Bundesnetzagentur- Der Wahnsinn geht weiter

von KLaus Dieter Humpich
Wer immer noch nicht glauben mag, daß Planwirtschaft schneller wuchert als Krebs, hat die Mitteilungen Energie: Bestätigung des Reservekraftwerkbedarfs der Bundesnetzagentur (hier) noch nicht gelesen. Inzwischen gibt es eine Verordnung über „Reservekraftwerke“. Immerhin werden hier die „Gebühren“ für zusätzliche Kraftwerke mit bis zu 7800 MWel geregelt, die wir Stromverbraucher zahlen müssen.


Das neu erschaffene Handelsgut der Reservekraftwerke

Irgendwann hat auch jedes Kraftwerk sein Lebensende erreicht: Meist nicht aus technischen Gründen (ein Kraftwerk muß bis zuletzt gewartet werden), oft aus technologischen Gründen, überwiegend aus wirtschaftlichen Erwägungen und neuerdings sogar, aus politischen Gründen (Ausstieg aus der Kernenergie). Normalerweise — wie gesagt, bis auf Kernkraftwerke in Deutschland — eine auf betriebswirtschaftliche Daten fußende unternehmerische Entscheidung.

Mit einfachen Worten: Wenn die laufenden Kosten, die erzielten Einnahmen übersteigen, wird es stillgelegt. Nun hat man auch früher solche Kraftwerke (eher einzelne Blöcke in einem Großkraftwerk) nicht sofort abgerissen, sondern sie erst einmal in die sogenannte "Kaltreserve" überführt. Unter "Kaltreserve" versteht man sorgsam gepflegte Einheiten, die man innerhalb weniger Tage wieder in Betrieb setzen kann. Das kostet natürlich zusätzlich Geld. Quasi eine Versicherungsprämie gegen Ausfälle von Kraftwerken (unerwartete Schäden, Umbau- und Wartungsmaßnahmen etc.). Wieviel und welche Blöcke man in der Kaltreserve belässt, ist wieder eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Weil das so ist, werden stets die Einheiten mit den höchsten Unterhaltungskosten — meist die ältesten — Einheiten endgültig abgerissen.

An dieser Stelle muß man verstehen, daß der notwendige Umfang der Kaltreserve ausschließlich in der Verantwortung des jeweiligen Betreibers liegt. Wer seinen Kraftwerkspark optimal betreibt, auf dem Stand der Technik hält und stets gut wartet, kommt mit einer entsprechend kleinen Reserve aus. Wer über den richtigen Brennstoffmix verfügt, braucht unerwartete Preisschwankungen nicht zu fürchten.

Die Politik hat nun durch ihre Vorgaben (Ausstieg aus der Kernenergie, Wunschenergie Wind und Sonne), die vorher beschriebenen Zusammenhänge außer Kraft gesetzt. Damit die Politik nun ihren Willen durchsetzen kann, muß sie die Entscheidung übernehmen, welche Kraftwerke stillgelegt werden dürfen. Da aber Enteignungen in unserem Wirtschaftssystem (noch) schwer durchsetzbar sind, mußte eine Krücke gefunden werden. Will oder muß ein Betreiber ein Kraftwerk abschalten, muß er sich dies genehmigen lassen. Dies stellt für sich schon, einen schwerwiegenden Eingriff in das Grundrecht auf Eigentum, Gewerbefreiheit und Vertragsfreiheit dar. Um das durchziehen zu können, muß man zumindest eine akzeptable Entschädigung vorsehen. Das Wirtschaftsgut "Reservekraftwerk" war geboren. Ein weiteres, von Politikerhand erschaffenes, planwirtschaftliches Monster, welches weitere Monster gebären wird!

Was genau, ist ein Reservekraftwerk?

Wenn der Politik — vertreten durch die Bundesnetzagentur — die  endgültige Abschaltung eines Kraftwerks missfällt, wird es zu einem Reservekraftwerk erklärt. Ein Reservekraftwerk darf ausdrücklich nicht mehr von seinem Eigentümer benutzt werden, muß aber stets und in vollem Umfang (Personal, Wartung, Prüfungen etc.) durch ihn unterhalten werden. Lediglich der zuständige Übertragungsnetzbetreiber entscheidet, wann, wie oft, für wie lange, das Kraftwerk betrieben werden soll. Für einen solch schweren Eingriff in das Recht auf Eigentum, muß es natürlich eine Entschädigung geben. Diese Kosten werden auf alle Stromverbraucher über das Netzentgeld umgelegt. Ganz neben bei, ist das eine weitere Verschleierung der tatsächlichen Kosten der Windenergie!

Die Festlegung der Entschädigung wird im heute üblichen Neusprech als

"Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens "

bezeichnet. Dahinter verbirgt sich folgende Problematik: Die Entschädigung muß ausgehandelt werden. Wenn ein Eigentümer — aus welchen Gründen auch immer — partout kein Reservekraftwerk haben will, kann er sich durch die Nennung eines überhöhten Preises schützen. Deshalb wird schon mal vorsorglich mit der Keule "Gewährleistung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems" gedroht. Andererseits ist die Bundesnetzagentur in einer eher schwachen Position, da bestimmte Kraftwerke aus bekannten technischen Gründen faktisch eine Monopolstellung besitzen. In der Praxis werden die Verhandlungen eher in größter Harmonie verlaufen. Handelt es sich doch um ein klassisches Geschäft zu Lasten Dritter: Wir Stromkunden müssen auf jeden Fall zahlen, sitzen aber gar nicht am Verhandlungstisch.

Wozu braucht man überhaupt Reservekraftwerke?

In einem Stromnetz müssen zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort Energieverbrauch und Produktion in einem Gleichgewicht sein. Vor dem Zeitalter des Ökologismus hat man deshalb die Kraftwerke so nah wie möglich an den Verbrauchsschwerpunkten gebaut. Teilweise sogar in den Städten (Berlin, Hamburg, München etc.) und hat dabei die Abwärme noch für die Fernheizung verwendet. Insbesondere für die Windenergie wurde zu deren Förderung die Standortwahl freigegeben. Der Strom muß nun irgendwie zum Verbraucher fließen. Die Windparks wurden und werden bevorzugt in Norddeutschland oder sogar im Meer errichtet. Inzwischen hat man dort erhebliche Überkapazitäten. Der Abfallstrom muß auf biegen und brechen (Abnahmezwang) in Süddeutschland und im Ausland entsorgt werden. Genau dieser Abfallstrom ist aber das Hauptproblem! Nicht die Dunkelflaute, von der inzwischen sogar in der breiteren Öffentlichkeit geredet wird, ist der Grund für neue Leitungen und Reservekraftwerke. Wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, kann der Bedarf problemlos mit dem vorhandenen Stromnetz und den (noch) vorhandenen Kraftwerken abgedeckt werden. Nur wenn der Wind — ausnahmsweise — mal etwas stärker weht, ergibt sich sofort ein Problem für jedes Stromnetz! Selbst ein immer weiter betriebener Netzausbau ist deshalb keine Lösung. Auch wenn man das Stromnetz so erweitert, daß auch Windenergiespitzen immer transportiert werden können, ist das nur an wenigen Stunden im Jahr nötig und damit völlig unwirtschaftlich.

An dieser Stelle scheint ein kleiner Einschub zum Umweltschutz nötig. Niemand kann große Mengen elektrischer Energie ohne Verluste quer durch Deutschland verschieben. Schon heute betragen allein die Verluste im Übertragungsnetz (das ist nur das Hochspannungsnetz!) an "Starkwindtagen" 1500 MWel! Wie die Simulationen der Bundesnetzagentur zeigen, werden diese mit dem Ausbau der Windenergie beständig ansteigen.

Ein weiteres Zauberwort: "Redispatch"

Redispatch ist, wenn man bestimmte Kraftwerke im Netz runter regelt, um die Flüsse innerhalb des Netzes zu verändern. Natürlich muß man diese Minderleistung an anderer Stelle zusätzlich einspeisen. Dazu dienen die Reservekraftwerke und deshalb haben auch nur die Übertragungsnetzbetreiber eine Verfügung über sie. Man kann sich das (stark vereinfacht) so vorstellen: Wenn eine Übertragungsleitung an ihre Grenzen zu stoßen droht, kann man die Kraftwerke vor der Leitung etwas abregeln. Natürlich fehlt diese Leistung am anderen Ende, was zumindest dort zu Spannungseinbrüchen und Frequenzschwankungen führen würde. Als Gegenmaßnahme muß das Reservekraftwerk dort, die fehlende Leistung ersetzen. An dieser Stelle sei daran erinnert, daß bereits für den Winter 2015/2016 eine Reserveleistung von geschätzt 6,7 bis 7,8 GWel eingekauft werden muß. Die Kosten hierfür sind noch nicht bekannt. Immerhin entspricht das rund sieben Kernkraftwerken und eine solche Leistung kauft man auch in Deutschland nicht beim Kaufmann um die Ecke.

Es muß noch einmal ganz deutlich gesagt werden, das Problem ist nicht, wenn der Wind nicht weht (Dunkelflaute), sondern wenn er mal weht! Bereits jetzt haben wir bei Starkwind ein Exportsaldo von 12,1 GW. Bei Dunkelflaute (meist am Wintertag) ergibt sich nur ein Importsaldo von -2,1 GW. Die eigenen Kraftwerke reichen (noch) aus, um Deutschland zu versorgen. Im Gegensatz dazu, muß der Abfallstrom bei stärkerem Wind erst einmal zu den Grenzen transportiert werden, bevor er anschließend im Ausland teuer entsorgt werden kann.

Milchmädchen und der CO2-freie Windstrom

Bis vor wenigen Jahren, wurde man von den Schlangenölverkäufern der Windindustrie immer brüsk abgeschmettert, wenn man von der Dunkelflaute sprach. Obwohl jedem, der sich mit den meteorologischen Daten auseinandergesetzt hat, vollkommen klar war, daß der Wind eben nicht immer weht. Gerade im Winter, wenn der Stromverbrauch am höchsten ist, treten immer wieder großräumige Hochdruckwetterlagen in Europa auf. Heute sind diese Meßdaten der Windstromproduktion von jedermann im Netz einsehbar.

Wenn man den einschlägigen Umfragen glauben mag, ist die (gut verdienende) Mehrheit in Deutschland gern bereit, höhere Strompreise zu bezahlen, wenn sie dadurch das Weltklima retten darf. So eine Art von Ablasshandel halt. Allerdings werden auch immer mehr Gutmenschen stutzig über einen vermeintlichen Widerspruch: Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über neue Rekorde an der Ökostrom-Produktionsfront berichtet wird — nur die CO2-Produktion sinkt nicht parallel dazu! Nur die Schlangenölverkäufer jubeln noch über jede zusätzliche "CO2-freie" Kilowattstunde aus Windstrom.

Abb 1: Anteil in TWh "Erneuerbarer" Energien an der Bruttostromerzeugung in TWh (blau) und C2 Emission in Mio t (rot) aus fossil befeuerten Kraftwerken. In 2014 war die Emission wieder dank des milden Winters etwas geringer. Daten BDEW, Stat. Bundesamt, AGEBGrafik Limburg 

Windstrom ist nur so lange "CO2-frei", wie er den Windpark noch nicht verlassen hat. Selbst hartgesottene "Öko’s" wissen aber, daß er im Windpark ohne jeden Wert ist. Er muß noch auf einem hunderte Kilometer langen Weg bis zu den Verbrauchsstellen im In- und Ausland gelangen. Ohne konventionelle Kraftwerke, läßt sich aber kein "Zappelstrom" transportieren. Inzwischen kann man aber auch dies messen! Je höher die Produktion von Windstrom an verbrauchsfernen Standorten ist, um so höher ist die CO2-Freisetzung um diesen Strom über weite Strecken transportieren zu können. Da kommt auch kein Netzausbau hinterher.

Planwirtschaft gegen Realität

Es ist politisch gewollt, noch mehr Windparks im Meer zu bauen. Gleichzeitig will man aus der Kernenergie aussteigen. Der Ersatz dieser Kraftwerke durch (fossile) Neubauten ist unerwünscht. Es beginnt der Kampf gegen die noch vorhandenen Kohlekraftwerke. All das zusammen genommen, führt zu einem gigantischen Park von Reservekraftwerken mit steigendem CO2-Ausstoß. Letztendlich zum Zusammenbruch des Strommarktes mit anschließender Verstaatlichung.

Man kann schon heute die Entwicklung in Echtzeit an der Strombörse verfolgen. Jedes mal, wenn der Wind etwas stärker weht, fallen die Strompreise  an der Börse synchron. Einziger Grund, ist der politisch verursachte Abnahmezwang. Wenn man in einem Markt eine Überversorgung herbeiführt, fallen die Preise so lange, bis genug Marktteilnehmer die Produktion einstellen. Schon heute werden für etliche Stunden sogar negative Preise erzielt. Nichts weiter, als eine Entsorgungsgebühr für die Vernichtung der Überproduktion. Je tiefer die Preise fallen, um so mehr Produzenten können ihre Kosten nicht mehr decken und stellen die Produktion ein. Dies betrifft im derzeitigen System ausschließlich die fossilen Kraftwerke. Denn die Windstromerzeuger erhalten auch weiterhin ihren Garantiepreis für ihre garantiert abgenommene elektrische Energie! Dies haben ausschließlich die Politiker zu verantworten, denn sie haben diesen Irrsinn in Gesetzesform gegossen.

Es gibt offensichtlich noch immer genug schlichte Gemüter, die diesen Zusammenhang gut finden. Sie glauben tatsächlich, daß so immer weniger fossile Energie verbraucht wird, wodurch das "Klima gerettet wird". Das Gegenteil ist der Fall! Je mehr Windenergie produziert werden soll, um so mehr fossile Energie (bei gleichzeitigem Verzicht auf Kernenergie) muß eingesetzt werden. Nicht nur bei Dunkelflaute muß der Strom in konventionellen Kraftwerken produziert werden, sondern auch bei jeder wetterabhängigen Überproduktion müssen vermehrt fossile Kraftwerke zum Transport des Windstroms zu den Entsorgungsstätten eingesetzt werden. Was heute schon an Sonn- und Feiertagen oder in der Nacht passiert, wird bei weiterem Ausbau bald ständig Realität sein. Es gibt keinen Ausweg aus diesem Dilemma:

·       Regelt man die Windmühlen mit zunehmendem Wind ab, wird deren Auslastung immer schlechter und es erhöhen sich beständig die Stromkosten bei den Verbrauchern. Man zahlt dann nur noch für Windmühlen, die in der Landschaft herumstehen. Wie lange die Wähler so etwas dulden, kann man vielleicht aus der Geschichte lernen. Wer kennt nicht mehr die Bilder von Obst- und Gemüseüberproduktion, die zur Stabilisierung der Preise gleich untergepflügt wurden oder die man gegen Gebühr auf der Müllkippe entsorgt hat.

·       Man versucht die Überschußenergie gleich in den Windparks zu speichern, bis sie auch tatsächlich benötigt werden. Bei dieser Energiewandlung gingen dann gleich rund die Hälfte der Produktion wieder verloren. Der zweite Hauptsatz läßt sich durch Ideologie nicht aushebeln! Abgesehen von den gigantischen Investitionen, die hierfür nötig wären. Die Butterberge und Fleischberge der planwirtschaftlichen europäischen Landwirtschaft waren Nicklichkeiten dagegen.

·       Man versucht wie bisher, die Überschüsse im Ausland zu entsorgen. Für die immer weiter entfernten Abnehmer, sind immer mehr Hochspannungsleitungen nötig, auf denen immer mehr elektrische Leistung gleich "verbraten" wird. Trotzdem wird man immer mehr Reservekraftwerke benötigen, um die Netze überhaupt betreiben zu können. Logischerweise werden die Betreiber immer ihre ältesten und umweltverschmutzenden Kraftwerke den Übertragungsnetzbetreibern vermieten.

Es gibt nur eine Möglichkeit diesen Wahnsinn zu stoppen. Man macht sofort Schluß damit. Dies kann aber nur die Politik leisten, weil sie dieses Monster der Planwirtschaft erst erschaffen hat.

Die europaweite Dimension

Die Idee, den Stromabfall gegen Gebühr im Ausland zu entsorgen, war ziemlich dämlich. Polen ist bereits dabei, seine Grenzen dicht zu machen. Man ist es leid, kostenlos Strom über Tschechien nach Bayern und Österreich zu transportieren. Auch die Idee Reservekraftwerke in Polen anzumieten, war ziemlich kurz gedacht. Weder sind die Polen bereit, ihre Souveränität für ein Linsengericht an die Deutschen zu verkaufen, noch die dadurch zusätzlich entstehenden Belastungen in ihrem Netz zu tragen. Einzig Greenpeace hätte sich wahrscheinlich einen Ast gelacht: Die als besonders umweltfreundlich bekannten (abgenutzten alten) Kohlekraftwerke in Polen von Deutschland weiter am Leben gehalten, um den "Grünen Strom" von der Ostsee nach Österreich und weiter zu verkaufen.

Besonders lustig ist auch, daß ausgerechnet Deutschland nun darüber nachdenkt, den Stromhandel mit Skandinavien und Österreich zu begrenzen. Leider weht auch der Wind in Dänemark, wenn er in Norddeutschland weht. Weil ganz Norddeutschland bereits mit Windstrom verstopft ist, tut jede zusätzliche Kilowattstunde, die Dänemark in Deutschland entsorgen will, besonders weh. Langsam merkt man, daß sich Deutschland zu einem Transitland für elektrische Energie entwickelt. Man findet es inzwischen auch  nicht mehr so prickelnd, daß deutsche Stromverbraucher für lukrative Geschäfte zwischen Österreich, Ungarn und Italien bezahlen müssen. Deutscher Stromabfall wird billig von Österreich aufgekauft und gewinnbringend an das alte KuK-Gebiet weiterverscherbelt. Inzwischen fließen bereits 8,5 GW nach Österreich. Tendenz weiter steigend. Alles ein Ergebnis des politisch gewollten "Ein-Zonen- Modells", in dem die örtliche Entfernung per Ukas außer Kraft gesetzt wurde. Strom soll überall gleich teuer sein. Transportkosten müssen zur Verschleierung aus anderen Töpfen bezahlt werden. 

Auch das "Vorangehen" hat sich als blöde Idee herausgestellt. Frankreich z. B. ist inzwischen auch in das Windgeschäft eingestiegen. Dumm nur, daß dort die geographischen Bedingungen (z. B. Atlantikküste) wesentlich günstiger als in Bayern und im Schwabenland sind, somit die Produktionskosten auch geringer. Warum sollte Frankreich also zusätzlichen Windstrom aus Deutschland importieren? Es sei denn, Michel ist bereit, die Subventionen weiter hoch zu schrauben.

Völlig verschlafen haben unsere Politiker beim "Vorangehen" den Netzausbau in Ost-West-Richtung. Man war zu sehr von der Idee besessen, die Kernkraftwerke in Süddeutschland abzuschalten und durch Windstrom zu ersetzen. Inzwischen hat man durch die politisch verordnete Überproduktion Strompreise an der Börse erzeugt, die (teilweise) unter den Brennstoffkosten liegen. Daraus ergeben sich erbliche Stromflüsse in Ost-West-Richtung. Ein Netzausbau auch in diese Richtung, ist unvermeidbar! Deutschland wird ein Land der "Stromautobahnen" und "Reservekraftwerke". Ist das, das "tolle Europa", was man uns immer zu verkaufen versucht hat? Gut gemeint, ist noch lange nicht, gut gemacht.

Übernommen von NUKEKLAUS hier 

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16 Kommentare

  1. #15: Silke Mikosch

    Ist Ihnen nicht bekannt, daß Simulationen nicht unbedingt erforderlich sind?

    Wissen Sie was Prozesse sind und was diese bedeuten?
    Und folgerichtiges Denken ist Ihnen eine große Unbekannte?

    Simulieren Sie doch mal eine Welt ohne (!) den rot-grünen perversen Öko-Geist? Das müssen Sie überhaupt nicht. Blicken Sie zurück, bis zum Tag vor dem energiepolitischen Schwachsinn, Ihrer Fraktion. Von morgens bis abends. Wenn Sie damit nicht zurecht kommen wollen, lesen Sie sich hier durch. Es ist sofort eine bessere Welt, im wahrsten Sinne des Wortes, möglich.

    EIKE & Co. arbeiten daran, den Schaden zu begrenzen, und den vorherigen, den Status quo ante, möglichst wieder herzustellen und diesen in einem anderen Sinne zu verbessern, in eine andere (viel intelligentere) Richtung. Das Paradigma muß wieder lauten: Billige Energie. So billig wie nur möglich. Denn, an echten Problemen wird es diesem Land leider nicht mangeln (vgl. demographische Entwicklung, in seinen Ausmaßen noch nicht öffentlich verstanden, bspw.).

    So löst man eine Menge nutzloser und lediglich erfundener Probleme, auf einem Schlag.

    P.S.: GrünerFrieden (welch eine verlogene und perfide Wortschöpfung) erhält in Indien bereits Prügel. Wunderbare Nachrichten. Fahren Sie doch da hin. Und Russland hat (erfolgreich) vorgemacht, wie man mit kriminellen NGOs umgehen sollte. Lediglich bei der Akte Scientology sollen die noch schlafen. Merkwürdig.

  2. Zitat in #7:

    „Green peace weiß es mal wieder besser:
    http://bit.ly/1clgr41

    Energiemarkt-Simulation: 36 Kohlemeiler könnten auf einen Schlag vom Netz“

    Ich schlage vor, die Ergebnisse der Simulation beim Wort zu nehmen. Mich würde interessieren, was passiert.

    Silke Mikosch

  3. #13, Herr Niemann,
    Blindstromerzeugung geht auch ohne rotierende Massen. Höchstspannungsnetzbetreiber installieren inzwischen große Kondensatoren, Spulen und statische Kompensationsanlagen (ca. 200 bis 400MVA) zur Netzstabilisierung, da rotiert nichts.
    Theoretisch könnten das auch PV-Wechselrichter, wenn sie dafür ausgelegt sind. Allerdings sind diese Dinger auf 400V wertlos, wenn es im 400kV-Netz klemmt. WKA können das auch, die sind aber auch „nur“ an 20 oder 110kV angeschlossen.

    Seit Kurzem werden von den Netzbetreibern aber auch rotierende Phasenschieber eingesetzt, um im Falle einer Netzstörung die in den rotierenden Massen gespeicherte Energie ähnlich wie ein konventionelles Kraftwerk zur dynamischen Netzstützung zu nutzen. Der Generatorteil von Biblis I (RWE/Amprion) ist ein Beispiel dafür.

  4. Herr Wedekind,

    im Netz braucht man auch Blindstrom, und den kann Solar nicht liefern, bei Wind bin ich mir da nicht so sicher (Trafos können auch etwas). Um Blindstrom zu bekommen, braucht man rotierende Massen, also ganz konventionelle Generatoren.

  5. @ Katrin Meinhardt #10

    Die Bürokratie scheint die Bundesbürger als Rückgratlose einzuordnen, ein Fischlein genießt hier im Lande größeren Rechtsschutz:

    Der Leucaspius delineatus (Moderlieschen) war bisher einer der besten Mitarbeiter der Wasserwerke – er wurde als Frühwarnsystem für die Qualität eingesetzt. Doch jetzt ist Schluss: Da das Lieschen Wirbel hat (Karpfenfamilie), haben die Behörden den Einsatz als unerlaubten Tierversuch eingestuft und verboten. Jetzt müssen rückgratlose Bachflohkrebse ran – aber die scheinen eine starke Gewerkschaft zu haben: Nach jeder Schicht (eine Woche) bekommen sie Urlaub und vegane Speisen satt (Laub).

  6. Sehr geehrter Her Humpich,

    Vielen Dank für diesen aufschlußreichen Beitrag.

    Nur eine Passage verstehe ich als Laie in Stromsachen nicht ganz:
    „Ohne konventionelle Kraftwerke, läßt sich aber kein Zappelstrom transportieren. Inzwischen kann man aber auch dies messen! Je höher die Produktion von Windstrom an verbrauchsfernen Standorten ist, um so höher ist die CO2-Freisetzung um diesen Strom über weite Strecken transportieren zu können.“
    Könnten Sie bitte irgenwann einmal den genaueren Zusammenhang erläutern, daß vermehrter Transport von Wind- und Sonnenstrom mehr Kapazität von konventionellen Kraftwerken erfordert?

    Zu der europaweiten Dimension gibt es von der Bundesnetzagentur in „Ein Strommarkt für die Energiewende“ (sog. Grünbuch) vom 28.2.2015 neben vielen anderen eine interessante Passage. Es wird „natürlich“ die länderübergreifende Zusammenarbeit begrüßt, aber dann (S-20-):

    „Darüber hinaus setzt das Konzept des Strommarkt 2.0 voraus, in erheblichem Maße den Import von Strom und auch dessen nicht beeinflussbare Herkunft aus Kohle- und Kernkraftwerken zu akzeptieren.“

    Im Klartext besagt das doch, daß bei Abnahme von Strom aus dem Ausland (weil in Deutschland der Wind mal wieder nicht weht) sich der deutsche Saubermann nicht darüber beklagen darf, daß der Strombedarf, den er durch seinen heiligen „Grünstrom“ verursacht, aus ausländischen „Dreckschleudern“ und „Atommeilern“ stammt. Diese Tatsache muß der heilige Ökologikus übersehen und verschweigen, sonst wird das ganze System nicht funktionieren. – Und der kleine deutsche Michel bezahlt die Party.

    MfG

    G.Wedekind

  7. #9: Verehrter Herr Werner Geiselhart, haben Sie schon gelesen, der DWD (Deutsche Wetterdienst) hat jetzt neuerdings Probleme wegen den Windrädern.

    Zitat (welt.de, 11. Mai 2015):
    „Der Deutsche Wetterdienst fürchtet, dass er nur noch eingeschränkt vor Unwettern warnen kann. Windräder bringen seinen Radar zunehmend durcheinander – jetzt sogar mit richterlichem Segen.“

    Zitat:
    „Auf Windräder ist der Deutsche Wetterdienst (DWD) derzeit schlecht zu sprechen. Die drehenden Rotoren täuschen den Radar des DWD und verzerren Messergebnisse. Manchmal gaukeln sie den Meteorologen am Monitor Unwetter vor, die gar nicht da sind. Manchmal sind aber auch reale Unwetter unsichtbar, weil vor der Schlechtwetterfront zu viele Drehflügler rotieren.“

    Zitat:
    „Der DWD ist den Windkraftleuten weit entgegengekommen: Die von den Vereinten Nationen empfohlene Schutzzone von 20 Kilometern rund um Wetterradaranlagen wurde freiwillig auf 15 Kilometer reduziert[.]“

    Zitat:
    „In einem Urteil haben die Richter festgestellt, dass es der Wetterdienst hinnehmen muss, wenn im Arbeitsbereich seiner Wetterradaranlagen Windkraftanlagen errichtet werden. Und zwar ausdrücklich selbst dann, wenn die Rotoren Messergebnisse verzerren.“

    Quelle: http://tinyurl.com/nwxdhn2

    P.S.: Der deutsche Bürokrat ist unschlagbar gut? Ob die sich mit Eiskugeln bestechen (haben) lassen, vom Grünen Frieden?

    Da haben die Vereinten Intellectusphoben-Nationen (UN) aber etwas feines angerichtet. Es ist immer gut, wenn man die Intelligenz auslagern darf?

  8. Ich weiss garnicht, was hier alle haben.
    Greenpeace hat feststellen lassen, dass man ohne weiteres ganz schnell 36 Kohlekraftwerke stilllegen könnte. Das Ganze kostet den Stromkunden nur 0,6 Cent/KWh. Dies wurde exakt errechnet mit Hilfe der sogenenannten neuen Trittinschen Mathematik, deren Basiseinheit 1 Eiskugel ist. Es muss also genauer 0,6 Eiskugelcent heissen.
    Wenn mal ein bisschen Strom fehlt, z.B. bei nächtlicher Flaute, können wir den fehlenden Strom ganz einfach und schnell aus dem Ausland einkaufen.
    Falls das dann auch nicht geht, was aber absolut unwahrscheinlich ist, also für diesen absolut unwahrscheinlichen Fall müsste man dann halt eventuell ein paar der alten Dreckschleudern nicht gleich abreissen, sondern „einmotten“, also ein paar Mottenkugeln in den Gängen verteilen und eine Plastikfolie ums Kraftwerk wickeln, wie weiland Christo beim Reichstag, bei Bedarf kann man die Dinger flugs wieder entmotten und blitzschnell ins Netz hängen.
    Aber das ist wie gesagt, absolut unwahrscheinlich und das mit dem Flatterstrom von Wind/Sonne wird sowieso von Klimaleugnern übertrieben. Na gut, ab und zu kommts mal vor, aber gaaanz gaaanz selten, das macht aber eigentlich gar nix aus, weil … (siehe oben).
    Ironie aus: Genauso stellen sich diese durchideologisierten Banausen das Ganze vor: Ganz schnell 40% des Strombedarfs aus dem Ausland einfliegen lassen, die haben den ja sofort parat, die notwendigen Netzkapazitäten sind dann bestimmt vorhanden, kostet zwar ein paar hundert Milliarden mehr, aber mit Hilfe der 0,6 Eiskugelcent können wir die ja bauen.
    Seit Brent Spar gebe ich keinen Pfifferling mehr auf die GreenPeace-Kampagnen, die in vielen Fällen nicht nur unwissenschaftlich, sondern auch noch menschenverachtend sind, Beispiel Golden Rice.

  9. #7 Gerald Pesch
    Der Link rettet meinen Tag:
    „Strom wäre auch danach noch genug da, schreiben die Autoren. In Deutschland sind derzeit weit mehr Kraftwerke am Netz als nötig. Zusätzliche Energie könnte aus anderen europäischen Ländern importiert werden.“
    „Strom wäre genug da“ „Zusätzliche Energie könnte aus anderen Ländern importiert werden“
    Sind Ökos tatsächlich so dumm?
    Für die Mikoschs dieser Welt:
    Warum muss ich Strom importieren, wenn genug da ist?
    Unglaublich – klassischer Dunning Kruger Effekt.

  10. Green peace weiß es mal wieder besser:
    http://bit.ly/1clgr41

    Energiemarkt-Simulation: 36 Kohlemeiler könnten auf einen Schlag vom Netz

    Mal sehen wie lange die Zipfelmütze dieser Öko-Propaganda weiter folgt; wahrscheinlich bis zur Stunde Null….

  11. Das innovative Geschäftsmodell, durch Klimahysterie und Schein-Ökostromerzeugung zu schnellem und sicherem Geld zu kommen, läßt die Machtausübenden in Deutschland gewissenlos handeln. Was nach dem großen Geld kommt, was alles den Bach runtergeht und wieviel Energie dabei verschwendet wird, geht ihnen offenbar kalt am Allerwertesten vorbei.

  12. @ 3 Dietmar Fürste

    Sie stellen die Frage:
    „Die wirklichen Triebkräfte hinter dieser Sabotage unseres Industriestandortes können doch wohl nicht nur von einer Einzelperson (Merkel) ersonnen und betrieben worden sein.“

    Da muss ich Ihnen zu 100% Recht geben, diese Fage ist berechtigt!

    Stellen Sie sich bitte drei Fragen:

    1. Cui bono? Wem nützt es?
    2. Wohin führen die Spuren des Geldes. (ohne Geld kein Krieg, gleich wo )
    3. Welche Gruppierungen haben Leute besucht, bevor sie in heutige Positionen gehoben wurden, bzw. gehören sie nachweislich noch heute an?

    Das dürfte alle Ihre Fragen beantworten:
    Empfehlen möchte ich Ihnen noch, auch zu Fragen betreffs Gesundheitssystem zu googlen.
    Besonders interessant dürfte da der Punkt HIV werden. Viel Spaß.
    Noch etwas; Ist Ihnen schon aufgefallen, daß alles was Mensch+Tier krankmacht, bedenkenlos durchgewunken wird.

    .Sommerzeit (als Lapsus nachgewiesen)
    .Energiesparlampen (ebenso)
    .Gebäudesanierung: (Nun Schimmel außen, erhöhte Brandgefahr)
    Heizungsverordnung: (Wer sich um 4 Uhr die Zähne putzen will – Pech!)
    Impfzwang = Körperverletzung
    Nein ich will hier nicht weitermachen, – Die Liste würde zu lang!

    Ach ja mich gibt es ja gar nicht, tatsächlich!, ich bin zum 2ten mal hier schon wieder nicht gemeldet. Obwohl bei der Perso-Beantragung vor 8 Jahren alles „Eidesstattlich“ versichert wurde.
    Auch vom Partner! Alles dreifach kopiert, und abgeheftet plus verstaut (ich weiß sogar noch den Schrank in dem sie es versenkt haben.). 30 Jahre am selben Ort wohnend, Alles staatliche erreicht mich, nur wählen darf ich nicht, von kleinen Vorteilen für Senioren mal abgesehen., die brauch ich auch nicht.
    Das letzte nur dazu, um zu zeigen wie verblödet unser Staat/Kommunen schon ist.

    Ich gehe schon lange nicht mehr wählen, darum gehört meine Stimme immer noch mir!

    Wenn nun einer zweifelt, dass mein Beitrag nichts mit Energie, und Klima zu tun hat , möge obengestellten drei Fragen nachgehen.

    M.f.G.

  13. Was bedeutet es für die Zukunft, wenn der deutsche Staat über die Qualität der Kraftwerke bestimmt bzw. wann und wo diese Strom erzeugen dürfen…das sich kein Privater Investor für Kraftwerksneubauten im Planwirtschaft Land DDR 2.0 mehr blicken lässt. Wir werden in Zukunft ein durch die Politik herbei diktierte (per EEG Gesetz) Mangelstromsystem bekommen. Das ist so sicher wie das Ende des ehemaligen marktfeindlichen = ideologischen DDR System sicher war.

  14. Sehr geehrter Herr Humpich,
    gibt es schon Daten für Die CO2-Emission der Kraftwerke für 2014. Aus einem milden Winter folgt ja nicht denknotwendig, daß deren Emission geringer war als 2013.
    mfG

  15. Eine beeindrucken Zusammenstellung von Fakten!

    Absehbar ist leider, dass Bundesnetzagentur, Profiteure des EEG und die grüne Weltretter-Gilde sie auch künftig ignorieren werden.

    Dass im Land von Georg Simon Ohm, Werner Siemens, Max Planck und den vielen anderen einmal solch ein Humbug veranstaltet werden würde, war noch vor wenigen Jahrzehnten völlig undenkbar.

    Die wirklichen Triebkräfte hinter dieser Sabotage unseres Industriestandortes können doch wohl nicht nur von einer Einzelperson (Merkel) ersonnen und betrieben worden sein.

    Steckt hinter dieser offenkundigen Mischung aus Opportunismus und Verblödung bei den Verantwortlichen nicht doch noch ein ganz anderer Plan und kam für dessen Start Fukushima wie gerufen?

  16. Ein exzellenter Beitrag. — Und die KAPUTTMACHER hauen und stechen und prügeln, das die Fetzen nur so fliegen. Und der Michel mit Zipfelmütze schläft und schläft und schnarcht dabei, und bemerkt nicht seine eigene Dummheit. „Wer hätte das gedacht“, so wird es eines Tages wieder verwundert heißen.

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