel unterirdisch funktioniert ja sicher wegen der Induktionswirkung nicht.
    Wie hat man sich ein AC-Kabel dieser Übertragungsgröße vorzustellen oder sind es mehrere Kabel? Ich kenne die AC-Schienen in Firmen, die haben ja schon eine gewaltige Größe.
    Ein paar Links zu Abbildungen oder Dokumentationen würden mir schon genügen.
    Vielen Dank, PM

  35. #9: Die Offshorevergütung ist zu gering angesetzt. Mit dem „Stauchungsmodell“ erhält ein OWP-Betreiber glaub so 17-18 ct/kWh.
    Und es fehlen die Offshore-Übertragungskosten für den Transport vom OWP-Innerpark-UW bis einschließlich Landkonverter. Dafür können getrost nochmals ca. 6 ct/kWh angestetzt werden.
    Wieviele Haushaltsstromsperren wird es dann künftig wohl infolge nicht bezahlbarer Stromrechnungen geben? Heute sind es angeblich 400.000 Haushalte/a. Schöne neue „green-energy“-world! Aber andererseits, jede aufgrund der Sperrungen nicht verbrauchte kWh führt ja irgendwie auch zur Senkung des CO2-Ausstoßes – damit wäre dieses Ziel zumindest pespektivisch schon mal erreichbar! 😉

  36. #7: nur die Verkabelungslösung benötigt ein „Kupferbergwerk“ für mehrere tausend Systemkilometer alleine für SuedLink plus mehrere tausend Muffen samt Muffenbauwerke (aus Gewichtsgründen für den Transport der Kabeltrommeln kann man derzeit bei HöS nur max. ca. 700 m lange Teilstücke mit Muffen verbinden), Freileitungsseile werden weiterhin als aluminiumummantelter (für die Leitfähigkeit) Stahlkern (für die Zugkräfte) ausgeführt
    #8: tja, wem nutzt das?
    1) Den Windmüllern mit ihren hochsubventionierten Steuerspar- und Umverteilungsmodellen. Zwar bekommen die vollkommen ungerechtfertigt und großzügigst auch ohne DC-Trassen jede nicht einspeisbare kWh vergütet, doch wird es wohl deren Gewissen etwas erleichtern, wenn sie stolz darauf verweisen können, dass doch auch ein wenig ihres Zappel- und Abfallstroms bis nach Bayern gelangt.
    2) Den grün getünchten Gutmenschen- und Weltrettungs-Politikern. Sie können dem Wähler weiterhin die Mär verkaufen, dass Windmühlstrom aus der Nordsee entfallenden KKW-Grundlaststrom in Süddeutschland ersetzen würde (vor einiger Zeit stand recht trefflich hier bei Eike – Zitat sinngemäß: „Wenn Nordseewindkraftstrom grundlastfähig wäre, könnten die Windmühlen bei den dafür notwendigen andauernden Winden gar nicht errichtet werden“ – dem ist angesichts max. 4.200 Benutzungsstunden eines OWP im Jahr nichts hinzuzufügen)
    3) Den Netzbetreibern. Die wurden zwar 2006 gesetzlich dazu verdonnert, den technischen Unfug umzusetzen (bis dahin mussten die potentiellen Nordseewindmüller selber sehen, wie sie ihren Zappelstrom an Land bringen und kamen nicht zu potte), doch inzwischen leisten sie kaum noch Widerstand, weil man die bisher garantiete EK-Rendite in Höhe von ca. 9% wohl als recht auskömmlich betrachtete. Aber das dürfte sich in der nächsten Regulierungseriode deutlich ändern. Außerdem schwant ihnen wohl langsam, welchen OPEX-Klotz man ihnen damit ans Bein gebunden hat.
    4) Den großen Anlagenherstellern. Die müssen dringend Gewinne machen, nachdem sie mit ihrem Prototypenbau in den vergangenen Jahren aufgrund der vollkommen unterschätzten Offshoreanforderungen dreistellige Millionenbeträge in den Wellen der Nordsee versenkten. Wer erinnert sich noch an die Gewinnwarnung eines großen Herstellers mit Hauptsitz in München?
    5) Und wer fehlt hier in dieser Auflistung, sprich, wer profitiert ganz sicher nicht davon? Das sind die Haushaltkunden mit stark steigenden Stromkosten, das sind die industrialisierten und zerstörten Landschaften und Meere der Deutschen und das ist ein ominöses „Weltklima“, welches es angeblich zu retten gilt (das sich aber einen Dreck um dümmliche Windkraft- und PV-nutzung schert), koste es was es wolle.

  37. Frage an die Fachleute im Blog zu Suedlink und den reinen Transportkosten für Windstrom aus der Nordsee nach Bay/BW:

    1. Annahme: 4 GW-Übertragungskapazität Suedlink kostet 10 Milliarden
    2. Annahme: ca. 30% der Jahreskapazität (8760 h x 4 GW * 0,3 = ca. 10 TWh)
    3. Annahme Lebensdauer 20 Jahre, jährliche Betriebskosten ca. 5 % des Investwertes
    4. Ergebnis: 10 ct/kWh reine Transportkosten

    dazu kämen dann:
    1) Erzeugung offshore: 15 ct/kWh (Siemens-Fachmann meint, dass das möglich ist(?))
    2) backup-Kraftwerkskosten/Speicherkosten (xx ct/kWh)
    3) traditionelle Netznutzung (Verteilnetz, Status heute): 3 ct/kWh
    4) Wandlungs- und Transportverluste 15%: 2 ct/kWh
    5) Ergebnis: >> 50 ct/kWh ?

    Ist diese grobe Abschätzung korrekt, welche Kostenpositionen habe ich nicht drin bzw. falsch angesetzt ?

    H. Hoffmeister

  38. #6

    Haben Sie richtig beschrieben Herr Martens.
    Ihr Kommentar sollte Plichtlektüre für unsere Volksvertreter sein. Nicht umsonst haben die Energieversorger die Hochspannungsfreileitung gewählt.

    MfG

  39. Zu # 6 von Michael Martens
    Zum Um- und Ausbau der Stromnetze wird, wenn ich Sie richtig verstehe, sehr viel Kupfer benötigt werden.
    Da trifft es sich doch gut, dass die Kupferpreise nun bereits so tief gesunken ist, dass fast alle Kupferkonzerne (Minenbetreiber und Hüttenbetriebe) kaum noch profitabel arbeiten können.
    Da wir in einer Lobbykratie leben, empfehle ich auch hier zum besseren Verständnis auch mal wieder CUI BONO ? zu fragen. 🙂

  40. #2: Verluste: es ist noch schlimmer: Offshore-WKA-Generatoren liefern DC, welcher WKA-intern in AC umgewandelt wird. Anschließend wird der AC-Strom der einzelnen WKA mit strahlenförmigen Offshore-AC-Leitungen an ein Offshore-Windpark-UW geliefert, dort hochtransformiert und an die AC/DC-Konverterplattform weitergeleitet. Nach der Umwandlung in DC im Offshore-Konverter erfolgt der Weitertransport zum onshoreseitigen Konverter. Dort wird wieder in AC umgewandelt und auf 380 kV hoch transformiert. Anschließend kommt der Offshorestrom z.B. zum nördlichen SuedLink-Konverter beim UW Wilster und wird dort erneut zunächst heruntertransformiert und in DC umgewandelt. Danach erfolgt – so der „geniale grüne Plan“ – der Fern-Transport z.B. nach Grafenrheinfeld oder Großgartach. Dort wird wieder in AC umgewandelt und in 380 kV transformiert, damit er ins Bayerische- bzw. BW-HöS-Netz eingespeist werden kann, und leider eben keinesfalls die durch die sinnfreie KKW-Abschaltung entfallende Grundlast ersetzen kann, dafür aber exorbitante Kosten für die Letztverbraucher verursacht. D.h. = Verluste gibt es in dieser Kette mehr als ausreichend
    Kabelmaterialien: Kupfer, Querschnitt: für die im Endausbau von SuedLink vorgesehene Übertragungsleistung von 4.000 MVA DC werden zwei Freileitungssysteme á 3 Leiter oder alternativ vier Kabelsysteme á 3 Leiter = 12 (!) parallel zu verlegende Ein-Leiter benötigt. Der dazugehörige Kabelkanal mit der stolzen Länge von 800 km (bei Vollverkabelung) wäre mindestens 25 m breit (Trassenbreite im Bau ca. 40 m) und ca. 2 m tief (das Bild oben ist leider nur eine irreführende Verniedlichung). Es handelt sich vielmehr um einen „Wandertagebau“ quer durch Deutschland. Von den Kosten, von den Auswirkungen der extrem vielen notwendigen Muffen auf die Versorgungszuverlässigkeit, von den Fragen nach den aberwitzig vielen zu bewegenden Erdmassen, dem massenhaften Austausch von Erdreich, von Problemen mit Grundwasser oder Kreuzungen mit anderen Medien oder Verkehrswegen ganz zu schweigen. Mit „Umweltschutz“ und „green energy“ hat das jedenfalls nicht im entferntesten auch nur das Geringste zu tun. Fazit: Verkabelungen in der Höchstspannung zum Windstromtransport von der Nordsee nach Süddeutschland sind extrem teuer, störanfällig, wenig ausgelastet, großflächig umwelt- und landschaftszerstörerrisch und lösen die absehbaren Grundlastprobleme im Süden nicht. Leider muss man jedoch in Abwandlung der berühmten Worte unseres einstigen Generalsekretärs sagen: „Die Stromwende in ihrem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf“. Ich fürchte jedoch, die Deutschen wachen hier erst dann auch, wenn die kWh-Preise für Haushaltsstrom sich deutlich jenseits der 50 ct bewegen –> erst muss es jedoch im Geldbeutel noch so richtig schmerzhaft werden…

  41. Peter Merbitz, ich bin zwar kein direkter Fachmann, aber:
    1) Generatoren sollten wie jeder Dynamo auch Wechselstrom liefern.
    2) Also prinzipiell von Wechselstrom auf pulsierenden Gleichstrom nicht so hoch, ich denke hier kommen die meisten Verluste durch Glätten des selbigen zustande.
    Eine Gleichstromleitung bringt nur dann was wenn man glatten Gleichstrom hat, siehe dazu auch Punkt 3
    3)Prinzipiell ist der Verlust pro Meter bei Wechselstrom größer als bei Gleichstrom, jedoch spart man sich bei Wechselstrom die Rückleitung.
    Anscheinend ist bei großen Distanzen mittlerweile die Gleichstromübertragung besser, hat aber den Nachteil, dass man (wie oben erwähnt) nur schwer zwischendrinn mal etwas „abgreifen“ kann, im Gegensatz zu wechselstrom, wo das kein Problem ist.
    4) Vorallem müssen hin und rückleitung sauber getrennt werden, kann mir vorstellen dass da ne ziemlichen Anziehung der beiden Kabel erfolgt

  42. Ein paar Dinge fehlen.

    Eine Erdleitung hat gegenüber Freilandleitung etwa 25% höhere Verluste. Das konnten wir mal beim Studium (damals noch ohne Computersimulation sondern mit echten Formeln) ausrechnen. Ein Kabel bildet nun mal mit der (feuchten) Erde einen Kondensator. Auch wenn irgendwo Energie gespart wird, d.h. der Stromverbrauch gering ist, fließt der Strom in die Erde. Dieser Verlust lässt sich bei Erdkabeln nicht verhindern. Bei Freiluftkabeln gibt es diesen Effekt nicht. Dort erzeugt vorrangig der Widerstand des Kabels die Energieverluste. Um den zu verringern hat man früher mal entdeckt, dass bei gleicher elektrischer Leistung der Verlust durch höhere Spannungen geringer ist als niedriger Spannung und höheren Strömen. Also hat man die 380-kV-Übertragung eingeführt. Der Verlust liegt bei nur 1%.

    Der Energieverlust ist also bei Erdkabeln weitaus höher. Diese in die Erde abgeleitete Energie muss bezahlt werden. Damit steigt der Preis für die Eiskugeln, die zur Herstellung und zum Einfrieren ja auch Energie verbrauchen. Das ist dann ein exponentieller Effekt.

    Aber mal angenommen, es werden Erdkabel verwendet. Das soll die Vögel (außer beim Schlachten an Windanlagen) schützen. Wieviel Vögel werden denn bei Freiluftkabeln geschädigt? Bisher ist dazu nichts bekannt. Die können sich sogar auf die Kabel setzen ohne einen Schaden u bekommen.

    Und was wäre unter der Erde? Da fließt dann über den virtuellen Kondensator Strom in die Erde. Hamster, Ratten, Mäuse, Schlangen, Igel und was sonst noch unter der Erdoberfläche lebt, muss sich einen neuen Lebensraum beschaffen.

    Lustig wird es auch bei der Übertragung mit Gleichstrom. Damit ensteht ein sehr starkes, statisches Magnetfeld. Bienen und viele andere Tiere orientieren sich am Erdmagnetfeld. Gab es nicht öfter die Horrormeldung, dass Bienen aussterben. Angenommen ein solches Gleichstromkabel befindet sich unter einem Feld mit vielen blütenreichen Pflanzen. Was macht die Biene dann? Die sagt sich: „Oh, das Magnetfeld zeigt in die andere Richtung. Da fliege ich hier mal weg und gucke ob es dort auch Futter gibt.“

    Dann gab es noch etwas „lustiges“. Eine Universität erforscht die elektrischen Felder mit den vielen Todesstrahlen (nennt sich trotzdem Wissenschaft). Die haben „erforscht“, dass Kriechströme durch Erdkabel bei Menschen Gesundheitsschäden verursachen. Aber da gab es schon mal einen heißen Tipp in der nano auf 3Sat. In ein neues „nachhaltiges“ Haus hat man unten im Keller einen kleinen Diamanten eingebaut. Der verhindert die Gesundheitsschäden. Nano … eine Wissenschaftssendung.

    Wo sind wir bloß gelandet? Wer bestimmt über uns?

  43. Die Freileitungsgegner behaupteten, eine Verkabelungstrasse sei kürzer, über dem Kabel könne Landwirtschaft betrieben werden und die Trassenbreite sei geringer.

    Unter einer Hochspannungsfreileitung kann und wird auch Landwirtschaft betrieben. Die Trassenbreite spielt keine Rolle. Unter einer Hochspannungsfreileitung kann sogar gebaut werden. Das versuche man mal über ein erdverlegtes Hochspannungskabel zu verwirklichen.

  44. Liefern die Windgeneratoren Gleichstrom oder muss der erst umgeformt werden?
    Wie hoch ist der Energieverlust bei Umformung Drehstrom/Gleichstrom?
    Wie hoch ist der Verlust beim Energietransport bei beiden Varianten?

    Für die Freileitungen wurde ja schon ein neues Material bejubelt, welches bei Spitzenlast über 200 Grad C Hitze verträgt. Beeindruckend der Gedanke, einen derartigen Heizdraht quer durch die Lande zu spannen.

    Was sind das eigentlich für Materialien für die Erdverkabelung? Müssen bei Gleichstrom nicht gewaltige Querschnitte vorliegen?

    Danke.

  45. …Wenn wir mal konservativ annehmen, daß 10 Mrd. € Mehraufwand für die Verkabelung beider Nord-Süd Kabel-Stromtrassen entstehen, so sind das pro Bürger 124 € oder für eine vierköpfige Familie 500 €. Oder für einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten etwa 350 €. Alles für die Abschaltung der Kernkraftwerke….
    Und der Gipfel der Öko-Idiotie, man kann damit die KKW nicht ersetzen!! Jede Leitung ist nur so leistungsfähig wie das Kraftwerk am Einspeisepunkt. Die Norddeutschen WKA liefern aber nur wertlosen Zufallsstrom nach Wetterlage! Fazit: zu den Leitungskosten kommen dann noch die Vorhaltekosten der Back-up Kraftwerke hinzu, die benötigt werden um den Zick-Zack Windstrom überhaupt netzkompatibel zu stricken. Gibt es eigentlich etwas blöderes als diese „Energiewende“ ?

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