Wie die Politik zur globalen Erwärmung zu globaler Unsicherheit geführt hat

Lawrence Solomon
Alles, was die Angsterzeugung bzgl. der globalen Erwärmung bisher erreicht hat war, dass die Menschen mehr mehr zahlen müssen sowie die Zunahme von Kriegen, Terrorismus und globale Unsicherheit.
Die Politik bzgl. der globalen Erwärmung begünstigt Terrorismus und globale Unsicherheit. Wären die westlichen Regierungen nicht so aufgeschreckt durch die globale Erwärmung, würde die IS eine viel geringere Bedrohung des Westens sein, der Nahe Osten wäre viel weniger ein Hexenkessel voller Hass, Europa würde nicht als Geisel genommen durch Russland, und China würde seine Nachbarn nicht bedrohen hinsichtlich von Inseln im Ost- und Südchinesischen Meer.


Während der letzten beiden Jahrzehnte haben die Aktivisten der globalen Erwärmung erfolgreich die Entwicklung von Ölsanden verhindert, große Pipelines wie Keystone XL blockiert, Kohlekraftwerke zum Schließen gebracht und Projekte bzgl. Schiefergas und -öl zu Fall gebracht. Ohne ihren Aktivismus wäre die westliche Welt schon vor Jahren nicht nur Selbstversorger hinsichtlich fossiler Treibstoffe geworden, sondern sogar ein Exporteur. Selbst mit diesen Blockaden ist es den USA gelungen, eine wundersame Transformation zu managen – waren sie einst der größte Energie-Importeur weltweit, werden sie jetzt zum wichtigen Exporteur. Unter den westlichen Kontinenten verharrt nur Europa unter dem Diktat von Energie-Exporteuren, die meisten davon aus abstoßenden und feindlichen Gebieten wie dem Nahen Osten, Russland und Venezuela.

Wäre der Westen schon früher zu einem wichtigen Energie-Exporteur geworden, hätten diese feindlichen Ökonomien ihre führende Marktstellung und einen Großteil ihrer Einnahmen verloren, besonders nachdem die Preise ebenfalls kollabiert wären in einer Welt, die im Energie-Überfluss lebt. Russland beispielsweise ist zu 30% seines BIP von Energie abhängig, Venezuela zu 33% und einige Länder des Nahen Ostens zu über 50%. Ihre Ökonomien wären geschrumpft und unfähig, soziale Dienste im eigenen Lande zu finanzieren, geschweige denn militärische Abenteuer im Ausland. Ihre Regimes hätten sich auf Selbstdarstellung konzentriert und nicht darauf, Ideologien in der Welt zu verbreiten.

In einer Welt voller billiger, reichlicher Energie hätte sich die IS niemals als eine wesentliche Bedrohung entwickeln können. Diese ultimative islamische Terrortruppe ist in großem Stil abhängig von Zuwendungen durch Energie-Exporteure wie Qatar, einem der Muslim-Bruderschaft freundlich gesonnenen Emirat, und von Verkaufserlösen eigener Ölfelder, die durch Kämpfe erobert worden sind. Ohne das Dogma der globalen Erwärmung wäre keine dieser Einnahmequellen für die IS von Nutzen gewesen.

Genauso wäre Iran, Qatars Rivale für die Nummer 1 als Zahlmeister des islamischen Terrorismus, knapp bei Kasse. Das Land wäre nie in der Lage gewesen, so beachtliche Gruppen in der Galerie der Terroristengruppen in jenem Gebiet wie Hamas und Islamischer Dschihad in Gaza, Hisbollah in Libanon und Assad in Syrien zu finanzieren, um deren Terrorzellen im Westen nicht zu erwähnen.

Auch Russland wäre viel weniger stark und unfähig, seine Nachbarn zu bedrohen, so wie es in den achtziger Jahren der Fall war, als die gescheiterte Wirtschaft der UdSSR zu seinem Zerfall führte und sich sein eiserner Griff auf die Ukraine und den Rest von Osteuropa lockerte. Der potente Putin, den wir groß gemacht haben, wäre stattdessen zu Putin, dem Impotenten geworden. (…)

Ironischerweise haben die Umweltaktivisten, die die politischen Maßnahmen gegen die globale Erwärmung durchgesetzt haben, gedacht, dass sie die globale Sicherheit erhöhen würden. Kriege – vor allem die im Nahen Osten – entstanden auf der Grundlage des westlichen Wunsches nach Öl, argumentierten sie. Indem man den Westen von Öl weg- und zu CO2-freien Erneuerbaren hinbringen wollte, würde der Westen sein Interesse an den Energie-Ressourcen aus dem Nahen Osten verlieren, was zu einer neuen Ära des Friedens führen würde.

Zum Teil hatten sie recht – es war sinnvoll, die Abhängigkeit des Westens von Energie aus dem Nahen Osten zu reduzieren. Und sie hatten zum Teil unrecht – die Alternativen zu Öl und Gas aus dem Nahen Osten waren nicht die Erneuerbaren, sondern Öl und Gas aus westlichen Ländern. Und sie waren komplett fehlgeleitet – im Gegensatz zu ihren Behauptungen, hat sich doch der Planet jetzt seit fast 20 Jahren nicht mehr erwärmt.

Heute fahren die meisten westlichen Regierungen ihre politischen Maßnahmen zur globalen Erwärmung zurück. Sie kappen ihre ruinös teuren Subventionen für Erneuerbare und entwickeln aggressiv fossile Treibstoffe weiter. Alles, was die Angstmache vor der globalen Erwärmung erreicht hat, war, die Brieftaschen der Menschen zu erleichtern – zehner Millionen Europäer leiden derzeit unter „Energiearmut“. Damit werden in Europa Menschen bezeichnet, die ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können. Und erreicht wurde auch eine Zunahme von Kriegen, Terrorismus und globale Unsicherheit.

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Link: http://www.thegwpf.com/lawrence-solomon-how-global-warming-policies-have-led-to-global-insecurity/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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6 Kommentar(e)

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1

#5: Tyron Booker EIKE schreibt zwar über Energie, globale Energiepolitik wird aber gelöscht.
Ich deute den Beitrag von dem sehr verehrten Herrn Gerald Pesch so, dass er wohl davon ausgeht,
dass ohne US-Amerikanisches Militär IN DEUTSCHLAND mit Atomwaffen vermutlich Hamburger in Bayern ermorden würden oder umgekehrt?

Wer einen Blick ins Internet oder auch in real existierenden Kinderspielzeugabteilungen wirft reibt sich verwundert die Augen über die ständig zunehmenden Kriegswaffen.
Ein gewisser zeitlicher Wendepunkt ist hier 11/9,
dessen genaue "technische" Analyse lohnt.

2

Herr Gerald Pesch

Sie sollten wirklich etwas mehr Geschichte studieren, nicht nur MS. Ein Guido Knopp ist evtl. etwas für die Vorschule, aber nicht für die Bildung geeignet.
Und an das werte EIKE-Team:
Solche Artikel taugen nun wirklich nichts. Eine haltlose Ansammlung an Plattitüden. Wofür?
Am besten löschen!

Mit freundlichen Grüßen (aus dem hohen Norden)
Tyron Booker

3

#2: Dr.Paul sagt:
am Samstag, 13.09.2014, 21:55
"feindlich" ist die USA, nicht Russland,
das uns die Wiedervereinigung ermöglicht hat und alle Truppen aus Deutschland abgezogen hat.
Antwort:
Ich bin heilfroh dass die US-Truppen noch in Westeuropa sind. Nach dem 1. Weltkrieg hatte die USA sich aus Europa zurückgezogen, am 6. Juni 1944 waren sie gottlob wieder da – und sind geblieben! Wie man in den 90. Jahren auf dem Balkan sehen konnte, und aktuell in der Ukraine, kann man Kevin nicht alleine zu Hause lassen, dann brennt schnell wieder der Baum....

4

Im Neuen SPIEGEL:

Katrin Göring-Eckardt, Co-Chefin der Grü­nen im Bun­des­tag, kämpf­te einst für Bür­ger­rech­te in der DDR und spä­ter für den Ve­ggie-Day in deut­schen Kan­ti­nen. Jetzt will sie Öko­lo­gie und Frei­heit zu­sam­men­brin­gen.
.....
D.h. also ,dass Ökologie und Freiheit aktuell unvereinbar sind!Sonst brauchte man sie ja nicht zusammen zu bringen...
Genau das haben die wenigen rational denkenden Zeitgenossen schon immer gesagt, es wollte nur niemand hören....

5

"feindlich" ist die USA, nicht Russland,
das uns die Wiedervereinigung ermöglicht hat und alle Truppen aus Deutschland abgezogen hat.
Die Truppen der USA stehen dagegen noch in Deutschland und von hier aus werden Tötungsdrohnen in alle Welt geschickt,
auf das die Feinde der USA, wo gibt es sie nicht, auch Feinde Deutschlands werden.

Die EU ist inzwischen wirtschatflich stärker als die USA, nur leider intern uneins, Deutschland leidet unter politischem Minderwertigkeitskomplex.

Wirtschaftlich ist Russland weder europafeindlich noch besonders wirtschaftlich stark, schwächer als Deutschland,
leidet allerdings nicht unter einem ähnlichen Minderwertigkeitskomplex wie Deutschland.
USA will alles zerstören.
Deutschland, Europa, Russland,
das ist sehr dumm
und wird selbstverständlich scheitern.

6

Weshalb haben Sie, werte Eike, diesen Artikel übersetzt? Reicht schon die (fast richtige) Feststellung das die Temperaturen in den letzten 2 Jahrzehnten nicht gestiegen sind?
Wenn ich die Kriegsrethorik von Senator John Sidney McCain III oder von Bundespräsident GAUck lesen möchte, rufe ich lieber deren Netzseiten auf. Bei Ihnen, werte Eike, suche ich eher Informationen über Klimawandel und EEG.
Der Beitrag von Herr Solomon ist größtenteils eine Ansammlung von Vorurteilen und den daraus folgenden Fehlschlüßen. Er hinterfragt weder die Kriegspolitik seiner eigenen Regierung, noch die der USA oder der €U. Um nur das offensichtlichste Paradoxon zu nennen: WENN seine eigene Regierung tatsächlich von der CO2-These geblendet war, weshalb hat sie dann die Rohstoffkriege gegen Afghanistan,Irak,Lybien und aktuell Syrien sowie Ukraine/Russland aktiv unterstützt?
Weiter: Ist Herrn Solomon nicht bekannt, dass die islamische Republik Iran seit mindestens 6 Jahren unter Embargo steht und trotzdem die genannten Organisationen unterstützt?
Ist Herrn Solomon tatsächlich nicht bekannt, dass Kuwait mehr Geld für die Unterstützung von Terrororganisationen ausgibt als Quatar, aber wesentlich weniger als Saudi Arabien?
Ist Herr Solomon wirklich nicht darüber informiert, dass Saudi Arabien der Hauptunterstützer des IS ist, mit freundlicher Hilfe der (u.A.)USA, Kanadas und der €U?
Und zu guter Letzt: Glaubt Herr Solomon tatsächlich, die (Fracking)Gasproduzenten hätten ihre Förderung nicht schon längst auf den internationalen Märkten angeboten wenn sie marktfähig wären? Ist es nicht eher so, dass LNG einen Marktpreis von mindestens 450-480$ pro 1000 m³ braucht, während Russland noch einen preis von 200$/1000m³ verkraften könnte?