Antwort auf Rahmstorf-Panik Meldungen zur Ausdehnung des arktischen Eisschildes undVersauerung der Ozeane!

Update 28.6.14 : Hier der Vortrag von Prof. Rahmstorf 

Ausdehnung des arktischen Eisschildes, Versauerung der Ozeane ??

Kommentar zum Vortrag von Meeresforscher Prof. Dr. Rahmstorf (PIK) im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klima des Landtages von Niedersachen am 16.06.2014.

Wie in der sog. Klimaforschung üblich, pflegt auch Prof. Rahmstorf einen selektiven Umgang mit Fakten: wenn sie den Zeitgeist vom menschengemachten Klimawandel widerlegen, werden sie verschwiegen. Diese Art Wissenschaft ist nicht neu – schon immer gab es Wissenschaftler, die der Obrigkeit gedient haben – und dem eigenen Nutzen. Karl Popper erkannte, dass Wissenschaft zur Ideologie wird, wenn sie auf kritisches Hinterfragen verzichtet und statt dessen nur Wiederholungen zulässt. Genug Beispiele sind bekannt und Erkenntnisse dazu auch, beispielsweise von Goethe (18.12.1828): „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten.“  Prof. Rahmstorf hat in seinem Vortrag am 16.06.2014 im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klima des Landtages von Niedersachen diese Pseudo-Wissenschaft auch wieder praktiziert, diesmal an den Beispielen des Arktischen Eisschildes und der Versauerung der Ozeane.

Angebliche Verkleinerung des arktischen Eisschildes

Die Verkleinerung des arktischen Eisschildes bis 2012 wurde von Rahmstorf als Beweis für die fortschreitende CO2-bedingte Erderwärmung angeführt. Dass der Eisschild von August 2012 bis August 2013 dann wieder um 40% gewachsen ist, wurde nicht gewähnt. Das Eis geht und kommt, denn auch in der Arktis gibt es periodische und episodische Schwankungen der Temperaturentwicklung. 

Versauerung der Ozeane

Prof,  Rahmstorf  teilte mit, dass „unser anthropogenes CO2 eine Versauerung der Ozeane bewirkt, die um 30% zugenommen hat, und dass deshalb die Korallenriffe in Gefahr sind .“ 

Die Ozeane wären sauer, könnten sie ob ihrer angedichteten Versauerung fühlen: Nicht, weil sie auch mit pH = 8,1 immer noch gut alkalisch sind, sondern vor allem, weil der Meeresforscher Rahmstorf als Agitator des Klimawandels offensichtlich nichts von der Chemie des CO2 im Ozean weiß, ganz zu schweigen von Korallenriffen, dies aber trotzdem beurteilt.

Tatsache ist, dass die CO2.Gehalte der Atmosphäre während der Erdgeschichte sie viel größer waren als heute, und wenn das so ist, waren sie es auch in den Ozeanen. Tatsache ist ferner, dass der pH-Wert der Ozeane von 8,2 auf 8,1 gefallen ist. Das ist nicht mehr als eine kleine Verringerung der Alkalinität, denn erst ab pH = 7 wird das Meerwasser sauer. Ob die gegenwärtige Änderung von 8,2 nach 8,1 neu und einmalig ist oder auch größer werden kann und wie sie früher war und sich periodisch verändert hat, ist unbekannt, denn Langzeit-Messungen liegen nicht vor.

CO2 und H2O wollen nur ganz wenig miteinander zu tun haben und trennen sich nach ihrer ersten Verbindung zu Kohlensäure sofort wieder. Nur 1% der Kohlensäure reagiert und verbindet sich mit dem im Wasser reichlich vorhandenen Kalzium zu Kalziumkarbonat, also Kalk, und da dies im Wasser nur zu 0,0114 g/l löslich ist, während sich ständig neues bildet, muss es als Kalkschlamm sedimentieren, der dann zu Kalkstein wird. Falls er irgendwann gehoben wird, kann er ganze Gebirge bilden – CO2 sei Dank! Das ist seine rein chemische Seite.

Die Biochemie ist komplizierter und hat viele Seiten *: Eine ist, dass viele Tierarten aus Kalk ihre Skelette bilden und der Laie sich wundert, wenn er beim Wandern am Watzmann Muschelschalen findet. Aber nicht nur Muscheln oder ähnliches. Unsere Kalkalpen, z.B., bildeten sich zum großen Teil aus den Kalkskeletten von Einzellern. CO2 machte es möglich, dass der Kalk ihrer Skelette entstehen konnte.  

Noch mehr: CO2 ist auch Baumeister der Korallenriffe – ihr Wachstum beginnt mit Algen, die in den Korallen leben, und die sowohl zum Leben und Wachsen CO2 benötigen als auch die Weichteile damit versorgen, die dann ihrerseits die Kalkskelette bilden, die das Riff ausmachen. Außer den großen Korallenriffen der heutigen tropischen Meere gibt es unzählige fossile Kalkmassen aus Massenkalk, auch in unseren Mittelgebirgen können wir sie bewandern – im Harz, im Sauerland und in der Eifel. Und alles waren Korallenriffe im Ozean. Ihr CO2-Gehalt war wesentlich höher als heute – und das war gut so, denn es hat jede Menge Kalkstein produziert.

Also: ohne den Baumeister CO2 kein Kalkstein, keine Korallenriffe! Zugegeben, damals waren die CO2-Gehalte größer als heute. Ob der pH-Wert möglicherweise doch etwas niedriger oder größer war als in der geologischen Gegenwart, und ob und wie er sich geändert hat, ist unbekannt.

Und last but not least:  Was bewirken die großen CO2-Mengen, die ständig und zusätzlich aus den Schloten und Vulkanen am Meeresboden austreten. Man kennt weder ihre Mengen noch ihre zeitlichen und örtlichen Änderungen. Eines ist sicher: auch sie sind an der Bildung von Kalk und von Korallenriffen beteiligt.

Eines lässt Rahmstorfs Versauerungs-Theorie allerdings fragen: was hat diese Art von Klima- bzw. Meeresforschung mit Naturwissenschaften zu tun ? 

Update 25.6.14:

Viele Fakten zur Ente von der "Versauerung der Ozeane" finden Sie hier

Friedrich Karl Ewert 

* Auszug aus die kalte Sonne zum Thema (hier):

Die Natur will aber nicht so richtig mitspielen: Viele Pazifikinseln wachsen derzeit, da die Korallen dem Meeresspiegelanstieg einfach mit verstärktem Wahstum entgegentreten (siehe “Kiribati geht unter – oder vielleicht doch nicht?“). Allmählich dämmert den Inselstaaten, dass das blöde Gejammere wohl eher Investoren abschreckt, anstatt Geld in die Kasse zu spülen (siehe “Südseeinseln trotzen dem Meeresspiegelanstieg: UNO weist Klimaschadensersatzansprüche der pazifischen Inselstaaten ab“). Auch die UNO hat jetzt genug von dem Klimaflüchtlings-Theater und wies entsprechende Ansprüche ab (siehe “Südseeinseln trotzen dem Meeresspiegelanstieg: UNO weist Klimaschadensersatzansprüche der pazifischen Inselstaaten ab“). Ob der AOSIS bekannt ist, dass im Pazifik langfristige Zyklen den Meeresspiegel beeinflussen? Siehe “Meeresspiegelentwicklung im tropischen Pazifik folgt natürlichen Zyklen“.