Wirtschafts- und Umweltministerium machen gegen CO2 mobil- ca. 100.000 Arbeitsplätze sollen fürs Klima geopfert werden.

von Michael Limburg (Einführung) und Tim Tressel (Haupttext)
Der „Klimaschutz“ fordert noch mehr Opfer. Denn die Regierung hat jetzt vielen wertschöpfenden Arbeitsplätzen endgültig der Krieg erklärt. Diese Opfer werden in unmittelbarer Zukunft besonders die Arbeitsplätze in der Kraftwerks- und (Braun-)Kohlebranche sein. Aber auch sämtliche Zulieferer, sowie die gesamte energieintensive Industrie samt deren Zulieferern sind oder werden davon betroffen (sein).

Während bisher vor allem das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) dafür sorgte, dass die Strompreise und Energie-Einsparverordnung (EnEV) dafür sorgten, dass die Mieten in den Himmels schossen, geht es jetzt mit den neuesten Gesetzentwürfen und Vorschlägen des Wirtschafts (1)- und Umwelt-Ministeriums (2) vielen weiteren Jobs an den Kragen. 

"Saurierindustrien" hat sie der ehemalige Bundesumweltminister bei der Einführung des „Energiekonzeptes“ genannt, auf die man keine Rücksicht nehmen müsse. Das wird nun Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt.

Auf ACHGUT finden wir eine Bewertung der Konsequenzen dieses Vorhabens für die rheinische Braunkohleverstromung, die Märkische Allgemeine berichtet über den Protestmarsch von 4000 des Lausitzer Kohlereviers. Erst jetzt merken die Gewerkschaftler der Energiewende-treuen  Bergbau Gewerkschaft (IGBCE) und einige Landespolitiker, dass ihre Klientel davon betroffen ist und machen gegen diesen Kahlschlag des wichtigsten Brandenburger/Sächsischen  Industriezweiges auf ihre Weise mobil. Der Beitrag von Tim Tressel analysiert die Folgen für NRW  

Gabriels Klimabeitrag macht NRW den Garaus. Ist das noch Sozialdemokratie?

Von Tim Tressel

Der Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers könnte 100.000 Arbeitsplätze im rheinischen Braunkohlerevier bedrohen. Die Stromkonzerne sollen zusätzlich zum Emissionshandel mit einem nationalen Klimabeitrag in dreistelliger Millionenhöhe belastet werden, was den Industriestandort NRW und die Existenzgrundlage vieler Bürger in beispiellosem Ausmaß gefährdet.

Die Energiewende

Deutschland hat bekanntermaßen ambitionierte Klimaziele. Der Kohlendioxidausstoß in der Bundesrepublik soll bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 sinken. Die Tatsache, dass Deutschland im Zuge einer Panikreaktion nach Fukushima, beschlossen hat, vollständig aus der Kernkraft auszusteigen, hat das Erreichen dieser Ziele erheblich erschwert.

Der Strom, den die abgeschalteten Atomkraftwerke produziert haben, muss nun irgendwie ersetzt werden. Aber selbst die optimistischsten Vertreter der erneuerbaren Energien müssen zugeben, dass diese neuen Technologien noch nicht soweit sind, die abgeschalteten Kraftwerke jetzt oder in näherer Zukunft zu ersetzen. Das hat dazu geführt, dass wieder mehr fossile Energie produziert wurde, wie beispielsweise Braunkohlestrom, der oft von sehr alten Kraftwerken produziert wird und natürlich sehr viel CO2 ausstößt, was wiederum dem Klimaziel schadet. Objektiv gesehen hat das irrationale Abschalten der Atomkraftwerke zu mehr CO2-Ausstoß geführt.

Der Strompreis

Anscheinend findet der Bundeswirtschaftsminister, dass der durchschnittliche Verbraucher durch die Energiewende und vor allem das Erneuerbare-Energien-Gesetz bei der Stromrechnung aktuell noch nicht genug zur Kasse gebeten wird, denn sonst würde er ja nicht so hart daran arbeiten, den Strompreis noch weiter in die Höhe zu treiben. Der SPD-Politiker spricht jedoch lediglich von einer Erhöhung um 0,2 Cent pro Kilowattstunde. RWE nimmt hingegen an, dass der Großhandelspreis um mindestens 5 Euro pro Megawattstunde ansteigen würde, was für den Verbraucher langfristig eine Erhöhung des Strompreises um 30 Prozent bedeuten könnte.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz übrigens die einzige Umverteilung durch den Staat ist, die tatsächlich von Arm nach Reich umverteilt, denn selbst die Ärmsten der Armen müssen ja über ihre Stromkosten die EEG-Umlage bezahlen, während die Betreiber von Solaranlagen, also die Empfänger der Umlage, gemeinhin nicht dem Prekariat angehören.

Der nationale Klimabeitrag

Der SPD-Vorsitzende plant jetzt den Katalog der Maßnahmen der deutschen Umweltpolitik noch um eine neue Strafabgabe für Energieerzeuger, den so genannten nationalen Klimabeitrag, zu erweitern. Bekanntermaßen funktioniert der Emissionshandel innerhalb der Europäischen Union kaum, und aus Sicht des Wirtschaftsministers liegt dies unter anderem an den zu geringen Preisen für die Zertifikate. Dieses Problem möchte Sigmar Gabriel jetzt beheben, indem das neue Gesetz Kraftwerken, die älter als 20 Jahre sind, eine feste Menge von CO2-Ausstoß gestattet und darüber hinaus Strafzahlungen von 18 bis 20 Euro für jede Tonne, die den festgelegten Betrag übersteigt, vorsieht. Mit diesem Geld möchte der SPD-Vorsitzende CO2-Zertifikate am Markt einkaufen und somit die Preise erhöhen.

Abb 1: CO2 Wirkung mit (nicht vorhandener) Rückkoplung, die das IPCC aber voraussetzt. Diese Berechnung setzt außerdem voraus, dass der gesamte Zuwachs an Konzentration  1. anthropogen ist 2. der deutsche Anteil daran 3 % beträgt. Anders ausgedrückt: Was Deutschland bis 2050 einparen will emitiert China in einem Jahr zusätzlich (Quelle ). Daten Statista Grafik Michael Limburg 

Es könnte dadurch zu einer Situation kommen, dass ein 40 Jahre altes Braunkohlekraftwerk nur drei Millionen Tonnen CO2 ausstoßen darf, obwohl es in der Realität jährlich mindestens acht Millionen Tonnen ausstoßen muss. Die zusätzlichen Belastungen können dann schnell einen dreistelligen Millionenbetrag erreichen und sollen das Betreiben älterer Kraftwerke auf Dauer unattraktiv machen. Einige Umweltschützer begrüßen diesen Vorschlag, während andere, wie beispielsweise Greenpeace, sogar anmahnen, dass die Strafen noch viel zu milde ausfallen würden.

Dramatische Konsequenzen für NRW

Es ist seltsam, dass dieses Thema so wenig in den Medien vorgekommen ist,  obwohl der Vorschlag noch diese Woche im Kabinett verabschiedet werden könnte. Denn, was dort beschlossen werden soll, ist nicht viel weniger als das faktische Ende des rheinischen Braunkohlereviers.

Diese hohen Belastungen kann ein Konzern wie RWE, der finanziell erstens schon sehr stark unter Druck steht, zweitens viele alte Kohlekraftwerke betreibt und drittens noch unter dem Einspeisevorrang für erneuerbare Energien leidet, nicht verkraften. Die Konsequenz wird sein, dass binnen weniger Jahre sehr viele Kraftwerke ganz abgeschaltet werden müssen. Braunkohlekraftwerke wie Frimmersdorf, Weißweiler, Neurath und Niederaußem werden wohl erheblich von der neuen Abgabe betroffen sein und wahrscheinlich abgeschaltet werden müssen. Das wird nicht nur schwere Folgen für die Region, sondern für ganz Deutschland haben.

RWE selber spricht von 100.000 Stellen, die in Gefahr seien, davon 30.000 direkt in der Braunkohleindustrie und 70.000 Stellen bei Zulieferern in der Wertschöpfungskette. Es gibt viele Städte im rheinischen Braunkohlerevier, die quasi komplett von den Ausgaben, Investitionen, Steuern und Arbeitsplätzen des großen Energieversorgers abhängig sind. Diesen Menschen würde die Große Koalition einfach mal eben so die Existenzgrundlage entziehen. Man muss sich vorstellen, was das für die Betroffenen bedeutet. In dieser Region steht durch ein Abschalten der Kohlekraftwerke zusätzlich auch der Verbleib der Aluminiumindustrie plötzlich zur Disposition. Von deren Verbleib in Deutschland ist angesichts der aktuellen Energiepolitik nicht auszugehen. Schlagartig könnte Gabriels Klimabeitrag so manche Stadt ein Drittel ihrer Arbeitsplätze kosten.

Das Allerschlimmste an diesem Vorhaben ist, dass es reine Kosmetik ist, um die deutschen Klimaschutzziele im Alleingang zu erreichen. Denn, wenn die Kraftwerke abgeschaltet werden, dann zahlen sie auch keine Strafen und der Minister nimmt kein zusätzliches Geld ein, um neue CO2-Zertifikate einzukaufen. Dann stehen sowohl die Zertifikate aus dem gestatteten Betrieb des Kraftwerks als auch die, die der Minister kaufen wollte dem europäischen Emissionshandel weiterhin zur Verfügung. Der CO2-Austoß wandert ins europäische Ausland, ohne dass die CO2-Menge auf europäischer Ebene sinkt. Der CO2 Ausstoß verlagert sich lediglich innerhalb Europas, verringert sich aber insgesamt nicht.

Es ist erschreckend, wie leichtfertig die Sozialdemokraten und auch die Landesregierung in NRW unter Ministerpräsidentin Kraft bereit sind, die Existenz von Hunderttausenden von Menschen für solch eine kosmetische Maßnahme einfach aufs Spiel zu setzen.

Tim Tressel (26) gehört zu den Initiatoren der Internet Plattform „Guns an Burgers“

Weiterführende Links:

(1) BMWI Energie der Zukunft; Eine Gesamtstrategie für die Energiewende (Hier)

(2) BMU Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 (Hier)

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60 Kommentare

  1. Ich weiß, dass das Schicksal der Eisbären nicht viel mit dem Thema dieses Berichts zu tun hat, aber durch Zufall bin ich auf folgendes gestoßen:

    http://tinyurl.com/qbc86my

    Wer denkt sich bloß so einen Schrott aus?
    Der letzte Abschnitt über den Nordpol strotzt nur so von erfundener Wissenschaft.

  2. #56:
    den Klima-Stuss- Beitrag von „ZDF – Volle Kanne“ habe ich als abschreckendes Beispiel auf meinen „Klimaquatsch“-Kanal bei Youtube getan. Danke von hier aus für den Tipp, Herr Pesch.
    Massenverblödung vom feinsten!

    youtu.be/TQSeC9ra18A

  3. @Michael Klink #51
    Wieso sprechen Sie hier von einer speziellen Eigentümerkonstruktion…das Land Niedersachsen ist an VW beteiligt…jeder Unternehmer in Deutschland muss Steuern an den Staat entrichten, jeder Bürger zahlt Steuern an den Staat…die Politiker und das Beamtentum und die staatliche Infrastruktur lebt bzw. ist auf diese Steuerzahler/Wirtschaft angewiesen….von nichts kommt nichts.
    Und die deutsche Politik ist gerade dabei mit ihren marktfeindlichen Gesetzen (EEG, ESM) diese Konstruktion unseres sozialen Staatsgebildes zu zerstören bzw. massiv zu beschädigen.

  4. In der ZDF Sendung „Volle Kanne“ (Name ist Programm…) wurde wieder einmal der « Klimawandel » beweint. Eine Deutsche Biologin wurde vorgestellt, die die Eisbärenpopulation erforscht. Fazit: bis 2050 könnte die Population um 2/3 einbrechen (wegen dem Klimawandel..), und die Klimapolitiker (welch eine Wortschöpfung…) müssen handeln um das Überleben der „weißen Riesen“ zu sichern. Öko Quatsch vom feinsten, aber der durchschnittliche Deutsche Fernsehzuschauer nickt solche Beiträge gehorsam ab. Händchen falten, Köpfchen senken, immer an den „Klimawandel“ denken; Amen!

  5. Zugegeben, Michael Klink ist ein sehr fleißiger Troll. Wieviel zahlen die denn für jeden störenden Beitrag bei EIKE? Ich habe Kinder, vielleicht sollte ich auch im Nebenjob hier Troll spielen, die kosten viel Geld…..

  6. Mit Bezug auf den obigen Artikel und dem (angeblich) erschreckenden Verhalten der SPD, dem Sargnagel jeder Nation.

    Die Hoffnung die manche auf Sigmar Gabriel setzen vermag er nicht zu erfüllen. Das Wirtschaftsministerium allein überfordert diese Menschen, der nie weiß ob er eine richtige Entscheidung tut und trifft und dessen Maßnahmen zeitverzögert wirken müssen, also sein Nachfolger damit zu kämpfen haben wird. Der Beelzebub steckt in den Einzelheiten. Es gab mal eine Zeit, da wäre die SPD (und die Gewerkschaften) auf die Straße gegangen (und wie) um Arbeitsplätze bei krank (!) gewordenen Unternehmen zu retten, auf Kosten anderer.

    Die (noch nie gesehene) Evolution hat auch die SPD verändert. Heute versucht man alles um ehemals gesunde Unternehmen endgültig zu ruinieren. 100.000? 90.000? Wer kann das schon so genau sagen, wieviele Arbeitsplätze daran glauben werden müssen. Aber gesunde Unternehmen geradezu zerstören zu wollen ist kein gutes Zeichen. Das ist dekadent.

    Es bleibt spannend. Und ich darf die Herren und Damen daran erinnern. Mit der strengen Prüfung (nichts anderes ist die Inquisition, viele aufgeklärte Menschen vermögen das nicht zu begreifen), hätten wir diese noch, wären Sigmar und Barbara niemals da wo die jetzt sind. Die eine Person wäre beim rauchen in der Hamburger U-Bahn festgenommen worden, freundlicherweise. Und wenn wir noch richtige Kämpfernaturen hätten. Haben wir (fast) nicht mehr, wegen unserem pervertierten Erziehungssystem.

    Und dann das Energieministerium. Wie will der jemals etwas begreifen können und in die Geschichte eingehen können? Als Versager womöglich, aber nicht als jemand, der etwas hinterlassen wird, worauf man stolz zurückblicken sollte. Es bleibt aufregend. CO2-Zertifikate sind ein deuticher Indikator für die hochtrabende Intelligenz und die kriminelle Aktivitäten unter den Möchtegern-Eliten. Probleme erfinden wo keine sein können.

    Bei Sigmar G. weht der Wind immer und es wird nie dunkel. Neue physikalische Gesetzgebung (durch Beamtenbestechung).

    Das Menetekel.

    Der wahre Zusammenbruch kommt später. Eine halbe Generation? Der Streitindex steigt und steigt. Und die SPD bedient(e) sich immer auf Kosten anderer. Die CDU lernte von der SPD. Pervertiertes Erziehungssystem. Auch so ist der riesige Schuldenberg angewachsen.

  7. #50

    „Zur Belohnung gibt es einen Eintrag in die Trollovorschlagsliste und ein Gratisabo der heutigen Ausgabe der Analphabetenzeitung. Nix wie hin zum nächsten Kiosk und abholen.“

    Schön, dass Sie auch noch ganz altmodisch auf Totholz veröffentlichen, aber Ihre Beiträge hier decken meinen Bedarf zur Genüge 🙂

    Mf

  8. Ergänzung zu #47:

    Herr Heinzow, genau genommen habe ich in #31 von Kosten, in #38 aber von Preisen gesprochen,

    also, auch die Preise für die Leitungsnutzung schwanken mit der Auslastung (Verfügbarkeit, zusätzl. Verluste durch Umwege) und letztendlich schwanken die Börsenpreise für Strom nach Angebot und Nachfrage.

    Eigentlich hate ich das ebenso wie das mit den Subventionen als bekannt vorausgesetzt.

    Die Anmerkung von Herrn Hofmann, dass Stromkonzerne wegen ihrer speziellen Eigentümerstruktur (die woanders kaum gegeben ist) auch durch Dividendenzahlung öffentliche Einnahmen generieren, ist richtig, unabhängig davon, dass der Staat da in einem Interessenkonflikt steht.

    MfG

  9. @ #47 M. Klink

    „“Wie kommen Sie denn darauf, daß die Herstellungskosten Zeitabhängig sind?“
    Antwort:
    beim Zappelstrom ist das wohl offensichtlich, aber auch Brennstoffkosten schwanken

    Zur Belohnung gibt es einen Eintrag in die Trollovorschlagsliste und ein Gratisabo der heutigen Ausgabe der Analphabetenzeitung. Nix wie hin zum nächsten Kiosk und abholen.

  10. @ #48 K. Meinhardt

    Das Pärchen kam mir doch gestern so bekannt vor, das gestern mit gelben Gummistiefeln an den Landungsbrücken in die U-Bahn stieg. Vor allem diese Frau scherte sich um gar nichts und rauchte in der U-Bahn.

    Und Herr K.-H. D. lief mir gerade in der Stabi über den Weg, als ich sein erstes Werk ausleihen wollte.

  11. #42: Sehr geehrter und verehrter Herr T. Heinzow, ich habe das auch nicht geglaubt und schön, daß Sie wieder aufgestanden sind. 🙂 & 😉

    Mit humorvollen Grüßen

    a. Übrigens, etwas was Sie interessieren muß. 🙂 Der Karl-Heinz D. soll sehr oft dort gesehen worden sein, in Hamburg, am Fischmarkt, neben der Markthalle. Ja ja. Das Parken. 🙂 Das glaube ich nicht nur, dies weiß ich. 🙂

    b. Barabara Hendricks parkt dort auch regelmäßig. Sigmar G. auch.

    Platz genug ist ja vorhanden. Und das ist gut so. Das Wasser kocht ja noch nicht.

  12. #42
    „Wie kommen Sie denn darauf, daß die Herstellungskosten Zeitabhängig sind?“

    Halo, Herr Heinzow,
    beim Zappelstrom ist das wohl offensichtlich, aber auch Brennstoffkosten schwanken, sogar wenn man den Brennstoff selbst im eigenen Unternehmen erzeugt.

  13. #43
    Herr F.F.Müller,

    ich halte mich jetzt nicht mit Ihren Eklektizismen auf, aber:

    „Bei einem Braunkohlekraftwerk ist es im Unterschied zu den meisten anderen Kraftwerkstypen sogar so, dass man dort in der Regel eine optimale Versorgungssituation sicherstellt, indem man das Kraftwerk so dicht wie möglich an den Vorkommen errichtet. “

    Na, dann wissen Sie sicher auch den Grund dafür:

    Wohl nicht wegen einer „optimalen Versorgungssituation“ (was auch immer Sie damit meinen mögen ;-), sondern
    weil es sich wegen des schlechten Verhältnisses von in der Rohkohle enthaltenen chem. Energie zum Transport(energie)aufwand anders gar nicht lohnen würde!

    Auch deshalb hat man früher z. B. Briketts, Gas (und machmal Fernwärme) erzeugt. Gas (früher Stadtgas, heute eher Methan erzeugt man BTW anderswo auch ganz modern heute noch).

  14. @ # 41 Michael Klink

    Hr. Klink

    Sie sollten meine Kommentare RICHTIG LESEN, bevor Sie antworten. Ich hatte auf die 10.000 Tonnen einer Windenergieanlage IN DER LANDSCHAFT hingewiesen, und Sie antworten: „…habe ich irgendwo irgendwann etwas Positives zu OffShoreWindkraft geschrieben? Sicher nicht.“

    Wenn Sie eine „in der Landschaft stehende“ WEA als Offshore einstufen, ist Ihnen nicht zu helfen.

    Und Ihrem Professor haben Sie vermutlich auch nicht richtig zugehört. Wie ich schon ausgeführt habe, gibt es einen Netto- und einen Bruttowirkungsgrad. Dass der Aufwand für die Gewinnung des Brennstoffs bei Bruttobetrachtungen eine Rolle spielt, ist nun wirklich kein Geheimnis. Den gibt es aber nicht nur bei Braunkohle, sondern bei jedem Kraftwerkstyp. Oder glauben Sie, die Steinkohle marschiert von alleine aus Lagerstätten z.B. in Südafrika und Australien bis in die Kohlemühle eines deutschen Kraftwerks? Oder das Erdgas fließt ohne Transportverluste über 4.000 km Pipeline aus Sibirien bis nach Irsching? Oder ein Laufwasserkraftwerk braucht keine aufwendigen Wasserbaumaßnahmen aufgrund der ständig auftretenden Schäden?

    Bei einem Braunkohlekraftwerk ist es im Unterschied zu den meisten anderen Kraftwerkstypen sogar so, dass man dort in der Regel eine optimale Versorgungssituation sicherstellt, indem man das Kraftwerk so dicht wie möglich an den Vorkommen errichtet.

    Mfg

  15. @ M. Klink #38

    „jetzt haben wir uns doch verstanden 🙂 !“

    Das glauben aber auch nur Sie.

    “ dass diese Preise nicht nur eine Funktion des Ortes, sondern auch Funktion der Zeit sind!“

    Wie kommen Sie denn darauf, daß die Herstellungskosten Zeitabhängig sind?

    Ach ja, ich vergaß, daß heute in Hamburg wieder einmal Trollo-Tag war und morgen man am Kiosk als Trollo die Analphabetenzeitung gratis bekommt.

  16. #37
    Ach, Herr F.F.Mueller,

    säßen Sie nicht so auf dem virtuellen hohen Ross, härten Sie längst gemerkt, dass Sie mir (bisher jedenfalls) keine neuen Erkenntnisse vermitteln konnten (mal abgesehen von dem Gag mit dem Prozentsatz vom Prozentsatz ;-), dessen Wert nunja…
    …habe ich irgendwo irgendwann etwas Positives zu OffShoreWindkraft geschrieben? Sicher nicht.
    Und dass Definition hin oder her der Tagebau zum GroßBKK dazu gehört ist doch sinnfällig (das hat schon weiland „mein“ Tagebau-Prof. immer verkündet „Ein Drittel des Stroms fließt zurück in die Grube“). Herr Heizow hatte diese Betrachtungsweise auch zur Kenntnis genommen (#19).

  17. #36
    Schade, Herr Hofmann, dass ich Ihnen scheinbar nicht vermitteln kann, dass ich das EEG fûr Murx halte.
    Das hält mich aber nicht davon ab, etwas zu Braunkohlegewinnung und -verschwendung (äh, Verstromung) zu sagen. Veredelung gibt’s ja nur noch in „Entwicklungsländern“ wie USA,China,Russland… u.a. mit deutschem KnowHow…

  18. #34
    Hallo, Herr Heinzow,
    jetzt haben wir uns doch verstanden 🙂 !

    Allerdings haben Sie nicht berücksichtigt, dass diese Preise nicht nur eine Funktion des Ortes, sondern auch Funktion der Zeit sind!

    Und: König Kunde kann ja auch den teureren Strom wählen, wenn er mag.

    MfG

  19. @ # 30 Michael Klink

    Hr. Klink

    Ich stelle fest, dass sie schon bei den einfachsten mathematischen Aufgabenstellungen versagen und versuchen, das mit schnodderigen Sprüchen zu übertünchen. Und mit der gleichen Nonchalance ignorieren Sie industrieweit geltende Definitionen über die Berechnung von Wirkungsgraden.

    Sie halten sich für schlauer als ganze Generationen von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren und können noch nicht einmal rechnen.

    Wissen Sie überhaupt, wieviel Strom eine Windenergieanlage selbst verbraucht? Und das auch dann, wenn sie gar keinen Strom erzeugt? Dass in Offshore-Windparks Dieselgeneratoren stationiert werden müssen, damit die Dinger nicht kaputtgehen, wenn sie wegen der ständigen Störungen mal wieder keinen Strom liefern? Oder wieviel Energie draufgeht, bis eine einzige Windenergieanlage mit einer Masse von 10.000 Tonnen in der Landschaft steht und für ganze 17,5 % des Jahres Strom abgibt?

    Wie die Kommentare hier belegen, sind Sie inzwischen längst als Sprücheklopfer ohne Substanz entlarvt. Man nimmt Sie nicht mehr ernst. Grinsen Sie sich von mir aus den ganzen Tag im Spiegel an und versichern sich dabei, wie toll Sie sind. Aber erwarten Sie nicht, dass andere diese Meinung teilen.

    Mfg

  20. @Michael Klink #31
    Jetzt reden Sie halt nicht so gesülzt daher. Sie waren weder in der DDR, noch haben Sie das Plansystem des Sozialismus hinterfragt. Sie würden sonst keinen Politischen Diktat = EEG/Energiewende wieder hinterher rennen. Sie sind der Politik in ihrer jeweiligen Ideologie (Zeitgeist) hörig. Sie schreben von der Marktwirtschaft aber haben keine Ahnung was die Marktwirtschaft überhaupt ist bzw. ausmacht.

  21. #33

    „Flexibel“ steht so zu sagen für eine Kostensteigerungen bei gleichzeitigen Ertragsausfall.

    Hallo, Herr Hofmann,
    Kostensteigerung stimmt, Ertragsausfall muss es nicht sein, denn zu „Zappelstrom“ gehören Zappelpreise!

    Lithiumakkus, Pumpspeicher und Gasturbinen für Regelleistung sind ja auch nicht ganz billig.

  22. @ #31 m. Klink

    Wenn Sie den Dreisatz beherrschen würden, könnten Sie errechnen, daß bereits der Transport des Windstroms aus der Nordsee 3 Ct/kWh locker erreicht. Und damit soll der bei Herstellungskosten von 18 Ct/kWh wettbewerbsfähig sein?

    Oder wie wäre es zwischen dem Kraftwerk Rheinfelden und und dem Kraftwerk Wedel in Schleswig-Holstein?

  23. @Stubenvoll, H #28
    „Flexibel“ heißt bei einen Kraftwerk…An- und Runterfahr Betrieb. Und damit wird das Kraftwerk in seinen Betriebskosten eine Steigerung erfahren. Desweiteren wird die Auslastung geringer sein und damit wird der Ertrag nach unten gehen.

    „Flexibel“ steht so zu sagen für eine Kostensteigerungen bei gleichzeitigen Ertragsausfall.

    Diese Projekte werden nur dadruch ermöglicht, weil die Grünen Politischen Energiewendenspendentöpfe weit geöffnet sind. Am Markt hätte diese Art Kraftwerk keine Chance, weil der „Mehr Aufwand“ in keiner Effizentssteigerung/mehr Wirtschaftlichkeit mündet.

  24. @ #26 M. Klink

    „Ich habe das mal als bekannt vorausgesetzt.“

    Was denn? Etwa Ihre Wahnvorstellungen hinsichtlich der Subventionierung in dieser Art: „… viele erhalten sogar Nettosubventionen, da sie weniger (Steuern) zahlen als sie erhalten.“

    für Ihren Spruch gibt es deshalb einen Eintrag in der Trollohitparadenvorschlagsliste.

  25. #29
    Hallo, Herr Hofmann,

    wenn ich manchmal etwas sarkastisch bin, missverstehen Sie das bitte nicht als Menschenverachtung! Für meine Begriffe haben wir viel zu wenig Markt (aber nicht zu wenig Kapitalismus, aber das ist schon off topic).
    Ich habe die Planwirtschaft in der DDR lange genug erlebt, um zu wissen, dass das keine Lösung ist.

    Ich meine nur, man sollte sich die Steine ansehen, mit denen man wirft, wenn man schon im Glashaus sitzt :-).

    Sie Ihre und ich meine….

    Aber noch etwas zu

    #21, Herr Heinzow,

    ich denke schon, dass im Netz Wettbewerb herrschen kann (und schon herrscht), denn ohne Netz wird es noch schwieriger.
    Die Durchleitungs und Erzeugungskosten lassen sich für jede Leistungseinhei und jeden Abnahmeort zu jeder Abnahmezeit kalkulieren, so dass in einer Informationsgesellschaft nicht mal der Zähler „smart“ sein muss, es reicht, wenn Erzeuger und Verbraucher smart sind :-).

    freundliche Grüße!

  26. #27
    Hallo, Herr F.F.Mueller,

    sie sind ja lustiger, als ich dachte: Ja, 0,43 sind 143% von 0,30. Darauf, dass Sie Prozente von Prozenten meinen (und das die gleiche Ziffernfolge ergibt), bin nichtmal ich gekommen.
    Ob das mehr Gag oder Fehlleistung ist, mögen Andere bewerten.

    Aber im Ernst, bei den 30% habe ich dann wohl doch Recht, wenn bei den 43% nichtmal die Pumpen für die Grundwasserabsenkung, die Bagger und Absetzer und Förderbandanlagen für Abraum-, Kohle- und Aschetransport dabei sind!!!
    Von der Folgelandschaftsgestaltung schweigen wir mal :-).

    Also 70% der Kohle werden verbrannt, um das Klimagas Wasserdampf (und angewärmten Stichstoff) in die Luft zu blasen.

    …und wollen Sie wirklich noch wissen, wieviele Hundert Mio. EUR/a es kosten würde, wenn auf den Eigenverbrauch Stromsteuer, auf das geförferte Wasser Entnahmegebühren, auf die Tagebaufläche Grundsteuer und auf jede Tonne Kohle Förderabgabe entrichtet werden müssten?

    HTH

  27. @Michael Klink #26
    In ihren Grünen und gesellschaftsverachtenden Meschenbild sehen Sie natürlich auch nicht, dass hinter den Konzernen Menschen stehen, die froh sind, dass es diese Industrie-Konzerne gibt, die bis dato ihnen und uns als Gesellschaft einen ausreichend hohen Lohn zahlen. Das die öffentliche Hand von den Konzernen und Großunternehmen ihre Infrsstruktur in Form von Beteiligungen/Dividenden und Rendite bezahlt bekommen haben. Sie, Hr. Klink Michael, haben einmal mehr bewiesen, wie meschenverachtend ihr Gedankengut einer „Grün-Sozialistsichen“ Ideologie ist. Ihnen geht es nicht um das „Wohl der deutschen Gesellschaft“, sondern um die VERNICHTUNG unserer Wohlstandsgesellschaft…und dies mit allen Mitteln die Ihnen die Politik (Merkel und Co.) zur Verfügung stellen (EEG, Energiewende, CO2 Verbot, Smart Grid, Energieeinsparzwangsverordnung usw.)…hauptsache die Basis (billige und zuverlässige Strom-Energieversorgung) wird in Deutschland zum Luxusgut um damit unsere moderne Wohlstandsgesellschaft zu vernichten und zumindestens unter Kontrolle zu bringen.

  28. Innovationen finden immer noch statt. Irgendwie scheint das aber niemand richtig zu interessieren. Raus aus der Kohle – und was dann?
    „Vattenfall hat einen weiteren Schritt zur Flexibilitätssteigerung seines Kraftwerksparks unternommen. Am Standort Jänschwalde nahm das Energieversorgungsunternehmen eine Pilotanlage mit Trockenbraunkohle-Feuerung und Brennern mit Plasmazündung in Betrieb. Ziel ist eine flexiblere Fahrweise.“
    http://tinyurl.com/ofguxv2

  29. @ # 23 Michael Klink

    Hr. Klink

    und mit dem Prozentrechnen hapert es bei Ihnen offensichtlich auch. Versuchen Sie doch mal ganz langsam und Schritt für Schritt auszurechnen, um welchen Prozentsatz ein Wirkungsgrad von 43 % höher liegt als der von Ihnen angegebene Satz von 30 %. Und als Hinweis am Rande: Beschäftigen Sie sich auch mal mit dem Unterschied zwischen Prozentsatz und Prozentpunkt.
    Ausserdem sollten Sie sich auch mal mit den entsprechenden Definitionen zum Wirkungsgrad beschäftigen. Auch dazu empfiehlt sich ein Besuch bei Wikipedia: „Insbesondere bei Wärmekraftwerken wird zwischen Brutto- und Nettowirkungsgrad unterschieden. Der Bruttowirkungsgrad bezieht sich auf die Bruttoleistung , also die die elektrische Leistung ohne Berücksichtigung der Eigenverbraucher wie z. B. Speisewasserpumpe. Der Nettowirkungsgrad hingegen bezieht sich auf die Nettoleistung , also die elektrische Leistung nach Abzug der Leistungsaufnahme der Eigenverbraucher. Im deutschen Sprachraum wird für Kraftwerke der Nettowirkungsgrad angegeben, sofern nicht explizit etwa anderes genannt wird”.

    Mfg

  30. #25
    Hallo, Herr Hofmann,

    Ja, es gibt wohl kein großes Unternehmen in diesem Land (bei den kleinen ist das sehr differenziert), das keine Subventionen erhält, viele erhalten sogar Nettosubventionen, da sie weniger (Steuern) zahlen als sie erhalten. Und dabei machen manche davon Milliardengewinne. Ich habe das mal als bekannt vorausgesetzt.

    Natürlich gibt es darüber hinaus auch Freistellungen von (Folge)kosten.

    Bitte missverstehen Sie mich aber nicht so, dass ich die Scheuklappen anlege, um einseitig zu polemisieren – aber da wäre ich hier ja in guter Gesellschaft 😉
    MfG

  31. @Fred F. Mueller #22
    Bei Hr. Michael Klink werden ja nicht nur Kernkraft und Kohlekraft subventioniert, sondern wenn es sein muss auch noch die Gaskraftwerke…und ich glaube auch ALLES ANDERE was nicht in das Klinkische „Grüne Maifa“ Weltbild passt.

  32. @T.Heinzow #17
    Das Kohlekraftwerk von Vattenfall Moorburg wird man bald abschalten. Die EU Grünen arbeiten bereits schon dran. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel, was für die Region auch noch wichtig ist, wird auch bis zu Olympia abgeschaltet sein. Und das bisschen Gaskraft….naja…wird selbst ums wirtschaftliche Überleben zu kämpfen haben bis Olympia da ist.
    Hamburg und Olympia 2024….das wird dann der Höhepunkt werden…das Energiewendedesaster wird aller Welt dann voll umfänglich prenstiert. Im Jahr 2024 wird es keine Kernkraft und keine anderen Kraftwerke in Deutschland mehr geben. Das ist politisch Energiewendemäßig so per EEG und CO2 Verbotsgesetz bestimmt/diktiert. In diesen 10 Jahren kann man mehr kaputt machen als neu entstehen lassen. Vor allen wenn man so ein Vernichtungsgestz wie das EEG oder diese Energieeinsparzwangs-CO2 Vernichtungs Verordnung/Monstranz vor sich im politischen Bundestagsalltag herträgt und die Medien das Hohelied der Energiewende = EEG Mafia weiter in höchsten Tönen mitsingt und bejubelt.

  33. einem elektrischen Wirkungsgrad von 43 %, der damit wesentlich höher als bei älteren Anlagen ist (im Bereich 31-35 %) (Wikipedia)
    #22
    F.F. Mueller:
    Das sind satte 43 % mehr als von Ihnen angegeben. Mit so einer Fehlleistung würden Sie in jeder Klausur in “

    Fehlleistung von mir oder von Ihnen? 43+30 sind bei mir 73….sie haben sich vertippt, oder 13 war gemeint?

    …BTW gibt es auch den Block R Boxberg zum Vergleich.

    …und mit 62 MW besteitet man alle Eigenverbräuche von Kraftwerk und Tagebau? Das wäre sehr gut. Aber bestimmt nicht typisch.

  34. @ # 14 Michael Klink

    Hr. Klink

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Sie bezüglich Ihrer Kenntnis aktueller Technologien zur Stromerzeugung zwischen den Wolken navigieren. Da Sie ja bereits früher durch Nichtwissen aufgefallen waren, hätte ich erwartet, dass Sie sich diesmal im Internet kundig machen, bevor Sie z.B. zum Thema Braunkohlekraftwerke Stellung nehmen. Dabei ist es doch so einfach, das Internet dazu zu nutzen. Dann findet man ganz schnell und einfach heraus, was ein modernes Braunkohlekraftwerk kann: Zitat: „Mit dem Bau des Blocks K (RWE-Bezeichnung BoA = „Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnik“) am Kraftwerk Niederaußem entstand zwischen 1997 und 2002 der damals modernste Braunkohlenkraftwerksblock der Welt mit einer Wärmeleistung von 2.306 Megawatt, elektrischen Bruttoleistung von 1.012 Megawatt (950 MW netto) und einem elektrischen Wirkungsgrad von 43 %, der damit wesentlich höher als bei älteren Anlagen ist (im Bereich 31-35 %) (Wikipedia)

    Das sind satte 43 % mehr als von Ihnen angegeben. Mit so einer Fehlleistung würden Sie in jeder Klausur in einem naturwissenschaftlichen Fach sauber durchrasseln.

    Wie begründen Sie übrigens die Behauptung, die Braunkohlekraftwerke würden subventioniert?

    Mfg

  35. @ #20 M. Klink

    „Momentan mag das stimmen, aber lange gab es zumindest im Osten auf (fast) alles …“
    Dann schreiben Sie das auch wer wo was warum und wofür Steuergeld bekommen hat.

    Wettbewerb bei leitungsgebundenen Waren ist schlecht möglich. Ein Steinkohlekraftwerk kann nicht mit einem Braunkohlekraftwerk (in der Lausitz) konkurrieren und umgekehrt (BY oder BW, RP, SD und HE). Und Gaskraftwerke sind keine Konkurrenz für Kohlekraftwerke. Und mit KKW können nur BKK konkurrieren. Das hat ökonomische und technische Gründe. Konkurrenzlos ungünstig sind Windmühle & Co. Und nun erzählen Sie mal den Lesern hier, wie da Wettbewerb überhaupt stattfinden soll?

  36. #18 @T.Heinzow

    „(#14 M.Klink
    leider muss ich sie aber aus Steuermitteln mitfinanzieren, da sie subventioniert werden)

    Dann weisen die Subventionierung (über die Haushalte des Bundes oder der Länder) nach. Die einzigen Stromerzeuger, die in D subventioniert (Direktsubvention durch Zwangsabnahmepreis) werden, sind Windmühle & Co. “

    Momentan mag das stimmen, aber lange gab es zumindest im Osten auf (fast) alles Investitionszulagen.
    Aber mir ging es vorrangig um die indirekten Subventionen:
    Befreiung von Stromsteuer, Wasserentnahmeabgabe, Förder- und Erkundungsabgaben, Grundsteuer usw. usf. auch das verzerrt den Wettbewerb.

    MfG

  37. #18 @T.Heinzow

    @ #14 M. Klink

    „Braunkohlen-Kondensationskraftwerken (mit ihren 30% Netto-Wirkungsgrad)“ war einmal, inzwischen erreichen die neuen BOA-Kraftwerke 43%.

    Ja, das ist schon viel, aber zum Eigenverbrauch des Kraftwerks rechne ich auch den Für die Förderung!

    MfG

  38. @ #14 M. Klink

    „Braunkohlen-Kondensationskraftwerken (mit ihren 30% Netto-Wirkungsgrad)“ war einmal, inzwischen erreichen die neuen BOA-Kraftwerke 43%.

    „(leider muss ich sie aber aus Steuermitteln mitfinanzieren, da sie subventioniert werden)“

    Dann weisen die Subventionierung (über die Haushalte des Bundes oder der Länder) nach. Die einzigen Stromerzeuger, die in D subventioniert (Direktsubvention durch Zwangsabnahmepreis) werden, sind Windmühle & Co.

    “ aber für mehr (Wahlfreiheit) und vor allem fairen(!) Wettbewerb (statt Investitionssicherung auf Staatskosten)“

    Gab es in D noch nie, da Stromversorgung existenziell wichtig.

  39. @ #13 hofmann,M.

    „weil es in Zukunft keine Zukunft mit bezahlbaren und zuverlässigen Strom (Versorgung/Infrastruktur) in Hamburg“

    In Hamburg gibt es zwei Kohlekraftwerke und ein Gaskraftwerk, darunter das neue Kohlekraftwerk Moorburg. Das Kraftwerk Moorburg und das von WHV wurden sogar von Herrn S. Gabriel befürwortet, als der noch Umweltminister war.

    Auch in Hamburg gilt für die SPD und die Grünen: Wasser predigen und Wein saufen.

  40. @ #4 A. Andromidas

    „Sollten diese Technologien vielleicht jemals in der Lage sein, unabhängig vom Wetter zu operieren?“

    In der psychotischen Wahnwelt der Ökogläubigen ist das die Realität.

  41. Auch Vetternwirtschaft braucht erspriessliche Erneuerung, die EWU und der EWR setzen da ganz neue Herausforderungen, auch das angestrebte UN International Climate Tribunal braucht dringend Ankläger und Beklagte (davor schützt uns dann als erstes, ja wer wohl?).

    Eine steigende Arbeitslosigkeit ist politisch kostenneutral in D (ausser für selbstheilige störrische ausgediente Gewerkschaftler), steht ja nur für 1-2 Tage in den Nachrichten; neue Arbeitslosigkeit (ist ja kaum irgendwie schlimm im Vergleich) kann auch nur Wähler polarisieren und die nächsten Führer werden dann ‚mal wieder als Rettungs-Garanten für die Dauer von 1 x „Wahlkampf“ ausgelobt.

    So funktioniert das Perpetuum Mobile von Medien + Politik + Profiteure. Themen und „Bürger“ völlig egal. Klima liegt gerade zufällig im Trend (auch und wegen UN und EU).

  42. #8
    Hallo, Herr Heinzow,
    ich erwarte ja nicht, dass Sie mir zustimmen, nur, dass Sie korrekt zitieren.

    Die Überkapazitäten an Braunkohlen-Kondensationskraftwerken (mit ihren 30% Netto-Wirkungsgrad), in die ich jedenfalls schon längst nicht mehr investieren würde (leider muss ich sie aber aus Steuermitteln mitfinanzieren, da sie subventioniert werden) zeigen sich u.a. daran, wenn Gasraftwerke defizitär sind. Ich bin kein Feind der Kohle, aber für mehr (Wahlfreiheit) und vor allem fairen(!) Wettbewerb (statt Investitionssicherung auf Staatskosten) – also vor allem gegen Subventionen, insbesondere in Technologien, die kein Zukunftspotenzial haben oder zu riskant oder absehbar auch zukünftig ineffizient sind, das betrifft
    ja auch Biokraftstoffe und Biogas aus landw. Nutzpflanzen, Offshore-Windkraft und konventionelle Kernspaltung. Und wenn der Endkunde sich ein Existenzminimum an Energie nicht mehr leisten kann, dann (erst dann) sollte er finanziell bessergestellt werden: 4 EUR mehr Kindergeld sind zu wenig.

    HTHAL

  43. @T.Heinzow #9
    Tsja, dass mit Olympia wird wohl nix…weil es in Zukunft keine Zukunft mit bezahlbaren und zuverlässigen Strom (Versorgung/Infrastruktur) in Hamburg und in Nord-Mitteldeutschland mehr gibt. Bayern ist anscheinend bis dato das einzige Bundesland, dass so einigermaßen das „Trojanische Pferd“ das die Grünen und die Merkel ins Land geschleust (CO2 Verbot, EEG, Stromeinsparzwang) geschleust hat. Hamburg, NRW, Bremen, Berlin usw. sind Bundesländer die bereits fest in der Grün-Sozialistischen Energiewendepolitik einer opportunistischen Macht-Merkel verfangen sind und den Ausweg nicht sehen bzw. auch nicht gehen wollen…EEG und Energiewende stoppen. Und das CO2 Märchen beenden. Mal schauen, ob es Seehofer und Bayern geschnallt haben….

  44. @#9: T.Heinzow
    Um noch eins draufzusetzen: Die Hamburger haben beschlossen, die Abwärme aus dem ungeliebten, aber aufgrund geltender Gesetze zähneknirschend genehmigten Steinkohle-Neubaukraftwerk Moorburg lieber in die Elbe un die Luft zu pusten, als damit das Fernwärmenetz der Stadt zu versorgen.
    Vattenfall hatte dann sogar mal mit dem Gedanken gespielt, eine Wärmepumpenanlage einzusetzen, um Wärme aus dem Elbwasser zurückzugewinnen – giftgrüner gehts nicht mehr.
    Dummheit ist zu 100% erneuerbar.

  45. #10: Alfred Schlohr, ich bin auch Deutscher,
    ich will es NICHT so!
    Und ich tu auch was dafür. Viele „normale“ Menschen sind froh, wenn man ihnen die Wahrheit sagt. Die Ausgangsposition dazu ist so schlecht nicht,
    denn dass Politiker NICHT die Wahrheit sagen, glaubt eigentlich jeder sofort.

    Gruß zum Sontag

  46. Ich wiederhole: Die Deutschen WOLLEN ES SO – und nicht anders. Dann müssen sie eben mit Ihren Arbeitsplätzen bezahlen (mir tut kein einziger Energiewende-bedingter Arbeitsloser leid). Wer auf sozialistische Politiker und DDR-Funktionäre reinfällt und sich tagtäglich von Ideologen belügen lässt und denen vielleicht auch noch Geld spendet, hat es einfach nicht besser verdient, oder mit anderen Worten: „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Die deutsche Dummheit ist wohl noch unendlicher als die von Einstein festgestellte unendliche menschliche Dummheit.

  47. @ #6 Hofmann,M.

    “ Bin mal gespannt, wann die deutsche Industrie/Wirtschaft/Handwerk und Gesellschaft ENDLICH AUFWACHT?!“

    Der Prozeß der Schädigung der Wirtschaft ist ein schleichender, der nicht so ohne weiteres in den Bilanzen entdeckt werden kann. Der Stadtkämmerer von Bremerhaven entdeckt auch nicht ohne gezielte Suche die negativen Folgen der sog. „Energiewende“ in seinem Stadtsäckel. Hamburg zahlt auch obendrauf, wie eigentlich alle Städte.

    Was erwarten Sie denn von Volljuristen, die als Bürgermeister für sich ökonomischen Weitblick einfordern? Hamburg will jetzt noch neben dem Konzerthaus an der Elbe ein lympiastadion auf Pump bauen. Die spinnen, die Bürgermeister der größten deutschen Containerhäfen … . Demnächst will der Bürgermeister von Hamburg Fernwärme per Windstromheizung anbieten.

  48. @ #5 M. Klink

    „…, um die in den letzten Jahren geschaffenen Überkapazitäten abzubauen., die es im konventionellen Bereich nicht gibt. Einzig Überkapazitäten existieren als Windmühlen, Solarpanels und Faulgasanlagen, die komplett überflüssig und dazu noch ökonomisch und ökologisch schädlich sind.

    Hier etwas, was die Menschen betrifft:
    http://tinyurl.com/ova5vnq

    Mein Mitleid mit den Leuten hält sich allerdings in Grenzen, denn die dümmsten Kälber …

  49. #6 Hoffmann M Ich befürchte das Industrie, Mittelstand und Handwerk versuchen wird sich so gut es geht sich anzupassen, der Rest fällt hinten vom Tisch geht pleite oder wandern aus.

  50. Diese politische Willkür Energiepolitik richtet sich massiv gegen den Markt. Unter dieser Energiewende/EEG Politik wird es in Deutschland keinen Investor mehr geben, der in Kohle, Gas oder Kernkraft investieren wird. Das Ergebnis wird sein, dass unsere gesamte Wohlstandsbasis = Kraftwerkpark durch die marktfeindliche Energiewendepolitik VERNICHTET wird! Mangel und Armut werden die Folgen dieser marktfeindlichen Energiepolitik (Energiewende/EEG und CO2 Verteufelung inkl. Anti-Kernkraft) sein! Bin mal gespannt, wann die deutsche Industrie/Wirtschaft/Handwerk und Gesellschaft ENDLICH AUFWACHT?!

  51. „Der SPD-Politiker spricht jedoch lediglich von einer Erhöhung um 0,2 Cent pro Kilowattstunde. RWE nimmt hingegen an, dass der Großhandelspreis um mindestens 5 Euro pro Megawattstunde ansteigen würde, was für den Verbraucher langfristig eine Erhöhung des Strompreises um 30 Prozent bedeutenkönnte.“

    Ist das mit den 30% die Phantasie von RWE oder die des Autors?

    Abgesehen davon ist Gabriels Vorschlag so unsinnig wie überflüssig!
    Unsinnig, weil einseitig ältere Kraftwerksblöcke belastet werden sollen (ich hoffe, das ist verfassungswidrig!).

    Überflüssig, weil es ausreichend wäre, die Kohle nmit den tatsächlichen Kosten zu belasten, um die in den letzten Jahren geschaffenen Überkapazitäten abzubauen.
    Das hätte noch den Nebeneffekt, dass die Länder und der Bund zusätzliche Einnahmen (Wasserentnahmeabgabe, Stromsteuer, Mehrwertsteuer,…) hätten!

  52. Dass sich sowohl Kanzlerin als auch dieser Minister überhaupt trauen, weitere Teile der Industrie absichtlich in den Bankrott zu treiben, hat leider auch mit der bedauerlichen Tatsache zu tun, dass Verantwortliche der Industrie und ihrer Verbände einen Kompromiß nach dem anderen machen, wohl wissend, dass in dem vorliegenden sogenannten “ Grünbuch“ sich eine Lüge an die andere reiht, ja dass gerade auf der Grundlage von Lügen der Dialog gesucht wird. Man unterschätzt ständig die Gefährlichkeit von Ideologen, die gerade angesichts des Scheiterns im Handumdrehen zu Diktaroren werden. Angesichts der Tatsache, dass in allen wesentlichen Bereichen (Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz )eine dramatische Verschlechterung eingetreten ist, könnte nur eine härtere Gangart hilfreich sein. In diesem Zusammenhang
    macht auch im obigen Artikel folgendes Zitat keinen Sinn :
    „dass diese neuen Technologien noch nicht soweit sind, die abgeschalteten Kraftwerke jetzt oder in näherer Zukunft zu ersetzen.“
    Was soll „noch nicht“ bedeuten? Sollten diese Technologien vielleicht jemals in der Lage sein, unabhängig vom Wetter zu operieren?

  53. Zur Kritik an dieser Politik, die falsche Ziele verfolgt, möchte ich erneut betonen.
    Der Wert der Stromkonzerne, der durch gezielte Benachteiligung, vernichtet wird, liegt überwiegend im kommunalen Eigentum und somit bei der Bevölkerung, deren Kommunen per EEG enteignet werden.
    Es wird das „Sozial-Vermögen“ der Bevölkerung vorsätzlich durch eine gefährlich hinterhältige Klientel-Politik vernichtet.
    Die herkömmliche Stromerzeugung und Verteilung in der „öffentlichen Hand“ eröffnete keine Möglichkeiten Gewinne zu privatisieren und nur darum geht es den Lobby-Organisationen die als Klima-Helfer diesen „Umbau oder Neubau“ der Stromerzeugung und der Stromnetze, als politisch verbrämte Umlenkung großer Finanzströme auf private Nutznießer beabsichtigt.
    Der gesellschaftspolitische Aspekt, das die SPD als Volkspartei der kleinen Leute oder die CDU als Partei der Bürger zusammen mit den Grünen und der Linken, das kommunale Sozialvermögen vorsätzlich vernichten, ist sensationell skandalös.
    Der vernichtende Irrsinn einer solchen Politik stellt eine Gefahr dar, die durch Nichts zu rechtfertigen ist, als Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren.

  54. Weiterführende Links: BWWI Energie der Zukunft; Eine Gesamtstrategie für die Energiewende (Hier)

    #################################################################“,

    Wieso erinnert mich das an die Bilder vom Führer der im Frühjahr 1945 zusammen mit seinem „Architekten“ Speer entrückt vor Städtemodellen stand, die nach dem „Endsieg“ umgesetzt werden sollen. Die „Energiewende-Träume“ sind von der Realität so weit weg wie der Führer 1945 vom „Endsieg“; geträumt wird aber trotzdem, und natürlich weiter marschiert, in den Energiepolitischen Untergang….

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