Fracking in USA erfolgreicher in Vermeidung von CO2-Emissionen als alle Windturbinen und Solarpaneele weltweit zusammen

Oil and Gas Online
Einführung des Übersetzers: In diesem Artikel geht es nicht um den Zusammenhang zwischen CO2 und Klima, der offenbar als gegeben vorausgesetzt wird. Ich habe ihn auch nur hier übersetzt, weil er m. E. die Verlogenheit aufzeigt, mit der die Gegner sämtlicher Energieerzeugung vorgehen. Dass es ein leitender Vertreter der Energiebranche aus den USA ist, der hier zitiert wird und dem natürlich Fracking aus geschäftlichen Gründen am Herzen liegt, macht seine Argumente aber nicht per se ungültig. – Chris Frey, Übersetzer


Fracking in den USA hat die Kohlenstoff-Emissionen stärker reduziert als alle Windturbinen und Solarpaneele auf dem gesamten Globus zusammen. Dies ist die einschlägige Tatsache, die auf einer Tagung im Council of Europe in Straßburg präsentiert worden ist.

Chris Faulkner, leitender Direktor des in Texas ansässigen Unternehmens Breitling Energy Corporation, erklärte: „Fracking war dort erfolgreich, wo Kyoto und Kohlenstoff-Steuern versagt haben. Wegen des Schiefer-Booms in den USA hat die Verbrennung sauberen Erdgases die viel schmutzigere Kohle um mehr als 10 Prozent ersetzt. Im Jahre 2012 hat der Übergang zu Gas die CO2-Emissionen um etwa 300 Megatonnen (Mt) verringert.

Man vergleiche dies mit der Tatsache, dass alle Windturbinen und Solarpaneele auf der Welt die CO2-Emissionen maximal um 275 Mt reduzieren. Mit anderen Worten, die US-Schiefergas-Revolution hat allein die globalen Emissionen stärker reduziert als die in bester Absicht errichteten Windparks und Solarpaneele in der Welt“.

Die ökonomischen Auswirkungen von Fracking und Schiefergas sind ebenfalls unbestreitbar: Während sich die Erdgaspreise in der EU seit dem Jahr 2000 verdoppelt haben, sind sie in den USA während der letzten paar Jahre um 75 Prozent gefallen. Jährlich belaufen sich Subventionen auf Solar und Wind auf 60 Milliarden Dollar, während in den USA mindestens 100 Milliarden Dollar durch billigere Energie eingespart werden.

Der Economist sagt voraus, dass die Fracking-Revolution bis zum Jahr 2020 dem amerikanischen BIP 2 bis 4 Prozent hinzugefügt haben (380 bis 690 Milliarden Dollar) und mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze schaffen wird, als die Autohersteller heute haben. Das US-BIP liegt heute bei 16 Billionen Dollar; die Autoindustrie beschäftigt etwa 800.000 Menschen.

Chris Faulkner weiter: „Viele Länder in Europa und in der Welt hätten ähnlich große Gelegenheit, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren und die gleichen ökonomischen Vorteile zu erlangen.

Diese Gelegenheiten sollten die Regierungen nicht außer acht lassen, da Kohlenstoff-Reduktionen nicht durch Erneuerbare oder andere derzeitige Energieerzeugungs-Technologien erreicht werden.

Aber Schiefergas ist keine Wunderwaffe, sondern eine Brücken-Technologie, während andere Technologien zur Energieerzeugung entwickelt werden, die die auf Kohlenstoff basierenden Treibstoffe in den kommenden Jahren ersetzen werden.

Gegner von Fracking und der Ausbeutung von Schiefergas führen zahlreiche Risiken an. Dabei wurde an eineinhalb Millionen Stellen in den USA seit 1947 Fracking betrieben, und an 95 Prozent aller Bohrstellen in den USA macht man es heute noch. Es ist eine sehr sichere Methode der Erschließung und Erzeugung. Fracking findet viele tausend Fuß unter den Grundwasser führenden Schichten statt. Es ist für die Fracking-Flüssigkeit praktisch unmöglich, durch die Felsformationen zwischen den Schiefergas-Lagerstätten und dem Grundwasser aufzusteigen.

Und Risiken“, fügt Chris Faulkner hinzu, „gibt es bei jeder Energiequelle. Wenn es jedoch angemessene Vorschriften und Überwachung gibt, können diese Risiken gemanagt und minimiert werden. In vielen US-Staaten gibt es vor Ort effektive Vorschriften und Monitoring“.

Der vollständige Artikel findet sich hier.

Link: http://www.thegwpf.org/u-s-fracking-has-cut-carbon-more-than-the-whole-worlds-wind-and-solar/

Übersetzt und mit einer Einführung versehen von Chris Frey EIKE

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Ein Kommentar

  1. Zu:
    ———–
    Aber Schiefergas ist keine Wunderwaffe, sondern eine Brücken-Technologie, während andere Technologien zur Energieerzeugung entwickelt werden, die die auf Kohlenstoff basierenden Treibstoffe in den kommenden Jahren ersetzen werden.
    ————
    Hier fragt man sich: Brücke Wohin?

    Theoretisch ist die Erzeugung aus billigem Gas auch eine gute Ergänzung für Wetterabhängige Erzeuger, so lange besteimmte Grenzwerte nicht überschritten werden. Dann aber wäre es keine Brücke, sondern dauerhaftes Element in der Versorgungsstrategie.

    Erweitert man das Bild durch EE plus irgend welche noch unbekannten Energiespeicher, könnte man damit das Weltbild einiger Energiewender treffen. Nur sind derartige Speicher bei weitem nicht wirtschaftlich darzustellen.

    Andererseits könnte damit die Kernenergie gemeint sein. Aber dies wird in den USA nur sehr verhalten ausgebaut. China, Russland, Indien, und einige mehr treiben hier die Entwicklung. Die USA sind hier unschlüssig. Sie tun was, aber nicht sehr viel.

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