Die „Stromseelüge“-Physik und Technik des elektrischen Stromes versus Ideologie und Täuschung

Der Stromsee - Bild © 2010-2014 Bischoff & Ditze Energy GmbH

von Burkhard Reimer, Günter Keil und Hans Stirnberg
Bei fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl, Gas und Uran handelt es sich um materielle Güter bzw. Stoffe, die Masse besitzen, direkt gelagert oder gespeichert und als Ware gehandelt werden. Elektrischer Strom hingegen beschreibt die Bewegung von elektrischen Ladungsträgern wie Elektronen in einem Leiter, die praktisch masselos die elektrische Energie übertragen. Die Ladungsträger und damit der elektrische Strom lassen sich direkt nur in ganz geringem Umfang in Kondensatoren speichern.

Eine direkte großtechnische Speicherung von Elektronen und damit von Strom  ist aus physikalischen Gründen nicht möglich. In einem Stromversorgungsnetz ist deshalb nur ein „Online-Betrieb“ möglich,  d.h.  jeder Strom, der an irgendeiner beliebigen Stelle des Netzes entnommen werden soll, muss direkt und im gleichen Augenblick in gleicher Menge durch einen Stromgenerator eingespeist werden. Wenn kein Stromverbraucher eingeschaltet ist, kann das Netz auch keinen Strom aus den Generatoren aufnehmen. Werden alle Generatoren abgeschaltet, steht auch sofort kein Strom  mehr für den Verbrauch zur Verfügung. 

Wegen dieser physikalischen Eigenschaft des elektrischen Stromes spricht man im juristischen Sinne und im Handelsrecht auch bei der Stromversorgung von einer Dienstleistung. Wie beim Frisör muss der Dienstleistende und der Dienstleistungsempfänger, hier der Stromerzeuger und der Stromverbraucher über das Netz, simultan verbunden sein.   

Viele Stromversorger, die Lobbyisten der "Erneuerbaren Energien" aber auch die Politiker aller Parteien verschleiern bewusst oder wegen Unkenntnis diese physikalischen und technischen Gesetzmäßigkeiten der Stromversorgung. So werden Stromverträge angeboten, die einen bestimmten Anteil von Strom aus „Erneuerbaren Energien“ anbieten, der angeblich sogar 100% erreicht.  Mit solchen Aussagen wird der umweltbewusste Kunde getäuscht: Er erhält die versprochene Leistung nicht, weil es physikalisch unmöglich ist, sie beim Kunden vor Ort zu erbringen.

Bei einem Stromliefervertrag wird dem Kunden versprochen, dass sich der gelieferte Strommix mit festen Prozentsätzen aus zugesagten „erneuerbaren“ Stromquellen speist oder gar zu 100% aus Ökostrom besteht. In Wahrheit jedoch kann jeder aus dem deutschen Stromnetz versorgte Verbraucher nur den gleichen  Strommix beziehen,  der täglich in das Stromnetz eingespeist wird. Für das Jahr 2013 erreichten die ins Netz eingespeisten Ökostrom-Anteile: Windkraft 8,4%; Photovoltaik 4,7% ; Biomasse-Verstromung 6,7%  und Wasserkraft 3,2%. Das waren 23% regenerativer und der Rest 77%  konventionellerer Strom. Diesen Strommix hat jeder deutsche Kunde geliefert bekommen, egal welche Strom“sorte“ er von wem bestellt hatte (http://de.wikipedia.org/wiki/Stromerzeugung).

Es gab bereits Widerstand gegen diese Praxis: So hatte schon das Oberlandesgericht München 2001 die Werbekampagne des Stromversorgers E.ON gestoppt, der damit geworben hatte, seinen Ökostromkunden "zu 100% Strom aus Wasserkraft" zu liefern. Dieses Urteil nahm dann der Ökostromlieferant NaturEnergie AG zum Anlass, ein Phantasiegebilde namens "Stromseemodell" zu entwickeln, das die Physik des Stromes ignoriert und den "Stromsee" als Speicherbecken  darstellt, in das alle Lieferanten ihren Strom einspeisen. In der Stromsee-Täuschung wird  der Strom aus den herkömmlichen Kraftwerken als "verschmutztes Wasser" bezeichnet, der Strom des Grünstromanbieters als "sauberer Strom" ausgewiesen. Zwar wird dem Gerichtsurteil nicht direkt widersprochen, aber dennoch wird weiterhin den Kunden vorgegaukelt, dass sie das richtige tun, wenn sie den angeblich 100-prozentigen Ökostrom kaufen.

Dieses absurde Stromseemodell wird  heute von mehreren „100%-Ökostrom“-Anbietern verwendet, z.B. von GREENPEACE ENERGY unter dem Motto "Gemeinsam machen wir den Stromsee sauber"  oder von der NaturEnergie AG. Jetzt wird gar nicht mehr der Versuch gemacht, den "Stromsee" physikalisch oder technisch zu erklären. Es wird der Eindruck erweckt, dass der Strom im imaginären "Stromsee" nicht nur gemischt wird, sondern darin auch gespeichert werden kann.

Das Bild eines Stromsees muss man wegen der physikalischen Unfähigkeit des Stromnetzes, elektrische Energie zu speichern, schlicht als Lüge bezeichnen. Eine sehr geringe und nur Sekunden dauernde „Speicherung“ im Netz wird nur durch die kinetische Energie bewirkt, die in den schweren rotierenden Massen der Turbogeneratoren gespeichert ist, wodurch sehr rasche Spannungsschwankungen „geglättet“ werden können. Ohne die Existenz von Pumpspeicherkraftwerken, wo die elektrische Energie in Form der potentiellen Energie des hochgepumpten Wassers gespeichert  wird, ist großtechnisch überhaupt kein Strom  wirtschaftlich „zwischenzuspeichern“.

Die leitungsgebundene elektrische Energie kann man, wie auch die elektromagnetische Strahlung des Lichts, als „Energie des Augenblicks“ bezeichnen. So wollten einst die Schildbürger das Licht im Augenblick ihres Auftretens  in Eimern einfangen und diese Energie in ihr fensterloses Rathaus schaffen. Das Ergebnis kennt jeder. Das „eingefangene“ Licht war zu dem Zeitpunkt, in dem der Eimer sich im dunklen Rathaus befand, schon längst verschwunden – und zwar in dem Sekundenbruchteil, als es auf die Oberfläche des Behälters traf. Wären die Eimer mit einem Leuchtstoff, der Licht speichern und später wieder abgeben kann, ausgekleidet gewesen, hätten die Schildbürger wenigstens einen sehr kleinen Teil des eingefangenen Lichts im Rathaus freisetzen können.  Aber so ging es halt vollständig schief.

Was man den Bürgern von Schilda zugutehalten muss: Sie kamen nicht auch noch auf die Idee, das angeblich in ihren Eimern noch vorhandene Licht anderen Bürgern als Öko-Licht zu verkaufen. Für Deutschland, das in den vergangenen Jahrhunderten ganz wesentlich das Zeitalter der Aufklärung geprägt hatte, musste erst das  21. Jahrhundert anbrechen, um aus einem amüsanten physikalischen Unfug ein geduldetes Geschäftsmodell zu entwickeln, mit dem tatsächlich Geld verdient wird.

Der getäuschte Kunde muss sich damit abfinden, dass er den gekauften Ökostrom garantiert nicht erhält, und schon gar nicht aus einem Stromsee. Die Ausnahme davon wäre sein Wohnsitz auf einer Insel, die nicht ans nationale Stromnetz angeschlossen ist und auf der ausschließlich Wasser-, Biogas-, Wind- oder Solarstrom verfügbar sind. Er muss sich im Gegenteil  damit abfinden, dass selbst in dem Falle, dass für sein Geld tatsächlich irgendwo Grünstrom gekauft und ins Netz eingespeist wird, diesen andere verbrauchen, die ihn gar nicht bestellt haben. Wenn er Glück hat, erhält er eine homöopathische Dosis von seinem bestellten Ökostrom, muss aber tatsächlich weit überwiegend mit dem Strom aus konventionellen Kraftwerken vorlieb nehmen, den auch alle anderen Stromkunden aus exakt gleicher Herkunft erhalten.

Die Täuschung des Kunden erreicht ihren Höhepunkt,  wenn er für sein Geld  nicht einmal das kleinste  Quäntchen Ökostrom  bekommt. Das macht ein  trickreicher Zertifikate-Schwindel möglich, der ungeniert  praktiziert wird.

Der Trick funktioniert wie folgt: Der Ökostrom-Käufer erhält selbstverständlich den unvermeidlichen Deutschland-typischen Strom-Mix; aber  es werden im Ausland – z.B. in Norwegen – Zertifikate für Wasserkraftstrom gekauft, der zwar dort erzeugt wird, tatsächlich aber Norwegen wegen fehlender Leitungen überhaupt nicht verlässt.  Das Geschäftsmodell „Ökostrom“ sieht das realistischerweise auch überhaupt nicht vor. Es werden nur Zertifikate getauscht – z.B. Wasserkraft-Zertifikate gegen solche für Kohle- und Kernkraftstrom – was zu absurden Ergebnissen führt: 

Die Stromerzeugung Norwegens stützt sich auf dessen große Wasserkraftressourcen, weshalb dieses Land in seiner wahren Energiebilanz 96% „erneuerbare Energie“ aufweist. Durch den Zertifikatetausch gegen Geld ändert sich nun Norwegens Energiebilanz dramatisch – aber nur auf dem Papier: Jetzt hat es nur noch 23% erneuerbare Energie; den Rest haben deutsche Ökostromkunden „gekauft“ – nur physikalisch nie bekommen. In diesem Zertifikate-Rechnungssystem „erzeugt“ Norwegen nun 77% seines Stroms mit Hilfe von Kohle, Gas und Kernenergie, obwohl es dort praktisch keine fossilen Kraftwerke und kein einziges Kernkraftwerk gibt. 

Als Beispiel für dieses Verfahren kann der Anbieter von Ökostrom  LICHTBLICK SE dienen. Für seinen „lupenrein sauberen“ Strommix 2013 für Privatkunden wird u.a. Strom aus 16 namentlich genannten Wasserkraftwerken aus Norwegen angegeben, der 71% des Strommixes ausgemacht haben soll (http://www.lichtblick.de/privatkunden/strom/). In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Fußballverein BVB 09 Wird das Produkt Strom09 angeboten. In der Werbebroschüre heißt es auf S. 3 u.a.: „100 % Ökostrom, 100 % klimafreundlich – Strom09 kommt zuverlässig aus deiner Steckdose und aus erneuerbaren Quellen. Ohne Kohle und Atom – ohne Wenn und Aber“

(http://www.lichtblick.de/microsites/bvb/downloads/Strom09_LichtBlick_BVB_web.pdf).

Dieses Projekt wurde am 4. Mai 2014 auf der jährlichen Preisverleihung der GreenTec Awards in der Kategorie Kommunikation ausgezeichnet:

Die Kunden werden hier in vierfacher Hinsicht getäuscht: 1.) Der angeblich 2013 bis an die Steckdose gelieferte 100% Öko-Strommix war in Wirklichkeit der in Deutschland übliche Strommix (s.o.). Der Strom aus Wasserkraft betrug danach lediglich 3,2% und nicht  71%, wie von Stromhändler behauptet; und er kam selbstverständlich nur aus deutschen Wasserkraftwerken. 2.) Die zwei zwischen Deutschland und Norwegen geplanten milliardenschweren Seekabel zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) sind noch nicht einmal genehmigt. Strom zwischen Deutschland und Norwegen kann deshalb nicht ausgetauscht werden.  

3.) Offensichtlich hat LICHTBLICK Stromzertifikate aus norwegischer Wasserkraft – wie zwei Absätze weiter oben beschriebenen – gegen solche für Strom aus herkömmlichen Dampfkraftwerken unter Zuzahlung getauscht. Die Mehrkosten bezahlt der deutsche Kunde und subventioniert damit die norwegischen Wasserkraftwerke, die allerdings diese Zuwendung nicht benötigen. 4.) Das Unternehmen wirbt damit, dass sein Ökostrom ohne jegliche CO2-Emission erzeugt wird.  In Wahrheit wird mit dem vom Kunden verbrauchten Strommix die Menge an CO2 erzeugt, die sich aus dem Anteil an deutschem fossilem Strom ergibt, nämlich 522 g/kWh. Auch die deutsche CO2-Bilanz verändert sich um kein Gramm, da der an die Kunden gelieferte Strom keinen norwegischen Strom aus Wasserkraft enthält.

Wie diese Rosstäuscherei einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten soll, müsste die Bundesregierung erklären, die dieses Treiben duldet. Man muss wohl davon ausgehen, dass sie diese Methoden billigt, da sie politisch erwünschte ökologische Erwartungen scheinbar erfüllen.

Die Autoren Keil & Reimer sind auch Hauptautoren des Energiepolitischen Manifestes (hier)

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34 Kommentare

  1. Natürlich gibt es den Stromsee. Er ist halt nur drei Millimeter tief.

    Natürlich wackelt die Leistung im 50 Hz Wechselstromnetz mit 100 Hz und ist zwischendurch auch Null. Wir haben aber ein Drehstromnetz, und gemittelt über die drei Phasenleiter ist die Leistung im Prinzip konstant, wenn auch in praxi mit leichten Abweichungen. Wechselstrom mit Nullstelle kommt in Deutschland fast nur auf den letzten Metern im Haushalt vor.

  2. #32: Fred F. Müller
    „…dann wären Sie besser beraten gewesen, sich mal darüber zu informieren, mit wem Sie es zu tun haben.“

    Ich weiß, wer Dr. Niemann ist, das brauchen Sie mir nicht zu erklären. Im Gegensatz zu Ihnen, von dem ich im Internet nur „Journalist mit technischem Hintergrund“ finde (und diverse, gleiche Artikel auf diversen Anti-EEG-Seiten).

    Weder ein Dr. noch ein Prof. vorm Namen garantiert Richtigkeit der Meinung. Was ich zu beanstanden hatte, ist die Aussage, der Rest der Welt unfähig ist, verstehend zu lesen und, da von Dr. Niemann kein Einwand auf die technischen Fakten kam, ist für mich die „juristische Spitzfindigkeit“ ein Scheinargument und hat nichts mit sachlicher Diskussion zu tun.

  3. @ # 31 Holger Burowski

    Herr Burowski,

    ich kann mich nicht erinnern irgendwo gelesen zu haben, dass man erstmal bei Ihnen um die Erlaubnis zur Teilnahme an diesem Forum zu bitten hätte.

    Und wenn Sie zur sachlich völlig richtigen Anmerkung von Hr. Dr. Niemann glauben, Ihnen müsse ob „soviel rotzfrecher Arroganz“ die Hutschnur platzen, dann wären Sie besser beraten gewesen, sich mal darüber zu informieren, mit wem Sie es zu tun haben. Sonst sind sie doch so schnell mit Suchmaschinen bei der Hand, warum diesmal nicht? Nun, für Sie zu Information: „Dr. Lutz Niemann ist Physiker und ausgebildeter Fachmann für Strahlenschutz. Er war bei der Siemens AG in der Elektrotechnik tätig, wo er auch für die Aufgaben des Strahlenschutzbeauftragten zuständig war. Noch während seiner Berufslaufbahn verfasste Herr Dr. Niemann in ehrenamtlicher Tätigkeit Aufsätze zum Themenfeld „Energie – Kernenergie – Radioaktivität – Klima“, um der Desinformation auf diesem so wichtigen Gebiet entgegenzuwirken.“ Unter anderem ist Hr. Niemann Autor bei EIKE, engagiert sich bei „Bürger-für-Technik e.V.“ und ist Mitglied der „Kerntechnischen Gesellschaft e.V.“ sowie des VDI.

    So, und jetzt wissen Sie, warum ich mich ob Ihrer rotzfrechen Arroganz Hr. Niemann gegenüber in diese Diskussion eingeschaltet habe.

    Mfg

  4. #26: Martin Landvoigt
    „Formal haben Sie also recht. Dennoch ist es eher das Kleingedruckte, mit dem Das Bild nicht augehebelt werden kann. Der Stromsee – auch in der Abbildung in diesem Link – hat eine Tiefe. Jeder weiß, dass in einem echten See der Wsserstand schwanken kann. Es gibt hier immer einen Regelbereich, den es beim Strom so nicht gibt.“

    Sie werden noch viele Eigenschaften finden, die ein natürlicher See hat und der „Stromsee“ nicht. Ich bitte also darum, dass ab sofort der Begriff Stromfluss auch nicht mehr verwendet wird, denn jedem assoziiert sich bei Fluss ein Wasserlauf, der selbstätig und nur bergab fließt. Strom fließt aber bekanntlich auch bergauf, sonst hätte ich nämlich keinen.

    ############################################
    „Selbst wenn der Vertragspartner des Kunden einen Liefervertrag mit dem Wasserkraftwerksbetreiber nachweisen kann, so wird dieser im Ernstfall seine Lieferverpflichtung durch Zukauf, ggf. von Kohlestrom, absichern. Man verschleiert darum die nicht einzuhaltende Zusicherung, dass es sich ausschließlich um EE Strom handeln würde.

    Ihr Stromversorger kann ihnen alles mögliche erzählen, wo er seinen Strom herbekommt; was für einen Strom SIE bekommen, bestimmt Kirchhoff und die Erzeuger und nicht ihr Stromversorger. Mein Nachbar hat eine PV-Anlage auf dem Dach, er ist nicht da und die Sonne scheint. Ich bekomme im Moment wahrscheinlich 100% PV-Strom. Da können mein Stromversorger und ich machen, was wir wollen, mein Stromversorger kann im Moment seine Energiemixzusage nicht erfüllen, egal was er mixt! Ist das wirklich so schwer, Kirchhoff zu begreifen???

    #30: Fred F. Müller
    „Hr. Niemann hat völlig Recht. Das Wechselstromnetz enthält 100 Mal in der Sekunde überhaupt keine elektrische Energie, und zwar bei jedem Nulldurchgang der Spannung. Danach wird es wieder für eine Halbwelle versorgt, und zwar ausschließlich gemäß dem Mix der gerade angeschlossenen Erzeuger. “

    Und, was wollen Sie mir damit sagen, dass Sie irgendwann mal gehört haben, dass es beim Wechselstrom Augenblickswert u(t), i(t) und p(t) gibt. Man beachte übrigens die Kleinschreibung, ganz wichtig!
    Wissen Sie Herr Müller, was ich an Ihnen so schätze, Sie platzen in eine Diskussion rein und reden einfach erstmal los, erzählen irgendwas über Augenblickswerte des Wechselstroms und kinetischer Energie. Sie wissen aber worum es in dieser Diskussion geht?
    Ich bin der Meinung eher nicht, denn in #25 habe ich doch eindeutig geschrieben:

    „Eigentlich kann ein Stromanbieter verbindlich nur Folgendes zusagen: Lieferung von elektrischer Energie in Form von sinusförmigem Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hz und einer Spannung von 230 Volt.“

    Sehen Sie das irgendwie anders? Habe ich irgendwo behauptet, der Stromversorger, egal welcher, kann verbindlich irgendwelche Stromarten, bezogen auf die Herstellung, an seine Verbraucher liefern? Wohl kaum!
    Und wenn dann noch ein Herr Lutz Niemann daherkommt und dem Rest der Welt unterstellt, denkunfähig zu sein;

    „ZUr Verbreitung einer falschen Meinung genügt vollkommen das Wort „See“, weiter wird kaum gedacht.“

    und das Ganze mit

    „Wenn weiter unten dann auf den Fallstrick aufmerksam gemacht wird, dient das eher dem Zweck des „juristisch unangreifbar machen“, als der sachlichen Information der Bürger.“

    noch toppt, platzt mir die Hutschur, bei soviel rotzfrecher Arroganz! Für was soll ich mich da entschuldigen? Zeigen Sie mir mal die Stelle im Text von Herrn Niemann.
    Ich leiste mir den Luxus eine eigene Meinung zu haben und bin nicht der Meinung, dafür mit gesnkten Kopf durch die Welt zu gehen. Wenn Ihnen das nicht passt, kann ich Ihnen auch nicht helfen!

  5. @ # 27 Holger Burowski

    Herr Burowski,

    Hr. Niemann hat völlig Recht. Das Wechselstromnetz enthält 100 Mal in der Sekunde überhaupt keine elektrische Energie, und zwar bei jedem Nulldurchgang der Spannung. Danach wird es wieder für eine Halbwelle versorgt, und zwar ausschließlich gemäß dem Mix der gerade angeschlossenen Erzeuger. Nachts bei Flaute also kaum Wind- und gar kein Solarstrom. Bei jedem einzelnen Wechsel der Phase bekommt der Verbraucher dann bis zu 90 % konventionellen Strom, egal was man ihm vorlügt.

    Strom aus Norwegen gibt es bei uns übrigens gar nicht, es liegt (noch) kein Kabel.

    Das Energie-Speichervermögen der rotierenden Massen der Kraftwerke kann man außen vorlassen, das ist nicht elektrische, sondern mechanische Energie, die nur bei Störungen abgerufen wird.

    Der Begriff „See“ ist demnach irreführend, wie Hr. Niemann korrekt angemerkt hat.

    Also, Hr. Burowski, eine Entschuldigung wäre angebracht.

    mfg

  6. Herr Burowski, am meinem Denkenhorizot sehe ich einen grünen See in dem schon viele Leute baden gehen. Es ist nicht mit Wasser gefüllt sondern mit eine Ideologie, die mit ( wie viele andere), einen schwerheilbare Virus verbreitet. Man nennt diesen Virus in gebräuchliche Sprache Dummheit. Von Zeit zur Zeit bricht eine Epidemie, besonders bei Menschen die mangels naturwissenschaftlichen Ausbildung leiden ein, und behaupten, dass bisherige menschliche Errungenschaften erreicht wurden dadurch, dass man diesen See von Dummheitsviren überlistet haben. Bis lang wurde kein wirksames Medikament gegen diesen Virus gefunden. Wie werde es mit solche langwierige Entwicklung selber anzufangen? Sie wissen doch, dass jede Epidemie immer große Schäden angerichtet hat, oder?
    MfG

  7. 21 Herr T. Heinzow,
    ich halte Sie, wie die Mehrzahl hier, für nüchterne Realisten.

    Wer sich das absolute Gegenteil dieser rationalen Verfassung anschauen mag hat hier einen sehr anschaulichen Link, der zeigt, wie unterschiedlich unsere Mitmenschen sind, die uns mit ihren emotionalen Visionen in einem irrationalen Treiben als historische, politische BRD-Realitäten mit Abstand absolut nur noch erschreckend daherkommen.

    http://tinyurl.com/ows7zgd

    Wenn ich mir anschaue, was diese verdrehten Aktivisten so alles angestellt haben, wird mir klar, ich habe sie völlig unterschätzt, und die Bevölkerung für klüger gehalten, als sich den Unfug von politischen Psychopathen brav gefallen zu lassen.

  8. #24: Lutz Niemann
    „ZUr Verbreitung einer falschen Meinung genügt vollkommen das Wort „See“, weiter wird kaum gedacht.“

    Das sieht man mal, wie „weit“ Ihr Denkhorizont geht.

  9. #22: Holger Burowski sagt:

    Natürlich wird das erwähnt, und zwar hier: http://tinyurl.com/kr3uos6 (Link aus Beitrag #20), 3. Absatz.
    ———————-

    Da steht:

    ‚Genau die entnommene Menge Strom muss dem Stromsee zur gleichen Zeit an einer beliebigen Stelle wieder zugeführt werden. Nur dann bleibt der „Wasserspiegel“ konstant und das ganze Stromnetz stabil.‘

    Formal haben Sie also recht. Dennoch ist es eher das Kleingedruckte, mit dem Das Bild nicht augehebelt werden kann. Der Stromsee – auch in der Abbildung in diesem Link – hat eine Tiefe. Jeder weiß, dass in einem echten See der Wsserstand schwanken kann. Es gibt hier immer einen Regelbereich, den es beim Strom so nicht gibt.

    Allerdings sind bilder immer assoziativ, und da hilft dann auch kein Kleingedruckte.

    Aber auch sachlich ist es einfach falsch. Denn sowohl die PV als auch die WKA erzeugen keinen verlässlichen strom. Diese müssten dann über Puffer bereit gestellt werden. Da es aber zuweilen wochenlange Flauten und auch keine sichere PV produktion gibt, müsste der Speicher entsprechend groß dimensioniert sein.

    Wir wissen, dass die Stromspeicher abe nur einen Bruchteil der Mengen speichern kann, der generell benötigt wird. Wen also Speicher audgewiesen werden, dann müssten diese Exklusiv, zumindest priorisiert dem Uservolumen zugewiesen werden. Minutiös müsste nachgewiesen werden, dass der Speicher nicht von anderen Verträgen mit gleichem Geschäftsmodell, oder allgemeiner Graustrom-Regelungen bereits verbraucht wurden. Ansonsten würde der Kunde mit falschen Versprechungen betrogen.

    Der Betrugsverdacht liegt sogar auf der Hand, da ein Missbrauch der viel zu geringen gesamten Speicherkapazitäten einen Mehrfachausweis des Speicherstroms äußerst lukrativ und plausibel macht.

    Ein Verkauf von Wasserkraft an Kunden, ohne dass die Quelle und Verwendung auch belastbar und vollständig nachgewiesen wird, dürfte stets einen Betrugsverdacht begründen.

    Selbst wenn der Vertragspartner des Kunden einen Liefervertrag mit dem Wasserkraftwerksbetreiber nachweisen kann, so wird dieser im Ernstfall seine Lieferverpflichtung durch Zukauf, ggf. von Kohlestrom, absichern. Man verschleiert darum die nicht einzuhaltende Zusicherung, dass es sich ausschließlich um EE Strom handeln würde.

    Weiter: Ein Liefervertrag mit z.B. einem Norwegische Wasserkraftwerk ist für das hier besprochene Geschäftsmodell so lange unzulaääsig, wie der Betreiber gar nicht in den relevanten ‚Stromsee‘ liefern kann.

  10. #20 Burkard Reimer:
    „1.)In dem ersten angeführten Satz fehlen die zwei Worte „im Mittel“. Die Aussage wird dann eindeutiger, wenn der Satz heißt: „In Wahrheit jedoch kann jeder aus dem deutschen Stromnetz versorgte Verbraucher im Mittel nur den gleichen Strommix beziehen,…“

    Im Mittel ist das richtig, nur wird es keinen gegen, der das bekommt.
    Die Frage ist eine ganz andere, was bietet Ihnen den IHR Stromversorger an? Sicherlich irgendeinen Mix, der aber niemals an Ihrer Steckdose ankommt. Eigentlich kann ein Stromanbieter verbindlich nur Folgendes zusagen: Lieferung von elektrischer Energie in Form von sinusförmigem Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hz und einer Spannung von 230 Volt.
    Kennen Sie einen Stromanbieter, der genau nur diese Zusage macht? Jeder Stromanbieter wird Ihnen seine Stromherkunft offerieren, denn dort BEZAHLT er und reicht das, entsprechend Ihres Verbrauches, an Sie weiter. Im grunde lügen alle Stromanbieter, egal, ob sie 100% von einer Stromart anbieten oder einen beliebigen Strommix; an Ihrer Steckdose kann KEIN Stromanbieter irgendeine Herkunft gewährleisten.

    ############################################
    „2.) Zur Erfindung des Stromsees kommt man über diesen Link: http://tinyurl.com/kr3uos6.“

    Und dort steht eindeutig im dritten Absatz:
    „Genau die entnommene Menge Strom muss dem Stromsee zur gleichen Zeit an einer beliebigen Stelle wieder zugeführt werden. Nur dann bleibt der „Wasserspiegel“ konstant und das ganze Stromnetz stabil.“

    Herr Reimer, ich habe nach den Worten Stromsee und Speicher einerseits und nach dem Wort Stromseelüge andererseits gegoogelt, um heraus zu bekommen, wer und wo der „Stromsee“ mit „Speicher“ assoziiert wird, und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
    – Dieser Beitrag bei EIKE wird auf diversen Anti-EEG-Seiten referenziert (in der Regel kopiert).
    – Bei books.google.de wird der Inhalt des Buches „Doitschland, Doitschland über alles: Die Bananenrepublik im Jahre 2014“ (Lasse von Federn) referenziert und dort findet sich auf der Seite 141 eine Referenz zu Stromsse als Speicher und auf der Seite 155 wird Michael Limburg als Quelle angegeben.
    – Freie Welt-Blog, Referenzierung des Beitrages „Warum die Energiewende gescheitert ist“ (Michael Limburg)

    Nach dieser kurzen Recherche komme ich zu dem Ergebnis, dass der Bezug Stromsee = Speicher, nur bei Autoren von EIKE auftritt. Würde mich interessieren, warum das so ist.

    ###############################
    „Das Wort „See“ ist immer mit Wasser, d.h. mit Materie und Masse verbunden, was eben ein Speichern ermöglicht. So wird beim Laien der Eindruck erweckt, Strom aus Wind und Sonne kann auch gespeichert werden, und dann kann man den Stromsee noch sauber machen.“

    Sie scheinen sehr wenig Vertrauen in den technischen Wissenstands des Restes der Welt zu haben. Selbst bei Ihrem Link zu den Münchner Stadtwerken wäre ich nicht Idee gekommen, irgendwelche Speicherfähigkeiten hinein zu interpretieren.

  11. #22
    ZUr Verbreitung einer falschen Meinung genügt vollkommen das Wort „See“, weiter wird kaum gedacht.
    Wenn weiter unten dann auf den Fallstrick aufmerksam gemacht wird, dient das eher dem Zweck des „juristisch unangreifbar machen“, als der sachlichen Information der Bürger.

  12. @#22, Herr Burowski,

    Der Beitrag stammt aus 2001 und einer der Sponsoren ist Siemens. Es kann davon ausgegangen werden dass damals noch ein Rest an technischem Sachverstand vorhanden war und der Opportunismus noch nicht so stark ausgeprägt war wie heute.
    Aber auch dieser Artikel enthält Unsinn:
    „Genau die entnommene Menge Strom muss dem Stromsee zur gleichen Zeit an einer beliebigen Stelle wieder zugeführt werden“.
    Das ist Quatsch denn das geht nicht an einer „beliebigen“ Stelle, denn die Transportkapazität des Netzes gibt das gar nicht her – das Netz müsste dafür stark ausgebaut werden und die damit verbundenen Diskussionen in der Öffentlichkeit sind bekannt.

  13. #18: „Diejenigen, die immer vom „Stromsee“ schwätzen suggerieren dem Unkundigen dadurch, dass das Netz ein Speicher sei; „Man kippt an einer Stelle Strom hinein und entnimmt ihn an anderer Stelle“. Niemals wird dabei erwähnt dass das exakt zeitgleich erfolgen muss!“

    Natürlich wird das erwähnt, und zwar hier: http://tinyurl.com/kr3uos6 (Link aus Beitrag #20), 3. Absatz.

  14. @ #14 H. Meier

    „Deutlicher kann die absolute Inkompetenz es ja wohl kaum noch werden.“

    Das sehen Sie in Bezug auf die Regierung völlig falsch. Das Volk ist dumm (inkompetent), so daß die Regierung es mit solchem Gequatsche zum „freiwilligen“ Verzicht auf Wohlstand bringt.

    Die Kanzlerin weiß sehr genau, was sie tut und warum sie es tut. Allerdings gibt es bei dieser ex-FDJlerin keine Gewähr dafür, daß sie die Wahrheit sagt.

    Vergessen Sie nicht das Wort von Gorch Fock: Wer zum Pastor in die Kirche geht, der geht dem Teufel in die Falle … . Für die zählt nur der Glaube (der zu Schröpfenden) unnd nicht das Wissen.

  15. Zu #11:Holger Burowski:

    1.)In dem ersten angeführten Satz fehlen die zwei Worte „im Mittel“. Die Aussage wird dann eindeutiger, wenn der Satz heißt: „In Wahrheit jedoch kann jeder aus dem deutschen Stromnetz versorgte Verbraucher im Mittel nur den gleichen Strommix beziehen,…“
    2.) Zur Erfindung des Stromsees kommt man über diesen Link: http://tinyurl.com/kr3uos6. Es ist eine Reaktion auf das Gerichtsurteil gegen eine Werbekampagne von E.ON und der erfolgreiche Versuch, den umwelbewussten Stromkunden, der die physikalischen und technischen Einzelheiten nicht durchschauen kann, zu täuschen und ihm den Ökostrom schmackfaft zu machen.
    Das Wort „See“ ist immer mit Wasser, d.h. mit Materie und Masse verbunden, was eben ein Speichern ermöglicht. So wird beim Laien der Eindruck erweckt, Strom aus Wind und Sonne kann auch gespeichert werden, und dann kann man den Stromsee noch sauber machen. Damit wird eine schöne heile und bunte Welt vorgegaukelt, wie an dem Beispiel zu sehen ist: http://tinyurl.com/oaqhkct. Das alles gibt die Darstellung eines die Realität widerspiegelndes Sromnetz nicht her.

    Burkard Reimer

  16. Der See entspricht einen stehenden Gewässer. Das Stromnetz ist jedoch ein Fluss. Und dieser Stromfluss muss immer in Bewegung sein. Dies verlangt die physikalische Gesetzgebung eines funktionierenden Stromversorgungsnetz.
    See = Stillstand und Stillstand ist ganz im Sinne so einiger Öko-Sozialisten.

  17. @#11: Holger Burowski,

    zum „Stromsee“:
    Diejenigen, die immer vom „Stromsee“ schwätzen suggerieren dem Unkundigen dadurch, dass das Netz ein Speicher sei; „Man kippt an einer Stelle Strom hinein und entnimmt ihn an anderer Stelle“. Niemals wird dabei erwähnt dass das exakt zeitgleich erfolgen muss!
    Und somit entsteht beim Unkundigen der Eindruck eines Speichers; durch Weglassen lässt sich eben auch lügen!

  18. @H. Hoffmeister #12
    Im Sinne des Gedankengutes eines Ökosozialisten (Wohlstands- und Marktwirtschaftshasser) tuen die Asbecks und Rodbertus mit ihrer Predigt von einer Erneuerbaren Energiewelt. Erneuerbar steht für diese Ökosozialisten nämlich auch für eine neue Gesellschaftsstruktur ala DDR-Systemvorbild.
    Die Energiewende ist nur das Werkzeug für den Umsturz unserer freiheitlichen Marktgesellschaft hin zu einen staatlichen Diktat-Plansystem.
    Kontrolle über die Marktgesellschaft mit Hilfe von Gesetzen, Ideologien die über die Medien verbreitet werden und Verordnungen die uns zu Energieeinsparen erziehen soll. Eine Mangelgesellschaft (Mangel an Wissen und Bedürfnissen) und damit eine Armutsgesellschaft ist leichter zu kontrollieren und zu steuern als eine eigenständige und selbstbewusste frei Markt-Wirtschafts-Gesellschaft.

  19. Ja der Stromsee visualisiert sehr eingänglich.

    Besser geeignet wäre womöglich ein moderner Schulbuss der eine Passstrasse emporfährt und neben dem Dieselmotor nun noch mit hypermodernem Zusatzantrieb verfügt: Ein nicht steuerbares Segel Marke Steinzeit (ökonachhaltig) auf dem Dach das den Karren mal bergauf mal bergab schiebt, ein tollwütiger, dreibeiniger Pygmäenelefant am Gummiseil an der Front und ein leichenfressender Komposthaufenvergaser der die durch den Elefanten zertrampelten Wanderer verwertet und sporadisch rückstoßflatulativ unterstützen wirkt.

    Die nächste Verbesserung ist schon kommuniziert: Ersatz des Dieselaggregats durch Pedalantrieb: Das schafft Arbeitsplätze an der gesunden Bergluft durch einzuführende Facharbeiter.

    Gut das ein solches Gefährt eine gewisse Zeit mit Dieselmotor und Bremse gesteuert werden kann – wenn das nicht klappt dann steht ja ein normaler Abschleppwagen von der Konkurrenz bereit (die nutzen noch antiquierte Ingenieurstechnik statt seelig machender Sensitivverfahren)- aber wofür überhaupt Schulbus fahren – Laufen ist eh gesünder: Problem erfolgreich gelöst ! So sieht real existierender Grünkommufaschismus heutzutage aus – gut meinende Idioten an der Macht !

    Sind die Aufsichtsräte und Manager der Energieunternehmen derart verquickt das sie die Zukunft der eigenen Unternehmen und Mitarbeiter so sehr am A. vorbeigeht dass es nicht die allerkleinste, ernstzunehmende, öffentlich wahrnehmbare Gegenagitation zum Modell „Ökoenergie“ gibt ?

  20. #11 Holger Burowski

    „… Stellt man als Randbedinung, dass der Wasserspiegel des Sees immer die gleiche Höhe (Spannung) haben soll, müssen die Summe aller Zuflüsse gleich der Summe aller Abflüsse sein…“
    Ich kenne keinen solchen natürlichen See. Wird ein Wehr verwendet, kann der Abfluß so geregelt werden, dass es passt. Wenn aber der Zufluss (bei 100% EEG) stockt, dann lässt sich das über ein Wehr leider nicht regeln 🙂

  21. Was hier bei EIKE schon seit Jahren klar als katastrophale Energie-Politik kritisiert wird, weil unlogische und widersprüchliche politische Desaster durch absolut eitle Narren in Regierungsfunktionen entstehen, lässt sich auch hier wieder feststellen.

    Die FAZ schreibt http://tinyurl.com/pa9fdv3
    und auf die Kritik vom Bundesrechnungshof antwortet diese Bundesregierung:

    „Die Bundesregierung erklärte daraufhin, dass man sich bei der Energiewende noch in einem !!! Lernprozess !!! befinde und deswegen !!! oft nachjustiert !!! werden müsse.“

    Deutlicher kann die absolute Inkompetenz es ja wohl kaum noch werden.
    Eine offensichtlich strunzdumme Schar von Volltrotteln, die sich politisch netzwerkelnd in Szene gebracht hat, wird von einer skrupellosen Lobbybande verleitet, völlig zerstörerischen Unfug an zurichten, um daran Provisionen einfahren zu können.
    Die Lobby sieht das abzugreifende zig Mrd. Volumen, entsprechend dem mittelalterlichen Ablasshandel, für das man sich heutzutage eben politischen Zugang verschafft hat.
    Die Naiven werden permanent mit unsinnigen Visionen getäuscht, weil sie nicht klar und rational denken können und die Bevölkerung wird von den politischen „Halunken die auf der aktuellen Welle surfen“ zum Zahlen von „Öko-Schutz-Geld“ gezwungen.

  22. Die Volksverführung geschieht über ganz einfache Bilder und Modelle. Die sind so einfach, daß niemand weiter nachdenkt. Daher wird die Volksverführung nicht bemerkt. Und so ist das mit dem See, da ist immer Wasser (Strom) drin, darin kann man speichern von Mittag (PV-Strom) bis zum Abend für das Licht. Fachleute der Demagogie sitzen im verborgenen, überlegen die Ideen und streuen diese, so daß sie von anderen aufgegriffen und benutzt werden.

    Ich habe so um 2006 in der E.ON-Zentrale in München eine Broschüre mitgenommen, da war der Stromsee gemalt, so ähnlich wie hier oben. Die Ingenieure sehen schon den Blödsinn, aber die hocken irgendwo bei der Technik und nicht bei Werbung und Kommunikation.

    Also: Die „Stromseelüge“ ist eine Erfindung der Kaputtmacher, gut, daß hier eine Darstellung dagegen zu lesen ist.

  23. #10 Hr. Hofmann,

    stimme Ihrer Analyse zu. Seit Ende der Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind Industrie und Technik/Technologie in Deutschland zu zentralen Hassobjekten in unserem Land geworden. Jedenfalls, wenn sie von profitgierigen und skrupellosen Managern/Firmenbossen dargeboten werden. Komischerweise gilt dies für „grüne“ Industrien und Technologien nicht. Warum nicht ? Sind die Protagonisten – Asbeck, Rodbertus etc. – sofort „Gutmenschen“, wenn sie nur die „richtigen“ Dinge tun ? Hier kommen natürlich Medien und Politik ins Spiel, die ja die Definitionshoheit über „richtig“ und „falsch“ innehaben und letztere trefflich zum Erhalt von Einfluss und Macht nutzen. Fragt sich nur wie lange noch, denn die Natur- und Marktgesetze bahnen sich völlig ideologiefrei ihren Weg. Und dann gibts ein hässliches Erwachen.

    Viele Grüße H. Hoffmeister

  24. “ In Wahrheit jedoch kann jeder aus dem deutschen Stromnetz versorgte Verbraucher nur den gleichen Strommix beziehen, der täglich in das Stromnetz eingespeist wird. Für das Jahr 2013 erreichten die ins Netz eingespeisten Ökostrom-Anteile: Windkraft 8,4%; Photovoltaik 4,7% ; Biomasse-Verstromung 6,7% und Wasserkraft 3,2%.“

    In Wahrheit ist beim Verbraucher nicht mehr nachvollziehbar, welchen Strommix er bekommt; weder absolut, noch im Verhältnis der einzelnen Erzeugungsarten untereinander. Da steht einfach der Herr Kirchhoff dagegen.

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    „Das Bild eines Stromsees muss man wegen der physikalischen Unfähigkeit des Stromnetzes, elektrische Energie zu speichern, schlicht als Lüge bezeichnen. “

    Wenn man den Stromsee als Speicher betrachtet stimmt das. Stellt man als Randbedinung, dass der Wasserspiegel des Sees immer die gleiche Höhe (Spannung) haben soll, müssen die Summe aller Zuflüsse gleich der Summe aller Abflüsse sein – und genau dass ist im Energieversorgungsnetz so – ist der Stromsee nichts weiter als die Energieverteilung. Vielleicht können die Autoren erläutern, wie sie auf die fehlerhafte Interpretation Stromsee = Speicher kommen.

  25. #1: Chris Frey
    Es ist zwar In einem anderen Zusammenhang zitiert, trifft aber ebenso auf diese irre und unlogische sog. „Energiewende“ zu:
    „Die westlichen Medien präsentieren sich in aller Öffentlichkeit in einer Art und Weise, die nur zwei Schlussfolgerungen zulässt: Entweder sitzen dort nur ignorante und inkompetente Trottel oder es handelt sich um Bordelle, die gegen Bezahlung Krieg verkaufen.“
    Gemeint ist hier die Medienkampagne gegen Putin.
    Entnommen aus „Der Westen hat den Respekt vor der Wahrheit verloren“
    (http://tinyurl.com/kfq6m98)

  26. @Chris Frey
    @Peter Jensen

    Das perfide und asoziale EEG macht eine ganze Gesellschaft zu Mittätern.
    Die Profitgier und die damit verbundene Abhängigkeit, die von diesen EEG (Gesetz) ausgeht, ist es, was die Medien schweigen und die Bürger zu Befürwortern und Gläubige der Erneuerbaren Energien machen lässt. Hinzu kommen die demagogischen und immer wiederkehrenden Anti-Kraftwerk (Kohle, Gas, Uran) Artikel sowie eine in der deutschen Medienwelt Anti-Technik Haltung.
    Ich habe jedenfalls noch keine TV-Sendung oder Zeitungsartikel über den Maschinenbau oder Kraftwerksbau in Deutschland gesehen, der sich neutral und nur mit dem Technik-Wissen beschäftigt hätte. Wenn überhaupt, dann wird die Technik in den deutschen Medien immer als etwas „Negatives“ dargestellt. Und die Technik, die wirklich negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und auf die Flora und Fauna hat (Windmühlen, Solarparks, Faulgasbehälter) die wird in rosaroten Blüten beschrieben und als alternativlos angesehen.
    Es ist schon perfide, wie Profitgier (EEG) und Ökosozialistischer Fanatismus für eine neue Gesellschaftsordnung hier Hand in Hand gehen. Dies kann nur in Deutschland mit den jeweiligen Medien, Politiker und Wahlvolk gehen. Für dieses gesellschaftsvernichtende EEG hätte den gesamten etablierten Bundestagsparteien bei der letzten Bundestagswahl die Rote Karte gezeigt bekommen gehört und diese mit Stimmenentzug in die Wüste geschickt.
    Mal schauen, ob der Wahlbürger bei den bevorstehenden Landtagswahlen schlauer geworden ist oder ob dieser immer noch diesen etablierten Landtags-Bundestagsfilz seine Stimme gibt.

  27. Schön das die Störung der Kommentarfunktion behoben werden konnte.

    Ich finde es sehr wichtig ganz einfach und verständlich die physikalische bzw. technische Realität bei der Stromerzeugung und Stromversorgung so plausibel und einfach wie für Grundschüler zu erklären, weil die meisten Mitmenschen nicht über die geringsten technischen Kenntnisse verfügen, um den Energie-Wende-Betrug zu begreifen dem sie ausgeliefert sind.
    Die tägliche mediale Desinformation hat ihre Haupt-Ursache in den Werbekampagnen die eine Einvernahme der Mediennutzer, im Sinne der Werbekunden erzeugt, die wie eine permanente verdummende Hirnwäsche wirkt.
    So wie die Mainstream-Medien rasant Abonenten-Einnahmen verloren haben, werden sie immer anfälliger käufliche Propaganda zu liefen.
    Allein die Idee, elektrischem Strom eine „Öko-Eigenschaft“ als Marketing-Vorteil anzudichten, stellt doch den Versuch dar, Kunden mit einem IQ von 35 Metern Feldweg zu begeistern.

  28. Greenpeace Energie wirbt mit:
    Unser Strommix:
    0 % Kohle, 0 % Atomkraft
    100 % Überzeugung
    Ja, wenn man mit Überzeugung den Rechner, die Lampen und die Waschmaschine betreiben kann, dann ist das Energieproblem gelöst.

  29. Hardcore –Öko- Freaks, die unbedingt Strom aus Windenergie beziehen möchten, sei empfohlen, ihren Wohnsitz auf die schöne Kanaren Insel El Hierro zu verlegen .
    Dort scheint es nun nach 20 Jahren Planungszeit endlich zu funktionieren mit dem Windstrom!

  30. #1 Christ Frey

    Ja, was ist mit den Medien los? Das ist wirklich eine wichtige Frage. Man glaubt das ja gar nicht, nichts wird erklärt, nichts wird untersucht, die Medien sind ein Totalausfall. Hier in Berlin wurde Jahre euphorisch über die Solarfabriken berichtet. Über die üble Entwicklung und die Insolvenzen berichtet niemand.

    Es scheint alles miteinander verwachsen zu sein, es gibt keine Unabhängigkeit. Es ist erstaunlich, aber man muss das wohl so feststellen.

    Vielleicht steckt auch viel Angst dahinter, wenn man an einem Faden zieht, dass dann der ganze Flickenteppich auseinander fällt. In manchen Fällen wurde eine Berichterstattung sicher unterdrückt.

    Was auch immer genau dahinter steckt, man müsste die Unabhängigkeit der Medien wieder herstellen. Aber daran hat ebend keiner der Entscheider ein Interesse.

  31. Also es mag sicherlich ein paar völlig ahnungslose Zeitgenossen geben, die tatsächlich meinen, sie würden 100% Öko-Strom aus der Steckdose bekommen, wenn sie ihn auch bestellt haben.
    Der Mehrheit der Energiewende-Wahnsinnigen geht es aber doch eher darum, den Anteil des nutzlosen Wind- und PV-Stroms am gesamten „Stromsee“ zu erhöhen. Sie wollen ja erreichen, dass immer mehr Leute Öko-Strom bestellen und noch mehr PV-Anlagen und Windparks errichten und damit die konventionellen Kraftwerke nach und nach zu verdrängen. Und das passiert ja leider derzeit. Und soooo falsch ist das Bild vom „Stromsee“ ja nicht, denn es speisen eben viele genau die Menge ein, die benötigt wird. Dieses Bild würde ja mit rein konventionellen Kraftwerken auch funktionieren. Falsch ist eben, wenn Leute meinen, sie würden 100% Öko-Strom bekommen. Die meisten wissen aber schon, dass sie damit nur den Anteil der sog. EE am gesamten Strom erhöhen.
    Deswegen wieder einmal der gutgemeinte Hinweis von mir #wie schon bei den brennenden WKA#: nicht auf den Nebenschauplätzen kämpfen #denn die, die meinen, sie kriegen wirklich „grünen Strom“ aus ihrer Steckdose, sind Nebenkriegskämpfer#, sondern auf die wirklichen Probleme des nutzlosen und teuren Zappelstroms.
    Also nicht das „Gleichnis vom Stromsee“ ist falsch, sondern lediglich die 100%-Lüge. Naja, und die Ahnungslosen, die das glauben, werden es eh nie verstehen.
    Danke für die schnelle Wiederherstellung der Kommentarfunktion. Ich werde wohl wieder einmal spenden.

  32. Der Leistungsfluss (Stromfluss) im Stromnetz folgt dem Ohmschen Gesetz des geringsten Widerstands. Von daher bezieht JEDER Stromkunde seinen Strom aus dem Kraftwerk, von dessen Einspeisepunkt bis zur Steckdose die kleinste Netzimpedanz anliegt. Auch die Kunden von „Lichtblick“, die unweit eines Atom- oder Braunkohlekraftwerks wohnen, werden von da aus mit Strom versorgt, egal was die Bauernfänger von Lichtblick und Co den grünen Schlümpfen so erzählen. Traurig aber wahr, in Deutschland sind diese Zusammenhänge nur wenigen bekannt, die Masse glaubt den Schwachsinn vom „Stromsee“ und von „100 % Ökostrombezug“ , und die Medien unterstützen den Betrug auch noch statt Aufklärung zu betreiben!

  33. Schön, dass die Kommentare wieder gehen! Da versuche ich doch gleich mal mein Glück!

    In dem hervorragenden Artikel wird ganz am Ende angemerkt, dass die Politik dieses Prozedere erklären müsste. Gut und schön, aber was ist denn mit den Medien? Stecken die nicht mit diesen Betrügern alle unter einer Decke? Und wenn ja, warum denn bloß?

    Chris Frey

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