Greenpeace präsentiert seine unmenschliche Seite

Paul Driessen
Es war eine surreale Erfahrung. Als die Neunte Internationale Konferenz des Heartland Institutezum Klimawandel sehr erfolgreich zu Ende ging, stimmte ich zu, mich durch Greenpeace-Aktivist Connor Gibson interviewen zu lassen.


Ich hatte gerade einen Vortrag über Big Greens tödliche Agenda (hier) gehalten und beschrieben, wie der "gefährliche, vom Menschen verursachte Klimawandel" nur eine von vielen Mantras der Deep Ecology-Bewegung ist, um eine Agenda zu fördern, die Anti-Energie, Anti-Menschen ist und im Gegensatz zur modernen Wirtschaft, Technologien und Zivilisationen steht. Wie die Leser meines Buches und meiner Artikel wissen, hat diese unaccountable movement (unverantwortliche Bewegung) für Millionen von Menschen jedes Jahr tödliche Folgen – das Ergebnis von Malaria, Unterernährung, Lungen- und Darmerkrankungen sowie anderen Beschwerden von grassierender Armut , die durch nicht gewählte und nicht rechenschaftspflichtige Öko-Imperialisten aufrechterhalten werden.

"Ich habe Ihr Buch gelesen", sagte er mir, und er hätte einige der Gespräche von weltweit renommierten Experten für Klima, Wetter, Artensterben, die menschliche Gesundheit und andere Themen besucht. Wenn ja, hat er offensichtlich nicht zugehört oder einfach beschlossen, jede Tatsache und Erklärung zu ignorieren, die nicht im Einklang mit seinen Ideologien ist. Das würde sicherlich auch die Grundsatzrede von Greenpeace-Mitbegründer Patrick Moore erklären, dass er die Organisation wegen zunehmend bizarrer, irrationaler und unmenschlicher Haltungen und Handlungen verlassen hat.

Gibsons "Interview" wurde schnell zu einem Verhör der Staatsanwaltschaft, gekennzeichnet von Unwissenheit oder Verweigerung grundlegender Fakten und wiederholten Unterbrechungen, meine Beobachtungen zu bestreiten. Er bestand darauf, dass Hurrikane häufiger und verheerender als je zuvor (wenn auch nicht eine Kategorie 3 oder höher) die US Küste in mehr als acht-Jahren heimgesucht haben . Dabei hat dieses Fehlen starker Hurrikane über einen so langen Zeitraum einen ein Jahrhundert langen Rekord gebrochen (wie eine Podiumsdiskussion unter meinem Vorsitz an jenem Tag klar machte); Waldbrände werden schlimmer (obwohl deren Anzahl und die verbrannten Flächen deutlich geringer geworden sind und mit intelligenter Waldbewirtschaftung und Politik zur Brandunterdrückung noch niedriger werden könnten); und Küstengemeinden werden bald wegen des steigenden Meeresspiegels versinken (kaum wahrscheinlich nach der aktuellen Rate von sieben Inches [ca. 18 cm] pro Jahrhundert).

Ebenfalls leugnete er die 18-jährige Pause der globale Erwärmung, obwohl der IPCC und andere Alarmisten endlich zugegeben haben, dass sie echt ist. Meinen Referenzen an die Konferenzteilnehmer und den erschöpfenden NIPCC Bericht wurde mit Behauptungen begegnet, dass sie nicht begutachtet wurden. Vielleicht nicht durch den geschlossenen Kreis der gut finanzierten IPCC Wissenschaftler, Bürokraten und Aktivistinnen, die einander die Arbeit absegnen und sich gleichzeitig weigern, Daten und Methoden auszutauschen, um es externen Experten zu ermöglichen, ihre Arbeitsergebnisse zu überprüfen, Heartland Konferenzen zu besuchen oder mit NIPCC-Wissenschaftlern in allen Foren zu debattieren. (Sie wissen, dass ihre Daten, Ansprüche, Schlussfolgerungen und die Empfehlungen für die Wirtschaft einer Prüfung nicht standhalten würden.) Jedoch wurden die NIPCC-Berichte und Studien, die aufwändig anaylsiert und zusammengestellt wurden, vollständig durch zahlreiche Wissenschaftler begutachtet.

Alarmisten sagen, zwanzig Jahre Erwärmung ist der Beweis dafür, dass die Erde an einem „Kipp-Punkt“ hin zu einem Runaway-Klimachaos ist, welcher das Ende der fossilen Energieträger erfordert . Sie sagen, dass die nachfolgenden 18 Jahre ohne Erwärmung und sogar mit einer leichten Abkühlung irrelevant und bedeutungslos sind. Wem glaubst du, fragen sie. Uns Alarmisten und unseren Computermodellen oder einer Bande von "Randgruppen"-Wissenschaftlern, die reale Temperaturen und andere Beweise anführen?

Nach zwanzig Minuten kam Gibson zu seinem eigentlichen Thema: Geld. Woher erhält CFACT seine Finanzierung? Von den Koch Brüdern [Mischkonzern Erdöl, Energie bis Nahrungsmittel und Kunststoff] und ExxonMobil? Das Geld, das Exxon radikalen Umweltgruppen gibt, wäre eine schöne Ergänzung. Aber nein, sie unterstützen uns nicht. Meine Erwähnung der 26 Millionen Dollar von Chesapeake Energy an den Sierra Club geflossen sind, um Anti-Kohle-Kampagnen zu finanzieren, zwang ihn zuzugeben, dass das ein Problem für das Mantra der sozialen Verantwortung von Big Green ist. Aber als ich dann die Milliarden Investitionen von Tom Steyer‘s Hedge-Fond in Kohlegruben und Kraftwerken feststellte, bestand Gibson darauf, dass dieses Geld gebraucht würde und damit rein ist – während Koch das Geld direkt verdient (über die Erzeugung von Energie und Schaffung von Arbeitsplätzen) und somit aus „Eigeninteresse“ handelt.

Die "ethische" Unterscheidung ohne Unterschied würde dann auch, glaube ich, auf die Millionen Dollar passen, die Greenpeace und der Greenpeace Fonds von liberalen Abzocker- Stiftungen empfangen, die stark in fossile Brennstoffe und anderen Unternehmensanleihen investiert werden.

Gibson erwähnte auch seine Anti-Chemikalien Kundgebung in 2003 seiner Organisation im New Jersey Liberty Park. Die Veranstaltung wurde zu einem durchschlagenden Protest gegen Greenpeace, als Dutzende von schwarzen und hispanischen Demonstranten aus dem Kongress der Rassengleichheit die Regenbogen-Krieger (Rainbow Warriors) mit Stelzenläufern, Bongo-Trommeln und Gesängen von "Hey hey Greenpeace, was sagst du dazu?“ und Fragen wie „Wie viele Kinder haben Sie heute umgebracht?“ völlig verblüfften. Er brach das Verhör ab, als ich darauf hinwies, dass ich ein lebenslanges Mitglied von CORE bin. [Irische Partei: Freiheit, Gleichheit, Gemeinschaft und Demokratie.]

In der Tat, was Gibson wirklich nicht diskutieren wollte, waren die zerstörerischen, auch tödlichen Wirkungen der Politik und Kampagnen von Greenpeace. Rund 2,5 Milliarden Menschen haben immer noch keinen Strom oder bekommen ihn nur sporadisch, und so muss Holz und Dung zum Heizen und Kochen verbrannt werden, was zu weit verbreiteten Lungenerkrankungen führt, die jährlich zwei bis vier Millionen Menschen töten. Kein Strom bedeutet auch, keine Kühlung, sauberes Wasser oder anständige Krankenhäuser, was bedeutet, dass virulente Darmerkrankungen weitere zwei Millionen Menschen jährlich töten.

Weltweit, leben noch immer rund zwei Milliarden Menschen in Malariagebieten, 500 Millionen bekommen die Krankheit jedes Jahr und fast eine Million sterben. Ein Hauptgrund ist die Unmöglichkeit, Insektizide zu erwerben um Mücken zu töten und DDT um die fliegende Mörder aus Häusern zu halten. Weitere Milliarden Menschen sind mit Unterernährung und Vitamin A-Mangel konfrontiert, die Blindheit und Tod bei Kindern verursacht. Es starben acht Millionen Kinder an Vitamin-A-Mangel, seit Golden Rice erfunden wurde [Genzüchtung, Reis mit zusätzlichem Vitamin A]

Aber die Regenbogen-Krieger und andere gefühllose Öko-Imperialisten finanzierten gut entlohnte Kampagnen gegen Golden Rice, Insektizide und DDT sowie Kohle, Gas-, Wasserkraft und Kernenergie – das verewigt Armut, Unterernährung, Krankheit, Elend und Tod. Für sie ist ein Planet, der frei ist von diesen grotesk übertriebenen Gefahren dieser Technologien, weitaus wichtiger als die Verbesserung der Lebensumstände von Milliarden und die Rettung von Millionen Menschenleben. Es ist ein teuflischer Krieg gegen Frauen und Kinder, die in großer Vielzahl an Malaria, Lungeninfektionen, Mangelernährung und schwerem Durchfall sterben.

Greenpeace Aktionen ähneln der Verweigerung von Chemotherapie für Krebspatienten oder Antibiotika für eine Lungenentzündung. Ihre Anti-Technologie-Kampagnen sind Umwelt-Totschlag und sollte nicht mehr toleriert werden.

Ich persönlich kann mir ein Leben ohne moderne Technologien nicht vorstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, im Elend einer armen Nation zu leben, ohne Strom, verseucht, unterernährt und verschmutzt. Wie meine Großmutter mir zu sagen pflegte: "Das einzig Gute an der guten alten Zeit ist, dass sie vorbei ist."

Aber natürlich hat Gibson ein modernes malariafreies Haus, ausgezeichnete Küche, Zugang zu erschwinglichen und zuverlässigem Strom und Verkehr, eine schicke Digitalkamera und ein cooles Handy. Er würde dies nie aufgeben, noch würde ich ihn darum bitten. Allerdings würden einige meiner afrikanischen Freunde ihn gerne ein paar Monate eine hypermoderne, Moskito befallene Hütte „genießen" lassen, sich dabei ausschließlich auf ein Moskitonetz über dem Bett zu verlassen, von Parasiten verseuchtes Wasser trinken, den verschmutzten Rauch der Kochstelle atmen und Meilen zu Fuß in eine Klinik laufen, wenn er Malaria, Tuberkulose oder Ruhr bekommt – in der Hoffnung, die Schwester hat einige nicht-gefälschte Medikamente, um ihn zu behandeln. Zu diesen Arrangements würde ich gerne beitragen.

Finanziell motivierte Innovatoren, Unternehmer und Unternehmen haben Wunder gewirkt, um zu das Leben von Milliarden verbessern und zu retten. Ja, es gab Unfälle, von denen einige Hunderte von Menschen oder Tausende von Tieren getötet haben. Doch die wahren Mörder sind Regierungen und Unternehmen von gemeinnützigen Anti-Technologie-Aktivisten. Die Zahl ihrer Todesopfer geht in die Millionen – durch Kriege und durch fehlgeleitete oder vorsätzliche Politik, die Hunger und Krankheiten durch Verweigerung von Lebensmitteln und lebensrettenden Technologien einleitet oder verewigt.

Gibson ist ein heller Typ. Vielleicht wird er eines Tages all das verstehen, hoffentlich noch bevor die Zahl der Todesopfer deutlich höher steigt. Zu diesem Zweck, würden er und seine Alarmisten-Kollegen mächtig aus der Lektüre meines Buches Öko-Imperialismus [Grüne Energie – Schwarzer Tod]und dem neuen Bericht Three Faces of Sustainability [Drei Gesichter der Nachhaltigkeit] profitieren; das neue Buch über About Face: Warum die Welt mehr Kohlendioxid braucht; und einige aktuelle Berichte: Klimawandel neu überlegt: Physical Science; CCR: Biological Impacts [Biologische Auswirkungen] und Climate Catastrophe: Ein Supersturm für die Forschung der globalen Erwärmung.

Unzählige Arbeitsplätze, Lebensstandard und Leben stehen auf dem Spiel.

Link: http://townhall.com/columnists/pauldriessen/2014/07/15/greenpeace-showcases-its-antihuman-side-n1862066

Übersetzt durch Andreas Demmig für das EIKE

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3 Kommentar(e)

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1
Tyll Ruhtenberg

Man muss nur wissen, dass Greenpiss ein Teil von NWO ist. Dazu findet man alles im Internet.
Greenpeacer wollen nur Schlauchboot fahren, nicht die Welt retten, nur den eigenen Hintern wärmen.

2

Die Verbreitung von Wohlstand (Bekämpfung der Armut) ist der einzige sinnvolle und wirkungsvolle Beitrag zum Umweltschutz. Das kapieren die Leute von Greenpeace nicht. Und die meisten anderen Leute kapieren das auch nicht.

3

Das Problem von Greenpeace ist einfach, dass ihre "Geschäftsidee" von der damals tatsächlichen Umweltverschmutzung einfach mehr oder weniger verloren gegangen ist und neue Betätigungsfelder her müssen. Selbstauflösung kommt den bequem gewordenen Rittern nicht in den Sinn.