Stellungnahme II zum Grünbuch Strommarkt des BMWI

Titelbild Grünbuch BWMi

Vor drei Tagen (hier) hatten wir unsere Leser zum Mitmachen bei der Bewertung des „Grünbuches (welch seltsamer Titel) Strommarkt“ aufgerufen. Unter anderen ist unser Leser – der Dipl. Ing. Elmar Oberdörfer dieser Aufforderung gefolgt und hat seine Bewertung dort abgegeben. Ihr Inhalt dürfte den Machern des Grünbuches hinlänglich bekannt sein, doch ist es sicher hilfreich, wenn sie alle Argumente nochmals vorgesetzt bekommen. Noch ist es Zeit (bis zum 1. März 2015) ähnliche oder auch gleichlautende Stellungnahmen abzugeben. Die Mailadresse dafür lautet: gruenbuch-strommarkt(at)bmwi.bund.de.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier folgt, was ich von Ihrem Grünbuch Strommarkt halte:

"Ein Strommarkt für die Energiewende" heißt der Titel des Diskussionspapiers des BMWE. Damit sind schon, ohne auf weitere Details eingehen zu müssen, die zwei Haupteinwände benannt: Ein Strommarkt, der die Bezeichnung Markt verdiente, existiert nicht und wird auch durch die in dem Diskussionspapier vorgeschlagenen Maßnahmen nicht geschaffen werden, und für die unsere Volkswirtschaft und unseren Wohlstand ruiniernde Energiewende fehlt jede rationale Begründung. 

Zum sogenannten Strommarkt: Ein Markt zeichnet sich dadurch aus, daß die gleichberechtigten Hersteller oder Händler eines Produktes dieses zu einem ihnen genehmen Preis den möglichen Nutzern des Produktes anbieten. Die Nutzer haben die freie Wahl zwischen den verschiedenen Anbietern und werden das für sie jeweils günstigste Angebot hinsichtlich Preis und Qualität auswählen. Es entsteht ein harter Wettbewerb der Anbieter um die Gunst der Kunden, bei dem die Anbieter, die zu teure oder zu schlechte Produkte verkaufen wollen, aus dem Markt ausscheiden. Die Folge ist eine beständige Anstrengung der Anbieter, ihr Produkt immer billiger und immer besser zu machen. Sie tun dies aus durchaus egoistischen Motiven, nämlich einen möglichst großen Marktanteil zu gewinnen und dadurch möglichst viel Geld zu verdienen. Den größten Nutzen aus diesen Anstrengungen haben aber andere, die Kunden, die immer weniger für ein immer besseres Produkt zu zahlen haben. Das alles funktioniert ohne jede Einmischung des Staates. Sobald der Staat sich einmischt, wird diese segensreiche Funktion des Marktes gestört oder gar zerstört. Der gegenwärtige sogenannte Strommarkt ist das beste Beispiel für die zerstörende Einmischung des Staates.

Es fängt damit an, daß die Hersteller des Produktes Strom nicht mehr gleichberechtigt sind. Die Hersteller des sogenannten "erneuerbaren" Stroms, also die Betreiber von Photovoltaikanlagen, Windturbinen und Biogasanlagen, sind privilegiert. Ihr wertloser, da höchst volatiler Strom genießt Einspeisevorrang vor dem wertvollen, da zuverlässigen Strom der konventionellen Anbieter, muß also  von den Netzbetreibern abgenommen werden ohne Rücksicht darauf, ob er überhaupt gebraucht wird, und das zu einer festen, garantierten Einspeisevergütung, auf die der Kunde nicht den geringsten Einfluß nehmen kann. An der Strombörse, die vom BMWE als Kennzeichen für einen funktionierenden Markt propagiert wird, kann dieser Strom dann zu beliebig niedrigem, ja selbst zu negativem Preis verhökert werden und die Selbstkostenpreise der konventionellen Anbieter unterbieten, da ja den Herstellern des privilegierten Stroms der Börsenpreis völlig gleichgültig ist: sie bekommen in jedem Fall ihre staatlich garantierte Einspeisevergütung. Das ist nichts anderes als staatlich gefördertes Preisdumping! Für inländische private Stromkunden sind die niedrigen Börsenpreise ohne jede Wirkung. 

Es setzt sich fort darin, daß der Kunde keine freie Wahl unter den Anbietern und ihren Produkten hat. Er kann nicht sagen, der erneuerbare Strom ist mir zu teuer, ich kaufe lieber preiswerten konventionellen Strom, nein, er muß den teuren, unzuverlässigen und daher wertlosen erneuerbaren Strom kaufen, staatlicher Zwang!

Es setzt sich weiter fort darin, daß die Hersteller konventionellen Stroms daran gehindert werden, ihre durch die Privilegierung des erneuerbaren Stroms unwirtschaftlich werdenden Kratftwerke abzuschalten. Die Regierung hat nämlich erkannt, daß diese und nur diese Kraftwerke die Versorgungssicherheit garantieren, daß sie ständig eine Minimalleistung von etwa 28 GW zur Stabilisierung des Netzes einspeisen müssen und daß eine abrufbare Leistung von mindestens 80 GW ständig verfügbar sein muß. Die konventionellen Stromerzeuger machen aber wegen des Preisdumpings der privilegierten Stromerzeuger und wegen der durch die vorrangige Einspeisung des erneuerbaren Stroms stark herabgesetzte Auslastung ihrer Kraftwerke zunehmend Verluste. Sie könnten ihre Kraftwerke nicht mehr weiterbetreiben, sobald sie insolvent werden. Daher plant das BMWE die Einführung eines sogenannten "Kapazitätsmarktes", in dem die Beteiber konventioneller Kraftwerke eine Vergütung erhalten sollen, nur damit sie ihre Kraftwerke einsatzbereit halten. Das hat mit Markt ebensowenig zu tun wie die garantierte Einspeisevergütung für erneuerbaren Strom.

Das Diskussionspapier des BMWE beschreibt also nichts anderes als die geplante Perfektionierung einer Plan- und Zwangswirtschaft auf dem Gebiet der Stromversorgung, das Gegenteil eines Strommarktes.

In der Einleitung des Grünbuches heißt es:

"Quantitative Ziele leiten den mittel- und langfristigen Umbau des Stromsektors.

Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 und der Primärenergieverbrauch um 20 Prozent gegenüber 2008 sinken. Die erneuerbaren Energien sollen bis 2025 40 bis 45 Prozent und bis 2035 55 bis 60 Prozent zum Stromverbrauch beitragen. Für 2050 hat die Bundesregierung weitere Ziele gesetzt: Die Treibhausgasemissionen sollen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 und der Primärenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2008 zurückgehen, wozu auch eine Verringerung des Stromverbrauchs beitragen soll. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf mindestens 80 Prozent steigen. —-"

Das Kapitel 8 ist überschrieben: "Die Klimaschutzziele erreichen".

Das ist also die eigentliche Begründung für den ganzen Wahnsinn der Energiewende: der Klimaschutz!

Man behauptet, daß eine katastrophale Erwärmung des globalen Klimas drohe, die durch den anthropogenen Ausstoß von Treibhausgasen, hauptsächlich CO2 und Methan, verursacht sei. Deshalb müsse der anthropogene Ausstoß von CO2 vermindert werden.

Es gibt für diese Behauptung keinerlei Unterstützung durch Messungen. Die Temperaturmessungen seit der Mitte des 19. Jh. zeigen einen allmählichen Anstieg, der sich in nichts von den seit dem Ende der letzten Eiszeit bekannten Temperaturanstiegen aus den vielen sogenannten "kleinen" Eiszeiten unterscheidet, deren letzte Mitte des 19. Jh. zu Ende ging. Der Temperaturanstieg ist seit 18 Jahren zum Stillstand gekommen, obwohl der CO2-Gehalt der Atmosphäre in dieser Zeit weiter zugenommen hat. Der sogenannte Treibhauseffekt des CO2 läßt sich zwar unter bestimmten Annahmen berechnen, aber die Gültigkeit dieser Annahmen läßt sich nicht beweisen oder durch Messungen belegen, ebensowenig wie der Treibhauseffekt gemessen werden kann. Die Behauptung stützt sich einzig auf die Ergebnisse von zweifelhaften Computermodellen, die nicht in der Lage sind, ausgehend von einem Zustand der Atmosphäre und der Erd- und Meeresoberfläche zu einem bestimmten Zeitpunkt die bis dahin bekannte Entwicklung des Weltklimas rückwärts zu berechnen, denen aber blind vertraut wird, wenn sie ihre Berechnungen in die Zukunft richten. Den gegenwärtigen Stillstand der Erwärmung seit 18 Jahren hat keines dieser Modelle vorausberechnet.

Richard Feynman, Nobelpreisträger für Physik, sagt dazu:

"Egal, wie bedeutend der Mensch ist, der eine Theorie vorstellt,

Egal, wie elegant sie ist,

Egal, wie plausibel sie klingt,

Egal, wer sie unterstützt,

Wenn sie nicht durch Beobachtungen und Messungen bestätigt wird, dann ist sie falsch."

Es gibt also keinen vernünftigen Grund, das Klima durch Reduktion des CO2-Ausstoßes schützen zu wollen. Ebenswenig gibt es einen Grund zum Energiesparen, koste es, was es wolle. Der einzige Grund, Energie nicht zu verschwenden, ist, daß sie etwas kostet, nicht, daß sie bald zu Ende ginge. Die Vorräte an den fossilen Brennstoffen Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas reichen bei heutigem Verbrauch noch für viele hundert Jahre, die Vorräte an den Kernbrennstoffen Uran und Thorium sind praktisch unerschöpflich, sobald die Brütertechnik allgemein eingesetzt wird und sobald man die Kernenergie einsetzt, Uran und Thorium aus dem Meerwasser zu gewinnen. Die Kernenergie ist die Energie der Zukunft, auch wenn man das in Deutschland heute nicht erkennen will.

Abschließend ist zu dem Grünbuch zu sagen, daß alle Probleme der Stromversorgung leicht gelöst werden könnten durch die ersatzlose Streichung des EEG und die Rückkehr zu einer Stromversorgung durch thermische Kraftwerke, wie wir sie bis vor 20 Jahren schon einmal hatten, mit preiswertem und zuverlässigem Strom und einer blühenden Volkswirtschaft. Dann gäbe es auch wieder einen Strommarkt!

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Elmar Oberdörffer

Echbeck 16

88633 Heiligenberg

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9 Kommentare

  1. 4.03.2015 Dies ist mein erster Kommentar bei EIKE, obwohl ich täglich Gast bei EIKE bin. Kommentiert habe ich bisher nur Artikel in SPON, WOL, ZOL, FAZ und SZ, weil diese Blätter nur politsch Korrektes zum Thema Klima und Energiewende verbreiten. Bisher ging das ganz gut. Seit einigen Wochen laufe ich gegen eine Wand. Erst wurde mein Kommentar bei SPON nicht veröffentlicht und jetzt hat der BMWi meinen Kommentar zum Grünbuch nicht veröffentlicht, obwohl ich einer Veröffentlichung zugestimmt habe. Auf meine Anfrage nach den Gründen habe ich bisher keine Antwort erhalten. Nachfolgend übersende ich meinen kommentar zum Grünbuch mit der Bitte um Veröffentlichung.
    Norbert Müller 27.02.2015
    Mein Kommentar zum Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“
    Wie alt ist das EEG? Im Herbst 1999 haben vier Bundestagsabgeordnete der SPD und der Grünen unter dem damaligen Kanzler Schröder das EEG auf den Weg gebracht.
    Wenn es sich um ein Kind handeln würde, wäre es heute ein Teenager von 16 Jahren. Von einem 16 Jährigen kann man einiges erwarten. Es wäre also falsch ihn immer noch als Säugling zu behandeln.
    Genau das haben aber die Regierungen diverser Koalitionen gemacht und tun es heute noch.
    Die „Erneuerbare Energie“ (EE), wird auch nach 16 Jahren immer noch von der jeweiligen Regierung gepampered und vor der Welt beschützt. Auch nach 16 Jahren findet EE am Strommarkt nicht statt.
    EE wird:
    – bevorzugt eingespeist
    – mit Festpreis bezahlt
    – darf nach Belieben liefern, oder auch nicht
    Im Zusammenhang mit EE von einem Markt zu sprechen ist der pure W…….
    Während alle anderen Energieformen ihre Grenzkosten bis zur Schmerzgrenze absenken, um im Merit Order System zum Zug zu kommen, sind die Grenzkosten bei EE einfach nur Null. EE kommt immer zum Zug, falls EE vorhanden ist, also wenn der Wind weht und die Sonne scheint. Grenzkosten Null? Natürlich Null, ist ja schon bezahlt von allen Bürgern, die der EEG Umlage nicht entkommen können und das sind die meisten von uns.
    Das ist die gegenwärtige, höchst unbefriedigende Situation. Es gibt keinen Markt für Energie mehr, jedenfalls nichts, was diesen Namen noch verdient.
    Kleinkorrekturen und Anpassungen, Novellierungen genannt, haben das EEG zu einem unlesbaren Monster mutieren lassen. Dieser Zustand ist ebenfalls unhaltbar.
    Ich meine, dass eine Rückkehr zu den marktwirtschaftlichen Prinzipien „alternativlos“ ist.
    Es wurde viel über die Wettbewerbsfähigkeit der EE-Industrie geredet. Dass EE-Strom schon lange billiger sei, als Strom aus Kohle und KKW. Es ist nach 16 Jahren höchste Zeit die Überlebensfähigkeit der EE Industrie ohne die o.a. Privilegien zu testen.
    Für den Anfang würde es schon reichen, den garantierten Festpreis für EE-Strom durch den an der Börse real erzielten Preis zu ersetzen.

    Was ist der Zweck des EEG? Im Gesetz heißt es in der novellierten Fassung vom 01.1.2012:
    „Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern.“
    Diese Zielvorgaben wurden bisher in keinem Punkte erfüllt. Es wurde nach 16 Jahren weder
    – das als klimaschädlich geltende CO2 Spurengas weltweit vermindert,
    – noch die Kosten der Energieversorgung verringert
    – noch haben sich neue Technologien zur EE Erzeugung ergeben.
    Wie man sieht: Das EEG ist auf der ganzen Linie gescheitert. Wie können dann weitere „Korrekturen“ und „Marktanpassungen“ die Energiewende retten? Ersparen Sie uns allen viel Ärger und noch mehr Kosten. Schaffen Sie das EEG ersatzlos ab.
    Mit freundlichen Grüßen N.Müller

  2. 04.03.2015 Dies ist mein erster Kommentar bei EIKE, obwohl ich täglich Gast bei EIKE bin. Kommentiert habe ich bisher nur Artikel in SPON, WOL, ZOL, FAZ und SZ, weil diese Blätter nur politsch Korrektes zum Thema Klima und Energiewende verbreiten. Bisher ging das ganz gut. Seit einigen Wochen laufe ich gegen eine Wand. Erst wurde mein Kommentar bei SPON nicht veröffentlicht und jetzt hat der BMWi meinen Kommentar zum Grünbuch nicht veröffentlicht, obwohl ich einer Veröffentlichung zugestimmt habe. Auf meine Anfrage nach den Gründen habe ich bisher keine Antwort erhalten. Nachfolgend übersende ich meinen kommentar zum Grünbuch mit der Bitte um Veröffentlichung.
    Norbert Müller 27.02.2015
    Mein Kommentar zum Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“
    Wie alt ist das EEG? Im Herbst 1999 haben vier Bundestagsabgeordnete der SPD und der Grünen unter dem damaligen Kanzler Schröder das EEG auf den Weg gebracht.
    Wenn es sich um ein Kind handeln würde, wäre es heute ein Teenager von 16 Jahren. Von einem 16 Jährigen kann man einiges erwarten. Es wäre also falsch ihn immer noch als Säugling zu behandeln.
    Genau das haben aber die Regierungen diverser Koalitionen gemacht und tun es heute noch.
    Die „Erneuerbare Energie“ (EE), wird auch nach 16 Jahren immer noch von der jeweiligen Regierung gepampered und vor der Welt beschützt. Auch nach 16 Jahren findet EE am Strommarkt nicht statt.
    EE wird:
    – bevorzugt eingespeist
    – mit Festpreis bezahlt
    – darf nach Belieben liefern, oder auch nicht
    Im Zusammenhang mit EE von einem Markt zu sprechen ist der pure W…….
    Während alle anderen Energieformen ihre Grenzkosten bis zur Schmerzgrenze absenken, um im Merit Order System zum Zug zu kommen, sind die Grenzkosten bei EE einfach nur Null. EE kommt immer zum Zug, falls EE vorhanden ist, also wenn der Wind weht und die Sonne scheint. Grenzkosten Null? Natürlich Null, ist ja schon bezahlt von allen Bürgern, die der EEG Umlage nicht entkommen können und das sind die meisten von uns.
    Das ist die gegenwärtige, höchst unbefriedigende Situation. Es gibt keinen Markt für Energie mehr, jedenfalls nichts, was diesen Namen noch verdient.
    Kleinkorrekturen und Anpassungen, Novellierungen genannt, haben das EEG zu einem unlesbaren Monster mutieren lassen. Dieser Zustand ist ebenfalls unhaltbar.
    Ich meine, dass eine Rückkehr zu den marktwirtschaftlichen Prinzipien „alternativlos“ ist.
    Es wurde viel über die Wettbewerbsfähigkeit der EE-Industrie geredet. Dass EE-Strom schon lange billiger sei, als Strom aus Kohle und KKW. Es ist nach 16 Jahren höchste Zeit die Überlebensfähigkeit der EE Industrie ohne die o.a. Privilegien zu testen.
    Für den Anfang würde es schon reichen, den garantierten Festpreis für EE-Strom durch den an der Börse real erzielten Preis zu ersetzen.

    Was ist der Zweck des EEG? Im Gesetz heißt es in der novellierten Fassung vom 01.1.2012:
    „Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern.“
    Diese Zielvorgaben wurden bisher in keinem Punkte erfüllt. Es wurde nach 16 Jahren weder
    – das als klimaschädlich geltende CO2 Spurengas weltweit vermindert,
    – noch die Kosten der Energieversorgung verringert
    – noch haben sich neue Technologien zur EE Erzeugung ergeben.
    Wie man sieht: Das EEG ist auf der ganzen Linie gescheitert. Wie können dann weitere „Korrekturen“ und „Marktanpassungen“ die Energiewende retten? Ersparen Sie uns allen viel Ärger und noch mehr Kosten. Schaffen Sie das EEG ersatzlos ab.
    Mit freundlichen Grüßen N.Müller

  3. Vielen Dank, Herr Oberdörffer für die klare Stellungnahme zum o.a. Thhema.

    Ich habe mich auch gleich „dran gemacht“, an das merkwürdige Grünbuch des BMWi.

    mfG
    D.Löffler

  4. Zusammenfassend heißt dies auch, dass die Energiewende/Erneuerbare Energiesystem bereits seinen Zenit in Form der Überproduktion bereits erreicht hat. Würden nämlich alle EE-Erzeuger zu gleichen Zeit mit ihrer Nennleistung einspeichern, dann wäre das Stromversorgungsnetz komplett überlastet und würde zusammenbrechen. Nicht einmal ein Speichersystem würde hier weiterhelfen. Energiewende = mit möglichst viel Aufwand/Kosten ein Nullergebnis bzw. Negativergebnis einfahren.

  5. „Abschließend ist zu dem Grünbuch zu sagen, daß alle Probleme der Stromversorgung leicht gelöst werden könnten durch die ersatzlose Streichung des EEG und die Rückkehr zu einer Stromversorgung durch thermische Kraftwerke,…“

    Im Grunde würde es schon reichen den Einspeisevorrang zu streichen. Dann könnten sich die EE am Markt beweisen und bräuchten nicht mehr kleptoparasitär dem Land schaden.

  6. Dr. Liesegang sagt # 1

    Besten Dank, sehr geehrter Herr Oberdörffer, für Ihre klaren Aussagen zum Begriff „Markt“ und zum verlogenen Verdrehen des Markt-Begriffs im Grünbuch.

    @Herr Liesegang

    Kennen Sie den Strommarkt von vor den EE. ????

  7. Herr Oberdörffer,

    sehr gut – auch für Nicht-Techniker – verständliche Analyse des völlig realitätsfernen Grünstrommarkt-Szenarios, das in diesem „Grünbuch“ beschrieben wird. Bin bei der Lektüre von einer Ohnmacht in die andere gefallen. Das kann man ja eigentlich gar nicht mehr Ernst nehmen, was da drin steht und dennoch wird es wohl – teilweise oder vollständig ? – Realität werden. Am Ende sind wir dann bei einem Mehrfachen der Stromkosten verglichen mit dem Anfang des Jahrtausends.

    Wir als energieintensiv produzierender Mittelständler sind am Ende dieses „Transformationsprozesses“ aber sicher weitgehend wettbewerbsunfähig und müssen sehen, dass wir vorher das Weite gesucht haben.

    Wenn so gewollt ist, kann man halt nichts machen. Die demokratisch legitimierte politische Führung muss tun, was sie für richtig hält.

    H. Hoffmeister

  8. Besten Dank, sehr geehrter Herr Oberdörffer, für Ihre klaren Aussagen zum Begriff „Markt“ und zum verlogenen Verdrehen des Markt-Begriffs im Grünbuch. Der Schwindel ist ja üblich bei fast allem, was von der grün-sozialistischen Clique kommt. Der Etikettenschwindel beginnt schon bei „Erneuerbare Energien“. Schon auf der Schulbank lernen wir, daß Energie wandelbar aber nicht erneuerbar ist, und daß sie z.B. beim Bremsen in wertlose Wärme gewandelt wird. Aber da hat die „Clique“ wohl nicht aufgepaßt oder hat geschlafen. So schrieb ich in meiner Grünbuch-Stellungnahme, daß solche Leute unfähig seien, zum Wohl unseres Landes zu handeln. Das aber haben sie geschworen, zum Wohl unseres Landes zu wirken.
    Ich grüße Sie herzlich
    Hermann L.

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