Niemand erwartet die Klima-Inquisition – oder: The Whitehouse-White House inquisition

Paul Driessen
Senator Sheldon Whitehouse erlebte kürzlich ein Huff-Po Wutanfall [?]. Der Demokrat aus Rhode Island war verschnupft darüber, dass man ihn kritisiert hatte, ebenso wie seine genauso liberalen Senatskollegen Barbara Boxer (Kalifornien) und Ed Markey (Maryland), wegen ihrer Attacken auf Skeptiker hinsichtlich einer vom Menschen verursachten Klimaänderung, die im Stile der übelsten spanischen Inquisition daher gekommen waren.


Er sagt, dass die „überhitzte“ Reaktion der Skeptiker-Gemeinschaft seine Motive in Zweifel zieht und seine zentrale Botschaft verwässert: die Globale Erwärmung ist die ernsteste Bedrohung, vor der wir heute stehen. Finanzielle Anreize können das Verhalten beeinflussen. Darum wollen die Öffentlichkeit und der Kongress Auskunft darüber, wer die Forschungen der Skeptiker finanziert. Und Unternehmen, die schädliche Produkte herstellen, wollen Unsicherheit schüren hinsichtlich eindeutig belegter Gesundheits- und Sicherheitsrisiken: Interessen fossiler Treibstoffe und Klimachaos-Skeptiker sind genauso wie die Tabakindustrie.

Diese Senatoren missbrauchen ihre Macht im Amt, um ehrliche Wissenschaftler zu bedrohen und zum Schweigen zu bringen, ihre Finanzierung zu torpedieren sowie ihren Ruf und ihre Karrieren zu zerstören. Es ist reiner Saul Alinsky, was von Greenpeace, Harry Reid und den anderen Mitgliedern des Weißen Hauses praktiziert wird: „In einem Kampf ist fast alles erlaubt. Wähle das Ziel, nagele es fest, personalisiere und polarisiere es!“ Und die Senatoren scheinen zu glauben, dass die verunglimpften Wissenschaftler und ihre Freude das einfach so hinnehmen werden.

In Wirklichkeit ist das Einzige, was überhitzt ist, die Stimmung von Mr. Whitehouse – und die zunehmend absurder werdende Rhetorik hinsichtlich eines sich überhitzenden Planeten. Der Klimawandel verändert unsere Musik. Eine Änderung der Ozean-Wassertemperatur um 0,1°C hat dazu geführt, dass die Wale einen Monat früher als vor 30 Jahren auf Wanderzug gehen (hier). Sich erwärmende Ozeane bedeuten das Ende von fish and chips! Gott weiß, welche „Katastrophen“ uns noch bevorstehen – alles wegen fossiler Treibstoffe.

Die Absurdität dieser betrügerischen Angsterzeugung und deren totale Irrelevanz für unser tägliches Leben erklärt, warum die Amerikaner den Klimawandel konstant an das Ende einer Liste ihrer Sorgen setzen. Allein schon der Gedanke, dass Regierungen ein idyllisches Klima erschaffen können, ist genauso blödsinnig. In der Historie der Menschheit ist das bisher auch nur einmal vorgekommen [hinter diesem Link steckt der amerikanische Spielfilm „Camelot“ von 1968].

Da ist es kein Wunder, das Mr. Obama das Klimathema neu verpackt unter die genauso falschen und lächerlichen Mantras von „Ozean-Versauerung“ und „Kohlenstoff-Verschmutzung“, was Allergien und Asthma auslösen soll. Unsere Ozeane werden nicht sauer. Es ist nicht „Kohlenstoff“ – es ist Kohlendioxid, dieses Wundermolekül, das das Leben auf der Erde überhaupt erst möglich macht. Und weder CO2 noch eine planetarische Erwärmung hat irgendetwas zu tun mit Allergien oder Asthma.

Die Klimawissenschaft sollte die Auswirkungen untersuchen, die die Menschen auf das Erdklima haben könnten. Aber Anti-Fossil-Aktivisten machten daraus die Ansicht, dass allein der Mensch das Klima beeinflusst – und dass die mächtigen natürlichen Kräfte, die zahllose, manchmal verheerende Klima-Fluktuationen in der Vergangenheit ausgelöst hatten, plötzlich überhaupt keine Rolle mehr spielen. Auch in der Klimatologie sollte es eigentlich um die wissenschaftliche Methode gehen:

Man erstelle eine Hypothese, die erklärt, wie die Natur funktioniert. Dann teste man die Hypothese und deren Vorhersagen im Vergleich mit den Beweisen der realen Welt und mit Beobachtungen. Falls die Prämisse gültig ist, werden die Beweise sie stützen. Falls die Daten und Beweise nicht übereinstimmen mit der Kohlendioxid-/Treibhausgas-Theorie, dann erstelle man eine andere Hypothese.

Inzwischen ist offensichtlich, dass die These von der „gefährlichen, vom Menschen verursachten globalen Erwärmung“ nicht das erklärt, was in der wirklichen Welt vor sich geht. Der Planet hat vor 18 Jahren aufgehört, sich weiter zu erwärmen, trotz des steigenden Verbrauchs fossiler Treibstoffe und zunehmender CO2-Emissionen. Die Modelle funktionieren nicht; ihre Prophezeiungen sind vollständig abseits der Realität. Statt einer größeren Anzahl von Hurrikanen ist seit Ende 2005 kein Hurrikan mehr der Stärke 3 bis 5 auf das US-Festland übergetreten.

Darauf haben die Alarmisten ihr Mantra in „Klimawandel“ und „Wetterstörung“ umbenannt. Aber das ist Betrug: sie versuchen damit, jede Änderung und jedes Ereignis den fossilen Treibstoffen in die Schuhe zu schieben. Die These kann niemals bewiesen oder widerlegt werden, und dies bedeutet, dass es sich um eine religiöse Angelegenheit handelt und nicht um eine wissenschaftliche Analyse. Alarmisten haben keinen Draht zu wissenschaftlich.

Darum auch lehnen sie es ab, ihre Wissenschaft zu diskutieren; und darum auch verunglimpfen sie Skeptiker hinsichtlich einer Klimakrise. Darum waren die US-Demokraten so frustriert mit der Expertenaussage von Dr. Judith Curry bei einer Anhörung vor dem Wissenschaftskomitee des Weißen Hauses, dass sie den Raum verlassen haben. Sie konnten ihre Worte nicht aushalten, denen zufolge es der „zentrale Punkt“ sei, bis zu welchem Ausmaß die jüngste (und zukünftige) planetarische Erwärmung oder andere Klimawandel von anthropogenen Treibhausgas-Emissionen angetrieben werden „im Gegensatz zur natürlichen Klimavariabilität, geschuldet der Sonne, Vulkanausbrüchen und großräumigen Meeresströmen“. Und sie [die Demokraten] konnten Currys Aussage nicht tolerieren, dass das Versprechen von Präsident Obama, die US-Emissionen um 28% zu reduzieren, die Erwärmung bis zum Jahr 2100 um lediglich 0,03°C reduzieren würde.

Die Risiken von Klimawandel und Extremwetter sind real, aber CO2 verursacht diese heute genauso wenig wie während der gesamten Historie. Abgesehen von Eiszeiten wie im Pleistozän können wir uns an Ereignisse anpassen oder darauf reagieren – Ereignisse wie Stürme, Dürren, Hitzewellen und extreme Kälte – falls wir über eine bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung verfügen sowie über starke Ökonomien und moderne Verfahren. Die wirkliche Bedrohung für Arbeitsplätze, Gesundheit, Wohlstand und Leben kommen von der gegen fossile Treibstoffe gerichteten Politik, die unter der Vorgabe implementiert wurde, dass diese Politik Wetter und Klima stabilisieren werde. Die Vorhersage zukünftiger Klimaänderungen wird genauso unmöglich sein, falls wir weiterhin auf Kohlendioxid fixiert bleiben und die Sonne, Meereszirkulationen, kosmische Strahlen und andere mächtige natürliche Kräfte ignorieren, die das Erdklima in Wirklichkeit beeinflussen.

Der Vorschlag von Senator Whitehouse, dass man Skeptiker des Klimachaos‘ teeren und federn sollte, zusammen mit den Apologeten der Tabakindustrie, ist verabscheuungswürdige Demagogie. Dazu zählen auch seine Kommentare zur Finanzierung der Forschungen von Realisten.

Die Finanzierung der Skeptiker war niemals ein Geheimnis. Sie war immer ein offenes Buch, einsehbar für jeden, der es wollte. Aber da er nun einmal das Thema Geld auf den Schild gehoben hat, wollen wir einmal einige Aspekte betrachten, die er gewissenhaft ignoriert.

Die Forschungen der Alarmisten drehen sich ausschließlich um Kohlendioxid, Treibhausgase und fossile Treibstoffe – und zwar genau deswegen, weil finanzielle Anreize das Verhalten ändern können und dies auch tun. Alarmisten bekommen tausendmal mehr Geld als Skeptiker. Klimakrise und Co. erhielten hunderte Milliarden Dollar von der Regierung, der Industrie, von Stiftungen und anderen Geldquellen während der letzten paar Jahrzehnte. Die Regierung der USA allein gab über 186 Milliarden Dollar Steuergelder aus für Klima, „saubere Energie“ und Projekte erneuerbarer Energie, von 2009 bis 2014. Antragsteller wissen, dass sie keinerlei Zuwendungen bekommen würden, falls ihre Thesen und Ergebnisse nicht den Klimaalarmismus und Agendas bzgl. Vorschriften unterstützen.

Weitere Milliarden flossen an Regierungsagenturen, die diese Programme koordinieren und Anti-Kohlenwasserstoffe-Vorschriften erarbeiten. Diese Bürokraten suchen nicht nur nach gesundheitlichen und wissenschaftlichen Dateien, um nach Art von Rosinenpickerei Studien herauszusuchen, die ihre Agenda stützen. Sie jagen buchstäblich ausschließlich nach stützenden Dokumenten (wobei sie für viele davon bezahlen) und Forschungen ignorieren, unterdrücken und verunglimpfen, die sich auf natürliche Kräfte konzentrieren (oder diese auch nur zur Sprache bringen).

Dann zahlen die EPA und andere Agenturen an die American Lung Association, an wissenschaftliche Beratungskomitees und andere Aktivistengruppen Millionen Dollar pro Jahr, damit diese deren Vorschriften absegnen. Was für unsere wissenschaftliche Methode und den politischen Prozess noch verheerender ist, zahllose Millionen fließen auch an Klimachaos-Forscher und Interessengruppen von Big Green via geheime Stiftungen, gewaschen durch Vorkämpfer für russische Ölinteressen und dann weitergeleitet zur weiteren Bereicherung von Milliardären wie Warren Buffet.

Das skandalöse System hat Hardcore-Umweltaktivismus in eine 13,4 Milliarden Dollar pro Jahr schwere Operation verwandelt und repräsentiert einen unglaublichen Missbrauch unserer hart verdienten Steuergelder, genauso skandalös wie die Steuernachlässe auf zahlreiche Stiftungen und Aktivistengruppen. Kooperiere und werde reich; leiste Widerstand und ziehe die Whitehouse-Inquisition auf dich.

Folge: Anstatt Wissenschaft bekommen wir Meinung, Propaganda, Pseudowissenschaft und unverblümten Betrug – alles zu dem Zweck, eine antifossile, pro-Erneuerbare Energieagenda durchzudrücken, die Arbeitsplätze vernichtet sowie wirtschaftliches Wachstum, die Gesundheit und Wohlstand der Menschen gefährdet und die es radikalen Gesetzgebern und Interessengruppen ermöglicht, Kontrolle über unser Leben, unsere Lebensweise und unseren Lebensstandard zu erlangen. Außerdem wird dadurch unser politisches System immer weiter korrumpiert.

Diese Big-Green-Unternehmen, Stiftungen, Interessengruppen und Regierungsinstitutionen spülen unseren Politikern Millionen Dollar als Geld für Kampagnen und wohlwollende Unterstützung in die Taschen, um sie im Amt und den Ausbeutungsfeldzug am Leben zu halten.

Die League of Conservation Voters sammelten von 2000 bis 2013 90 Millionen Dollar in Gestalt von Stiftungs-Zuwendungen ein; der LCV Education Fund sackte weitere 71 Millionen Dollar ein. Die LCV, der Sierra Club, NRDC, SEIU, AFSCME, Kleiner Perkins und alliierte Gruppen sind allesamt Geldgeber für Whitehouse-Kampagnen (und für das Weiße Haus von Obama).

Planen die Senatoren Whitehouse, Boxer und Markey diese finanziellen Anreize und deren Missbrauch zu untersuchen?

Besorgte Bürger sollten all dies beim Earth Day am 22. April* berücksichtigen – und beim nächsten Mal, wenn sie zur Wahl gehen.

[*Der ist jetzt schon vorbei. Habe nur ich kaum etwas davon mitbekommen? Anm. d. Übers.]

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org), coauthor of Cracking Big Green: Saving the world from the Save-the-Earth money machine, and author of Eco-Imperialism: Green power – Black death, Climate Hype Exposed and Miracle Molecule: Carbon dioxide.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/04/21/nobody-expects-the-climate-inquisition-2/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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3 Kommentar(e)

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Lieber Herr Mueller #1,

vielen Dank auch von mir für den Tip.Ich hatte mir so etwas Ähnliches gedacht, wollte aber doch lieber sicher gehen, bevor mir einer einen Strick aus einer falschen Übersetzung dreht.

Herr Zuber #2,

bei Ihnen möchte ich mich für Ihr Lob für die Wortwahl bedanken. Die stammt natürlich von mir. Erst mache ich die "Roh-Übersetzung", danach macht der Schriftsteller in mir die stilistischen Feinheiten, ohne natürlich den Inhalt zu verändern.

Freundliche Grüße an Sie beide!
Chris Frey, Übersetzer

2

Phantastischer Beitrag!! Sprachlich hervorragend formuliert! Leider für viele Klimaalasmisten mit geringem Bildungsstand, fern der Wissenschaft (Politiker, Journalisten, deutscher Michel) offenbar schwer zugänglich.

Die frechen US-Senatoren sollte man auf ihre schändliche Ausdrucksweise und faschistoiden, anti-demokratischen sowie anti-wissenschaftlichen Weltansichten gebührend hinweisen.

3
Fred F. Mueller

Lieber Hr. Frey,

das "Huff-Po tantrum" könnte sich auf die Huffington Post beziehen und demnach als "Huffington-Post-Wutanfall" aufzufassen sein.

Mfg