Regeneration der Schiefer-Revolution

Dank der parallelen Entwicklung der Technik des horizontalen Bohrens und des hydraulischen Brechens haben Öl- und Gasfirmen massive neue Reserven in den gesamten USA erschlossen, die Amerikas Energieperspektiven innerhalb nur weniger Jahre vollständig verändert haben. Kritiker wiesen jedoch darauf hin, dass diese neuen Bohrungen oftmals sehr rasch erschöpft sind und argumentieren, dass der Schieferboom nicht das ist wozu er aufgeblasen wurde. Die nach Schiefergas- und Öl bohrende Industrie arbeitet daran, dieses Problem zu lösen. Eine Methode besteht darin, dass kleine Plastik-Kügelchen dem in den Untergrund gepumpten Gemisch zugefügt werden, um das Schiefergestein zu brechen. Dies erlaubt es den Erzeugern, Bohrlöcher erneut anzuzapfen, die bereits als erschöpft galten .


Reuters berichtet:

Bohrlöcher, die erst vor drei Jahren geschlossen worden waren, werden jetzt erneut gefrackt. Das ist die jüngste Innovation der durch Technologie angeschobenen Schieferöl-Revolution. Hydraulisches Brechen schlug auf die globalen Energiemärkte durch, stieg doch die gesamte Rohöl-Erzeugung in den USA auf ein 25-Jahres-Hoch. Diese Technik jedoch geriet in Schwierigkeiten durch einen raschen Rückgang des Öl- und Gas-Outputs. …

Die Verwendung kleinster Plastikkügelchen, bekannt als Ablenkmedium, die mit hoher Geschwindigkeit zusammen mit Wasser in die alten Bohrlöcher gepumpt werden, von denen die meisten drei bis fünf Jahre alt sind, blockieren einige der älteren Frakturen (die kanadische Firma Encana Corp.). „Der dahinter stehende Gedanke ist, dass das Ablenkmedium in die Frakturen eindringen wird mit dem geringstmöglichen Druck. Es umgeht Frakturen mit höherem Druck und erhöht den Druck im gesamten Bohrloch, so dass der Output zunimmt“, sagte David Martinez , der leitende Manager der Haynesville-Entwicklung.

Es ist ein verbreiteter, aber sehr ernster Fehler, die Zukunft aufgrund der heutigen Erkenntnisse vorherzusagen. In diesem Falle könnten sich alle diejenigen, die das baldige Ende der Schiefer-Revolution vorhergesagt haben, an ihren Worten verschlucken. Das Tempo technologischer Änderungen steigert sich immer mehr und führt zu einer Renaissance vieler Möglichkeiten. Wir erleben dies hautnah in der Welt der Energie, wo noch vor einem Jahrzehnt aus als für immer unzugänglich angesehenen Quellen plötzlich Öl und Gas sprudelte. Es ist ein Fehler zu glauben, dass es keine weiteren Durchbrüche hinsichtlich Fracking und horizontalem Bohren geben wird.

Link: http://www.the-american-interest.com/blog/2014/08/20/refracking-ready-to-rejuvenate-shale-revolution/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

image_pdfimage_print

Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Erst Registrieren dann Kommentieren

Zum Kommentieren müssen Sie eingeloggt sein. Bitte hier auf Registrieren klicken, um ein Login zu erhalten.

Kommentar hinzufügen

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

5 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

Auch bei uns ist ab und zu etwas Vernünftiges zum Fracking zu lesen:

Frackingdebatte als Lackmustest
Bodo Hombach im Handelsblatt

http://tinyurl.com/k72macy

... Außerdem arbeitet die Branche daran, den Chemikalieneinsatz … komplett giftfrei zu machen. Einwände, …„kein Gift in unseren Boden“ mit Totenköpfen auf Plakaten … werden demnächst wegfallen.
Im Berliner Umweltministerium wurde diese Verheißung nicht etwa als Gefahrenabwehr und Glanzleistung der Wissenschaft begrüßt, sondern löste Sorgen aus. Leitende Ministerialbeamte schlugen Alarm. Wenn das Argument möglicher Gifte in Fracking-Flüssigkeit demnächst entfalle, solle man vorsorglich und schnell andere überlegen (der entsprechende Vermerk aus dem Bundesum-weltministerium liegt der Redaktion vor).

2

Ist eine Zeitenwende beim Journalismus in Norddeutschland angebrochen?
N3 Panorama berichtet endlich einmal ganz anders über das Thema 'Fracking'.

Sehr empfehlenswert:
http://tinyurl.com/pr3323b

MfG

3
Mario Hemmerlein

Hierzu passend ein paar wahre Worte von Dieter Nuhr über das Thema Fracking:

4

1# Frau Andrea Andromidas
Liebe frau Andromidas in der suche an ergiebigen Quellen von Erdgas und selbstverständlich auch bei Fracking sind auch Misserfolge einzukalkulieren. Ein der erste Satz der ich in der deutsche Sprache gelernt habe: "jeden Anfang ist schwer".
MfG

5
Andrea Andromidas

Die Effizienz jedes einzigen Bohrloches fällt pro Jahr um 40 bis 60%. Das führt von vornherein dazu, dass ständig neu gebohrt werden muß und daran wird die Erfindung mit den Plastikkügelchen wenig ändern.Hinzu kommt, dass selbst nebeneinander liegende Bohrlöcher große Schwankungen in der Erbiebigkeit aufweisen, in manchen Feldern sind nur 6 bis 20% wirtschaftlich. Das aber wußte man vorher.
Das Hauptproblem besteht darin, dass langfristige Wirtschaftlichkeit zu Gunsten eines kurzen Bösenbooms immer mehr aus dem Blickfeld gerät. 2009 veränderte die amerikanische Börsenaufsicht die Regeln dahingehend, dass Angaben über zukünftig förderbare Reserven ohne jeden Beweis akzeptiert wurden, was dazu führte, dass wilde Vermutungen das Märchen vom Goldrausch nährten.Für die Finanzmärkte ist das gut, weil sie, wie jeder weiß, mit Euphorie besser funktioneren. Was nach Abklingen des Rausches mit der Industrie passiert, ist selbigen Interessen ziemlich egal.
In der amerikanischen Energie-Behörde hat man bereits 2010 vor einem zu erwartenden Ponzi-Scheme gewarnt, aber das hat die Geldhaie wenig beeindruckt und die Politik erst recht nicht.