Drei Möglichkeiten der weiteren Verwendung des erdumlaufenden Kohlenstoff-Observatoriums der NASA

Ronald D. Voisin
Einführung der Redaktion: Die NASA betreibt seit relativ kurzer Zeit ein recht teures Satellitenprogramm zur Bestimmung der aktuellen lokalen CO2 Konzentration über der Erde. Die Ergebnisse sind verblüffend. Von einer allgegenwärtigen Gleichheit, wie sie den Messungen der CO2 Konzentrationen von Mauna Loa zugeschrieben werden, kann keine Rede sein. Das widerspricht allerdings fundamental der Lehre vom AGW. Der Autor überlegt daher welche Schlussfolgerungen die NASA, als bisherige Großverfechterin der AGW Hypothese, daraus ziehen wird.

Bild rechts: Globaler atmosphärischer CO2-Gehalt.

Gezeigt werden die gemittelten Konzentrationen vom 1. Oktober bis zum 11. November. Sie wurden vom erdumlaufenden Kohlenstoff-Observatorium (OCO) 2 der NASA gemessen und aufgezeichnet. Die höchsten CO2-Konzentrationen zeigen sich über dem nördlichen Australien, Südafrika und dem Osten Brasiliens. Vorläufige Analysen der Daten aus Afrika zeigen, dass das hohe Niveau dort hauptsächlich aus dem Abbrennen von Savannen und Wäldern stammt. Erhöhte CO2-Werte erkennt man auch über industrialisierten Regionen der Nordhemisphäre wie China, Europa und Nordamerika. – Bild: NASA/JPL-Caltech. Wie wird nun die weitere Vorgehensweise der NASA zu diesen überraschenden und von niemandem erwarteten Messergebnissen sein. Drei Möglichkeiten werden hier diskutiert.

1) Die NASA wird fortfahren, transparente wissenschaftliche Ergebnisse zu veröffentlichen, die CAGW rasch und atemberaubend auf den Kopf stellt. Wir werden alle erfahren, dass globale CO2-Emissionen keineswegs den Vorgaben folgen, wie sie uns gelehrt, gepriesen oder vorhergesagt werden. Dass menschliche Emissionen zur globalen atmosphärischen CO2-Konzentration ein geringer, einstelliger Beitrag sind und immer waren. Dass sich die zukünftige Trajektorie der globalen CO2-Konzentration kaum verändern würde, selbst falls wir sämtliche menschlichen CO2-Emissionen gleich morgen vollständig einstellen. Und wirklich, hätten wir Menschen uns nicht industrialisiert, würde hinsichtlich dieser Trajektorie während der letzten 60 Jahre kaum etwas anders aussehen als heute.

2) Die NASA wird die Daten mit höchsten Anstrengungen homogenisieren, bis der ursprüngliche Datensatz nicht mehr erkennbar ist. Es wird viel Fahnen schwenken geben, und wir werden weiterhin lahme Erklärungen über uns ergehen lassen müssen, z. B. wie in der Bildinschrift angegeben, die mit diesem initialen Datensatz veröffentlicht worden war.

3) Das OCO wird zu einem vorzeitigen und katastrophalen Fehlschlag.

Als die ersten OCO-Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen worden sind, habe ich mir gedacht: großartig; da wollen wir doch gleich mal hineinschauen und die grundlegenden Daten abgreifen, um endlich diesem AGW-Unsinn Herr zu werden. Aber dann ereignete sich Szenario 3 … zweimal.

Szenario 2) wurde von mehr Organisationen und viel öfter beobachtet als man abzählen kann.

Szenario 1) erfordert so viel Kröten schlucken von so vielen Organisationen während eines so kurzen Zeitraumes, dass es vollständig politisch inakzeptabel ist, selbst wenn es wissenschaftlich akkurat wäre. Ich bezweifle, dass man dieses durchgehen lassen kann.

Und was möchte die NASA uns glauben machen hinsichtlich dieses ersten OCO-Produktes:

a) Dass kurz vor diesem 1.Oktober die industrielle Produktion im Ohio-Tal, Westeuropa, Japan, Südkorea und Taiwan eingestellt worden ist. Dass sich seit diesem 1. Oktober die industrielle Produktion in den USA auf die üppig bewaldeten Hänge der Appalachen in den beiden Carolina-Staaten, in Georgia und Nordflorida konzentriert hatte.

b) Dass landwirtschaftliche Aktivitäten Ursache für die CO2-Ansammlungen über den üppigen Wäldern Südamerikas sind. Während die industrielle Aktivität Australiens ihre CO2-Emissionen mit dem Wind in die üppigen Wälder von Malaysia geleitet haben könnte.

c)Dass die Ozeane Gesamt-Absorber des anthropogenen CO2 sind, was im Gegensatz zu dieser allerjüngsten Beobachtung steht.

Oder … gibt es noch eine andere Erklärung für das, was die NASA zu glauben scheint? Wie etwa:

Emissionen von Insekten und Mikroben, die jeweils etwa 10 mal so hoch sind wie anthropogene Emissionen, dominieren in diesen üppigen bewaldeten Gebieten, während sich die historisch langsam erwärmenden Ozeane ebenfalls Gesamt-CO2-Beitragende sind. Außerdem, anthropogene Emissionen sind nahezu irrelevant für die atmosphärische CO2-Konzentration, machen sie doch nur etwa 2% des natürlichen Eintrags aus.

Über den Autor:

Ronald D. Voisin ist ein Ingenieur im Ruhestand. Er verbrachte 27 Jahre an der Lithography Equipment-Industrie von Semiconductor, zumeist im kalifornischen Silicon Valley. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand 2007 hat er ein Hobby-Studium zum Klimawandel absolviert. Er erhielt einen BSEE-Grad von der University of Michigan – Ann Harbor im Jahre 1978 [BSEE = Bachelor of Science in Electrical Engineering] und bekleidete viele Management-Positionen sowohl in etablierten Semiconductor-Unternehmen als auch in Neugründungen, die er half ins Leben zu rufen. Er hat als Autor/Mitautor 31 Patente angemeldet, wovon 27 erteilt worden sind.

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/12/29/three-scenarios-for-the-future-of-nasas-orbiting-carbon-observatory/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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17 Kommentare

  1. #14: NicoBaecker meint tatsächlich:
    —–
    … zeigt das Bild die Konzentrationen des CO2s. Bekanntlich ist diese in der Nähe von Vegetation aufgrund des Photosynthese-Zyklus höher
    —–

    Die Photosynthese produziert also CO2?

    Wie kann man das verhindern Baecker? Pflanzen verbieten?
    Das bekannt hohe Niveau der AGW-Vertreter.
    Könnte aber auch sein, dass die gut geschulten Kindergärtnerinnen der Kita meines Sohnes damit nicht ganz einverstanden sind.

    mfG

  2. #8
    Hallo, da muß ich protestieren. Mir steht der Nobelpreis auch zu. Ich habe nämlich schon vor 10 Jahren nachgerechnet, daß es durch das starke Bevölkerungswachstum (Massenzunahme) auf der Südhalbkugel zu einer Winkelverschiebung der Erdachse kommt, wodurch die Nordhalbkugel näher zur Sonne steht und es durch stärkere Wärmestrahlung zur Klimaerwärmung kommt. Um die dramatische Klimaerwärmung zu stoppen, wird derzeit im Eulenspiegel-Institut des Umweltbundesamtes untersucht, ob in Industrieländern Wärme aus der Atmosphäre eingefangen und in dunklen/schwarzen Räumen gespeichert werden kann.
    Gegebenenfalls sollten weißhäutige Menschen einen schwarzen Burka tragen, wenn es nicht gelingt, die Migration von „Nichtweißen“ zu verstärken.

  3. „Einführung der Redaktion: … Von einer allgegenwärtigen Gleichheit, wie sie den Messungen der CO2 Konzentrationen von Mauna Loa zugeschrieben werden, kann keine Rede sein. Das widerspricht allerdings fundamental der Lehre vom AGW.“

    Wo wird denn postuliert, dass der CO2 Gehalt der Atmospäre überall gleich sein soll? Gibt es in der Redaktion tatsächlich jemanden, der das glaubte und der jetzt von den Ergebnissen der Nasa überrascht ist?

  4. Lieber Herr Estermeier, #4

    wie man unschwer erkennen kann, zeigt das Bild die Konzentrationen des CO2s. Bekanntlich ist diese in der Nähe von Vegetation aufgrund des Photosynthese-Zyklus höher. Was der Autor an dieser Messung nun so revolutionär findet und wieso er glaubt, daß das CO2 homogen in der Atmosphäre verteilt sei, bleibt sein Geheimnis. Jedenfalls trifft keines seiner 3 Szenarien zu und das CO2 wird weiterhin anthropogen bedingt etwa 2ppm im Jahr im globalen Mittel steigen, was man auch in solchen Satelliten-Messungen sehen kann, wenn man Zeitreihen betrachtet von Messungen von Vorgänger-Satelliten, die es auch schon gab…

  5. #12: Herr H.R. Vogt, bleiben Sie selbst realistisch! Die Waldzunahme in Deutschland ist ausschließlich Folge des Flächenrückgangs von Ackerbau. Es gab wegen der EU-Agrar-Überproduktion früher tatsächlich längere Zeit eine Flächenstillegungsprämie. Das hat sich wieder umgekehrt durch den nichtnahrungsbestimmten Anbau für Dieselöl etc.(Raps) uns Mais zum verbrennen.
    Bauernhöfe sind hoch technisierte Fabriken geworden. Das Grundwasser ist nicht erfreut darüber.
    In USA und Brasilien (Alkohol) natürlich in viel höherem Umfang. In den „Entwicklungsländern“ wo der Boden nichts kostet, also auch Rodung in großem Stil. Davor darf man doch nicht die Augen verschließen!

    Ich verstehe die Diskutanten nicht, die sich einerseits über die falsche Entwicklung beklagen, andererseits aber offensichtlich „ein bischen Blösinn“ noch gut heißen oder irgendwie entschuldigen wollen. Ich spaziere fast täglich durch solche Maismonokulturen mitten im Ruhrgebiet.
    Man sollte genau umgekehrt wie die Grünen früher permanent, auch heute noch
    AUF DIE STRAßE GEHEN
    um zu opponieren!

    mfG

  6. @#10
    „Eine neue Gefahr für die Wälder stellen allerdings von uns allen noch subventionierte
    Windmühlen & Co dar, ebenso die zunehmenden idiotischen Maismonokulturen zu Lasten von Nahrungsmittelproduktion.“
    ##########

    Zustimmung nur zum ersten Teil dieser Aussage.

    Nicht übertreiben, wenn man glaubwürdig werden oder bleiben möchte! 🙂

  7. #7 Danke Herr Fischer für die beiden Links.

    Insbesondere die Simulation zeigt, wie sich die AGW-ler das so vorstellen. Nun haben ja die Jahreszeiten sicherlich eine Auswirkung auf den atmosphärischen CO2-Gehalt. Das dürfte aber in den Tropen kaum bis gar nicht zum Tragen kommen. Nun sehen Sie sich mal die Simulation noch mal genau an und vergleichen diese mit dem Standbild. Zu welchem Zeitpunkt sehen Sie da einen annähernden Gleichklang?
    Ein neuer Beweis, was eure Computermodelle wert sind!

  8. zu #9: Thomas Biemer,
    gerade die CO2-Produktion zeigt den grotesken Verzicht der „Grün-Ideologen“, sich an der Realität zu orientieren.
    Ich nenne das immer wenn nicht bösartig, so mindestens:
    „Die Emanzipation der Doofen“,
    man ist noch stolz auf seine Dummheit, siehe Eisbären etc., auf deren Rettungsappelle man einfach nicht verzichten möchte.

    „CO2 – Bewegung“ ist neben Physik (Wasserlöslichkeit) eine Frage des Verhältnisses von biologischer Produktion und Verbrauch.
    In den Tropenwäldern ist bekanntermaßen die biologische Produktion deutlich GRÖßER als der Verbrauch durch die zweifellos schnell wachsenden Bäume.
    CO2-produzierende Mikroorganismen und Insekten in den Tropen überwiegen daher die CO2-verbrauchenden Bäume.
    Das überfordert schlicht das Denkvermögen eines Grünen.
    Die größte Baumwachstumszone ist daher KEINE CO2-Senke, sondern das Gegenteil!
    Anders ist das Verhältnis auf der Nordhalbkugel, Kanada und Nordeuropa, besonders das riesige Russland. Hier gibt es weniger Mikroorganismen und Insekten als in den Tropen und der CO2-Verbrauch der Bäume überwiegt = CO2-Senke.
    Der Baumbestand in Deutschland hat in den letzten über 100 Jahren übrigens nicht abgenommen, sondern zugenommen.
    Eine neue Gefahr für die Wälder stellen allerdings von uns allen noch subventionierte Windmühlen & Co dar, ebenso die zunehmenden idiotischen Maismonokulturen zu Lasten von Nahrungsmittelproduktion.

    mfG

  9. Ich sehe einen erhöhten CO2 Gehalt nur in den belebten Bereichen außerhalb der Wüsten und Eisregionen. Der Süden scheint biologisch aktiver zu sein, zu Wasser und zu Land. Auf dem Land könnte es an den Urwäldern liegen. Von Fischreichtum sind mir nur Geschichten vor Island bekannt. Mit Brandrodungen scheint es nicht viel zu tun zu haben: https://firms.modaps.eosdis.nasa.gov/firemap/
    Die Regionen mit Bränden und die mit hohem CO2 stimmen teilweise übereinstimmen. Teilweise aber auch nicht. Man kann nur da brandroden wo auch was wächst.

  10. Hallo
    Danke für das Bild ich hatte schon immer riesige Industrien in der Kalahari und im Amazonasbecken vermutet-endlich der ersehnte Beweis. Danke.
    Übrigens könnt ihr mal über den von mir entdeckten anropogenen Vulkanismus berichten (viele Urlauber in Urlaubsgebieten drücken Inseln runter wodurch andernorts Magma in die Höhe geschleudert wird ) oder muß ich erst einen Nobelpreis bekommen wie dieser amerikanische Nichtpresident. Hoffentlich klappt mein Geschäftsmodell.

  11. Vielleicht sollte man bei der Bilderklärung in ein Betracht die physikalischen Eigenschaften des Molekül CO2 lernen und anschließend auch das Endproduckt der Verrottung von abgestorbenen Pflanzen, was wieder diese verflixte CO2 ist. Dann kommt man zwangsläufig zu der Feststellung, dass durch die Verrottung entstandene CO2 aus der Luft durch Regen wieder ausgewaschen werden muss um, als die schwache Kohlensäure, wiederum von Pflanzen alle Art als „Baumaterial“ aufgenommen wird. Weil alle diese Prozesse nicht Computer gesteuert sind wird man in der Atmosphäre immer wechselnde Konzentrationen finden. So einfach ist das.
    MfG

  12. So ein Bild hab ich schon vor längerer Zeit mal gesehen. Die Frage, welche gigantischen Industrieanlagen sich in den tropischen Urwäldern verstecken, hat mir damals keiner der AGW-ler beantwortet.

  13. @admin
    Das ganze Feld mit den Klima-Präfixen hat sich für viele zu einer riesigen Geldquelle entwickelt. Die Einschränkung mit der „richtigen Seite“ hatte ich nicht erwähnt. „Klima-Leugner“ und andere Ketzer haben nichts vom Geldsegen.

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