Klimamodellierer Matthew England ignoriert immer noch die Realität – und behauptet, dass die IPCC-Modelle letztendlich gewinnen werden

Anthony Watts
Von der University of New South Wales und der Abteilung ,Modell kontra Realität‘ kommt die folgende Behauptung des Alarmisten Matthew England, dessen „sag doch was”-Karriere keineswegs sehr eindrucksvoll ist. Er scheint besessen davon zu sein, „recht zu haben” anstatt sich vernünftiger Wissenschaft zu widmen.


Beispiel: Dezember 2012: England wirft den Skeptikern vor zu lügen, wenn sie sagen, dass der Anstieg der globalen Lufttemperatur zum Stillstand gekommen ist (hier):

Und so ist jeder dort draußen, der die Lügen ausspricht, dass die IPCC-Projektionen übertrieben sind oder dass die Beobachtungen nicht mit den Projizierungen mitlaufen (hier), vollkommen von der Rolle. Die Analyse zeigt sehr klar, dass die IPCC-Projektionen wahr werden.

Auf der Haben-Seite steht, dass er die Existenz des „Stillstandes“ zumindest einräumt, diesen aber als irrelevant bezeichnet. Wie auch immer.

Abbildung 1: Vom Wall Street Journal und den UAH/RSS-Satellitendaten. Quelle: Dr. Roy Spencer

Oder mit den Messungen der Temperatur und den Satellitenaufzeichnungen, wenn man das bevorzugt:

Die Presseerklärung lautet:

Die Wärme ist noch da, trotz Verlangsamung der Erwärmung

Der Stillstand der globalen mittleren Temperaturen hat kaum Auswirkungen auf die projizierten Temperaturen im Jahre 2100.

Einer neuen Studie zufolge macht die jüngste Verlangsamung des Anstiegs der globalen mittleren Temperatur keinen Unterschied dabei, wie stark sich der Planet bis zum Jahr 2100 erwärmen wird.

Die begutachtete Studie, heute veröffentlicht in Nature Climate Change, verglich Klimamodelle, die den gegenwärtigen Stillstand der Erwärmung zeigen, mit jenen, die das nicht tun. Die Studie zeigte, dass die langfristigen Erwärmungs-Projektionen effektiv unverändert blieben bei beiden Modellgruppen.

„Dies zeigt, dass die Verlangsamung der globalen Erwärmung für langfristige Projektionen keine Bedeutung hat – es liegt einfach an der dekadischen Variabilität. Treibhausgase werden vermutlich diese natürliche Fluktuation übertrumpfen“, sagte Leitautor und leitender Forscher am ARC Centre of Excellence for Climate System Science, Prof. Matthew England.

Um die langfristigen Temperaturergebnisse von der kurzfristigen Variabilität zu unterscheiden, zogen die Forscher 200 Klimasimulationen heran und evaluierten sie bis zum Jahr 2100, indem sie die den Stillstand zeigenden Modelle mit denen verglichen, die den Stillstand nicht zeigten.

Die Modelle wurden analysiert unter Verwendung von zwei Kohlenstoff-Emissions-Projektionen des IPCC.

Im ersten Szenario wurde angenommen, dass die Treibhausgas-Konzentrationen unverändert und ohne Abschwächung während des 21. Jahrhunderts steigen. Das zweite Szenario nimmt an, dass die Emissionen reduziert werden, um gegen die globale Erwärmung vorzugehen. Hierbei sollen sie um das Jahr 2040 einen Höhepunkt erreichen und dann stark zurückgehen.

Im Szenario mit hohen Emissionen betrug der Unterschied der bis zum Ende des Jahrhunderts projizierten Erwärmung zwischen den beiden Modellgruppen weniger als 0,1°C; also nur einen winzigen Bruchteil der projizierten Erwärmung von 5°C, falls die Emissionen nicht drastisch sinken.

Eine Erwärmung dieser Größenordnung liegt deutlich jenseits der 2°C-Marke, die von der Australischen Regierung als Ziel genannt und vom IPCC als gerade noch sicher angesehen wird.

In der Vergangenheit haben bestimmte Lobbygruppen versucht zu argumentieren, dass die jüngste Verlangsamung der globalen mittleren Temperaturen ein Grund ist, nationale und internationale Bemühungen zur Reduktion von Kohlenstoff-Emissionen aufzugeben.

Diese Studie zeigt, dass die Verlangsamung lediglich die kurzfristige Variabilität reflektiert. Die langfristige globale Erwärmung wird immer noch ein gefährliches Niveau erreichen, wenn die Kohlenstoff-Emissionen während der kommenden Jahrzehnte nicht drastisch reduziert werden.

„Unsere Forschungen zeigen, dass es zwar kurzfristige Fluktuationen bei den globalen mittleren Temperaturen geben kann, jedoch ist die langfristige Erwärmung des Planeten eine unvermeidliche Konsequenz zunehmender Treibhausgas-Konzentrationen“, sagte Prof. England. „Dieser Hype um die Verlangsamung der globalen Erwärmung ist lediglich eine Ablenkung von der notwendigen Aufgabe“.

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Bemerkung: Es ist so typisch für diese Witzbolde, dass sie sich nicht die Mühe machen, die Studie in der Presseerklärung namentlich zu benennen, also habe ich nach ihr gesucht. Das kurze Abstract liest sich mehr wie eine Meinung als echte Wissenschaft, vor allem, weil das bevorzugte Schlagwort „robust“ unmöglich auf irgendeine Zukunftsprojektion angewendet werden kann, sei es nun das Klima in 85 Jahren, die Wettervorhersage für morgen oder die Vorhersage der Börsenkurse.

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Robust warming projections despite the recent hiatus

Matthew H. England, Jules B. Kajtar & Nicola Maher

doi:10.1038/nclimate2575

Published online23 April 2015

Abstract:

Der Stillstand der Erwärmung hat Fragen hinsichtlich der Zuverlässigkeit langfristiger Projektionen aufgeworfen. Hier zeigen wir jedoch, dass diese statistisch unverändert bleiben, wenn man nur Ensemble-Mitglieder betrachtet, die den gegenwärtigen Stillstand zeigen. Dies zeigt die robuste Natur der Erwärmungs-Projektionen für das 21. Jahrhundert.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/04/23/climate-modeler-matthew-england-still-ignoring-reality-claims-ipcc-models-will-eventually-win/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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7 Kommentar(e)

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1

Eventually bedeutet nicht Eventuell sondern schliesslich, schlussendlich.

2

Ist "Eventuell" die richtige Übersetzung? Im Englischen ist "Eventually" "schliesslich", "letzten Endes" oder am Ende.

3

Im Titel steht "eventuell". Ist das die richtige Übersetzung? Im Englischen bedeutet "eventually" nicht "eventuell" sondern "schliesslich" oder "am Ende" oder "im Endeffekt"

4

#2 Werter Herr Wehner,
vielleicht haben Sie das ja alles falsch interpretiert und der Text war nur ironisch gemeint, denn da es weniger Wetterextreme wie Stürme, Hurrikans, Taifune und Tornados gibt und auch deren Stärke abgenommen hat sowie auch die Dürren und Überschwemmungen weniger werden, der Meerespiegel auch kaum steigt, kann das eigentlich nur Ironie gewesen sein.
MfG

5

@#2: Rainer Wehner, das kommt aus einer bekannten Klimaalarm-Ecke (Knutti, Fischer, ...).

Auf ZON werden die Motive dargelegt: "Der Klimatologe Peter Stott betont in einem Begleitartikel, weitere Forschung sei nötig [...]. Auch sei anhand der Berechnungen von Fischers Team noch [immer] nicht möglich, [...] zu unterscheiden."

Man hat also modelliert dass noch mehr Forschungsgelder verzockt werden müssen.

6
Rainer Wehner

Heute gelesen bei Wetter.de: Überschrift!
Menschen sind schuld an Wetterextremen.
Im Text steht : So sehr Schaden wir Menschen der Erde! Geschrieben im Fachjornal ( Nature Climate Change) man sollte sich den Bericht mal durchlesen ! Wo ist das wissenschaftlich belegt ?
Gruß Rainer Wehner

7
Ulrich Walter

ein weiterer Beweis, dass die AGW-Fachisten keinerlei wissenschaftliche Basis, sondern nur Ideologie inne haben.