Hochradioaktive Abfälle – will man wirklich ein Endlager?

Bild Enrico Zimmer

von Dr. Hermann Hinsch
Doch, sagen die Politiker, und in 160 (in Worten: einhundertundsechzig) Jahren werden alle heute vorhandenen Abfälle unter der Erde sein. Aber ist ein solcher Zeitplan nicht gleichbedeutend mit der Aussage: Wir wollen kein Endlager! Nun gibt es auch die Ansicht, es könnte etwas schneller gehen, 160 Jahre wären zu pessimistisch. Aber das würde nichts daran ändern, dass heute Geborene das Ende nicht mehr erleben.


In Deutschland geht man davon aus, dass allein für die Festlegung eines Standortes bis zu 40 Jahre nötig sind. Wie machen das andere Länder? Finnland hat einen Standort, und der Beginn der Einlagerung ist für 2020 geplant. Schweden hat einen Standort, Einlagerungsbeginn 2025. Frankreich hat auch einen Standort, die Einlagerung wird jedoch erst in einigen Jahrzehnten beginnen.

In den USA glaubte man bis 2010 nicht nur einen Standort, sondern ein fast fertiges Endlager zu haben, nämlich Yucca Mountain. Durch eine Entscheidung der Obama-Regierung ist aber alles wieder offen. 

Die Schweiz hat noch keinen Standort, aber 6 mögliche ermittelt. Man ist dabei, sich auf einen davon festzulegen und zügig mit den bergtechnischen Arbeiten zu beginnen.

Bei uns gibt es nicht nur einen absurden Zeitplan, sondern auch eine absurde Endlagerkommission. Viele Köche verderben den Brei. Ganz ungenießbar wird das Ergebnis, wenn hauptsächlich Leute im Brei herumrühren, die vom Kochen keine Ahnung haben.

Die Kommission aus 34 Mitgliedern ist folgendermaßen zusammengesetzt:

• Personen, die aufgrund ihrer Fachkenntnisse mögliche Gefahren durch Radioaktivität beurteilen können (Mediziner, Strahlenbiologen): 0 Personen

• Geologen, Geochemiker, Bodenkundler, Chemiker: 5 Personen

• Als Mitglieder, bei denen man ein gewisses Verständnis für naturwissenschaftliche Fragen erwarten kann, sind zu nennen:  3 Physiker, 8 Techniker und Agrarwissenschaftler.

• Die Mehrheit, 18 Personen, steht der Naturwissenschaft und der Technik fern. Das wird aber nicht als Mangel angesehen.

Offenbar soll in der Sache nur möglichst lange herumgerührt werden, und jeder darf mitrühren.

„Die Kommission hat die Aufgabe, einen breiten gesellschaftlichen Diskurs zu organisieren.“ Das sagte ein Mitarbeiter des Niedersächsischen Umweltministeriums, der Historiker Dr. Detlev Möller, der nicht, wie man denken sollte, für das Ausgraben steinzeitlicher, germanischer und römischer Abfälle zuständig ist, sondern für das Eingraben radioaktiver Abfälle. Herr Möller ist nicht Kommissionsmitglied, dagegen ein Herr Müller, er ist sogar einer der beiden Vorsitzenden.

Aus dem Protokoll einer Bundes-Ausschusssitzung: „Müller schlug eine wesentlich umfangreichere, soziologisch-philosophische Annäherung an die Thematik vor.“ Alles klar? Mir nicht.

Jemand, welcher der Kommission nicht angehört, aber ihr nahesteht, sagte, es ginge überhaupt nicht um Strahlen. Aber warum sonst? Nur den Aberglauben der Menschen fördern und dann scheinheilig sagen, man müsste die Sorgen der Menschen erst nehmen? 

Es sollte doch geklärt werden, welche Gefahren von Radioaktivität im Allgemeinen und den vorhandenen Abfällen im Besonderen ausgehen, und warum eine Einlagerung in Gorleben keine ausreichende Sicherheit gegen solche denkbaren Gefahren bietet.

Viele Kommissionsmitglieder haben durchaus Meinungen zur Radioaktivität, denen aber folgende Fehler zugrunde liegen:

  1. Die natürliche Radioaktivität der Erde wird nicht zur Kenntnis genommen. Dabei kann alle künstliche Aktivität nur ein winziger Bruchteil der natürlichen sein.
  1. Die Ergebnisse von nunmehr über 100 Jahren strahlenbiologischer Forschung sind ihnen unbekannt oder werden ignoriert.
  1. Risiko wird mit Risikopotential gleichgesetzt. Zwar lässt sich die ganze Menschheit umbringen, wenn man die Leute das vorhandene Plutonium löffelweise schlucken lässt, aber so etwas geht auch mit Kochsalz, 200 g davon sind tödlich. Mit einem einzigen Hammer lässt sich eine beliebige Zahl von Menschen erschlagen. Gerade Plutonium spielt in Sicherheitsanalysen keine Rolle, weil es sehr unbeweglich ist. So war das auch in Fukushima.

Was sagen aber die Kommissionsmitglieder zur Radioaktivität, wenn sie doch einmal darüber sprechen: „Allerdings können wir Aussagen machen zu einer hochgiftigen Strahlung, die noch über viele hunderttausend Jahre so giftig sein wird, dass sie das Menschenleben und das Leben auf dieser Erde in ihrer Existenz bedroht“ (Ralf Meister, Bischof, Theologe). „Er (der Atommüll) ist da und stellt für die heutige und zukünftige Gesellschaft eine existenzielle Bedrohung dar“ (Sylvia Kotting-Uhl, Kunsthistorikerin).

So reden diese Leute über die radioaktiven Abfälle, durch die noch kein Mensch zu Tode gekommen ist!

Einem anderen Kommissionsmitglied, dem Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel, kann keine Aktivitätsmenge zu klein sein, um nicht gigantische Maßnahmen zu rechtfertigen. Er verlangt die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse. 

In Fukushima wurde ein Vielfaches dessen, was in der Asse in 500 bis 800 m Tiefe an künstlicher Radioaktivität vorhanden ist, in einer dicht bewohnten Gegend auf der Oberfläche verstreut. Weltgesundheitsorganisation WHO und UNSCEAR (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation) haben festgestellt, dass es in der Umgebung von Fukushima keine erkennbaren Gesundheitsschäden bei der Bevölkerung gibt. Was soll dann aber die Rückholung der Abfälle aus der Asse?

Herr Wenzel erklärte auf meine Frage bei einer Veranstaltung am 27.04.2015, dass in seinem Ministerium UNSCEAR und WHO nicht anerkannt werden, jedenfalls was die Beurteilung von Strahlenwirkungen betrifft. 

Sollte man sich nicht erst einmal darüber einigen, was Radioaktivität ist und wie sie wirkt? Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), bezüglich der Leitung keine Fachbehörde, ist in der Kommission nicht vertreten, hat aber immerhin ein Kriterium für die Beurteilung von Endlagern: Sicherheitsanalysen müssen zu dem Ergebnis kommen, dass auch bei den unwahrscheinlichsten Störfällen niemals jemand einer höheren jährlichen Strahlendosis ausgesetzt wird als 0,1 Millisievert (mSv) pro Jahr. Dazu schreibt das BfS: „Angenommen, eine Million Menschen wären permanent einer Strahlendosis von 0,1 mSv/Jahr ausgesetzt, dann würden dadurch im statistischen Durchschnitt 5,5 von ihnen pro Jahr zusätzlich an Krebs sterben.“

Dieses Rechenergebnis lässt sich nicht überprüfen. Es beruht auf der LNT-Hypothese (linear no threshold), welche zunehmend in Zweifel gezogen wird. Sie besagt, dass jede noch so kleine Strahlenwirkung einen schädlichen Einfluss hat.

Aber nehmen wir einmal an, es wäre wirklich so. Als Wahrscheinlichkeit bezeichnet man den Quotienten (Betrachtete Fälle) : (Gesamtzahl), also hier 5,5 : 1.000.000 = 0,0000055. Das Ergebnis lässt sich auch in Promille angeben: 0,0055 Promille. Diese Krebswahrscheinlichkeit ist das Risiko.

Wie sicher leben wir sonst? Von 1.000 Männern, die ihren 40. Geburtstag feiern, sterben 2 im folgenden Jahr, nur 998 können ihren 41. Geburtstag feiern. Das ist eine Sterbewahrscheinlichkeit von 2 : 1.000 = 0,002 bzw. 2 Promille. Genauer nach Statistischem Bundesamt für 2000/2002 : 0,00191. Das ist nun nicht nur unabwendbares Schicksal. Durch gesunde Lebensweise lässt sich das Risiko merklich vermindern.

Auch der Staat kann und soll etwas tun, um das Risiko zu vermindern, durch das Gesundheitssystem und anderes, selbst wenn sich das nur in zehntel Promille auswirkt. Ist es aber gerechtfertigt, mindestens 50 Milliarden Euro einzuplanen, damit für wenige Menschen, und auch nur in unwahrscheinlichen Fällen, deren Risiko unter 2,0055 Promille bleibt und nicht etwa auf 2,006 Promille steigt? Mit der Million rechnet das BfS natürlich nur, damit keine Bruchteiltoten herauskommen, niemand plant ein Endlager unter einer Millionenstadt.

In der Endlagerkommission sind, wie erwähnt, auch einige wenige Fachleute, und ich hatte Gelegenheit, mit einem davon zu sprechen. Ich fragte ihn, ob es die Endlagersuche nicht erleichtern würde, wenn man höhere Grenzwerte als die 0,1 mSv/a zuließe. Nein, sagte er. Für jeden einigermaßen geeigneten Standort würden die Sicherheitsanalysen zu dem Ergebnis kommen, dass diese 0,1 mSv/a eingehalten werden können.

Was soll dann aber die Standortsuche, und was will der Betreffende in der Kommission? Sich darum bemühen, dass es etwas schneller geht. Wenn man z.B. einen Standort nur per Bohrungen erkundet und nicht ein ganzes Bergwerk herstellt, könnte das 10 Jahre sparen. Statt 160 Jahren also nur 150? Ich weiß nicht recht.

Ich will mich nicht auf Spekulationen einlassen. Sicherlich haben alle Kommissionsmitglieder persönliche Grunde, warum sie mitmachen. Ehrenhafte werden kaum darunter sein 

Hannover, im Mai 2015

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16 Kommentar(e)

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1

Wenn ich Berichte sehe, wie die USA so unbefangen mit dem Thema "Gammastrahlung" und insbesondere mit dem Thema Kernenergie umgeht, wie auf dem Fernsehsender N.24 ab und zu mal zu sehen, dann beneide ich die Freiheit dieser US-Forschungswelt. Sei es bei der Kernforschung oder auch Genforschung usw.
Man sieht dann erst einmal, wie Rückständig die deutsche Hightech Forschung und Entwicklung heute schon ist gegenüber den anderen Industriestaaten von USA, Japan und auch China.
Die deutsche Ideologie Politik wird in Zukunft jede Form von Forschung und Entwicklung noch verbieten. Schließlich kann jeder Art von Forschung und Entwicklung, in den Augen der Grün-Sozialistischen Diktaturpolitik Gefährlich sein.

2

In Australien denkt man vor, nicht nach ...

Textauszug:
"Atommüll-Endlager als Geschäftsmodell

...anderen Ländern ihren Atommüll gegen Geld abzunehmen. Edwards rechnet dabei mit hohen Milliardeneinnahmen, die er dazu einsetzen will, Staatsschulden abzubauen und Steuern zu senken.

Der Plan des Senators beinhaltet aber auch eine Wette: Eine Wette darauf, dass man den Atommüll nicht ewig lagern muss, sondern in absehbarer Zukunft mit ?IFR-Reaktoren wiederverwerten kann. Funktioniert diese Technologie einmal so, wie sie sich ihre Befürworter vorstellen, dann ließe sich damit nicht nur Strom erzeugen, sondern auch die gefährliche Strahlungszeit deutlich verringern..."

Quelle: http://tinyurl.com/obe6kd6

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Auch eine Möglichkeit der langfristigen (neudeutsche Floskel dazu: Nachhaltigkeit) Resourcensicherung.

3

Natürlich wird es kein Endlager für hochradioaktive Stoffe geben.Das ganze Theater wurde von Altmayer nur aufgeführt damit er - nach bester Beamtenmanier -das Problem vom Tisch hat.Es ist jetzt auf anderen Tischen ,für Jahrzehnte.Kosten spielen bei Beamten keine Rolle.Die zahlen andere.Da gibt es tausende Beispiele.

4

Theoretisch müsste nun das dt. Atom-Moratorium vom 14. März 2011 wieder zurück genommen werden, wenn man sich an Japan orientieren möchte.

Textauszug:
"Japan gibt vier Jahre nach Fukushima erstem Atomreaktor Freigabe"

Quelle: http://tinyurl.com/q837hna

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Aber das wird nicht stattfinden, vermutlich werden die üblichen Warner nun den Zeigefinger gegen Japan erheben.

5

0,1 Millisievert = 100µS pro Jahr !!! Auf diesen Schreck müssen wir erst einmal eine rauchen - eine Zigarette führt laut Wikipedia zu einer Strahlenbelastung von 70µS. Also zwei Fluppen pro Jahr strahlen mehr als die Atommüllkippe!!

Aber wenigstens das war in der DDR besser: Der Genuß einer Banane führt lt. http://xkcd.com/radiation/ zu einer Strahlenbelastung von 0,1µS 🙂

6

Ihr Beitrag wurde wegen Regelverletzung gelöscht.
mfG
Admin

7

Wir brauchen keine Endlager
sondern Wertstoffhöfe für strahlende Wertstoffe.

Ich las von einem russischen Reaktor,
der angeblich bereits mit "Abfällen" betrieben wird.

8
Lutz Niemann

Man will kein Endlager, denn es sind die KAPUTTMACHER am w(m)erkeln. Die Zwischenlager bei den KKW’s sind auf 40 Jahre genehmigt, und dann wird man vielleicht die Wertstoffe in diesen Lagern nach Rußland exportieren, so wie bisher schon fast alles tails-Uran von Gronau nach Rußland ging, dort noch etwas weiter abgereichert wurde und der Rest des Urans für den BN800 dort zur weiteren Verwendung zur Verfügung steht.

Deutschland schafft sich ab, die CDUCSUFDPSPDGRÜNE machen alle mit.

9
Dirk Weißenborn

"Herr Wenzel erklärte auf meine Frage bei einer Veranstaltung am 27.04.2015, dass in seinem Ministerium UNSCEAR und WHO nicht anerkannt werden, jedenfalls was die Beurteilung von Strahlenwirkungen betrifft."

Ist ja ein Wunder, dass aus seinem Ministerium nicht behauptet wird, UNSCEAR und WHO seien von der "Atomlobby" bestochen.

Hauptsache, Minister Wenzel glaubt ganz fest an die Szenarien des IPCC. Die sind nämlich nicht durch Bestechung zustande gekommen - oder doch? Wenn ja, wer hat "bestochen"? Vielleicht auch die "böse Atomlobby"?

Wir können uns ganz gemütlich zurücklehnen.

Weder kommt ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Betrieb, noch wird es eine Bergung der Abfälle aus der Asse geben. Das wissen die alle.

Insofern könnte ich mir gut vorstellen, dass Minister Wenzel, aber auch andere jeden Abend vorm Zubettgehen für den baldigen, finalen Wassereinbruch in der Asse beten.

Dann bleibt nur noch eine leichte Übung:

Schimpfen auf die Altvorderen seit 1963, welche viel Mist gebaut haben.

Allerdings gehören zahlreiche Mitbeteiligte der heutigen Zeit dann auch zu den Mitverursachern - durch Untätigkeit und prahlerische Behauptungen zur (sinnlosen) "Rückholung". Sie haben die Öffentlichkeit getäuscht und sinnvolle Ansätze zur Flutung mit Schutzfluid unter kontrollierten Bedingungen blockiert.

Landesbischof Meister hat dann ebenfalls Schuld auf sich geladen - obwohl er auch keine Ahnung von der Materie hat.

10

Es gibt überhaupt keinen Atommüll. In Niedersachsen gab es mal einen Umweltminister, der diese Rohstoffe weiter zur Energieerzeugung nutzen wollte:
http://tinyurl.com/psvsakw

Am Wochenende ist mir auf einem Markt wieder etwas begegnet. Dort gab es einen Stand, wo man KERNenergie kaufen kann. Keine Ahnung, in welche Richtung die denken, es ist aber endlich mal eine psoitive Formulierung. Ich habe jetzt mal danach gegoogelt und deren Seite gefunden. Auf deren Seite
http://tinyurl.com/pfsykxl
findet man wenigstens mal die Aussage
"KERNenergie – saubere Energie aus nachwachsenden Rohstoffen! "
Allerdings gibt es dort nur Nüsse und Kerne zu kaufen. Einen Vorteil hat die Formulierung aber, sie hinterlässt in vielen Köpfen irgendwann mal einen positiven Eindruck.

Etwas radioaktives gibt es dort bestimmt auch. Paranüsse. Das sind die radioaktivsten Nüsse, die es überhaupt gibt. Für Experimente kann man daraus die Nüsse abbauen und erhält Stoffe, mit denen man z.B. mit einem Geigerzähler experimentieren kann.

11

#4: Gerd Schober sagt:
am Montag, 25.05.2015, 12:52

Wie war das noch mit dem Dual Fluid Reaktor? Angeblich kann der doch radioaktiven Abfall als Brennstoff verwenden. Wozu also ein Endlager, wenn der Wertstoff "Abfall" genutzt werden kann?
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oder google: BN 800.
Das geht aber einen unterwürfigen,schlandschen Untertanen nichts an!!

12
Ulrich Walter

#4

fragen Sie mal bei Murksel & restl. Volkszertretern nach...

13
Gerhard Bleckmann

In 20 Jahren exportieren wir unsere Castoren in die ganze Welt als Brennstoff für KKWs der 4. Generation, und hier wird jedes Bonbonpapier recycelt. Wir hätten vor 25 Jahren schon fast solch einen Reaktor gehabt, er ist jetzt ein Vergnügungspark.

14
Gerd Schober

Wie war das noch mit dem Dual Fluid Reaktor? Angeblich kann der doch radioaktiven Abfall als Brennstoff verwenden. Wozu also ein Endlager, wenn der Wertstoff "Abfall" genutzt werden kann?

15

Wenn man das Kriterium des BfS als Maßstab nimmt, dann muß doch sofort jeder Umzug aus Norddeutschland nach Süddeutschland und jeder Urlaub eines Norddeutschen in Süddeutschland verboten werden, weil damit Dosen größer als 0,1 mSv/a verursacht werden.
MfG

16

Es kommt aber noch schlimmer. Wohin sollen die radioaktiven Abfälle der Asse denn umgelagert werden? Das Bergwerk Konrad bei Salzgitter war bisher der dafür vorgesehene Ort.

Und nun gibt es massive Proteste gegen Schacht Konrad, angeheizt vom NDDR und angeführt vom dortingen CDU(!)-Obürgermeister.

Zitat:
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Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) bekräftigte die Position der Stadt: „Wir wollen Schacht Konrad nicht, und eine Erweiterung von Schacht Konrad wollen wir schon gar nicht. Das gilt für die ganze Stadt und die ganze Region."
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