GWPF mit Analyse zur klimatischen ‘Gehirnwäsche’ an britischen Schulen

Die Kalte Sonne
Die Global Warming Policy Foundation (GWPF) hat hier 2014 einen interessanten Bericht mit einem noch interessanteren Titel herausgegeben: „CLIMATE CONTROL: Brainwashing in schools“. Autoren sind Andrew Montford – bekannt durch sein grandioses Buch The Hockey Stick Illusion – sowie John Shade. Es geht um den Geographieunterricht in Großbritannien, der das Thema Klimawandel allein aus der extremen IPCC-Sichtweise behandelt. Sicher auch ein heißes Eisen in Deutschland, an das man dringend heran müsste.

Bild rechts: Beispiel, wie das Verständnis von Grundschulkindern der anthropogenen globalen Erwärmung erzeugt werden soll. Quelle: Collace Primary School (Wensite perth & Kinross)

Im Folgenden die Kurzfassung der Analyse:

Executive summary

Wir haben Beispiele schwerer Fehler gefunden sowie irreführende Behauptungen und Verzerrungen durch die unzureichende Behandlung von Klimathemen in Lehrmaterialien für Schulen. Darunter sind viele verbreitet genutzte Lehrbücher, Lehrer unterstützende Ressourcen und Schülerprojekte. Wir finden Beispiele von Ökoaktivismus, den man sich an Schulen frei entfalten lässt, und die Schulen ermutigen ihre Schüler dabei mitzumachen. In jedem untersuchten Teilaspekt liegt der Schwerpunkt auf Angsterzeugung und auf zunehmende Befürchtungen, gefolgt von gezielten Anweisungen, wie Schüler leben sollten und auch dazu, was sie denken sollen. In einigen Fällen fanden wir die Ermutigung, „kleine politische Aktivisten“ in Schulen zu werden, was ihnen eine schwere Last von Verantwortung auferlegt für ihre Aktionen zur ,Rettung des Planeten‘, nicht zuletzt dadurch, dass man Druck auf deren Eltern ausübt. Das National Curriculum wurde kürzlich durch die Regierung begutachtet, aber die vorgeschlagenen Änderungen scheinen nicht geeignet, derartige Praktiken zu unterbinden. Umfragen zeigen, dass viele Kinder wütend oder ängstlich sind durch das, was man ihnen bzgl. des Klimageschehens einredet. Lehrer und Administratoren haben weitgehend freie Hand bei der Auswahl der Lehrbücher, anderen Materialien, Referenten von außerhalb und Schülerreisen für Schüler unter der Voraussetzung, dass diese sich entsprechend der auf Linie liegenden Ziele verhalten. Dadurch erhebt sich das Risiko, dass Einige alarmierende und politisch befrachtete Quellen auswählen, um die Kinder für das ,Umweltproblem‘ zu gewinnen. Dieses ,Problem‘ wird oftmals präsentiert durch den Begriff ,Nachhaltigkeit‘, ein kaum definiertes Schlagwort, mit dem politische und persönliche Aktionen gerechtfertigt werden, an denen kaum fundamental Kritik geübt wird. Viele Kampagnen von NGOs und anderer Organisationen mit Interessen wie Energieunternehmen bieten Lehrmaterialien und andere Quellen für den Gebrauch an Schulen an. Einige davon werden vermutlich auch genutzt. Es gibt eindeutig in dieser Hinsicht sehr ernste Bedenken. Wir appellieren daher an den Minister für Bildung in UK sowie an deren Kollegen in Schrottland, Wales und Nordirland, dringende Untersuchungen vorzunehmen hinsichtlich der Klimabildung an unseren Schulen. Nur eine systematische Evaluierung dessen, was da vor sich geht, kann das Ausmaß der Indoktrination erfassen ebenso wie die emotionalen Schäden und Bildungslücken der Schüler, zu denen es zweifellos dadurch kommt.

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Apropos “The Hockey Stick Illusion”. Ein wichtiges Element der Hockeyschläger-Affäre waren Baumringe, die in kreativer Weise in fragwürdige Klimasignale umgesetzt wurden. Ein Forscherteam um Matthew Salzer von der University of Arizona hat nun eine weitere Bestätigung gefunden, dass die damals verwendeten Baumringdaten krass von der Temperaturentwicklung abwichen. Alles schön nachzulesen in WUWT, Climate Audit und JoNova basierend auf Salzer et al.. Hier die Kurzfassung der Arbeit aus den Enviromental Research Letters, die dort im November 2014 erschien:

Sich ändernde Klimareaktion in Baumringen von Grannenkiefern mit Höhe und Aussehen

In den White Mountains in Kalifornien wurden acht Chronologien aus der Dicke von Baumringen in Grannenkiefern (Pinus longaeva) entwickelt, und zwar von Bäumen an der oberen Baumgrenze und unmittelbar unter der oberen Baumgrenze entlang nach Norden bzw. Süden weisender Querschnitte von der Baumgrenze bis etwa 90 m darunter. Es gibt Beweise für eine auf das Klima reagierende Schicht zwischen etwa 60 und 80 Metern unterhalb der Baumgrenze. Über dieser haben die Bäume bzgl. ihres Wachstums auf die Temperatur reagiert, darunter aber nicht. Chronologien von 80 m oder mehr unter der Baumgrenze zeigen eine Änderung bei den Reaktionen auf das Klima und korrelieren nicht stark mit temperatursensitiven Chronologien, die entwickelt wurden aus Bäumen an der oberen Baumgrenze. Vielmehr spiegeln sie mehr von Niederschlag abhängige Chronologien weiter unten. An den höchsten Stellen wachsen die Bäume auf Südhängen schneller als auf Nordhängen. Hohe Wachstumsraten im Bereich der Baumgrenze auf Südhängen haben seit Mitte der neunziger Jahre abgenommen. Dies zeigt die Möglichkeit, dass die Klimareaktion der höchsten, nach Süden zeigenden Bäume sich geändert haben könnten und dass die Temperatur nicht länger der Hauptfaktor hinsichtlich des Wachstums an Südhängen sein könnte. Diese Ergebnisse zeigen, dass zunehmende Wärme zu einer Divergenz zwischen Wachstum der Bäume und Temperatur führen kann, und zwar an zuvor temperatur-limitierten Stellen.

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Ein Musikfestival in Würzburg springt auf den Klimwandelzug auf, um seine Existenz zu retten. Im Jahr 2013 wurden die Musikanten vom Hochwasser geschädigt, einem Wetterereignis. Da es für Wetter derzeit kaum Verständnis gibt, wurde das Missgeschick schnell als Klimaschaden umbetitelt und dadurch kräftig Spendengelder eingesammelt. Die Welt berichtete am 5. Dezember 2014:

Der Klimawandel macht dem Würzburger Africa Festival zu schaffen: 2013 wurde es von Hochwasser überrascht, musste abgebrochen werden und herbe Verluste verkraften. Um künftig im Fall von Naturkatastrophen und ähnlichen Notfällen finanziell abgesichert zu sein, hat der Veranstalter nun eine Stiftung gegründet. «Das Wetter wird leider nicht besser, sondern schlechter. Wir müssen uns auf den Klimawandel einstellen», betonte Festivalleiter Stefan Oschmann am Freitag in Würzburg.

Sicher macht es Sinn, ein Musikfestival gegen Wetterrisiken abzusichern. Die hat es immer gegeben und werden auch in Zukunft ihr Unwesen treiben. Aus klimatischer Sicht ist es jedoch ärgerlich, dass hier mit falschen Karten gespielt wird. Siehe unseren Blogbeitrag “Was waren die wahren Hintergründe der mitteleuropäischen Flut 2013?“.

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Nochmal Die Welt, diesmal vom 7. Dezember 2014:

Greenpeace: Stürme auf Philippinen zeigen Gefahren durch Klimawandel
Die heftigen Stürme auf den Philippinen verdeutlichen nach Ansicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace die Bedrohungen durch den Klimawandel. “Die Natur verhandelt nicht”, sagte Greenpeace-Chef Kumi Naidoo am Sonntag bei einem Besuch in dem Land. “Wir müssen einsehen, dass uns die Zeit davon läuft”, ergänzte er.

Tja, da merkt man, dass Naidoo kein Naturwissenschaftler ist, sondern Politikwissenschaften studiert hat. Denn seriöse Forscher erteilen der Behauptung eine Absage und finden keinen Bezug zwischen Taifun Haiyan und dem Klimawandel. Siehe unseren Blogbeitrag “Klimaaktivisten missbrauchen Taifun Haiyan für eigene Zwecke: Studien fanden für die vergangenen Jahrzehnte keine Zunahme der Taifunaktivität“.

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Ein Lob an die grösste Schweizer Konsumentenzeitschrift, das Migros-Magazin. In einem Gletscherartikel werden im Text Zweifel an der unumkehrbaren IPCC-Schmelzhypothese zugelassen. Es ist schön, dass man Prof. Christian Schlüchter zu Wort kommen ließ, was heutzutage schon als grosser Fortschritt gewertet werden kann. Hier der entsprechende Auszug aus dem Artikel “Im ewigen Eis”, der am 8. Dezember 2014 in Migros erschien:

Obwohl [der Langgletscher] der grösste Gletscher der Alpen ist, könnte er aufgrund der Klimaerwärmung in gut 100 Jahren bereits verschwunden sein. Diese Meinung hat der Glaziologe Martin Funk von der ETH Zürich jedenfalls 2006 gegenüber «10 vor 10» vertreten. Er prognostizierte, dass es in rund 100 Jahren, wenn überhaupt, Gletscher nur noch auf Höhen über 4000 Metern geben könnte. Andere wiederum weisen darauf hin, dass es vorübergehende Gletscherschwunde schon immer gegeben habe. Dazu zählt etwa der Berner Geologe Christian Schlüchter, der im SAC-Magazin «Alpen» kürzlich die These konstatierte, dass es seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 12 000 Jahren in den Alpen zwölf Phasen gegeben hätte, in denen die Gletscher deutlich kleiner waren als heute. Hansueli nimmts fatalistisch: «Uns Bergführern bleibt derzeit nichts anderes übrig, als uns den Gegebenheiten anzupassen.»

Das dort angesprochene Interview von Prof. Schlüchter in der SAC-Zeitschrift “Die Alpen” (Nr. 4/2014) ist für Mitglieder per Web abrufbar.

Link: http://www.kaltesonne.de/klimanews5-3/

Beitrag zuerst erschienen auf „Die Kalte Sonne“. Übersetzung der englsichen Passagen von Chris Frey EIKE

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Ein Kommentar

  1. Liebe CO2 – Freunde,
    mit der Bitte um Entschuldigung, weil der Beitrag nicht ganz passt:
    Ich habe gerade in der WamS vom heutigen Tage das Titelthema gelesen: „Die grüne Hyterie“ vonDirk Maxeiner und Michael Miersch.
    Aus meiner Sicht eine Klasse Leistung – Dringend empfohlen.
    Die meisten Aussagen kann ich voll unterschreiben!!!

    Viele Grüße
    Peter Schmitz

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