Korrelation der Einspeisung aus Windkraftanlagen macht Grundlastfähigkeit in Deutschland unmöglich

von Dr. – Ing. Detlef Ahlborn
Wenn es in Studien darum geht, Strategien zu einer sicheren Stromversorgung mit sogenannten erneuerbaren Energien zu entwickeln, findet man ausnahmslos nur vage Aussagen. In diesem Aufsatz wird gezeigt, warum eine Strategie zur Erzielung einer sicheren Stromversorgung durch Windkraftanlagen nicht entwickelt werden kann und in einem Land von der Größe Deutschland nicht entwickelbar ist. Jede dieser Strategien wird an physikalischen Gesetzen und fundamentalen Sätzen der mathematischen Statistik scheitern. Nachfolgend soll das auf anschauliche Weise begründet werden.


Beim derzeitigen Ausbau sind alle Wind- und Solarenergieanlagen in Deutschland zusammen nicht grundlastfähig. Eine entsprechende populärwissenschaftliche Untersuchung wurde vom Verfasser im Internet unter www.vernunftkraft.de/statistik/ veröffentlicht. Dort wurde die Aussage getroffen, „dass die gesicherte Leistung aller Windkraftanlagen in Deutschland zusammen mit Null anzusetzen ist.“ Dieser Fall ist inzwischen eingetreten, als die gesamte Windleistung am 13. März 2014 auf 34 MW (das ist ein Promille der installierten Kapazität bzw. Nennleistung von 34.000MW) abgesunken ist. Der praktische Totalausfall der Windkraft ist also in Deutschland inzwischen eingetreten.

An diesem Konsens unter Technikern und Wissenschaftlern ist nicht zu rütteln, schließlich sind die Einspeisekurven aller Windkraftanlagen in Deutschland öffentlich zugänglich.

Es ist daher nicht verwunderlich, wenn es hier nur „vage Aussagen“ in einschlägigen Studien gibt. Um diese Tatsache drückt sich die versammelte Lobby mit ihren nachgeordneten Instituten mit halbkonkreten Allgemeinplätzen herum.

Führt ein Ausbau der Windenergie zur Glättung der Einspeisung?

 In der Bewertung des weiteren Ausbaus auf eine Vergleichmäßigung der Einspeisung gehen die Einschätzungen unter Wissenschaftlern weit auseinander. Dem Sinne nach vertritt etwa das IWES in Kassel die Auffassung, dass ein weiterer Ausbau zur Glättung und damit zur Vergleichmäßigung der Einspeisung führt. So heißt es in der am IWES in Kassel verfertigten „Agora Kurzstudie zur Entwicklung der Windenergie in Deutschland“ z. B.: „Eine großräumige Verteilung der Anlagen führt folglich zu einer Glättung der Einspeisung.“

Wer sich jemals mit mathematischer Statistik befasst hat, sieht „auf den ersten Blick“, dass diese These mathematisch unhaltbar ist. Die Streuung oder Variabilität einer zufälligen Größe wie etwa die geworfene Augenzahl einer Folge von 50 Würfen mit einem Würfel wird in der Mathematik durch die sogenannte Varianz „gemessen“. Wenn man nun dieses Würfel-Experiment mit 2 Würfeln durchführt (und damit den Ausbau der Windkraft in dieses Experiment einbezieht, weil mit mehr Würfeln gewürfelt wird) und die Summe der Augenzahlen bildet und die Streuung dieser Summe betrachten, zeigt sich, dass die Streuung (und die Varianz!) der Summe steigt und nicht sinkt. Diese Aussage ist evident, weil die Zahlen bei einem Würfel zwischen 1 und 6, bei zwei Würfen zwischen 2 und 12 schwanken. Dahinter verbirgt sich der Additionssatz für die Varianz der mathematischen Statistik. Er besagt, dass sich die Varianz einer Summe zufälliger Zahlen als Summe der Varianzen der einzelnen Zufallszahlen ergibt. Mit jedem weiteren Summanden steigt die Varianz und damit die Streuung und letztlich die Variabilität.

Die Schlussfolgerung an dieser Stelle lautet zweifelsfrei:

Ein Ausbau der Windkraft erhöht die Streuung der Einspeisung. Die von IWES- Wissenschaftlern aufgestellte Behauptung zur Glättung steht im klaren Widerspruch zu eindeutigen Sätzen der mathematischen Statistik. Die Behauptung ist schlicht falsch!

Wird die Einspeisung durch den Ausbau der Windkraft verstetigt?

Betrachtet man die Frage der gegenseitigen Ergänzung von Windkraftanlagen zu einer „Verstetigung“ der Einspeisung, muss etwas genauer hingesehen werden. Die tieferen Zusammenhänge aus der mathematischen Statistik sind allerdings „etwas kniffliger“ (neudeutsch: more sophisticated): Das geschilderte Würfel-Experiment wollen wir nun mit 3, 4, 5 und schließlich mit einer sehr großen Zahl an Würfeln durchführen und die Summe der geworfenen Augenzahlen dabei betrachten. Diese Summe wollen wir in Gedanken bilden, weil die Einspeisungen aller einzelnen Windkraftanlagen in unserem Verbundnetz völlig analog in jedem Augenblick addiert werden. Wenn wir dieses Experiment mit 50 Würfeln durchführen sind folgende Aussagen unmittelbar klar: 

  • Als Summe wird sich sehr selten die Zahl 50 oder 300 ergeben, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass 50 Mal die Augenzahl 1 oder 6 fallen wird,
  • Die Zahl 175 wird häufig vorkommen, weil es viele Kombinationen aus Augenzahlen gibt, die zu der Summe von 175 führen.

Abbildung  SEQ Abbildung * ARABIC 1 Summe der Augenzahlen bei 50 Würfeln 

Wertet man die Häufigkeitsverteilung dieser Summe aus, stellt man fest, dass diese Summe ungefähr entsprechend der bekannten Normalverteilung nach Gauß verteilt ist. Diese

Erkenntnis ist die Aussage eines fundamentalen Satzes der mathematischen Statistik, des sogenannten „Zentralen Grenzwertsatzes“. Er besagt folgendes: Bildet man die Summe aus einer großen Anzahl zufälliger Zahlen, dann folgt diese Summe einer Normalverteilung umso genauer, je größer die Anzahl der Summanden ist. Beim beschriebenen Würfelexperiment wird also die Summe der Augenzahlen um den Wert 175 schwanken, der kleinste Wert kann 50, der größte Wert kann 300 sein. Würde man die Summe der Augenzahlen als die aus 50 einzelnen Einspeisungen gebildete Summe der Einspeise-Leistungen auffassen, so kann zunächst die Aussage getroffen werden, dass diese gedachte zufällige „Leistung“ grundlastfähig ist, schließlich fällt sie praktisch nie auf den Wert Null ab und schwankt um einen Mittelwert. Der aus 50 Würfen nacheinander gebildete Verlauf der Summe ist in Abbildung 1 dargestellt. Man  erkennt, dass die Summen-Augenzahl um einen Mittelwert schwankt und praktisch nie auf kleine Werte abfällt.

Abbildung  SEQ Abbildung * ARABIC 2 Tatsächliche Einspeisung der Windkraftanlagen in Deutschland 

Nun bildet das elektrische Netz in Deutschland die Summe der Einspeisungen aus 24000 Windkraftanlagen. Die Anzahl dieser Summanden übersteigt also statistisch die hier verwendete Zahl von 50 Würfeln um Größenordnungen. Aufgrund des vorgenannten Würfel-Experiments ist also zu erwarten, dass die Summe der Einspeisungen auf einen gleichmäßigen Kurvenverlauf führt, der dem in Abbildung 1 zumindest ähneln müsste.

Das ist ohne jeden Zweifel nicht der Fall: Der Verlauf der Einspeisung zeigt das bekannte Schwankungsverhalten mit den extremen Ausschlägen der eingespeisten Leistung. Darüber hinaus folgt die Summeneinspeisung aller Windkraftanlagen Deutschland nicht der Normalverteilung nach Gauß (Abbildung 3). Damit steht der Verlauf der tatsächlichen Einspeiseleistung zunächst sehr augenscheinlich im Widerspruch zu den Aussagen, die der Zentrale Grenzwertsatz der mathematischen Statistik für die eingespeiste Windleistung erwarten ließe

Die Übertragung der Resultate aus dem einfachen Würfelexperiment auf die Summeneinspeisung der Windkraftanlagen ist ganz offensichtlich ungerechtfertigt. 

Worin liegt nun der Fehler?

 Zunächst ist die eingespeiste Leistung eines einzelnen Windrads anders verteilt als die Augenzahl beim Würfeln. Letztere ist gleichmäßig verteilt, d. h. jede Augenzahl ist gleich wahrscheinlich = 1/6, entsprechend einer Wahrscheinlichkeit von 16,67%. Bei einem Windrad sind kleine Leistungen sehr viel wahrscheinlicher als große. Das ist allerdings nicht der Grund für die Abweichung der Kurvenverläufe, schließlich kann man den „Zentralen Grenzwertsatz“ der Statistik auf jede Art von Verteilung verallgemeinern.[1]

Der Unterschied zwischen dem Würfelversuch mit 50 Würfeln und der Addition der Einspeisungen aus 24000 (!) Windrädern besteht darin, dass die geworfene Augenzahl eines jeden Würfels mit der eines anderen Würfels „nichts zu tun hat“. Die geworfenen Augenzahlen aller Würfel sind in statistischem Sinne unabhängig voneinander. Diese Aussage gilt für die Einspeisungen der einzelnen Windräder nicht, weil die Windgeschwindigkeit an den verschiedenen Windradstandorten bei praktisch jeder Wetterlage in großen Flächen ähnlich ist, d. h. die einzelnen Einspeisungen sind nicht statistisch unabhängig voneinander. Wenn der Wind im Norden von Hessen stark weht, ist das praktisch immer auch im Süden von Hessen der Fall. Diese Aussage ist bei der üblichen Größe von Tiefdruckgebieten auch naheliegend und gilt sinngemäß für jedes Bundesland. Diese simple Tatsache bewirkt, dass hohe ebenso wie niedrige Einspeisungen praktisch immer gleichzeitig in großen Flächen auftreten. Man sagt, die Einspeisungen sind untereinander korreliert, d. h. im großflächigen Umfeld einer stichprobenartig gewählten Referenzanlage kann man die Einspeisungen aller Anlagen auf diese eine Referenzanlage zurückführen. Wenn man die eingespeiste Leistung einer Referenzanlage kennt, kann man also die Leistungen aller Anlagen im großflächigen Umfeld aus der Leistung der Referenzanlage mit hoher Wahrscheinlichkeit ermitteln. Diese Tatsache ist der Inhalt der statistischen Korrelation. Für die gesamte Fläche von Deutschland entspricht also jede Referenzanlage im statistischen Sinne gerade einem Würfel aus dem Würfelexperiment, womit die Frage gestellt ist, durch wie viele Referenzanlagen die Einspeisung in Deutschland dargestellt, also verstanden werden kann. Diese Zahl bemisst die Intensität der Korrelation. Ist diese Zahl klein, so ist die Korrelation stark ausgeprägt, ist diese Zahl groß, ist die Korrelation eher schwächer. Das Würfelexperiment hat gezeigt: Je größer diese Zahl, desto besser können die Einspeisungen sich untereinander ausgleichen. Ist diese Zahl jedoch klein, ist ein gegenseitiger Ausgleich der Einspeisungen zwar grundsätzlich möglich, die Leistungen können aber immer wieder auf sehr kleine Werte absinken, weil es bei weniger als 5 unabhängigen Referenzanlagen häufig vorkommt, dass die Einspeisung aller Anlagen auf sehr kleine Werte absinkt. In diesem Fall ist die Summeneinspeisung prinzipiell nicht grundlastfähig. In diesem Zusammenhang haben Windkraftanlagen ein weiteres Problem: Niedrige Leistungen kommen sehr häufig vor, sind also sehr wahrscheinlich, hohe Leistungen sind selten, sind also eher unwahrscheinlich. Diese Tatsache schlägt sich dann in der Häufigkeitsverteilung der Summeneinspeisung nieder, die in Abbildung 3 dargestellt ist.

Abbildung  SEQ Abbildung * ARABIC 4 Häufigkeit der tatsächlichen und der aus 3 Referenzanlagen berechneten Einspeisung

Diese Verteilung ist ohne jeden Zweifel nicht nach Gauß normalverteilt, woraus unmittelbar gefolgert werden kann, dass zu deren Analyse eine kleine Anzahl unabhängiger Referenzanlagen ausreicht.

Es lässt sich nachweisen, dass diese  „kleine Anzahl“ lediglich bei 3 liegt, d. h. die gesamte Summeneinspeisung in Deutschland kann auf nur 3 Referenzanlagen zurückgeführt werden. Dieser Zusammenhang ist in Abbildung 4 dargestellt. Die Einspeisungen aller Anlagen sind also untereinander hochgradig korreliert. Obgleich also diese 3 Referenzanlagen  untereinander nicht korreliert sind, können alle 23997 restlichen Anlagen auf diese 3 Referenzanlagen zurückgeführt werden. Die in der genannten Agora Studie auf Seite 13 veröffentlichte Erkenntnis, „dass Anlagen an verschiedenen Standorten sich ergänzen können“ ist sicher korrekt, gleichwohl folgt daraus nicht, dass sich die unterschiedlichen Einspeisungen zu einer Grundlast ergänzen. Wie man in der Mathematik sagt, ist die Bedingung der statistischen Unabhängigkeit zweier Einspeisungen für die Grundlastfähigkeit zwar notwendig, aber nicht hinreichend.

Es kommt nicht darauf an, ob sich einzelne Anlagen an unterschiedlichen Standorten untereinander ergänzen können (also statistisch unabhängig voneinander sind), sondern wie groß die Zahl der Anlagen ist, die an verschiedenen Standorten statistisch unabhängig voneinander sind. Wenn sich die Summeneinspeisung aller Anlagen in Deutschland aktuell auf nur 3 statistisch unabhängige Referenzanlagen zurückführen lässt, kann vernünftigerweise nicht erwartet werden, dass die Anzahl der Referenzanlagen und damit der statistisch unabhängigen Einspeisungen durch den Zubau an Anlagen wesentlich anwachsen wird.

Ein Ausbau der Windkraft kann aufgrund der erwiesenermaßen ausgeprägten Abhängigkeit der Einspeisungen untereinander nicht zu einer Verstetigung der Leistung führen. Die vom IWES im Auftrag von Agora aufgestellte Behauptung wäre zwar wünschenswert, erweist sich aber als unzutreffend und widerspricht dem Zentralen Grenzwertsatz, einem fundamentalen Satz der mathematischen Statistik, der schon 1922 von dem Mathematiker Lindeberg bewiesen wurde.

Fazit:

  

1.     Aufgrund von fundamentalen Sätzen der mathematischen Statistik ist die summarische Einspeisung aus Windkraftanlagen in der Fläche von Deutschland prinzipiell nicht grundlastfähig. Der Ausbau der Windkraft in unserem Land kann und wird daran nichts Wesentliches ändern.

    • 2.     Die Leistungsspitzen werden durch den Ausbau der Windkraft weiter ansteigen und die bekannten Probleme der Überproduktion von nichtverwertbaren Strom mit Auswüchsen wie den sogenannten Negativpreisen an der Börse weiter verschärfen.

      3.     Es gibt keine großtechnisch verfügbare effiziente Speichertechnologie zur Nutzung der ansteigenden Leistungsspitzen, so dass das Stromnetz ohne Kraftwerke im Hintergrund nicht betrieben werden kann. Hierbei ist es völlig gleichgültig, ob diese mit Gas, Braun- oder Steinkohle betrieben werden. Der Ausstieg aus den Kernkraftwerken erzwingt einen Ausbau der konventionellen Kraftwerke. Die mit der Stromproduktion verbundenen Kohlendioxid-Emissionen werden ansteigen und nicht sinken.


    [1] Für den Fachmann: In der mathematischen Literatur ist diese Aussage als Ljapunov- Bedingung bekannt.

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    14 Kommentare

    1. Nachsatz, dieser „Erwärmungseffekt“ in USA durch die Windmühlen passiert natürlich nicht wegen der Abwärme der Dieselmotoren, das ist den Amerikanern denn doch zu teuer,
      sondern nur bei voller Windleistung
      und er beruht auf der Abbremsung des Windes und der damit verminderten Kühlung der Erde durch den Wind.

      Deutschland könnte allerdings seine Spitzenstellung bei Windkraft noch durch Einsatz kräftiger Dieselmotoren bei Windstille beweisen.
      Und man könnte dann irgend ein potentes Max Planck-Institut beauftragen, herauszufinden,
      ob nun durch den Antrieb der Windmühlen durch Dieselmotoren der Kampf gegen die Klimaerwärmung durch künstliche Windkühlung positiv beeinflusst würde, oder der negative Einfluss durch die Abwärme der Dieselmotoren überwiegen könnte.
      Vielleicht kann man ja diesen Forschungsauftrag vorab in der Zielsetzung durch eine spezielle Ethik-Kommission (ich würde mich gegen angemessenes Honorar freiwillig beteiligen) richtungweisend festlegen, oder die physikalischen Grundlagen „demokratisch“ durch Mehrheitsbeschluss festlegen, was allerdings gefährlich ist,
      wie jede Demokratie.
      Viel besser regiert es sich ohne Demokratie.

      mfG

    2. #12: Wolfgang Rasim richtig,
      man treibt bei Windstille die Windmühlen mit Dieselmotoren an, damit die Subventionen weiter fließen, möglichst kräftige Dieselmotoren.
      Der Strom ist dabei Nebensache.
      Übrigens gibt es eine Arbeit aus den USA,
      dass solche Windmühlenfelder, die Lufttemperatur erhöhen würden (gemessen).

      Das wäre doch auch ein Ansporn, äh,
      den „Klimawandel“, äh,
      noch heftiger mit Windmühlen zu bekämpfen.

      Is doch logisch, oder?

    3. # 11

      Herr Lukert

      eine Diesel- Variante ist doch für die deutsche Energiewende nicht abwegig, wie die nicht angeschlossenen offshore- Windräder beweisen. Dort werden ja die Rotoren mit Diessel- Aggregaten in Bewegung gehalten.
      Dass der Windrad- und PV- Schwindel unser Land in den Ruin treiben kann, da sind wir uns ja einig.
      Nur haben Sie vergessen, Vorschläge für die Nutzwärme der BHKW’s zu unterbreiten. Z. B. könnte dafür neben jeder dieser „Windrad-Diesel- BHKW“- Anlage ein Ferienhaus mit beheiztem Pool stehen. Zu untersuchen wäre, wie man den niederfrequenten und Infraschall des Windrades nutzen könnte, evtl. durch Integration in die Stereoanlage als Verstärkung des Disco- Sounds.

      Admin hat m. E. bisher immer richtig und sinnvoll reagiert, aber wurde im Kommentar Ihre Satire verstanden?

      Ernsthaft muss ich Ihnen bezüglich der Effiziens von BHKW’s widersprechen. Bei denen ist wegen ihrer geringen Größe oft keine ausreichend kontinuierliche Wärmeabnahme, insbesondere im Sommer möglich und sie werden unrentabel, kenne selbst einige Anlagen, die nach kurzer Laufzeit deshalb „geschliffen“ wurden. GuD- HKW’s in größeren Städten oder Betrieben erreichen dagegen Gesamtwirkungsgrade im Bereich von fast 90 %.
      Sollte Ihre Frage zur mobilen Wärme nicht auch ein Geck sein, darüber wurde ernsthaft nachgedacht und Konzepte erarbeitet und auch veröffentlicht, sowohl mit Heißwasser als auch mit Zweistoff- Systemen; Transport per Schiene oder Schiff (Wärme vom KKW Lubmin nach Greifswald?).
      Unumstößlich ist jedoch ein Pipeline- Transport immer effektiver und vor allem sicherer.

      In der Hoffnung, Ihren Wissensdurst gestillt zu haben, verbleibt m. f. G.
      W. R.

    4. Guten Tag!

      In einer anderen Kommentarrunde, es ging seinerzeit um Kernkraft, habe ich einmal den folgenden Vorschlag aufgeworfen, ganz vorsichtig und in Form einer Frage: könnte man nicht unterhalb von jedem Windrad ein leistungsmässig passendes Diesel-BHKW aufstellen, das immer dann einschaltet, wenn der Wind nicht mehr bläst? Damit wären die Windräder sofort und rund um die Uhr grundlastfähig.

      Ich habe merkwürdigerweise keine Antwort dazu aus dem von mir durchaus geschätzten Kommentarpublikum hier auf EIKE bekommen. Mag man hier Blockheizkraftwerke nicht? Hat man eine Präferenz für Kernenergie?

      Meine Frage hat auch den Hintergrund, dass aktuell mehrere Tausend BHKWs still stehen sollen (oft auf Bauernhöfen, die vielfach wegen dem versprochenen, dann aber wieder blockierten Rapsölzuschuss, in den Investitionsruin getrieben wurden – Bauernlegen hat man das früher genannt).

      Den Einwand, dass BHKWs an sich nicht effizient seien, möchte ich aber bitte nicht hören. Wenn eine derartig großflächige Aktion angestossen werden könnte, mag man auch darüber nachdenken, die Forschung und Entwicklung in Richtung mobiler Wärme etwas auszubauen.

      http://tinyurl.com/qjystkn

      Gespannt auf Antwort und mit freundlichen Grüßen, Gerhard Lukert

    5. Dass die Energiewende mit den „tragenden Säulen“ Solar- und Windkraft scheitern muss, wussten alle, die etwas von Elektrizitätswirtschaft verstehen. Nur Politiker wollen es immer noch nicht wissen, obwohl das weit über 100 Milliarden Euro teure Energiewende-Experiment das Scheitern real längst bewiesen hat, das auch ökologisch ein Flop ist.

      Bisher haben die Netzbetreiber das Netz und die Versorgung mit viel technischem und regulatorischem Aufwand stabil halten können. Dahinter verbergen sich hohe Geldsummen, die die Politik über immer neue Umlagen den Stromkunden aufbrummt – jedoch nicht allen. Die, die am lautesten protestieren, werden davon ausgenommen, zu Lasten der anderen Stromkunden.

      Änderungen sind nicht in Sicht. Die gesichtswahrenden Beharrungskräfte der Politiker sind enorm und das Volk wird erst munter werden, wenn der Fernseher schwarz geblieben sein wird. Bis dahin wird sich nichts ändern.

      Aus Interesse habe ich in den letzten Wochen das Geschehen verfolgt und es anhand einiger realer Last- und Einspeiseverläufe ausgewertet. Die Beiträge, zum Teil satirisch, können unter http://www.erwin.loewe.blogspot.de nachgelesen werden und bestätigen Herrn Dr. Ahlborns Analyse:

      Windkraftanlagen sind nicht grundlastfähig.

    6. Die stochastische Analyse am Anfang des Artikels beschreibt die Varianz bei einer Erhöhung von unabhängigen Ereignissen. Der Satz vom IWES „Eine großräumige Verteilung der Anlagen führt folglich zu einer Glättung der Einspeisung.“, besagt aber etwas vollkommen anderes.
      Er besagt nur, dass eine Verteilung, nicht ein Anlagenausbau zur Glättung führt. Vergessen wir einmal den Umstand, dass die Windkraft nicht stochastisch unabhängig an verschieden Standpunkten in Deutschland ist. (Tatsächlich ist dieser Umstand viel geeigneter einer Glättung durch Verteilung zu widersprechen.)
      Nehmen wir wieder das Würfelbeispiel. Sind beide Anlagen am selben Standort, bedeutet das, dass beide Würfel immer dasselbe Ergebnis haben. Die Wahrscheinlichkeit für eine Doppel-Eins (kein Wind) ist also 1/6. Die Wahrscheinlichkeit im verteilten Szenario für eine Doppel-Eins ist aber 1/36.

      Trotzdem ist die Aussage, dass ein Ausbau der Windenergie nicht zu einer Glättung führt, für hiervon unbeeinflusst. Umsomehr ärgert micht so ein voodoo-mathematischer Einstieg.

    7. Der Beitrag beweist wieder einmal, hier nun mit der nicht jedem verständlichen Stochastik, wie unsinnig diese Energiewende, die größte Kapitalvernichtung seit dem 2. Weltkrieg (Zitat R. Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche) ist. Nur, welches Mitglied des Bundestages (MdB) könnte das begreifen? Meines Wissens waren von den 620 Abgeordneten der letzten Legislaturperiode weniger als 30 von Beruf Ingenieur.
      Jedoch Arnold Vaatz, MdB, CDU, ist Diplom- Mathematiker, er könnte das alles verstehen. Er ist aber bereits als fast einzigster dieses Hohen Hauses entschiedener Gegner dieser Wende, neben anderen Infos konnte ich das auf einer Tagung 2013 in Dresden persönlich von ihm hören.

      Irgendwo las ich, diese Wende wäre Schildbürgern peinlich.

      Noch peinlicher sind die geistigen Ergüsse von AGORA.
      Vor mir liegt eine 32- seitige A5- Broschüre mit dem Titel „12 Thesen zur Energiewende“ von 11/2012, Nachdruck 02/2013. erstellt von AGORA Energiewende, Rosenstraße 2, 10178 Berlin.
      Dort steht auf Seite 7: These 1 (Teil 2)

      Der erste Hauptsatz der Energiewende lautet: „Im Mittelpunkt stehen Wind und Solar!“
      (Solar ist also ein Substantiv? Wie schön)

      Weiter unten ist verkündet: Zitat:
      „Windkraft und PV sollten perallel ausgebaut werden, denn sie ergänzen sich gegenseitig: In der Regel weht der Wind dann, wenn die Sonne nicht scheint – und umgekehrt.“ Zitat Ende

      Von weiteren energietechnischen und -wirtschaftlichen Unsinnigkeiten in dieser Broschüre ganz zu schweigen.

      Sie ist unterzeichnet von:
      „Rainer Baake und das Team von Agora Energiewende“
      Herr Baake ist nun Staatssekretär im BMWi !

      Dem „Bürger Normalo“ viel verständlicher sind die Ausführungen von Prof. Sinn vom Dez. 2013 in München in seinem Vortrag an der LMU mit dem Titel: „Energiewende ins Nichts“; dort sagte er mehrmals, dass seine quantitaviven Aussagen mit dem Dreisatz nachgeprüft werden können.
      Noch drastischer die Worte von Minister Gabriel am 17.04. d. J. in Kassel: „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht, … Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.“
      Diese Aüßerungen,möglichst mit Fakten untermauert, sollten immer wieder „unters Volk“ gebracht werden, wie es mir gestern in einem Leserbrief in der Lausitzer Rundschau gelungen ist.
      M. f. G.
      W. R.

    8. An #5 Frau/Herr Blücher,

      das passiert auch manchmal, wenn ich Übersetzungen ins Netz an Admin stelle. Einfache Probe: Wenn Sie einen Kommentar abschicken und diese Meldung kommt, schauen Sie bitte sofort in Ihrem E-Mail-Konto nach. Ist Ihr Kommentar dort angekommen, ist er auch beim EIKE angekommen – d. h. Meldung ignorieren!

      Chris Frey, Übersetzer

    9. (Frage an Administrator: Nach Abschicken eines Kommentars erscheint auf meinem Bildschirm neuerdings folgender Text :
      Internal Server Error

      The server encountered an internal error or misconfiguration and was unable to complete your request.

      Please contact the server administrator, webmaster@eike-klima-energie.eu and inform them of the time the error occurred, and anything you might have done that may have caused the error.

      More information about this error may be available in the server error log.

      ——————————————————————————–

      Apache Server at http://www.eike-klima-energie.eu Port 80 )

    10. Es gibt noch einen Haken:
      Die Standorte mit günstigen Windverhältnissen und sonstigen günstigen Standortverhältnissen an Land sind zuerst durch WKA besetzt worden.
      Bei einem weiteren Ausbau werden schlechtere und auch teurere Standorte genutzt werden müssen. D.h. jede weitere Turbine ist in der Tendenz im Ertrag schlechter und in den Kosten höher als die vorangegangene.

    11. Zum Argument:
      So heißt es in der am IWES in Kassel verfertigten „Agora Kurzstudie zur Entwicklung der Windenergie in Deutschland“ z. B.: „Eine großräumige Verteilung der Anlagen führt folglich zu einer Glättung der Einspeisung.“
      —————-
      Hier ist es eine verklausulierte Ansicht, die einfacher ausgedrückt heißt:

      ‚Irgendwo bläst immer Wind.‘

      Dies wiederum meint, dass das Aufkommen von Wind überhaupt zufallsverteilt ist. Der Artikel argumentiert nur mit der Statistik dagegen.

      Ignoriert wird, dass das Aufkommen von Wind eben nicht rein zufallsverteilt ist, sondern eine Funktion der Wetterlage ist, also dem Zusammenspiel von Hoch- und Tiefdruck-Gebieten. Folglich ist die Windwahrscheinlichkeit und Verteilung klar den jeweiligen Wetterszenarien zuzuordnen. Ein statistischer Ausgleich ist darum auch großräumig nicht zu erwarten, dass sich Wettersysteme über größere Gebiete ausdehnen können. Es gibt z.B. quasi ortsfeste Hochdruck-Zonen über Mitteleuropa.

      Wenn wir also eine Woche Hoch-Flaute hier haben, könnte es derweil in Portugal oder der Griechenland stürmen. Kannn dies zum Ausgleich und Stabilisierung der Netze in Deutschland beitragen?

      Ganz klar: Nein! denn die Internationalen Netze sind nicht für großräumige Fernversorgungen eines Nationalbedarfs Deutschland ausgelegt. Die Durchleitungskapazität von Frankreich dürfte unter 13 GW liegen.

      Außerdem würden bei einer weitgehenden Abhängigkeit von Windstrom zuerst der eigene Bedarf befriedigt werden, bevor man einen übergrenzverkauf zustimmt.

      Stellen wir uns das Szenario vor: In Portugal hätten wir eine Versorgung durch Starkwind von 150 % – bei einem nationalen Bedarf von 10 GW.

      In Deutschland aber wird es knapp – Fehlbedarf 40 GW. Die Reservekapazitäten der Anderen Länder sind bereits bis zum Anschlag genutzt. Es fehlen noch weitere 20 GW.
      Die Preise an den Börsen explodieren.

      Bei vollständiger Marktliberaliät würde der den Strom bekommen, der am meisten zahlt. Lokale Versorger köpnnten das Preisniveau nicht mitgehen. Der Strom würde nach D verkauft. Die Folge: Stromabschaltungen in Portugal. Plünderungen, Tote durch zusammenbrechende Krankenhausversorgung.

      Und die deutschen Strompreise? Extrem seltene Spitzen bei der Beschaffung dürften noch keine revolutionäre Preise folgen. Wiederholen sich die Ereignisse, müssten die erforderlichen Kosten eingepreist werden.

    12. Der Artikel belegt einmal mehr in welchem Paralleluniversum die Deutsche Energiepolitik seit nunmehr 2 Jahrzehnten stattfindet. Ein Blick auf die Isobarenverteilung über Deutschland über’s Jahr hätte genügt um festzustellen, dass, abgesehen von ausgeprägten Sturmwetterlagen, der propagierte „Ausgleichseffekt“ gar nicht eintreten kann! Zudem ist die exponentielle Abhängigkeit der Leistungsabgabe von der Windgeschwindigkeit (3. Potenz!) auch kein Geheimnis gewesen. Die Volatilität der Leistungseinspeisung war also keine Überraschung (höchstens für unsere Ökos, die scheitern ja schon am 3-Satz…), und trotzdem wurden 25.000 Windräder in die Landschaft gesetzt!! Als Kind habe ich amüsiert die Geschichten der Schildbürger gelesen, als Techniker lebe ich jetzt in Energie-Schilda und das Lachen ist mir so langsam vergangen….

    13. Das kann man auch simpler feststellen. Über die Kontinuitätsgleichung. Was in ein Gebiet einströmt, muß auch wieder ausströmen. Wenn nix einströmt, kann auch nichts ausströmen. Das nennt man Windstille. Bei Windmühlen muß nicht Windstille herrschen, denn erst ab einer bestimmten Mindestströmungsgeschwindigkeit beginnen die die kinetische Energie der Strömung in Winzmengen abzuzapfen.

      Also: Warum kompliziert, wenn es einfach geht

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