China beabsichtigt die Kernkraft wesentlich stärker auszubauen.

Baustelle chinesischer Kernreaktor; Bild: CGN

Es gibt Forderungen, bis 2050 die Konstruktion von 500 KKWs in China und mehr noch im Ausland zu beginnen. China allein könnte die Anzahl von KKWs auf der Welt mehr als verdoppeln. China müßte 10-12 KKWs im Jahr bauen, nehr als doppelt soviel wie Frankreich in den Achtzigern.


Experten glauben, daß China die Produktionskapazität für diesen ambitiösen Zeitplan hat.  Aktuell sind diesjährig nur sechs bis acht neue Reaktoren in der Planung. Im nächsten Jahrzehnt könnte diese Zahl auf 10 oder mehr vergrößert werden.

Präsident Xi schlug in einer Rede vor, die Kernenergie über den wirtschaftlichen Zweck hinaus zu betrachten. Peking meint, daß die Nuklearenergie der Schlüssel ist, den allgegenwärtigen Dunst der vielen Kohlekraftwerke zu reduzieren.

Den Smog zu verscheuchen, hat die höchste Priorität für Chinas Führer, die soziale Unruhen fürchten, wenn dieses Problem nicht gelöst wird. Diese Aufgabe scheint Druck aufzubauen, den Ausbau  zu beschleunigen.

Im März argumentierte He Yu, Chef der staatseigenen China General Nuclear Power Corporation,  daß das Land eine noch aggressivere nukleare Entwicklungsstrategie  angehen muß, wenn es sein Ziel der Steigerung der Stromproduktion aus nicht-fossilen Brennstoffen auf 20% im Jahr 2030 erreichen will.

Auf der strategischen Ebene müssen wir klarstellen, daß Kernkraft im Zentrum unserer nationalen Energieversorgung steht, sagte Xi dem chinesischen Wirtschaftsnetz, und fügte hinzu, daß das Land in den nächsten 15 Jahren das Land ein Ausbauziel von 200 Gigawatt anstreben sollte. Gegenwärtige Pläne bestehen nur für 150 Gigawatt.

Zusammenfassung aus: http://nextbigfuture.com/2015/04/china-looks-to-ramp-up-nuclear-power.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+blogspot%2Fadvancednano+%28nextbigfuture%29

Original-Artikel aus: http://www.japantimes.co.jp/news/2015/04/15/asia-pacific/forget-fukushima-china-powering-ahead-plans-new-reactors/#.VTDmJPDeI2i

Übersetzer: Dr. L. Steinbock

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13 Kommentare

  1. „China müßte 10-12 KKWs im Jahr bauen“

    Weltweiter Zubau von KKWs in 2014 unter 5GW die ans Netz gegangen sind.
    Weltweiter Zubau von Windkraft in 2014 um die 50GW die ans Netz gegangen sind.
    Weltweiter Zubau von Solarkraft in 2014 um die 50GW die ans Netz gegangen sind.
    Weltweiter Zubau von Wasserkraft in 2014 um die 40GW die ans Netz gegangen sind.
    Der Zubau an KKWs in der Welt ist zu gering um noch die anderen Kraftwerksarten einzuholen.

  2. @ #10: H.Urbahn

    Es ist schon so, wie Sie sagen. Es sollen etliche seltenen Elemente unter den Spaltprodukten sein, die in nützliche Anwendungen gebraucht werden. Aber dann sollte man die Spaltprodukte nicht in Glas einschmelzen, sondern uneingeschmolzen aufbewahren, bis die Radioaktivität weit genug abgeklungen ist. Und dann muß ein chemischer Trennprozess folgen. Wann wird das sein, weiß ich nicht.

    Auf jeden Fall sind alle Abfälle in Gorleben Glaskokillen (ca. 2500 Stück in rund 100 Castoren), da wird es schwierig sein, wieder zu trennen. Da ist es einfacher, ab in den Keller nach tief unten gleich neben die Hölle.

    Man könnte allerdings auch mit einer Kokille sein Haus heizen, bei 2 kW thermischer Dauerleistung könnte es (fast?) reichen. Aber da stehen die Gesetze dagegen, und wie viel Abschirmung erforderlich wäre, weiß ich nicht.

  3. Hier handelt China absolut verantwortungsvoll, denn Kernkraft ist nachgewiesen eine extrem sichere Energieform und ist sogar noch sicherer als Windenergie! Was die Menschheit für die Zukunft braucht ist sauberer und jederzeit zuverlässig lieferbarer Strom und genau das kann die Kernkraft hervorragend. Und wenn man nun noch die Entwicklung der schnellen Reaktoren vorantreibt und diese künftig verstärkt baut, dann ließen sich auch die Uranbvorkommen und auch der schon bestehenden Atom“müll“ viel effektiver und 200x mal länger nutzen als mit Leichtwasserreaktoren. Der gesamte Strombedarf Deutschlands könnte allein mit dem bisher bei uns aufgelaufenen Atom“müll“ mittels schneller Reaktoren für ca. 500 Jahre mit Kernkraft gedeckt werden. Und wenn man dann auch noch die Uranvorräte (auch die unkonventionellen und weniger ergiebigen) inkl. der Extraktion aus den Meeren und die Thoriumvorrräte mit betrachtet, dann kann das auch den künftig weit höheren Weltstrombedarf über über hundertrausende Jahre decken. Was bei den schnellen Reaktoren hinten rauskommt strahlt dann nicht nur 300 statt 300.000 Jahre, sondern bereits nach 100 Jahren sind 90% davon wieder auf natürlichen Strahlungsniveau. Und das sind dann gerade die seltenen, schweren Metalle, die unsere Mennschheit künftig verstärkt brauchen wird, so dass sie dann wieder dem Produktionskrerislauf zugefügt werden können. Zudem ist ja auch die Herstellung von Wasserstoff für Autos, die Nutzung der Prozesswärme per KWK (in Deutschland bei KKWs verboten!), das Heizen von Haushalten und Gewerbe mit dann billigem Strom, die Entaslzung von Meerwasser, usw. als zusätzlicher Nutzen mit einzubeziehen. Und das schafft nur die Kernkraft!

  4. #9 Hallo herr Niemann,
    auch die Spaltprodukte sind kein Müll, denn etwa 96 % dieser Spaltprodukte sind stabil und enthalten z. B. wertvolle seltene Erden oder Xenon, daß man als völlig harmloses Narkosemittel verwenden kann. Die Frage ist nur: ist eine Abtrennung rentabal?
    MfG

  5. @ Herr Bleckmann,

    wenn von Müll die Rede ist, dann sollten eigentlich nur die eingeglasten Spaltprodukte gemeint sein. Das ist nun wirklich Müll, also weg damit.

    Davon sollte man die abgebrannten Brennelemente streng unterscheiden, denn das sind wirklich Wertstoffe, die gehören in die Wiederaufarbeitung, welche aber in Deutschland verboten ist

    Vielleicht wird man eines schönen Tages die abgebrannten Brennelemente nach Rußland verkaufen (zu negativen Preisen) und den damit erzeugten Strom zurückkaufen (zu positiven Preisen).

    Mit Absicht wird häufig alles durchmischt, dann versteht der Bürger gar nichts mehr und ist am leichtesten in die Irre zu führen. Und die Zeitungsleute verstehen schon gar nichts von der Sache.

  6. @ Gerhard Bleckmann #7
    Die Medien, die Politik und viele in der deutschen Gesellschaft sehen immer noch die größte Gefahr in der Kernkraft…aber das uns die größte Gefahr von der Energiewende/EEG bzw. der Erneuerbaren Energiemafia droht…soweit reicht das „Kleinhirn“ der meisten Deutschen nicht.
    Dem Bauer ist es jedenfalls immer egal gewesen wie und womit er seinen Gewinn macht….ob mit dem Verkauf von Rindern, Getreide, Obst oder mit dem Einstreichen von Subventionen oder jetzt eben mit dem EEG….die Gier des Menschen steht über seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.
    In Bayern gab es mal das Sprichwort „Leben und leben lassen“…..die Energiewende bzw. das EEG macht dieses Sprichwort zur Makulatur…..die Gier frisst Hirn und lässt jede Vernunft und Verstand vergessen.
    Und das traurigste daran….die Politik sollte eigentlich die „Hüterin“ diese Sprichwortes „Leben und leben lassen“ sein und für einen fairen und offenen Marktwettbewerb = Gesellschaft stehen. Die deutsche und bayerische Politik ist immer mehr zu einen Mafia Bauernverein verkommen. Das „Wohl des Volk – Gesellschaftsolidarität“ ist diesen deutschen Politiker schon lange abhanden gekommen.

  7. Heute in der Hannoverschen Allgemeinen: Atommülllagerung könnte 70 Milliarden (!) kosten. In den Jahren 2075 und 2130 könnte nach jetzigem Stand die Einlagerung der hochradioaktiven Abfälle beendet sein!
    Na prima, bis dahin arbeitet man in der ganzen Welt mit Anlagen, die unsere „Abfälle“ zur Energiegewinnung einsetzen könnten, aber es ist uns verboten, sie außer Landes zu verkaufen und hier wird dann endlich der Morgenthau-Plan vollendet sein. Hilfe! wer regiert uns eigentlich?

  8. Irgendwie macht es die Chinesen ja sympathisch, daß sie sich nicht dem grünen Irrsinn aus Deutschland beugen.
    Hier noch ein weiteres Beispiel aus dem Riesenreich:

    E-Fahrzeuge sind in China ein Flop. Für die Hersteller ist das dramatisch. Denn ausgerechnet dort wurde eigentlich ihr Durchbruch erwartet.

    „BYD, der von Warren Buffett unterstützte chinesische Hersteller, konnte 2014 nach Angaben der Cheung Kong Graduate School of Business gerade mal 18.648 E-Fahrzeuge verkaufen. Und diese Zahl reicht schon, um Marktführer bei den Electric Vehicles zu sein.“

    http://www.welt.de/wirtschaft/article139838125/Das-boese-Erwachen-der-Autokonzerne-in-China.html

  9. Es macht die Chinesen irgendwie sympathisch, daß sie den grünen Irrsinn aus Deutschland nicht mitmachen.
    Hier noch ein anderes Beispiel aus dem Riesenreich:

    E-Fahrzeuge sind in China ein Flop. Für die Hersteller ist das dramatisch. Denn ausgerechnet dort wurde eigentlich ihr Durchbruch erwartet.

    „BYD, der von Warren Buffett unterstützte chinesische Hersteller, konnte 2014 nach Angaben der Cheung Kong Graduate School of Business gerade mal 18.648 E-Fahrzeuge verkaufen. Und diese Zahl reicht schon, um Marktführer bei den Electric Vehicles zu sein.“

    http://www.welt.de/wirtschaft/article139838125/Das-boese-Erwachen-der-Autokonzerne-in-China.html

  10. In dieser Größenordnung habe ich das auch gehört. Es war vor gut 4 Jahren, vor Fukushima, da wurde im Radio über die zukünftige Energieplanung Chinas gesprochen bis 2050, die mit KKW abgedeckt werden soll.Der Bedarf wurde mit ca. 600 GW angegeben. Ca. entsprechend mit 600 KKW zu je 1 GW. Dimensionen die sich hier kaum jemand vorstellt.
    und : wie eine innovative zukünftig führende Nation plant.

  11. Den Beiträgen stimme ich zu. Die Verantwortungslosigkeit der deutschen Politik, nicht nur der Energiepolitik, gipfelt darin, daß sie uns deutsche Bürger als Schildbürger zu behandeln versucht, indem sie uns weismacht, mit Zappelstrom könnte man die deutsche Industrie am Leben halten. Wenn der Unfug anhält, Kernkraftwerke, Kohle- und Gaskraftwerke abzubauen und durch die neue „Hauptsäule“ EE zu ersetzen, die ohne diese sicheren Kapazitäten als Gehhilfe nicht mal existieren könnte, dann ist die Demontage der BRD erreicht.

  12. Und China hat mit Rußland Verträge geschlossen über zwei Brüter BN800, von denen der erste in Rußland gerade in der Phase der Inbetriebnahme ist. Der Brüter BN600 (das ist doppelt so groß wie Kalkar gebaut worden ist und in NRW durch J.Rau verhindert worden ist) läuft in Rußland seit über 30 Jahren ohne Probleme, jedenfalls hat Greenpeace nie etwas berichtet, UND GREENPEACE PASST NUN WIRKLICH AUF. China bekommt also den geschlossenen Brennstoffkreislauf, und der ergibt für die Kernkraft eine 200-fach längere Reichweite der Uranvorräte als ohne Brüter.

    Die Musik in Sachen Fortschritt spielt zunehmend in Fernost, während sich Deutschland eine kostenlose Stromversorgung aufbaut, weil die Sonne ja keine Rechnung schickt.

  13. Um so mehr Deutschland in die Sackgasse „Energiewende“ hineinläuft, um so mehr wird Deutschland den Anschluss an die zuküftige Energiegewinnung -Kernkraft- verlieren.

    Weltweit wird ein Stromerzeugungsmix aus Kernkraft und Kohlekraft angestrebt. Die Kernkraft erzeugt sicher, zuverlässig und preisgünstigen den Grundlaststrom, den eine moderne, selbstbewusste Innovationsgesellschaft in Zukunft immer mehr braucht. Durch den Kernkraftausstieg wird Deutschland mehr und mehr in der zukünftigen Innovationswelt isoliert da stehen. Und die Energiewende beschleunigt und verstärkt diese Isolation noch mehr.

    Und wenn man sich mit zukünftige Speichertechnologien beschäftigen will, dann ist eine Ideologische Scheuklappe dabei nur hinderlich…dann könnte man sich nämlich auch mal mit dem Thema „Radionuklidbatterie“ beschäftigen = Forschen und Entwickeln.

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