Ökoimperialismus aus Prinzip

Reisernte; Bild Manfred Schütze / pixelio.de

von Ulli Kulke
Es war ein Buch, das die Welt veränderte. 1962 kam es heraus: „Der stumme Frühling“ von Rachel Carson. Die US-amerikanische Autorin hat sich darin eines Stoffes angenommen, der wenig später zum Inbegriff von Gift und Umweltverpestung avancierte – und damit zum Stoff, aus dem die Umweltbewegung erwuchs, lange vor Dioxin, Chlorchemie und atomarer Strahlung. Carson, eine US-amerikanische Zoologin, meinte nachgewiesen zu haben, dass jener Stoff, Dichlordiphenyltrichlorethan, besser bekannt als DDT, dafür verantwortlich sei, dass die Eierschalen der Wildvögel in den USA dünn und brüchig wurden. Sie befürchtete, dass binnen weniger Jahre keine Vogelstimme mehr in Wald und Flur zu hören sein würde. Nahezu flächendeckend war DDT zuvor in den 50er- und 60er-Jahren als Pflanzenschutzmittel über den Äckern versprüht worden, über weite Strecken aus Flugzeugen. Wenige Jahre später wurde DDT verboten, erst in den USA, dann in Europa, schließlich in der ganzen Welt.


2007 wurde das Buch in Deutschland neu aufgelegt. Joachim Radkau, renommierter Umwelthistoriker, schrieb eine ausführliche Einleitung zum Reprint. Er lobte Carson, lobte die Wirkmacht ihres Buch, das Umdenken hin zum ökologischen Bewusstsein. Eine Kleinigkeit vergaß Radkau: DDT hatte zuvor nach Ansicht der National Academy of Science der USA rund 500 Millionen Menschen das Leben gerettet. DDT wurde nämlich nicht nur als Pflanzenschutzmittel eingesetzt, sondern ­– im Vergleich dazu in sehr sparsamen Dosierungen – auch zur effizienten Bekämpfung der Anopheles-Mücke, der Überträgerin der Malariakrankheit. Das Verbot von DDT wiederum ist deshalb für einige Milliarden schwerste Krankheitsfälle verantwortlich, für Malaria-Epidemien, für bis zu drei Millionen Malariatote pro Jahr(!), infolgedessen für volkswirtschaftliche Schäden, für Not und Elend in Afrika und Südasien.

Carsons Buch und seine Folgerungen sorgten dafür, dass die moderne Umweltbewegung gleich in ihren Anfängen ihre Unschuld verlor. Sie ging damit über Leichen, viele Millionen Leichen. Die Strategen der ersten Stunde sorgten dafür, dass das Verbot umfassend gelten sollte, auch für die geringen Dosen in der Mückenbekämpfung. Einige äußerten sich dabei in einer Weise, die nahelegt, dass ihnen das Schicksal von Afrikanern nicht nur gleichgültig war, sondern dass sie im DDT-Verbot und die ungebremste Malaria womöglich auch eine Lösung für das "Umweltproblem" Mensch, die Überbevölkerung sahen.

Das DDT-Verbot markierte daher schon zu Beginn einen nicht unbedeutenden Seitenaspekt der Bewegung: den Ökoimperialismus. Wir ergötzen uns an Grundsätzen, die wir aus unserer komfortablen Situation der Reichen aufstellten, oft genug nur symbolisch begründet, und oktroyieren sie anschließend kraft unserer wirtschaftlichen Potenz den armen Ländern auf, die damit größte Probleme bekommen.

Der Kampf gegen die Malaria mit DDT war nach dem Krieg in Afrika, Lateinamerika und Asien äußerst erfolgreich. Beispiel Sri Lanka: 1948 noch 2,8 Millionen Fälle, 1963 nur noch 17. Beispiel Sansibar: 1958 waren 70 Prozent aller Bewohner malariakrank, 1964 nur noch fünf Prozent. Ähnlich lief es in anderen Ländern. Dann kam das DDT-Verbot. Und Länder, in denen der Kampf gegen die Malaria fast gewonnen schien, wurden wieder auf die Ausgangslage zurück geworfen. Dabei war das DDT-Verbot das Ergebnis eines ausgesprochen dubiosen Anhörungsverfahrens im US-Kongress, ein Schlüsselerlebnis für die aufkommenden Ökoverbände der USA.

Charles Wurster, in den sechziger Jahren führender Wissenschaftler beim amerikanischen Environmental Defense Fund (EDF), brachte es damals auf den Punkt: "Wenn die Umweltbewegung über DDT obsiegt, wird sie eine nie gekannte Autorität gewinnen. Es geht um viel mehr als nur DDT." Entsprechend verbissen betrieben die Verbände ihre Lobbyarbeit. Das Verbot kam, wurde über die Entwicklungshilfe und offen oder versteckt angedrohte Handelssanktionen auch in den malariaverseuchten Ländern durchgesetzt.

Parallel dazu stellte sich immer klarer heraus, dass das Verbot haltlos war. Nach und nach entkräfteten dutzende wissenschaftliche Studien, die in angesehenen Blättern wie "Science" oder "Lancet" veröffentlicht wurden, die Horrorszenarien aus Rachel Carsons Buch, und erst recht die Mär, dass jemals Menschen durch angemessenen Gebrauch von DDT zu Schaden gekommen wären. Doch DDT war Teufelszeug, ist Teufelszeug und wird immer Teufelszeug bleiben. In manchen Ländern nahm deshalb die Malariaepidemie erneut so dramatische Ausmaße an, dass vernünftige Köpfe die zwischenzeitliche Verwendung von DDT wieder durchsetzten, teilweise – doch dies erfolgte ohne dass es einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde.

Bei allem Zynismus des Verbotes hätte all das wenigstens einen Sinn ergeben können: Wenn nämlich die Akteure der globalen Umweltpolitik daraus gelernt hätten und sich ihrer Verantwortung auch für die Lebenssituation in den Ländern Afrikas und Asiens wenigstens ein wenig bewusster geworden wären. Doch auch Jahrzehnte später gilt: Erfolge von Umweltkampagnen, das Beharren auf Prinzipien ist wichtiger als die Solidarität, selbst wenn die Prinzipien auf keinem sachlich begründeten Fundament fußen.

Fünf Millionen Kinder erblinden heute jährlich wegen Unterversorgung an Vitamin A, bei vielen weiteren führt das Defizit zu Hirnschädigungen oder zu frühkindlichem Altern. 670.000 von ihnen sterben deshalb laut wissenschaftlichen Studien, und zwar jedes Jahr. Vor allem in Indien und anderen Staaten Asiens. Der Grund: Reis, dort auf dem Land bisweilen das ausschließliche Nahrungsmittel, sorgt einfach nicht für ausreichende Vitaminversorgung. Alle Appelle oder Hilfen hin zu größerer Nahrungsvielfalt, die das Problem natürlich lösen könnte, sind weitgehend gescheitert, an der Armut, aber auch an eingefahrenen Nahrungsgewohnheiten.

Es gäbe einen Ausweg aus dem Dilemma. Aber das hat einen Makel – nicht in Indien oder auf den Philippinen oder sonst wo auf der Welt, sondern ausschließlich bei uns, im reichen, bestens versorgten Europa, und deshalb kann der Ausweg nicht zum Zuge kommen. Die kurz- oder mittelfristige Lösung des Problems wäre nämlich eine Reissorte, die genetisch verändert ist.

Nach jahrzehntelanger Forschung, Entwicklung und wissenschaftlicher Prüfung haben zwei Biologen, Ingo Potrykus und Peter Beyer, eine Reissorte hervorgebracht, den sogenannten "Goldenen Reis", der Betacarotin enthält, ein Provitamin, aus dem der menschliche Körper Vitamin A aufbauen kann. Fünf bis sechs Millionen Kinder hätten eine Chance der Erblindung oder dem Tod zu ergehen, wenn sie ihn essen dürften. Man müsste nicht mehr warten, bis sich in Jahrzehnten die Nahrungsgewohnheiten verändern, die Wirkung könnte unmittelbar eintreten.

Doch der Reis darf noch nicht einmal für den Verzehr angebaut werden. Eine internationale, finanzstarke Lobby aus Umweltverbänden der reichen Länder sorgt bis zum heutigen Tag dafür, dass der genveränderte Reis noch keine Zulassung hat. Bestens vernetzt baut sie über die heimischen Regierungen Druck auf die Verwaltungen in den Entwicklungsländern auf. Und Aktivisten ihrer Partnerorganisationen in Asien werden unterstützt, damit sie zum Zertrampeln von Versuchsfeldern übers Land fahren können.

Alles nur aus einer dem hiesigen Luxus geschuldeten Biolandbau-Seeligkeit, die von einer längst nicht mehr gegebenen (warum auch?) gentechnikfreien Welt träumt, und die ebenso über Leichen geht, wie weiland das völlig unnötige DDT-Verbot. Dabei sind die sachlichen Argumente auch hier, gegen den Goldenen Reis längst entkräftet. Es gibt keine gesundheitlichen Verfänglichkeiten, und es werden auch keine Konzerne mit dem Goldenen Reis reich, was stets als Kritikpunkt angeführt wird. Ingo Potrykus hat den Reis ohne sie entwickelt, ja streckenweise auch gegen sie. Er hat den Saatgutkonzernen die nötigen Patente abgerungen, indem er ihnen drohte, sie ansonsten öffentlich an den Pranger zu stellen. Es geht schließlich um Leben und Tod, ein Argument, das die Konzerne – ganz im Gegensatz zu den Umweltverbänden – überzeugte.

So könnte der Goldene Reis kostenlos an die kleinen und mittleren Farmer abgegeben werden, und, da der Reis nicht als Hybridreis entwickelt wurde, kann das Saatgut aus jeder Ernte wieder neu gewonnen werden – zwei Eigenschaften, die fälschlicherweise immer wieder in Abrede gestellt werden, weil sie dem Klischee der Gentechnik widersprechen.

Ansonsten sollen jetzt nur noch allzu durchsichtige Argumente den Einsatz verhindern. Mal ist danach zu wenig Betacarotin im Reis, mal wird vor einer Überdosis gewarnt.

Das Hauptargument, das übrig blieb, ist bezeichnend genug und dokumentiert die Schwäche der Kritiker nur zu deutlich: Der Goldene Reis, so heißt es inzwischen allenthalben, sei das "Trojanische Pferd", das mithilfe von Argumenten der Humanität die Gentechnik salonfähig machen solle. Mit anderen Worten: Man hat Angst davor, dass die Einführung einer gentechnischen Pflanze alle Gegenargumente entkräftet. Mit noch anderen Worten: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Ulli Kulke ist Reporter und Journalist Bei WELT und WELT am SONNTAG

Mit Dank übernommen von Deutscher Arbeitgeberverband hier

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33 Kommentar(e)

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1

#32: F.Ketterer sagt:
"Entweder machen Sie das mit Absicht (was ich Ihnen nicht unterstellen möchte) oder es stellt sich die Frage: „Wo lassen Sie denken?“ (frei nach D.Hildebrandt).
Google hat’s gefunden: The New Atlantis: von DORT stammt Ihr Zitat wörtlich. [Wörtliche Zitate sind als solche zu kennzeichnen, das galt schon vor KTG und noch mehr nach ihm]. Was Sie widergeben ist die Missinterpretation der Arbeit von Attaran et al. durch Robert Zubrin: Schmonzes also.
Nein nicht die Quellen (Originalliteratur wie Attaran et al.) sind Schmonzes, sondern das, was Sie als deren Inhalt angeben hat die die mindere Qualität, die sich auch im Kulke-Artikel zeigt. Ich kann mich nicht leicht des Eindrucks erwehren, dass die Kulkes, Zubrins und Bates dieser Welt Ihr „Wissen“ alle aus dem gleichen Think-Tank Sumpf ziehen."

Sehr geehrter Herr Ketterer,
die meisten meiner Beiträge habe ich auf einem I-Pad geschrieben. Es ist kein Vergnügen, zumal dann, wenn ständig der Server dieser Seite abstürzt, mit zig geöffneten Seiten und tinyurl zu hantieren, um dann Textinhalte oder verkürzte Links hin und her zu kopieren. Aus dem Grund, weil ich es nicht hinbekommen habe, habe ich dann in meinem Beitrag #17 Quelle: Römpp Chemielexikon Stichwort DDT einfach so hineingeschrieben.

Gleiches gilt für Attaran et. al

Es gibt von Attaran mehrere Originalbeiträge im Netz, also keine Sekundärliteratur, wo er ständig von "ban" oder "banned" spricht (bei „Balancing risks oft he backs oft he poor, kommt „ban“ tatsächlich nicht vor). Von daher erschien mir der Artikel bei "The New Atlantis", mit Quellenangabe Atteran et al. usw., ordnungsgemäß zitiert. Ich war einfach froh, nach mehreren Fehlversuchen, überhaupt einen Link bzw. Text in dieses mickrige Textfeld zu bekommen. Sie können es ja selbst einmmal mit einem I-Pad versuchen. Wenn Sie es dann besser hinbekommen, können Sie mich gerne weiter der Guttbenbergerei bezichtigen. Ansonsten, zumal das Thema viel zu ernst ist, empfinde ich es nur als völlig unangebrachte Korinthenkackerei.

Ketterer sagt:
"Herr Loehr, vielen Dank für Ihren Hinweis auf die WHO-Quelle: Was Stand dort:
„WHO actively promoted indoor residual spraying for malaria control until the early 1980s when increased health and environmental concerns surrounding DDT caused the organization to stop promoting its use and to focus instead on other means of prevention.”
WHO förderte IRS (wohl mit DDT) bis in die 80er Jahre. Kulke, Zubrin et al. kolportieren weiterhin das nicht existente DDT-Verbot in Sri Lanka als Ursache für den Wiederanstieg der Malaria End der 60er Jahre."

Vielleicht sollten Sie auch den nächsten Absatz lesen. Da steht nämlich etwas von einer Anti-DDT-Kampagne in den 60er-Jahren.

Und in einem Absatz dieses Links lesen Sie auch etwas von Environtmental Defense (Fund), dessen Chef ein gewisser Charles Wurster war.

Wenn Sie die Seite des EDF aufrufen, steht dort folgender Satz:

EDF protects the Earth's resources...

....dazu komme ich später noch!

#28 Loehr:
Noch einmal Attaran:
http://tinyurl.com/ojvruk3

Da steht dann "US government cut funding for the program"

Die daraus resultierenden Konsequenzen beschreiben Attaran et. al in ihrem Beitrag "DDT - Balancing Risks on the backs of the poor" sehr eindrucksvoll.

Das gilt auch für diesen Beitrag:

http://www.malaria.org/raloff.html

Hier der Schlüsselsatz:

„Some wealthier nations have demanded that poorer countries ban DDT as a condition for receiving foreign aid.“

Jetzt komme ich noch einmal auf Charles Wurster (Environtmental Defense Fund) zurück, der mit folgendem Satz glänzte:

http://tinyurl.com/k3ovs97

Sinngemäß, Sie können es ja nachlesen, hat er gesagt, dass die durch DDT geretteten Menschen nur das Ökosystem zerstören.

Wenn Sie sich also über meinen Link freuen, dass IRS bis in die frühen 1980er von der WHO aktiv unterstützt wurde, ist das weit weniger als die halbe Wahrheit.

Den meisten Entwicklungsländern wurden die DDT-Programme gekürzt bzw. es wurde ein Tausch vorgeschlagen. Weniger DDT, mehr Entwicklungshilfe. Meines Wissens (aus dem Kopf) gibt es aktuell ca. 123 Länder in denen Malaria vorkommt und von diesen 123 Ländern haben lediglich 20 oder 30 Länder überhaupt Unterstützung für DDT-Programme erhalten. Viele Länder, in denen Baumwolle angebaut wird, dürfen z.B. gar nicht sprühen, damit die "grüne" Haut der Europäer keinen Schaden nimmt.

Attarans, Rallofs oder Kulkes Aussagen bestätigen genau das, was Ökoimperialisten wie Wurster, die großen Umweltverbände dieser Welt oder unsere hiesigen Grünen denken.

Und wissen Sie was, da ist mir ein falsch zitierender Guttenberg, oder von mir aus auch meine vermeintliche Guttenbergerei, um Lichtjahre lieber, als diese hochgradig perversen Pseudogutmenschen.

2

#31: Michael Loehr sagt:
am Mittwoch, 17.09.2014, 19:27
-----------------

Warum gleich so aggressiv Herr Ketterer?

Es liegt mir mehr als fern, Ihnen eine Quelle zu nennen, die ich erfunden oder gefälscht habe. Von daher empfinde ich es mehr als ärgerlich, wenn Sie diese Quellen als Schmonzes bezeichnen bzw. mich der Guttenbergerei verdächtigen.
############################################
Sehr geehrter Herr Loehr,
es ist nicht der VERDACHT der Guttenbergerei. Was Sie hier machen ist Guttenbergerei vom feinsten (aber so richtig plump):
In #28 schreiben Sie:
„Dazu:
Attaran et al., “Balancing Risks on the Backs of the Poor,” 729.
The panic raised by Carson’s book spread far beyond American borders. . . ”
Vor Guttenberg durfte man annehmen, dass jemand der so etwas schreibt die Quelle
Amir Attaran, Donald R. Roberts1, Chris F. Curtis3 & Wenceslaus L. Kilama (2000): Balancing risks on the backs of the poor. In: Nature Medicine 6, 729 - 731 (2000)
zitieren oder inhaltlich zusammenfassen würde.

Ihr (inhaltliches) Zitat (in #28) ". In Ceylon, for example, where, as noted, DDT use had cut malaria cases from millions per year in the 1940s down to just 17 by 1963, its banning in 1964 led to a resurgence of half a million victims per year by 1969"

liest sich bei Attaran et al. so:

" The early results were impressive: in less than two decades, spraying of houses with DDT reduced Sri Lanka's malaria burden from 2.8 million cases and 7,300 deaths to 17 cases and no deaths. India and South America achieved similarly impressive reductions, and several countries fully eradicated malaria1. Even in sub-Saharan Africa, where mosquitoes are most difficult to control, DDT spraying resulted in great reductions in malaria.
Unfortunately, many of these successes were short-lived. American funds, which underwrote the eradication campaign, soon lapsed, and overuse of DDT in agriculture bred DDT-resistant mosquitoes. Back in malaria's grip, Sri Lanka returned to a half a million cases by 1969."

Entweder machen Sie das mit Absicht (was ich Ihnen nicht unterstellen möchte) oder es stellt sich die Frage: „Wo lassen Sie denken?“ (frei nach D.Hildebrandt).
Google hat’s gefunden: The New Atlantis: von DORT stammt Ihr Zitat wörtlich. [Wörtliche Zitate sind als solche zu kennzeichnen, das galt schon vor KTG und noch mehr nach ihm]. Was Sie widergeben ist die Missinterpretation der Arbeit von Attaran et al. durch Robert Zubrin: Schmonzes also.
Nein nicht die Quellen (Originalliteratur wie Attaran et al.) sind Schmonzes, sondern das, was Sie als deren Inhalt angeben hat die die mindere Qualität, die sich auch im Kulke-Artikel zeigt. Ich kann mich nicht leicht des Eindrucks erwehren, dass die Kulkes, Zubrins und Bates dieser Welt Ihr „Wissen“ alle aus dem gleichen Think-Tank Sumpf ziehen.
Herr Loehr, vielen Dank für Ihren Hinweis auf die WHO-Quelle: Was Stand dort:
„WHO actively promoted indoor residual spraying for malaria control until the early 1980s when increased health and environmental concerns surrounding DDT caused the organization to stop promoting its use and to focus instead on other means of prevention.”
WHO förderte IRS (wohl mit DDT) bis in die 80er Jahre. Kulke, Zubrin et al. kolportieren weiterhin das nicht existente DDT-Verbot in Sri Lanka als Ursache für den Wiederanstieg der Malaria End der 60er Jahre.
Glauben Sie meinetwegen weiterhin daran. Aber unterstellen Sie mir bitte keine Aggression, wenn ich Sie allem Anschein nach berechtigt der Guttenbergerei verdächtige.

3

Ketterer schrieb:
By the way Herr Loehr, was “Attaran et al., “Balancing Risks on the Backs of the Poor,” 729.”
zuschreiben (der englische Text nach Ihrem “Dazu:“) ist in der angegebene Quelle nicht zu finden. Ich weiß nicht wo Sie den Schmonzes aus den Web ausgraben, aber Ihre Guttenbergerei amüsiert nicht.

-----------------

Warum gleich so aggressiv Herr Ketterer?

Es liegt mir mehr als fern, Ihnen eine Quelle zu nennen, die ich erfunden oder gefälscht habe. Von daher empfinde ich es mehr als ärgerlich, wenn Sie diese Quellen als Schmonzes bezeichnen bzw. mich der Guttenbergerei verdächtigen.

Ich hätte natürlich auch Lovelock als Quelle angeben können, der in einem seiner Bücher geschrieben hat, dass DDT in Sri Lanka verboten wurde. Die Reaktion von Monbiot darauf habe ich im Guardian oder Telegraph gelesen. Diese Quelle wollte ich Ihnen erst gar nicht zumuten.

Wie wär´s denn mit diesem Link:

http://tinyurl.com/n529xwj

Oder ist die UN für Sie eine Schmonzettenorganisation bzw. untaugliche Quelle?

Man denkt also nach dem Desaster der 60-er Jahre um. Gut so.

Während Ihre Quelle von einem "reduzieren" des IRS-Programms spricht, sprechen andere Quellen von discontinued (hier war Ihre Frage auf meine Quelle von Gerberg/Wilcox, wo es bei mir klemmt), interrupt, ceased, stopped oder sogar banned.

Es klemmt deshalb, weil es schon ein gravierender Unterschied ist, ob ein Programm nur reduziert wird, oder ob es unterbrochen, gestoppt, ausgesetzt oder verboten wird.

Und da haben wir halt eine andere Meinung. Mit dem restlichen Text von Ihnen kann ich leben.

4

28: Michael Loehr sagt:
am Dienstag, 16.09.2014, 17:49

#26: F.Ketterer sagt:
"Exotisch finde ich, wenn jemand Web-Zitate gegen Fachzeitschriften-Artikel aufführt. In Bezug auf Sri Lanka bleibe ich bei meinen Statement: Es gab keine DDT-Verbot in den frühen 60er Jahren und somit kann der in Sri-Lanka nicht existente DDT-Bann nicht für das Wiederaufkommen der Malaria Ende der 60 Jahre verantwortlich gemacht werden."
http://tinyurl.com/nmcake5
Der Link ist doch von Ihnen!

Da steht u.a.:
"A massive decline in incidence occurred in Sri Lanka, from 91,990 cases in 1953 to 17 cases in 1963 [3], [6], [7]. Then, as was the case for many other countries [8], [9], IRS was scaled down, surveillance and control activities were relaxed, and financial support reduced".

Meine Frage wäre: Warum ist eigentlich, ganz plötzlich, das IRS Programm,incl. der finanziellen Mittel, so abrupt gestrichen worden? Weil z.B. die Engländer Angst hatten DDT im Tee zu haben, denn DDT löst ja Krebs aus. Angeblich. Gilt auch für DDT im Kaffee, Sesam, tropische Früchte, Tabak, Baumwolle etc..
##############################
Herr Loehr, Sie machen den Fehler und reduzieren das Malaria-Ausrottungprogramm auf DDT-Einsatz und IRS. Ich hatte doch verlinkt, dass der Rückgang der Malaria zu weniger als 50 % dem DDT-Einsatz zu verdanken war. Ja, es war im Nachhinein betrachtet ein Fehler, das dezidierte Malaria-Ausrottungsprogramm so stark zurückzufahren. Ich meine hier weniger den DDT-Einsatz als vielmehr das Malaria-Screening durch dedizierte Teams, deren Aufgaben im allgemeinem Gesundheitsdient integriert wurden und offensichtlich „untergingen“ („surveillance and control activities were relaxed“). Ihre Begründung (Sauberer Tee für die Queen) klingt mir „exotisch“.
Also Sri Lanka meldete 1962 17 Malaria-Fälle: nicht Malaria-Tote. Siebzehn Fälle! Din Deutschland haben wir dieses Jahr 547 Malariafälle. Dennoch gibt es hier kein IRS: denn es macht keinen Sinn. Möglicherweise haben Sie Singhalesen 1963 Ihrem ökonomischen Verstand vertraut, als Sie das IRS reduzierten. Wie ich belegte haben die Singhalesen/Tamilen die DDT-Anwendung (bei 17 Malariafällen in ganz Sri Lanka) 1963/64 auf das Errichten von Sperrgürteln reduziert und in IRS nur dort zur Anwendung gebracht wo Malaria auftauchte. Möglicherweise war das Monitoring mangelhaft. Jedenfalls kam es Ender der 60-Jahre wieder zu einem Malariaausbruch. AFAIR wurde u.a. ein Rückgang der Regenfälle in den Trockengebieten Sri Lankas mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht (daneben auch die Wanderungsbewegung von südindischen Tamilen nach Sri Lanka).
Mit diesen Punkten zum Rückgang und dem Wiederaufkommen der Malaria in Sri Lanka bleibe ich dabei: Wenn Herr Kulke schreibt: „Beispiel Sri Lanka: 1948 noch 2,8 Millionen Fälle, 1963 nur noch 17. [. . .] Dann kam das DDT-Verbot. Und Länder, in denen der Kampf gegen die Malaria fast gewonnen schien, wurden wieder auf die Ausgangslage zurück geworfen.“ mögen Sie dies als richtige Position erachten.
Wie Sie selbst sagen bin ich nicht der einzige, der dies anders sieht. Der werte Leser möge sich zum Beispiel Sri Lanka sein eigenes Bild machen. Im Übrigen: dort gilt die Malaria derzeit als ausgerottet. Trotz des Kulkeschen „DDT-Verbots“, das es wie ich darlegte für Sri-Lanka (in den 60er Jahren) nicht gab.

Die Probleme mit dem DDT-IRS in Afrika muss man sicherlich differenzierter betrachten; ich sehe es nicht als zielführend an DDT hierfür zu verbieten, es sei denn es liegen finanzierbare Alternativen vor. Nur kann bei nicht bestimmungsgemäßer Anwendung von DDT (in der Schädlingsbekämpfung anstatt IRS) die Bildung von Resistenzen gefördert werden.
MfG
Ketterer
By the way Herr Loehr, was “Attaran et al., “Balancing Risks on the Backs of the Poor,” 729.”
zuschreiben (der englische Text nach Ihrem “Dazu:“) ist in der angegebene Quelle nicht zu finden. Ich weiß nicht wo Sie den Schmonzes aus den Web ausgraben, aber Ihre Guttenbergerei amüsiert nicht.

5

Vielleicht noch als Ergänzung. Als ich mich so durch die Thematik gelesen habe, bin ich noch auf einen Bio-Erzeuger für Baumwolle und Sesam in Uganda gestoßen. Da die Bauern die gepflückte Baumwolle und den Sesam in Säcken in ihren Hütten lagern, möchte er nicht, dass die Bauern die Wände und Moskitonetze in ihren Hütten besprühen, da sonst DDT-Spuren an der Öko-Baumwolle oder am Öko-Sesam zu finden sein könnten. Da nimmt man als "fair-tradender Ökogutmensch" doch lieber Malariaerkrankungen der schwarzen Knechte in kauf.

6

#26: F.Ketterer sagt:
"Exotisch finde ich, wenn jemand Web-Zitate gegen Fachzeitschriften-Artikel aufführt. In Bezug auf Sri Lanka bleibe ich bei meinen Statement: Es gab keine DDT-Verbot in den frühen 60er Jahren und somit kann der in Sri-Lanka nicht existente DDT-Bann nicht für das Wiederaufkommen der Malaria Ende der 60 Jahre verantwortlich gemacht werden."

http://tinyurl.com/nmcake5

Der Link ist doch von Ihnen!

Da steht u.a.:
"A massive decline in incidence occurred in Sri Lanka, from 91,990 cases in 1953 to 17 cases in 1963 [3], [6], [7]. Then, as was the case for many other countries [8], [9], IRS was scaled down, surveillance and control activities were relaxed, and financial support reduced".

Meine Frage wäre: Warum ist eigentlich, ganz plötzlich, das IRS Programm,incl. der finanziellen Mittel, so abrupt gestrichen worden? Weil z.B. die Engländer Angst hatten DDT im Tee zu haben, denn DDT löst ja Krebs aus. Angeblich. Gilt auch für DDT im Kaffee, Sesam, tropische Früchte, Tabak, Baumwolle etc..

Dazu:
Attaran et al., “Balancing Risks on the Backs of the Poor,” 729.
The panic raised by Carson’s book spread far beyond American borders. Responding to its warning, the governments of a number of developing countries called a halt to their DDT-based anti-malaria programs. The results were catastrophic. In Ceylon, for example, where, as noted, DDT use had cut malaria cases from millions per year in the 1940s down to just 17 by 1963, its banning in 1964 led to a resurgence of half a million victims per year by 1969.[18] In many other countries, the effects were even worse.

Noch einmal Attaran:
http://tinyurl.com/ojvruk3

Da steht dann "US government cut funding for the program"

Wenn man im Jahr 1963 noch 17 Malariafälle hat, hat man dann schon die Malaria ausgerottet? Wohl eher nicht. Also gab es andere Beweggründe. Noch einmal: Der Herr "Kolonialist" trinkt seinen Tee gerne unvereinigt. Und die amerikanische Tabakindustrie hatte schon genug Probleme mit ihrem Erzeugnis (Lungenkrebs, Herz-Kreislauferkrankungen usw.), da musste nicht noch eine Baustelle mit "krebserzeugendem DDT" her.

Ich hoffe, Sie akzeptieren Attaran et al. als seriöse Quelle. Der wird oft und gerne bei malaria.org, rollbackmaleria.org u.a. zitiert.

Eine interessante Diskussion hat es übrigens zwischen George Monbiot versus James Lovelock, Matt Ridley und Patrick Moore gegeben.

Dabei nimmt Monbiot Ihre Position ein, die ich nach wie vor für falsch halte.

7

Jetzt steckt doch noch hinter jeder publizistischen Aktivität ein unausgesprochenes Interesse. Und in den üblichen Medien dank deren vorzüglich käuflichem Anzeigencharakter meist mit monetären Gewinnerwartungen verbunden. Das gammelige DDT wird der achsogute Kulke nicht ernsthaft verkaufen wollen. Googlen wir doch einfach mal: ""Uli Kulke" "Gentechnik" ...

Konrad Fischer
Grübler

8

#22: Michael Loehr sagt: am Freitag, 12.09.2014, 15:45

#19: F.Ketterer sagt:
"Sehr geehrter Herr Loehr,
seit Guttenberg sollte man wissen: es kommt auch darauf an welche Quellen man ANGIBT."

Wenn ich Ihnen noch die Auflage des Römmps dazu geschrieben hätte, hätten Sie auch nix davon gehabt, es sei denn Sie sind registrierter Nutzer. Und da diese Seite gestern mehrfach abgeschmiert ist und ich meinen Text schon mehrfach geschrieben habe, fand ich Römmp als Quelle schon ganz in Ordnung.
#########F.Ketterer erwidert: ####################
Nochmals im Klartext: Im Online Roempp (Stand der 2002 Ausagbe) ist das was Sie irgendwo aufgeschnappt haben nicht (mehr) zu finden. Aus welchen Gründen auch immer. . .
############22: Michael Loehr sagt: am Freitag, 12.09.2014, ########
Googelt man auf Englisch "DDT forbidden Sri Lanka/Ceylon", findet man u.a. das:
[ . . .]
Roger Bate in Politicizing Science: The Alchemy of Policymaking writes:
Some developing countries imposed a complete ban on the pesticide, as Sri Lanka did in 1964, when officials believed the malaria problem was solved. By 1969 the number of cases had risen from the low of seventeen (when DDT was used) to over a half million.
[. . . ]
Walter Williams in in Capitalism Magazine writes
In Sri Lanka, in 1948, there were 2.8 million malaria cases and 7,300 malaria deaths. With widespread DDT use, malaria cases fell to 17 and no deaths in 1963. After DDT use was discontinued, Sri Lankan malaria cases rose to 2.5 million in the years 1968 and 1969, and the disease remains a killer in Sri Lanka today.
[. . . ]
Andere Quelle:
Gerberg EJ, Wilcox III H. Environmental Assessment of Malaria and Control Projects–Sri Lanka. Agency for International Development. 1977; 20:32–33

"In Ceylon DDT spraying had reduced malariacases from 2.8 million in 1948 to 17 in 1963. After spraying was stopped in 1964, malaria cases began to rise again and reached 2.5 million in 1969."

Sie können jetzt natürlich auch noch "WHO DDT Sri Lanka/Ceylon" eingeben. Finden Sie überall eine Bestätigung, dass es 1963/1964 zu einem DDT Verbot in Sri Lanka bzw. Ceylon kam.
############################
Sie bringen die entscheidenden Stellen doch selbst. Wo klemmt es denn dann bei Ihenen:
Gerberg EJ & Wilcox III H : „After DDT use was discontinued,”
Walter Williams: “After DDT use was discontinued,”
Von einem DDT-Verbot ist da nicht die Rede.
Dass ein Roger Bates gleich ein Verbot daraus macht (wie andere auch) ist nicht mein Problem. 1963 war die Malaria fasst ausgerottet. Ja, Dank DDT. Nur, als sie dann doch allochton und autochton wieder auftauchte, waren dann plötzlich(?) Anopheles resistent gegen DDT und es dauerte es eine Weile bis man dies bemerkte. Die Gründe, warum die in 10 Jahre zuvor erfolgreiche Bekämpfung der Malaria Ende der 1960er Jahre versagte lag nicht am DDT-Einsatz.
Herr Loehr, wenn Si nun sagen „WHO DDT Sri Lanka/Ceylon" eingeben. Finden Sie überall eine Bestätigung, dass es 1963/1964 zu einem DDT Verbot in Sri Lanka bzw. Ceylon kam.“ , dann muss ich das als Indiz dafür nehmen, dass Ihr Googlen doch eher sehr mechanistisch und nicht wirklich „educated“ ist. Auf _meiner_ Trefferliste war die folgende Dokumente die nummer ein und Nummer neun auf der Google Trefferliste:

http://htc.anu.edu.au/pdfs/Langf2_1.pdf

Hier wird dargelegt, dass der Rückgang der Malariatoten in Sri Lanka nach WWII nur zu einem Teil (wohl weniger als 50%) dem DDT zuzuschreiben ist.
Hier wird gezeigt, dass DDT in Sri Lanka durchaus in den Jahren nach 1963 angewendet wurde

http://www.malariajournal.com/content/13/1/59

Das Zitat daraus zeigt, das Sie ebenso wie Bates und Doc Paul nicht richtig informiert sind: Nach 1963 wurde DDT für dazu benutzt „Sperrgürtel“ um Dschungelgebiete zu legen außerdem wurde in den Gebieten in denen in den 60er Jahren die Malaria wieder aufkam das Sprühprogramm wieder aufgenommen.
1963, parasite incidence reached a remarkably low-point with only 17 cases of malaria, which included only sixindigenous cases (rest were imported) [31]. Given the favorable indicators, in April, 1963, spraying was halted throughout the country except for barrier spraying around jungle areas. Within months however, the appearance of new cases of malaria prompted the resumption of spraying in the affected areas [30].
[30] verweist hier auf eine Dissertation zum Thema „Dynamics of malaria in Ceylon“
Zusammenfassend:
Exotisch finde ich meine Verweise auf Sekundärliteratur nicht. Exotisch finde ich, wenn jemand Web-Zitate gegen Fachzeitschriften-Artikel aufführt. In Bezug auf Sri Lanka bleibe ich bei meinen Statement: Es gab keine DDT-Verbot in den frühen 60er Jahren und somit kann der in Sri-Lanka nicht existente DDT-Bann nicht für das Wiederaufkommen der Malaria Ende der 60 Jahre verantwortlich gemacht werden.
Was Kulke hier versucht ist dumpfe Schwarz-Weiß-Malerei und eines ernsthalten Journalisten nicht würdig. Aber bei Springer ging so etwas schon immer.

9

@ #23 'Dr. Paul'

"Im übrigen hat DDT h9er in Europa nicht nur Malaria ausgerottet, ..."

Jeder Mißbrauch von "nützlichen" Substanzen hat mehr Schaden verursacht als an Nutzen dem gegenübersteht.

Flächendeckender Einsatz von Pestiziden trifft nicht nur "Schadinsekten", sondern auch die Nützlinge".

Was AIDS und andere 'virulente' Erkrankungen betrifft, gibt es immer genetisch Immune (z.B. meine Wenigkeit). Beim Einsatz von Giftstoffen gegen Insekten, Bakterien, ... überleben diese immer, so daß nach Mendel deren Gene gehäuft weitergegeben werden (gewissermaßen unbeabsichtigte Zuchtauslese) - mit den bekannten Resistenzfolgen.

Viel hilft viel, gerade in Bezug auf Resistenzen.

"dass "Grüne" ausgesprochen gerne lügen."

Die lügen nicht mehr als die Priester und Kirchgänger, denn die meisten "Grünen" glauben. So ist das halt mit den Religionen jeglicher Ausprägung.

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Liebe CO2 – Freunde,
ich habe vor einigen Tagen einen Diskussionsbeitrag einer Biologin zum Thema Gentechnologie gelesen. Sie entgegnete einem Kritiker, der sich gegen die Gentechnologie gewandt hatte, dass sie 350 kritische Untersuchungen zu diesem Thema durchgearbeitet hätte. In k e i n e m der Beiträge hätte sich irgendein negatives Ergebnis der Studien ergeben. Gentechnische Produkte führen, soweit bekannt, nicht zu Schädigungen von Menschen, Tieren und Pflanzen.
Ihr Resümees: Lasst doch die Forscher ihre neu entwickelten Pflanzen anbauen.

In einer WDR – Sendung, man höre und staune, wurden zwei Landwirte gegenüber gestellt, die beide Mais anbauten: der eine den klassischen Mais, der andere gentechnisch veränderten Mais, dem der Mais-Zünsler wenig anhaben kann. Man sollte dazu wissen, dass der Mais-Zünsler im Hohlraum des Maisstängels sitzt und sich vom Stängelmark. Folglich können chemische Eingriffe dem Schädling kaum etwas anhaben.
Der Landwirt aus Ostdeutschland, der den gentechnisch veränderten Mais anbaute, sagte, dass er einen um 4 % höheren Ertrag erzielen würde. Nachteile wären nicht bekannt.

Ich habe mich eine Zeitlang mit gentechnischen Fragestellungen beschäftigt und kann die Aussagen der Fachleute nur bestätigen.

Viele Grüße
Peter

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#21: T.Heinzow Sie lassen hier einige Schlagworte los, die dem Ernst des DDT-Unsinns nicht angemessen sind. Denken Sie einfach daran, dass "Grüne" ausgesprochen gerne lügen.
Hier wurde "auch im Westen" gelogen mit der Schädlichkeit ("vogelschädlich" etc.).
Im übrigen hat DDT h9er in Europa nicht nur Malaria ausgerottet, sondern auch andere Krankheitvektoren wie die "Sandmücken" (Leishmaniose), die sich auch wieder erholt haben und inzwischen auch wieder in Deutschland gesichtet wurden.
Afrika ging es mit DDT nicht viel anders als Indien.
Auch hier wurde der DDT-Einsatz GEGEN MALARIA auf "westliches Betreiben" gestoppt. Afrika ist ein politisch sehr zerstückelter Kontinent, nur wenige Länder haben sich sehr viel später davon nicht abhalten lassen, DDT wieder einzuführen, ebenso wie es in wenigen Länder praktisch kein AIDS gibt.
Ich war in Südafrika und habe dort Malaria gesehen, dort wird kein DDT eingesetzt.
Und dort sterben fleißig noch rel. junge Menschen an Malaria.
Jedem Tourist würde ich Regionen empfehlen die so hoch liegen, dass dort die Anopheles nicht vorkommt, also nicht den Krüger-Park.
Auch da (high lands) gibt es noch die schönen Großtiere, wie nirgendwo sonst in der Welt.
Freundlichen Gruß

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#19: F.Ketterer sagt:
"Sehr geehrter Herr Loehr,
seit Guttenberg sollte man wissen: es kommt auch darauf an welche Quellen man ANGIBT."

Wenn ich Ihnen noch die Auflage des Römmps dazu geschrieben hätte, hätten Sie auch nix davon gehabt, es sei denn Sie sind registrierter Nutzer. Und da diese Seite gestern mehrfach abgeschmiert ist und ich meinen Text schon mehrfach geschrieben habe, fand ich Römmp als Quelle schon ganz in Ordnung.

Googelt man auf Englisch "DDT forbidden Sri Lanka/Ceylon", findet man u.a. das:

Anti-environmentalist writers frequently claim that after DDT had all but eliminated malaria from Sri Lanka, environmentalist pressure forced Sri Lanka to ban DDT, leading to a resurgence of malaria:

Roger Bate in Politicizing Science: The Alchemy of Policymaking writes:
Some developing countries imposed a complete ban on the pesticide, as Sri Lanka did in 1964, when officials believed the malaria problem was solved. By 1969 the number of cases had risen from the low of seventeen (when DDT was used) to over a half million.
Walter Williams in in Capitalism Magazine writes
In Sri Lanka, in 1948, there were 2.8 million malaria cases and 7,300 malaria deaths. With widespread DDT use, malaria cases fell to 17 and no deaths in 1963. After DDT use was discontinued, Sri Lankan malaria cases rose to 2.5 million in the years 1968 and 1969, and the disease remains a killer in Sri Lanka today.
Ted Lapkin in Quadrant writes:
When Sri Lankan authorities agreed to ban DDT during the mid-1960s, rates of malaria infection exploded from twenty-nine cases in 1964 to over 500,000 a mere five years later.
In his book The Epidemiologists John Brignell writes:
1948 Annual malaria rate in Sri Lanka reaches 2.8million
1962 Publication of Silent Spring by Rachel Carson
1963 DDT reduces annual malaria rate in Sri Lanka to 17
1964 DDT banned in Sri Lanka
1969 Annual malaria rate in Sri Lanka reaches 2.5million.

Gelesen in Scienceblogs.com, nach o.g. Suchbegriffen.

Andere Quelle:
Gerberg EJ, Wilcox III H. Environmental Assessment of Malaria and Control Projects–Sri Lanka. Agency for International Development. 1977; 20:32–33

"In Ceylon DDT spraying had reduced malariacases from 2.8 million in 1948 to 17 in 1963. After spraying was stopped in 1964, malaria cases began to rise again and reached 2.5 million in 1969."

Sie können jetzt natürlich auch noch "WHO DDT Sri Lanka/Ceylon" eingeben. Finden Sie überall eine Bestätigung, dass es 1963/1964 zu einem DDT Verbot in Sri Lanka bzw. Ceylon kam.

Ich finde, Ihre Quelle ist ein ziemlicher Exot. Vergleichbares habe ich nämlich nirgendwo gefunden.
Aber Hauptsache Ihre Quelle gefällt Ihnen.

Übrigens. Der Server ist schon wieder ständig „down“.

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@ #20 Pseudonym Dr. Paul

"Selbstverständlich hat auch das DDT-Verbot dem Menschen geschadet, ..."

Wohl kaum, denn zur Malariabekämpfung etc. ist es immer noch zugelassen.

Es ist der Mißbrauch (Militär, Landwirtschaft ...) der nützlichen Substanzen, der schädlich ist.

Das MRSA-Problem würde ohne den Antibiotika-Mißbrauch in der Landwirtschaft wohl kaum existieren ... .

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#17: Michael Loehr, das schlimme an den "Grünen" ist ihre mangelnde Bereitschaft, der Wahrheit die Ehre zu geben,
nach dem englischen Spruch:
right or wrong my country

Viele verteidigen ja heute noch das "Waldsterben",
das nicht stattgefunden hat.
Selbstverständlich hat auch das DDT-Verbot dem Menschen geschadet,
eine ganz üble Charakterlosigkeit, das immer noch zu beschönigen.
Da gibt es nichts zu beschönigen!

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#17: Michael Loehr sagt:
am Freitag, 12.09.2014, 07:04
DDT wurde in Sri Lanka 1963 verboten. Ich habe übrigens andere Zahlen als Ihre Quelle. Nach dem Verbot stieg die Zahl der Malariaerkrankungen langsam an, bis es 1968/1969 zu einem explosionsartigen Ausbruch kam (2.500.000 Malariafälle).

Quelle: Römpp Chemielexikon Stichwort DDT u.a.

Es kommt wohl auch immer auf die Quelle an, die man benutzt.
##############################
Sehr geehrter Herr Loehr,

seit Guttenberg sollte man wissen: es kommt auch darauf an welche Quellen man ANGIBT.
Sie geben den Roempp als Quelle an, ohne die Auflage (oder Erscheinungsjahr zu benennen). In der heutigen Online-Ausgabe des Roempp findet man Ihre Angaben nicht: diese stammen wohl eher aus „u.a.“ (oder sind mittlerweile revidiert).
Bitte belegen Sie das DDT-Verbot in Sri Lanka 1963; nur kommen Sie mir bitte nicht mit Maxeiner und Miersch (1999): Lexikon der Ökoirrtümer. Ich habe zu diesem Thema mehr als nur die von mir angegeben Quelle gelesen (da gibt es einiges von der WHO). Das was Sie behaupten (DDT-Verbot in Sri Lanka 1963) oder Kulke zusammenschustert wurde wird von diesen Quellen nicht unterstützt.
Wir können das gerne vertieft diskutieren, dann aber bitte mit „sauberen“ Quellenangaben. Wie gesagt: der Online-Roempp unterstützt Ihre Aussage nicht.

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#17: Michael Loehr sagt:
am Freitag, 12.09.2014, 07:04
DDT wurde in Sri Lanka 1963 verboten. Ich habe übrigens andere Zahlen als Ihre Quelle. Nach dem Verbot stieg die Zahl der Malariaerkrankungen langsam an, bis es 1968/1969 zu einem explosionsartigen Ausbruch kam (2.500.000 Malariafälle).

Quelle: Römpp Chemielexikon Stichwort DDT u.a.

Es kommt wohl auch immer auf die Quelle an, die man benutzt.
##############################
Sehr geehrter Herr Löhr,

seit Guttenberg sollte man wissen: es kommt auch darauf an welche Quellen man ANGIBT.
Sie geben den Roempp als Quelle an, ohne die Auflage (oder Erscheinungsjahr zu benennen). In der heutigen Online-Ausgabe des Roempp findet man Ihre Angaben nicht: diese stammen wohl eher aus „u.a.“ (oder sind mittlerweile revidiert).
Bitte belegen Sie das DDT-Verbot in Sri Lanka 1963; nur kommen Sie mir bitte nicht mit Maxeiner und Miersch (1999): Lexikon der Ökoirrtümer. Ich habe zu diesem Thema mehr als nur die von mir angegeben Quelle gelesen (da gibt es einiges von der WHO). Das was Sie behaupten (DDT-Verbot in Sri Lanka 1963) oder Kulke zusammenschustert wurde wird von diesen Quellen nicht unterstützt.
Wir können das gerne vertieft diskutieren, dann aber bitte mit „sauberen“ Quellenangaben. Wie gesagt: der Online-Roempp unterstützt Ihre Aussage nicht.

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#14: F.Ketterer sagt:
"Ja hier sehen wir, dass DTT ein Segen war um die Ausbreitung der Malaria in den 50er Jahren einzudämmen. Doch dann verlässt die Analyse von Herr Kulke die Realität dieser Welt: Das angebliche „DDT-Verbot“ war 1972: wann gingen die Malariafälle wieder hoch?"

DDT wurde in Sri Lanka 1963 verboten. Ich habe übrigens andere Zahlen als Ihre Quelle. Nach dem Verbot stieg die Zahl der Malariaerkrankungen langsam an, bis es 1968/1969 zu einem explosionsartigen Ausbruch kam (2.500.000 Malariafälle).

Quelle: Römpp Chemielexikon Stichwort DDT u.a.

Es kommt wohl auch immer auf die Quelle an, die man benutzt.

Was die mentale Diarrhö unserer Journalisten angeht. Die dürfte im links-grünen Lager der Schreiberlinge - und die stellen die Mehrheit - doch um einiges größer sein. Dort kann man nun wirklich kaum noch jemanden ernst nehmen.

Resistenzen bei nicht abgeänderten Mitteln wird es irgendwann immer geben. Der DDT-Einsatz für die Malaria Vektor-Bekämpfung ist tatsächlich in einigen Ländern, z.B. Schwarzafrikas, immer noch erlaubt. Mit allerdings recht mäßigem Erfolg, was nicht nur an den möglichen Resistenzen, sondern auch an dem beschränkten Einsatzgebiet liegt.

Die Quintessenz ist, wer Chemie, Pharmazie, Gentechnik, Kerntechnik usw. aus ideologischen Gründen per se ablehnt, bekommt es sehr häufig mit einem anderen Feind zu tun, der weitaus schlimmer sein kann.

Der Grundsatz sollte lauten:
Wir probieren ein Produkt, sehen uns die Wirkung an und verbessern es wenn nötig.

Generelle Denkverbote der Ökos, wie z.B. beim goldenen Reis, halte ich für bedenklich.

Ich habe kürzlich noch eine Diskussion verfolgt, da ging es um 9 tote Kinder (Schilddrüsenkrebs), die in Tschernobyl Opfer der Strahlung geworden sind. Was die Öko bzw. Antiamtombewegung hier für einen Veitstanz aufführt, während sie Millionen Malariatote anscheinend billigend in Kauf nimmt, ist schon irgendwo pervers. Das gilt auch für unsere Journalisten. Hier stimmen die Relationen schon lange nicht mehr.

18

@F.Ketterer
Danke für den sehr interessanten Link, der m.E. doch einige Märchen bzgl. DDT ins rechte Licht rückt.
JH

19

@ #11 K. Meinhardt

Ist Ihnen etwa die Verwandschaft von Platt und Angelsächsisch nicht bekannt?

Eigentlich hätte unsereins "Schietstorm" schreiben sollen, aber zwei Konsonanten weniger sind rentabel. 😉

Hamburger sagen Hummel Hummel, Mors Mors ...

20

Aus den Artikel von U.Kulke
„Der Kampf gegen die Malaria mit DDT war nach dem Krieg in Afrika, Lateinamerika und Asien äußerst erfolgreich. Beispiel Sri Lanka: 1948 noch 2,8 Millionen Fälle, 1963 nur noch 17. Beispiel Sansibar: 1958 waren 70 Prozent aller Bewohner malariakrank, 1964 nur noch fünf Prozent. Ähnlich lief es in anderen Ländern. Dann kam das DDT-Verbot. Und Länder, in denen der Kampf gegen die Malaria fast gewonnen schien, wurden wieder auf die Ausgangslage zurück geworfen.“
#################################
Wie Herr Köhler in auch ich der Meinung, dass ein solcher Artikel mutig ist. Nur meine Begründung ist eine andere:
Diese Art von Journalismus kannte ich bisher aus dem Haus Springer nur aus der Abteilung mit den großen Buchstaben. Es ist schon mutig sich mit derart flachem Halbwissen so weit aus dem Fenster zu lehnen.
Klicken Sie doch einfach mal in diesem Link auf Die Grafik zum obigen Beispiel Sri Lanka:
Ja hier sehen wir, dass DTT ein Segen war um die Ausbreitung der Malaria in den 50er Jahren einzudämmen. Doch dann verlässt die Analyse von Herr Kulke die Realität dieser Welt: Das angebliche „DDT-Verbot“ war 1972: wann gingen die Malariafälle wieder hoch?
http://tinyurl.com/nmcake5
In diesem Papier werden Gründe des Wiederaufkommens der Malaria in Sri Lanka differenziert betrachtet. Das taugt natürlich nicht für eine Schwarz-Weiß Darstellung in Stile Kulkes.
Ach ja Prof. Lummerland a.k.a. A.Schlohr: der Konjunktiv in Bezug auf die DDT Restistenz hätten Sie sich sparen können. DDT Resistenzen wurden in Sri Lanka schon Jahre vor den sogenannten „DDT-Verbot“ festgestellt.
Herr Kulke, man hätte sich ja informieren können, bevor man zum Thema schreibt. Dies ist nicht verpflichtend für Forumsteilnehmer. Für Journalisten ist dies IMHO eine Pflicht, zumindest dann wenn man ernst genommen werden will. Aber wer soll Sie nach einer solchen mentalen Diarrhö bei diesem Thema wirklich ernst nehmen.

Schon allein solche Sätze „Dann kam das DDT-Verbot.“ kennt man aus Ihrem Haus doch wohl eher aus der „BILD-Redaktion“. Sie haben schlicht und einfach vergessen zu sagen, dass das sogenannte „DDT-Verbot“ 1972 das massenhafte Ausbringen von DDT zur Insektenbekämpfung in der Land und Forstwirtschaft betraf. DDT-Einsatz für die Malaria Vektor-Bekämpfung im Rahmen des IRS ist auch heute noch nicht verboten.

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#10: Ulrich Walter sagt: am Donnerstag, 11.09.2014, 09:01
#2
Das Ergebnis 70 Jahre knallharter re-education...
####################################
Sehr geehrter Walter Ulrich,
ich nehme an, dass der Umkehrschluss, die „richtige Education“ hätte vor 81 Jahren begonnen und vor 70 (69) Jahren geendet, nicht zulässig ist.

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#10: Ulrich Walter sagt: am Donnerstag, 11.09.2014, 09:01
#2
Das Ergebnis 70 Jahre knallharter re-education...
####################################
Sehr geehrter Walter Ulrich,
ich nehme an, dass der Umkehrschluss, dir „richtige Education“ hätte vor 81 Jahren begonnen und vor 70 (69) Jahren geendet nicht zulässig ist.

23
Katrin Meinhardt

#6 Es muss Entrüstungssturm lauten, verehrter Herr T. Heinzow und nichts anderes. Muss-Bedingung. Bei Widerstand droht Entzug der Erlaubnis in Hamburg wohnen zu dürfen. Oder alternativer Einzug, für 4 Monate in so eine Windmühle. Mit humorvollen Grüssen

Es meldete sich die zweite Regel zu Wort. 😉 Die deutsche Sprache ist eine wunderschöne Sprache, übrigens.

24

#2

Das Ergebnis 70 Jahre knallharter re-education...

#4

die Georgia Guide Stones sprechen von avisierten 500 Millionen Erdenbürgern!

25
Martin Landvoigt

Danke für diesen Artikel, Herr Kulke.

Im Grunde kann man nur mit Fassungslosigkeit reagieren. Wie kann es sein, dass derartig tödlicher Unsinn sich wiederholt ereignet und den Lauf der Welt bestimmt? Da ist natürliche Raum für Verschwörungstheorien gegeben. Also irgendwo eine finstere Agenda, die perfide Interessen manipulativ durchsetzt. Sowohl beim Verbot des DDT wie auch des Goldenen Reises und vieler anderer Varianten, deren Nützlichkeit die potentielle Schädlichkeit übersteigt.

Unabhängig, ob es übelmeinende Drahtzieher gibt oder nicht, es ist die Anfälligkeit von Entscheidern und breiter Massen, sich mit offensichtlich falschen Argumenten steuern zu lassen. Oder denken wir an den durchschnittlichen Greenpeace Aktivisten: Ein Bilderbuch-Gutmensch, der bereit ist, sich für die vermeintlich gute Sache einzusetzen, weit über den konsumistisch gesetzten Rahmen hinaus. Jener ist einer perfiden Intention weitestgehend unverdächtig.

Warum also passieren dann derartige Katastrophen? Herr Kulke, isch entnehme dem Artikel, dass sie vor Allem den ideologischen Ansatz, weniger einzelne Menschen oder unlauteren Interessen, dafür als Verursacher identifizieren. Und da stimme ich zu.

Ökologismus ist im Kern irrational. Gut gemeint und schlecht gemacht. Man verschießt die Augen vor dem millionenfachen Leid, dass die eigenen Aktionen bewirken.

Ökologismus ist die gleiche Münze, wenn auch die Kehrseite einer allzu sorglosen Technikbegeisterung von Zauberlehrlingen.

Ein rationaler Umgang würde dagegen Risiken und Chancen ohne ideologische Brille bewerten.

26

Unser Bundesumweltamt hat hinsichtlich DDT auch noch nix dazu gelernt.

27

Die Story ist schon seit Jahren bekannt. Hier mal ein paar Auszüge in Englisch:

In 1992, San Jose State University entomologist J. Gordon Edwards, a long-time member of the Sierra Club and the Audubon Society and a fellow of the California Academy of Sciences, offered a persuasive and comprehensive rebuttal of “Silent Spring.” As he explained in “The Lies of Rachel Carson,” a stunning, point by point refutation, “it simply dawned on me that that Rachel Carson was not interested in the truth about [pesticides] and that I was being duped along with millions of other Americans.” He demolished Carson’s arguments and assertions, calling attention to critical omissions, faulty assumptions, and outright fabrications.

Consider, for example, this passage from Edwards’ article: “This implication that DDT is horribly deadly is completely false. Human volunteers have ingested as much as 35 milligrams of it a day for nearly two years and suffered no adverse effects. Millions of people have lived with DDT intimately during the mosquito spray programs and nobody even got sick as a result. The National Academy of Sciences concluded in 1965 that ‘in a little more than two decades, DDT has prevented 500 million [human] deaths that would otherwise have been inevitable.’ The World Health Organization stated that DDT had ‘killed more insects and saved more people than any other substance.’”

In addition, DDT was used with dramatic effect to shorten and prevent typhus epidemics during and after WWII when people were dusted with large amounts of it but suffered no ill effects, which is perhaps the most persuasive evidence that the chemical is harmless to humans. The product was such a boon to public health that in 1948 the Nobel Prize in Physiology or Medicine was awarded to Dr. Paul Müller for his discovery of the “contact insecticidal action” of DDT.

Und wenn wir uns schon an Frau Carson erinnern, wie wär´s denn mal mit Gudrun Pausewang und ihrem lieblichen Buch "Die Wolke". Öko-Horror vom Feinsten.

28

#2: "Ich weiß nicht, warum die Deutschen sich nicht wehren und einer ehemaligen DDR-Funktionärin und Grünen ihr Vertrauen aussprechen."

Weil die so und nicht anders erzogen = "indoktriniert" wurden.

Vergessen Sie nicht, daß die Wahrheit über die primitive Technik der "modernen Windmühlen" selbst bei EIKE einen Shitstorm auslöst.

29

Nachtrag:

Lieber Herr Kulke,

Vielen Dank für den mutigen Artikel. Aber sprechen Sie es doch klar aus:

Der Ökologismus schaffte es bereits mit seinem Urknall, der ersten flächendeckenden Maßnahme, dem DDT Verbot, mehr Menschen auszurotten, als Nationalsozialismus (6 Millionen Ermordete, ohne Kriegstote) und Leninismus-Stalinismus (20 Millionen Ermordete)zusammen.

Dass der Ökologismus subtiler, häufig durch Unterlassung, bzw. Behinderung der Hilfeleistung mordet und dabei das Deckmäntelchen des Wahren und Guten suggeriert, exculpiert wohl kaum.
Auch seine Vorgängerideologien instrumentalisierten ihre Heilsversprechen und viele ihrer Anhänger unterstützten sowohl Hitler, als auch Stalin nicht aus satanischem Eifer und der bewussten Überzeugung dem inkarnierten Bösen zu folgen - sie glaubten dem jeweiligen Heilsversprechen.

Eine Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

30

Allmählich steigt der Verdacht auf, daß die Dämonisierung ausgesuchter Verbindungen eine Agenda hat. Beim FCKW Verbot war es wohl die Etablierung von Ersatzstoffen; und beim CO2 die Generierung neuer Kapitalstöße durch eine anvisierte Verbrauchs Steuer. Also Verbot des Einen und Aufforderung zur Minimierung des Anderen, haben pekuniäre Gründe.
Daß CO2 einen Anteil an Klimaerwärmung haben könnte, wurde, da nur das, was dafür sprechen könnte berücksichtigt wurde, zur in der Literatur fundamentierten, Gewißheit. (Wenn jetzt ein Anstieg der CO2 Konzentration in der Luft (bei Hawaii) gemessen wurde, aber eine Temperatur-Anstiegs Phase ca. 20 Jahre zurück liegt, wie kann man da vonCO2, als Temperatur-Hochtreiber sprechen?)
Entsprachen die Erfolge, die man, Dank DDT, in der Bekämpfung der Malaria hatte, so nicht den Bevölkerungs-Reduzierungsplänen gewisser Eliten; oder Nutzte man die weitverbreitete Skepsis gegen alles Chemische aus, ohne fundierte Beweise vorzulegen?
Man muß ja inzwischen schon Skrupel haben, den verbannten Stoffen eine positive Seite zuzugestehen.

31

Dazu passt wie die Faust aufs Auge ein Beitrag von Udo Pollmer auf Deutschlandradio Kultur vom 29.08. 14, gesendet 12:51h. "Gentechnik im Alltag" Darin beschreibt er sehr überzeugend, dass z.B. Enzyme in den Waschmitteln schon seit Jahren gentechnisch hergestellt werden und kein Mensch regt sich darüber auf, weil wir nämlich unsere Schlüpfer bei 30 oder 40°C in der Waschmaschine nicht sauber bekämen. Großmutter musste solche Wäsche noch kochen!!

32

Herr Kulke, ich stimme Ihren Ausführungen zu, möchte aber an einem Punkt einhaken: Wäre DDT weiter verwendet worden, hätten sich Resistenzen entwickeln können. Allerdings wäre der Forschung etwas Neues eingefallen. Den deutschen Grünlingen und den US-Amerikanern geht es meines Erachtens nur darum, Deutschland zu vernichten. TESLA Motors ist nur dazu da, um die deutschen Autohersteller zur Elektromobilität und damit die Deutschen neben der "Energiearmut" auch zur "Mobilitätsarmut" zu zwingen. Schauen Sie sich den gestrigen Artikel auf WELT online zum obligatorischen Klimaschutz durch die Autoindustrie an http://url9.de/VEd (erstaunlich schnell wieder von der Hauptseite verschwunden). Es geht diesen Ökoimperialisten in Deutschland nur darum, die verhasste Industrie und die verhassten Naturwissenschaften und Technik zu vernichten, und die Qualitätspresse macht munter mit. So wurden auch die Universitäten in nachgeordnete Behörden umgewandelt. Später werden sich die Historiker fragen, warum die Deutschen sich nicht gegen die wirtschaftliche Vernichtung ihres Landes gewehrt haben. Ich weiß nicht, warum die Deutschen sich nicht wehren und einer ehemaligen DDR-Funktionärin und Grünen ihr Vertrauen aussprechen.

33

1962 kam es heraus: "Der stumme Frühling" von Rachel Carson.

Laut WHO ca. 1 Millionen Malariatote pro Jahr.
seit 1962 ca. 52 Millionen Tote.

Der Ökologismus verantwortet schon jetzt den größten Massenmord der Geschichte - vielleicht gerade noch übertroffen von Mao.