Lächerliche Studie behauptet: Globale Erwärmung der letzten 25 Jahre mit einer Gewissheit von 99,999% vom Menschen verursacht

Anthony Watts
Ich wurde durch ein Tweet von SkS Reichfurher John Cook* auf diese Studie aufmerksam und hatte schon angefangen, eine Erwiderung zu schreiben, als ich entdeckte, dass der Blog Hockey Schtick dies bereits vollständig gemacht hat. Darum habe ich das hier übernommen. – Anthony


[*Das ist so aus dem Original entnommen. Ich weiß nicht, ob Watts hier wirklich Sks-Reichsführer im deutschen Original schreiben wollte. Anm. d. Übers.]

Bei Hockey Schtick heißt es: Eine neue, in einem Journal namens „Climate Risk Management“ veröffentlichte Studie behauptet einen lächerlichen Grad an „Sicherheit"von 99.999%, dass die globale Erwärmung der letzten 25 Jahre vom Menschen verursacht ist. Die Behauptung wurde aufgestellt auf der Grundlage, dass Klimamodelle schon jetzt mit Vertrauensniveaus von 98+% falsifiziert sind (hier).

Die Autoren schreiben:

Die Chance, eine ununterbrochene Folge von 304 Monaten (25,3 Jahre; unsere Analyse erstreckt sich bis Juni 2010) mit Temperaturen zu beobachten, deren mittlere Temperatur durchweg über dem Mittel des 20. Jahrhunderts liegt, beträgt eins zu 100.000.

Unter den fundamentalen Problemen dieser Behauptung (die im Grunde die falsifizierte behauptete Zuordnung mit einer Sicherheit von 95% auf Steroide ist) sind Folgende:

Es gibt keinen statistischen Unterschied zwischen der Erwärmungsrate während der 27 Jahre von 1917 bis 1944 und den 25 Jahren von 1975/76 bis 2000:

Klimamodelle konnten nicht die beobachtete Erwärmung zwischen 1910 und 1940 simulieren, die zu 99,999% natürlichen Ursprungs war (hier).

Wenn sie nicht in der Lage waren, die Änderung zu Beginn des 20. Jahrhunderts richtig zuzuordnen, schließt das meiner Ansicht nach jede hoch vertrauenswürdige Zuordnung der Änderung um Ende des 20. Jahrhunderts aus. – Judith Curry

Die vom IPCC behauptete Zuordnung ist wie diese neue Studie in keiner Weise konsistent mit der Unsicherheit bzgl. der Klimasensitivität (hier).

Die Klimamodelle sind überhaupt nicht in der Lage, dem Ziel einer Erkennung und Zuordnung der Klimaänderung im dekadischen bis multidekadischen Zeitscale gerecht zu werden. – Judith Curry (hier).

Eine statistisch signifikante globale Erwärmung hörte vor 19 Jahren auf, und in der Troposphäre (von der die Modelle behaupten, dass sie sich rascher erwärmt als die bodennahen Luftschichten) hörte sie vor 16 bis 26 Jahren auf (hier, auf Deutsch beim EIKE hier).

Über 40 Entschuldigungen für den „Stillstand“ der Erwärmung seit 18 bis 19 Jahren (hier) zeigen, dass die natürliche Klimavariabilität weitaus größer ist als es die Klimamodelle simulieren. Sie sind geeignet, jeden Klimaeinfluss durch CO2 zu marginalisieren.

Vieles der Erwärmung während der letzten 25 Jahre könnte künstlichen Ursprungs sein, und zwar infolge städtischer Wärmeinseleffekte und einer extensiven Adjustierung von Temperaturaufzeichnungen nach oben lange nach dem Erkennen jener Tatsache (hier).

Die Studie führt Klimamodelle an, die bereits mit einem Vertrauensniveau über 98% falsifiziert sind (hier). Folglich sind die aus diesen Modellen abgeleiteten Annahmen und Schlussfolgerungen unsinnig.

Die Modelle haben auch nicht den „Stillstand“ der globalen Erwärmung von 18 bis 19 Jahren vorhergesagt (hier), sind also folglich nicht geeignet für die Bestimmung, ob der Klimawandel natürliche oder anthropogene Ursachen hat.

Die Klimamodelle sind auch unfähig, natürliche Erwärmungen in vorangegangenen Zwischeneiszeiten zu simulieren, in denen es wärmer war als heute (hier). Das ist ein weiterer Grund, sie nicht heranzuziehen, um auszuschließen, dass vergangenen 25 Jahre mit Erwärmung unnatürlich oder vom Menschen verursacht sind.

„Warum ist der Zeitraum 1940 bis 1970 signifikant wärmer als, sagen wir, der Zeitraum 1880 bis 1910? Ist es die Sonne? Ist es eine längere Ozean-Oszillation? Könnte der gleiche Prozess, der zur Erwärmung Anfang des 20. Jahrhunderts geführt hatte, nicht auch zur Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts beigetragen haben? Wir wissen nicht nur keine Antwort auf diese Fragen, sondern es scheint sie auch niemand gestellt zu haben!“ – Judith Curry

Außerdem simulieren die Klimamodelle nicht angemessen Methoden der Verstärkung solarer Schwankungen, als da wären Ozean-Oszillationen, Konvektion, Wolken, atmosphärische Zirkulation, Schwerewellen usw. (hier). Folglich können sie nicht herangezogen werden, um diese natürlichen Faktoren als potentielle Gründe der Erwärmung auszuschließen.

Das in der Studie bemühte Modell vermutet nur, dass die Gesamt-Sonneneinstrahlung den solaren Klimaantrieb angemessen beschreibt. Sie ignoriert große Änderungen im solaren Spektrum und solare Verstärkungsmechanismen. Außerdem erklärt ein einfaches Integral der Sonnenaktivität (hier) den größten Teil der bekannten Klimaänderungen während der letzten 400 Jahre.

Folglich ist diese Studie mit einer Sicherheit von 99,999% nicht einmal falsch.

Abbildung: Vermutete Klimamodell-Antriebe für CO2, Gesamt-Sonneneinstrahlung, Southern Oscillation Index SOI und vulkanische Aktivität.

Die Studie steht hier.

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/09/03/laughable-new-paper-claims-99-999-certainty-global-warming-over-past-25-years-is-man-made/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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1 Kommentar

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Leistenschneider/kowatsch

Guter Artikel, im Text oben steht:.."Vieles der Erwärmung während der letzten 25 Jahre könnte künstlichen Ursprungs sein, und zwar infolge städtischer Wärmeinseleffekte und einer extensiven Adjustierung von Temperaturaufzeichnungen nach oben lange nach dem Erkennen jener Tatsache.." Hier täte eine Grafik gut von einer fast WI-freien Station, z.B der Virginia Enterprise Station in den USA.
Ergebnis: Keine Erwärmung seit über 110 Jahren, die lineare Trendlinie ist nach einer 16-jährigen Abkühlungsphase nun wieder vollkommen horizontal