Radikale Grüne

Richard Tol
Klimakrieger haben schon vor langer Zeit aufgehört, sich zivil zu benehmen. Aber jetzt scheinen wir eine neue Ebene der Radikalisierung zu erreichen.
Früher war es einfach. Die Kirche erklärte, wie die Welt funktionierte und wie wir uns zu verhalten haben. Das Positive und das Normative waren vereint. Die Aufklärung machte dem ein Ende. Wir sind gehalten, den Beweisen und nicht dem Dogma zu folgen. In den frühen Tagen konnte eine intelligente Person die gesamte Wissenschaft abdecken – ein Universalgenie. Jetzt nicht mehr. Experten beackern nur noch einen kleinen Unterbereich.


Kürzlich haben wir unser Audiosystem durch ein Bluetooth-System ersetzt. Als mich meine Tochter fragte, wie dieses System funktioniert, konnte ich bestenfalls nur die Antwort anbieten „es ist Zauberei!“. Den Meisten von uns ist es ziemlich egal, dass wir nicht wissen, wie unsere Smartphones funktionieren [mir auch! Deswegen habe ich erst gar keines! Anm. d. Übers.] Wir wissen, was es können sollte. Wir wissen, wenn es nicht funktioniert. Wir wissen, wie man Online-Begutachtungen lesen muss. Wir verlassen uns auf Experten, aber wir wissen nicht, wie wir einen zuverlässigen Experten von einem Scharlatan unterscheiden können.

In der Umweltpolitik ist das anders. Experten geben Prognose für die Zukunft aus, die schwierig zu verifizieren sind. Tatsächlich sind die Ratschläge der öffentlichen Politik voller selbstzerstörender Prophezeiungen. Schlimme Dinge werden passieren, falls wir unsere Lebensweise nicht ändern. Wir reagieren auf derartige Informationen oftmals und begeben uns damit der Gelegenheit zu checken, ob die Prognose genau war. Wir glauben den Experten und nehmen ihr Wort als Evangelium.

Die Kirche setzte sich auch nach der Aufklärung mit Aussagen durch, was richtig und was falsch ist, aber sie hat an Boden verloren. Andere haben das moralische Vakuum gefüllt. Die Umweltbewegung ist ein Beispiel. Es gibt mit Sicherheit Umweltprobleme, die gelöst werden sollten, aber einige Umweltorganisationen gehen noch einen Schritt weiter. Im Angebot ist eine Anleitung, wie wir unser Leben leben sollen, welcher Gruppe wir angehören sollen, ein Gefühl von Überlegenheit gegenüber Außenstehenden und sogar einem drohenden Armageddon – es sei denn, wir büßen für unsere Sünden – Sünden in Gestalt des Klimawandels.

Umweltwissenschaftler sind in der Rolle von Priestern gestrandet, das Vertrauen in ihre enge Expertise dehnte sich aus auf andere Gebiete von Fakt und Wert. Die meisten Wissenschaftler mögen das nicht. Einige lieben es. Das Konzept planetarer Grenzen scheint gemacht worden zu sein, um Umweltwissenschaftler in der Politik zu letztendlichen Schlichtern zu machen. Das ist sehr ähnlich wie einst dem Papst in Europa und die Religionsgarde in Iran.

Religion bringt Ungläubige, Abtrünnige und Radikale mit sich. Die Debatte um die Klimapolitik ist schon lange polarisiert. Stellt man einmal eine durch und durch vernünftige Frage – was von den vielen Optionen der beste Weg ist aktiv zu werden – erheben sich Hohn und Spott von beiden Seiten. Einige protestieren gegen den Gedanken, den Klimawandel überhaupt ernst zu nehmen. Andere sind davon überzeugt [oder tun zumindest so, Anm. d. Übers.], dass die maximale Aktion nicht genug ist.

Polarisierung ist vernünftiger Politik nicht zuträglich. In Europa haben die Alarmierten die Oberhand, Klimapolitik wird kaum hinterfragt, und spezielle Interessengruppen grapschen gierig nach Subventionen und anderen Geldern. Jeder, der dies in Frage stellt, wird mit denen in einen Topf geworfen, die den Holocaust leugnen. Die Konsenspolizei patrouilliert durch die Medien, damit diese jeden, der zu fragen wagt, isolieren, lächerlich machen und verunglimpfen. Das Royal Observatory und die London School of Economics beschäftigen Personen, Ken Rice und Bob Ward, deren täglicher Job es ist oder zu sein scheint, andere ob ihrer Klimahäresie anzugreifen.

Jede Bewegung hat ihre Verrückten. Klimakrieger haben schon vor langer Zeit aufgehört, sich zivil zu benehmen. Aber jetzt scheinen wir eine neue Ebene der Radikalisierung zu erreichen.

Die Statuen von Bamiyan wurden von den Taliban im Jahre 2001 gesprengt. Im Jahre 2014 haben Greenpeace-Aktivisten die Linien von Nazca beschädigt. Greenpeace hat oftmals Gesetze gebrochen, aber ihre Aktionen waren immer gegen diejenigen gerichtet, die die Umwelt schädigen. Sie gerierten sich als eine höhere Autorität als die legalen Autoritäten. Nazca jedoch war mutwilliger Vandalismus. Und es war keine Einzelaktion. Zwanzig Menschen sind über ein historisches Erbe getrampelt. Die Greenpeace-Medien schickten fröhlich Bilder davon um die ganze Welt. Und als sich herausstellte dass die Welt ,not amused‘ war, lag die Antwort von Greenpeace näher an Schadensbegrenzung und Vertuschung als an Kooperation mit der peruanischen Regierung.

Im Januar 2015 verlangte ein Greenpeace-Aktivist das Köpfen eines Mitglieds des House of Lords, und zwar auf der Website des Guardian. Auf Nachfrage wiederholte er die Forderung, wieder und immer wieder. Menschen, die die Weisheit dieser Bemerkungen in Frage stellten, wurden angegriffen oder totgeschwiegen. Der Guardian moderiert seine Kommentare aktiv, aber obwohl Gary Evans Rufe, Matt Ridley zu köpfen, Aufsehen erregten, brauchten die Editoren 32 Stunden, um zu erkennen, dass Todesdrohungen gegen politische Gegner nicht wirklich das ist, was wir heutzutage in UK gerne machen. Und genau aufs Stichwort forderte Natalie Bennett, Führerin der Grünen Partei, die Entkriminalisierung des Umstands, zu einer gewalttätigen Terrorgruppe zu gehören. Gleichzeitig berichtete der Guardian von der Enthauptung einer japanischen Geisel durch den Islamischen Staat.

Inzwischen gibt es in der Umweltbewegung Elemente, die so besorgt sind über den Zustand des Planeten, dass sie jeden Sinn für Verhältnismäßigkeit verloren haben. Das ist alarmierend für all jene, die diese sinnlose Wut abbekommen. Es hilft auch nicht dabei, die Umwelt zu schützen. Genau wie Boko Haram, die jeden zu einem Muslim bekehren wollen, verderben grüne Radikale alle Umweltaktivisten. Aber während sich islamische Führer sofort von jedem neuen Gewaltausbruch distanzieren, tun Umweltführer so, als sei gar nichts geschehen.

Full post, den anzuklicken ich dringend empfehle. Es folgt dabei noch ein kleiner Absatz. Danach aber sind mehrere Beispiele von Lesern verlinkt, die genau dem hier beschriebenen Muster folgen. Anmerkung des Übersetzers.

Link: http://www.thegwpf.com/richard-tol-radical-greens/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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4 Kommentar(e)

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1

hallo Katrin, habe mir diese Bilder angesehen,
na und...?
wenn Diese Leute sowas machen (lassen) dann werden Sie schon Ihre Gründe haben.
Und überhaupt, diese Äusserlichkeiten sagen nichts, aber auch gar nichts über den Kern aus
Würden Sie diese Leute verstoßen, wenn sie in die Kirche gehen wollten?
Das wäre bestimmt nicht im Sinne Ihres Herrn J. C.
jeder Selbst trägt doch die Verantwortung für das was er tut und was er von sich gibt oder?

(also Red. wenn Du das nicht zeigen willst, macht nix, es erreicht wahrscheinlich sowieso keine(n).)

2
Katrin Meinhardt

#1: Sehr geehrter Herr Alexander Seilkopf, darf ich Ihnen noch etwas in der Sache mitteilen, bitte? Bitte schauen Sie sich die folgenden 10 Bilder einmal an. [Sollten Sie zartbesaitet sein, wogegen nichts einzuwenden wäre, ganz im Gegenteil, dann (!!) schauen Sie sich diese Bilder auf keinen (!!) Fall an. Hinweis: Caracas / Tattoo]

http://tinyurl.com/mj4yv27

Das sind Tatsachen. Ich urteile nicht (!), wohlgemerkt. Ich stelle lediglich fest. Bitte achten Sie auf die kleinen Bemerkungen, unter den Bildern. Würden Sie Ihre Kinder mit diesen Menschen spielen lassen? Noch einmal, ich spiele mich nicht als Richterin auf, niemals. Ich stelle nur fest. Das ist ein feiner und (aber sehr) wichtiger Unterschied.

Mit sehr freundlichen Grüssen (zur Person) und Ihnen das Allerbeste

P.S.: Wenn Sie gut recherchieren würden, dann könnten Sie alsbald herausbekommen, es gab sowohl protestantische als auch katholische Geistliche, die deren Leben für die Hexen, also gegen Verbrennungen, riskiert haben wollen. Dies ist geschichtlich, historisch, belegt, eindeutig. Nur, bestimmte Elemente, auch und vor allem der heutigen Presse, halten diese wichtigen Einzelheiten bewusst unter dem Tisch, oder Teppich. Warum wohl? Man will ja nicht aufklären, sondern diffamieren.

Wenn (!) ich könnte, ich würde diesen (falschen) Franziskus, aus Rom, sofort aus der Katholischen Kirche hinauswerfen. Reitende Irren und irrende Reiter wird es immer geben. Leider, und das ist extrem bitter. Dies ficht die unveränderlichen Werte der christlichen Ideologie nicht an. Diese sind absolut unabhängig. Gute Autofahrer lassen sich von schlechten Autofahrern nicht die Laune verderben und (!) hören nicht auf diese. Niemals.

[An den verehrten Admin: Danke für diese faire Gelegenheit.]

3
Katrin Meinhardt

#1:

Jetzt kommen Sie wieder mit Hexen. Im Artikel wird davon kein Wort gesagt. Sie sind kein Fachmann für Hexen und noch viel weniger für das Mittelalter, genauso wenig wie der (angebliche) Ökonom Richard Tol. Sie missbrauchen die Hexen nur für Ihre einseitigen Zwecke. Ich könnte Sie jetzt anzeigen? 🙂

Jetzt kommen Sie mit Paris. Im Artikel [...]. Der Chef von CharlieHebdo war ein A-Theist mit einer zu grossen Klappe und der Verlag stand vor der Pleite. Er wusste doch genau, man darf den falschen Propheten nicht beleidigen. Die taten es trotzdem. Und? Der Staat konnte den Schutz nicht garantieren. Jetzt guckt der Typ blöd aus der Wäsche. Er ist nämlich tot. Die Katholische Kirche soll 18 Prozesse gegen diesen an Dummheit nicht mehr zu überbietenden Laden geführt haben. Dem falsch spielenden laizistischen französischen Staat, einem ausdrücklichen und freiwilligen Feind der christlichen Werte, waren Blasphemie wichtiger als die Würde, Höflichkeit und Respekt. Die verlogenen und dümmlichen Gerichte entschieden sich für die Dummheit und gegen erhabene Werte. Die Saat war Hass gegen alles Christliche und die Ernte ist ein Gegner, vor dem selbst die CharlieHebdo-Angeber es langsam aber sicher mit der Angst bekommen werden.

Kann ein Fremder alles über Sie sagen, was er will, verehrter Herr Alexander Seilkopf? Darf er bis zum äußersten gehen? Wirklich? Sind Sie sicher?

Was tatsächlich und im Kern in Paris? Sie konnten Zeuge werden, wie die europäische Linke der Heuchelei überführt wurde. Während man dann in Paris demonstrierte, wurde in Saudi Arabien ein Mensch, wegen etwas harmlosem ausgepeitscht. Zufall, wohl kaum. Angeblich 1000 Peitschenhiebe (50 pro Woche, wer soll dies ertragen können und überleben?), 10 Jahre Gefängnis, und eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich, mit einer 2 am Anfang.

Wie kann man in Paris protestieren und seit (!!!!) Jahren die Augen verschliessen, vor den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien? Das war schon immer ein Kennzeichen der linken Linken und deren Häuptlingen. Liegt es am Erdöl? An dem perversen und falschen Prinz Charles aus London?

Apropos Hexen. In Pakistan und einigen anderen Ländern kann ähnliches geschehen. Da braucht nur ein Anhänger des toten und falschen Propheten seinen Nachbarn bei den Behörden anzuschwärzen, er hätte aus einem rein willkürlichen Grund, diesen "beleidigt", dann ist sein Leben in höchster Gefahr.

Warum brechen Sie nie eine Lanze für die heutigen "Hexen"? Übrigens, CharlieHebdo ist seine Schulden und die Pleite erst einmal los.

Blasphemie in eine Richtung ist toll? Und in die andere Richtung gelangt man dann ins Gefängnis? Wenn jemand in Paris sich blasphemisch über den schwachsinnigen und korrupten französisischen Präsidenten äußern sollte, was passiert dann? Erträgt er das? Niemals, dies kann ich Ihnen mit Siegel und Garantie geben. Also, sind wir hier dann in der Psychiatrie?

Was passiert mit Autofahrern, die Unfälle bauen? Ziehen Sie dann über das Autofahren her? Wollen Sie Autofahren dann verbieten?

Warum nennen Sie das Böse nicht einfach böse? Dann erhalten Sie einen richtigeren Durchblick. Das Mittelalter war schon sehr viel komplizierter, als manche Leutchen hier dem weniger gut informierten Leser weismachen wollen. Richard Tol hat im obigen Artikel sehr viele Fehler eingebaut. Schade.

Eine andere Perspektive sollte Ihnen sehr stark zu denken geben. Der a-theistische Kämpfer, hat eine grosse Klappe und nichts dahinter. Und sein Gegenpart ist nur dazu da, um diesem a-theistische Waschlappen seine Doppelzüngigkeit vor Augen zu führen.

Das Satire-Magazin Titanic hat die Botschaft schon verstanden. Die machen sich jetzt in die Hose. Plötzlich hat die pervertierte Meinungsfreiheit Konsequenzen. Und die letzte Auflage von der dümmlichen CharlieHebdo hat unzähligen und unschuldigen Menschen, vor allem in Afrika das Leben gekostet. Das war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und die Macher von CharlieHebdo sollten und haben die Pflicht dies zu wissen. Sie sind also auch Mörder, geistige Brandstifter.

Pervers ist, dass viele der Anhänger des falschen und toten Propheten die Welt dichotom einteilen. Die schauen nicht genau hin. Und haben die Stirn A-Theisten als Christen hinzustellen und einzuordnen. Was soll an diesem Westeuropa noch christlich sein?

Und der rot-grüne Virus hat all diesem die Türen und Pforten geöffnet. Und trotzdem schlagen Sie immer weiter auf die christlichen Werte ein? Und Sie finden keine Fehler, bei den Gegnern?

[...]

[Sorry, verehrter Admin. Ich verhafte mich jetzt selbst.]

4
Alexander Seilkopf

Ich kann es nicht glauben, dass sich die Menschen wieder ins Mittelalter versetzen. "Sie ist eine Hexe, weil sie was anderes sagt! Verbrennt Sie! Wenn sie es überlebt, dann ist sie eine Hexe, wenn nicht, dann wird Gott ihre Seele auf nehmen." Doch das mit der Seele ist ein anderes Thema.
Wie reagiert man auf solche Attacken? Wie muss einem zumute sein, wenn man sich an die Taten in Paris erinnert, und wie man die Freiheit hochgehalten hat. Und dann leist man so etwas. Es ist eckelhaft und verlogen.

Wie reagiert man auf die Schule? Wenn in der Schule als zusätzlicher Religionsuntericht, die Lehren des IPCC und der Grünenideologie gelehrt werden? Wenn man sich anhören muss, dass der Papa Unrecht hat, weil die Lehrer aber Recht haben? Wie kann man diese grünen Lügen einem Kind erklären? Wie sagt man ihm, dass es zu diesem Thema in der Schule belogen wird? Wie geht man an die Lehrer ran, die bereits soweit indoktriniert sind, dass sie nichts hinterfragen? Warum hinterfragen sie nichts mehr? Sollte das nicht auch den Kindern beigebracht werden? Das kritische Nachfragen?
Danke