Deutschlands Experiment mit grüner Energie: eine vollkommene Katastrophe

Walter Russell Mead
Einführung von Chris Frey: An sich wissen ausnahmslos alle Fachleute natürlich, dass die sog. Energiewende in Deutschland längst gescheitert ist. Nur dürfen Fachleute in Deutschland, die in irgendeiner Form noch in Staats- oder sonstigen Diensten stehen, das nicht laut sagen, ohne allen möglichen Schikanen ausgesetzt zu sein bis hin zu Rufmord oder dem Verlust ihrer Arbeitsplätze. Und unabhängige Fachleute finden in der menschenverachtenden Ideologie der Main-Stream-Medien kein Gehör.
Vor diesem Hintergrund übersetze ich immer wieder gerne Beiträge von Autoren aus dem Ausland, die die Energiekatastrophe in Deutschland beleuchten. Hier folgt ein derartiger Beitrag aus US-amerikanischer Sicht in deutscher Übersetzung:


Die Höhen und Tiefen der Energieerzeugung mit erneuerbaren Quellen in Deutschland führen zu großen Problemen für das deutsche Stromnetz. Um diese Volatilität auszugleichen, zahlt der selbsternannte grüne Führer der Welt seinen Einrichtungen Rekordsummen, um deren Beiträge in Echtzeit dem Bedarf des Landes anzupassen. Bloomberg berichtet:

Zwanzig Energieunternehmen, darunter die größten Versorger in Deutschland EON SE und RWE AG, bekommen inzwischen Ausgleichszahlungen, um innerhalb von Sekunden Elektrizität hinzuzufügen oder zu kappen, um das Energiesystem stabil zu halten, wobei sich die Summe im September verdoppelt hat. Dies geht aus Daten der vier Netzbetreiber des Landes hervor. Die Daten zeigen, dass Einrichtungen, die sich dem 800 Millionen Euro schweren Ausgleichsmarkt anschließen, bis zu 400 mal den Strom-Einkaufspreis gezahlt bekommen können.

Deutschlands Bestreben, die Energieerzeugung durch Erneuerbare bis zum Jahr 2035 zu verdoppeln, hat einem Betreiber zufolge dazu geführt, dass fünfmal so oft wie vor vier Jahren Störungen ausgeglichen werden mussten, was das Risiko von Stromausfällen in Europas größtem Strommarkt steigen lässt, während die Strom-Einkaufspreise auf ein Neun-Jahres-Tief fallen. Mehr Dienstleister treten dem Ausgleichsmarkt bei, da niedrige Preise die Umsatzrenditen im Mittel auf 5% haben sinken lassen; im Jahre 2004 waren es noch 15%. RWE hat zum ersten Mal in seiner Firmengeschichte seit 1949 einen Jahresverlust einräumen müssen.

Deutschlands Experiment mit grüner Energie war eine Katastrophe. Um die Entwicklung von Wind- und Solarenergie voranzutreiben, musste das Land den Erzeugern über dem Marktniveau liegende Preise garantieren, und die Kosten dieser Garantien – Einspeisetarife genannt – mussten weitergereicht werden an die Verbraucher in Gestalt von grünen Aufschlägen zu ihren Stromrechnungen. Das ist schlecht für Deutschlands Industrie, so dass viele Geschäftsbereiche bereits nach Produktionsstätten zu billigeren Preisen anderswo Ausschau halten (z. B. in das schiefergasreiche Amerika).

Aber noch sind wir nicht fertig mit der Litanei der Fehler im Namen von Berlins Energiewende*. Gleichlaufend mit der Stärkung erneuerbarer Energiequellen will Deutschland auch seine Kernreaktoren aus dem Energiemix entfernen, das heißt, man will eine Null-Kohlenstoff- und zuverlässige Quelle grundlastfähigen Stromes beseitigen, nur aus emotional geschürter Angst vor einer Kernschmelze in der Folge des Fukushima-Unfalls. Um die Kernkraft zu ersetzen, verbrennt Deutschland heute mehr Kohle als je zuvor während der letzten beiden Jahrzehnte, was kaum eine stolze Errungenschaft der so genannten grünen Energierevolution ist.

[*Auch in diesem Beitrag steht das Wort energiewende so kursiv gesetzt im Original]

Und wie uns die heutigen Verhältnisse zeigen, gibt es ein weiteres Hindernis, dass die deutsche grüne Energiepolitik unfähig zu überwinden scheint: Unberechenbarkeit. Solarpaneele und Windturbinen können nur Strom erzeugen, wenn die Sonne scheint und der Wind weht [und das muss er auch noch in der richtigen Stärke. Anm. d. Übers.]. Und ohne kosteneffektive Speichermöglichkeiten in großem Stil bedeutet das, dass man sich nur bei geeigneten Bedingungen auf Erneuerbare verlassen kann. Für die Versorgung mit grundlastfähigem Strom ist Berlin immer noch abhängig von fossilen Treibstoffen. Aber die fortwährenden abwechselnd fallenden und stark steigenden Beiträge der erneuerbaren Energie in das nationale Energienetz in Deutschland verlangt seinen Zoll, und die Versorger werden erheblich belohnt für ihr „Ausbalancieren“ des Energienetzwerkes.

Die Grünen lieben es, effiziente und nachhaltige Lösungen zu befürworten, besonders wenn es um Energie geht. Und doch scheinen sie blind und taub gegenüber der Ironie zu sein, wenn sie Deutschlands Energiewende als eine grüne Erfolgsstory hochhalten, obwohl sie das in Wirklichkeit ganz und gar nicht ist.

Die ganze Geschichte, in der aber lediglich noch zwei Sätze am Ende zusätzlich stehen, findet man hier.

Link: http://www.thegwpf.org/germanys-green-energy-experiment-an-unmitigated-catastrophe/

Übersetzt und mit einer Einführung versehen von Chris Frey EIKE

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23 Kommentar(e)

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1
Johannes Hartung

Die im verlinkten Bloomberg Artikel erwähnte Firma vermarktet die Kapazität aus Notstrom Generatoren in Krankenhäusern.

Es wird also der Bedarf des Krankenhauses durch den eigenen Generator gedeckt und das Krankenhaus quasi vom Netz genommen, um dieses zu entlasten.

Das Ganze wird als Innovation verkauft; früher hätte man gelacht und gesagt, dass das Netz ja nicht einmal in der Lage ist ein Krankenhaus sicher mit Strom zu versorgen.

Ich rechne ja immer wieder nach und denke, dass ich mir früher oder später (wie die Leute in Somalia) ein Notstromagregat auf den Balkon stelle. Sollen die Nachbarn doch den Gestank aushalten: Wolltet Ihr nicht die totale Energiewende?

2
Katrin Meinhardt

#20: Ich bin fast sicher, Prof Dr. Sinn hatte den Faktor Mehrheit in Betracht gezogen. Vor dem hat er sich gefürchtet, aus lauter Angst?

Da Sie ein wenig in Soziologie bewandert sein müssen und freiwillig wollen, und ich das Verhalten von Prof. Dr. Sinn intellektuell als armselig bezeichnen muss, wie kommen Sie da wieder heraus, verehrter Herr T. Heinzow?

Jemand, der Vorlesungen halten kann, Seminare, und die halbe Welt kennt, und es mit dem Euro aufnimmt, das EEG richtig bewertet und so weiter und so fort, soll Angst davor haben, es mit einer Horde wahnsinniger Möchtegern-Wissenschaftler, die nichts von dem beweisen können, was diese der Bevölkerung quasi diktatorisch aufzwingen wollen, aufzunehmen?

Monsignore Heinzow, wenigsten Sie sind kein Angsthase. 🙂

Entweder schnallt Herr Sinn es nicht, und lässt sich von dem Faktor Mehrheit beeindrucken, oder [...]? Oder was, Monsignore? 🙂

Mit sehr ernsten Grüssen

P.S.: Wir stecken in einer sehr niedrigen Zinsphase. Das Gespenst Deflation taucht auf der Bühne auf. Die EZB ist ganz aus dem Häuschen. Die ersten Leutchen in Frankfurt überlegen sich aus dem Fenster zu werfen. Da kommt der hohe interne Zinsfuss der ganzen EEG-Schweinerei, den Mafiosi doch recht? Man nimmt was man kriegen kann?

Kann ein Polizist in Unterhosen auf Streife Eindruck schinden und irgend jemanden beeindrucken? Oder landet er wegen unsittlichem Verhalten im Knast?

3

Der Irrsin geht munter weiter:

http://goo.gl/uh8g2F

Studie zu Erdgas-Ausstieg: Turbo-Energiewende statt Putin-Gas....

4

@ #17 K. Meinhardt

"Wer bin ich, die Meinung dieser Forscher in Frage zu stellen."

Da steht "Meinung". (wenn richtig zitiert)

Ist doch korrekt nur auf dem eigenen Gebiet zu agieren. Wobei es natürlich auch eierlegende Wollmilchsäue gibt.;-)
Gibt ja auch Ökonomen, die z.B. Physik studiert haben ...

5
Katrin Meinhardt

#18:

Zitat:
"Am Erstaunlichsten finde ich aber, dass die derzeitige Implosion des Geschäftes mit Fotovoltaik in den Medien, [...], nirgends erwähnt wird."

Dies hat System, Herr Klaus Metzger, und es ist kein Zufall, sondern folgt einer bestimmten Logik (des Feindes der Freiheit).

6
Klaus Metzger

# 9: Hofmann, M.

Wenn Ihnen der Begriff Markt hier nicht zusagt, dann nennen sie es doch Takka-Tukka Wirtschaft. Die grandiose Umverteilung hin zum Öko-Industriellen Komplex und zu wohlhabenden Dachbesitzern war aber teure Realität für den Großteil der Mitbürger. Am Erstaunlichsten finde ich aber, dass die derzeitige Implosion des Geschäftes mit Fotovoltaik in den Medien, wo sonst jeder Öko-Pups breiten Raum findet, nirgends erwähnt wird.

7
Katrin Meinhardt

#14: Sehr geehrter Herr K. Schoenfeld und verehrter Herr T. Heinzow (#5), es war so.

Auf TV-Aufnahmen war Prof. Dr. Sinn mit folgender Aussage, dem Sinn nach, zu vernehmen, laut und deutlich genug:

Wer bin ich, die Meinung dieser Forscher in Frage zu stellen.

(Leider finde ich die Quelle nicht mehr.)

1. Hier war der (nicht existierende) anthropogene Klima[...]-Blablabla gemeint und die (daran arbeitenden angeblichen) Experten.
2. Prof. Dr. Sinn macht hier schwerste methodische Fehler, die ihn in einem seltsamen Licht erscheinen lassen. Denn, zum Euro-Problem und den Staatsschulden hat er ja gute Arbeit geleistet. Die EEG bewertet er ja auch sicher.
3. Vieles deutet darauf hin, seine Karriere könnte ihm wichtiger sein, als die Wahrheit, und nur um die geht es ja in der seriöse Wissenschaft. Und wenn man diese nicht kennt, dann sollte man sich ihr (nur) vorsichtig nähern wollen.

Das Verhalten von Herrn Sinn ist alles andere als brillant, in diesem Fall. Nix summa cum laude. Njet, njet.

Mit sehr freundlichen Grüssen

8

@ #14 k. Schoenfeld

"Herr Sinn über den Sinn einen Kommentar abgeben, dieses Land flächendeckend mit einer Energieversorgung zu pflastern, die selber herkömmliche Energie benötigt, statt zu sparen, ... ."

Er hat doch deutlich gesagt, daß das Unfug ist. Ich weiß noch wie die Klimamodellierergilde bei seinem Vortrag im MPI-Met in HH etwas bedröppelt aus der Wäsche geschaut hat, als er Ihnen verklickert hatte, daß die hochgelobten - insbesondere von Prof. Graßl - "erneuerbaren Energien" das Gegenteil von dem bewirken, was sie in der Vorstellung der Naturwissenschaftler sollen.

Das einzige was ich ihm ankreide ist die letztendlich distanzlose Übernahme der IPCC-Berichte hinsichtlich der Hypothese vom "gefährlichen" anthropogenen Klimawandel. Siehe "Das grüne Paradoxon".

9

Versuche mal einen Vergleich zu ziehen...

Ein Kraftwerkspark (Kohle, Gas, Uran) ist für unsere IT-Industrie-Soziale Wohlstandsgesellschaft mit unseren Herz-Kreislaufsystem zu vergleichen.
Als Herz ist der Kraftwerkspark zu sehen und der Kreislauf ist das Stromnetz (Versorgungsnetz). So wie das Herz unerlässlich schlagen muss, damit der Kreislauf nicht zusammenbricht und der Mensch den Tod erleidet, so muss der Kraftwerkspark unerlässlich Energie erzeugen, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht.
Als Störfaktoren sind neben Wind und Sonne als "Parasiten" der EEG-Einspeisevorrang und der subventionierte (verseuchte) EEG-Einspeisepreis zu sehen. Diese Störfaktoren sind Krankheiten oder Infektionen gleich zu setzen, die auf unser Herzkreislauf System einen negativen Einfluss haben. Das Herz bzw. der Kraftwerkspark muss jetzt mit diesen Krankheitserregern ständig zurecht kommen. Einmal mit einen hohen und dann mal wieder mit einen niedrigen Blutdruck. Ständig muss unser fossile Kraftwerkspark im System für ruhe und Stabilität sorgen. Genauso wie das Herz ständig schlagen muss und negative Einfluss auf das Kreislaufsystem auszugleichen, ist unser Kraftwerkspark unerlässlich dafür verantwortlich, dass unsere IT-Industrie-Soziale Wohlstandswelt in Deutschland und Weltweit am laufen gehalten wird.
Ohne den Herzschlag stirbt der Mensch und OHNE einen Kraftwerkspark stirbt unsere moderne wertschöpfende und soziale Wohlstandsgesellschaft.

10
K. Schoenfeld

#5 T.Heinzow
Wozu soll sich Sinn näher mit der Klimathese beschäftigen, wenn er auf seinem Gebiet zur Erkenntnis kommt, daß die Empfehlungen des IPCC zur Schadensvermeidung Bullshit sind?

Na ja vielleicht, um als Nichtfachmann auf dem Gebiet darzulegen, dass es nicht sonderlich schwierig, zu erkennen, was hier für ein Unfug angestellt wird. Man braucht doch nun wirklich kein Genie zu sein, um ein paar einfache Fragen zu stellen:
Ist es ökonomisch, Strom bereit zu stellen, der, wenn er an einer Steckdose ankommt, bezahlt wird, und trotzdem noch Mrd. kostet, damit überhaupt etwas an der Steckdose ankommt ?
Wie viel Energie steckt eigentlich in diesen zusätzlichen Mrd., die ja irgendwie erwirtschaftet werden müssen ?
Was hat es mit Energiesparen zu tun, wenn man für das Erwirtschaften dieser Mrd. Energie aus Kohle oder Atomstrom zusätzlich benötigt? Schließlich kann man die Energie eben nicht mit Solarstrom erwirtschaften, sonst bräuchte man ja die Subventionen nicht, siehe oben.
Zu diesem ökonomischen Unsinn kommt dann noch hinzu, dass die Anlagen selber genau das Gegenteil von dem bewirken, was erwünscht ist. Auf einer der NIE Jubelseiten kann man das sogar nachlesen http://tinyurl.com/ohnzz7v

Moderne Solaranlagen haben einen Wirkungsgrad von 10%, (bessere haben 20% sind aber aufwendiger herzustellen.)
Was passiert eigentlich mit den 'restlichen' Prozent ?
Albedo ? Na ja die Teile werden ja extra so gebaut, dass sie die meiste Energie absorbieren. Heißt also, der Löwenanteil wird in Wärme umgewandelt.
Also könnte ja auch als fachfremder, aber leidlich bekannter Experte, Herr Sinn über den Sinn einen Kommentar abgeben, dieses Land flächendeckend mit einer Energieversorgung zu pflastern, die selber herkömmliche Energie benötigt, statt zu sparen, und die dann extra noch die Atmosphäre aufheizt. Wenn das Feld nur den Herren Klima- und Energie - Experten überlassen wird, kommt der ganze Irrsinn nie ans Licht. Die kennen die Tatsachen viel zu gut, damit sie diese verdrehen können.

11
B.Klebelsberg

Deutschlands Experiment mit grüner Energie, eine vollkommene Katastrophe?
Nein, sondern ein Riesenerfolg bei der Abzocke von Bürgern und Industrie!
Stichwort „Marktdesign“ und „Kapazitätsmarkt“:
Was durch das EEG Reförmchen an der einen Seite gespart werden könnte, wird demnächst vervielfacht an die Akteure eines „Kapazitätsmarktes“ verfüttert.
Interessant ist es bei der Vorbereitung dieser Zwangsabgaben die Sprachregelung und damit die Interessenlage der Akteure zu verfolgen:
Die Politik stellt jetzt nach 14 Jahren fest, eine regenerative Stromversorgung sei nicht machbar, deshalb müssten noch auf lange Sicht konventionelle Kraftwerke einspringen etc. Soweit nichts Neues. Die politischen Akteure haben zwar 14 Jahre gebraucht um das zu merken, aber das wundert uns eigentlich nicht wirklich, die können ja auch netto von brutto nicht unterscheiden. Der zeitweise Betrieb der konventionellen Kraftwerke, so behaupten Konzerne und Stadtwerke, könne zum Wohle der Bürger und Industrie nur mit Dauersubventionierung der Energieversorger sichergestellt werden.

Bei RWE ENBW EON Stadtwerke etc, kommen der hohen Verluste wegen die Jobs der dort etablierten politischen Freunde allmählich in Gefahr. Wie hier vermutlich jedem bekannt sind die bösen Energiekonzerne, und die Stadtwerke ohnehin, überwiegend öffentliches Eigentum und werden seit Anbeginn dazu genutzt politische Freunderl mit Sinecuren zu versorgen. Nachdem die nicht schutzwürdigen Fachleute bereits entlassen sind , müsste die Sense jetzt bei den Jobs der Politfeunde ansetzen, was natürlich gar nicht geht. Folgerichtig wird erkannt dass Energiewende zwar ohne Fachleute und Ingenieure aber nicht ohne diese höchst wichtigen Personen des öffentlich politischen Dunstkreises geht. Plötzlich ist Eile angesagt, und alle "Konzerne" Stadtwerke etc. sind sich einig:
Dringendst müsse jetzt ein neues "Marktdesign" und ein "Kapazitätsmarkt" her, die beide nur eine Aufgabe haben, nämlich die Einkommen der Freunderl und deren Institutionen zu sichern.
Immer wieder interessant zu sehen wie das hehre Ziel "Energiewende" systematisch zur Ausraubung der noch arbeitenden Bürger und Unternehmen durch den ständig gieriger werdenden Staatskraken genutzt wird.

Ich sehe schon wie meine kWh auf die 0.5 € zusteuert.

12

Energiewwende wirkt!

"Der Energiekonzern EnBW ist nach hohen Abschreibungen auf seine Kraftwerke im ersten Halbjahr tief in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich sei in den ersten sechs Monaten ein Fehlbetrag von 735 Millionen Euro aufgelaufen, teilte der Versorger am Freitag mit."

Quelle: http://tinyurl.com/lrln7mh

13

zu # 7
“ Auch in BW ist der LAF7 (Wirtschaft+Energie+Technologie) mehrheitlich gegen EEG, ENEV,.. allerdings gibt es U-Boote, die noch an die CO2/Klimakatsstrofe glauben. Ich schreibe mir die Finger wund, um aufzuklären.“

Bitte bedenken Sie, dass es überall im Lande Leute gibt, so auch im Bereich Wissenschaft und Technik z. B. in der Fraunhofer- Gesellschaft, wo man die unsinnige Solar- Gas –Entwicklung betreibt, die bereits schlau genug sind, um zu wissen, dass es nicht klug ist, den Ast, auf dem sie selber sitzen, abzusägen .

14
Katrin Meinhardt

#5: Verehrter Herr T.Heinzow, ich erlaube mir dieses Zitat hervorzuheben:

"Interessanter ist da die Frage wie sich beispielsweise eine Erwärmung auf die Ernten auswirkt."

In der Tat ist die Frage sehr interessant. Ein Grund mehr diese AGW-ler zu hassen.

Theodore W. Schultz, Nobelpreis der Wirtschaftswissenschaften, hat hierzu auch einiges sagen wollen (In Menschen Investieren, 1986). Die Ernten lassen sich auch und vor allem über die Anwendung von Humankapital erheblich steigern. Es ist noch sehr viel Spielraum möglich. Die Welt der modernen (!) Ökonomie hat recht spät die Bereitschaft zu dieser Erkenntnis zeigen wollen. Denn schon der Volksmund sprach vom "Schatz des Wissens", hier ist der Zeitabschnitt vor dem auf einem Auge blinden geschichtlichen Zeitabschnitt der Aufklärung gemeint.

Der Produktionsfaktor Boden ist lange Zeit überbewertet worden.

Zum Beispiel schreibt Schultz auf Seite 8 folgendes:

"[...] Von einigen lokalen Ausnahmen abgesehen, waren die Böden Europas ursprünglich sämtlich qualitativ schlecht. Heute aber sind sie in höchstem Maße ergiebig. Die Böden Finnlands waren ursprünglich weniger ergiebig als die des benachbarten Rußland; heute jedoch ist das finnische Ackerland besser. Das japanische Ackerland war ursprünglich viel schlechter als das in Nordindien; heute ist es weitaus besser. [...]"

Mit sehr freundlichen Grüssen

P.S.: Übrigens, in Ihrem Beitrag haben Sie gegen Regel Nr. 2 verstossen. Ich kann Ihnen nur wünschen, ein Polizist in Unterhosen, auf Streife, würde sich Ihrer annehmen und Ihnen einen saftigen Strafzettel verpassen. :))

Und dass Deutschland und Japan, beispielsweise, so gut aus dem 2. Weltkrieg, obwohl als Besiegte, hinauskamen, hatte mit dem erstklassigen noch vorhandenen Humankapital zu tun. Lange Zeit ein Rätsel innerhalb der naiven modernen Schule. Neoklassik macht wirr.

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@Klaus Metzger #8
Wo nie ein Markt gegeben war, da kann auch kein Markt wegbrechen. Was hier wegbricht ist eine Grün-Sozialistische Energiewende Ideologie einer Ethi-Kanzlerin die mit ihrer Bundesregierungstruppe versucht hat gegen den Energiemarkt via Gesetzgebung (EEG-Zwangssubventionsgestz) anzustänkern. Das dies früher oder Später (Dauersubentionen) in die Hose geht, dass war jeden halbwergvernünftigen Ökonomen klar.
Der ganze EE-Sektor inkl. E-Autos, E-Speichersysteme usw. sind durch das EEG gedeckt. Der Energiemarkt hat schon lange darüber geurteilt und damit wir als Gesellschaft, dass die Stromgewinnung und Verteilung von den sog. Erneurbaren Energiesystemen inkl. Speicher kaufmännischer Schwachsinn ist, weil technisch viel zu aufwendig und ungenügend (für eine moderen IT-Wohlstandsgesellschaft) gegenüber unseren Kraftwerkmixpark Energieerzeugungs- und Verteilungssystem.

16
Klaus Metzger

2013 brach der Markt für Fotovoltaik um mehr als 50 % ein. Dieser Trend hat sich auch 2014 fortgesetzt. Von Januar bis Mai wurden nur noch 820 MW installiert, ein weiteres Minus von 45 %. Auch die Jahresprognose für 2014 wurde von EuPD Research auf 1900 MW zurückgenommen, was in etwa einer weiteren Halbierung des Marktes gegenüber 2013 entspricht.

Das ist eine typische Entwicklung von sogenannten Selbstläufern mit Anschubhilfen im Öko-Markt. Sinkt die Subvention, bricht der Markt weg. In diesem Fall kann man als Stromverbraucher ohne eigenes Dach nur sagen, gut so! Und das Thema Bürgersolarpark hat sich seit dem Prokon-Desaster auch erledigt. Grüne Träume sind Schäume.

17
Lothar Steinbock

Auch in BW ist der LAF7 (Wirtschaft+Energie+Technologie) mehrheitlich gegen EEG, ENEV,.. allerdings gibt es U-Boote, die noch an die CO2/Klimakatsstrofe glauben. Ich schreibe mir die finger wund, um aufzuklären.

18

@H.R. Vogt #4
Falls es Gabriel und seinen Bundestagskumpanen noch nicht aufgefallen sein sollte....Der Treibsand = EEG.
Und welche Weichen er das stellen will, dass ist mir ebenfalls schleierhaft....Wohin geht die Energiereise Hr. Minister Gabriel?

19

@ #4 H.R. Vogt

"... VWL-Professor Hans- Werner Sinn, der wohl trotz allem, noch immer noch hinter den Thesen IPCC steht"

Was erwarten Sie von Herrn Sinn? Daß er den Fehler begeht, sich außerhalb dessen wissenschaftlich zu betätigen, wo er Fachmann ist?

Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.

Wozu soll sich Sinn näher mit der Klimathese beschäftigen, wenn er auf seinem Gebiet zur Erkenntnis kommt, daß die Empfehlungen des IPCC zur Schadensvermeidung Bullshit sind?

Arbeitsteilung ist gefragt. was ist im Fall des Falles billiger: Vermeidung oder Anpassung?

Tol hat Stern widerlegt und seine Ausführungen, daß Anpassung billiger ist als Vermeidung mit untauglicher Technik, kann jedermann nachrechnen. Wozu also als Ökonom noch der Frage nachgehen, ob es die Wasserdampfrückkopplung gibt, das CO2 eine "Erwärmung" verursacht ... ?

Interessanter ist da die Frage wie sich beispielsweise eine Erwärmung auf die Ernten auswirkt.

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Dazu fällt mir ja doch noch etwas ein...

“Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.”[ Sigmar Gabriel]
“Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ [Wilhelm Busch]

“Until you've lost your reputation, you never realize what a burden it was or what freedom really is. [ Margaret Mitchell; Autorin von “ Vom Winde verweht“! ]

Mit 454 Ja-Stimmen gegen 123 Nein-Stimmen hat der Bundestag das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz von Wirtschaftminister Sigmar Gabriel verabschiedet. "Die Energiewende steckte tief im Treibsand", so der SPD-Parteichef. "Wir haben den ersten Schritt getan, um sie wieder in Gang zu bekommen."
"Es ist ein guter Tag heute", lautete der erste Kommentar von Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel am Freitag nach der Abstimmung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG im Bundestag. Mit dem neuen Ökostromgesetz will Gabriel die Energiewende aus der Sackgasse führen. Die Weichen sind neu gestellt.
Ökostrommarkt soll auf 40 bis 45 Prozent anwachsen:
"Wir werden einen verlässlichen Ausbaupfad schaffen", versprach der SPD-Politiker.
Von 1982 bis 1987 studierte Gabriel in Göttingen die Gymnasial-Lehramts-Fächer Germanistik, Soziologie und Politik!...........

Gern würde ich wissen, welchen Stand nun bei der AfD die parteiinternen Diskussionen über diese "bekloppte" deutsche Energiewende erreicht haben.
Wird das Thema weiterhin gemieden, weil die Mehrheit der Deutschen bereit zu verdummt ist, um noch zu verstehen, dass es sich dabei wie es VWL-Professor Hans- Werner Sinn, der wohl trotz allem, noch immer noch hinter den Thesen IPCC steht , so schön zutreffend charakterisierte, um eine "WENDE INS NICHTS" handelt ?
Ist es sogar möglich, dass Sinns Kollege Bernd Lucke ebenfalls etwas im Dunklen steht, wenn es um Naturwissenschaft und Technik geht ?
Hat er vielleicht solche Angst vor Radioaktivität, dass sogar die Entwicklung neuer Kernkraftwerke für ihn so tabu ist wie für gläubige Moslems und Juden der Verzehr von Schweinefleisch?

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Sepp-Michael Drescher

Zum Glück haben wir als Chefin eine fachfrau aus der Physik die das alles kapiert weil sie das ja angeblich studiert hat,also seid nicht verzagt
Mutti wird das wie unsere staatspleite das richten.positiv denken und vor allem dran glauben
Mfg

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@M.L. Kommentar zu #1
Danke für die diese Zwischeninfo. Somit sind die Landesverbände der Bundes AfD einen Schritt voraus. Hoffe die Haltung der Landesverbände setzt sich in Sachen der "Energiepolitik" in der Bundes AfD durch. Und es endet nicht so, wie zwischen der Bundes FDP und der Sachsen FDP in Fragen der richtigen Energie-Markt-Politik.

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Danke Hr. Frey für ihre Übersetzung und ihre Einführungsworte.

Eines muss ich jetzt aber mal los werden....nicht nur die Haupfmedien oder die etablierten Parteien schweigen das Thema Energie/Energiewende/EEG in Deutschland Tod, sondern auch die AfD gibt keinen Mucks von sich...ich habe jedenfalls noch nichts klares und bekenntes zum Thema Energie/Energiewende in den AFD Landtagswahlkämpfen von Brandenburg, Thürigen und Sachsen wahrgenommen. Die einzige Partei die sich im Wahlkampf klar gegen die Energiewende ausspricht, ist die Sachsen FDP.
Das Thema Energie muss endlich verstärkt in den Vordergrund bei der Deutschland-AFD treten. Danke!