Klimakrise in Lima – Klima gesund – Klimaretter krank vor Enttäuschung

Von Michael Limburg
Wie die Riesenkonferenzen 2005 in Montreal, 2006 in Nairobi, 2007 in Bali, 2008 in Posen, 2009 in Kopenhagen, 2010 in Cancún, 2011 in Durban, 2012 in Doha, und 2013 in Warschau um nur die jüngsten zu nennen, endete auch die diesjährige Klimakonferenz von Lima mit über 15.000 Teilnehmern mit einer Riesenenttäuschung. Wie lange lassen sich die Völker der Welt, diese von den Spesenrittern der Umweltverbände und grünen Aktivisten aller Parteien sowie ihrem medialen Hofstaat hochgehypten ritualisierten Scharaden über ein Non-Problem noch gefallen?


Nein, keine Angst, dem Klima geht es , entgegen allen Katastrophenmeldungen, gut wie eh und je, denn es ändert sich, wenn auch wie immer sehr langsam, wie eh und je. Es gibt aber eine winzige Einschränkung, denn diese Einschätzung gilt nur für die Menschen, die unbedingt glauben wollen, dass ein statistischer Mittelwert – wie es das Klima nun mal ist- ein Schicksal haben kann. Allen anderen dürfte das Schicksal des Klimas, über das bei der 20. Klimakonferenz in Lima vordergründig verhandelt wurde, ziemlich egal sein.  So gesehen, war das, was jetzt mal wieder in (K)Lima stattfand, nichts weiter als eine riesige Scharade. Denn es ging um nichts anderes als um Geld und Macht. Und auch in dieser Reihenfolge.


Zum 20. Male (COP 20) versammelte sich diesmal im warmen Lima ein Riesentross mit geschätzt 15.000 gut bezahlten Spesenmachern aus allen Völker und Fraktionen bzw. deren Klimabesorgten, oder – beauftragten, oder –kümmerern oder –administratoren, oder –bankern, kurz alle, die sich am zukünftigen Riesentopf, genannt Climate Fund, laben wollten.  Und wurden wieder mal kräftig enttäuscht. Denn, das weiß jeder, wenn´s ums Geld geht, da hört die Freundschaft auf.  So auch hier. 

Wie immer wurde auch diesmal im Vorfeld versucht, die „richtige“ Stimmung zugunsten der selbst ernannten Klimaretter zu erzeugen. Das IPCC veröffentlichte aufs Neue die Ergebnisse seines 5. Sachstandberichtes, die bereits ein Jahr zuvor erschienen waren, – nur jetzt unter dem Namen Synthese-Report , doch diesmal aufgehübscht mit noch schrillerer Begleitmusik  über steigende Meeresspiegel, extreme Hitzen, Dürren, Regenfällen und Überflutungen, eben alles was sich das Klimakatastophenherz so wünscht. Doch trotz kräftiger medialer Verstärkung durch die voreingenommenen und daher unkritischen, aber umso lenkfreudigeren Medien, war die Resonanz sehr verhalten.

Auch wenn die neue deutsche Klimaschutzministerin Barbara Hendricks fand, dass der Klimawandel „täglich stattfindet“ und sich des Öfteren zu der einen oder anderen  Äußerung bequemte, die aber nur von ihrer völligen Ahnungslosigkeit zeugte, und trotz der Tatsache, dass dieselben Medien die Erwartungen vom nun bald reichlich fließendem Geld kräftig schürten, und trotz Verlängerung des Mammuttreffens auf 12 Tage  kam nicht mehr als ein fauler Kompromiss zustande.

Nur professionelle Schönredner, wie der jetzige Staatssekretär und frühere Chef des Bundesumweltamtes und noch früher Chef des NABU (welch Karriere, der Marsch durch die Institutionen hat funktioniert) Jochen Flasbarth[1] fand das Ergebnis gut:

«Ich bin erschöpft, aber froh, dass wir ein Ergebnis gefunden haben», so Flasbarth: «Das waren sehr zähe Verhandlungen. Wir haben nun ein Ergebnis, das alle Möglichkeiten eröffnet, zu einem ambitionierten Klimavertrag zu kommen.»

Fast alle anderen waren mal wieder bitter enttäuscht und fassten ihre Enttäuschung in Worte wie der Kommentator der Süddeutschen Michael Bauchmüller: 

„Klimaschutz, so einfach wie nutzlos… Der Gipfel in Lima war eine Enttäuschung. Klimaschutz wird immer mehr zu einem Projekt der Freiwilligkeit: ohne Kontrolle, ohne Ehrgeiz, ohne Gewähr.

Und Andreas Mihm von der immer grüner werdenden FAZ titelte:

Nach der Weltklimakonferenz: „Hohler Lima-Klima-Appell“

Und Axel Bojanowski vom Spiegel untertitelte gar:

Am Ende herrscht Entsetzen: Die Uno-Klimatagung in Peru hat sich nicht auf konkrete Schritte zur Minderung der Treibhausgase einigen können. Und doch hat sie die Welt entscheidend verändert.“

Doch DER SPIEGEL wäre nicht DER SPIEGEL, wenn er nicht seine Leser glauben machen wollte, dass er etwas entdeckt hätte, was so geheim war, dass es allen anderen nicht auffiel. Bojanowski behauptet nämlich allen Ernstes:

Lima hätte eine „(Die) heimliche Veränderung der Welt“ der Welt gebracht.

Nun ja, aus dem „Sturmgeschütz der Demokratie“ (R. Augstein) wurde eben über die Jahre der Heißluftbläser chronisch ahnungsloser grün roter Rechthaber. Ob das dem sonst so wohltuend kritischen Bojanowski in die Feder diktiert wurde? Wer weiß? Jedenfalls kann diese fatale Entwicklung wohl auch kein noch so häufiger Wechsel auf dem Stuhl des Chefredakteurs mehr richten.

Doch auch die vielen angereisten NGO´s konnten ihre Enttäuschung  -obwohl nun erwiesenermaßen sogar nachhaltig (s.o.) wiederkehrend- nicht verbergen.

Zitat "Die Lima Konferenz war eine Verschwendung von Zeit und Energie", sagt Regine Günther vom WWF.

"Mit solchen Beschlüssen werden wir den Klimawandel nicht eindämmen", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Kaum ein Staat befände sich auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft.


Und behauptet weiter:

"Lima setzt ein falsches Signal: Alle können die Atmosphäre ungestört weiter aufheizen"

Und Bojanowski fasst dann die dürren Ergebnisse wie folgt zusammen (Hervorhebungen vom Autor)

Die wichtigsten Ergebnisse von Lima sind:

♦  Die Staaten werden aufgefordert, in den kommenden Monaten darzulegen, wie viel Treibhausgase sie ab 2020 einsparen wollen.

  Sie werden ermuntert, Maßnahmen vorzustellen, die bereits ab 2015 zum Klimaschutz beitragen können.

  Klimaschutzmaßnahmen sollen transparent werden, damit geprüft werden kann, ob die CO2-Einsparungen gerecht verteilt sind.

  Die entwickelten Staaten werden gedrängt zu erklären, wie ihre Finanzhilfen beim Klimaschutz für arme Länder anwachsen sollen.

  Alle Staaten werden ermuntert, Beiträge zum Klimaschutz zu leisten.

Folgerichtig, in seinem Sinne, schreibt daher Bojanowski:

Damit hat die Lima-Konferenz ihr entscheidendes Ziel verfehlt: Eigentlich sollten präzise Umrisse eines Weltklimavertrags für Paris entstehen. Deutlich werden sollte, mit welchen Maßnahmen der Treibhausgasausstoß bis 2030 seinen Höhepunkt erreichen kann.“

Und jammert gleich darauf, wenn auch als Frage formuliert:

„(Der) Kampf gegen die Klimaerwärmung verloren?“

Vielleicht hätte er doch mal, statt sogleich die Löschtaste zu betätigen, die vielen News lesen sollen, die ihm u.a. von EIKE wöchentlich zugestellt werden. Da hätte er bunt auf weiß gesehen, dass das Klima seit nunmehr über 18 Jahren gar nicht daran denkt, sich weiter zu erwärmen.

Denn der Trend der globalen Mitteltemperatur – nach IPCC das Maß aller Dinge- ist Null, Niente, Nada, Zero. Über achtzehn lange Jahre nun schon. Keine, noch so klitzekleine Erwärmung, eher eine kleine , wenn auch winzige, Abkühlung.

Abb. 1 Verlauf (dunkelblau) und Trend (hellblau) der globalen Mitteltemperatur aufgezeichnet vom Satellitenauswerter RSS, mit hinterlegtem Verlauf (hellgrauund Trend (dunkelgrau) der globalen CO2 Konzentation

Also weit länger, als es brauchte die Klimakatastrophe zu erfinden.  So wurde doch schon 6 kurze Jahre nach Beginn der Minierwärmung der späten 70er des vorigen Jhh. im österreichischen Laxenburg beim Club of Rome Ableger, dem Instituts für angewandte Systemanalyse ILASA, der Auftrag formuliert die Klimaerwärmung als Katastrophe darzustellen.

Und nur vier Jahre später, nämlich im Januar 1986 erfand die Deutsche Physikalische Gesellschaft dazu den passenden Begriff von der „Klimakatastrophe“,  worauf folgerichtig bereits 1988, also nur 2 Jahre nach der DPG Wortschöpfung "Klimakatastrophe" und nur 12 Jahre nach dem Beginn der geringen Erwärmung, das IPCC gegründet wurde.

Das wurde dann in voller Absicht zum dominierenden Zentralkomitee für Desinformation und Propaganda ausgebaut, jedenfalls dann, wenn man nur die Zusammenfassung für Politiker liest, oder den Verlautbarungen seiner Offiziellen folgt. Was wohl 99,9999 % aller Leser tun. Und dazu noch darüber hinweg sieht, dass die wichtigsten Stellen in dieser Organisation bald von den großen grünen und reichen Medienkonzernen wie WWF, Friends of Earth oder Greenpeace gekapert wurden. Darüber hat bisher als Einzige weltweit nur die Journalistin Donna Laframboise (Details hier) recherchiert und berichtet. Soviel zum Thema kritischer Qualitätsjournalismus. (Eine treffende Analyse der Zustände in diesem Metier findet sich hier).

Und jetzt haben wir schon seit 18 Jahren diese Pause(!) und die verzweifelten Versuche der IPCC "KLimawissenschaftler" werden immer zahlreicher, dieses von ihnen völlig unerwartete Verhalten des Klimas wegzuerklären. Inzwischen ist man schon bei der 66. "Erklärung" angelangt, beim Versuch diese Macht, Geld und Einfluss bringende Idee von der anthropogen erzeugten (und daher vermeidbaren) Klimakatastrophe am Leben zu erhalten.

Doch nun dämmert es immer mehr Menschen, dass es natürlich überhaupt nicht um das Klima und seine Rettung geht. Denn wie es IPPC Vizechef Edenhofer schon für Cancun 2011 formuierte:

"Wir ver­tei­len durch die Kli­ma­po­li­tik de­fac­to das Welt­ver­mö­gen um"

so teil­te er es dem ver­blüff­ten In­ter­vie­wer der Neu­en Zür­cher Zei­tung (NZZ) Bernd Pöt­ter[2] im Vor­feld des IPCC Kli­ma­kon­gres­ses in Cancun am 14.11.2010 mit.  Und er stell­te im sel­ben In­ter­view auch klar, dass die in­ter­na­ti­o­na­le Kli­ma­po­li­tik nichts mit Um­welt­po­li­tik zu tun hat. Das war und ist al­len Teil­neh­mern am Bil­li­o­nen­spiel -"Kli­ma­schutz" ge­nannt- von An­fang an eben­so klar ge­we­sen wie Eden­ho­fer. Nur hat der das erst­e Mal öf­fent­lich aus­ge­spro­chen.

Abbildung 2 IPCC Vizechef Prof. Otmar Edenhofer mit Zitaten aus seinem Interview mit der NZZ vom 14.11.2010

Und so wächst denn zusammen, was zusammen gehört. Die Klimabewegten alle Nationen, die zu gern tief in die Taschen der Verbraucher in den Industrieländern gegriffen hätten, sind enttäuscht, dass diese – weitgehend jedenfalls-  diesen kaum kaschierten Diebstahl bemerkten und sich verweigerten. Doch weniger deshalb, weil die Regierungen ihren Bürgern diese schweren Lasten nicht aufbürden wollten, sondern weil sie fürchteten, ihnen diesen frechen Raubzug durch ihr Portemonaie nicht vermitteln zu können, weil sich die Schwellen- und Entwickungsländer stoisch weigerten, eben diesen Griff auch in ihre Börsen zuzulassen. Kyoto hatte doch alles so schön geregelt, nur die Industrieländern mussten zahlen. Sie hätten es zu gern so belassen.

Und so bleibt alles beim alten, lediglich die Deutschen haben nach wie vor die Spendierhosen an und wollen den Klimarettern viel Geld zustecken. Schließlich hat ja die Klimakanzlerin einen Ruf bei ihnen zu verlieren.

Wer jedoch nun glaubt, dass jetzt, nach der zwanzigsten erfolglosen Mammutkonferenz, ein kritisches Nachdenken über Sinn und Zweck der zukünftigen Konferenzen zum Klimawandel einsetzen wird, evtl.sogar  ein sofortiger Stop wegen erwiesener Nutzlosigkeit gefordert würde, der hat seinen Parkinson nicht studiert. Denn er weiß nicht, welches zähe Leben internationale, wie nationale Bürokratien entwickeln, die über Geld,  Macht und Einfluss verfügen, und diese für sie so schönen Verhältnisse möglichst auf immer beibehalten wollen. Das Parade-Beispiel von Parkinson ist die Größe und Struktur der britischen Admiralität, die auch nach dem fast völligen Untergang des britischen Empire noch sehr lange über die volle Ausstattung und Mannschaftsstärke verfügte.

Umso mehr wird dies hier so sein, sehen doch die UN, ihre Stichwortgeber und Mandatsträger und Nutznießer hierin die Möglichkeit zur Kernzelle einer Weltregierung zu werden, Leider erst nach der „großen Transformation“ wie sie von einem der  Haupttreiber dieser Entwicklung, dem deutschen WBGU Chef und dazu Chef des „Potsdam Instituts für Klimaforschungsfolgen“ PIK Hans –Joachim („John“ für seine Freunde) Schellnhuber  gefordert wird.

Doch eine kleine Hoffnung bleibt: Die pragmatischen US-Amerikaner werden sich nach dem Abgang Obamas und einem evtl. Sieg der Republikaner dreimal überlegen, ob sie diesem Wanderzirkus noch weiter angehören möchten.  Scheiden sie aus, wie jetzt schon Australien, Kanada und Japan[3] ist es wohl vorbei, Die Zeit wird es zeigen.


[1] Aus dem Lebenslauf des J.B. Studium der Volkwirtschaft, Politikwissenschaft und Philosophie in Münster und Bonn; Abschluss als Diplom-Volkswirt

[2] http://www.nzz.ch/ak­tu­ell/startsei­te/kli­ma­po­li­tik-ver­teilt-das-welt­ver­moe­gen-neu-1.8373227

[3] Die sind zumindest schon aus dem Kyotoprotokoll ausgestiegen

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24 Kommentare

  1. #23: Also, Herr Rachui, Sie ärgern sich da über etwas, in Ordnung. Ist Ihnen klar, welcher (religiösen) Schublade Sie da eigentlich angehören wollen? Wenn man (selbst und frei) denken will, dann sollte man seine eigene Schule in- und auswendig kennen können und wollen. Sie machen da Fehler, die (für Sie) peinlich sind.

    MfG

    P.S.: Der (gegenwärtige) Zeitgeist lässt sich ziemlich genau präzisieren, fast wie ein Uhrwerk, wie eine Maschine. Aber nur fast. Der Geist ist der Materie immer (!!) überlegen. 🙂

    P.P.S.: Schauen Sie ruhig zu, dieses Land wird mittel- und langfristig vor die Hunde gehen müssen. Und Sie werden nicht kapieren können, warum. Das Urteil ist gefällt. Es hat mit Dingen und Werten zu tun, über die (auch) Sie überheblich hinwegschauen wollen.

  2. Offener Brief (Appell)
    an alle politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger, Medien und Interessierte.

    Einige Vertreter der Politik, Wirtschaft aber auch der Wissenschaft haben das Thema „Klimavariation“ annektiert und in ihrem Sinne zum „Klimawandel“ bzw. aktuell zum „anthropogenen Klimawandel“ transformiert – und so der normalen (empirischen/messenden) Wissenschaft entrissen; unterschiedliche bis gegensätzliche Auffassungen über den Grad, Ursachen und Bewertungen von beobachteten Veränderungen nivelliert und selektiert; Umfragen und Szenarien aus Modellrechnungen zum Beweis erhoben und in Form eines zusammenfassenden Berichtes (IPCC-Sachstandsbericht, Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger) so eine Art Klima-Suren oder biblia sacra als Handbuch zur Rettung der Menschheit geschaffen.
    Die quasi-Machtübername der sog. postnormalen Wissenschaft, die sich allein durch Verwendung unwissenschaflicher Bewertungs-Termini , wie „hohes Vertrauen“, „sehr wahrscheinlich“, „etwa so wahrscheinlich wie nicht“ oder „außergewöhnlich unwahrscheinlich“ entlarvt, ist für jede Gesellschaft gefährlich, da sie nach Belieben von unterschiedlichen Interessengruppen in manipulativer Weise eingesetzt werden kann und nicht dem Zuwachs an Wissen und Erkenntnis für die Menschheit dient.
    Der unselige aber eben auch bewusste Einsatz von Begriffen wie „Klima-Katastrophe“, „Klimakiller CO2“ oder „anthropogener Klimawandel“ reiht sich ein in die Phalanx früherer Wortschöpfungen wie Hölle, Ketzerei, Hexe, Rassenschande, Waldsterben, Ozonloch – immer mit dem Impetus „der Mensch hat gesündigt“ und „das ist das Ende der Menschheit, der Welt, der Zivilisation …“. Die neuen „Weltretter“ predigen wie die alten:
    „Wehe Euch, wenn Ihr nicht ablasst!“ Der Emissionshandel, die radikale Transformation der Energiewirtschaft (EEG) und die unselige Energie-Einsparverordnung (EnEV) sind in Deutschland bereits Realität.

    So wurde aus einer wissenschaftlich nachgewiesenen Fehldeutung der Kausalität von CO2-Gehalt in der Atmosphäre und einer imaginären Welt-Durchschnittstemperatur eine Klimatheorie generiert, die am Ende auch noch den Menschen als für alles verantwortlich zeichnete (s. Hockey-Stick-Kurve von Michael Mann). Die Hollywood-Industrie und die Medien im Allgemeinen haben sich dankbar des Katastrophenthemas angenommen um Kasse zu machen – nun ja, das ist ihr Geschäft. Wenn aber staatlich geförderte Institutionen (IPCC,WBGU, PIK, CSC, IASS u.a.)* sich allein auf Modellrechnungen stützen ( Szenarien und Wenn-dann-Projektionen), die unterschiedliche Zukunftsszenarien simulieren (z.B. was passiert, wenn der Meeresspiegel um 2m ansteigt, oder die Durchschnittstemperatur um 4° steigt), deren Basisdaten sehr zweifelhafter (spekulativer) Natur sind und das für unser Leben (die Biosphäre) so notwendige Spurengas Kohlendioxyd (CO2) verteufeln und sogar als Verschmutzung bezeichnen (0,038% -Anteil in der Atmosphäre, Steigerung in 150 Jahren um 0,01%), dann wird das für die Gesellschaft insgesamt zu einem gravierenden Problem.
    Namentlich die Vertreter der o.g. Organisationen fordern öffentlich die sog. „Große Transformation“ (siehe z.B. Hauptgutachten des WBGU: „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“) bzw. eine „Global Governance“ für die „Green Economy“, was nichts anderes heißt als die Entstaatlichung bzw. Neuordnung der Welt und Schaffung einer Art Selbstregulierung und Steuerung durch multinationale- also Weltorganisationen (Klima-Werkzeuge:Climate Engineering – neuerdings Geo Engineering, CO2-Emmissionshandel, Ökosystemleistungen=Natur-Kapitalisierung).
    Aus Wissenschaft wurde quasi eine Art Religion und wer Kritik äußert wird reflexartig öffentlich als inkompetent (Laie), nachfolgenden Generationen gegenüber als verantwortungslos, zumindest aber als Sonderling diffamiert.
    Das ursprünglich begründete hohe Vertrauen der Gesellschaft in ihre Wissenschaftler hat in der jüngeren Vergangenheit Schaden genommen. Studien, die einen Konsens unter Wissenschaftlern über den anthropogenen Klimawandel belegen sollen, sind allesamt widerlegt, werden aber permanent zitiert (97% Konsens = willkürliche Behauptung in J. Cook-Studie 2013).

    Kehren wir endlich zur Vernunft zurück und vertrauen wieder auf die bewährten „Regeln für gute wissenschaftliche Praxis“, wie sie z.B. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) formuliert wurden und seit Jahrzehnten internationaler Standard sind.

    Dr. Volker Rachui (IfK*, Campaign Free Science)
    Potsdam (D), 10/2014

    Die Kapitalisierung der natürlichen Welt zu Ökosystem-Leistungen (Naturkapital-TEEB) ist eine Perversion des menschlichen Denkens im Gewand der Rettung der Welt.

    *IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change
    WBGU – Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für Globale
    Umweltveränderungen
    PIK – Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung
    CSC – Climate Service Center
    IASS – Institute for Advanved Sustainability Studies
    IfK – Institut für Klimaforschungsfolgen i.G.

    Ergänzung I – 10.10.2014
    Ein Grundsatz guter wissenschaftlicher Praxis ist der Zweifel am eigenen Ergebnis (DFG). Es gibt bis heute kein nachvollziehbares, also überprüfbares Experiment, das einen durch CO2 verursachten Treibhauseffekt belegen würde. Es handelt sich also nach wie vor um die permanente Wiederholung der von Arrhenius 1896 veröffentlichten Vermutung, die lediglich eine Diskussion unter Fachkollegen anregen sollte. Wie in der Mathematik müssen Vermutungen (z.B. die Riemannsche V.) als richtig oder auch als falsch erklärt werden, und zwar durch Anwendung allgemein anerkannter Verfahren. Alles Andere bleibt unwissenschaftlich. Daran ändern Meinungsumfragen unter vielzähligen Forschern ebenso wenig, wie eine hohe Anzahl an Erwähnungen oder Veröffentlichungen in Science und Nature, die der Verbesserung des eigenen Ranking dienlich sind.
    Dass unsere Welt nicht statisch ist und auch das Klima nicht auf alle Ewigkeit fix bleibt, wird wohl niemand bezweifeln. Das beweist der Blick in die Geschichte. In die Zukunft zu sehen ist allerdings noch keinem noch so genialen Menschen gelungen und kann naturgegeben niemals wissenschaftlich sein. Alle Maßnahmen, die der Mensch zu seinem eigenen Erhalt unternimmt, unterliegen lediglich einer Risikobewertung und gründen nicht auf den ultimativen Beweis der Richtigkeit des Eintretens eines Ereignisses in der Zukunft, ausgenommen der eigene Tod.

    „KAMPAGNE FREIE WISSENSCHAFT/CAMPAIGN FREE SCIENCE“
    2014

  3. Das obige NZZ-Zitat von Edenhofer über die „Umverteilung von Weltvermögen durch Klimaschutz“ hat Edenhofer auch noch einmal bei der „Heinrich-Böll-Stiftung“ am 24.02.2011 wiederholt, hier:

  4. #14: Martin Landvoigt sagt:

    „Faktisch ist es aber so, dass diese das Klima gar nicht retten können.“

    Retten?
    Warum?
    Vor was?

    Der einzige Spruch, der z.Z. wirklich Sinnmacht heißt.
    „Rette sich wer kann“
    MfG

  5. #15: Kleine Korrektur. Evo Morales war nicht (!) Gastgeber, aber Vortragender, leider. Der Rest bleibt richtig.

    Zitat, welches er von sich gegeben haben soll:
    „The deep causes of global warming are not being dealt with here. The origin of global warming lies in capitalism. If we could end capitalism then we would have a solution.“

  6. @ #13 M. Landvoigt

    „Ingesamt steigen die weltweiten Erträge durch die CO2 Düngung. Und da kann tatsächlich ein Zusammenhang nachgewiesen werden.“

    Der Effekt läßt sich anhand der realen Erntemengen nicht nachweisen. Wie denn auch, sind doch die Einflüsse durch verbesserte Züchtungen, Düngung, Pestizide, Herbizide, Bewässerung und nicht zu vergessen die Witterung viel größer. Und dann die Meßgenauigkeit der Erntemengen insgesamt. Es ist ein sinnloses Unterfangen den CO2-Düngeeffekt nachzuweisen.

  7. In einem Artikel bei Nature soll der Otmar (Edenhofer) gesagt haben, dass sein Interesse in Philosophie und Wirtschaft, durch die Schriften von Karl Marx, Max Weber, Ludwig Wittgenstein und John Dewey (stark) beeinflusst worden sind.

    Für Kenner der Materie und Feinde des Marxismus sind diese drei Leutchen hochkriminelle Wesen, die alle für immer in ein Gefängnis gehör(t)en. Und den Geist von Dewey darf man getrost auch vergessen, zeitweise vom grossen Betrüger Hegel beeinflusst. Der Wahnsinn hat (atheistische) Methode(n). 🙂

    Zum Klimawandel werden ihm folgende Worte zugesprochen, dem Sinn nach: Den Klimawandel als Problem für die Menschheit leugnen zu wollen, wie manche Zyniker es tun, ist unethisch und eine inakzeptable Haltung.

    Ach, der Otmar hat keine Ahnung und setzt auf die falschen Pferde.

  8. Der Hammer ist, dass dieser komische Ökonom (und auch andere) sich mit dem Klima beschäftigen (wollen). Das ist krank.

    Er war oder ist an der Technischen Universität Berlin tätig. Und er hat sein Diplom an der LMU machen dürfen. Irre. Und er wollte katholischer Priester werden. Es hat nicht funktioniert. Der Mann ist total verrückt. Und er hat nichts begriffen. 1999 soll er an der TH in Darmstadt sein [..] erworben haben. Armes und unfähiges Eliten-Deutschland.

  9. Evo Morales, ein phantastisch guter Mensch, ein sozialistischer Heiliger, meinte als Gastgeber der UN Lima Konferenz, sinngemäss.

    Die wahren Ursachen der globalen Erwärmung würden nicht angepackt. Die Ursache des (anthropogenen) Klimawandels liegen im Kapitalismus. Wenn wir den Kapitalismus besiegen und beenden, dann (erst) haben wir eine (echte) Lösung vor uns.

    Bolivien verfügt über erhebliche Vorkommen an Lithium, die dieser bolivianische Präsident so teuer wie möglich verhökern will. Also doch ein Funken Kapitalismus in seiner Seele? Natürlich.

  10. #10 Admin
    Kommentar:

    „Klimaretter gibt es so oder so nicht.“
    Dann machen Sie sich mal den Spaß (eher eine Last) und schauen Sie sich die Seite Klimaretter.info.
    ———————-
    Ich hatte zunächst geglaubt, dass dies ein selbstironischer Witz sei. Aber nun denke ich, dass die sich tatsächlich so sehen. Faktisch ist es aber so, dass diese das Klima gar nicht retten können.

  11. #7: Helmut Kunz sagt:

    Auf eine vor kurzem gesendete,(wie gewohnt) extrem klimahysterische Sendung des BR habe ich (wie schon öfters) eine detaillierte Kritik an die Redaktion gemailt. Anbei die Rückantwort dazu:
    —————–

    Sehr geehrter Herr Kunz

    Danke, dass Sie die Antwort der Redaktion weiter geben. Mir fehlt dazu eine punktuelle Stellungenahme. Darum versuche ich mal jenes, zumist zu ad 1:

    —————— BR Redaktion
    Die World Meteorological Society hat 2001 bis 2010 mehr extreme Wetterereignisse als je zuvor seit Beginn der Messungen festgestellt.
    ——————
    Das überrascht, denn es schlägt sich nicht im AR5 nieder.

    —————— BR Redaktion
    Dazu gehören extreme Stürme wie Sandy (New York) oder Hajan (Philippinen),
    ——————-
    Zum einen war Taifun Haiyan 2013 und damit nicht in der angegebenen Periode.
    Gleichnamige Haiyan gabe es 2000 (mäßig stark)
    und 2007, ein kurzlebiger Sturm ohne Auswirkung auf Land.

    Auch Hurrikan Sandy (2013) war nicht in der angegebenen Periode. Warum also erst eine Periode angeben, die dann nicht mit inhalt gefüllt wird?

    Bekannt ist, dass es durch die gesammte Menschheitsgeschichte Extremwetterereignisse gab. Die Behauptung, dass diese durch den menschengemachten Klimawandel häufiger oder schlimmer werden, ist unbelegt.

    —————— BR Redaktion
    Hitze- und Kältewellen in verschiedenen Teilen der Welt.
    ——————
    Auch hier fehlen die Belge für einen signifikanten Anstieg.

    —————— BR Redaktion
    Selbst die „klimaskeptischen“ Amerikaner sind mehrheitlich der Ansicht, dass die extremen Wetterereignisse in den USA Resultat des Klimawandels sind.
    ——————
    Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die US-Amerikaner weit geringer der klimaalarmistischen Propaganda aufsitzen, obwohl sie wesentlich stärker von Unwettern betroffen sind als die Europäer.

    Aber auch das hat nicht viel zu sagen. Es wäre lediglich im Kontext der Medienwirksamkeit von Interese.

    —————— BR Redaktion
    Es ist evident, dass z.B. Ernten, die aufgrund von Klimaeinflüssen nicht wachsen können, auch keinen Eingang in Schadensstatistiken mancher Versicherer finden.
    ——————
    Natürlich gibt es Agrarberichte, Statistiken zu Ernteerträgen etc. Ingesamt steigen die weltweiten Erträge durch die CO2 Düngung. Und da kann tatsächlich ein Zusammenhang nachgewiesen werden.

  12. Wieviel der Politiker glauben noch daran?

    Eigentlich bin ich ja immer für die sachliche Ebene. Aber ab und zu darf man schon was rauslassen. Also bitte nicht alles so ernst nehmen, was hier steht.

    Ende des letzten Jahrhunderts schien die globale Temperatur sich immer mehr zu erhöhen. Doch seit 1998, dem großen El Nino, tut sich nichts mehr.

    Russische Forscher sagen schon seit 20 Jahren, dass wieder mal eine Abkühlung bevorsteht. Und auch immer mehr westliche Forscher kommen darauf, dass das Erdklima maßgeblich von Sonnen- und Ozeanzyklen gesteuert wird.

    Spurengase wie CO2 (z. Zt. 0,4 Promille in der Atmosphäre) haben bestimmte Einflüsse auf die Lufttemperatur (und schaffen überhaupt erst erträgliche Temperaturen), aber ein direkt proportionaler Einfluss mit der Erhöhung der Konzentration ist in der komplexen Realität nicht nachweisbar.

    Ich denke, die Politik hat sich da in etwas verrannt (und ein Großteil der Forschungsinstitute und der Medien auch). Nur kann man da keine 180°-Wende hinlegen, sondern plänkelt so vor sich hin und rudert dabei vorsichtig zurück.

    Ist Euch schon mal aufgefallen, dass früher die Katastrophe viel näher war als heute? Da sprach man von wenigen Jahren, die uns noch bleiben. Der Nordpol müssten schon längst eisfrei und die Südseeinseln abgesoffen sein, unsere Kinder müssten eigentlich gar nicht mehr wissen wie Schnee aussieht und um an die Nordsee zu gelangen, müssten wir nicht mehr durch Holland fahren müssen. Ist aber alles noch wie früher.

    Jetzt haben die Forscher die Katastrophe nach hinten verschoben. Ja, so bis 2030 oder 2050 haben wir noch Zeit, und dann sollten wir so langsam in die Puschen kommen, damit unsere Enkel und Urenkel nicht böse über uns denken.

    Die Wärme versteckt sich ganz gemein dort wo das Meer am tiefsten ist – im Mariannen-Graben – um irgendwann hinterrücks über uns herzufallen. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nimmt zu, ohne dass ich das Klima weitererwärmt. Des halb spricht man ja auch nicht mehr von der Klimaerwärmung sondern Klimawandel, wo das Wetter immer extremer wird. Und das Wetter ist deshalb so extrem, weil es weiß, dass irgendwo die Wärme lauert, wegen der es ja extremer werden soll.

    Und immer das Meer um die Antarktis schön kalt halten, denn sonst rutscht der ganze Eisschild in der Westantarktis ruckzuck innerhalb von 500-1000 Jahren ins Meer. Also wenn das nicht stimmt, was die da sagen, dann würde ich die sofort entlassen…

    Sorry, das nehme ich nicht mehr ganz ernst. Und so mancher Politiker auch nicht. Doch wer gibt als erster zu, dass der Kaiser keinen Kleider anhat?

    ———————————————————–

    Das war mein Leserbrief an den Spiegel.

    Und: Hat schon jemand das Klima gefragt, wie es ihm geht?

    http://tinyurl.com/q3hh5nb

  13. an #7:

    Gut, dass Sie das gemacht haben, was ich auch schon längst tun wollte.

    Man muss es dem BR anrechnen, dass sie sich Mühe machen und auch Gegenargumente bieten.

    Ich denke, dass wenn wir was verändern wollen, wir auf der extrem sachlichen Linie bleiben sollten und nur wenige, eindeutig belegbare Aussagen machen sollten.

    Die Botschaft: „Ihr macht alles falsch!“ zusammen mit Polemik öffnet nicht das Herz des anderen.

    Eine gute Basis ist immer die Aussage, dass man nicht alles weis und Vorsicht mit alarmistischen Meldungen angebracht ist.

    Ein weitere Forderung an die Medien ist der Hinweis auf die Dialektik: Beide Seiten aufzuzeigen, denn es gibt keinen, der 100% recht hat.

  14. Danke für den pointierten Artikel, der es wohl auf den Punkt bringt.

    Die einzige Kritik ist ihre Wortwahl bezüglich der ‚der selbst ernannten Klimaretter‘.

    Klimaretter gibt es so oder so nicht. Und da ist egal, ob es dazu eine Ernennungsautorität gibt oder nicht. Denn der Klimaretter wäre in jedem Falle ein moderner Don Quixote … wenn er denn wenigstens gegen die Windmühlen kämpfen würde. So aber sind die Spesenritter von der traurigen Gestalt zumeist ernannte und entsandte Vertreter. Im Zweifel von Al Gore himself.

    Die Selbsternennung, die allenthalben wohl als die Steigerung der Absurdität bedeuten soll, wäre für mich dagegen eine Tugend, die sich eben nicht von vermeintlichen Autoritäten abhängig macht. Wenn sie es denn täten, selbst die Verantwortung für ihr tun und reden zu übernehmen, dann wäre doch viel gewonnen. Doch jene berufen sich auf namenlose Wissenschaftler, die angeblich zu 97 % hinter ihnen stehen und in trauter Harmonie den Kanon anstimmen: ‚Science is settled‘.

  15. Liebe CO2 – Freunde,
    meine Frau und ich haben beschlossen, dass der nächste Klimagipfel im Ruhrgebiet stattfindet:
    Mit dem Zug morgens ab Dortmund nach Köln (proppevoll), abends zurück im Berufsverkehr (besonders empfehlenswert im Stehen).
    Die Übernachtung (6 bis 8 Personen pro Zimmer – Duschen kalt – gelobt sei, was hart macht!) findet in Dortmund in einer Jugendherberge – Standard Ende der 50ger Jahre, als wir mit der Schule noch durch die Herbergen tourten – statt.
    In der Messehalle Deutz gibt es das Herbergsessen (natürlich lauwarm), Rezepte der damaligen Zeit, geheizt wird im Winter nicht, es darf ja kein CO2 produziert werden.

    Die Tagungsgebühr – auch für Journalisten – müssten die Teilnehmer schon selbst tragen; sie kann nicht von der Steuer abgesetzt werden.

    Wir sind sicher, dass wir jeden Teilnehmer einzeln per Handschlag begrüßen könnten.

    Viele Grüße
    Peter

  16. Früher hieß es: Wer nix wird, wird Wirt. Heute ist der Wirt der Experte. Nur mit dem Unterschied, daß der Wirt noch etwas Reales bieten mußte, damit die Zahlgäste nicht wegbleiben.

    Ich finde solche Massenveranstaltungen, die im Mitmachen gipfeln einfach genial. Vor allem, wenn sie Abermillionen Menschen mitreißen, die glauben, mit einem Katalysator im neuen SUV oder Dämmpampe auf die Fassade pappen, die Welt retten zu können. Es braucht eine kritische Masse um den Funken zur Konditionierung in Richtung Klimaschutz zu zünden. Nachdem das Feuer entfacht ist, hält dann das kleine Ar… es selbst aufrecht. Andere Organisationen machen das auch nicht anders. Möglichst große Veranstaltungen organisieren, seien es Kirchen- und Parteitage oder Marathonläufe mit Hunderttausend Teilnehmern.

    Stets steckt nur eines dahinter: Die Organisatoren und die Experten (heist Experte nicht irgendwas wie – außen vor sein, nix wissen?) leben monetär ganz gut davon. Der Marathonläufer sieht sein Startgeld als gute Anlage für seine Gesundheit, auch wenn er nach dem Zieleinlauf kurz vor dem Krepieren ist.

    Ich habe es aufgegeben, meine Bauherren über den Unsinn der EnEV aufzuklären. Zehn % davon sind in Ordnung. Der Rest ist Geld aus der Tasche ziehen. Sehen wir uns bloß im Dorf um. Jedes zweite Haus wird „energetisch“ ?? saniert. Man ist es dem Umweltschutz geschuldet. Mein Einwand, garmix zu tun ist der beste Umweltschutz hat mich fast in den Ruin getrieben. Überlege manchmal, ob ich nicht besser gipfeln gehen sollte.

    Fleißfrage: Wieviel CO2 wird eingespart, wenn ich für 30.000 € energetisch saniere um evtl. 3.000 € Heizkosten (ohne Zinsdienst) einzusparen. Die Differenz von 27T wird sicher von der kostenlosen Sonne spendiert. Die schafft die 27T locker bei, es sind ja nur CO2-freie Luftbuchungen als Kredit bei den Banken. Den Kredit und die Zinsen für den Kredit müssen wir aber in richtigem Geld zurückzahlen. Je nach Zinssatz bis zum drei oder Mehrfachen, nach Gutdünken der Zocker. Dafür müssen wir viel umweltschädliches CO2 in unserem Hamsterrad ausblasen. Geht’s noch doller. Doller geht immer. Aber nicht mehr lange. Dann greift die andere kritische Masse, die sich u. A, über Blogs formiert, in denen ich mich rumtreibe. Bin in den anderen unter „Ludwig der Träumer“ unterwegs.

  17. Auf eine vor kurzem gesendete,(wie gewohnt) extrem klimahysterische Sendung des BR habe ich (wie schon öfters) eine detaillierte Kritik an die Redaktion gemailt. Anbei die Rückantwort dazu:

    Sehr geehrter Herr xxx,

    vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen zu unserer Sendung über den Klimawandel.

    Ich kann jedoch Ihrer Argumentation nicht folgen und teile auch Ihre „Klimaskepsis“ in keiner Weise. Im Gegenteil: Ich frage mich, warum sich gerade jetzt erst in Lima über zweitausend Vertreter vieler Staaten dieser Erde getroffen haben, um über die Auswirkungen des Klimawandels und über Gegenmaßnahmen zu verhandeln, wenn es dafür eigentlich keinen Grund gibt, wie Sie unterstellen. Zu Ihren „Ungereimtheiten der anthropogenen Klimadiskussion“ möchte ich deshalb einige Anmerkungen machen:

    ad 1:
    Die World Meteorological Society hat 2001 bis 2010 mehr extreme Wetterereignisse als je zuvor seit Beginn der Messungen festgestellt. Dazu gehören extreme Stürme wie Sandy (New York) oder Hajan (Philippinen), Hitze- und Kältewellen in verschiedenen Teilen der Welt. Selbst die „klimaskeptischen“ Amerikaner sind mehrheitlich der Ansicht, dass die extremen Wetterereignisse in den USA Resultat des Klimawandels sind. Es ist evident, dass z.B. Ernten, die aufgrund von Klimaeinflüssen nicht wachsen können, auch keinen Eingang in Schadensstatistiken mancher Versicherer finden.

    ad 2:
    Sie beziehen sich beim Thema Anstieg des Meeresspiegels offensichtlich auf den 5. Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC von 2010. Darin heißt es aber auch, dass das Meereis der Arktis in der vergangenen Dekade schneller geschmolzen ist als jemals zuvor. In der Arktis und der Antarktis sind von 1992 bis 2009 jedes Jahr 36 Gigatonnen mehr Eis verloren gegangen als im jeweiligen Jahr zuvor (der Bodensee hat gesamt 48 Gigatonnen Wasser). Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation CSIRO hat einen durchschnittlichen Anstieg 1992 bis 2009 von durchschnittlich 3,3 Millimeter pro Jahr gemessen und kommt in Hochrechnungen wie einige andere Forschungsergebnisse ebenso auf einen Pegelanstieg von 0,5 bis 1,0 Meter im Jahr 2100. Der National Research Council der USA hält einen Anstieg des Meeresspiegels sogar bis 1,2 Meter bis 2099 für möglich.

    ad.3.
    Das Dorf, das in unserem Beitrag als Beispiel für die Gefährdung der Inseln im Pazifik gezeigt wurde, liegt auf Guadalcanal und heißt Honiara. Das wurde im Text erwähnt. Es ist nicht so bekannt wie die Inselgruppe Tuvalu, die meistens als Beleg genannt wird. Wir haben aber keinen Zweifel an der Richtigkeit der Darstellung unseres Reporters.

    ad4.
    Erst vor wenigen Tagen hat das Bayerische Landwirtschaftsministerium das Ergebnis einer neuen Untersuchung über den Zustand der Wälder im Freistaat veröffentlicht. Danach ist der Anteil der deutlich geschädigten Bäume nach mehrjähriger Erholungsphase um 3,1% auf 22,9% gestiegen.

    ad.5:
    In unserer Sendung kam der Klimaexperte des einschlägig bekannten Deutschen Wetterdienstes zu Wort, dessen Daten alle auf einen deutlich feststellbaren Temperaturanstieg in den letzten hundert Jahren hinweisen. Wir haben keinen Anlass, an den Messungen des Deutschen Wetterdienstes zu zweifeln.

    ad 6:
    In unserem Beitrag über die Biogasanlagen wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass natürlich nicht nur Mais als Energiepflanze eingesetzt werden soll. Wir haben darüber hinaus eine gesetzliche Regelung der Diversifikation angemahnt. Außerdem war deutlich ersichtlich, dass Biogasanlagen nicht allein die Grundlastversorgung leisten können. Es wurde auch im Gespräch mit Herrn Weiger explizit erwähnt, dass diese Anlagen dann die Lücken in der Versorgung füllen könnten, wenn Wind und Sonne gerade nicht zur Verfügung stünden.

    An der Klimakonferenz in Lima hat auch eine hochrangige Delegation der katholischen Kirche teilgenommen, die in einem dringenden Appell die Regierungen der Welt zum Handeln gegen die Ursachen des Klimawandels aufgefordert haben. Sind das in Ihren Augen auch nur Vertreter des „Klima-Interessenverbands“ mit „ökoreligiöser Überzeugung“?

    Ich möchte Ihnen Ihre Polemik nicht mit gleicher Münze heimzahlen. Deshalb weise ich ganz schlicht Ihre Vorwürfe und Unterstellungen zurück. Vielleicht sollten Sie einfach mal Ihre eigene Position überdenken. Unsere Kinder, die das alles ausbaden müssen, was wir Menschen zur Zeit auf der Erde anstellen, würden es Ihnen danken.

    Mit freundlichem Gruß ( das sollte doch noch möglich sein)

    xx Redaktion Ökologie

    Bayerisches Fernsehen

    Nachtrag zum Hinweis auf Polemik.
    Ich formuliere meine Kritiken bewusst freundlich, damit sie gelesen gelesen werden. In dem Fall habe ich der, die gesamte Reportage durch ausschließlich Klimahysterie verbreitenden Moderatorin allerdings schon einige harte Vorwürfe zu Ihrem Wissen über das wirkliche Klima, Meeresspiegelverlauf und Belege zur CO2-Sensitivität gemacht.

  18. @ K. Meinhardt

    „Er hat Ihnen nicht immer die Wahrheit gesagt, zumindest nicht an den entscheidenden Stellen. :))“

    Das mag sein, aber die Pfaffen um die Ecke und die im weißen Gewand im fernen Rom auch nicht. ;-))

    Ich bin da für Vielfalt der Informationsgeber. Nur so ergeben sich Differenzen, die man nutzen kann. So wie man Keynes nicht anhimmeln sollte, sollte man es auch nicht bei Friedman, Edenhofer oder Lucke tun, um mal ein paar prominente Nationalökonomen zu nennen.

  19. Im Text steht:… Wie lange lassen sich die Völker der Welt, diese von den Spesenrittern der Umweltverbände und grünen Aktivisten aller Parteien sowie ihrem medialen Hofstaat hochgehypten ritualisierten Scharaden über ein Non-Problem noch gefallen?
    Ich frage: Wie lange wollen wir uns diese Verblödung noch gefallen lassen.? Diejenigen, die der Propaganda aufgesessen sind, also auch etliche Medienreporter, sind inzwischen schlimmer als die Auslöser, denn für diese Leute ist die Klimaerwärmung zu einem festen Glauben geworden. Siehe den Artikel jüngst in der Leipziger Volkszeitung von Herrn R.Volke.
    Der Mann gibt einfach keine Antwort, wenn man ihn aufklären will, beim 2.ten Male sperrt er seine mailadresse.

  20. Sehr geehrter und verehrter Herr Limburg, die Völker werden doch gar nicht mehr gefragt. Es gibt eine religiöse Clique, die sich des Volkes immer nur dann bedienen will, wenn es ihr von Nutzen ist. Was ist ein Merkmal dieser feinen und reichen Ganoven? Sie wollen Frieden auf Erden (erzwingen, wenn notwendig mit Gewalt, natürlich). Und sie sind sehr gut vernetzt. Über das Volk lachen die, von morgens bis abends und von abends bis morgens. […] Bei der UN in New York soll es einen Tempel geben, ja ja. Nur ein einziger ist dort nicht willkommen. Der Fürst dieser Erde will es so.

    Mit freundlichen Grüssen

    #3: Deschner? 🙂 Njet, verehrter Herr T. Heinzow!

    Schauen Sie sich mal die Werte, die dieser Heilige (?) verfochten hat, spätestens dann müsste Ihnen auffallen, warum ein grosser Teil seines Kampfes vergeblich war. Auch liegt der Kerl jetzt unter der Erde oder hat sich verbrennen lassen. Wie auch immer. Der Kerl ist erledigt. 😉 Er hat Ihnen nicht immer die Wahrheit gesagt, zumindest nicht an den entscheidenden Stellen. :))

    Mit humorvollen Grüssen

  21. Verstehen jetzt die „Ungläubigen“, warum unsereins jedwede Religion, die sich politisch betätigt – also nicht im privaten Raum bleibt, um private Bedürfnisse zu befriedigen – als extrem gefährlich einstuft? Man beschäftige sich mit der Religion des obigen Herrn näher und lese Deschner: „Und abermals krähte der Hahn“.

  22. Meine Rentnerrunde weiß, daß ich kein Fachmann bin. Wenn ich etwas zum Klimawandel sage, ernte ich böse Gesichter. Jetzt müssen sie diesen von mir ausgedruckten Artikel lesen. Besonderen Dank, Herr Limburg, für „Null, Niente, Nada, Zero“

  23. Umweltschutz und Klimaschutz sind fast gegenläufige Sachen. Herr Edenkofer sagt es und es wird pausenlos von UMWELTschützern als Teilnehmer oder Demonstranten in Bezug auf Lima geredet. Die gerade laufende Diskussion über die „Lügenmedien“, die mit REGIDA aufkommt, ist längst überfällig, wird von den Medien selbst als Realitätsverlust der Leute, die das sagen, locker selbstzufrieden abgetan. Die Linksgrün gesteuerten Medien leisten ganze Arbeit, die Klimadiskussion ist das Paradebeispiel. Warum gibt es nicht Demos gegen den Klimakatastrophen Betrug?, das wäre genial. Wenn di Länder der 3. Welt davon profitieren, könnten ja auch Gelder da gespendet werden aber nicht mit dieser Schwachsinns-Begründung. Die Klimakeule hätte auch den Vorteil, dass sie immer anwendbar ist.
    100 Milliarden € sollen für diese Verarschung eingetrieben werden. Wenn unser Anteil davon, natürlich wohl wieder der Löwenanteil, für die Flüchtlingsproblematik investiert würde, da wäre ich sofort dabei!

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