In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (Teil2)

von Gastautor Helmut Kuntz mit einer Vorbemerkung von EIKE:
Das Umwelt-Bundes-Amt (UBA) hatte kürzlich einen „Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ publiziert. Dort werden wieder einmal – fern von fast allen aktuellen gemessenen Trends – Klima-Spekulationen und Klima-Horror ausgebreitet. In dem Bericht wimmelt es nur so von Konjunktiven und Zukunfts-Phantastereien. Trotzdem wurde in der Süddeutschen Zeitung wie auch anderswo aufgeregt und prominent darüber berichtet. EIKE hatte dazu bereits anhand von aktuellen Trends und Messungen der Wetterdienste eine kurze Kritik publiziert (hier).


Nun hat EIKE-Leser Helmut Kuntz zu dem UBA-Papier einen sehr ausführlichen Fakten-Check erstellt, den wir hier in zwei Teilen publizieren.Teil 1 finden Sie hier. Der komplette Aufsatz wird am Ende des Textes als PDF-download zur Verfügung gestellt.

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Hier Teil 2

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In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (2)

Helmut Kuntz  / Mai 2015

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Hinweis d.A. :  Als „Klimawandel“ ohne Zusatz wird in folgendem immer der anthropogen (CO2-) bedingte Wandel verstanden. Nach "Text:“ folgen Auszüge/Zitate aus dem Bericht.  

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Wassertemperaturen

Fazit

Dem Berichtsteil braucht man nichts hinzuzufügen. Die Fische brauchen sich zumindest vor dem Klimawandel nicht zu sorgen.

Der Meeresspiegel der Nord- und Ostsee steigt

Text: Die Gletscher und die Eisschilde der Pole schmelzen und liefern große Mengen von Schmelzwasser. Gleichzeitig dehnt sich bei steigenden Wassertemperaturen das Meerwasser aus. Die Gletscherschmelze und die Meerwasserausdehnung erklären 75 % des seit den frühen 1970er Jahren beobachteten Meeresspiegelanstiegs.

Der fünfte Klimabericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) von 2013 stellt fest, dass der globale mittlere Meeresspiegel im Zeitraum von 1901 bis 2010 um etwa 19 cm angestiegen ist. Der mittlere Anstieg betrug in dieser Zeit etwa 1,7 mm pro Jahr. In den letzten 20 Jahren war dieser Wert mit ca. 3,2 mm pro Jahr fast doppelt so groß. Das bedeutet, dass sich der Anstieg deutlich beschleunigt hat. Selbst wenn beträchtliche Klimaschutzanstrengungen unternommen werden, also das niedrigste Emissionsszenario den Projektionen zugrunde gelegt wird, ist dem IPCC zufolge bis Ende des 21. Jahrhunderts eine Erhöhung um weitere 26 bis 55 cm zu erwarten.

Die eigene Auswertung zeigt :

Dieses Berichtskapitel weicht bezüglich Darstellung und Argumentation völlig von den anderen ab. Verdächtig ist der Rückzug auf IPCC-Angaben. Zudem fehlen belastbare Datenangaben (außer, jemand kann aus der Grafik welche ableiten?).

Einmal sind die Angaben über die schmelzenden Pole schlichtweg falsch. Das AWI kam in seiner im August 2014 veröffentlichten Studie für beide Pole auf eine Schmelzrate von 500 km3 pa, was einem  gemessenen Schwund von 0,0016% pa der Gesamtmasse entspricht. Das Packeis des Nordpols kann zudem nichts zum Meeresspiegelanstieg beitragen und das Antarktiseis nimmt stetig nur zu.

Anm.: das Max Plank Institut für Meteorologie formuliert diese Tatsache auf seiner Homepage wie folgt: Für die Antarktis hingegen kann eine Zunahme des Eisvolumens nicht ausgeschlossen werden, was den Meeresspiegel entsprechend absenken würde.“

Zur Erinnerung, wo sich der der Meerespegel aktuell global befindet, eine Darstellung seit der letzten Eiszeit (Quelle: Wikipedia):

Die Erde befindet sich demnach aktuell in einer sehr glücklichen Periode. Wie man da auf Hysterie bezüglich des Meeresspiegels kommen kann, bleibt wohl noch länger ein Geheimnis.

Nun zu den Pegeln Nordsee und Ostsee, die im BMU-Bericht fehlen.

Nordsee

Zur Nordsee forscht die Uni Siegen und hat dazu im September 2013 im Fachmagazin Earth Science Reviews ihre Ergebnisse veröffentlicht. Zudem findet man an der Uni auch eine Dissertation dazu:

“Statistical methods to assess the hydrodynamic boundary conditions for risk based design approaches in coastal engineering Methods and application to the German North Sea coastline”, Uni Siegen.

Bilder aus der Studie :

Zitat aus der Publikation: „Es gibt ein relativ konstantes Anstiegsverhalten des Mittleren Meeresspiegels seit Beginn des 20. Jahrhunderts, aber keinen außergewöhnlichen Anstieg in den letzten Jahrzehnten, den wir direkt dem Klimawandel zuschreiben könnten.“

Man sieht, dass der Anstieg bereits ab 1900 beginnt. Aber auch, dass die Änderungsrate stark schwankt. Ein Zeitraum von 20 Jahren „in den letzten 20 Jahren war dieser Wert fast doppelt so groß“ reicht für eine belastbare Beurteilung nicht im Entferntesten aus.

Wie man anhand dieser Ergebnisse einen CO2-Einfluss konstruieren will, bleibt ein Rätsel.

Um zu zeigen, wie vollkommen normal beispielhaft der Pegelverlauf Cuxhaven aussieht, anbei ein Bild aus der Dissertation.

Im Bild sieht man, wann sich früher die Nordsee-Anwohner fürchten mussten.

Eine „Eskalation“ wie vorhergesagt (oder besser: simuliert) ist nicht erkennbar.

Fazit Nordsee

Betrachtet man den Langzeittrend, sieht man überhaupt nichts Spektakuläres. Aber auch der Trend-Änderungsverlauf ist keinesfalls Besorgnis erregend. Aktuell hat der Trend einen Wert wie um 1900. Man könnte dazu eine Periodizität ahnen, so dass Warten wahrscheinlich die beste „Lösung“ ist.

Wie man in den letzten 20 Jahren einen Meeresspiegel-Anstieg so genau messen will, dass sich eine Verdopplung (mit Langzeitverhalten) als Gefahr ableiten lässt, bleibt ein Rätsel. Alleine wegen der (in der Nordsee zudem hohen) Gezeiten und laufenden Verbauungen ist das in diesem kurzen Zeitraum nicht möglich.

Ostsee

Zur Ostsee finden sich in der Publikation „Ostseeküste im Klimawandel – Ein Handbuch zum Forschungsstand 2012“ vom Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht Angaben.

Der Meeresspiegel ist in den letzten 100 Jahren weltweit durchschnittlich etwa zwei Dezimeter angestiegen. An der südlichen Ostseeküste ist der mittlere Wasserstand im selben Zeitraum ca. 14 cm angestiegen.

Insgesamt laufen höchste Wasserstände bisher jedoch nicht höher auf. So sind die Wasserstände der sehr schweren Ostseesturmflut von 1872 bis heute an keinem Pegel an der deutschen Ostseeküste überschritten worden.

Und dann kommt in dieser Publizierung eine frappierende Zusammenfassung:

Anbei ein Textauszug :

Fazit

In diesem Berichtskapitel stimmt einfach nichts. Es wurden lediglich die typischen Alarmpublizierungen, basierend auf IPCC-Szenarien hinein kopiert. Dass so etwas in einem Bericht des Uba „durchkommt“(und von der Uba-Chefin alarmistisch wiederholt wird: „Es ist aber erwiesen, dass der Meeresspeigel steigt“), lässt an der Qualität dieser Behörde massiv zweifeln.

Dass etwas dazu nicht stimmt, zeigt auch das Monitoring der Sturmfluten. Diese zeigen (wie die externen Analysen auch), dass weder an der Nordsee- noch Ostsee irgend etwas Klimawandel-bedingt spektakuläres passiert. Eher das Gegenteil, denn die Küste wird ja massiv verändert . Text: Zu einem Anstieg des Sturmflutspiegels kommt es außerdem durch die zunehmende Bedeichung und in jüngster Zeit auch durch das Absperren aller Nebenflüsse von Ems, Weser und Elbe. Damit sind die natürlichen Überflutungsflächen erheblich eingeengt worden.

Ertragsausfälle durch Extremwetterereignisse

Text: Der Klimawandel hat Auswirkungen auf den jahreszeitlichen Witterungsverlauf und dies wiederum beeinflusst den jahreszeitlichen Entwicklungsgang landwirtschaftlicher Kulturen. Für das Frühjahr werden steigende Temperaturen erwartet, die Sommer sollen trockener und heißer, die Winter wärmer und feuchter werden. Die genauen Zusammenhänge von Klimaveränderungen, vermehrtem Auftreten von Extremwetter-Ereignissen und der Zunahme von Schäden in der Landwirtschaft sind zwar noch nicht abschließend geklärt, sie sind aber Gegenstand intensiver Forschung.

Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und steigenden Schäden durch Unwetter gilt noch nicht als gesichert, allerdings sprechen viele Indizien dafür.

Anm.: Welche Indizien auf einen Zusammenhang zwischen Klimawandel und steigenden Schäden durch Unwetter hinweisen sollen, ist im Bericht nicht ausgeführt. Auch keine Grafik im Bericht zeigt welche.

Fazit

Die im Einleitungssatz gelisteten Klimawandel-Auswirkungen wurden in den vorherigen Berichtskapiteln bereits widerlegt, was die Verfasser dieses Kapitels wohl nicht wussten. Aber dass die Hagelereignisse keinen eindeutigen Trend (man könnte eher einen fallenden vermuten) zeigen, ist auch sehr beruhigend und wird (publiziert) den Versicherungen nicht gefallen.

Einfluss des Klimawandels auf Vogelarten nimmt zu (?)

Aber was sagt das Bundesamt für Naturschutz in seinem Artenschutzreport 2015 :

An vorderster Stelle der Ursachen für die Gefährdung der Arten stehen intensive Formen der Landbewirtschaftung. Weitere wesentliche Gefährdungen liegen in der Forstwirtschaft, Wasserbau und Gewässerunterhaltung, Baumaßnahmen sowie Sport- und Freizeitaktivitäten. Unter den 25 wichtigsten Gefährdungsursachen dominieren damit Maßnahmen, die mit einer Intensivierung der Nutzung von Natur und Landschaft und damit einhergehenden Veränderungen bzw. der Zerstörung der Lebensräume verbunden sind. Aktuell spielt der Klimawandel noch keine große Rolle als Gefährdungsursache.

Hitzebelastung bringt steigende Gesundheitsrisiken

Text: Neben steigenden Durchschnittstemperaturen wird der Klimawandel voraussichtlich auch vermehrt gesundheitlich belastende Hitzeereignisse mit sich bringen. Im Rückblick zeichnet sich seit den 1970er Jahren bereits ein Trend zur Zunahme sogenannter „Heißer Tage“ ab, an denen der Tageshöchstwert der Temperatur 30 °C oder mehr beträgt. In „Tropennächten“ sinken die Temperaturen nicht unter 20 °C, eine nächtliche Erholung ist dann insbesondere nach sehr heißen Tagen eingeschränkt.Tropennächte treten bislang in unseren Breiten im Gegensatz zu den Heißen Tagen noch selten auf. Allerdings kommt es in Jahren mit ausgeprägten Hitzewellen auch regelmäßig zur Ausbildung von Tropennächten.

Auswertung

Bis 1992 passiert überhaupt keine Abweichung. Ab dann gibt es drei deutliche Jahres-Spitzen. Allerdings nehmen diese nach dem Hitzesommer 2003 schon wieder konsequent ab, so dass aktuell schon wieder das Spitzenwert-Niveau von 1970 erreicht ist.  Da der Trend hinterher läuft, kann er dies natürlich (noch) nicht zeigen  Der Verlauf erinnert an den der „Trockenheit“.

Was zeigt die eigene Auswertung

Leider ist beim DWD kein kostenloser Langzeit-Datensatz mit Tageswerten für Deutschland global hinterlegt. Deshalb als Beispiel die Darstellung für die Station Nürnberg, die in Tagesauflösung zurückreichend bis 1955 hinterlegt ist (und südlich gelegen, also mit hohen Tageswerten).

Auch das Bild der Anzahl heißer Tage der Station Nürnberg ist bei genauerer Betrachtung gar nicht so spektakulär. Auch dort zeigt sich, dass die Spitzenwerte deutlich zurückgehen und seit 10 Jahren wieder den Stand von 1970 haben. Nimmt man die absoluten Maximaltemperaturen, zeigt sich praktisch gar keine Erhöhung, was auch für die Tages-Mitteltemperaturen gilt.

Interessant ist der Langfristverlauf der Sommer-Mittelwerte. Obwohl man einen deutlichen Trendkanal ab 1955 erkennt, sind die Sommertemperaturen von der Spitze 2013 abgesehen, auf dem Stand von 1910 und 1950. Trends kann man nun natürlich beliebig generieren, aber einen CO2-bedingten, beschleunigten Anstieg kann man daraus nicht ableiten. Was man aber ahnen kann, ist ein unterlagerter Zyklus, der anstelle von CO2 den Verlauf mit-bestimmt.

Fazit

Es stimmt, dass die Anzahl heißer Tage zugenommen hat. Aber innerhalb von 20 Jahren  traten (Deutschland global) gerade einmal 3 Jahre auf, in denen der „Standard-Spitzenwert“ überschritten wurde. Und das mit +6, +19, +4 Hitzetagen (Standard-Spitzenwert: 10 Tage). Der Trend seit dem Spitzenjahr vor 14 Jahren ist stark negativ und der aktuelle Spitzenwert liegt wieder auf dem Niveau der 1970er Jahre.

Die Aussage: „… zeigt sich seit den 1970er Jahren bereits ein Trend zur Zunahme sogenannter „Heißer Tage“ ab, an denen der Tageshöchstwert der Temperatur 30 °C oder mehr beträgt.“, muss man korrigieren: Der Trend besteht seit 1955. Da damals das CO2 keine Rolle gespielt hat, kann er nicht dadurch entstanden sein. Dass sich trotzdem seit ca. 10 Jahren die Sommertemperaturen  von 1910 und 1950 ausprägen, belegen, dass keinerlei Anlass für einen Klimaalarm vorliegt.

Dies dürfte auch der Grund für die Berichts-Formulierung: wird der Klimawandel voraussichtlich auch vermehrt…"  sein.

Warum im Bericht mit dem Jahr 1970 begonnen wurde, kann man ebenfalls schön sehen. Gerade kurz davor war ein Minimum. Ein schönes Beispiel, wie man „gewünschte“ Trends optimiert.

Nachdem auch die Hitze-Toten "klimamonitort" werden, anbei ein Bild dazu. In USA ziehen viele Rentner – sofern sie es sich leisten können – nach Florida, wo es besonderst warm ist. Ein deutscher Rentner verträgt das natürlich nicht. Leider fehlt eine Grafik, wie viele Menschen durch Kälte sterben.

Stärkere Ertragsschwankungen erhöhen das Produktionsrisiko (?)

Text: Die Witterungsbedingungen gehören zu den wichtigsten produktionsbestimmenden Größen in der Landwirtschaft. Eine verlängerte Vegetationsperiode und höhere Temperatursummen können die Erträge steigern. Hinzu kommt, dass die höheren CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre, die letztendlich für den Treibhauseffekt verantwortlich sind, die Photosynthese und das Pflanzenwachstum stimulieren können. Allerdings bringt der Klimawandel u. a. durch Trockenstress oder Extremereignisse wie Stürme, Starkregen, Hagel und Überschwemmungen auch zunehmende Risiken von Ertragseinbußen mit sich…

Die Ertragsstagnation, die beim Weizen in den letzten Jahren in der landwirtschaftlichen Praxis festzustellen war, hat komplexe Ursachen, die noch genauer untersucht werden müssen. Neben den bereits erwähnten Faktoren können hierfür auch der Anbau auf ertragsärmeren Standorten sowie engere Fruchtfolgen eine Ursache sein.

Das zeigt die eigene Auswertung :

Weitere Abb.: Siehe Anlage PDF.

Bildquellen:

www.zuechtungskunde.de/artikel.dll/hartmann-zuechtung-und-klimawandel-tabelle-und-grafiken_NDYwMDA1OQ.PDF

Und Baden-Württemberg 2014

http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Pressemitt/2014283.asp?201408

Die durchschnittliche Flächenleistung liegt im Landesdurchschnitt und im Mittel aller Getreidearten bei 73,6 dt/ha und übersteigt damit im Land erstmals die Marke von 70 dt/ha. Das Vorjahresergebnis (68,0 dt/ha) wird um 8,2 Prozent, das langjährige Mittel 2008/13 (65,3 dt/ha) sogar um 12,6 Prozent übertroffen. Dabei zeichnen sich vor allem die Wintergetreidearten gegenüber dem langjährigen Mittel mit hohen Zuwachsraten aus, allen voran Wintergerste (75,7 dt/ha) mit einem Plus von 20 Prozent. Die Erträge von Winterweizen (80,5 dt/ha) und Triticale (73,1 dt/ha) übertreffen die langjährigen Durchschnitte um 12,4 bzw. 8,8 Prozent. Mit diesen Drusch-Ergebnissen setzen die Wintergetreidearten neue Rekordmarken im Land.

Fazit

Es muss wohl verschiedene Deutschlands mit Winterweizen geben. Schaut man sich die externen Ertragsinfos an, dann explodiert der Winterweizen geradezu. Das liegt aber wohl nicht am Klimawandel, sonst wäre dies im Bericht bestimmt ganz groß als Alarm herausgestellt worden. Gut, es heißt nicht, dass die Ertragsschwankungen (auf höchstem Niveau) direkt vom Klimawandel verursacht wären. Es werden „nur“ vorsorglich die üblichen Bedenken und Risiken gelistet, nach denen es ja sein könnte, dass der Klimawandel auch hier bald unerbittlich zuschlägt. Und die Grafik im Bericht ist wieder ein gutes Beispiel, wie etwas verzerrt dargestellt werden kann.

Kronenverlichtung durch Klimawandel ?

Text: Der Kronenzustand galt viele Jahre als geeigneter Indikator, um die Auswirkungen von Schadstoffbelastungen auf die Vitalität der Waldbäume abzubilden. Heute weiß man, dass die Ursachen vielfältiger sind und in komplexer Weise zusammenwirken. Das Witterungsgeschehen ist inzwischen stärker ins Blickfeld geraten, denn Zusammenhänge zwischen dem zeitlichen Verlauf der Nadel und Blattverluste und dem sommerlichen Witterungsverlauf sind offensichtlich geworden…..

Aufgrund der beschriebenen Zusammenhänge liegt es nahe, einen Einfluss des Klimawandels auf den Kronenzustand der Waldbäume zu diskutieren.

Abb.: siehe Anlage PDF

Das zeigt die eigene Auswertung :

Der NRW-Waldschadensbericht 2012 zeigt, dass der Wald 2012 den Zustand von 2000 hatte und überhaupt kein negativer Trend vorliegt.

Abb.: siehe Anlage PDF

Fazit

Auch der deutsche Wald ignoriert den Klimawandel. 

Folgekapitel

Da der Bericht insgesamt 97 Indikatoren listet, geht es so „endlos“ weiter. Deshalb als Abschluss nur noch ein paar exemplarische Darstellungen daraus. Man beachte die oft negativen Trends (höflich umschrieben mit "… noch ohne Trend“, welche allen Alarmmeldungen widersprechen.

Abb.: siehe Anlage PDF

Hier ein "signifikant positiver Trend" (?) :

Warnmeldungen zum Pollenflug werden immer öfters bereitgestellt und auch abgefragt. Beleg für den Klimawandel ?? 

Abb.: siehe Anlage PDF

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Anm. EIKE-Red.: Anbei die komplette PDF zum Download; d o r t  sind auch die weiteren Abbildungen enthalten, die vorstehend wegen des nur beschränkt zur Verfügung stehenden Platzes im Editier-Programm fehlen.

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Über den Autor:

Helmut Kuntz absolvierte ein Hochschulstudium mit den Schwerpunkten Messtechnik und Statistik. Er analysiert deshalb nicht Klimatheorien, sondern die in den Studien vorgenommenen, statistischen Auswertungen und prüft sie auf Plausibilität (auch im Vergleich  mit anderen Publizierungen). Die dabei gewonnenen Ergebnisse vergleicht er abschließend mit den oft als Pressemitteilung publizierten Kurz-Aussagen. Sein Ergebnis: Die Pressemitteilungen melden oft etwas anderes, als in den Studien ermittelt wurde (so dass man auf die Idee kommen könnte, diese werden teilweise unabhängig von den Studien vor-geschrieben)

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34 Kommentare

  1. #32: Helmut Kuntz sagt: am Donnerstag, 04.06.2015, 22:47

    #28
    Herr Fischer

    Anbei dazu meine Erläuterung. Ich möchte es damit aber zum Thema Antarktis belassen. Nicht, weil ich behaupte, rechter zu haben als Sie. Wir haben verschiedene Vorgehensweisen. Meine ist (zum Klimawandel) nicht „streng wissenschaftlich“. Ich nehme die Erfahrung aus meinem ganz anderen Fachgebiet und überlege nicht so sehr, ob es richtiger ist [. . . ]
    Anbei noch eine Studie, die aus meiner Sicht realistische Werte ableitet. [. . . ]
    Studie „A new, high-resolution surface mass balance map of Antarctica (1979–2010) based on regional atmospheric climate modeling“ der Autoren J. T. M. Lenaerts, M. R. van den Broeke, W. J. van de Berg, E. van Meijgaard und P. Kuipers Munneke wurde am 21.02.2012 in den Geophysical Research Letters veröffentlicht. [. . . ]“
    #########################
    Sehr geehrter Herr Kuntz,
    ich fasse mich kurz: Unbelastet vom Fachwissen ist Ihnen ein „kleiner“ Fehler unterlaufen: In der von Ihnen zitierten Studie wird nicht die Massenbilanz des antarktischen „Land“-Eismassen berechnet, sondern nur deren Subkomponente SMB auf deusch: Oberflächemmassenbilanz (siehe Gleichung (1) im zitierten Artikel). Der „Abfluss“ des Eises wurde nicht evaluiert und wie hier schon mehrfach gepostet: dies ist ein wesentlichen Faktor beim Erstellen der Gesamtbilanz.
    Ihre Kritik zu den Fehlergrenzen möchte ich nicht als irrelevant abtun, aber immer noch haben die keine Arbeit präsentiert, die Ihre Ansicht zur Massenbilanz des antarktischen Eischildes unterstützt. Wie ich schon in #2 sagte: „Nach der (IMHO berechtigten) Kritik von Herrn Nobert Fischer (#2) bleibt das Fazit: weniger wäre möglicherweise mehr gewesen.“

  2. Herr Kuntz,

    vielen Dank für ihre Antwort, jetzt habe ich Sie verstanden. Sie haben also mit den 75% aus dem abstract gearbeitet, Zitat:

    „The combined volume change of Greenland and Antarctica for the observation period is estimated to be 503 ± 107 km^3/a. Greenland contributes nearly 75 % to the total volume change with 375 ± 24 km^3/a.“

    Ich meine, Sie haben die 75% zu wörtlich genommen. Bitte beachten Sie, dass sich Paper nicht an Laien, sondern an naturwissenschaftlich gebildete Leute richten. Und für diese sollte klar sein, dass die 75% als grobe Schätzung zu verstehen sind. Die Unsicherheiten zu den Antarktiswerten sind ja laut Paper noch größer, siehe mein Beitrag weiter oben. Die 75% sind also mit sehr großen Unsicherheiten behaftet, und ich bin mir sicher, das war Ihnen mit ihrer naturwissenschaftlichen Vorbildung auch klar.

    Viele Grüße und nochmals danke für ihren abschließenden Beitrag. Von meiner Seite ist damit auch alles geklärt.

  3. #28
    Herr Fischer

    Anbei dazu meine Erläuterung. Ich möchte es damit aber zum Thema Antarktis belassen. Nicht, weil ich behaupte, rechter zu haben als Sie. Wir haben verschiedene Vorgehensweisen. Meine ist (zum Klimawandel) nicht „streng wissenschaftlich“. Ich nehme die Erfahrung aus meinem ganz anderen Fachgebiet und überlege nicht so sehr, ob es richtiger ist, sondern ob es ein Alarm ist.
    Beim Klima schwankt alles. Da hat jeder recht, wenn er nur den passenden Zeitraum wählt. Zudem bezweifle ich weiterhin die im AWI ausgewiesene Genauigkeit des Endergebnisses. Das ist mein Bauchgefühl nach Abschätzung durch einfache Fehlerrechnung. Da im Bericht diese aber durch viele Zwischenschritte mit Kalibrierungen sehr aufwendig nachzuvollziehen wäre, mache ich das nicht. Anm.: Meine damalige Anfrage an das AWI dazu wurde nicht beantwortet.

    Basis ist der Originalbericht des AWI: Elevation and elevation change of Greenland and Antarctica derived from CryoSat-2 (The Cryosphere, 8, 1539–1559, 2014)

    Darin steht:
    Zur Volumensänderung
    •3/4 der Volumensänderung entfallen auf Grönland. Es bleiben für die Antarktis also 128 km3 übrig (letzte Zeile im Abstract).
    Da die Antarktis ca. 27.000.000 km3 Volumen hat, ergeben sich daraus die berechneten 0,00047% pa Volumensänderung.

    Bei WIKIPEDIA steht aktuell (dort ist das Paper wohl bereits eingearbeitet):
    Die erste vollständige Schwerkraft-Analyse über den gesamten antarktischen Eisschild zeigte, dass im Beobachtungszeitraum zwischen April 2002 und August 2005 der jährliche Verlust an Eismasse durchschnittlich 152 (± 80) km³ betrug. Dabei geht der Massenverlust praktisch vollständig auf das Konto des Westantarktischen Eisschildes, der um jährlich 148 ± 21 km³ abnahm, wohingegen die östliche Antarktis keinen eindeutigen Trend aufwies (0 ± 56 km³).[18] Die Messungen sind auch aufgrund des kurzen Zeitraumes sowie der Methoden noch unsicher. Zwischen 1992 und 2003 kam es in der Antarktis nach einer anderen Studie, die knapp drei Viertel des Kontinents einbezog, zu einem Zuwachs an Eismasse über 27 ± 29 km³.[19] 2007 wurde der Stand der Forschung mit der groben Abschätzung zusammengefasst, dass die Westantarktis gegenwärtig wohl etwa 50 km³ an Masse verliere, während der östliche Teil grob 25 km³ hinzugewinne.[20] Nach einer Analyse des Alfred Wegener Instituts aus dem Jahr 2014 schmolzen im Zeitraum von 2011-2014 in der Antarktis jährlich 128 km³.[21]

    Danach betragen die beobachteten Eisvolumens-Änderungen von 1992 … 2014:
    • Zwischen 1992 … 2003 ca. +30 km3 insgesamt
    • Von 2002 … 2005: -152 km3
    • Seit ca. 2011: -128 km3 (aktuelle AWI-Paper)

    Fazit:
    Von 1992 bis aktuell ist bei den maximalen Änderungen von < 0,0005% bis 0% pa nicht im Ansatz ein Trend rekonstruierbar. Insgesamt ist es nichts. Die Werte gehen zudem vollkommen im Rauschen der Messungenauigkeiten unter. Ich bezweifle einfach, dass überhaupt das Vorzeichen signifikant ist. Zudem: zwischen 2002 … 2005 kam man sogar auf einen leicht höheren Schmelzwert. Trotzdem steht auf der AWI Homepage zum Bericht, die letzten drei Jahre zeigten den höchsten Eisverlust seit 20 Jahren. Erhellend bleibt auch, dass die beobachtete Abnahme im Wesentlichen um die Antarktische Halbinsel und dort auf Gletschern gemessen wurde (Karte im Paper, Figure 10: Helm et al.; The Cryosphere; 2014). Fast die ganze Antarktis ist weiss bis blau, nur wenige Stellen sind rot. Es ist bekannt, dass die Antarktische Halbinsel (gegenüber von Südamerika) nicht das typische Polklima hat. Praktisch alle (mir bekannten) Klimaalarm-Artikel vom Südpol konzentrieren sich deshalb in dieser Zone. Satellitenmessungen und Genauigkeit • Im Paper und bei Wikipedia kann man lesen, dass erst der neue Satellit Cyrostat2 eine "brauchbare" Messgenauigkeit hat. Der misst seit ca 3,5 Jahren. Aber selbst für diesen ist eine Ungenauigkeit von +- 15 m für ca. 90% (beim Rest ungenauer) angegeben (im Abstract und S. 1550). Die Satelliten vorher waren ungenauer, lt. Paper bei +- 12 … 30 m. Der ganze Bericht ist ja eigentlich ein Vergleich und Kalibrierversuch dieser früheren Daten. Betrachtet man nun, dass damit nur die Eisoberflächen gemessen werden, die Eistiefen aber anderst ermittelt werden müssen, wobei dafür „Genauigkeiten“ von bis zu 4m +- 130m (S 1457) angegeben werden, ergeben sich dafür noch größere Unsicherheiten. Bei den hohen Ungenauigkeiten der Messwerte ist es mir ein Rätsel, wie man daraus auf die im Paper angegebenen Genauigkeiten der Volumensdifferenz kommen kann und das ebenfalls umfangreiche Schelfeis mit solcher Präzision vom Festlandseis „trennt“. Anbei noch eine Studie, die aus meiner Sicht realistische Werte ableitet. Man beachte dabei die Genauigkeitsangaben, die um mehrere Größenordnungen ungenauer (und damit glaubhaft) sind. Diese Studie kommt zum gleichen Ergebnis, wie ich als Klimalaie – es gibt für die Antarktis bei Betrachtung des Zeitraums 1979 … 2010 keinen messbaren Trend -. Aber das AWI hat ihn bei der Betrachtung von 3 Jahren „erkannt“. Studie „A new, high-resolution surface mass balance map of Antarctica (1979–2010) based on regional atmospheric climate modeling“ der Autoren J. T. M. Lenaerts, M. R. van den Broeke, W. J. van de Berg, E. van Meijgaard und P. Kuipers Munneke wurde am 21.02.2012 in den Geophysical Research Letters veröffentlicht. [1] A new, high resolution (27 km) surface mass balance (SMB) map of the Antarctic ice sheet is presented, based on output of a regional atmospheric climate model that includes snowdrift physics and is forced by the most recent reanalysis data from the European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF), ERA-Interim (1979–2010). The SMB map confirms high accumulation zones in the western Antarctic Peninsula (>1500 mm y-1) and coastal West Antarctica (>1000 mm y-1), and shows low SMB values in large parts of the interior ice sheet (

  4. @ #28 Pseudonym N. Fischer

    „503 ± 107 km^3/a“

    Womit Sie die Unwissenschaftlichkeit der Arbeit bewiesen haben und es noch nicht einmal bemerkt haben. Es ist allerdings bekannt, daß Sie erhebliche Probleme mit der Methodik wissenschaftlichen Arbeitens haben.

    Ich könnte schreiben:

    Mein Modell sagt im Hindcast die Maisernte für das County Richland in den USA mit einer Abweichung von 2,661145471 % für das Jahr 2002 vorher. Sowas wäre wissenschaftlich völliger Bullshit.

    Sowas schreiben nur eute, die Wissenschaftsmethodik nie gelernt haben.

  5. #28: Norbert Fischer ja wir wissen schon eine Menge,
    nämlich dass das antarktische Meereseis ZUGENOMMEN hat und auch, dass die Oberflächentemperatur über dem riesigen Kontinent ABGENOMMEN hat.
    Passt doch (zur EISZUNAHME).

    „Schmelzen“ wie Sie wohl meinen, hoffen, trotz dieser Fakten, müsste doch nicht nur etwas irrational spekuliert werden,
    sondern sollte man doch auch messen können.
    Z.B. hat das Schmelzwasser ja weniger Salz,
    gibt es da nicht Messungen der Allarmisten?

    mfG

  6. @ #24 H. Kuntz

    “ … Derzeit lässt sich noch schwer abschätzen, in welchem Ausmaß der Klimawandel die Ertragshöhe hierzulande beeinflusst.“

    Wie das so mit dem Schätzen ist: Schätzen ist Kaffeesatzleserei.
    Es gibt m.W. nur ein Erntevorhersagemodell, welches im Bereich der Meßgenauigkeit der Erntemengenmessungen für 3 Pflanzen in Abhängigkeit täglich gemessener (berechneter, durch die GCM) Wetterparameter Erntevorhersagen realisieren kann, die über 30 Jahre der Vergangenheit einen Gesamtfehler von unter 5% erreicht.

    Unter dem Aspekt ist jede Aussage der „Klimaforscher“ bezüglich der Auswirkungen der errechneten Szenarien mit den inakzeptablen Abweichungen der täglich ausgegebenen Temperatur- und Niederschlagsszenarien (man google NOAA und GFDL) Kaffeesatzleserei. Sowas ist höchst unwissenschaftlich.

  7. Sehr geehrter Herr Kuntz

    „Zum Bericht des AWI über die Antarktisschmelze.
    Ich weiß nicht, ob Sie diesen gelesen haben. Mir mit Schwerpunktfach Messtechnik im Studium fällt immer wieder auf, mit welcher sagenhaften Genauigkeit Klimaexperten alles messen können. Im Bericht werden die gewaltigen, antarktischen Eisdicken mit dem Satelliten gemessen. Die Fehlerangaben dazu (und zu den weiteren, anderst ermittelten Werten) sind gewaltig. Zum Schluss berechnet man aber dann ganz präzise eine (geforderte?) Eisschmelze von 0,0004 % pa. Meine orientierende Fehlerabschätzung kam da arg ins Schwitzen.“

    Verzeihen Sie, aber das verwirrt mich. Wie Sie richtig bemerken, ist ein großer Teil des Papers den Fehlerbetrachtungen gewidmet und die Fehlerspannen sind in der Tat recht groß (z.B. wird der Gesamtverlust mit – 503 ± 107 km^3/a angegeben, für die Antarktis -128 ± 83 km^3/a.

    Die „ganz präzise“ angegebene Zahl von 0,0004% bzw. 0,0016% finde ich weder im Paper noch in der Pressemitteilung. Ich ging davon aus, diese Zahl stamme von Ihnen? Können sie das aufklären?

    Mir ging es aber gar nicht um Zahlen, sondern:

    1.) Prozentangaben, die die Eisschmelze in Relation zur gesamten antarktischen Eismasse beschreiben, sind wenig geeignet, um beim Publikum ein Gefühl für die Größe und Bedeutung zu erzeugen (ich darf als bekannt voraussetzen, dass niemand von einem Abschmelzen des kompletten antarktischen Eisschildes ausgeht?). Daher habe ich mir erlaubt zu ergänzen, dass 360 Gt einem Millimeter Meeresspiegelanstieg entsprechen.

    2. Ihre Annahme einer stetig zunehmenden Eismasse der Antarktis wird durch die Cryosat-Messdaten nicht gedeckt.

    MfG

    @ Herr Klasen (#26)

    Natürlich wissen wir nicht, welcher Anteil der Abnahme des Antarktiseises der letzten Jahre auf anthropogene Einflüsse bzw. auf natürliche Einflüsse zurückzuführen sind. Dafür sind die Messreihen ja auch viel zu kurz.

    Wenn Sie daraus aber „Wir wissen, dass wir nichts wissen“ machen, dann ignorieren Sie aber eine Menge, was man schon weiß.

  8. Zu #26 Uwe Klassen,
    Danke Herr Klasen, dass Sie Herrn Fischers (#2) und meine Annahme (#5) bestätigen, dass die Aussage: von Herrn Kuntz „[. . . ]und das Antarktiseis nimmt stetig nur zu.“ berechtigt in Zweifel gezogen wurde. Auch ich halte eine Quantifizierung der antarktischen Eismassenbilanz derzeit noch für schwierig. Für die Arktis sind die Zahlen wohl deutlicher.
    Zu #25: werter Dr. Paul: ich bestritt nicht, dass ein CO2-Zuwachs auch eine Ertragssteigerung mit sich bringen kann. Es ging mir um die von Herrn Kuntz in Abschnitt „Stärkere Ertragsschwankungen erhöhen das Produktionsrisiko“ gebrachte Grafik, die eine permanente Ertragssteigerung beim Winterweizen vorgibt (und damit dem UBA-Bericht eine Falschaussage unterstellt). Gemessen an den Zahlen des BMELV stimmen die Zahlen des UBA-Berichtes und nicht die Grafik von Herrn Kuntz.

    Ich kann nicht alle von Herrn Kuntz vorgebrachten Punkte prüfen. Einiges erscheint mir plausibel in mindestens ebenso vielen Punkten sehe ich Kritik am „Paper““ von Herrn Kuntz angebracht.
    Deswegen hatte ich auch geschrieben: „[. . .] weniger wäre möglicherweise mehr gewesen.“.

  9. #2: Norbert Fischer sagt:

    am Montag, 01.06.2015, 12:00

    „Und dass das Antarktiseis „stetig zunimmt“ halte ich auch für ein Gerücht. Ich kenne nur Paper aus den letzten 5 Jahren, die eine Abnahme gemessen haben. Wer findet eines mit einer Zunahme?“

    —–

    #23: F.Ketterer sagt:

    am Dienstag, 02.06.2015, 20:54

    „Sie könnten sich ja auch mal die Mühe machen aus den letzten 5 Jahre Publikationen (wissenschaftlicher Art) herauszusuchen, die eine Zunahme des antarktischen Inlandeises nahelegen“

    —–

    Auf beide Fragen langt mir als Antwort die Aussage des Max-Planck-Institut für Meteorologie:

    Textauszug:
    „Die Eismassen der Antarktis und von Grönland wachsen im wesentlichen durch Schneefall und sie nehmen vor allem durch Kalben von Eisbergen ab, in der Antarktis gelegentlich in dramatisch erscheinenden Portionen mit Tafeleisbergen von über 1000 km2 Fläche …. Nur ein geringer Teil eines Eisschelfs, das sind vor der Küste aufschwimmende bis zu einige hundert Meter mächtige Eisströme, schmilzt direkt am vorderen Rand oder an der Unterkante. Um nun zu bestimmen, ob die Eismasse der Antarktis oder von Grönland zu- oder abnimmt, muss man die Masse des Niederschlages (Akkumulation), der Eisberge und des Schmelzwassers kennen. Solche Messungen lassen sich im Prinzip machen und sie sind auch schon gemacht worden, wobei oft nur grobe Abschätzungen möglich sind (z.B. für den Niederschlag in Form von Schnee und Reif in der Antarktis). Will man die Nettobilanz aus den einzelnen Beiträgen bestimmen, muss man auch die natürliche Schwankung der Zu- und Abflüsse berücksichtigen. Für eine Schneeflocke, die im Inneren der Antarktis niederfällt, dauert es typischerweise 10.000 bis 100.000 Jahre bis sie wieder im Ozean, z.B. in einem Eisberg ist. Daraus folgt, dass auch die natürlichen Schwankungen diese Zeitskala haben. Wegen fehlender genauer Messungen ist es daher noch immer nicht möglich, die natürliche Schwankung der Eismassen in der Antarktis und von Grönland so genau zu bestimmen, dass man davon auch noch unseren Einfluss separieren könnte.“

    Quelle: http://tinyurl.com/onfzgs2

    —–

    Also frei nach Sokrates: Wie wissen, dass wir nichts wissen!

  10. #23: F.Ketterer selbst ist der Mann,
    z.B. der vom Mensch ungeplante historisch CO2-induzierte Erntezuwachs von:

    70% für C3-Getreide, ?
    28% für C4-Getreide, ?
    33% für  Obst und Melonen, ?
    62% für Hülsenfrüchte, ?
    67% für Wurzel- und Knollengewächse und
    ?51% für Gemüse.

    nach Mayeux et. al. (1997) und von Idso und Idso (2000)

    mfG

  11. #23
    Sehr geehrter Herr Ketterer,

    zum Thema Antarktiseis reicht mir die Studie des AWI, denn die sollte doch „wissenschaftlicher Art“ genügen, oder haben Sie eine genauere und zweifeln am AWI? Ich finde die Studie selbst fundiert – nur die dort angegebenen +0.0004 % pa bei dem Fehlerband sehe ich immer noch nicht als eine Zunahme, die den Alarm nach beschleunigt steigendem Meeresspiegel aufgrund einer beschleunigten Antarktisschmelze rechtfertigt und nur darum geht es.

    Zum Winterweizen haben Sie natürlich recht. Es gibt keine zwei Deutschland, sondern zwei Erklärungen zum gleichen Sachverhalt. Wobei die zwei kaum auseinander liegen, denn beide (die im Bericht und meine) sagen, dass ein Klimawandeleinfluss nicht belegbar ist. Wobei der Bericht das anderst formuliert: „…sodass von einem generell gültigen Trend noch nicht gesprochen werden kann.“ „ … Derzeit lässt sich noch schwer abschätzen, in welchem Ausmaß der Klimawandel die Ertragshöhe hierzulande beeinflusst.“
    Weil das Bild mit den Abweichungen das hohe Niveau, über dessen Ertragsschwankungen gejammert wird nicht zeigt und das zweite einen zwar aussagekräftigen Kommentar hat: „Je nach Witterungsbedingungen können die Erträge in den Jahren sehr unterschiedlich ausfallen.“, der aber zum Thema selbst wenig beiträgt, erlaubte ich mir das aufzuzeigen und etwas sarkastisch zu kommentieren.
    Vom Kolloquium Bewässerungslandbau in Deutschland Dresden 24.9.2013 findet sich ein Foliensatz der TU München, Lehrstuhl für Planzenernährung, über die Winterweizenerträge Bayerns. Die nahmen danach von 1960 bis 2004 von 30 auf 70 dt/ha zu (kann man das eigentlich glauben?) und haben erhebliche Jahresschwankungen.
    Vielleicht gibt es doch ein Winterweizen-problemgeteiltes Deutschland.

  12. #22: Helmut Kuntz sagt:
    am Dienstag, 02.06.2015, 16:23

    „#18
    Herr Heinzow,
    ich könnte mir das so erklären [. . . ]“
    #################
    Sie könnten sich ja auch mal die Mühe machen aus den letzten 5 Jahre Publikationen (wissenschaftlicher Art) herauszusuchen, die eine Zunahme des antarktischen Inlandeises nahelegen. Zugegeben, das ist nicht so einfach wie Ihre wilden Spekulationen („ich könnte mir das so erklären“ ; „Es muss wohl verschiedene Deutschlands mit Winterweizen geben“).

  13. #18
    Herr Heinzow,
    ich könnte mir das so erklären (wenn man sich in die verzweifelte Lage der Studienautoren hineinversetzt):
    „Befehl“ war wohl, eine Antarktis-Schmelze zu finden (das PIK „wandert“ deshalb ja regelmäßig zur antarktischen Halbinsel, weil nur dort im Ansatz so etwas lokal zu finden ist).

    Die Ergebnisse gaben es aber nicht her und das, obwohl man extra ein Forschungsschiff finanziert bekommen hat. Also erweiterte man so lange den Vertrauensbereich, bis es gelang, an der “richtigen“ Grenzwertseite mit vielen Stellen nach dem Komma – aber immerhin – doch noch ein Schmelzergebnis auszuweisen. Damit haben sich die Kernautoren nicht blamiert, sondern ihre Sorgfalt bewiesen. Vertrauensbereichs-Grenzen weit zu setzen, ist ja nicht verboten, es trägt sogar zur Aussagesicherheit bei: mit praktisch 100 % Sicherheit weiß nun jeder, dass es entweder schmilzt, sich nicht ändert, oder zunimmt. Mehr Aussagesicherheit geht ja gar nicht mehr.

    Aufgabe eines Pressetextes ist es natürlich, komprimiert und allgemeinverständlich darzustellen. Deshalb steht darin nur noch, dass der Vertrauensbereich auch die positive Seite berührt. Wenn der so weit reicht, ist das natürlich ein Alarm – und die allein wichtige Info (für den Bürger).

  14. #6: Norbert Fischer sagt:

    am Montag, 01.06.2015, 18:42

    Re #3

    „#2: Nun gut, Sie haben ja nicht gesagt, dass es etwas mit CO2 zu tun hat – immerhin.“

    Ich kann es aber gerne für Sie ergänzen. Oder wollen Sie wissenschaftliche Erkenntnis leugnen?
    —–

    Wobei die „wissenschaftliche Erkenntnis“ noch zu beweisen wäre!

  15. #17: Genau, verehrter Herr T. Heinzow, genau. 🙂

    Erdstöße in Rekordtiefe: Geisterbeben erstaunt Geoforscher

    Das Beben hatte sich 690 Kilometer unter dem Meeresboden ereignet – ein Weltrekord: Noch nie wurde in solch großer Tiefe ein dermaßen heftiger Schlag festgestellt.

    Die Hohepriester arbeiten noch an der Studie, Verzeihung, Pressemeldung. 🙂

    Quelle: Atheistisches Vatikan (SPON), 1. Juni 2015.

    Und es wird nicht lange dauern, und ein rot-grüner Frosch sagt, daß liegt wohl an Ihrer Lebensweise und am Wandel des [..].

    Mit sehr freundlichen (und humorvollen) Grüßen (à la Carnot). 😉

    P.S.: Ach ja, schon lange rätseln Geoforscher, warum das Gestein dort unten überhaupt bricht und bebt. Die Straßenecken, die Straßenecken. 🙂 Man weiß nie, wem man da so begegnen kann. Trollos wissen es nicht. :))

  16. #15: Sehr geehrter Herr M. Hofmann.

    a. Propaganda erkennt man immer an den (überzogenen) Lügen.
    b. Alle Menschen haben eine Ideologie. Es gibt nicht (!) einen Einzigen, der keine haben kann. Das ist logisch unmöglich. Niemand (!) kommt ohne aus. Und Ideologien lassen sich gegeneinander widerlegen, und das ist entscheidend, natürlich.

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    c. Das bayerische Schulsystem hat schon recht. Planwirtschaft ist das Problem und nicht das Hirngespinst Treibhaus oder Kohlenstoffdioxid. Viele bei Science-Skeptical sind noch zurückgeblieben. Die waren noch (gar) nicht auf der Schule. 😉

    Und Hindu-Götter mit mehreren Armen wissen nicht was ein Paradigma überhaupt sein kann. T. S. Kuhn zu lesen, und zu verstehen, ist gar nicht so leicht.

    Dieser gesamte Schwachsinn muß unverzüglich von der Ökonomie entkoppelt werden, dann können die Physiker in deren Elfenbeinturm solange diskutieren und streiten, wie es den Herren beliebt.

    Streit ist keine Krankheit, wie viele (kranke und verirrte) Psycho-Heinis fälschlicherweise glauben, sondern reinigendes Gewitter. :))

    Die alten Lateiner waren fortschrittlicher. Keine Frage.

    Und ja, der verehrte Herr Helmut Kuntz ist ein (sehr) guter Arbeiter.

  17. @ #14 H. Kuntz

    „Man hätte sich aber geschämt, so viel Stellen anzugeben …“

    Sowas zeigt bei den Autoren deren wissenschaftliche Unqualifiziertheit.

  18. „Im Bild sieht man, wann sich früher die Nordsee-Anwohner fürchten mussten.“

    Heute fürchten sich nur die Trollos vor dem Klimawandel, aber nur, wenn deren dort geparkte Autos wegen des Klimawandels abgesoffen sind. Schuld an allen Wetterunbilden ist halt eben der Klimawandel, so wie früher die bösen Geister.

  19. #10: T.Heinzow sagt:
    am Montag, 01.06.2015, 20:59

    „@ #2 Pseudonym N. Fischer

    “ Ich kenne nur Paper aus den letzten 5 Jahren, die eine Abnahme gemessen haben.“

    Welchen Grund könnte das denn haben?“
    #########################
    Ja welchen denn?
    Wenn Sie kein (wissenschaftliches) Paper bringen, das die Massenzunahme Zunahme des Antarktischen Eisschildes zeigt (Herr Kuntz hält sich in diesem Punkt ja auch zurück), dann liegt der Anfangsverdacht vor, dass es wahrscheinlich keine Massenzunahme gibt.

  20. @Helmut Kuntz #12
    Sie besitzen die Fähigkeit Texte richtig zu analysieren. Das Große und Ganze nie aus den Augen zu verlieren und zwischen den Zeilen lesen zu können.
    Und Sie haben vollkommen recht…einen Propaganda Artikel kann man daran erkennen, wenn dieser seine Ideologie als das einzig Wahre und Alternativlose Wissen darstellt aber gleichzeiig mit den Wörtern „wenns, abers, könnte, vermutet“ in seinen Texten/Artikeln aufwartet.

  21. #6
    Sehr geehrter Herr Fischer,

    ich weiss, wenn man eine Publizierung bringt, wird jede Fundstelle gesichtet und erst einmal die Aussage dazu in Frage gestellt. Sie machen das im Blog recht konsequent.

    Zum Bericht des AWI über die Antarktisschmelze.
    Ich weiß nicht, ob Sie diesen gelesen haben. Mir mit Schwerpunktfach Messtechnik im Studium fällt immer wieder auf, mit welcher sagenhaften Genauigkeit Klimaexperten alles messen können. Im Bericht werden die gewaltigen, antarktischen Eisdicken mit dem Satelliten gemessen. Die Fehlerangaben dazu (und zu den weiteren, anderst ermittelten Werten) sind gewaltig. Zum Schluss berechnet man aber dann ganz präzise eine (geforderte?) Eisschmelze von 0,0004 % pa. Meine orientierende Fehlerabschätzung kam da arg ins Schwitzen.
    Ich behaupte, als ich noch mit Rechenschieber rechnen musste (so alt bin ich schon), wäre das Ergebnis nicht wesentlich ungenauer gewesen. Man hätte sich aber geschämt, so viel Stellen anzugeben (heutige Statistiker weisen auch Zahlen mit 6 Stellen aus weil es der Computer so ausspuckt, obwohl die zweite gerade mal so stimmt).

    Erhellen war dazu auch ein Fernsehbericht im 2.: AWI mit ihrem Forschungsschiff in der Antarktis. Junge Klimaforscherin wird interviewt. Diese noch unbedarft und nicht ordentlich informiert, was man nicht sagen darf, erzählt „brühwarm“ in die Kamera, dass Sie überrascht ist, weil in der Antarktis keinerlei Klimawandel entdeckt werden kann. Später kam eine Pressemeldung des AWI über diese Forschungsfahrt. Und raten Sie, was dabei entdeckt wurde? Klar, der Klimawandel.

    Mit fortschreitendem Alter habe ich festgestellt, dass die Genauigkeit (beim Interpretieren einer Studienaussage) nicht mit den Kommastellen zunimmt, sondern durch das „Bauchgefühl“ beim Lesen. Deshalb auch die spasseshalber als Statistik bezeichnete Zählung der Kennwörter in der Studie.

  22. @ Admin
    Im Teil 1 sollte die Datei, zum Herunterladen, den Dateinamen „KUNTZ.UBA.K-Monitoring.2015_01.pdf“ benannt werden. In beiden Teilen sind die Dateien, trotz unterschiedlicher Namen, die gleichen. Nur wenn es möglich ist, fügen Sie bitte in den zweiten Teil die nicht vorhandene „KUNTZ.UBA.K-Monitoring.2015_02.pdf“ ein! Gruß

  23. #5
    Sehr geehrter Herr Ketterer,

    zum Teil haben Sie recht. Die zitierten Textstellen hätte ich eindeutiger kennzeichnen müssen. Wenn man so einen Artikel selber (und nicht regelmäßig) schreibt, fällt das einem nicht so auf (bzw. erst beim Nachlesen mit Zeitabstand). Das werde ich beim nächsten Mal besser machen.

    Zu den anderen Kritiken:

    Es ist typisch, sich Details herauszupicken und daran Kritik zu üben. Das habe ich früher auch gemacht. Inzwischen ist mein Vorgehen anderst. Ich versuche zuerst, einen Überblick zu bekommen.

    Meine Ergänzungen zielen deshalb dahin, mittels Übersichtsgrafiken zu zeigen, dass die Schwankungen vieler Darstellungen im Bericht innerhalb langer, natürlicher Trendkanäle liegen, oft deutliche Zykleneffekte zeigen – aber eben gerade keine signifikanten Abweichungen, die einen anthropogenen Effekt rechtfertigen. Zudem beachten Sie bitte auch die Headertexte der Berichtsbilder (die man im pdf leider sehr schlecht lesen kann). Sehr oft steht es ja dort (etwas umschrieben) drin, dass kein (anthropogener ) Trend / Einfluss feststellbar ist.

    Auch sollen meine Übersichtsbilder zeigen, dass die hohen, natürlichen Variabilitäten in den meisten Darstellungen während der betrachteten Zeiträume keine aussagefähige, statistische Ermittlung zulassen (wie es ab und zu suggeriert wird).

    Sie bestätigen dies.
    Betrachtet man zu den heißen Tagen die Abb. 4, so sieht man:
    – bis 1993 ändert sich gar nichts. Vor allem die Spitzenwerte mit 10 Tagen sind wie am Schnürchen gezogen. Und dann kommt plötzlich eine extreme Welle, die aber auch genau so schnell wieder zurückläuft. Und dazu macht man dann (im Bericht) eine lineare Statistik.
    – Und das soll dann vom CO2 verursacht sein?
    – Bei der Station Nürnberg sieht man zudem überhaupt nichts davon.

    Was würden Sie dazu sagen, wenn man vermutet, dass an den Globaldaten um diese Zeit „herumgespielt“ wurde (manche vermuten z.B. Stationsbereinigungen)?
    Anm.: Bei der Hitzebelastung ist es noch auffälliger.

    Beim Winterweizen wieder eine „Rosinenpickerei“.
    – Mein ergänzendes Bild des Verlaufs seit 1845 zeigt, auf welchem gewaltigen Niveau sich der Ertrag heute befindet. Der Bericht „lamentiert“ dem gegenüber über geringfügigste, relative Abweichungen (sagt aber definitiv nicht , das wäre klimawandelbedingt).
    – Dazu die Info der Statistik Baden-Württemberg von 2014 mit dem Text „Dabei zeichnen sich vor allem die Wintergetreidearten gegenüber dem langjährigen Mittel mit hohen Zuwachsraten aus,,.
    – Da kann man nun Statistik gegen Statistik legen. Es geht aber nicht darum, wo eine Abweichung in einer Statistik ev. falsch ist, sondern ob der Winterweizen unter dem Klimawandel leidet. Und das tut er (lt. dem Bericht) und auch meiner Überzeugung nach nicht.
    – Aber es ist oft so. Wenn ein Bericht nicht passt, wird formell kritisiert. Das funktioniert immer, gibt dem Kritiker immer Recht (Fehler ist Fehler) und lässt verschleiern, dass das Gesamtbild richtig ist.

    Warum gehen Sie nicht darauf ein, dass der Bericht fast nur aus „wenns, abers, könnte, vermutet“ besteht. Eigentlich reicht diese viel einfachere semantische Prüfung aus – die Detailanalysen erübrigen sich eigentlich, da sie am Gesamtergebnis nichts ändern.

    Zudem wurde von mir ja nicht der Bericht kritisiert (der ja bis auf ganz wenige Monitorpunkte ehrlich ist), sondern die daraus abgeleiteten Aussagen.
    Die dpa hat in ihrer Publizierung z.B. mit keinem Wort erwähnt, dass im Bericht Stellen mit Zweifel vorkommen.

  24. Tolle Arbeit verehrter Herr Helmut Kuntz!
    Ganz herzlichen Dank!
    Wie lange noch will sich Politik und Medien in dieser pseudowissenschaftlichen Scheinwelt verstecken?
    Übrigen steigt die Sterberate selbstverständlich bei Kälte im Winter, nicht im heißen Sommer!

  25. @ #2 Pseudonym N. Fischer

    “ Ich kenne nur Paper aus den letzten 5 Jahren, die eine Abnahme gemessen haben.“

    Welchen Grund könnte das denn haben?

  26. @ #4 H. Kuntz

    „Rekordtempo schrumpfen. Pro Jahr verlieren sie etwa 500 km3 Volumen“

    Nun ja, das ist wirklich ein enormes Volumen, das ZEHNFACHE des Bodensees. Oder in etwa die doppelte jährliche Niederschlagsmenge in Deutschland.

    Ja, echt beeindruckend, was man so alles mit Satelliten messen kann, wenn man dran glaubt.

  27. „Der Klimawandel hat Auswirkungen auf den jahreszeitlichen Witterungsverlauf und dies wiederum beeinflusst den jahreszeitlichen Entwicklungsgang landwirtschaftlicher Kulturen. Für das Frühjahr werden steigende Temperaturen erwartet, die Sommer sollen trockener und heißer, die Winter wärmer und feuchter werden. Die genauen Zusammenhänge von Klimaveränderungen, vermehrtem Auftreten von Extremwetter-Ereignissen und der Zunahme von Schäden in der Landwirtschaft sind zwar noch nicht abschließend geklärt, sie sind aber Gegenstand intensiver Forschung.

    Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und steigenden Schäden durch Unwetter gilt noch nicht als gesichert, allerdings sprechen viele Indizien dafür. “

    Das ist natürlich kompletter Schwachsinn, denn es gibt nur 1 existierendes Modell, welches zuverlässig anhand von Temperatur- und Niederschlagsdaten in der Lage ist die Ernten zu prognostizieren, die eingefahren werden könnten, wenn der Output der GCM zutreffen sollte. Prognosefehler im Hindcast nach 18 Jahren: 1% der Gesamternte während der 18 Jahre für die Maisernte der USA. Die extremen Ernteverluste in den Jahren 1983 und 1988 werden auch im Hindcast zutreffend „vorhergesagt“.

    Erstaunlicherweise kommt bei Verwendung der Hindcasts der GCM für das Gebiet nichts dergleichen heraus. Mißernten? Fehlanzeige! Woran das wohl liegt? Vielleicht weil die GCM für Prognosen untauglich sind?

  28. Herr Kuntz vergleicht die gewonnenen Ergebnisse von Studien mit den oft als Pressemitteilung publizierten kurzen Falsch-Aussagen. Dabei scheint es so, als ob die Artikelschreiber bewusst die Ergebnisse verfälscht haben. Das kennen wir auch vom Deutschen Wetterdienst, dessen politische Vorstände oft gegen die eigenen Daten argumentieren, z.B. „Eisheiligen werden wärmer“ und damit die Bevölkerung glatt anlügen. Aber wer überprüft die Ergebnisse der Untersuchungen? Sind die vom DWD erhobenen Daten vielleicht auch bereits in Richtung Erwärmung getrimmt. Da bekomme ich immer mehr Zweifel. Ein Beispiel. Dieser Monat Mai wurde für mein Bundesland BaWü mit 1,3 Grad als zu warm angegeben. Tatsache ist aber, dass wir in meinem Heimatort wegen der Kälte heuer keinen einzigen Besucher im Freibad hatten, ich habe mich soeben mit der Bademeisterin unterhalten. Sie rechnet mit den ersten Besuchern am Wochenende. Das wäre dann der 5/6.te Juni. Eröffnung seit 75 Jahren: Mitte Mai. Ich lebe seit Geburt in meinem Heimatort, werde demnächst 65 Jahre. Ich kann mich überhaupt nicht entsinnen, dass dies schon jemals in dieser Art vorgekommen ist. Nicht auszudenken, wenn der Mai nicht 1,3 Grad „zu warm“, sondern nur im Schnitt gelegen wäre. Noch begründe ich diese Diskrepanz der tatsächlichen Temperaturen draußen mit den vom DWD veröffentlichten Werte alleine damit, dass die Daten des DWD nicht wärmeinselbereinigt sind, dann wären unsere WI=1,2 Grad, die wir seit 1891 als versteckte Erwärmung in unseren Diagrammen angeben, um einiges zu gering angesetzt.

  29. Re #3

    „#2: Nun gut, Sie haben ja nicht gesagt, dass es etwas mit CO2 zu tun hat – immerhin.“

    Ich kann es aber gerne für Sie ergänzen. Oder wollen Sie wissenschaftliche Erkenntnis leugnen?

    @ Herr Kuntz (#4)

    „Man kann deshalb mit gleichem Recht – ohne mehr Fehler zu machen – sagen, die Antarktis schmilzt nicht oder sie nimmt zu.“

    Wenn man sich die Paper der letzten Jahre dazu anschaut, kann man das kaum sagen. Wenn man diese ignoriert – meinetwegen.

    „Wobei mir (natürlich kritisch eingestellte) Publizierungen in größerer Zahl bekannt sind, die das Zunehmen in der Antarktis eher bestätigen.“

    Ein einziges Paper aus den letzten 5 Jahren würde mir schon genügen. Nennen Sie doch eines.

  30. „Das AWI kam in seiner im August 2014 veröffentlichten Studie für beide Pole auf eine Schmelzrate von 500 km3 pa, was einem gemessenen Schwund von 0,0016% pa der Gesamtmasse entspricht. Das Packeis des Nordpols kann zudem nichts zum Meeresspiegelanstieg beitragen und das Antarktiseis nimmt stetig nur zu.“

    500 Kubikkilometer pro Jahr? Im Vergleich zur Gesamteismasse mögen dies „nur“ 0,0016% sein, beim Meeresspiegelanstieg entsprechen dem Verlust von 360 Gt einem Anstieg von 1mm pro Jahr. (1 Gt ist die Masse von 1 Kubikkilometer Wasser).

    Und dass das Antarktiseis „stetig zunimmt“ halte ich auch für ein Gerücht. Ich kenne nur Paper aus den letzten 5 Jahren, die eine Abnahme gemessen haben. Wer findet eines mit einer Zunahme?

  31. Sehr geehrter Herr Kuntz,

    Es macht schon etwas Mühe, in Ihrem PDF zu unterscheiden, was aus Ihrer Feder Stammt und was Sie zitieren. Im den Abschnitten, die der Überschrift „Stärkere Ertragsschwankungen erhöhen das Produktionsrisiko“ folgen, schreiben Sie :
    „Das zeigt die eigene Auswertung :
    [. . . ]
    Fazit
    Es muss wohl verschiedene Deutschlands mit Winterweizen geben. Schaut man sich die externen
    Ertragsinfos an, dann explodiert der Winterweizen geradezu.
    [. . . ]
    Und die Grafik im Bericht ist wieder ein gutes Beispiel, wie etwas verzerrt dargestellt werden kann.“

    Hätten Sie sich die Mühe gemacht für die „eigenen Auswertungen“ die Zahlen aus den statistischen Berichten des zuständigen Bundesministeriums zu holen, dann wäre Ihnen Aufgefallen, dass die von Ihnen zitierte Grafik mit dem Titel „Entwicklung der Weizenerträge in Deutschland“ nicht korrekt ist.
    Ob die Fehler nun an der Quelle liegen („Statistisches Jahrbuch 1991 ff.“) oder an der Darstellung ist nebensächlich: Wenn die Zahlen in den Berichten des BMELV stimmen, dann gab es erhebliche Rückgange im Hektarertrag des Winterweizens in den Jahren 1999 bis 2003 (von 76,4 auf 65,5 dt/ha) und auch von 2004 bis 2007 (von 82,1 auf 69,9 dt/ha). Diese Zahlen widersprechen Ihrer Grafik (und bestätigen die von Ihnen kritisierte Grafik).
    http://www.bmelv-statistik.de/de/
    Dort (rechts unten Links zu den Fachstatistiken : Besondere Ernteermittlungen).

    Zum Thema Hitzetage in Nürnberg schreiben Sie:

    „Auch das Bild der Anzahl heißer Tage der Station Nürnberg ist bei genauerer Betrachtung gar nicht so spektakulär. Auch dort zeigt sich, dass die Spitzenwerte deutlich zurückgehen und seit 10 Jahren wieder den Stand von 1970 haben. [. . .]“

    In den vergangenen 10 Jahren hatten wir laut Ihrer Grafik im Mittel 11,9 Hitzetage pro Jahr. In den 70er Jahren hatten wir im Schnitt 8 Hitzetage pro Jahr. Wollen Sie nun das Mittel der vergangenen 10 Jahre mit dem Einzeljahr 1970 vergleichen?

    Nach der (IMHO berechtigten) Kritik von Herrn Nobert Fischer (#2) bleibt das Fazit: weniger wäre möglicherweise mehr gewesen. Auf eine Analyse der anderen Punkte verzichte ich.

  32. #2
    Pressemitteilung des AWI (Alfred-Wegener-Institut) vom August 2014:
    „Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), haben mit Hilfe des ESA-Satelliten CryoSat-2 erstmals flächendeckende Karten der Eisschilde auf Grönland und in der Antarktis erstellt und dabei nachweisen können, dass die Eispanzer beider Regionen derzeit in einem Rekordtempo schrumpfen. Pro Jahr verlieren sie etwa 500 km3 Volumen.“ – „Das ist die höchste Verlustrate seit Beginn der Satellitenmessungen vor 20 Jahren“

    Dabei wurde der Pressetextes wohl unabhängig von der Studie gedichtet.
    In der Studie selbst wird die Schmelzrate der Antarktis mit dem Rekordtempo von 0,0004% pa angegeben. Dabei ist aber nur der neueste Satellit überhaupt zum genaueren Messen brauchbar, weshalb die Messfehler (gegenüber der genau erscheinenden Angabe) enorm sind und das Wort „nachweisen“ seine Ursprungsbedeutung vollkommen verliert. Man kann deshalb mit gleichem Recht – ohne mehr Fehler zu machen – sagen, die Antarktis schmilzt nicht oder sie nimmt zu.
    Wobei mir (natürlich kritisch eingestellte) Publizierungen in größerer Zahl bekannt sind, die das Zunehmen in der Antarktis eher bestätigen.

  33. #2: Nun gut, Sie haben ja nicht gesagt, dass es etwas mit CO2 zu tun hat – immerhin. Dass es seit meiner Kindheit ein wenig wärmer geworden ist (zum Glück), kann ich aus meiner Lebenserfahrung bestätigen – hat nur eben nichts mit CO2 zu tun.

  34. Vielen Dank Herr Kuntz, dass Sie hartnäckig bleiben. Es ist wohl eine kleine Clique unverbesserlicher Redakteure und Chefredakteure, deren Namen wir uns merken müssen. Bei dpa sitzt wohl eine vonn WWF oder Greenpeace ausgebildete Geisterredakteurin, die seit Jahren entsprechende Falschinformationen mit Halbwahrheiten an die Tageszeitungen als dpa-weitergibt. Da erscheinen dann laufend Falschartikel wie heute bei uns: Koalas sind in Queensland wegen des Klimawandels vom Aussterben bedroht. Frühere Artikel hießen entsprechend nach dem gleichen Strickmuster, dass die Affen in Afrika wegen des Klimawandels bedroht sind, die Eisbären, die Schmetterlinge in Deutschland oder dass die Kraniche immer später in den Süden fliegen würden. Verfolgt man dann die eigentliche Quelle aus der diese Geisterreadteurin ihre Infos bezieht, dann stellt man erstaunt fest, dass dort das Wort Klimaerwärmung überhaupt nicht erwähnt ist. Im FAlle der Kraniche handelte es sich um eine Fütterungsstation in Brandenburg, bei welcher die Kraniche bis in den Dezember hinein mit Mais gefüttert werden, um den Besuchern gegen Eintrittsgeld diese schönen Tiere aus nächster Nähe zu zeigen. Ich glaube wir müssen wie bei Josef Blatter hier einen Sumpf von wenigen Intriganten trockenlegen. Dazu gehört auch Christopher Schrader von der SZ. Also Herr Kuntz, legen Sei weiter den Sumpf trocken.

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