Mysteriöse Häufung von Schellnhubers Veröffentlichungen in Zeitschrift der National Academy of Science: Wussten Sie, dass Mitglieder ihre PNAS-Gutachter selber auswählen dürfen?

Gebäude der PNAS "Heimat der Wissenschaft"

Von Sebastian Lüning
Haben Sie sich auch schon einmal gewundert, weshalb Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) so fleißig in den Proceedings of the National Academy of Science of the USA (PNAS) publiziert? Manchmal ist auch sein Kollege Stefan Rahmstorf als Coautor mit von der Partie. Ein kürzlicher Nachrichtenbeitrag von Peter Aldhous in Nature vom 18. Juni 2014 könnte Schellnhubers mysteriöse Präferenz erklären. Aldhous schreibt:


Im April hat die US-Nationalen Akademie der Wissenschaften 105 neue Mitglieder in ihre Reihen gewählt. Die Academie-Mitgliedschaft ist eine der renommiertesten Auszeichnungen für Wissenschaftler, und sie ist mit einer merkbaren Vorteil geht: Mitglieder können pro Jahr bis zu vier Berichte (papers), an die PNAS  eigene hochkarätigen Fachzeitschrift, vorlegen, die ehrwürdigen „Proceedings der National Academy of Sciences (PNAS)“, durch die ‘contributed’ publication track. Dieses ungewöhnliche Verfahren erlaubt es den Autoren selber auszuwählen, wer ihre Papiere begutachtet und wie man auf deren Kommentare reagiert. Für viele Mitglieder der Akademie, macht dieser privilegierte Begutachtungs-Weg die Attraktivität von PNAS aus. Aber für einige Wissenschaftler, gibt das der Zeitschrift das Aussehen eines Old Boys Club. "Hört sich anachronistisch an? Und das ist es auch! ", schrieb der Biochemiker Steve Caplan von der Universität von Nebraska, Omaha, in einem 2011 Blogpost, darin vermutete er, dass  diese ‘contributed’ publication track als " Abladeplatz "für einige Papiere verwendet werden könnte.

Das ist ja er Hammer: Mitglieder der National Academy of Sciences (NAS) können sich die Gutachter ihrer eingereichten Manuskripte offenbar selber aussuchen. Ein Verfahren mit fadem Beigeschmack. Die Mitgliederliste der NAS ist im Internet frei verfügbar bzw. durchsuchbar. Und dreimal dürfen Sie raten: Hans Joachim Schellnhuber ist seit 2005 Mitglied in der NAS. Auffällig ist die Häufung von Arbeiten in den PNAS nach 2005. Davor hatte Schellnhuber dort kaum publiziert, nach seiner Wahl in die NAS kommt es dann zur regelrechten Paper-Lawine. Hier ein Auszug aus Schellnhubers Publikationsliste:

Ludescher, J., Gozolchiani, A., Bogachev, M. I., Bunde, A., Havlin, S., and Schellnhuber, H. J. (2014). Very Early Warning of Next El Niño, PNAS 111, 2064 (doi/10.1073/pnas.1323058111)

Petoukhov, V., S. Rahmstorf, S. Petri and H.J. Schellnhuber, 2013: Quasiresonant amplification of planetary waves and recent Northern Hemisphere weather extremes. Proceedings of the National Academy of Science of the USA, 110, 5336–5341, doi:10.1073/pnas.1222000110 .

Schellnhuber, H. J., Frieler, K., Kabat, P. (2013). Global Climate Impacts: A Cross-Sector, Multi-Model Assessment Special Feature – Introduction: The elephant, the blind, and the intersectoral intercomparison of climate impacts. doi:10.1073/pnas.1321791111 [Link]

Piontek, F. et al. (including Schellnhuber, H. J.) (2013). Global Climate Impacts: A Cross-Sector, Multi-Model Assessment Special Feature: Multisectoral climat impact hotspots in a warming world. doi:10.1073/pnas.1222471110 [Link]

Ludescher, J. et al. (including Schellnhuber, H. J.) (2013). Improved El Niño forecasting by cooperativity detection. Online First: doi: 10.1073/pnas.1309353110

Dangerman, J., Schellnhuber, H. J. (2013). Energy Systems Transformation. PNAS, 10.1073/pnas.1219791110

Donges, J. et al. (including Schellnhuber H. J.) (2011). Nonlinear detection of paleoclimate-variability
transitions possibly related to human evolution. PNAS 108, 20422

Schellnhuber, H. J. (2011). Geoengineering: The good, the MAD, and the sensible. PNAS 108, 20277

Wu, Y., Zhou, C., Xiao, J., Kurths, J., Schellnhuber, H. J. (2010). Evidence for a bimodal distribution in human Communication. PNAS  107, 18803

Hall, J., Held, H., Dawson, R., Kriegler, E. and Schellnhuber, H. J. (2009). Imprecise probability assessment of tipping points in the climate system. PNAS 106, 5041

Hofmann, M. and Schellnhuber H. J. (2009). Ocean acidification affects marine carbon pump and triggers extended marine oxygen holes. PNAS 106, 3017

Schellnhuber, H. J. (Ed.) (2009). Tipping Elements in Earth System. Special Feature PNAS 106, 20561-20621 [Link]

Schellnhuber, H. J. (2009). Tipping Elements in the Earth System (Introductory Perspective). PNAS 106, 20561

Lenton, T., H. Held, E. Kriegler, J. Hall, W. Lucht, S. Rahmstorf, and H. J. Schellnhuber, 2008: Tipping elements in the Earth’s climate system. Proceedings of the National Academy of Sciences, 105, 1786-1793.

Schellnhuber, H. J. (2008): Global warming: Stop worrying, start panicking? – Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. PNAS 105, 38

Bei freier Wahl der Gutachter sind Gefälligkeitsgutachten Tür und Tor geöffnet. Wie unabhängig war das Begutachtungsverfahren der zahlreichen Schellnhuber-Arbeiten in den PNAS wirklich? Zeit für Antworten.

Mit Dank an WUWT. Siehe auch "Zweifel an Hans-Joachim Schellnhuber mehren sich: Teile der deutschen Politik haben genug von seinem Klimaalarmismus"

Übernommen von http://www.kaltesonne.de/?p=20248

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14 Kommentare

  1. #12: Norbert Fischer sagt

    „Der Vorgang auf der Webseite von Steve McIntire ist mir seit Jahren bekannt.“

    „Ach, interessant. Dann haben Sie sich in #2 einfach mal unwissend gestellt und mich gegen besseren Wissens diffamiert? Sie schaffen es damit dann doch, noch tiefer in meiner Achtung zu sinken.“

    Sind Sie unfaehig oder nur XXXXXXX? In Ihrem Beitrag #1 hatten Sie geschrieben:

    „PNAS ist kein normales wiss. Journal, sondern eben die Zeitschrift der National Academy of Sciences.

    Richard Lindzen ist ebenfalls Mitglied und hat sich den Regeln entsprechend auch schon seine Reviewer selbst ausgesucht. Hat damals niemanden hier oder bei der kalten Sonne gestört. Jetzt ist es plötzlich schlimm, weil das NAS-Mitglied nun Schellnhuber und nicht Lindzen heißt?“

    Darauf hatte ich geantwortet, indem ich die Fakten zu Lindzens Publikationen in Fachzeitschriften im allgemeinen und zu seinen Publikationen im besonderen aufgelistet habe. Abgelehnte Manuskripte zaehlen nicht zu den PNAS-Publikationen. Das sollte selbst ein Pseudonym wissen. Haetten Sie aber diese Ablehnung des Lindzenschen Manuskript explizit erwaehnt, waere ich auch darauf eingegangen, denn selbst im Falle von drei Publikationen in 37 Jahren statt deren zwei, haette sich kaum etwas an meiner Aussage geaendert.

    Wenn Sie sich durch das Auflisten von Fakten diffamiert fuehlen, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

    Ob ich in Ihrer Achtung steige oder falle, interessiert mich nun wirklich nicht, denn wenn jemand Wissenschaftler wie Lindzen unter einem Pseudonym attackiert, dann ist Achtung fuer ihn ein Fremdwort.

  2. Norbert Fischer
    hoch interessant dass Sie auch Steve McIntyre, einem Bergbauspezialist mit Bachelor of Science in Mathematik kennen, der doch so wunderbar mathemathisch den Hokeystick von diesem, hieß er nicht Michael Mann?, als vorsätzliche Manipulation entlarvt hat?
    War eine verdammt mühsame Arbeit über mehrere Jahre, weil doch dieser immer noch nicht gefeuerte M.Mann seine Zahlen partout nicht rausrücken wollte.
    Geholfen hat ihm dabei der ebenfalls kanadische Wirtschaftswissenschaftler und Buchautor Ross McKitrick.
    Beachten Sie, Herr Fischer:
    2 Nicht – Klimatologen nehmen einen „Klimawissenschaftler“ nach allen Regeln der „wissenschaftlichen“ Kunst auseinander!

    Ist das nicht ein oberpeinliches Armutszeugnis für die ganze aktuelle „Klimatologie“???

    Können die ihren eigenen Saustall nicht mehr selbst ausmisten?

    Zweifellos gehört dieser Schellnhuber, H. J. genau so zu den Skandalwissenschaftlern mit seinem „die Erde hat Fieber“ „die große Transformation der Gesellschaft“ etc.
    Wann wird er wegen Betrugs angeklagt?

    Wir alle normalen Bürger müssen das mit unermesslichen Steuergeldern und Einschränkungen in unseren Privatleben bezahlen!!!

  3. Herr gkramm,

    schaffen Sie es, mal einen Beitrag ohne Beleidigungen des Gegenübers zu verfassen? Wer auch immer Sie sind, ihre Umgangsformen sind so etwas von daneben und peinlich, dass ich auf weiteren Umgang mit Ihnen verzichte. Ich danke für ihr Verständnis.

    PS:
    „Der Vorgang auf der Webseite von Steve McIntire ist mir seit Jahren bekannt.“

    Ach, interessant. Dann haben Sie sich in #2 einfach mal unwissend gestellt und mich gegen besseren Wissens diffamiert? Sie schaffen es damit dann doch, noch tiefer in meiner Achtung zu sinken.

  4. Herr Fischer,

    hoeren Sie mit Ihrem daemlichen Versuch auf, mich belehren zu wollen. Der Vorgang auf der Webseite von Steve McIntire ist mir seit Jahren bekannt. Aus physikalischer Sicht halte ich die dort aufgelisteten Reviewer fuer inkompetent. Wenn z.B. Susan Solomon erst im Jahre 2005 schlussfolgert, dass auch dynamische Effekte zur Reduktion der Ozonkonzentration ueber der Antarktis beitragen koennen, dann kann man wohl schlecht von Kompetenz reden, denn das dynamische Effekte bei der Reduktion der Ozonkonzentration eine Rolle spielen koennen, hat mein Professor Dr. Paetzold schon in den 1950er Jahren publiziert, u.a. in Fluegges Handbuch der Physik.

    Aber dieser Vorgang hat ueberhaupt nichts mit dem zu tun, um was es in dem Beitrag von Sebastian Luening ging. Offenbar beherrschen Sie nicht die vier Grundrechnungsarten, denn selbst wenn dieser Beitrag von Lindzen akzeptiert worden waere, dann waeren es drei Veroeffentlichungen in 37 Jahren gewesen (0,081 Artikel/Jahr statt 0.054 Artikel/Jahr), waehrend es bei Schellnhuber 15 Veroeffentlichungen in 9 Jahren sind (1,667 Artikel/Jahr). Auch mit Ihrer daemlichen Masche, von diesem Sachverhalt ablenken zu wollen, koennen Sie diesen gravierenden Unterschied nicht wegdiskutieren. Schellnhuber verhaelt sich so wie ein Editor-in-Chief, der staendig in seiner Zeitschrift publiziert.

    Natuerlich hat Lindzen nichts Unrechtes getan. Bei vielen Fachzeitschriften ist es heute ueblich, zumindest 5 Gutachter vorzuschlagen. Aber ob einer oder mehrere von denen genommen wird, ist Sache des zustaendigen Editors. Bei manchen Fachzeitschriften kann man auch mitteilen, weshalb man gewisse Personen nicht als Gutachter haben moechte. Und ein „genehmer“ Reviewer bedeutet nicht, dass er ein Manuskript durchwinkt, sondern aus fachlicher Sicht hart, aber fair begutachtet.

    Es ging aber in Luenings Beitrag nicht um Lindzen, sondern um Schellnhuber, der diesen Vorteil eines NAS-Mitglieds fuer sich vermehrt in Anspruch nimmt, Beitraege in den PNAS unterzubringen, die in dieser Form in entsprechenden Fachzeitschriften sicherlich nicht publiziert worden waeren, denn die Methode der blossen Behauptung ist keine wissenschaftlich anerkannte Methode. Ihren Versuch, die Lueningsche Kritik an dem Verhalten von Schellnhuber damit entwerten zu wollen, dass Sie auf Lindzen verweisen, ist die Schweinerei, die von mir angesprochen wurde. Sie wollten suggerieren, dass das ja alle in vergleichbarer Art und Weisen machen, indem Sie auf Lindzen verwiesen. Leider haben Sie in Ihrer Daemlichkeit die falsche Person herausgegriffen. Selbst das NAS-Mitglied Ramanathan kommt nur auf 10 Beitraege in 12 Jahren.

    Sie werfen mir Kindergartenlogik vor, weil ich auf die drastischen numerischen Unterschiede hingewiesen habe. Ihr Versuch, die Lueningsche Kritik an Schellnhuber mit dem Hinweis auf Lindzen entwerten zu wollen, hat noch nicht einmal etwas mit Kindergartenlogik zu tun. Das ist nur ein Zeichen von Unlogik.

    P.S.: Offenbar sind Sie der einzige Forist auf der EIKE-Webseite, der nicht weiss, wer sich hinter gkramm verbirgt.

  5. @ Herr gkramm

    „Sie haben auf billige Art und Weise versucht,die Kritik an Schellnhubers Verhalten, die in dem Beitrag von Sebastian Luening anklang, auf Richard Lindzen zu uebertragen, obwohl die Fakten dagegen sprechen.“

    In meinem präsentierten Link zu McIntyres Blog können Sie sogar die Namen nachlesen von den Reviewern, die Lindzen vorgeschlagen hat. Ich weiß nicht, warum Sie Probleme haben anzuerkennen, dass sich auch schon Lindzen dieses erlaubten Verfahrens bedient hat.

    „Ich werte das als eine grosse Schweinerei, die nur auf die Diffamierung von Lindzen ausgerichtet ist.“

    Und worin liegt die Diffamierung Lindzens? Lindzen hat nichts verbotenes getan. Wenn es für Sie eine Schweinerei darstellt, gemäß der NAS-Regeln sich Reviewer auszusuchen, dann machen Lindzen, Schellnhuber und viele andere eben Schweinereien. Ich dagegen kann nichts verwerfliches finden. Wenn man die Praxis kritisiert, dann sollte m.E. die NAS in der Kritik stehen, denn sie hat die Regeln zu verantworten.

    Alles in allem fällt mir auf, dass Sie an Lindzens Vorgehen, zwei genehme Gutachter vorzuschlagen (vielleicht kennen Sie sich ja ein wenig aus und die in McIntyres Blog Genannten sagen Ihnen etwas, dann verstehen Sie das Adjektiv „genehm“ sicherlich auf Anhieb) hier nichts kritisieren. Und wenn man sich die Kommentare bei climateaudit anschaut, dann fällt auf, dass nicht ein einziger Kommentator Kritik an Lindzens Vorgehen äußert.

    Womit ich wieder beim Ausgangspunkt meines ersten Kommentars bin: Es ist unglaubwürdig, dasselbe Verhalten bei Lindzen zu akzeptieren, bei Schellnhuber dagegen aufs Schärfste zu verurteilen.

    Und ihr Hinweis darauf, Schellnhuber hat das ja viel öfters gemacht, hilft da auch nichts, das ist Kindergartenlogik.

    PS:
    „…dann zeigt das auf, was fuer eine Person Sie sind.“
    Das zeigen viel besser die Inhalte der Kommentare auf. Ihre geben beredtes Zeugnis ab, was Sie für eine Person wohl sind. Bin froh, Sie nicht persönlich zu kennen.

    Gehaben Sie sich wohl, ich werde weitere Kommentare von Ihnen ignorieren. Kein Interesse an einer vertieften Beziehung.

  6. #5: Alfred Schlohr:

    Seien Sie vorsichtig mit der Schlussfolgerung aus dem h-Index. Bereits in seinem Paper von 2005 hat Hirsch auf die Unterschiede in den Zahlen hingewiesen. Er schrieb dazu:

    „There are, however, a number of caveats that should be kept in mind. Obviously, a single number can never give more than a rough approximation to an individual’s multifaceted profile, and many other factors should be considered in combination in evaluating an individual. Furthermore, the fact that there can always be exceptions to rules should be kept in mind, especially in life-changing decisions such as the granting or denying of
    tenure. There will be differences in typical h values in different fields, determined in part by the average number of references in a paper in the field, the average number of papers produced by each scientist in the field, and the size (number of scientists) of the field (although, to a first approximation in a larger field, there are more scientists to share a larger number of citations, so typical h values should not necessarily be larger). Scientists
    working in nonmainstream areas will not achieve the same very high h values as the top echelon of those working in highly topical areas. Although I argue that a high h is a reliable indicator of high accomplishment, the converse is not necessarily always true. There is considerable variation in the skewness of citation distributions even within a given subfield, and for an author with a relatively low h that has a few seminal papers with extraordinarily high citation counts, the h index will not fully reflect that scientist’s accomplishments. Conversely, a scientist with a high h achieved mostly through papers with many coauthors would be treated overly kindly by his or her h. Subfields with typically large
    collaborations (e.g., high-energy experiment) will exhibit larger h values, and I suggest that in cases of large differences in the
    number of coauthors, it may be useful in comparing different individuals to normalize h by a factor that reflects the average number of coauthors. For determining the scientific ‘‘age’’ in the computation of m, the very first paper may sometimes not be the appropriate starting point if it represents a relatively minor early contribution well before sustained productivity ensued.“

  7. Herr Fischer,

    Sie haben auf billige Art und Weise versucht,die Kritik an Schellnhubers Verhalten, die in dem Beitrag von Sebastian Luening anklang, auf Richard Lindzen zu uebertragen, obwohl die Fakten dagegen sprechen. Ich werte das als eine grosse Schweinerei, die nur auf die Diffamierung von Lindzen ausgerichtet ist.

    Wenn Sie mir dann auch noch in diesem Falle Unkenntnis unterstellen wollen, dann reicht es. Selbst, wenn diese Arbeit in PNAS publiziert worden waere, dann waeren es 3 Arbeiten in 37 Jahren gewesen, so nur deren zwei. Bei Schellnhuber sind es bereits 15 Arbeiten in 9 Jahren. Und das meiste davon kann man nur als pseudo-wissenschaftliches Gesuelze einordnen.

    Im Jahre 1977, als Lindzen in die National Academy of Sciences (NAS) gewaehlt wurde, beruhte diese Wahl noch auf der Wuerdigung der wissenschaftlichen Leistung. Mittlerweile ist die Aufnahme in die NAS eine Frage der politischen Gesinnung. Nur so ist die Aufnahme von Keeling, Hansen, Ramanathan, Solomon, Schellnhuber etc. zu verstehen. Was haben denn diese Herrschaften innerhalb ihrer Wissenschaftsdisziplinen wirklich Herausragendes geleistet? Was man braucht, ist nur eine gut funktionierende Seilschaft wie die „Church of Global Warming“. Obwohl Prof. Dr. Akasofu eine Vielzahl von wissenschaftlichen Auszeichnungen erhielt, z.B. Chapman Medal der Royal Astronomical Society (1976) John Adam Fleming Medal der American Geophysical Union (1979), die Hannes Alfven Medal der European Geophysical Union (2011), sucht man seinen Namen vergeblich in der Liste der NAS-Mitglieder. Auf eine solche „Auszeichnung“ kann man also gerne verzichten.

    Auch ist Ihre Darstellung der PNAS Review-Praxis im Falle Lindzen recht merkwuerdig. Lindzen hatte zwei Reviewer vorgeschlagen, die die Kriterien erfuellten. Statt dessen hat PNAS jede Form von Fairnis gegenueber dem NAS-Mitglied Lindzen ueber Bord geworfen und mit der Auswahl der Gutachter dafuer gesorgt, dass nichts schiefging. So wuergt man wissenschaftliche Diskussionen ab, die nicht in das politische Weltbild passen.

    Wenn Sie, der sich hier hinter einem Pseudonym verbirt, dann auch noch schreiben:

    Herr gkramm oder wie auch immer Sie heißen,

    dann zeigt das auf, was fuer eine Person Sie sind. Im Gegensatz zu Ihnen verstecke ich mich nicht hinter einem Pseudonym.

  8. Was ist denn jetzt los? Ich weise nur darauf hin, dass sich die NAS ihre Regeln selbst gesetzt hat und sich Schellnhuber damit regelkonform verhält.

    Re #2:
    Herr gkramm oder wie auch immer Sie heißen,

    kann es sein, dass Sie die Klimadebatte nicht richtig verfolgen? Richtig, das Paper, wo Lindzen sich bei der NAS seine Reviewer selbst ausgesucht hat, wurde von der NAS dann nicht veröffentlicht. Lindzen war ziemlich empört damals. Er hat es dann bei einem unbedeutenden Journal veröffentlich. Fakt ist aber, dass Lindzen sich seine Reviewer damals sehr – hm – gezielt ausgesucht hat.

    Steve McIntyre hat darüber berichtet (http://tinyurl.com/pewbab3) und fand (wie ich) auch nichts beanstandenswertes daran, dass sich Lindzen seine Reviewer selbst ausgesucht hat. McIntyre moniert im Gegenteil, dass bei Lindzen diese Praxis dann nicht angewendet worden ist.
    Capisce? Lindzen hat laut McIntyre ein Recht auf seine gewählten Reviewer (finde ich auch, wenn das die Regeln sind).

    PS:
    Vielleicht fragen Sie nächstes Mal einfach zuerst freundlich nach, bevor Sie mich der „Dummheit“ und „Diffamierung“ zeihen. Dumm und diffamierend waren Sie jetzt nämlich selbst.

    Re #3:
    „Billigen Sie diese Manipulation?“

    Welche Manipulation? Wollen Sie etwa Schellnhuber oder Lindzen unterstellen, sie hätten etwas manipuliert?? Ich hoffe nicht, Herr Limburg hat im Fall Gerstengarbe gezeigt, wie man mit solchen Unterstellungen umgehen kann.

    Ob ich das „billige“? Wer bin ich, dass ich zu urteilen hätte, welche Regeln sich die NSA setzt oder nicht? Man kennt die Gebräuche und damit weiß ich auch, dass ein Paper bei Nature oder Science ein höherwertiges peer review durchlaufen hat. PNAS kann da nicht mithalten, das Renommee ist geringer. Aber das haben sie dann ja selbst verschuldet. Natürlich billige ich Regeln, die sich andere setzen. Aber natürlich bevorzuge ich Journals mit anderen Peer-review-Standards, logisch.

    Re #4
    Was genau fanden Sie an meinem Kommentar dumm? Ich kann mit ihrem wenig anfangen: Null Inhalte zum Thema bei gleichzeitiger Verletzung von Forenregel 2 und 4. Mehr können Sie nicht?

  9. Herr Fischer, ich stimme Ihnen in einem Punkt grundsätzlich zu: Ein peer-review-Verfahren sollte grundsätzlich anonym sein. Da sich bei dem Klima-Blödsinn aber ganze Gesellschaften und Zeitschriften einseitig positionieren, ist auch ein anonymes peer-review zweifelhaft, da eh nur gedruckt wird, was in die Linie passt. Bei Schellnhuber ist die Häufung auffällig, ferner ist sein wissenschaftlicher track für eine solche Stelle verheerend. ISI Web of Science findet bspw. 115 Artikel unter dem Namen Schellnhuber, ein google scholar Profil scheint er nicht zu haben. Seine Arbeiten wurden rund 5.000x zitiert bei einem h-Index von weniger als 30. Gut, ISI mag nicht alle Arbeiten finden, aber der Mann ist von seiner Ausbildung Naturwissenschaftler (zumindest auf dem Papier), daher nehme ich ISI mal als Basis. Bei seinem Alter und seiner Stelle ist das ein verheerendes Ergebnis. Bei einer solchen Stelle und in seinem Alter sollte er mindestens 10.000 Zitate haben, mindestens 250 Publikationen und einen h-Index um 60. Lindzen hat 236 ISI-gelistete Arbeiten, 9.000 Zitate und einen h-Index von 51 – das ist eine ganz andere Welt. Rahmstorf hat ein seinen Möglichkeiten angemessenes zahlenmäßiges Profil, aber der Unsinn, den er publiziert, wird dadurch auch nicht besser.

    Ihnen, Herr Fischer, sei folgender einfache Merksatz ans Herz gelegt: „Die Energiewende ist nicht möglich.“ (aus einfachen physikalischen Überlegungen. Das müssen Sie als Politiker aber nicht verstehen, ich verzeihe es Ihnen.)

  10. #1
    Sehr geehrter Herr Fischer,

    „Ja, wusste ich bereits….“
    Und? was ist nun Ihre Meinung dazu?

    Billigen Sie diese Manipulation?

  11. Herr Fischer oder wie immer Sie heissen moegen,

    offensichtlich gehoert es bei Ihnen zum guten Ton, dummes Zeug zu verbreiten, und zwar mit dem Ziel, Ihnen nicht genehme Wissenschaftler zu diffamieren.

    Haetten Sie Ihre Hausaufgaben gemacht, dann wuessten Sie, dass Lindzen in all den Jahren seiner Mitgliedschaft (gewaehlt in 1977) nur zwei Artikel in den Proceedings of the National Academy of Sciences publiziert hat.

    1) Richard S. Lindzen (1997) Can increasing carbon dioxide cause climate change?

    Dazu heisst es: This paper was presented at a colloquium entitled “Carbon Dioxide and Climate Change,” organized by Charles D. Keeling, held November 13–15, 1995, at the National Academy of Sciences, Irvine, CA.

    2) Yong-Sang Choia,b,1, Richard S. Lindzena, Chang-Hoi Hoc, and Jinwon Kimd (2010) Space observations of cold-cloud phase change.

    Da Lindzen ueber 240 Artikel und sonstige Beitraege publiziert hat, koennen diese beiden Artikel nun wirklich nicht dazu herangezogen werden, ihm zu unterstellen, dass er seine Mitgliedschaft in der National Academy of Sciences in irgend einer Form ausgenutzt habe. Das bringen nur Leute wie Sie fertig, womit alles ueber Sie ausgesagt ist.

  12. Ja, wusste ich bereits.

    PNAS ist kein normales wiss. Journal, sondern eben die Zeitschrift der National Academy of Sciences.

    Richard Lindzen ist ebenfalls Mitglied und hat sich den Regeln entsprechend auch schon seine Reviewer selbst ausgesucht. Hat damals niemanden hier oder bei der kalten Sonne gestört. Jetzt ist es plötzlich schlimm, weil das NAS-Mitglied nun Schellnhuber und nicht Lindzen heißt?

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