Weltwirtschaftsforum Davos 2015: Forum der Scheinheiligen

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von Holger Thuss
Milliardäre fordern massive Einschränkungen, aber von anderen


Al Gore, Oberpriester der unheiligen Klima-Religion, hat es wieder mal allen gezeigt. Denn gerade ist die viertägige Jahrestagung des World Economic Forum in Davos zu Ende gegangen.  Und der Friedensnobelpreisträger, der eigentlich schon abgeschrieben war, durfte sich nach einigen Jahren Pause vor der globalen Elite mit einem neuen multimedial aufgepeppten Schauerszenario (hier das Video) über das Klima der Zukunft in Szene setzen. Vor hunderten von Zuschauern, die in der Lage waren, den kolportierten Eintrittspreis von circa 40.000 Euro zu berappen, warnte er einmal mehr vor den angeblichen Folgen des industriellen Kohlendioxidausstoßes. Und natürlich: Wie stets zuvor war er sich nicht zu schade, seine Warnungen bildlich mit Industrieschornsteinen zu untermalen, deren Abgaswolke vorwiegend aus Wasserdampf besteht. Doch das war nur der Anfang: Auch der längst widerlegte Zusammenhang zwischen Kohlendioxidanstieg in der Atmosphäre und dem angeblichen globalen Temperaturanstieg samt Hockeyschläger-Graphik durfte nicht fehlen. Noch blödsinniger war da nur Gores verbale Gleichsetzung des täglichen menschlichen Wärmeausstoßes mit 400.000 Hiroshima-Atombomben.

Auch die (Schein-) Lösungen, die Gore anbot, waren die altbekannten: Energieproduktion aus Wind und Solar etwa, wobei er so tat, als geschähe der Ausbau dieser Produktionsformen subventionsfrei, und behauptete, weltweit seien Millionen „grüner“ Jobs entstanden. Besonders niederträchtig war hingegen seine Verknüpfung der schlechten Luftqualität der Stadt Peking mit dem Atmosphärengehalt des vollkommen geruchlosen Spurengases Kohlendioxid, unterlegt mit einem Kleinkind, das eine Gasmaske tragen muss. Gore forderte natürlich auch „Climate Action Now!“ Von anderen, etwa die Verteuerung des „Karbonpreises“, was nichts anderes als eine noch höhere Besteuerung sämtlicher Produktionsprozesse darstellt, vor allem in der energieintensiven Lebensmittelbranche. Außerdem forderte er die Bestrafung jedweder Finanzierung von „Klimaverleugnung“, also die Einschränkung der bürgerlichen Grundrechte zugunsten der Klimareligion. Gemeinsam mit dem Sänger und selbst ernannten Klimaexperten Pharrell Williams kündigte er abschließend noch für Juni das größte globale Live-Earth-Konzert aller Zeiten an.

Damit war Gore dort angekommen, wo er um 2010 aufgehört hatte. Danach erreichte seine eigene Glaubwürdigkeit immer neue Tiefpunkte.  So wurde 2013 bekannt, dass er eine seiner wirtschaftlichen Beteiligungen ausgerechnet an den Ölstaat Katar verkauft hatte. Die Rede war von einer Verkaufssumme von 500 Millionen Dollar. Das Tennessee Center for Policy Research hatte zuvor berechnet, dass allein der Energieverbrauch eines von Gores Wohnsitzen dem 20-Fachen des amerikanischen Durchschnitts entspricht. Auch deshalb hatten Gores Klimaschutzappelle 2014 im Vergleich zu den Vorjahren nur noch wenig öffentliches Interesse erregt. Anscheinend denkt er jetzt, dass Gras über diese Sache gewachsen ist.

Denn nichts deutet darauf hin, dass sich an den globalen Doppelstandards irgendetwas geändert hat – ganz im Gegenteil: Davos war wie in den Vorjahren eine Versammlung der Mächtigen und exzentrischen Gutmenschen-Milliardäre. So wurde der Milliardär Jeffrey Green, der mit Ehefrau, Kindern, zwei Nannys und eigenem Jet anreiste, mit den Worten zitiert, die „Erwartungen der Amerikaner an ihren Lebensstil sind viel zu hoch“. Ein ausgeglichener Lebensstil bedeute „weniger Dinge und eine kleinere, bessere Existenz. Wir müssen unser gesamtes Lebenssystem neu erfinden.“ Gleichzeitig wird allein der Wert von Greens kalifornischem Hauptwohnsitz auf 195 Millionen Dollar geschätzt.

Die gleichen Leute, die begeistert klatschen, wenn Al Gore vom Rest der Welt Einschränkungen fordert, bereiten den Schweizer Behörden Kopfzerbrechen, weil es so schwierig ist, genügend Parkraum für deren 1.700 private Flugzeuge zu finden: Bei etwa 2.500 WEF-Teilnehmern dürfte kaum ein Teilnehmer mit der Bahn oder einem Linienflug angekommen sein. Menschen, die bereit und in der Lage sind, etwa 50 Euro für einen Hotdog, Burger oder Salat zu bezahlen, erwarten demnach von anderen, dass sie Karbonsteuern akzeptieren und ihren Lebensstandard herunterfahren. Der Schweizer und österreichische Steuerzahler durfte hingegen schon einmal die Rechnung für die grotesk hohen Sicherheitsmaßnahmen schultern. Diese Widersprüche waren in diesem Jahr so eklatant, dass sogar die deutschen Mainstreammedien kaum über Davos berichteten.

Wenn Gore, sein Hiwi Pharrell Williams („I am happy“) und ihre Davoser Zuhörerschaft „Climate Action“ fordern, ist das daher an Scheinheiligkeit sicher nicht zu überbieten.

Über den Autor

Holger Thuss ist promovierter Historiker, Verleger (TvR Medienverlag) und Präsident des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE).

Übernommen vom ef Magazin hier 

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9 Kommentare

  1. #8 Katrin Meinhardt

    Vielen Dank für Ihre Zustimmung, Frau Meinhardt.
    Es ist doch immer erfreulich, wenn man erfährt, dass man mit seiner Meinung nicht ganz alleine dasteht.

    Mit freundlichen Grüßen

  2. #7: Wir recht Sie haben. Bei der berühmtesten Kriminalgeschichte der Menschheit und Verbrechen gegen den Menschensohn war es auch so, der intrigante Fischkopf, zog alle Fäden hinter der Bühne. Alle, ohne Ausnahme.

    Zitat: „[…] Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, […]“

    Die Mächtigen und Hohepriester haben sich kein bißchen verändert. Egal welcher Couleur.

    „Die Medien sind in den westlichen Ländern zur größten Macht geworden, mächtiger als die Legislative, die Exekutive und die Jurisdiktion.“,

    Alexander Solschenizyn (zugeschrieben).

    Mitteilungs-Medien in irgendeiner Form gibt es schon seit Jahrtausenden. Aber nie waren die technischen Möglichkeiten so gigantisch wie heute. Buchstäblich in einem Augenblick gehen Nachrichten um die Welt. Und wir wissen sehr genau, wer diese Medien kontrollieren will.

    Mit sehr freundlichen Grüssen (an den sehr geehrten Herrn Armin Schmitt)

  3. #2 Dr. Paul

    „Die 4. Macht, die sog. freie Presse hat ihre wichtigste Pflicht verraten und ist jetzt ganz erstaunt, dass der Bürger immer unzufriedener wird.“

    Wer ist denn die 4. Macht der sog. freien Presse, Herr Dr. Paul. Es sind doch einige wenige Medienmogule die zur Elite gehören und die sog. 4. Macht beherrschen. Sie bestimmen was geschrieben wird. Politiker oder Regierungen, die sich mit Ihnen und ihren verbündeten Eliten anlegen werden fertiggemacht (siehe Wulf). Sie sind maßgeblich mitverantwortlich bei der Vorbereitung für Kriege.
    Genauso ist es mit Al Gore und seiner „Klimakatastrophe“. Sie stecken alle unter einer Decke. Die stört es nicht ob der Bürger immer unzufriedener wird.
    Ihre Chefredakteure passen auf, dass der kleine Redakteur nicht aus der Reihe tanzt. Seine eigenen ausgewogenen Recherchen darf er nur bei unwichtigen Themen oder im Sportteil zu Papier bringen.
    Folgendes Zitat, Ich weiss nicht ob Sie es kennen, fällt mir dann immer ein.

    „Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder um eine kommunistische Diktatur handelt. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es werde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Die Methode funktioniert in jedem Land.“

    So einfach ist es Herr Dr. Paul. Sie verfolgen doch auch die Diskussionen und Berichterstattungen über Klimakatastrophe, Fracking, Ukraine usw.

    Das Zitat ist übrigens von Hermann Göring.

    MfG

  4. #4:Hallo Katrin Meinhardt, Bertelsman ist zweifellos ein internationaler Konzern auch wenn der Name deutsch klingt.
    Mir ist er dadurch aufgefallen, dass er sich in üblicher Verschleierungstaktik mit „Stiftungen“ scheinbar „sozial“ gebärdet und damit für den Insider in negativer Weise in die Gesundheitspolitik eingreift.

  5. #2 Übrigens, Dr. Paul. Das Bertelsmann-Unternehmen besitzt einen klitzekleinen Verlag in den USA, also mit kleinen Umsätzen. Dieser Verlag zahlte Obama, damals um die 15 Millionen US-Dollar für ein Buch, welches noch gar nicht geschrieben war. Der kleine Verlag besass gar nicht die Mittel das Buch zu bezahlen. All dies soll verbürgt sein und liesse sich relativ leicht überprüfen.

    Dies zu der Zeit, bevor der rot-grüne Obama das erste Mal Präsident werden durfte und (!) die Wahl (für seine 1. Amtsperiode) nur ganz knapp gewann. Auch nutzte er das Internet als [..] Quelle. Hier ist vieles möglich.

    Ich meine, Bill Clinton, wäre das gleiche Glück widerfahren. Zufall? Natürlich nicht, wenn (!) diese meinige Aussage wahr sein sollte.

    Ein jeder Kritik (Kunst der Unterscheidung) liebende Mensch muss die Daten aus jedem möglichen Blickwinkel betrachten wollen. Viele sind einfach zu faul dazu.

    Welches Interesse könnte Bertelsmann daran haben, Obama, einem damals unbekannten und unwichtigen Politiker, im Grunde eine Marionette, zum Sieg zu verhelfen? Ist das nicht illegale Wahlkampfhilfe? Auch Obama ist ein grüner Fanatiker, der schlimmsten Sorte. [Ich zitiere aus dem Gedächtnis, für eventuelle kleine Ungereimtheiten, bitte ich um Verzeihung.]

  6. #2: Verschwörungstheortiker? Nein, Sind Sie nicht. Wer Ihnen das vorwerfen sollte, redet schneller als er zu denken vermag. Das ist fatal für den Kritiker. Nebelkerzen. Die ganze intrigante Palette ist möglich. Fakten, und sehr starke Indizien belegen, Sie sind keiner. Zumindest in dem Bereich, den ich von Ihnen kenne. Sie glauben Aristoteles nur zu sehr. 😉 Auch seiner Art zu Denken gegenüber müssen Sie kritischer werden. Denn, er machte Fehler, schwerwiegende.

  7. Hochverehrter Herr Thuss,
    Sie treffen genau den Kernpunkt der heutigen „westlichen Gesellschaft“, die gekennzeichnet ist von einer internationalen Machtstruktur einer Minderheit,
    die eine zunehmende skrupellose Versklavung der Menschen betreibt und dabei buchstäblich alles korrumpiert, was sie mit den Händen anfasst.
    Wer genau dahinter steckt, bleibt konsequent im Dunkeln, eher etwas neues in der menschlichen Geschichte.
    Davos einschließlich der WMO in ihrem steuerfreien Palast in Genf ist eine zynische Provokation „for the rest of us“.
    Politische „Staatsführungen“ spielen mit, Schande über sie, denn auch sie können der Versuchung der Macht nicht widerstehen, da sie das „Gewaltmonopol“ beanspruchen, das einschließlich Rechtssprechung zunehmend missbraucht wird gegen den eigenen Bürger (Überwachungsstaat).
    Die 4. Macht, die sog. freie Presse hat ihre wichtigste Pflicht verraten und ist jetzt ganz erstaunt,
    dass der Bürger immer unzufriedener wird.
    Besonders erschreckt die völlig fehlende Moral dieser dunklen „Elite“, sie möchte sogar Krieg.
    Das ist auf die Dauer immer schief gegangen, weil es nicht nur böse ist, sondern auch DUMMHEIT darstellt.
    Der Bürger wird schonungslos manipuliert mit übelsten Methoden bis zum offenen Psychiatriemissbrauch. Der Staat bestimmt zunehmend was „normal“ sein muss. Fragen und Zweifel sind unerwünscht.

    Gerne lass ich mich hier von Idioten, die das mitmachen, Verschwörungstheorethiker nennen,
    das trage ich gerne mit Würde als Ehrentitel.

    mfG

  8. Es wäre interessant zu wissen, welcher „Gemeinde“ Al Gore angehört. Was motiviert so einen Menschen? Wo hat der Denken gelernt? Mit wem spricht er sich ab? Unter welchem Einfluss steht er? Weiss er wirklich was er da tut?

    Sein Ex-Chef, Bill Clinton, bspw., soll für jeden Vortrag, den er irgendwo halten darf und will, weit über 200.000 US-Dollar verlangen können, für vielleicht eine Stunde, wenn überhaupt, Vortrag, inklusive Diskussion, falls es sie geben sollte. Er findet also immer irgendeinen Menschen, der bereit ist ihm diese Summe zu bezahlen. Ich persönlich wüsste nichts, was er so sagen oder wissen könnte, was diesen Preis rechtfertigen würde. Niemals. Ich darf daran erinnern, während der Präsidentschaft von Bill Clinton wurden die Pforten für die später eintretende Finanzkatastrophe, auch um Lehman, et cetera, geöffnet. Und diese Schweinerei geschah nicht (!) zufällig. Das ist völlig ausgeschlossen. Wer das nicht glauben will, bitte schön. Die (wirtschaftswissenschaftlichen) Fakten sprechen eine klare und eindeutige Sprache. Da haben ein paar sehr grosse Schweine den Bill Clinton bearbeitet, einen linken Linken. Die nennen sich in den USA Demokraten. Von dieser Materie kann Bill nichts verstanden haben. Das ist unmöglich und nachweisbar. Bill hat sich also sehr gerne bearbeiten lassen.

    Das Geld erhält Bill wohl weil er über sehr gute Verbindungen verfügt. Was sonst. Die Mächtigen, der Fisch stinkt vom Kopf her. Davos ist ein solches dreckiges Nest (geworden).

    Ein weiteres Detail. Warren Buffet, in der Investmentszene, ein ganz grosser Fisch, weil er eine Methode anwendet, die an den Unis, vor allem in Deutschland, sehr wenig gelehrt wird, komischerweise, ist außerordentlich erfolgreich. Dieser gleiche Warren B. soll sehr viel Geld, Millionen von US-Dollar, für den eiskalt geplanten Mord an ungeborenem Leben spenden, aus tiefer Überzeugung. Warum? Weil der nicht rechnen kann, und frech behauptet, auf der Erde wäre nicht genug Platz für soviele Mensche. Eine Perversion an sich, denn es ist sehr wohl genug Platz. Natürlich.

    Auch von den Müllbergen hat die grüne Mafia mal behauptet, es wäre nicht genug Raum vorhanden. Dabei hätten einige einfache und (!) transparente Rechnungen ausgereicht um den Gegenweis zu führen, und diesen Unsinn zu widerlegen.

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