Klimaforscher, die neuen Weltuntergangspropheten und ihre Kirche und willige Gefolgschaft

Mittelalterliche Vorstellung der Hölle

von Michael Krüger
In Zeiten der Kirchenskandale und steigender Kirchenaustritte bedarf es einer neuen Religion. Denn nur allzu gerne möchten Menschen die Halt und Leitlinien in ihren Leben suchen glauben, dass die Menschheit Sünde auf sich geladen hat, der Weltuntergang vor der Tür steht und dieser nur abgewendet werden kann, wenn man seine Sünden bereut, die Menschheit zu einem Besseren bekehrt und aktiv dabei mitwirkt. Man erkauft sich Ablass von seiner Schuld und rette die Welt vor dem drohenden Untergang. Was kommt da passender als der drohende Weltuntergang durch den menschengemachten Klimawandel?


Und hier kommt die Klimaforschung ins Spiel. Einige Klimawissenschaftler haben sich inzwischen von der seriösen Klimaforschung abgewandt und präsentieren der willigen Gefolgschaft ein Weltuntergangsszenario nach dem anderen. Eines noch schrecklicher als das andere. Und das nicht ganz uneigennützig, wie ich meine, sondern auch um ihre persönliche politische Agenda durchzusetzen und die eigene Karriere voranzubringen.

Jüngstes Beispiel ist ein Artikel von Stefan Rahmstorf in seinem Klimablog der KlimaLounge: “Westantarktis überschreitet den Kipppunkt”.

CO2 und Umweltangst: Video über einen physisch Kranken der sich für Umweltschäden voll verantwortlich fühlt

Dort verkündet er:

“Jetzt ist der Westantarktische Eisschild instabil geworden und hat seinen unaufhaltsamen Zerfall begonnen. Das wird den Meeresspiegel deutlich steigen lassen. Eine Zäsur der Menschheitsgeschichte. […] Damit sind mehrere Meter Meeresspiegelanstieg und der Untergang von Küstenstädten und ganzen Inselstaaten vorprogrammiert und praktisch unausweichlich geworden.”

Und die Medien und die treue Gefolgschaft greifen diese Botschaft willig auf und verkünden sie.

Video einer 3Sat-Sendung zur zur Kirche avancierten Klimaangst

Hans Joachim Schellnhuber, der Leiter vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Klimaberater der Kanzlerin,präsentierte im ZDF heute journal am 23.09.2014 Stefan Rahmstorfs Weltuntergangsszenario vom unaufhaltsamen Zerfall des Eisschildes der Westantarktis. Mehre Meter Meeresspiegelanstieg, der Untergang von Ganzen Küstenlinien und Völkerwanderungen seinen damit vorprogrammiert. Und die Schuld daran trägt natürlich die vom Menschen ausgelöste Klimaerwärmung! “Deutlicher kann die Natur nicht mehr zu uns sprechen!”, sagt Schellnhuber.

Ja früher, früher wären, wenn die Natur zu einem spricht, vielleicht noch die Leute in den weißen Kitteln gekommen. Heute ist das eine weltbewegende Botschaft.

Geht man dem Weltuntergangsszenario von Rahmtorf und Schellnhuber auf den Grund, so stellt man sehr schnell fest, dass es sich hierbei um eine maßlose Übertreibung handelt, die so kein anderer, außen stehender Glaziologe, oder Ozeanograph getätigt hat, oder sogar veröffentlicht hat. Eine derartige Aussage würde ein Peer-Review-Verfahren in einem seriösen Fachjournal nicht überstehen. Und auch eine Schuld des Menschen nicht nicht nachweisbar. Denn das Wasser, welches vermehrt vor der Antarktis durch eine verstärke Westwinddrift aufsteigt und das Schefeis der Westantarktis von unten antaut und zum Aufschwimmen und Abbrechen bringt ist altes Tiefenwasser, dessen Temperatur unterm Eis bei nur +1°C liegt. Dieses Wasser ist über 100 Jahre alt, hatte also vor über 100 Jahren zuletzt Kontakt mit der Atmosphäre gehabt. Die sogenannte Kleine Eiszeit war zu diesem Zeitpunkt gerade erst abgeklungen und der Mensch hatte erst angefangen vermehrt Treibhausgase zu produzieren.

Die Gläubigen kaufen die Botschaft von Rahmstorf und Schellnhuber aber bereitwillig ab. Zweifel sind nicht erlaubt und Abtrünnige werden angegangen und diskreditiert.

“Ich war am weltweiten Treffen der Geophysiker in diesem Winter in San Francisco. Al Gore sprach. Und seine Botschaft lautete: “Haben Sie den Mut, dem Konsens beizutreten, machen Sie das öffentlich, und nehmen Sie sich die Freiheit, Abtrünnige zu unterdrücken.” Das Publikum war begeistert.” (Richard Lindzen 2007)

Der halbwegs aufgeklärte Mensch sollte bei derartigen Weltuntergangs-Botschaften glauben, jetzt ist das Kind endgültig in den Brunnen gefallen und alle weiteren Rettungsmaßnamen für das Klima vergebens. Aber weit gefehlt. Es werden neue, noch erschreckendere Szenarien aus den Hut gezogen, die gerade noch verhindert werden können. Ja wenn, wenn der Mensch noch einschneidendere Gegenmaßnahmen trifft und für seine getätigten Sünden noch mehr Buße tut.

Anders Levermann, Kollege von Rahmstorf und Schellnhuber vom PIK verkündete am 24.09.2014 in den Potsdamer Neuste Nachrichten:

“Auch im Osten des Eiskontinents tut sich etwas. „Wir haben entdeckt, dass es auch dort eine ähnliche Situation gibt, die allerdings noch nicht gekippt ist“, erklärt der Klimaforscher. Das Abschmelzen eines Eisbeckens im Wilkes-Land könnte einen Meeresspiegelanstieg auslösen, der nach Einschätzung der Wissenschaftler ebenso stark das Gesicht unseres Planeten verändern würde wie der Prozess im Westen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre dann auch für Küstenstädte wie Tokio, Mumbai und Dublin ein erhebliches Risiko der Überflutung gegeben.

Die Wissenschaftler haben berechnet, dass ein Abschmelzen des relativ kleinen „Eiskorkens“, der ein Eisfeld an der ostantarktischen Küste derzeit zum Meer hin begrenzt, einen unaufhaltsamen Prozess auslösen würde. Große Eismassen würden dann für mehrere Jahrhunderte in den Ozean fließen und damit den Meeresspiegel weiter ansteigen lassen. Dadurch würden zu den drei Metern Anstieg des Meeresspiegels durch den Eisschild der Westantarktis noch einmal weitere drei bis vier Meter hinzukommen – zusammengenommen also bis zu sieben Meter.”

Spätestens hier sollten alle Alarmglocken leuten und zwar jene, die einem sagen, kann das wirklich alles angehen? Aber nichts da. Die Verkündungen der Weltuntergangspropheten werden von der treuen Anhängerschaft bis aufs Messers Schneide verteidigt, auch hier im Blog.

Aber es geht noch weiter. Stefan Rahmstorf hat am 06.09.2014 in climatestate eine Botschaft an die Menschen gerichtet, die den Klimawandel ernst nehmen:

Chris Machens: Hast du eine Nachricht für die Menschen die den Klimawandel ernst nehmen?

Stefan Rahmstorf: Darüber sprechen. In der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz. Die norwegische Sozialwissenschaftlerin Kari Norgaard hat schön herausgearbeitet, wie bewusst wir die Klimakrise aus unseren Alltagsdiskursen verdrängen.(3) Weil wir uns hilflos und mitschuldig fühlen oder auch nicht als Moralapostel und Spielverderber daherkommen wollen.

Trotzdem müssen wir Wege finden, darüber zu sprechen und auch in unserem Wirkungskreis das Thema positiv anzupacken. Aufs Rad umsteigen, Ökostrom beziehen, im Nahbereich Ferien machen usw., und dabei auch merken und weitersagen, dass dies nicht Verzicht bedeutet. Ein nachhaltiger Lebensstil mit Entschleunigung und weniger Konsum bringt auch Freude und Lebensqualität.

Es geht also um Jene, die sich hilflos und mitschuldig fühlen. Solche Schuldgedanken plagen aber nur die wirklich Gläubigen. Skepsis an den Weltuntergangsszenarien ist also gar nicht erst gefragt, oder vorgesehen und geduldet. Es gilt sich schuldig zu fühlen, oder eine solche Schuld zu vermitteln.

Und mal ehrlich, Radfahren, Ökostrom beziehen und Ferien in Nahbereich machen, sind nur Alibihandlungen, echter Klimaschutz sieht anders aus. Spätestes an diesem Punkt sollte jeder echte Klimaschützer merken, dass es hier nicht um dem Klimaschutz geht.

Währen ein Herr Rahmstorf, Schellnhuber und Levermann von ihren Botschaften überzeugt, würden sie sofort das Fliegen einstellen und sich selbst und ihren Familien ein Leben in CO2-Verzicht auferlegen. Das können aber dann doch lieber die anderen tun.

Viel besser ist es da doch, sich durch den Erwerb von CO2-Pins, wie sie Stefanie Rahmstorfs anbietet, Ablass von seinen CO2-Sünden zu erkaufen.

Offenbar sind sich die Weltuntergangspropheten auch nicht darüber bewusst, oder sie nehmen es billigend in Kauf, dass labile Menschen besonders anfällig für solche Weltuntergangs-Botschaften sind und das zu schweren psychischen Erkrankungen bis hin zum Suizid führen kann. Hier nur ein Beispiel dafür:

Die Weltuntergangspropheten verkünden statt dessen immer weitere und noch erschreckendere Schreckensszenarien.

Auf der AGU-Tagung in Dezember 2008 erklärte James Hansen gar einen venusartigen “Runaway Greenhouse Effect” für möglich. Ein sich verselbstständigender Treibhauseffekt, bei dem sich verschiedene Rückkopplungsmechanismen im Klimasystem soweit aufschaukeln, dass es zu weitaus höheren Temperaturen kommt, als bisher angenommen (Venus-Syndrom).

Ein weiteres Szenario sieht ein sich verselbstständigendes Abtauen des grönländischen Eisschildes und einen Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern vor, wenn eine bestimmte Schwelle erst überschritten wird.

Auch über ein mögliches Versiegen des Nordatlantikstroms und einer damit einhergehende großen Abkühlung in Europa wird noch spekuliert, erneut von Stefan Rahmstorf.

Es gibt noch etliche solcher Kipppunkte, die einige Klimaforschung parat haben, um einen weiteren noch radikaleren Klimaschutz zu fordern und rechtfertigen.

Ich hätte da auch noch ein Szenario parat:

Aus Steven Hawkins Idee eines möglichen, mathematischen Modells machen einige Leute ein Weltuntergangsszenario. Genauer: aus dem Vorwort zu einem Buch, in dem Hawkins schrieb: “Das Higgs-Potential hat die beunruhigende Eigenschaft, bei Energien über 100 Milliarden Gigaelektronenvolt möglicherweise metastabil zu werden. Das könnte bedeuten, dass das Universum einen katastrophalen Vakuumzerfall erleben könnte, wobei eine Blase des echten Vakuums sich mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt. Das könnte jederzeit geschehen und wir würden es nicht kommen sehen.”

In dem Sinne, frohes Spekulieren.

Anmerkung der Redaktion: 

Passend dazu das Wort der österreichischen Dichterin Marie-Luise Ebner Eschenbach: "Wer nichts weiß muss alles glauben" 

Dass diese Analyse die Realität beschreibt zeigt glasklar der Artikel: “Spiritualität statt Naturwissenschaft: Theologische Analysen zum Klimadiskurs Angst als moderne Form der Gottesfurcht” in der jüngsten Ausgabe der "Jungen Freiheit" in der diese Auffassung ausführlich als überwiegende Meinung der katholischen Kirche zitiert wird. Siehe Zitat unten. Unser Leser Elmar Oberdörfer hat an den Verfasser, dem Prof. für (katholische) Moraltheologie Michael Rosenberg einen Brief dazu geschrieben. Sie finden ihn als pdf im Anhang

Artikel über Prof. Rosenberg

Spiritualität statt Naturwissenschaft: Theologische Analysen zum Klimadiskurs 

Angst als moderne Form der Gottesfurcht

Für Michael Rosenberg, Professor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität in Linz, ist der Klimadiskurs „mehr ein ethisch-spiritueller als ein naturwissenschaftlich-technischer Diskurs“. Das heißt, „es geht nicht primär um Klimadaten und deren Deutung, sondern um Weltanschauungen und Wertorientierungen“ (Gaia – Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft, 2/2014). Deshalb befürwortet der erklärte Gegner „klimaskeptischer“ Positionen auch den apokalyptischen Duktus der Apologeten des Klimawandels: „Angst rüttelt wach, reine Vernunft schläfert ein. Klimaschützerische Positionen wollen aus diesem Grund gezielt und mit guten Gründen Angst wecken.“ Das gleiche gelte für die Sorge vor Radioaktivität und Ressourcenerschöpfung: Infolge all dieser Ängste entstehe jetzt unter den Menschen eine moderne Form der Gottesfurcht, welche nach alttestamentarischem Verständnis als Mutter der Weisheit gelte. Damit liegt nun erstmals das explizite Eingeständnis eines akademischen Theologen vor, daß der Glaube an den Klimawandel tatsächlich eine zutiefst religiöse Dimension hat. Zugleich erklären die Ausführungen Rosenbergs den bemerkenswerten Eifer der Deutschen Bischofskonferenz und des katholischen Hilfswerkes Misereor in Sachen „Klimaschutz und Energiewende“. (wk)

ÄHNLICHE BEITRÄGE (AUTOMATISCH GENERIERT):

♦  Rahmstorf in 3sat nano – Fehler ändern die Botschaft des IPCC-Berichts nicht

  Die Gletscher lügen nicht

  Das Klima-Kartell? Von Storch, Latif und Rahmstorf äußern sich zu Climategate

Der Beitrag wurde von Science Sceptical (hier) übernommen

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12 Kommentar(e)

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1

Zu #11 aus meiner Tastatur:
“Gauben heißt nicht wissen.“
################################
Nicht nur, weil da ein kleines l fehlte, noch eine kleine Ergänzung:

Bei manchen Leuten dauert es nur etwas länger, das zu erkennen.

So hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer nun komplett neue Verhandlungen über den Bau weiterer Stromtrassen gefordert.

„Wir sind im Moment an einer Wegscheide, wo wir wirklich nachdenken müssen über den nächsten Schritt der Energiewende“, sagte der CSU-Chef der „Süddeutschen Zeitung“.
Die Trassen seien ein gravierender Eingriff in die Natur, sagte der CSU-Chef. Die Milliarden-Kosten würden weiter in die Höhe schnellen, wenn die Kabel unter die Erde verlegt würden, wie es die Bürger forderten. „Es geht um den Schutz der Natur und der Geldbeutel“, sagte Seehofer. Deshalb müsse man Alternativen prüfen.

Hat Seehofer inzwischen nun auch Alexander Wendts Buch:
DER GRÜNE BLACKOUT(Warum die Energiewende nicht funktionieren kann) gelesen oder er versucht er, etwas zurückzurudern, damit die AfD nicht auch in Bayern noch mehr Auftrieb bekommt?

Mit der Ausländer- Straßen- Maut allein, scheint das wohl nicht nachhaltig genug zu funktionieren. 🙂

2

zu #10 T.Heinzow

"Wahrheit des Glaubens gibt es nicht."
#################

Warum so kompliziert ?
Es geht auch einfacher:

Gauben heißt nicht wissen.

3

@ #9 E. Oberndörffer

Steht doch da:
"Wie soll das ohne Beweise bzw. Beweismöglichkeiten gehen?"
Ihr Halbsatz wirft nun einmal diese Frage auf.

"die Existenz Gottes ebenso wie seine Nichtexistenz ist nicht beweisbar"

Ja, aber darum geht es nicht.

"Die Priester und Bischöfe der katholischen Kirche können andere nur durch beispielhaftes, heiligmäßiges Leben von der Wahrheit ihres Glaubens überzeugen, durch nichts anderes."

Wahrheit des Glaubens gibt es nicht.

"Von Wahrheit des Evangeliums überzeugen heißt nicht, die Wahrheit des Evangeliums beweisen."
Nur das, was bewiesen ist, ist (auch) wahr. Es läßt sich beweisen, daß es einen allmächtigen nicht geben kann: Wäre ein Gott allmächtig, könnte er einen Stein erschaffen, den er nicht aufheben kann.

4
Elmar Oberdörffer

#8 Herr Heinzow: Warum zitieren Sie aus meinem Brief an Prof. Rosenberg so unvollständig? Ich habe geschrieben:
"Es ist Ihre Aufgabe als Theologe und Priester, die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkünden, die Gläubigen in ihrem Glauben zu bestärken und die noch nicht Gläubigen von der Wahrheit des Evangeliums zu überzeugen. Es ist nicht Ihre Aufgabe, in naturwissen-schaftlichen Streitfragen Stellung zu nehmen. Ich habe mir Ihre Kurzbiografie auf der Webseite der KTU Linz angesehen, danach haben Sie nicht die mindeste naturwissenschaftliche Bildung und haben die naturwissenschaftliche Seite des Streit über den angeblich menschengemachten Klimawandel gar nicht verstanden.

In Fragen des Glaubens gilt: die Existenz Gottes ebenso wie seine Nichtexistenz ist nicht beweisbar, weder durch zwingende logische Schlüsse noch durch Beobachtungen, Experimente oder Messungen. Wäre sie beweisbar, so bräuchte man nicht an Gott zu glauben, sondern man wüßte, daß er da ist (oder nicht). Es gibt gute Argumente für die Existenz Gottes, ebenso wie es gute Argumente gegen seine Existenz gibt. Die Priester und Bischöfe der katholischen Kirche können andere nur durch beispielhaftes, heiligmäßiges Leben von der Wahrheit ihres Glaubens überzeugen, durch nichts anderes. Dazu gehört auch, daß sie immer die Wahrheit sagen, und daß sie, wo sie die Wahrheit nicht wissen, schweigen."

Von Wahrheit des Evangeliums überzeugen heißt nicht, die Wahrheit des Evangeliums beweisen. Das geht nicht. Aber Überzeugen durch einen vorbildlichen Lebenswandel, leben, was man anderen predigt, das geht schon. Und das ist die einzige Weise, wie die Priester der katholischen Kirche andere von ihrem Glauben überzeugen können.

5

Aus dem Brief an den Theologen: "... die noch nicht Gläubigen von der Wahrheit des Evangeliums zu überzeugen."

Wie soll das ohne Beweise bzw. Beweismöglichkeiten gehen?

Nicht umsonst wurde die Person von "Thomas" dem "Ungläubigen" von den Autoren des NT geschaffen ... .

J. Uhlemann sagt:
"Man Vertraut, oftmal blind, was man hört und sieht und es ist einfacher zu Glauben, als es als Propaganda zu erkennen. Zweifeln ist nicht so einfach und besonders dann nicht wenn man es immer wieder vorgesetzt bekommt."

Nur so funktioniert Religion und auch Massendemokratie bzw. Massenpolitik. Vor 25 Jahren konnte man erleben, wie plötzlich die Masse - die es berits vorher schon gab - sich in Bewegung setzte und sich selbst befreite. In Frankreich gab es das in Form der Revolution, in Neuengland mit Gründung der USA. In D scheint es immer in die falsche Richtung zu laufen, selbst nach der "Selbstbefreiung" der im Osten Geknechteten. Plötzlich wählen die die Nachfolger ihrer Kerkermeister.

Oder sie wählen die, die die Sägen an das Fundament des deutschen wirtschaftlichen Wohlstandes und der EU anlegen: Aus dem absurden Glauben heraus, man könne mit Windmühlen, Solarpanels und Biomassefaulgasanlagen ein neues billigeres und umweltfreundlicheres Fundament bauen. Man darf allerdings nicht übersehen, daß die Deutschen obrigkeitshörig sind und das Wort eines Professors dieselbe Stellung wie die des Evangeliums in den christlichen Kirchen einnimmt.

Deshalb gibt es natürlich auch den Ablaßhandel in Form von "ökologisch/ethischen Investments" wie Windmühlen, Faulgasanlagen oder Solarpanels.

6
Markus Estermeier

Herr Heinzow

"Kann der mehr wissen als andere Ökonomen?"

Sie wissen ja: Unter Blinden ist der Einäugige König 🙂
Allerdings gibt es auch beim Handelsblatt nicht die Garantie, dass der Beste den Chef spielen darf.

7

@ #3 #5

"Chefökonom"

Was ist das für einer? Kann der mehr wissen als andere Ökonomen?

Oder ist das eine journalistische Aufwertung von Journalisten mit xy-Hintergrund?

8
Markus Estermeier

Herr Demmig

offensichtlich muss man heutzutage Chefökonom sein, um solche Binsenweisheiten als neueste Erkenntnis kundtun zu dürfen und dabei auch noch ernst genommen wird.
Kein normalbegabter Mensch braucht gesetzliche Regeln um nicht von selbst überbordenden Kosten entgegen zu wirken. Und der menschliche Erfindungsgeist tut sein Übriges dazu.
Aber die eigene Entscheidungsfähigkeit wird uns ja mit zunehmendem Erfolg aberkannt.

9

Danke Herr Michael Krüger für Ihr Engagement dem Klima-Schamanen-Kult den Narren-Spiegel entgegen zu halten.

Die tatsächliche Verrücktheit in der die Öko-Flagelanten oder Neo-Fege-Feuer-Co2-Steuern zur aktuellen idiotischen Politik mutieren oder gar „Ethikräte“ über die Karriere einer „Klima-Kanzlerin“ erwartete öko- liturgische Choräle singen, sind doch eigentlich viel mehr, als nur kreative Realsatire, sie sind vorsätzlicher Betrug aus narzisstischen Karriere-Motiven.
Zumal diese wagnerianische „Klima-Kanzlerin“ als Pastorentochter im Bilde ist, wie man mit Gläubigen professionell Stimmungen realisiert um seine Schäfchen ins Trockene zu manövrieren.
Die objektive Alternative, nüchtern die Eitelkeiten der persönlichen visionären Träume, als emotionale Option von dem zu unterscheiden, was faktisch realistisch Tatsache und was persönlicher Wusch und Anspruch ist, scheint mir vernünftiger, beständiger und vor allem persönlich glücklicher, als scheinheilig auf dem Sprung zu sein.
Die Alternative, sich mit dem Verstand dafür einzusetzen konstruktive Lösungen zu realisieren, statt Klima-Reichsparteitage vorzuführen, hat zum Glück dazu geführt, das eine neue politische Partei entstanden ist, in der zunächst das „Falschgelddrucken“ thematisiert wird und für die anderen aktuellen Verrücktheiten der etablierten Parteien es nun immer leichter ist, ihnen die Tarnkappen abzunehmen, sie als die nackten Schaumschläger sichtbar zu machen, weil sie ganz sicher keine politische Alternative für die Vernunft in diesem Land sind.

10

CO2 Pins,

kaum zu glauben was dieser Modeschmuck kostet.

Ob es tatsächlich Leute gibt, die das auch noch kaufen?

der Chefökonom des Handelsblattes von heute, meint auch "Energie-Effizienz" und Dämmung wäre der Weg um Europa weiterzubringen.

11
Juergen Uhlemann

Wenn man den Vortrag von Dr. Baliunas im Bezug auf "Weather Cooking" (http://tinyurl.com/mht6loj) anhört, dann kann man ganz einfach Hexenkunst mit CO2 ersetzen.

Glaube und Aberglaube sind so nahe. Viele Menschen lernen es von ihren Eltern und geben es ihren Kinder weiter. Es ist halt einfacher es mit Glaube oder Aberglaube abzutun, als mal darüber nachzudenken.

Man Vertraut, oftmal blind, was man hört und sieht und es ist einfacher zu Glauben, als es als Propaganda zu erkennen. Zweifeln ist nicht so einfach und besonders dann nicht wenn man es immer wieder vorgesetzt bekommt.

Wahrscheinlich braucht der Mensch den Glauben (Vertauen) da es gut tut. Zweifeln ist Negativ und deswegen für viele ein Problem.

12

Ich kann nur wiederholen: Wenn an dieser Horror-Geschichte auch nur ein Fünkchen Wahrheit wäre, müsste die Politik folgendes beschließen:

Unverzüglich mit dem Bau von 10.000 Kernkraftwerken beginnen, davon 100 in Deutschland. Die Forschung an Generation 4, Batterien und synthetischen Kohlenwasserstoffen intensivieren, alles andere in der Forschung kann zurückgestellt werden, der Rest der Physik und 3x schon die Klimaforschung, denn jeder Euro zählt. Seltsam, dass dies keine Nation tut, am ehesten noch China. Ergo: die genannten Personen sind astreine Dummschwätzer, die man ignorieren kann.