Klimawandel: Unbequeme Fakten? BBC erklärt der Bevölkerung das schnell wachsende See-Eis der Antarktis

Frank Lansner
Eine interessante Radiosendung auf BBC Radio 4 zielt darauf ab, einige Fragen zu den Klimamodellen, auf die die Wissenschaft sich stützt, zu diskutieren.
Hinweis: Es sind keine Skeptiker im BBC Studio, auch wenn über die Probleme der Klimaforschung gesprochen wird. Über Skeptiker wird gesprochen, aber sie werden nicht gefragt. Jede Aussage oder Behauptungen, welche die Probleme der Klimawissenschaft verteidigen, können als das letzte Wort stehen bleiben.


[Eine andere gute Überschrift wäre gewesen: ‚Es wird wärmer, weil es kälter wird! Der Übersetzer]

Bild rechts:© Andreas Demmig

BBC’s Tom Heap befragt eine Gruppe von Pro-IPCC-Wissenschaftlern zur Tatsache, dass die Modelle eine Abnahme des antarktischen Meereises vorhersagen, aber die Wirklichkeit das Gegenteil zeigt.

In der Tat, keiner der Gruppe im Studio beantwortet diese Frage, stattdessen hören wir ein Zitat des holländischen KNMI Professors Richard Bintanja, [Holländischer Wetterdienst] um 12:10 Minuten:

"Ich denke, dass dieser jüngste Anstieg des Meereises in der Antarktis eigentlich ein Zeichen der globalen Erwärmung ist, weil Sie diese Rückkopplungsschleife durch die Erwärmung der Tiefen des Ozeans haben. Und das Schmelzen des antarktischen Eisschildes selbst, des Landeises, führt zu einer flachen Schicht von Süßwasser auf dem Meer – gerade durch seine Eigenschaften friert es leichter und auch reduziert dieses Süßwasser die vertikale Durchmischung von Wärme in Richtung der Oberfläche und damit bleibt es kühler. Es ist gegen das Gefühl [unlogisch], aber effektiv geschieht das in der Antarktis. "

Keiner der eingeladen Klima-Wissenschaftler, widerspricht dieser Aussage des niederländischen Professors, R. Bitanja spricht weiter über "Süßwasser". Offensichtlich ist das Meer rund um die Antarktis kein Süßwasser, aber – kann er damit punkten, dass der Salzgehalt in einem solchen Maß reduziert ist, dass dies den Anstieg der Eisbildung in den Meeren rund um die Antarktis erklärt?

Bild 1, Salzgehalt der Meeresoberfläche aus der KNMI Datenbank, Meeresoberfläche von 60S bis 80S rund um die Antarktis. (Die Einheiten müssen mit 10 dividiert werden, um die prozentualen Massen des Salzes im Wasser zu erhalten).

Bild 2, dieselben Daten wie in Bild 1, aber ohne Trend-Linie.
Realität ist, der Salzgehalt ist ANGESTIEGEN, ganz sicherlich nicht „ZURÜCK“-gegangen. Dies ist kein Zeichen von „Süßwasser“. Der Gefrierpunkt des Wassers steigt etwa um 0,7K je 1% Rückgang des Salzgehaltes im Meereswasser.

Aus den Daten des Salzgehalts erfahren wir, dass:

1) Die Variation klein ist: Von 3,387% bis 3,398% – das ist 0,011% der Masse im Laufe der Jahre. Nicht allzu überraschend, da wir uns in der Mitte des tiefen Ozeans befinden. Diese Variation entspricht einer 0,008 K Änderung des Gefrierpunktes.

2) Um MEHR Eisbildung im Laufe der Jahre zu erklären, müssten wir WENIGER Salzgehalt sehen. Das Problem ist, die Gewässer um die Antarktis zeigen in der Regel einen erhöhten Salzgehalt.

Mit anderen Worten:
-> Die Variationen im Salzgehalt sind zu klein, um an erster Stelle berücksichtigt zu werden.

-> Hinzu kommt, die Gewässer werden eigentlich immer etwas salziger und senken dadurch den Gefrierpunkt ein klein wenig. Dies würde eine kleine Verringerung der Bildung von Eis, nicht das Gegenteil zu erklären.

OK, aber was ist es dann mit der Grundidee, dass schmelzendes Landeis viele 100km oder mehr vom Land entfernt in der Mitte der großen Ozeane rund um die Antarktis den Salzgehalt senken könnte? (Vor allem der Idee, dass die Netto-Schmelze von Land-Eis auf der Antarktis in der Regel zunimmt, ist in mehreren wissenschaftlichen Artikeln widersprochen. Aber belassen wir es für den Moment dabei. Die Satelliten zeigen für die Antarktische Landtemperatur keine Erwärmung und die Oberflächentemperaturen der Meere nehmen deutlich ab.)

Bild 3. Meeresoberflächensalzgehalt (von NRL: US Naval Research Laboratory) Mai 2014, nicht lange nach Beginn der Frostperiode im Herbst. Wie wahrscheinlich ist die Idee, dass Eis vom Land schmelzen und sehr weit entfernt von der Antarktis den Salzgehalt der Ozeane senken könnte? Müsste das Süßwasser fliegen können, um dies zu erreichen?

Bild 4. Salzgehalt der Seeoberfläche um Südamerika, Paraná Fluss – Zweit größter in Südamerika – Einleitungen in Durchschnitt etwa 1,5 Kubik Kilometer Süßwasser täglich. Diese massive Zufluss von Süßwasser senkt den Salzgehalt vor allem im Flussdelta selbst (weißer Bereich). Wir sehen, dass es möglich ist, den Salzgehalt selbst des Meereswassers stark zu verändern, aber auch in diesem Beispiel sind nur die Oberflächengewässer in der Nähe der Küste selbst betroffen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Paraná nicht von anderen großen Flüssen der Welt.

Wie kommen diese pro-IPCC Wissenschaftler in der BBC-Sendung dazu, Klimamodelle und mehr zu verteidigen mit solch scheinbarem Selbstvertrauen und zu glauben, dass rund um die Antarktis die Situation ganz anders ist?

Bild 5. Salzgehalt der Seeoberfläche für einen Teil des Antarktischen Ozeans für den Zeitraum vom 1. Dezember 2013 bis 1. November 2014, ein Bild für jeden Monat dieser Rekordzeit.

Denken Sie daran, dass wir in Abbildung 1 und 2 sahen, dass der Salzgehalt im Allgemeinen leicht erhöht ist, nicht verringert. So haben wir nach einigen lokalen Variationen zu schauen, wenn die von BBC ausgestrahlte Erklärung irgendeine Wahrheit enthalten sollte.

Erstes Bild, 1. Dez 2013: Wir sind in der Schmelzsaison mit dem üblichen schnellen Schmelzen des Meereises. In der Nähe des schmelzenden Eises sehen wir einige blaue Bereiche mit einem Salzgehalt etwas niedriger als die umgebenden Meere. Dieses Meereseis hat tatsächlich niedrigere Salzkonzentrationen als das umgebende Meerwasser, so dass nur dort, wo das Meereseis schmilzt, wir einen leichten Rückgang des Salzgehaltes von ca. 0,1% – 0,2 % erkennen können.

Dann im April-Mai, beginnt das Zufrieren, und jetzt ist der kleine bläuliche Bereich verringerten Salzgehalts verschwunden, durch das Mischen der Wässer. Es gibt nicht eine "flache Schicht von Süßwasser auf dem Ozean" (wie R. Bitanja erwähnte) vor dem wachsenden Eis.

Und während der Frostperiode von Mai bis September, ist eindeutig keine signifikante "flache Schicht von Süßwasser auf dem Ozean" in der Nähe der Kante des Meereseises sichtbar, um den Rekord der großen Eisbildung 2014 zu erklären.

Also, was haben wir gelernt?

BBC greift ein wichtiges Thema für die Klimaforschung auf, die Tatsache, dass die Modelle fälschlicherweise zeigen, dass das antarktische polare Meereisgebiet auch abnehmen sollte.

BBC lädt nur Menschen in ihr Studio ein, die die Modelle verteidigen und keine Skeptiker. Und sie stellen sicher, dass die Verteidiger des Klimas die Chance bekommen, der Bevölkerung die Probleme zu erklären und sie erhalten damit systematisch das letzte Wort.

Aufgrund der Vorgehensweise der BBC, schließen die Verteidiger des Modells mit einer "Süßwasser Geschichte", die von der Wirklichkeit nicht gestützt wird und kommen damit ungestraft davon.

Wer wies BBC an, diese Dinge nicht von beiden Seiten zu prüfen? Und wie kommt es, dass BBC das akzeptiert?

PS: Sollte nicht auch der Bereich des Meereseis um Grönland herum durch mehr Schmelzwasser vom Land zugenommen haben? Aber der Bereich des Meereseis um Grönland ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Zeit für eine weitere Erklärung? NRL Archive of SSS graphics:

http://www7320.nrlssc.navy.mil/GLBhycom1-12/navo/arc_list_globalsss.html
Letzte Änderung: 9. April, 2015 um 22:43:32

Erschienen auf „Hide the decline“ am 09. April 2015

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://hidethedecline.eu/pages/posts/bbc-explains-the-fast-growing-antarctic-sea-ice-to-the-population-303.php

Ergänzung:

Auf dieser Webseite sind in der ganz linken Spalte auch einige der besonders hervorzuhebenden e-Mails aus „climate gate“ zu finden.

Mein Favorit: Phil Jones

“Wir haben 25 Jahre oder so in die Arbeit investiert. Warum sollte ich Ihnen die Daten zugänglich machen, wenn es Ihr Ziel ist, es zu versuchen und etwas zu finden was daran falsch ist“

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6 Kommentar(e)

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1

#5:
Vielen Dank Herr Klasen.

Der TE ist jetzt also von der Höhe und Fläche abhängig abhängig?
Ich dachte 2000-3000m gehören irgendwie noch nicht zur Stratosphäre oder?
Naja die Brunkerts und Baeckers dieser Welt werden uns naiven Laien schon alles erklären.

MfG

2

Für Dr. Paul im Besonderen und alle anderen im allgemeinen vielleicht von Interesse:

Textauszug:
"Moreover, for central Antarctica an increase in CO2
concentration leads to an increased long-wave energy loss to space, which
cools the earth-atmosphere system. These unique findings for central
Antarctica are in contrast to the well known general warming effect of
increasing CO2."

Quelle: http://tinyurl.com/pxk6bdj

3
Wernher Kaul

Der Begriff "Lügenpresse" ist meiner Meinung nach reale Wirklichkeit.

Klimawandel Asylmissbrauch Grexit

Sind Journalisten nicht mehr Unabhängig??
Neutral?
Unvoreingenommen?
Der Wahrheit verpflichtet?

Ist die Mehrheit der Journalisten, in ihrer vorauseilenden Gehorsamkeit, nur der eigenen Karriere opportun?

Ich habe da ganz viele Zweifel...

4
Herbert Jurkovitsch

Was solls, der Papst hat gesagr es wird wärmer.(ist doch unfehlbar)

5

Juni 2015 viel zu kalt (weit unter dem 30-Jahres-Schnitt):

http://tinyurl.com/nexs6j4

6

Das ist nichts Neues. Latif verkündete Anfang der 2000. er Jahre dass sich die NAO stark positiv entwickle und deswegen werde es keine kalten Winter in Mitteleuropa mehr geben. Dumm gelaufen, um 2009 kalt und Schneereich, aber kein Problem für die Klimakirche. Rahmstorf erklärte den Gläubigen dass sich wegen der Klimaerwärmung häufiger eine negative NAO einstelle, es werde dem zu Folge im Winter in Mitteleuropa kälter! Eine Sekte eben, für jeden Fall den passenden Propheten mit der passenden Botschaft. Die Lügenpresse verbreitet sie dann willfährig. Willkommen im ÖS, der Europäischen Variante des IS.