Der Künstler als Klimamodell-Experte

Charles Battig, M.D.
Es gibt Massen von Veröffentlichungen zum Verfahren der Computermodellierung der globalen Klimadynamik und der prognostischen, daraus abgeleiteten Ergebnisse. Mathematiker, Chaos-Theorie-Experten, Strömungsprofis, Klimatologen, Geologen, Ozeanographen und Analysten von Satellitendaten quälen sich alle damit ab, ein Computermodell zu konstruieren, das alle diese wissenschaftlichen Disziplinen des globalen Energie-Wechselspiels, bekannt unter dem Begriff Klima, exakt nachbildet. Niemand hatte damit bislang Erfolg, auch nicht mit schnelleren und komplexeren Computern. Das tatsächlich beobachtete Klima-Verhalten unseres Planeten macht weiter damit, die besten Bemühungen der besten Computer-Modellierer und ihrer Modelle zu vereiteln.


Wirkliche Klimaleugnung ist das Verleugnen der vom Computer erschaffenen Welt durch Mutter Natur.

Wissenschaft und Kunst sehen die Welt, d. h. die Realität unterschiedlich. Es liegt im Bereich der Bildenden Kunst, dass eine flüchtige Wahrheit der Klimadynamik bereits identifiziert und dokumentiert worden ist. Vor langer Zeit hat ein Künstler das dargestellt, was viele im Bereich Computer-Modellierung des Klimas nicht bemerkt oder abgelehnt haben, es einzuräumen. Und doch wird seine Botschaft oftmals durch den Computer-Modellierer ignoriert, dessen Leidenschaft für sein Programm ihn blind macht gegenüber der von diesem Künstler verkündeten Wahrheit. Begeisterte Klima-Modellierer hängen viel mehr an ihrem Computer-Modell als an der Realität.

Dieses Mahnmal sichtbarer Wahrheit hängt im Los Angeles Museum of Art, ein paar Meilen entfernt von der University of California in Los Angeles (UCLA). Erst vor Kurzem hat eine Gruppe vom UCLA einen Bericht veröffentlicht, in der die Entschärfung des Klimas [climate mitigation] via einer Anzahl Modalitäten erkundet wird. Hätten Mitglieder dieses Berichtes das nahe gelegene County Museum besucht, hätte sich ihr Enthusiasmus für die Ergebnisse des Berichtes vermutlich gemäßigt, die allesamt auf Studien basieren… wobei Studien hier ein Kürzel für Computersimulationen ist.

Ceci n’est pas une pipe“ oder „das ist keine Pfeife“, gemalt von René Magritte im Jahre 1928 zeigt eine perfekte Pfeife eines Rauchers. Man unterdrücke den Drang zu erklären, dass jener Maler den Bezug zur Realität verloren hat. Sein Gemälde ist näher an der Wirklichkeit als einige Klima-Modellierer, zum Beispiel Prof. Chris Folland vom Hadley Centre for Climate Prediction and Research, der eine derartige Leidenschaft für seine vom Computer generierte Welt in die Worte kleidet: „Die Daten spielen keine Rolle. Wir begründen unsere Ratschläge nicht mit den Daten. Wir begründen sie mit Klimamodellen“.

Eine derartige blinde Liebe zu seinem eigenen Erzeugnis ist durch die griechische Mythologie unsterblich gemacht worden, und zwar durch die Sage von Pygmalion. Sich in seine eigene Schöpfung zu verlieben bietet eine Grundlage für interessante philosophische Debatten, wenn es sich um eine Statue handelt; handelt es sich aber um ein Klimamodell, ist es abwegige Wissenschaft. Es ist keine Wissenschaft mehr, sondern eine abstruse Entfernung von der Realität.

Magrittes sichtbare Botschaft lautet, dass eine Kopie oder die Darstellung eines Objektes nicht das Original-Objekt selbst ist. Im Kommentar von David Blakesley und Collin Brooke heißt es dazu:

„Magritte beleuchtet für unsere Betrachtung den Gedanken, dass das Abbild einer Pfeife nicht das Gleiche ist wie die Pfeife selbst (oder die Buchstaben P-f-e-i-f-e). Es ist eine Repräsentation der Pfeife, einmal entfernt von seinem Bezug, nämlich dem Objekt, auf den es sich bezieht. Er zwingt uns auch, unsere eigene Reaktion auf das Gemälde zu überdenken, indem er mit unserem Zwang, das Gemälde eine Pfeife zu nennen, unsere Voreinstellung enthüllt, das Bild mit dem es repräsentierenden Gegenstand zu verwechseln“.

Die Lektion von Magritte für die globalen Klima-Modellierer lautet also folgendermaßen: Das Computermodell ist keine Realität, sondern lediglich der Versuch, die Realität abzubilden. In dem unter der Bezeichnung Klimadynamik bekannten komplexen System sind die Modelle keine Realität auf einem Computerchip. Es sind Szenarien, gleich den drei blinden Männern, die der Fabel nach einen Elefanten beschreiben. Stephen Few hat diese Fabel als Beginn seines Essays über Erkenntnis- und Geschäfts-Intelligenz benutzt. Jeder Modellierer kann ein kleines Stückchen des Klimapuzzles korrekt hinbekommen – oder auch nicht, aber niemand hat das gesamte Bild reduziert auf eine stichhaltige Computer-Repräsentation hinbekommen. Das Klimasystem ist so komplex und chaotisch, dass Computer-Modellierer vereinfachte Konstruktionen erstellen müssen mit offenen Hypothesen (Parametrisierungen). Wie Magrittes Pfeife ist das Endergebnis sogar noch weiter entfernt von der Realität.

Vor Kurzem wurde der National Climate Assessment [etwa: Bericht zum nationalen Zustand des Klimas] veröffentlicht, in dem behauptet wird, dass „Details über die vielfältige Weise, auf die die Klimaänderung bereits jetzt das Leben der Amerikaner beeinflusst und weiter deren Leben zunehmend beeinflussen wird“. Eine institutionalisierte Computer-Vorhersage, die sich als wissenschaftliche Tatsache maskiert, macht daraus noch lange keine Tatsache.

Um die öffentliche Kontrolle nicht nur über uns, sondern auch über das zukünftige globale Klima weiter auszuweiten, hat die EPA einen neuen Slogan: „30 Prozent weniger bis 2030“.

Vielleicht wurden die „30 bis 2030” in einer Gruppendiskussion ausgekocht, weil es so rhythmisch daherkommt, oder vielleicht hat es auch ein Computer projiziert, um die Massen zu erreichen.

Erwartungen realistischer Forschungsergebnisse und Zustände des zukünftigen Klimas aufgrund falscher zugrunde liegender Modelle ist, nun ja, so etwas wie viele fromme Wünsche.

Charles Battig, M.D. , Piedmont Chapter president, VA-Scientists and Engineers for Energy and Environment (VA-SEEE). His website is www.climateis.com

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/06/03/the-artist-as-climate-model-expert/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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