Die Ökonomie des Irrenhauses

Jetzt kommen die Ablenkungsmanöver [red herrings] nach hause, um geröstet zu werden. Die horrenden Kosten des fast einmaligen wissenschaftlichen Analphabetentums, zu dem während eines halben Jahrhunderts marxistischer Bildung selbst die regierende Klasse mutiert ist, werden jetzt nur zu schmerzhaft offensichtlich.

„Ed“ Davey, der bescheuert „Klimawandel-Minister“ genannt wird, ein „Liberal“-„Demokrat (d. h. ein Verrückt-Linker) Minister im Kabinett der Koalition der Kindischen – zu einem nicht geringen Teil wegen deren selbstmörderischer Klimapolitik – hat innerhalb von fünf Jahren mehr Schulden angehäuft als alle Britischen Regierungen zusammen zuvor. Soeben hat er die jüngste politische Maßnahme der Kindischen verkündet.

Das mehr als bankrotte UK – einst wirtschaftliches Machtzentrum der Welt – wurde zum ökonomischen Irrenhaus der Welt, weil „Ed“ dabei ist, den Verbrauch von Erdgas in Industrie und Wohnhäusern zu verbieten. Einfach so.

Das Ziel der Vollendung dieser jüngsten Verrücktheit liegt in weniger als zwei Jahrzehnten von heute an gerechnet. Etwa die Hälfte der Nation kocht oder heizt ihre Wohnungen mit Gas. Durch den Erlass der Regierung werden jene Haushalte bald gezwungen sein, zu deutlich teurerem und deutlich weniger effizientem elektrischen Kochen und Heizen zu wechseln, ob sie das nun stemmen können oder nicht.

Natürlich wird es auch gewaltige Kapitalkosten für ausgequetschte Steuerzahler geben, da das extensive und teure Gasnetz [unübersetzbares Wortspiel: extensive and expensive] sinnlos zerschlagen wird, da die Gaskraftwerke, die erst kürzlich einen großen Teil unserer Erzeugungskapazität mittels Kohle ersetzt haben, heruntergefahren werden und unser Land mit nutzlosen Vögel und Fledermäuse tötenden Windmühlen zugepflastert wird. Schon jetzt verschandeln Windmühlen etwa 60% der Landschaft in Schottland.

Die kleinen Strampler sind dabei, das Netzwerk bedrückender, instabiler und Verluste machender Windmühlen massiv auszudehnen. Um das zu finanzieren, wird der normale Haushalt zusätzlich mit 400 Pfund pro Jahr belastet, zusätzlich zu den massiven Energiepreissteigerungen, die sie bereits zu stemmen hatten.

Sie sind auch dabei, 1,2 GW neuer Kernkraftkapazität pro Jahr zu installieren (das Äquivalent zu zwei nuklear getriebenen U-Booten). Aber – Geisteskrankheit über Geisteskrankheit – die gering spezifizierten [low-spec], Reaktoren geringer Güteklasse [civilian-grade], die sie von Hitachi kaufen werden, kosten sechs mal so viel wie die hoch spezifizierten Rolls-Royce-Reaktoren hoher Güteklasse in unseren Trident-U-Booten.

Als ich Rolls Royce fragte, ob sie unter diesen Umständen planten, dem umwälzenden [thrusting] neuen UK-Markt für zivile Kernkraft-Stromerzeugung beizutreten, erhielt ich zur Antwort ein barsches – und verständliches – Nein. Die mit Nadelstreifen-Anzügen bekleidete Stimme im Telefon zeugte von verdeckter Ungeduld mit dem zunehmend bizarrer werdenden Verhalten der Koalition der Kindischen.

Was aber noch schlimmer ist: nicht nur Gas, sondern auch Benzin wird verbannt. Alle Autos sollen bis zu den vierziger Jahren dieses Jahrhunderts elektrisch sein. Einfach nur so.

Eigentlich hatte ich etwas höchstens halb so Irrsinniges wie dies hier erwartet. In der September-Ausgabe von Energy and Environment bin ich in einer Studie, die die vielen Fehler des IPCC aufdeckte, auch kurz auf die „Ökonomie“ der Subventionen der Krabbelkinder [toddler] bzgl. Elektroautos eingegangen. Es wurde vielfach erwähnt, obwohl ich dem Augenschein nach nicht annehme, dass irgendjemand im Kleinkinderzimmer im Ministerium der Klimaverrücktheit schon lesen gelernt hatte, so dass sie das nicht gesehen haben. Hier folgt es:

Verschiebung des Datums der Gesamt-Wohlstandsvernichtung

Es gab in diesem Jahrhundert keine globale Erwärmung. Falls die Erwärmung mit der während der letzten 30 Jahre beobachteten mittleren Rate von 0,14 K/Jahrzehnt sofort wieder einsetzen sollte, würde es bis zum Jahr 2035 eine Erwärmung von 0,28 K geben. Sollte sich die Erwärmungsrate danach verdoppeln und auf dieser Höhe während des gesamten restlichen Jahrhunderts verbleiben, würde die Erwärmung bis zum Jahr 2100 kaum mehr als 1,1 K betragen.

Da es seit 1750 (Temperaturaufzeichnung aus Zentralengland) zu einer Erwärmung um 0,9 K gekommen war, dürfte die 2°C-Grenze, jenseits derer alles zusammenbrechen soll, kaum vor Ende dieses Jahrhunderts erreicht werden. Eine geringe Erwärmungsrate ist weniger schädlich als eine rapide Rate, so dass selbst nach dem Jahr 2100 die Nachteile der Erwärmung nicht signifikant sein würden.

Sollte man Vorsichtsmaßnahmen in jedem Falle treffen?

Ob Abschwächungsmaßnahmen in jedem Falle durchgeführt werden, ist eine ökonomische Frage, die beantwortet wird durch Investitions-Abschätzungen. Die 8333 Pfund in UK-Subvention für Elektroautos würde als Beispiel dienen. Die beiden Faktoren für die Abschätzung sind der Anteil der globalen CO2-Emissionen, die eine Abschwächungs-Maßnahme vermeiden soll und die Kosten dieser Maßnahme.

Typische Benzinautos sind etwa zu 27% effektiv. Typische fossil getriebene Erzeugerstationen sind zu 50% effizient, die Zuleitung an den Endverbraucher zu 67%, das Aufladen der Batterie ist zu 90% effizient und der Elektromotor des Autos zu 90%, so dass die Treibstoff-Effizienz eines Elektroautos ebenfalls 27% beträgt. Allerdings braucht das Elektroauto 30% mehr Energie pro gefahrene Meile, um die Masse der Batterien zu transportieren.

CO2-Emissionen aus heimischen Transporten tragen zu etwa 24% zu den CO2-Emissionen in UK bei, und Autos, Lieferwagen und Taxis repräsentieren 90% des Transportwesens auf Straßen (DfT, 2013). Nimmt man einen Treibstoffverbrauch von 80% durch diese Autos an, tragen sie zu etwa 19,2% der UK-CO2-Emissionen bei. Die Konversion zu elektrischem Antrieb von dem 61% mit fossilen Treibstoffen in UK erzeugt wird, würden diese 19,2% um etwa 39% verringern (d. h. 7,5%).

Allerdings würde das Gewicht der Batterien zusätzlich zu Buche schlagen, und zwar 30% von 19,2% von 61%: d. h. 3,5% der UK-CO2-Emissionen. Die Gesamt-Einsparung bei der Umrüstung aller Autos, Lieferwagen und Taxis auf Elektro würde also 4% der UK-CO2-Emissionen ausmachen, was 1,72% der globalen CO2-Emissionen entspricht… und weiter im Original: abating 0.07% of global CO2 emissions of 2 ppmv yr–1, or 0.00138 ppmv. Assuming 400 μatm concentration at year end on business as usual, forcing abated by the subsidy for converting all UK cars to electricity would be 5.35 ln[400/(400-0.00138)], or 0.00002 W m–2, which, multiplied by the Planck parameter λ0 = 0.31 K W–1 m2, gives 0.000006 K warming abated by the subsidy.*

[*Ich hoffe, die Berechnungen sind richtig. Ich habe nicht nachgerechnet! Und bevor ich durch die Übersetzung Zahlendreher erzeuge, lasse ich hier lieber das Original stehen. Die Zahlen sprechen ohnehin für sich. Anm. d. Übers.]

Die Kosten für den UK-Steuerzahler der Subventionen für die im Jahre 2012 gekauften 30.000 Elektroautos, -lieferwagen und -taxis sind eine Einheits-Subvention von 8333 Dollar oder 5000 Pfund für jedes Fahrzeug sowie eine weitere Subvention von etwa 350 Dollar oder 210 Pfund pro Jahr als Steuernachlass für jedes Auto, insgesamt also 260,5 Millionen Dollar. Auf dieser Grundlage belaufen sich die Kosten der Subventionen aller 2.250.000 neuen Autos, die jedes Jahr verkauft werden (SMMT, 2013) auf 19,54 Milliarden Dollar.

Obwohl die Lebensdauer von Elektroautos 50% höher ist als die von Autos mit Verbrennungsmotoren, wird der Vorteil mehr als kompensiert durch die horrenden Kosten des Austausches aller Batterien, der alle paar Jahre erfolgen muss. Diese Zusatzkosten tauchen nirgendwo auf. Genauso nicht berücksichtigt werden die erheblichen Kosten der Nutzung erneuerbarer Energie, um den fossil erzeugten Anteil vom globalen Mittel bei 67% auf 61% zu verringern, obwohl streng genommen ein angemessener Anteil der Kosten „erneuerbarer“ Stromerzeugung zugerechnet werden müsste.

Teilt man diese jährlichen Kosten von 19 Milliarden Dollar durch die vermiedene Erwärmung, ergeben sich Abschwächungskosten von 3400 Billionen Dollar pro Grad Kelvin. Eine Abschwächung der projizierten Erwärmung um 0,013 K während des Untersuchungszeitraumes durch globale Methoden äquivalenter Kosten pro Einheit würde demnach 45 Billionen Dollar kosten oder sich der 6500-Dollar-Marke pro Kopf der globalen Bevölkerung nähern oder fast zwei Drittel der 71 Billionen Dollar globalen jährlichen BIP.

Stern (2006) schrieb, dass die Kosten der damals projizierten Erwärmung um 3 K während des 21.Jahrhunderts etwa bis 3% des globalen BIP betragen. Das IPCC (2013, WG II) legt die Kosten mit 0,2% bis 2% des BIP fest.

Unter der Annahme, dass 1 K Erwärmung im 20.Jahrhundert Kosten bis zu 0,5% des BIP ausmachen würden (tatsächlich würde eine so geringe Erwärmung gar nichts kosten), wäre die beabsichtigte globale Abschwächung mit Methoden des UK-Subventionsprogramms für Elektroautos 128 mal kostspieliger als Anpassung. …*

[*Im Original lautet dieser Absatz: Assuming that 1 K 20th-century global warming would cost as much as 0.5% of GDP (in fact so small a warming would cost nothing), global mitigation by methods of equivalent unit cost to the UK’s subsidy program for electric vehicles would be 128 times costlier than adaptation.]

Alles in allem wären die Kosten für Abschwächung 1 bis 2 Größenordnungen größer als diejenigen für Anpassung (Monckton of Brenchley 2013). Bezahlbare Maßnahmen sind ineffektiv; effektive Maßnahmen sind unbezahlbar. Zu wenig Abschwächung wird mit viel zu hohen Kosten erreicht. Da die Prämie 10 bis 100 mal die Kosten des versicherten Risiken übersteigen, sind Vorsichtsmaßnahmen als Versicherung gegen die vom Menschen verursachte globale Erwärmung nicht zu empfehlen.

Fußnote: Als ich das Ministerium für Klimawandel 2010 besuchte, um den Minister im House of Lords Lord Marland zu treffen, fragte ich ihn und seinen Chef-Zahlenverdreher Prof. David Mackay, ob ich deren Berechnungen sehen dürfte, die zeigten, wie viel globale Erwärmung die geisteskranke Politik während der kommenden Jahrzehnte verhindert würden, und welche Kosten pro vermiedenem Grad Kelvin Anstieg anfallen würden.

Plötzlich war da nur noch bestürztes Schweigen. Der Permanent Secretary schaute auf seine Armbanduhr und fummelte dann an seinem Schlips herum. Der Minister tippte einen Cricket-Ball auf und ab in planloser Sprachlosigkeit. Prof. Mackay sagte: … das kommt im Original viel besser: „Er, ah, mphm …” [I’d never heard that 19th-century Scottish playing-for-time interjection before] “… mphm, er, that is, well, we, ah, ugh, mphm – um, oof, we’ve never done any such calculation.”

Ich wandte mich an den Minister und sagte: „Darf ich daraus schließen, Minister, dass ihre Politik allein auf blindem Glauben basiert?“ Es scheint, als ob genau dies immer noch der Fall ist.

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/12/22/the-economics-of-the-madhouse/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkungen des Übersetzers: Hier hat der unübertroffene Wortkünstler Monckton sich tatsächlich noch selbst übertroffen. Einige Passagen konnte ich nur recht frei übersetzen, bei anderen habe ich das Original eingefügt. Was Monckton hier anprangert, dürfte aber in jedem Falle herüberkommen.

C. F.