2014: Unter den 3 Prozent der kältesten Jahre innerhalb der letzten 10.000 Jahre?

Dr. Tim Ball
Schon im Oktober 2014, also bevor das vorige Jahr passé war, wurde uns erzählt, dass das Jahr auf dem Weg zum wärmsten Jahr jemals sei (Abbildung 1 rechts). Der visuelle Link zu Eisbären unterstrich diese Aussage. Tatsächlich lag das Jahr 2014 unter den kältesten 3 Prozent aller Jahre während der letzten 10.000 Jahre, doch liegt dies nicht politisch auf Linie.


Bild rechts: Abbildung1

Wir wissen, dass sich die Schlagzeile auf die NOAA-Projektion bezieht, aber die Öffentlichkeit verinnerlicht nur den Terminus „wärmstes Jahr“. Das ist von Anfang an die Routine der Manipulation von Schlagzeilen durch Bürokraten und IPCC-Unterstützer. Die Behauptung kam nicht überraschend, weil die NOAA schon im Januar angefangen hat, das Jahr 2014 mit der Schlagzeile NOAA: January 2014 fourth-warmest on record zu apostrophieren. Verschiedene Monate des Jahres wurden benannt, zum Beispiel „NOAA: August 2014 Was The Warmest On Record,” mit dem Zusatz, dass er ein kleines bisschen zu warm war. Aber da hatte die NOAA schon berichtet:

Der Sommer des Jahres 2014 ist offiziell der wärmste seit Beginn moderner instrumenteller Aufzeichnungen vor über 130 Jahren. Dies geht aus dem jüngsten Klimastatusbericht des National Climatic Data Center der NOAA hervor.

Im Oktober hatte man das Jahr zusammengefasst:

Dies macht die ersten zehn Monate des Jahres 2014 zur wärmsten Januar-bis-Oktober-Periode jemals und schiebt das Jahr 2014 auf den Weg, das wärmste, in den bis zum Jahr 1880 zurück reichenden NOAA-Archiven verzeichnete Jahr zu werden.

Bob Tisdale schrieb eine exzellente Zusammenfassung der „ Anticipation [Erwartung] der beiden Reihen vom GISS und vom NCDC. Er war nicht überrascht, als diese Aufzeichnungen erschienen und zeigten, dass das Jahr 2014 um 0.02°C über dem bisherigen Rekord lag. Man erinnere sich, dies stammt aus einer Reihe, die in historischen Aufzeichnungen beschränkt war auf 0,5°C. Wir kennen auch die beiden Satelliten-Datenreihen, RSS und UAH, und beide zeigen, dass es nicht das wärmste Jahr war.

Um der Schlagzeile zu begegnen bräuchte man etwas sehr Dramatisches, weil es hinsichtlich der Temperatur 2014 nichts Signifikantes gibt, wie Tisdale in einem Beitrag mit dem Titel The Uptick in Global Surface Temperatures in 2014 Doesn’t Help the Growing Difference between Climate Models and Reality zu beweisen plant. Er ist daran interessiert zu sehen, wie Gavin Schmidt, Nachfolger von James Hansen am Goddard Institute for Space Studies (GISS) die Fackel weiterträgt. Die Historie zeigt, dass die GISS-Werte stets höher lagen als die Werte aus allen anderen Quellen. Das ist nur ein Indikator der Temperatur-Adjustierungen, die vorgenommen worden waren, um die AGW-Hypothese passend zur politischen Agenda zu machen.

Herausforderungen und Festlegungen [fixes] des IPCC

Wie belastbar ist die Behauptung bzgl. 2014? Im Kontext der letzten 10.000 Jahre ist das bedeutsam, weil sich das Jahr unter den 3 Prozent der kältesten Jahre befindet, was viel bedeutsamer ist, als die von den Warm-Alarmisten proklamierten 100 Jahre. Es gibt zwei wesentliche Gründe: Die höchsten Temperaturen wurden in den letzten Jahren steigender Temperatur abgelesen. Jede Veränderung, Adjustierung und Kurzfassung der Aufzeichnung bislang wurde vorgenommen, um zunehmend höhere Temperaturen zu erzeugen und zu verkünden

1. Die instrumentellen Daten sind räumlich und zeitlich unzureichend. Wetterdaten an der Oberfläche sind praktisch nicht existent und ungleich über 85% der Erdoberfläche verteilt. Über 70% der Ozeane gibt es praktisch gar keine. Auf dem Festland gibt es praktisch keine Daten aus den 19% Berge, 20% Wüste, 20% boreale Wälder, 20% Prärien und 6% tropischer Regenwald. Um die Lücken „aufzufüllen“, stellte das GISS die lächerliche Behauptung auf, dass eine einzige Stations-Temperaturmessung repräsentativ sei für ein Gebiet um die Station mit einem Radius von 1200 km. Die initialen AGW-Behauptungen basierten auf Festlandsdaten. Die Daten sind vollkommen ungeeignet als Grundlage für die Konstruktion der Modelle.

2. Die meisten Stationen konzentrieren sich im östlichen Nordamerika und in Westeuropa. Sie wurden schon früh zu Beweisen für die vom Menschen verursachte globale Erwärmung. IPCC-Advokaten haben lange Zeit die Tatsache ignoriert, dass diese Stationen fast alle vom städtischen Wärmeinsel-Effekt UHI betroffen waren.

Der UHI war eine der ersten Herausforderungen der aus den instrumentellen Messungen abgeleiteten AGW-Behauptung. Zwei von Warwick Hughes erzeugte Graphiken waren die Effektivsten und erschienen im Jahre 1991 kurz nach Veröffentlichung des 1. IPCC-Berichtes 1990. Abbildung 2 zeigt die Temperatur an sechs großen australischen Städten.

Abbildung 2

Eine höchst wahrscheinliche Erklärung des UHI ist die Ausdehnung der Stadtgebiete, bis ursprünglich außerhalb der Stadt liegende Wetterstationen an Flughäfen davon eingeschlossen worden waren. Das Automobil hat dies möglich gemacht. Abbildung 3 zeigt einen Vergleich mit 26 ländlichen Stationen:

Abbildung 3

Der Unterschied ist markant. Genauso interessant ist, dass die Temperaturen im ersten Teil der Zeitreihe von 1880 bis 1900 höher lagen.

3. Es gibt eine konstante Revision der Aufzeichnungen hin zu niedrigeren historischen Werten. Dies lässt den Gradienten der vermeintlichen Erwärmung zunehmen. Offensichtlich wird dies in den Aufzeichnungen von Neuseeland (Abbildung 4):

Abbildung 4

Eine Suche bei WUWT nach dem Terminus „Temperature adjustments” ergibt eine Unmenge von Beweisen. Jedwede vorgenommene Anpassung diente dazu, den Gradienten der Kurve so zu verändern, dass es heute wärmer ist als in der Vergangenheit. Erklärungen, wenn überhaupt abgegeben, bieten gewöhnlich kaum eine Rechtfertigung für diese Adjustierungen. Das andere Leuchtzeichen ist, dass nahezu alle Adjustierungen vorgenommen worden waren, bevor die UAH-Satelliten-Temperaturaufzeichnung im Jahre 1991 begann.

4. Die Politik hatte erwartet, dass Satellitendaten die Wetterstationen am Erdboden ersetzen würden. Als Folge wurden viele Wetterstationen stillgelegt (Abbildung 5) oder zumindest nicht in die Berechnung des globalen Mittelwertes aufgenommen.

Die Abbildungen unten zeigen:

a) die Anzahl von Stationen mit einer Aufzeichnungsdauer von mindestens N Jahren als eine Funktion von N,

b) die Anzahl messender Stationen als eine Funktion der Zeit,

c) die Prozentzahl hemisphärischer Gebiete, die sich innerhalb des Radius‘ von 1200 km um eine messende Station befindet.

Abbildung 5

Die Anzahl von Bodenstationen war im Jahre 1960 unzureichend und wurde im Jahre 1990 noch weiter reduziert. Man beachte, dass nur etwa 1000 Stationen einen Zeitraum von 100 Jahren überdecken.

Aber wie genau kann man die globale Temperatur ermitteln, wenn der antarktische Kontinent ausgelassen wird? Man betrachte die IPCC-Schlussfolgerung:

Der größte Teil der beobachteten Zunahme der globalen mittleren Temperaturen seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich der beobachteten Zunahme der anthropogenen Treibhausgas-Konzentrationen geschuldet. Es ist wahrscheinlich, dass es während der letzten 50 Jahre eine signifikante anthropogene Erwärmung gemittelt über jeden Kontinent (außer der Antarktis) gegeben hat.

Antarktika ist 14 Millionen km² groß, also fast so groß wie Russland (17 Millionen km²), dem größten Land der Erde.

Man füge dem die 14 Millionen km² des Arktischen Ozeans hinzu, aus dem keine Daten vorliegen, wie das Arctic Climate Impact Assessment (ACIA) anmerkt (Abbildung 6)

Abbildung 6

Die Ausdehnung dieser Gebiete ist das Eine, ihre Rolle bzgl. des Weltklimas das Andere und weitaus wichtiger als die Rolle fast aller anderen Regionen.

Abbildung 7 zeigt, dass weniger Stationen ein beitragender Faktor zu höheren Temperaturen sind:

Abbildung 7

Die Stationen, die die NOAA aus dem GHCN in Kanada übernommen hat, illustrieren das Problem (Abbildung 8).

Abbildung 8

Es gibt 100 Stationen nördlich des Polarkreises, aber die NOAA zieht nur die Station Eureka, eine bekannte Wärmeinsel heran, um ein Drittel des zweitgrößten Landes der Erde zu repräsentieren. Selbst der 1200-km-Radius zählt hier nicht mehr.

7. Abänderungen der historischen Aufzeichnungen enthalten auch den infamen Hockeyschläger. Dabei wird von einem Mitglied der Climatic Research Unit CRU berichtet, dass er Prof. David Deming gesagt hat: „Wir müssen die Mittelalterliche Warmzeit loswerden!“ Mit dieser Äußerung im Hintergrund wurde der Hockeyschläger erzeugt. Das Blatt [des Hockeyschlägers] wurde geformt von CRU-Direktor Phil Jones‘ Daten, die eine Zunahme von 0,6°C innerhalb von etwa 120 Jahren zeigten. Das Problem war der Fehlerfaktor: ±0.2°C oder ±33 Prozent.

8. Die Temperaturtrends des 20. Jahrhunderts beginnen mit einer Erwärmung von 1900 bis 1940, der eine Abkühlung von 1940 bis 1980 folgte, gefolgt von einer erneuten Erwärmung von 1980 bis 1998 sowie einem leichten Abkühlungstrend danach bis 2014. Die Alarmisten haben die Abkühlung den menschlichen Emissionen von Sulfaten zugeordnet, aber das stellte sich als falsch heraus, als die Temperaturen wieder zu steigen begannen ohne dass die Sulfate abnahmen.

9. Falls wir die Erwärmung alles in allem ab 1900 akzeptieren, was vernünftig wäre, kam doch die Erde aus der Kleinen Eiszeit (LIA), dann treten die höchsten Temperaturen erst in den jüngsten Aufzeichnungen auf (Abbildung 9)

Abbildung 9

Der Umstand, dass 2014 einen winzigen Betrag wärmer war als jedes andere Jahr in der Aufzeichnung ändert nicht den Trend des „Stillstands“. Er verstärkt nicht die CO2-Kausalitäts-Behauptung.

10. Die Behauptung lautet, dass das Jahr 2014 um 0,02°C wärmer ist als jedes andere Jahr. Es ist vernünftig zu vermuten, dass die US-Temperaturaufzeichnung unter den Besten ist. Anthony Watts zeigte, dass nur 7,9 Prozent der US-Stationen auf <1°C genau ist (Abbildung 10).

Abbildung 10

Eine Gegenschlagzeile muss eine Perspektive bieten

Der Titel zu diesem Beitrag könnte auch lauten [übersetzt] 2014: unter den 3 Prozent kältester Jahre in 10.000 Jahren“. Abbildung 11 zeigt die Temperatur der Nordhemisphäre für den Zeitraum, der bezeichnet wird als „Klimaoptimum, Hypsithermal und Holozän-Optimum“.

Abbildung 11

Die dem Originaldiagramm hinzugefügte rote Linie vergleicht die genäherten Temperaturen des 20. Jahrhunderts (rechte Seite) mit denen der letzten 10.000 Jahre. Bei CO2Science wird von Dahl-Jensen (1998) angemerkt:

Nach dem Ende der Eiszeitperiode haben die Temperaturen bis zum klimatischen Optimum (vor 4000 bis 7000 Jahren) stetig zugenommen, bis die Temperatur maximal um 2,5°C über den heutigen Werten lagen.

Der Schlüssel-Terminus in der 2014-Behauptung ist „in der Aufzeichnung“, aber die überdeckt lediglich etwa 100 Jahre. Im Zusammenhang mit dem klimatologisch viel bedeutenderen Zeitraum von 10.000 Jahren ist es eines der kältesten Jahre.

Die Behauptung, dass 2014 das wärmste Jahr jemals war, war politisch wichtig für die Befürworter der IPCC-Story, dass menschliches CO2 die Ursache der globalen Erwärmung sei. In der Mitte dieser Argumentation stand die Notwendigkeit zu beweisen, dass die Temperaturen zum Ende des 20. Jahrhunderts die „wärmsten jemals“ waren. Dies ist der Grund, warum die 2014-Behauptung so bequem vor dem COP-Treffen in Lima auftauchte, auf dem die falsche IPCC-Behauptung verzweifelt beworben wurde.

Die Beweise widersprechen weiterhin hartnäckig den wesentlichen Hypothesen der AGW-Hypothese. T. H. Huxley (1825 bis 1895) drückte das so aus:

Die große Tragödie der Wissenschaft – eine wunderschöne Hypothese wird durch eine hässliche Tatsache geschlachtet.

Das Problem ist, dass die Fakten immer weiter anwachsen und die AGW-Befürworter diese weiterhin ignorieren, umgehen oder sie verfälschen. Wir wissen, dass die Wissenschaft falsch ist, weil die IPCC-Projektionen falsch sind. Normale Wissenschaft verlangt verlangt immer aufs Neue das Überdenken einer Hypothese und deren Implikationen. Das IPCC hat diese Option entfernt, als sie den Beweis für die Hypothese ausschlossen. Dies packt das IPCC auf die Tretmühle, die Ergebnisse zu fixieren, vor allem die Temperaturaufzeichnung. Der chinesische General Tao Kan drückte es so aus: „Es ist wie der Ritt auf einem Tiger, von dem abzusteigen sehr schwierig ist“.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/01/21/2014-among-the-3-percent-coldest-years-in-10000-years/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Hinweis des Übersetzers: Im Original ist der Autor Tim Ball vermutlich mit der Zählung seiner Abbildungen durcheinander gekommen. Die Abbildung 6 taucht im Original zweimal auf, obwohl es sich um ganz verschiedene Graphiken handelt. Danach geht die Zählung mit 7 weiter.

Ich habe die Zählung daher korrigiert. Die zweite als „Abbildung 6“ bezeichnete Graphik habe ich zu Abbildung 7 gemacht. Aus Abbildung 7 im Original wurde hier Abbildung 8, usw bis zum Ende des Beitrags.

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19 Kommentare

  1. Was mich verwundert ist folgende Aussage von Tim Ball :
    „Die instrumentellen Daten sind räumlich und zeitlich unzureichend. Wetterdaten an der Oberfläche sind praktisch nicht existent und ungleich über 85% der Erdoberfläche verteilt. Über 70% der Ozeane gibt es praktisch gar keine. Auf dem Festland gibt es praktisch keine Daten aus den 19% Berge, 20% Wüste, 20% boreale Wälder, 20% Prärien und 6% tropischer Regenwald.“ Zähle ich zusammen was alles nicht gemessen wird, so sind das 85%.“
    Soll das heißen, dass nur 15% der Landfläche mit Temperaturmessstationen belegt ist ???

    Vor jahren las ich mal es seien 25%. Ist auch noch wenig, aber die Vernebelung durch die AGW´ler ist ja bekannt. Nur 15% wären so gut wie wenig bis nichts. Wer will da noch behaupten der Planet erwärme sich überhaupt ???

  2. @Dr.Kuhnle,#13: „Wenn Sie allerdings ein Hellseher sind, und bereits genau wissen, wie sich die Natur entwickelt, dann benötigen Sie natürlich überhaupt keine Thermometer. Da könnte man sehr viel Geld sparen. Bieten Sie sich doch einmal dem DWD an!“

    Lieber Herr Kuhnle, ich bin kein Hellseher und muss auch nicht dem DWD meine Hilfe anbieten. Im Gegenteil, ich berufe mich hier seit Jahren auf das, was der Deutsche Wetterdienst und andere Institute wie GISS schon längst rausgefunden haben. Einfach mal diese Ergebnisse zur Kenntnis nehmen, aber daran scheitert es hier schon. Man möchte lieber Aussagen Glauben schenken, dass mit der Umstellung auf eine elektronische Temperaturmessung die Durchschnittstemperatur um 0,9°C angestiegen ist. Da kann man mit den Arbeiten der besten Fachleute kommen, man dringt gar nicht damit durch, keine Chance. Wenn die Leute nur das glauben wollen, was in ihr Weltbild passt, erübrigt sich jede weitere Diskussion, es ist pure Zeitverschwendung.

    „Ihr Hinweis, dass man etwas tun müssse, verwundert mich sehr. Was muss man denn tun?“

    Klar, fragen Sie ruhig nochmal was schon hunderte Male beantwortet wurde. 🙂

    „Bei aller Hysterie in den letzten 25 Jahren und die vielen Billionen an verschwendeten Dollars und Euros, ist es noch nicht einmal gelungen den Anstieg des CO2-Gehalts auch nur einen Krümel zu bremsen!“

    Wieso, kennen Sie den CO2-Gehalt von heute, wenn man keiner dieser Maßnahmen getroffen hätte?

    „Wenn Sie glauben, die Völker ließen sich noch 100mal mehr Geld aus der Tasche ziehen (Was den CO2-Anstieg höchsten minimal, aber nicht entscheidend bremsen könnte), dann täuschen Sie sich gewaltig. Da macht kein Volk der Welt mit, noch nocht einmal wenn Sie ihre DDR-Diktatur wiederbekommen.“

    Herr Kuhnle, es ist vollkommen irrelevant, was ich dazu glaube. Man hat schon längst begonnen weltweit Maßnahmen festzulegen und umgesetzt. Es geht nur darum, dass man die Gelder effizient einsetzt. Wenn Sie darüber diskutieren wollen, gerne.

  3. #4: Hans Jung sagte am Montag, 26.01.2015, 14:44

    „Korrekt. Und 0,095 Jahrtausende before Present ist 1855. Und nicht 2000, wie auf ihrer Grafik dargesetllt.“

    Das eigentlich interessante daran ist, dass
    – diese Kritik auf WUWT zu lesen war, bevor der Artikel hier erschien, Herr Frey hätte das also (wie so oft) wissen können, dass er hier fehlerhafte Dinge präsentiert
    – diese Kritik seit Jahren bei jeder Veröffentlichung eines Artikels von Easterbrook gebracht, es sollte also auch hier bekannt sein

    Trotzdem veröffentlicht man diese Art von fehlerhafter Information immer wieder.

  4. #3: Hans Jung sagt:
    am Montag, 26.01.2015, 13:18

    #2: Gerti Brunthaler sagt:
    Wann endlich wird die Wahrheit siegen ?
    =================================
    Herr Brunthaler, der erste Schritt hierzu wäre eine wahrheitsgemäße Darstellung der Daten.
    Die GRIP-Daten enden 1855; nicht 2000.
    [ . . .]
    Kommentar:
    Herr Diehl, wer andere der Lüge zeiht, sollte mindestens selbst bei der Wahrheit bleiben.
    Denn es gilt
    1. Die Grafik (Abb 1) wurde korrekt vom Autor übernommen.
    2. Der Datensatz (Alley 2000) beginnt bei „relativ“ Jahr 0.0951409. und ist beschriftet mit Age (thousand years before present). und weiter steht dort : GEOGRAPHIC REGION: Greenland
    PERIOD OF RECORD: 49 KYrBP – present. AME OF DATA SET: GISP2 Ice Core Temperature and Accumulation Data
    LAST UPDATE: 3/2004 (Original Receipt by WDC Paleo)
    ####################################
    Werter Kommentator:
    Wieso Herr Diehl?
    Zu Ihrem Kommentar folgende Anmerkungen
    Zu 1) Garbage in – Garbage out
    Zu 2) Wer GISP2 Daten als Bild verbreitet sollte auch die Datenquelle angeben:
    SUGGESTED DATA CITATION: Alley, R.B.. 2004.
    GISP2 Ice Core Temperature and Accumulation Data.
    IGBP PAGES/World Data Center for Paleoclimatology
    Data Contribution Series #2004-013.
    NOAA/NGDC Paleoclimatology Program, Boulder CO, USA.

    ORIGINAL REFERENCE: Alley, R.B. 2000.
    The Younger Dryas cold interval as viewed from central Greenland.
    Quaternary Science Reviews 19:213-226.

    Wer sich die Mühe macht das zu suchen und nachzusehen findet heraus, dass dieser Datensatz 0.0951409 kJahre also 95 Jahre before present endet: Undwas ist nun before present?
    Googel helft, wenn man es nicht weiß: BP ist Jahr von 01.01.1950 Wenn nun gilt: Wer anderen unterstellt nicht bei der Wahrheit zu bleiben, sollte mindestens selbst bei der Wahrheit bleiben. Dann wäre es Zeit diesen flachen Kommentar wenigstens richtig zustellen.
    Die besagte Grafik sollte 1855 enden Um wie viel die Temperatur in der Region zugenommen hat, in der GISP2 erbohrt wurde kann man sich ja ergooglen.
    MfG
    Ketterer

  5. #14: Rainer Steppan sagt:
    Wasser gibt bei Erwärmung in ihm aufgenommenes CO2 ab.
    =======================
    Herr Steppke, das tut es erst bei Sättigung. Und da diese noch nicht erreicht ist, nimmt es immer noch CO2 auf. Glücklicherweise.
    Gruß
    Hans Jung

  6. Wasser gibt bei Erwärmung in ihm aufgenommenes CO2 ab. Dann müsste, wenn die CO2-Story stimmt, das ja zu immer mehr Erwärmung führen, was immer mehr CO2 ausgasen lässt. Normalerweise dürfte es aus dieser Kettenreaktion kein Entrinnen mehr geben.
    Das wurde hier auch schon mal von einem anderen Schreiber angemerkt.

  7. @#6
    Sehr geehrter Herr Hader,
    Dass man einen sehr langen Beobachtungszeitraum benötigt, um eine Klimaveränderung zu messen, liegt in der Natur der Sache und ist nicht meine Schuld. Wenn Sie allerdings ein Hellseher sind, und bereits genau wissen, wie sich die Natur entwickelt, dann benötigen Sie natürlich überhaupt keine Thermometer. Da könnte man sehr viel Geld sparen. Bieten Sie sich doch einmal dem DWD an!

    Ihr Hinweis, dass man etwas tun müssse, verwundert mich sehr. Was muss man denn tun? Den Strom noch teurer machen, damit immer mehr Mieter ihn abgeschaltet bekommen und damit immer mehr Menschen keinen Kühlschrank mehr nutzen können? Das würde nicht von Nächstenliebe zeugen.

    Einmal abgesehen davon, dass es keinen Nachweis gibt, dass der CO2-Gehalt einem maßgeblichen Einfluss auf das Klima hat, bringt auch die Annahme, dass dem so sei nichts. Bei aller Hysterie in den letzten 25 Jahren und die vielen Billionen an verschwendeten Dollars und Euros, ist es noch nicht einmal gelungen den Anstieg des CO2-Gehalts auch nur einen Krümel zu bremsen! Wenn Sie glauben, die Völker ließen sich noch 100mal mehr Geld aus der Tasche ziehen (Was den CO2-Anstieg höchsten minimal, aber nicht entscheidend bremsen könnte), dann täuschen Sie sich gewaltig. Da macht kein Volk der Welt mit, noch nocht einmal wenn Sie ihre DDR-Diktatur wiederbekommen. Wenn Sie CO2 einsparen wollen, dann können Sie es tun. Zwingen Sie aber bitte nicht alle anderen dazu. Die können oder wollen sich das nicht leisten. Sie dürfen auch die Grünen wählen, die Lobbyoartei der Landbesitzer, die den Mietern das Geld aus der Tasche ziehen wollen, ohne dass ein einziges Gramm weniger CO2 in die Luft gelangt. Mehr können Sie nicht tun. Das Klima können Sie nicht ändern, egal welche Hypothesen Sie glauben.

    Gruß, Dr. Kuhnle

  8. #9: „Ich möchste Sie daraufhinweisen, dass wir uns seit der Mitte des 19 Jahrhunderts in einer Warmzeitbefinden.“

    Nun Herr Seilkopf, mir müssen Sie das nicht sagen, mir ist das bewusst. Es war Herr Dr.Kuhnle, der meinte, man könne erst ab dem Jahr 2079 sagen, was wir überhaupt haben.

    „Selbstverständlich steigen dann die Temperaturen und das ist auch gut so. Was hat nun diese Warmzeit an Schlechtigkeiten gebracht?“

    Die Jetztzeit liegt außerhalb der Diskussion, weil deren Zustand ist nicht mehr veränderbar. Egal ob es uns nun Vor- oder Nachteile brachte, es ist geschehen. Die wesentliche Frage ist doch, was bringen und bedeuten mögliche Veränderungen unterschiedlicher Ausprägung in den kommenden 50 oder 100 Jahren für die Menschen. Diese Frage wird man nicht global einheitlich beantworten können, sondern man muss separat auf sämtliche Regionen und Bevölkerungsschichten schauen.

    „Und nein Herr Hader, wir können nichts tun.“

    In dem Punkt liegen unsere Ansichten extrem weit auseinander. Damit kann ich leben. 😉

    „All das Geld, was heuer verbraten wird, um einer eingebildeten und nur an Modellen ersichtlichen „Überhitzung“ (2 K Dogma) entgegen zu wirken, ist eine Verminderung des Wohlstandes in Deutschland.
    Das zu leugnen, bedeutet die Wahrheit mit der Ideologie zu tauschen.“

    Nö, aus meiner Sicht ist es ein Dogma zu glauben, dass jede Form von Emissionsreduzierung automatisch zu einem Wohlstandsverlust führt, weil es völlig außer Acht lässt, was passieren wird, wenn alles so weiter läuft wie bisher und welche Potentiale noch in der Energieeffizienz liegen. Eine differenzierte Sichtweise mit unterschiedlichen Handlungsoptionen kann ich hier nicht erkennen.

    „Warum angagieren Sie sich nicht in der Hungerbekämpfung (da lässt sich auch gut gegen die Marktwirtschaft wettern) oder gegen die Malariaausbreitung (Stichwort Golden Rice).“

    Es gibt kein Entweder-oder, sondern man sollte das eine tun, ohne das andere zu lassen.

    „Sei es wie es sei, ich muss Ihre und auch Ihre Meinung Herr Jung, respektieren, doch ich muss sie nicht akzeptieren.“

    Tja, da bin ich anders drauf. Ich respektiere Ihre Meinung nicht nur, ich akzeptiere sie auch. Nur teilen muss ich sie nicht. 🙂

  9. #9: Alexander Seilkopf sagt:
    Sei es wie es sei, ich muss Ihre und auch Ihre Meinung Herr Jung, respektieren
    ================================
    Das müssen Sie übrigens nicht.
    Man kann grundsätzlich nur Personen respektieren, aber keine Meinungen.
    Gruß
    Hans Jung

  10. #9: Alexander Seilkopf sagt:
    #6 Herr Hader + #4 Herr Jung:
    Ich möchste Sie daraufhinweisen, dass wir uns seit der Mitte des 19 Jahrhunderts in einer Warmzeitbefinden.
    ================
    Sehr geehrter Herr Seilkopf,
    das ist erstens Unsinn und wäre zweitens kein Grund die Temperaturdaten Grönland falsch darzustellen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Jung

  11. #6 Herr Hader + #4 Herr Jung:
    Ich möchste Sie daraufhinweisen, dass wir uns seit der Mitte des 19 Jahrhunderts in einer Warmzeitbefinden. Selbstverständlich steigen dann die Temperaturen und das ist auch gut so. Was hat nun diese Warmzeit an Schlechtigkeiten gebracht? Kein Eis mehr auf der Themse, keine gefrorene Böden, … Spaß bei Seite.
    Wer tatsächlich glaubt, der Mensch könne den Einfluss der Sonne übertreffen und das Klima auf der Erde verändern, sei es nun eine Eiszeit, wie in den 70er Jahren des letzten Jahrhundert, oder wie derzeit diese unsägliche Diskussion und Wertevernichtung über ein angebliche durch menschen verursachte „Überhitzung“ der Erde.
    Und nein Herr Hader, wir können nichts tun. All das Geld, was heuer verbraten wird, um einer eingebildeten und nur an Modellen ersichtlichen „Überhitzung“ (2 K Dogma) entgegen zu wirken, ist eine Verminderung des Wohlstandes in Deutschland.
    Das zu leugnen, bedeutet die Wahrheit mit der Ideologie zu tauschen.
    Sie wollen was gegen die Klimaerwärmung tun? Warum? Warum angagieren Sie sich nicht in der Hungerbekämpfung (da lässt sich auch gut gegen die Marktwirtschaft wettern) oder gegen die Malariaausbreitung (Stichwort Golden Rice).

    Sei es wie es sei, ich muss Ihre und auch Ihre Meinung Herr Jung, respektieren, doch ich muss sie nicht akzeptieren. Meine Meinung zu Ihren Aussagen ist, dass man mit Tatsachen nicht gegen die Ideologie ankommt und das ist gefährlich.

    If the facts change, I’ll change my opinion!!! Leider gilt das heute wohl nicht mehr.

  12. Bei „Wer wird Millionär“ die heikle Frage:
    Was war erdgeschichtlich bisher die Ausnahme:
    a)Keine Erddrehung b)Kein CO2 in der Luft c)Polareis d)ist mir entfallen
    Selbst der wirklich sehr belesene Herr Jauch wusste das (angeblich) nicht, die Kandidatin natürlich ebenfalls nicht. IPCC-Propaganda-Geschädigte meinen wohl genau das Gegenteil, nämlich dass Polareis die Ausnahme wäre.

  13. @Dr.Kuhnle: „Zur Bestimmung eines Klimas sollte man sich 30 Jahre Zeit nehmen und um einen Klimawandel festzustellen sollte man mindestens 100 Jahre warten. Wenn der Startpunkt im Jahr 1979 liegt, können erste Aussagen im Jahr 2079 getätigt werden.“

    Um dann festzustellen, ups, wir hätten vielleicht doch was tun sollen.

  14. Die global gemittelten Temperaturdaten scheinen in der Tat problematisch. Das hat mehrere Gründe. Einige sind im Artikel schön aufgeführt.

    Man sollte sich daher auf die satellitengestützten Temperaturdaten konzentrieren. Hier spielt der Wärmeinseleffekt keine Rolle. Und auch die Problematik der ungleich verteilten Messstationen gibt es bei den Satelitendaten nicht. Zwar liegen hier nur Daten ab 1979 vor, aber zwischen 1940 und 1979 gab es ja gar keine Erwärmung und Daten von noch früheren Zeiten sind global gesehen nicht besonders ernst zu nehmen.

    Mit den Satellitendaten gab es 2014 keinen Rekord. Das ist aber vollkommen unbedeutend, denn ein Klimawandel lässt aus einem einzigen Jahreswert ohnehin nicht ableiten, noch nicht einmal ein Klima. Zur Bestimmung eines Klimas sollte man sich 30 Jahre Zeit nehmen und um einen Klimawandel festzustellen sollte man mindestens 100 Jahre warten. Wenn der Startpunkt im Jahr 1979 liegt, können erste Aussagen im Jahr 2079 getätigt werden. Zwar ist laut SPIEGEL bereits im Jahr 2026 der Kölner Dom im Meer versunken, aber möglicherweise hatten sich Herr Augstein und die Ihm assistierende Deutsche Physikalische Gesellschaft ja auch geirrt. Unsere Kinder werden es erleben.

    Gute Nacht.

  15. #3: Hans Jung sagt:
    #2: Gerti Brunthaler sagt:
    Wann endlich wird die Wahrheit siegen ?
    =================================
    Herr Brunthaler, der erste Schritt hierzu wäre eine wahrheitsgemäße Darstellung der Daten.
    Die GRIP-Daten enden 1855; nicht 2000.

    Und seitdem sind laut Instrumentenmessungen die Temperaturen in in Bohrlochnähe um ca. 1,5 Grad gestiegen.

    Kommentar:
    Herr Diehl, wer andere der Lüge zeiht, sollte mindestens selbst bei der Wahrheit bleiben.

    2. Der Datensatz (Alley 2000) beginnt bei „relativ“ Jahr 0.0951409. und ist beschriftet mit Age (thousand years before present)
    ================
    Korrekt. Und 0,095 Jahrtausende before Present ist 1855. Und nicht 2000, wie auf ihrer Grafik dargesetllt.
    Seit 1855 sind die Temperaturen um ca. 1,5 Grad gestiegen. Das ändert durchaus grundlegend etwas.
    Tragen sie doch bitte die tatsächlichen aktuellen Temperaturen auf ihrer Grafik ein. Und überlassen sie die Beurteilung, was grundlegend ist und was nicht, dem kritischen Leser.
    Gruß
    Hans Jung

  16. #2: Gerti Brunthaler sagt:
    Wann endlich wird die Wahrheit siegen ?
    =================================
    Herr Brunthaler, der erste Schritt hierzu wäre eine wahrheitsgemäße Darstellung der Daten.
    Die GRIP-Daten enden 1855; nicht 2000.

    Und seitdem sind laut Instrumentenmessungen die Temperaturen in in Bohrlochnähe um ca. 1,5 Grad gestiegen.
    Gruß
    Hans Jung

  17. Wann endlich wird die Wahrheit siegen ?
    „Die Lüge ist wie ein Schneeball. Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.“ (Martin Luther, 1483-1546). – Die Windkraftlobby schiebt einen gefährlich großen Schneeball vor sich her !

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