Folge der Energiewende: Fossile Kraftwerke werden zum Sicherheitsrisiko

Horst-Joachim Lüdecke
Thermische Kraftwerke bleiben auch weiterhin für unsere Stromversorgung unverzichtbar. Selbst bei theoretischer 100%-Versorgung mit „Erneuerbaren“ wird die äquivalente Leistung von konventionellen Kraftwerken zum Fluktuationsausgleich benötigt. Will man Strom aus grünen Methoden, ist somit real ein doppeltes Kraftwerksystem erforderlich, wobei extreme Lastwechsel der „Fossilen“ zur Tagesordnung werden. Dafür sind fossile Grundlastkraftwerke aber nicht ausgelegt. Welche Konsequenzen sich hieraus ergeben, belegt die nachfolgende Pressemitteilung des Fachverbands Anlagenbau (FDBR).

P R E S S E M I T T E I L U N G 03/2014

6. Oktober 2014

des Fachverbands Anlagenbau (FDBR)

Die Energiewende nachhaltig absichern

Thermische Kraftwerke bleiben zentraler Faktor für eine zuverlässige Strom­versorgung / Bestehende Anlagen sind auf die heutigen Betriebsanforderun­gen technisch nicht auslegt

Düsseldorf – Düsseldorf – Thermische Kraftwerksleistung wird auch weiterhin essenziell für eine sichere Energieversorgung sein. „Selbst wenn das Potenzial der erneuerbaren Energien hundertprozentig ausgeschöpft wird, muss eine Back-up-Leistung von 80 Gigawatt durch konventionelle Kraftwerke gewährleistet sein“, erklärt FDBR-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß.

Doch angesichts der Geschwindigkeit, mit der die Energiewende vorangetrieben wird, gera­ten die Betreiber der konventionellen Kraftwerke zunehmend in Zugzwang. Die rasant stei­gende Nutzung von erneuerbaren Energien stellt Betriebsanforderungen an die bestehenden Gas- und Kohlekraftwerke, auf die sie technisch nicht ausgelegt sind. So müssen die Anla­gen häufiger ein- und ausgeschaltet werden, um die Schwankungen, die die Energiegewin­nung aus Sonne, Wind und Wasser mit sich bringt, kompensieren zu können. Die Zahl der Lastwechsel ist zum Teil mehr als 200 Mal höher als bei der Zulassung der Kraftwerke. Da­durch wächst die Gefahr von nachhaltigen Schäden an den Anlagen – zugleich nehmen die Risiken für die Versorgungssicherheit zu.

Allein können die Anlagenbetreiber die notwendigen Investitionen in die technische Umrüs­tung von thermischen Kraftwerken nicht stemmen. Schon heute ist der Betrieb von konventi­onellen Gast- und Kohlekraftwerken kaum noch rentabel, selbst die geregelte Instandhaltung wird immer mehr zurückgefahren. Entsprechend ist die Politik gefordert, nicht nur Speicher­technologien und Netze zu fördern, sondern auch die Bestandskraftwerke in ihre Planung zu integrieren. „Wer die Energiewende will, muss auch für ihre Absicherung sorgen“, betont Maaß. „Konventionelle Stromversorgung bleibt unverzichtbar, darf aber auf Sicht nicht auf Basis einer nicht mehr genehmigungsfähigen Technik erfolgen.“

Kurzprofil FDBR

Der FDBR bündelt die Interessen von über 180 Unternehmen des Anlagenbaus in der Ener­gie-, Umwelt- und Prozessindustrie. Mit seiner Kompetenz aus jahrzehntelanger Verbands­arbeit fördert und begleitet der FDBR technische Innovationen, engagiert sich für die Fort­entwicklung und Harmonisierung des gesamten technischen Regelwerks auf nationaler und internationaler Ebene und wirkt mit an der Ausgestaltung zukunftsfähiger Rahmenbedingun­gen. Darüber hinaus trägt der FDBR aktiv zur Meinungsbildung auf allen branchenrelevanten Feldern der Energie-, Umwelt- sowie Industriepolitik bei und leistet damit einen wichtigen, technologisch orientierten Beitrag zur Gestaltung zukünftiger politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen. Sitz des Verbands ist Düsseldorf.

Kontakt:

FDBR e.V. – Fachverband Anlagenbau Dr. Reinhard Maaß Sternstraße 36 40479 Düsseldorf t 0211 / 498 70-0 f 0211 / 498 70-36 r.maass@fdbr.de www.fdbr.de

Nachtrag und Ergänzung

Anlässlich des kraftwerkstechnischen Kolloquiums der Universität Dresden mit 700 Teilnehmern, auf dem ich einen der Plenarvorträge hielt (s. Veranstaltungsprogramm als pdf), boten sich Gelegenheiten zu zahlreichen Gesprächen mit Kraftwerks-Fachleuten und -Managern. Dabei kam immer wieder das in der FDBR-Pressemitteilung beschriebene Problem von aktuell nicht mehr sicheren und damit auch NICHT mehr GENEHMIGUNGSFÄHIGEN fossilen Kraftwerken zur Sprache, das zur Zeit offenbar weder Politik, noch TÜV, noch die Öffentlichkeit wahrnehmen.

Es ist zu betonen, dass bei Kesselexplosionen, Rohrbrüchen oder Turbinenhavarien infolge vorzeitiger Materialermüdung auch mit Personenschäden des Bedienungspersonals zu rechnen ist. Havarierte Anlagen werden zudem die ohnehin bereits kritische Stromversorgungssituation weiter verschärfen und die Black-Out- Wahrscheinlichkeit erhöhen. Als Kosten der nötigen Instandsetzung und Wartung der aktuell durch die Energiewende belasteten Anlagen wurden mehrere Milliarden Euro genannt.

Herrn Dr. Reinhard Maaß danke ich für seine freundliche Veröffentlichungsgenehmigung der FDBR-Pressemitteilung auf der EIKE-Webseite. Das Original der Presseerklärung ist zusätzlich als pdf angehängt und kann weitergegeben werden.

Horst-Joachim Lüdecke

EIKE-Pressesprecher

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31 Kommentare

  1. #29: A. Reichart sagt: am Donnerstag, 30.10.2014, 03:59
    Entstehung Erdöl fossil?
    1) Hieß das Ding nicht mal Mineralöl?
    [. . . ]

    Der teuerste ist nach meinem Kenntnisstand reinster Kohlenstoff, entstanden aus eben diesem, unter sehr hohem Druck über lange Zeit.

    2) Die sind also auch fossil. [. . . ]

    [. . . ]
    Habe mal ein Video gesehen, dort hatte einer ausgerechnet welche Menge von Biomasse weltweit begraben, zugedeckt, restlos, hätte werden müssen um unsere bisher geförderten Ölmengen zu erzeugen. Die hatte die beachtliche höhe von 400 Metern global, Luftdicht eingeschlossen.
    3) Ist das möglich.
    #############################
    Der Reihe nach:
    Zu 1) Ach Herrje und Zitronenfalter heißen Zitronenfalter wie diese Zitronen . . .
    Zu 2) nö, warum sollten Diamanten fossil sein?
    Zu3) Ob es möglich ist , dass Sie so einen Schwachfug und Unsinn in einem Video gesehen haben können am besten Sie beantworten: Was weiß ich schon was so in Ihren Videorecorder/Youtube landet.
    MfG
    Ketterer

  2. #27: H. Börger sagt:

    am Mittwoch, 29.10.2014, 14:05

    #23: F.Ketterer sagt:
    am Dienstag, 28.10.2014, 22:31
    Im Gegensatz zu Ihrer Quelle war meine Quelle ein wiessenschaftliches Paper mit sauberen Qeullenangaben. In Ihrem Link fehlt eine nachvollziehbare Quellangabe.
    Dafür ist mir meine Zeit zu Schade.
    Nur zu, Herr Ketterer.
    [. . .] Viele Jahre später erst fand ich die Seiten von Eike und über Eike sogar auch die des unwissenschaftlichen Autors Bachmann.
    Nein, mit dieser arroganten Attitüde wurden jahrelang „CO2-Leugner“ = „Klima-Leugner“ niedergemacht! Da meinte man auch, wenn jemand, der nicht zu den 1000 Wissenschaftlern gehörte, die im IPCC scheinbar versammelt waren, irgendetwas zu CO2 äußerte, gleich mit der Wissenschaftskeule draufhauen zu müssen – und alle gehorchten!
    Woher nehmen Sie denn diese Arroganz, Herr Ketterer, daß hinter diesen Berichten keine wissenschaftlich nachgewiesenen Optionen stehen, die sich als zutreffend erweisen könnten?
    #######################################
    Hallo Herr Börger,
    ich hatte Ihnen eine Arbeit verlinkt, die sich intensiv mit der Fragestellung biotische / abiotische Entstehung von Erdöl auseinandersetzt. Sie stellten einen Internetartikel (Bits sind geduldig) dagegen, dem jeder Hinweis auf fundierte Grundlagen fehlte. Alles was ich sagte: Mir ist die Zeit zu schade, damit in das Thema einzusteigen.
    Was ist daran arrogant? Ich habe nicht in Frage gestellt, dass es andere wissenschaftliche Arbeiten gibt, die für eine abiotische Erdgas und möglicherweise auch Erdölentstehung sprechen. Dann bitte liefern sie diese, das hat nichts mit Arroganz zu tun sondern ist ganz normal ein einer Sachdiskussion. Ich hatte auch nicht behauptet, dass alles Methan das es irgendwo im Weltall gibt organischen Ursprungs sei. Für den organischen Ursprung der Kohle und Erdöllagerstätten sprechen einige Punkte siehe die von mir zitierte Arbeit von Glasby:

    http://tinyurl.com/Glasby-2006

  3. Entstehung Erdöl fossil?

    Hieß das Ding nicht mal Mineralöl?
    Kann mich erinnern, dass dieses Wort sogar einige Firmen in ihrer Bezeichnung trugen. Das war in meiner Jugendzeit, da habe ich aber schon getankt, Sprit, aber vermutlich waren die Firmen damals nur blöde.

    Wenn hier die Mineralientage stattfinden, wird auf dieser Messe eigentlich nur mit Steinen, sehr teuren, gehandelt.
    Der teuerste ist nach meinem Kenntnisstand reinster Kohlenstoff, entstanden aus eben diesem, unter sehr hohem Druck über lange Zeit.

    Die sind also auch fossil. Jetzt verstehe ich warum man bei dieser Messe heuer auch ein Skelett eines T. Rex ausstellt.

    Ich will ja gerne noch lernen. Aber da war doch noch was, ach ja das mit dem Steinöl. Auch als Heilmittel schon lange bekannt. Das könnte allerdings fosilen Ursprungs sein, indet sich ja auch nur in Kalksedimenten/Gebirgen.

    Aber Dinos als Diamanten? Dar reicht die Zeit irgend wie, und das Gestein nicht.

    Habe mal ein Video gesehen, dort hatte einer ausgerechnet welche Menge von Biomasse weltweit begraben, zugedeckt, restlos, hätte werden müssen um unsere bisher geförderten Ölmengen zu erzeugen. Die hatte die beachtliche höhe von 400 Metern global, Luftdicht eingeschlossen.
    Ist das möglich.

    Dieser Beitrag ist durchaus etwas böse gemeint.
    Denn warum will man zwei Entstehungsmöglichkeiten nicht ins Auge fassen? Für mich stehen da eindeutige Interessen dahinter.
    Auch bei den Diskutanten hier.

  4. # @ Herr Heinzow,

    zu den alten Schnappschuss-Fotos fehlt mir die kompetente Einschätzung zum Erscheinungsbild der damaligen DDR-Jugend und über die Intentionen des Blogs, der sie zeigt. Was aus der jungen Frau, im Kreis der jungen Herren wurde ist bekannt.
    In dem moderneren Gruppenbild eines „Anstifter-Teams“ wie agora, stehen die Absichten der finanzpotenten Stifter klar im „Programm-Heft“.
    Es soll eine Politik zwingend auf den Weg gebracht werden, es sollen umfassende Gesetze zustandekommen, die den Anstiftern Freude machen, weil sie ihr Vermögen mittels Politik vermehren wollen.
    Wenn sehr Wohlhabende ihr Vermögen im Anteil von Branchen anlegen und diesen von der durch sie gesteuerten Politik hunderte Milliarden Auftragsvolumen verschaffen, ist das strategisch viel mächtiger, als hier allgemein begriffen.
    Unter Ausschaltung der Vernunft des rationalen Wettbewerbs, werden die Marktteilnehmer gezwungen sehr viel Geld per politischer Verordnungen zu versenken, was in „Energietrullala“ wegen „Klima-Katastrophen-Hoppsasa“ schließlich bei den Stiftungs-Finanziers landet.
    Das Geld derjenigen naiven Träumer, die in die angeblich renditeträchtigen Wind-, Sonnen- und Faulgas-Stromerzeugung investierten, die ja in der Zeit übnerwiegend eine Fehlinvestition bleiben, haben die aber Anstifter risikolos an sich gebracht.
    Den Verlust tragen die Träumer, die den Nepp der Anstifter nicht blicken, nicht sehen wo die Hunderte Milliarden, für vollkommen unwirtschaftliche Vergeudung den Umsatz der Brancheneigentümer, bzw. Anstifter steigern.
    Die Rechnungen für den ganzen „Regenerativen-, Energie-, Kabel- Trassen-, und Isolier-, Dämmungs-, Klimaschutzgeld-Kokkelores“ werden zur Freude der Anstifter erstemal, bingo, bezahlt.
    Die angebliche, „erfolgreiche Amortisation“ rechnen uns doch laufend solche Knalltüten im „Anstifter-Modus“ vor, denn bei dem irre großen „Geschäftsvolumen“ was absolut nur auf Lobbyismus beruht, zeigen schon die zig Millionen-Einsätze der Anstifter, die in die Lobbynetzwerke gehen, wie unsere Demokratie zum albernen Klima-Basar wurde.

  5. #23: F.Ketterer sagt:
    am Dienstag, 28.10.2014, 22:31
    Im Gegensatz zu Ihrer Quelle war meine Quelle ein wiessenschaftliches Paper mit sauberen Qeullenangaben. In Ihrem Link fehlt eine nachvollziehbare Quellangabe.
    Dafür ist mir meine Zeit zu Schade.
    Nur zu, Herr Ketterer.
    Als ich, ehemals Volkswirt, jetzt Rentner, aber immer noch gegen den Euro (denn davon verstehe ich was!), 2001 auf einer Internetseite eines kleinen Institus in Eugene/Oregon eine Mitteilung fand, daß man dort die These mit der CO2-anthropogen bewirkten Erderwärmung mindestens kritisch empfand, war ich alarmiert! Das erste Mal las ich das – und fing an zu suchen! Viele Jahre später erst fand ich die Seiten von Eike und über Eike sogar auch die des unwissenschaftlichen Autors Bachmann.
    Nein, mit dieser arroganten Attitüde wurden jahrelang „CO2-Leugner“ = „Klima-Leugner“ niedergemacht! Da meinte man auch, wenn jemand, der nicht zu den 1000 Wissenschaftlern gehörte, die im IPCC scheinbar versammelt waren, irgendetwas zu CO2 äußerte, gleich mit der Wissenschaftskeule draufhauen zu müssen – und alle gehorchten!
    Woher nehmen Sie denn diese Arroganz, Herr Ketterer, daß hinter diesen Berichten keine wissenschaftlich nachgewiesenen Optionen stehen, die sich als zutreffend erweisen könnten?
    Oder: Fragen von nicht-naturwissenschaftlichen Personen, wie ich es bin, müssen niedergeknüppelt werden – es ist, wie beim IPCC nicht einmal erlaubt, zu fragen, ob denn dahinter nicht doch was sein könnte?
    Immerhin gibt es z.B. Vladimir Kutscherov, Professor der KTH Abteilung für Energietechnologie in Stockholm, der sehr wohl fundierte Forschung zu abiotischem Öl betreibt und dafür ganz offensichtlich Beweise hat.
    Vielen Dank dennoch für Ihre Klarstellung, Herr Ketterer. So geht man am besten mit meinetwegen naiven Meinungen um!

  6. #23: F.Ketterer sagt:
    am Dienstag, 28.10.2014, 22:31
    #21: H. Börger sagt:
    am Dienstag, 28.10.2014, 16:14

    Zu #17: F.Ketterer sagt:
    …. es spricht auch einiges dagegen.
    Lesen Sie mal dieses Review paper:
    http://tinyurl.com/Glasby-2006

    Okay, soweit ich im Englischen bewandert bin, sehe ich nicht, daß Glasby-2006 und später auch 2008 die abiotische Theorie total ablehnt. Abgelehnt wird da die Theorie von Gold als nicht valide. In einem anderen Bericht (ich komme mit diesen tinyurl-Angaben nicht klar, daher so: http://erdoelquelle.com/media/Engdahl$20Gas$20und$20$C3$96l$20regenerative$20Energien.pdf
    #########[..]
    Im Gegensatz zu Ihrer Quelle war meine Quelle ein wiessenschaftliches Paper mit sauberen Qeullenangaben. In Ihrem Link fehlt eine nachvollziehbare Quellangabe.
    Dafür ist mir meine Zeit zu Schade.
    ###############################################################
    http://bit.ly/1wcxpIt

    Infolge der aktuellen Radarmessungen können die NASA-Wissenschaftler nunmehr erstmals das Gesamtvolumen der flüssigen Kohlenwasserstoffe auf Titan abschätzen. Ein erster Wert liegt bereits vor: Er beläuft sich auf 9000 Kubikkilometer, was ungefähr 40-mal so viel wäre wie in allen nachgewiesenen Öl-Vorkommen auf der Erde.
    ….
    Kohlenwasserstoffe sind also nachweislich NICHT an vorhergegangene Lebenstätigkeit gebunden! Die Vorräte auf der Erde sind also nicht zwangsläufig durch die Biomassen der letzten Millionen Jahre begrenzt. Die „Peak oil“ Theorie zur Begründung einer technisch wie wirtschaftlich irrsinnigen „Energiewende“ ist nicht mehr haltbar. Auch wenn das viele Leute aus dem Dunstkreis der Öko-Sekten weiter versuchen….

  7. #21 Herr Börger

    Rein aus wirtschaftlicher Sicht kann man die Verteidigung der biogenen Entstehung von Öl und Gas sehr gut nachvollziehen. Solange diese Hypothese Bestand hat, kann man auch vortrefflich über den Preis spekulieren. Darüber hinaus haben auch die meissten Staatshaushalte der klassischen Förderländer gewaltige Probleme, wenn der Ölpreis nachhaltig unter die 100$-Marke fällt. Ein schönes Beispiel liefert derzeit Venezuela. Wenn diese Länder nicht in der Lage oder Willens sind, ihre Petrodollars in wirtschaftliche Projekte zu investieren, werden sie unweigerlich vor die Hunde gehen. Da ist die Story von PeakOil lediglich ein hoffnungsloser Versuch die Pleite noch ein paar Jahre zu verzögern. Die Auswirkungen am Preisgefüge sieht man ja jetzt schon durch die angestrebte Eigenversorgung der USA und dem dadurch entstehenden Einbruch eines der wichtigsten Absatzmärkte.
    Für Europa, insbesondere Deutschland sieht es allerdings etwas anders aus. Einerseits wäre der Nachweis von unermesslichen Energievorräten und damit fallenden Preisen ein wirtschaftlicher Segen, andererseits hätten unsere Ökosozialisten ein schlagkräftiges Argument weniger um uns zu tritzen.

  8. #21: H. Börger sagt:
    am Dienstag, 28.10.2014, 16:14

    Zu #17: F.Ketterer sagt:
    …. es spricht auch einiges dagegen.
    Lesen Sie mal dieses Review paper:
    http://tinyurl.com/Glasby-2006

    Okay, soweit ich im Englischen bewandert bin, sehe ich nicht, daß Glasby-2006 und später auch 2008 die abiotische Theorie total ablehnt. Abgelehnt wird da die Theorie von Gold als nicht valide. In einem anderen Bericht (ich komme mit diesen tinyurl-Angaben nicht klar, daher so: http://erdoelquelle.com/media/Engdahl$20Gas$20und$20$C3$96l$20regenerative$20Energien.pdf
    ################################
    Im Gegensatz zu Ihrer Quelle war meine Quelle ein wiessenschaftliches Paper mit sauberen Qeullenangaben. In Ihrem Link fehlt eine nachvollziehbare Quellangabe.
    Dafür ist mir meine Zeit zu Schade.

  9. Zu #17: F.Ketterer sagt:
    …. es spricht auch einiges dagegen.
    Lesen Sie mal dieses Review paper:
    http://tinyurl.com/Glasby-2006

    Okay, soweit ich im Englischen bewandert bin, sehe ich nicht, daß Glasby-2006 und später auch 2008 die abiotische Theorie total ablehnt. Abgelehnt wird da die Theorie von Gold als nicht valide. In einem anderen Bericht (ich komme mit diesen tinyurl-Angaben nicht klar, daher so: http://erdoelquelle.com/media/Engdahl$20Gas$20und$20$C3$96l$20regenerative$20Energien.pdf
    wird nochmals und sehr nachvollziehbar die derzeitge Situation zwischen der westlichen Theorie und den russischen Taten deutlich. Weshalb also die Auseinandersetzung in der Ukraine? Lesen Sie u.a. doch mal:
    „Die … Theorie wurde in den frühen 1990er Jahren,kurz nach der Auflösung der Sowjetunion angewendet, um in einer Region, von der man seit über 40 Jahren annahm, sie sei
    geologisch aussichtslos, nämlich dem Don-Dnjepr-Becken in dem Gebiet zwischen
    Russland und der Ukraine, nach Öl zu bohren.
    Indem sie ihrer abiotischen und nicht-fossilen Theorie der Tiefenentstehung von Erdöl
    folgten, begann die russischen und ukrainischen Geophysiker und Chemiker mit einer
    detaillierten Analyse der tektonischen Geschichte und der geologischen Struktur des
    kristallinen Untergrundes des Don-Dnjepr-Beckens. Nach einer Analyse der Tektonik
    und der Tiefenstrukturen des Gebiets, stellten siegeophysische und geochemikalische
    Untersuchungen an. Insgesamt wurden 61 Ölbrunnen gebohrt, von denen 37 kommerziell produktiv waren, eine extrem beeindruckende Erfolgsrate von annähernd 60 Prozent. Die Größe des entdeckten Feldes war mit den Vorkommen im North Slope von Alaska vergleichbar.“

  10. Hans Diehl glaubt: „Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte. RWE & Co. wollten das nicht wissen. Sie haben in den letzten 15 Jahren schwere strategische Fehler gemacht. Sie ließen sich von der Energiewende überrollen, statt sie konstruktiv mitzugestalten.“

    Konstruktiv mitgestalten, ja? So wie Solar World, First Solar, Q-Cells, Solon, Conergy, Propon, Juwi, Bosch, Siemens und viele andere, die sich an der heißen Subventionssuppe kräftig die Finger verbrannt haben?

    Hans Diehl, ich habe ihnen doch schon mal geraten, ein stärkeres Leuchtmittel zu verwenden, wenn sie den Energiemarkt bei Lichte betrachten wollen. Mit ihrer Funzel wird das nichts, da kommt nur Unsinn raus. 🙂

  11. Was die Start/Stop Automatik betrifft…
    Die Steigerung davon ist dann das Elektroauto.
    Mit einer geplannten Obsolezenz von 7 Jahren, würde es die Autolobby schaffen, das Autos zu wegwerfprodukten zu „veredeln“
    Spätestens dann ist nämlich der Akku platt, und der wird dann den Restwert des Autos übersteigen…

  12. # 9 Nun gut Herr Heinzow,

    mag sein ich bin zu brav und naiv, um diejenigen, die schnieke Reiter und Reiterrinnen auf noblen Rössern ins politische Rennen schicken damit sie die Einnahmen finanzierender Reibach-Strategen im Hintergrund mittels bestellter Politik sichern.
    Ich lese ja viel im web, stoße auf zum Teil ganz seltsame Links, wie z.B. http://tinyurl.com/qxd3ll6 und bin dann erschrocken, was sich dort alles vorfindet, bzw. abbildet.
    Andererseits sind ja heute viel eleganter gestylte Typen und Teams dabei Einfluss auf die Politik zu nehmen, wie z.B. hier zu sehen ist http://tinyurl.com/ojnrbrn
    Da sieht man wie sich zumindest der optische Style verändert hat.
    Was diese Scharen von „Engagierten“ wohl hauptberuflich so treiben?
    Nicht das diese noch unter Pseudonymen als angestellte Forentrolle womöglich ihre Kommentar-Arbeiten abrechnen und u.a. hier ihren „Energie-Wende-Mephisto“ geben, um die EIKE-Sympathisanten zu verunsichern.

  13. #14: H. Börger sagt:
    am Montag, 27.10.2014, 17:57
    [ . . . ]
    Was aber – und das ist ja absolut wesentlicher – ist denn mit den Überlegungen (okay, russische!) zur abiotischen Basis von Erdöl und Erdgas! Wieso geht Eike denn dieser Frage nicht auch nach, denn dann, falls dies zutrifft (und dafür spricht ganz offenbar Einiges) [ . . . ]
    Es gibt genug überzeugende Quellen zum abiotischen Ursprung von Öl und Gas im Internet!
    ######################################
    Sehr geehrter Herr Börger,
    es spricht auch einiges dagegen.
    Lesen Sie mal dieses Review paper:

    http://tinyurl.com/Glasby-2006

  14. #15: Hans Diehl sagt:
    am Montag, 27.10.2014, 20:03
    Gerald Pesch sagt:
    Konstruktiv mitgestalten“?? Haben Sie was verbotenes geraucht?? ALLE die sich „konstruktiv“ an der „Energiewende“ beteiligt haben, von Prokon bis Wagner Solar, sind heute PLEITE! Die Betreiber von klassischen Kraftwerken stehen genau so mit dem Rücken zu Wand. Wollen oder können Sie nicht verstehen, dass die „Energiewende“ überall nur verbrannte Erde hinterlässt?? Wie bitteschön soll man sich denn „konstruktiv“ an einem wirtschaftlichen Massenselbstmord beteiligen ohne am Ende selbst tot zu sein? Aber vielleicht ist es genau diese Todessehnsucht die auch die Öko-Sekte zu ihren Untaten antreibt…

    @ Herr Pesch
    Die konventionelle Seite hat eben „nicht“ konstruktiv mit gestaltet, sondern Jahre lang versucht zu verhindern. Jetzt sind sie selbst in der Bredouille.

    Schauen Sie mal, das Folgende habe ich 1998 selbst im Fachblatt der VDEW gelesen.
    Im Archiv des SFV unter zeitlich überholt aufbewahrt.

    . http://tinyurl.com/ns66q2v
    Auszug aus: Zeitschrift für Energiewirtschaft, Heft 1/98; S. 59: „Green Pricing: kundenorientierte Angebote in der Elektrizitätswirtschaft“ von Thyge Weller
    „[…]In erster Linie, wenn auch weniger stark öffentlich verkündet, sind indes unternehmenspolitische Zielsetzungen entscheidend für die Initiatoren Grüner Angebote.[…]
    Schließlich ist nicht zu übersehen, dass in einem Grünen Angebot durchaus auch Abwehr-Aspekte enthalten sein können: in diesen Fällen wird das Gegenteil dessen angestrebt, was vordergründig als Ziel vorgegeben ist. Vergleichbar mit dem Konzept industrieller Selbstverpflichtung soll ein solches Grünes Angebot im Einzelfall weitergehende staatliche Vorschriften zur Förderung erneuerbarer Energien verhindern helfen oder dem gesellschaftlichen Druck etwa zur Einführung kostendeckender Vergütung entgegenwirken. Ferner können derartige Abwehr-Projekte daraufhin konzipiert werden, daß dem Kunden die Beschränkungen (Kosten, Verfügbarkeit etc.) der erneuerbaren Energien deutlich werden und damit die Notwendigkeit einer fossil-nuklearen Erzeugung betont wird.[…]“ Zitat Ende.

    Man hatte eigentlich lange genug Zeit um zu erkennen, dass die angestrebten Ziele der „Verhinderung“ nicht durchsetzbar sind.
    ################################################################“
    Sie lenken nur wieder ab! Wie soll man konstruktiv an einem wirtschaftlichen Selbstmord mitarbeiten, ohne am Ende selbst tot zu sein??? Beantworten Sie doch einfach die Frage, oder schweigen Sie. Immer neue Strohmänner aufstellen rettet die klinisch tote „Energiewende“ auch nicht mehr. Das Mitmachen an der „Energiewende“ ist das Verbrechen der EVU am Wirtschaftsstandort Deutschland, nicht der schwache Versuch der Verhinderung….

  15. Gerald Pesch sagt:
    Konstruktiv mitgestalten“?? Haben Sie was verbotenes geraucht?? ALLE die sich „konstruktiv“ an der „Energiewende“ beteiligt haben, von Prokon bis Wagner Solar, sind heute PLEITE! Die Betreiber von klassischen Kraftwerken stehen genau so mit dem Rücken zu Wand. Wollen oder können Sie nicht verstehen, dass die „Energiewende“ überall nur verbrannte Erde hinterlässt?? Wie bitteschön soll man sich denn „konstruktiv“ an einem wirtschaftlichen Massenselbstmord beteiligen ohne am Ende selbst tot zu sein? Aber vielleicht ist es genau diese Todessehnsucht die auch die Öko-Sekte zu ihren Untaten antreibt…

    @ Herr Pesch
    Die konventionelle Seite hat eben „nicht“ konstruktiv mit gestaltet, sondern Jahre lang versucht zu verhindern. Jetzt sind sie selbst in der Bredouille.

    Schauen Sie mal, das Folgende habe ich 1998 selbst im Fachblatt der VDEW gelesen.
    Im Archiv des SFV unter zeitlich überholt aufbewahrt.

    . http://tinyurl.com/ns66q2v
    Auszug aus: Zeitschrift für Energiewirtschaft, Heft 1/98; S. 59: „Green Pricing: kundenorientierte Angebote in der Elektrizitätswirtschaft“ von Thyge Weller
    „[…]In erster Linie, wenn auch weniger stark öffentlich verkündet, sind indes unternehmenspolitische Zielsetzungen entscheidend für die Initiatoren Grüner Angebote.[…]
    Schließlich ist nicht zu übersehen, dass in einem Grünen Angebot durchaus auch Abwehr-Aspekte enthalten sein können: in diesen Fällen wird das Gegenteil dessen angestrebt, was vordergründig als Ziel vorgegeben ist. Vergleichbar mit dem Konzept industrieller Selbstverpflichtung soll ein solches Grünes Angebot im Einzelfall weitergehende staatliche Vorschriften zur Förderung erneuerbarer Energien verhindern helfen oder dem gesellschaftlichen Druck etwa zur Einführung kostendeckender Vergütung entgegenwirken. Ferner können derartige Abwehr-Projekte daraufhin konzipiert werden, daß dem Kunden die Beschränkungen (Kosten, Verfügbarkeit etc.) der erneuerbaren Energien deutlich werden und damit die Notwendigkeit einer fossil-nuklearen Erzeugung betont wird.[…]“ Zitat Ende.

    Man hatte eigentlich lange genug Zeit um zu erkennen, dass die angestrebten Ziele der „Verhinderung“ nicht durchsetzbar sind.

  16. Warum sprechen Sie, sehr geehrter Herr Lüdecke, denn weiterhin von „fossilen“ Kraftwerken – das stimmt sicher im Zusammenhang mit Kohle und Braunkohlekraftwerken, die aber für ein schneller Ab- und Anfahren in aller Regel ungeeignet sind (sein sollen – ich bin kein Fachmann, habe nur die EIKE-Infos vor Augen).
    Was aber – und das ist ja absolut wesentlicher – ist denn mit den Überlegungen (okay, russische!) zur abiotischen Basis von Erdöl und Erdgas! Wieso geht Eike denn dieser Frage nicht auch nach, denn dann, falls dies zutrifft (und dafür spricht ganz offenbar Einiges) wäre ja die Mär von der Endlichkeit des Wachstums (Club of Rome – d.h. doch in letzter Konsequenz auch Endlichkeit des Wachstums der Menschheit! Wer verantwortet das?) aufgehoben und die ökonomische Knechtschaft der Menschen wegen dar Endlichkeit der angeblich fossilen Energieträger Öl und Gas aufgehoben!
    Es gibt genug überzeugende Quellen zum abiotischen Ursprung von Öl und Gas im Internet!

  17. #4 Hans Diehl,

    „Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte.“

    Wer – wie die sogenannten Regenerativen – gar nicht imstande ist, „zu kommen“, spielt hinsichtlich der Nachkommenschaft keine Rolle.

  18. #4: Hans Diehl sagt:
    am Montag, 27.10.2014, 14:23
    In dem Artikel heißt es
    Zitat: Doch angesichts der Geschwindigkeit, mit der die Energiewende vorangetrieben wird, gera¬ten die Betreiber der konventionellen Kraftwerke zunehmend in Zugzwang. Zitat Ende

    Ist natürlich nur die eine Seite der Medaille.
    Die andere sieht wie folgt aus:

    http://tinyurl.com/pesnzwe
    Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte. RWE & Co. wollten das nicht wissen. Sie haben in den letzten 15 Jahren schwere strategische Fehler gemacht. Sie ließen sich von der Energiewende überrollen, statt sie konstruktiv mitzugestalten. Das Jahr 2000 hätte für sie der Wendepunkt sein müssen. Damals einigen sich die Konzerne mit der rot-grünen Bundesregierung auf den Atomausstieg, und das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde beschlossen.
    #####################################################################
    „Konstruktiv mitgestalten“?? Haben Sie was verbotenes geraucht?? ALLE die sich „konstruktiv“ an der „Energiewende“ beteiligt haben, von Prokon bis Wagner Solar, sind heute PLEITE! Die Betreiber von klassischen Kraftwerken stehen genau so mit dem Rücken zu Wand. Wollen oder können Sie nicht verstehen, dass die „Energiewende“ überall nur verbrannte Erde hinterlässt?? Wie bitteschön soll man sich denn „konstruktiv“ an einem wirtschaftlichen Massenselbstmord beteiligen ohne am Ende selbst tot zu sein? Aber vielleicht ist es genau diese Todessehnsucht die auch die Öko-Sekte zu ihren Untaten antreibt….

  19. Was man dem Fachverband, wie auch anderen Fachverbänden, immer vorwerfen kann und muss ist die Tatsache dass man nicht von Anfang an vor der „Energiewende“ gewarnt hat! Man hat mitgespielt, aus welchen Gründen auch immer, und jetzt gilt „wer sich mit den Hunden [Ökos] schlafen legt, wacht mit Flöhen im Pelz wieder auf“! Und jetzt beißen und jucken die grünen Flöhe die man im Pelz sitzen hat, aber statt einer Entlausung schaltet man grenzdebile Werbungen wie „VoRWEggehen…“ um den grünen Schlümpfen weiter Schlafsand in die Augen zu streuen. Die Industrie verdient eigentlich über weite Strecken die Probleme, die sie jetzt zu spüren bekommen….

  20. @ #2 H. Meier

    “ ist ein selten dreister Lobby-Streich.“ Nein, das ist kein Lobbystreich sondern das Ergebnis solider langfristig orientierter Geheimdienstarbeit. Es begann unter Nixon mit Kissinger über Genscher, Töpfer, Merkel, Trittin … . Wobei natürlich nicht klar ist, ob und wieweit die Opfer oder Mittäter waren/sind.

  21. @#4: Hans Diehl sagt:
    „… Sie ließen sich von der Energiewende überrollen, statt sie konstruktiv mitzugestalten…“

    Habe selten so gelacht!
    Was sollen denn die Energiekonzerne an dieser Energiewende „konstruktiv“ mitgestalten?
    Bringen Sie Beispiele und nicht nur Worthülsen!

  22. #4 herr Diehl,
    warum schreit „AGORA“ (kennen Sie bestimmt) nach einem Kapazitätamarkt (sprich weiteren Subventionen) für „Erneuerbare“ mit der Begründung dieselben könnten mit dem am Markt erzielbaren Preisen kein Geld mehr verdienen?
    mfG

  23. @Ulrich Walter #5
    Und wenn die Energiewende weiter so ausgebaut wird und das EEG weiter bestehen bleibt, dann werden die Anlagenbetreiber (egal ob fossile Kraftwerke oder EE) mit den Wartungs- und Instanhaltungsarbeiten nicht mehr hinter her kommen.
    Und das nötige Kapital fehlt jetzt schon hinten und vorne, wenn es um die Rückstellung für Wartungs- und Instanhaltungsarbeiten geht. Und dies nicht nur bei den fossilen Kraftwerksbetreibern, sondern vor allen erst recht bei den sog. Erneuerbaren Energieerzeugern.
    Dieses EEG/Energiewende (Politiker-Lobbygesetz) ist ein Beweis dafür, wie man innerhalb kürzester Zeit ein Industrie-Wirtschaftsland herunter wirtschaftet. Und das Volk vom Wohlstand in eine Mangel-Armutsgesellschaft fällt.

  24. #1
    deswegen halte ich auch diese „neue“ Start/Stop Automatik bei PKW für das i-Tüpfelchen des ideologisch verblendeten „Energeispar“-Schwachsinns.
    Ein vielfaches der „eingesparten“ Energie muss dann für die Reparatur bzw. Neuproduktion des schneller Zerstörten eingesetzt werden.
    Wobei die Neuproduktion (Stichwort Obsoleszenz) natürlich immer DAS erklärte Ziel der Hersteller ist. …

  25. In dem Artikel heißt es
    Zitat: Doch angesichts der Geschwindigkeit, mit der die Energiewende vorangetrieben wird, gera­ten die Betreiber der konventionellen Kraftwerke zunehmend in Zugzwang. Zitat Ende

    Ist natürlich nur die eine Seite der Medaille.
    Die andere sieht wie folgt aus:

    http://tinyurl.com/pesnzwe
    Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte. RWE & Co. wollten das nicht wissen. Sie haben in den letzten 15 Jahren schwere strategische Fehler gemacht. Sie ließen sich von der Energiewende überrollen, statt sie konstruktiv mitzugestalten. Das Jahr 2000 hätte für sie der Wendepunkt sein müssen. Damals einigen sich die Konzerne mit der rot-grünen Bundesregierung auf den Atomausstieg, und das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde beschlossen.

  26. @#1, Herr Hofmann,
    für jeden halbwegs technisch Gebildeten ist das Stop- and Go-Thema logisch, aber wieviel Prozent der Bevölkerung wissen das?
    Habe schon öfters versucht das ´rüber zu bringen und meistens nur in staunende Augen und halboffene Münder geblickt…..

  27. Der gesamtwirtschaftliche Widerspruch, der darin gipfelt, die konventionellen thermischen Kraftwerke, als Lückenbüßer bei fehlendem Sonnenschein und Windschwäche gezwungenermaßen in den Verschleiß zu fahren, nur um die Kartellprivilegien die das EEG den „Teuer-Stromerzeugern“ gewährt, technisch überhaupt erst auf Kosten der thermischen Kraftwerke zu ermöglichen, ist ein selten dreister Lobby-Streich.
    Nicht nur das eine Verdopplung der Anlagen-Kapazität und damit eine unsinnige Kostenerhöhung zur Stromerzeugung entsteht, bei der die benötigte aktuell eingespeiste elektrische Leistung zum anhängenden Verbrauch, dann auch noch unterschiedlich, entweder nach EEG hoch privilegiert vergütet oder am angeblichen Markt, mit Verlust-Risiko erwirtschaftet wird, sind ein marktwirtschaftlicher Wettbewerbsskandal.

    Es ist defakto ein per staatlicher Verordnungen zerstörter Strom-Markt, wo die erzielbaren Strom-Preise und damit die Einnahmen der thermischen Stromerzeuger sinken, weil dort Wetterstrommengen unter Zeitdruck zwingend zu Dumpingpreisen entsorgt werden müssen, die aber zuvor mit privilegierten Kartellpreisen an eine Klientel-Lobby ausgereicht wurden.
    Damit werden die thermischen Stromerzeuger auf der Ertragsseite vorsätzlich wettbewerbswidrig ruinös geschädigt, der zusätzliche Anlagenverschleiß, als geschädigte Lückenbüßer, erhöht die Verluste durch vorsätzliche staatliche Misswirtschaft, die dann auch noch hohe zusätzliche Kosten für doppelte Netzstrukturen vergeudet.
    Materialermüdung tritt übrigens nicht nur in thermischen Kraftwerken auf, sondern bei den privilegierten Konkurrenz-Anlagen bestehen sogar Probleme, die gerade aus der totalen Witterungsabhängigkeit resultieren.
    Da wirken Windböen, Salzgischt, Vereisung, entstehen Vibrationen und schwankende Temperaturen, die zu vorzeitigen Störungen der Anlagen führen.
    Das führt in der Konsequenz auch zu den starken Einschränkungen von Störungsfreien Laufzeiten, bzw. verdirbt massiv die Rentabilitäts-Prognosen, für die Anlagenbetreiber.
    Die Vibrationen der Windkraftanlagen werden allgemein unterschätzt, siehe http://tinyurl.com/bl76w22 und http://tinyurl.com/p2fl3m2
    Probleme mit der Materialermüdung bei Solarmodulen existieren und werden untersucht http://tinyurl.com/ne8rxlt
    und Herr Konrad Fischer warnt wohl auch nicht unbegründet http://tinyurl.com/moymldb

  28. Das ist doch ein alter Hut…Stop and Go ist immer stressiger, abnutzender und damit wartungs- und instahaltungsanfälliger wie ein kalkulierbares dahingleiten. Ist übrigends bei jeder technischen Anlage/Produkt so.
    Ein und Aus und das in einer hohen Taktfrequenz bedeutet mehr Verschleiß und mehr Sicherheitsrisiko. Von den wirtschaftlichen Kosten gar nicht erst zu sprechen.
    Jedes Runter und Hochregeln einer technischen Anlage ist mit technischen und menschlichen Stress verbunden. Und das Stop and Go nicht wirtschafltich ist, dass lernt man schon beim Autofahren.
    Und nicht nur die fossilen Kraftwerke leiden seit dieser Energiewende per EEG unter diesen Stressfaktor, sondern erst recht die Erneuerbaren Energien….dies liegt schon in der Sache der Natur (Launische Natur bedeutet ja nichts anderes als Stop and Go und damit Materialstress und menschlicher Stress = erhötes und andauerendes Sicherheitsrisiko und Unwirtschaftlichkeit).
    Und wenn dieser Stop and Go Stressfaktor erst einmal in Stromnetz einzug gehalten hat, dann spricht man von zeitweisen Blackouts, die dann auf die ganze Wirtschaft/Industrie übergreifen.
    Das Herz-Kreislaufsystem unsere industriebasierenden Wohlstandsgesellschaft ist durch den EEG-Energiewende Parasit befallen. Und dieser wird weiter und weiter von einer grün-sozialistischen Ideolgie Energiepolitik im schwarzen Gewand weiter und weiter über Deutschland und EU herangezüchtet.

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