Der „Klimawandel“ verkauft sich in Amerika immer schlechter

John Fund
Da sich die ewig beschworenen Katastrophen immer weniger einstellen, machen die Klima-Alarmisten inzwischen jede Art von Wetter zu einer sich entwickelnden Katastrophe. Aber die Öffentlichkeit nimmt ihnen das nicht mehr ab.
Jeff Zucker, Präsident von CNN, war hinsichtlich seiner Prioritäten in den Nachrichten auf einer Gesellschaft für professionelle Journalisten in New York sehr deutlich.


Er sagte Bill Carter von der New York Times: „Klimawandel ist eine jener Geschichten, die mehr Aufmerksamkeit verdienen. Aber wir haben nicht herausgefunden, wie man die Öffentlichkeit in bedeutender Weise hier einbinden kann. Wenn wir diese Stories behandeln, gibt es auf Seiten der Zuhörerschaft kaum noch Interesse“.

Die Amerikaner vertreten Ansichten hinsichtlich Klimawandel, die auf den ersten Blick für Umweltaktivisten ermutigend sind: In einer Umfrage von PEW im vorigen Jahr glaubten 69 Prozent der Befragten, dass sich die Erde erwärmt. Aber nur 33 Prozent sahen dies als ein „sehr“ ernstes Problem, und auf die PEW-Frage, welches Thema oberste Priorität bei der Regierung haben sollte, landete der Umgang mit der globalen Erwärmung weit abgeschlagen auf dem letzten Platz mit lediglich 28 Prozent. Es gibt eine reale Grundlage für diese Haltung: die globalen Temperaturen sind während der letzten 15 Jahre kaum gestiegen.

Immer mehr Menschen in der Mitte Amerikas – sowohl geographisch als auch kulturell – sind zu der Ansicht gekommen, dass entweder die globale Erwärmung kontrollierbar ist oder dass außerordentliche Bemühungen zur Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung, um diese Erwärmung zu bekämpfen, ihr Geld nicht wert sind. Aber dies „entmutigt die städtische Elite des US-Festlandes nicht“, sagt Myron Ebell vom Competitive Enterprise Institute CEI. Diese Eliten, fügt er hinzu, „sind immer hysterischer bei diesem Thema geworden und machen für alles und jedes von Dürren über Buschfeuer zu Hurrikanen den Klimawandel verantwortlich“. Die klaren Beweise, dass es hinsichtlich dieser Phänomene Zyklen gibt, und dass beispielsweise eine schwere Dürre in Kalifornien mit einer der ruhigsten Hurrikan-Saisons seit Jahrzehnten in Florida einhergeht, spielen dabei keine Rolle.

Selbst wenn also die Sorgen hinsichtlich des Klimawandel immer mehr abnehmen, fahren die Medien fort, den Alarmisten Raum und Zeit einzuräumen. Jedermann von Al Gore bis Joe Biden wirbt aufdringlich mit der „Tatsache“, dass 97 Prozent aller Wissenschaftler Teil eines Konsens‘ hinsichtlich der ernsten Natur des Klimawandel seien.

Aber hinter dieser Zahl verstecken sich einige wichtige Fakten. Jeder, der von Klimawandels-Orthodoxie abweicht, wird schonungslos bedrängt.

Nehmen wir den Fall Lennart Bengtsson, einen führenden schwedischen Meteorologen, der an der Reading University in UK gelehrt hat. Im April hat er bekannt gegeben, der skeptischen Global Warming Policy Foundation GWPF beizutreten, weil er es als sehr wichtig ansah zu analysieren, „warum die Erwärmung der Erde viel schwächer ausgefallen war als sie den Klimamodellen zufolge hätte sein müssen“.

Seine Beteiligung dauerte nicht lange. Drei Wochen später trat er zurück und schrieb:

„Während der letzten Tage übte man einen so starken Gruppendruck aus der ganzen Welt auf mich aus, dass er für mich unerträglich wurde. Falls das so weitergeht, wird es mir nicht möglich sein, meine normale Arbeit fortzusetzen. Außerdem mache ich mir sogar Sorgen um meine Gesundheit und meine Sicherheit … Kollegen entziehen mir ihre Unterstützung, andere Kollegen treten als Mitautoren meiner Artikel zurück, und so weiter. Ich sehe kein Ende und weiß nicht, was dabei herauskommt. Es ist eine Lage, die an die Zeit von McCarthy erinnert“.

Das physikalische Institut, das es abgelehnt hat, eine Studie von Prof. Bengtsson zu veröffentlichen, bestand darauf, dass diese Entscheidung ausschließlich auf der Grundlage getroffen worden ist, dass die Studie nicht den hohen gesetzten Standards genügt hatte. David Gee, ein emeritierter Professor an der Uppsala University in Schweden sagte, der Druck, den man auf seinen Freund ausübe, „bestätigt einfach die schlimmsten Auswüchse politisierter Wissenschaft“.

Es ist eine Ironie, dass sich die Hexenjagd auf Klimaskeptiker intensiviert, das Interesse der Öffentlichkeit am Klimawandel aber stetig weiter abnimmt. Die Forscher William Anderegg (Princeton University) und Gregory Goldsmith (Oxford University) analysierten Google-Trends nach Suchbegriffen wie „globale Erwärmung“ und „ Klimawandel“ und kamen zu dem Ergebnis, dass „alles in allem das öffentliche Interesse an dem Thema seit 2007 kontinuierlich abgenommen hat“.

„Die Alarmisten der globalen Erwärmung haben das Interesse der Öffentlichkeit abnehmen lassen, und zwar durch den Hype um ihre Behauptungen“, sagte mir Ebell. „Da sich jetzt herausgestellt hat, dass die für unsere Zeit vorhergesagten Katastrophen nie eingetreten sind, haben die Alarmisten angefangen zu sagen, dass jede Art von Klimawandel ein sich entfaltendes Desaster ist“. Das Problem dabei ist, dass die Leute immer mehr verstehen, dass das Wetter schon immer variabel war und seine Extreme hatte. Die Botschaft der Umweltaktivisten verkauft sich also nicht mehr.

Aber dies wird die Jeff Zuckers der Welt nicht stoppen. Die Main Stream-Medien [unübersetzbares Wortspiel: Im Original steht ‚lame-stream media‘] werden fortfahren mit dem Hype um den Klimawandel ohne wesentliche Nuancierung bei der Berichterstattung. Aber mit der Zeit wird der kumulative Effekt des Medienhypes die Leichtgläubigkeit der Öffentlichkeit immer weiter verschwinden lassen. Wenn die Medien weiterhin blind einem Fall folgen, der den Flair eines weltlichen Kreuzzuges hat, bleibt Wahrheit als erstes auf der Strecke; Bewertungen sind das zweite Opfer. Man betrachte einfach die Zahlen von CNN: Die Zuschauerzahlen fallen teilweise, weil es mit laufenden Stories weitermacht – wie jener des Klimawandel – die die Zuschauer einfach nicht mehr abnehmen.

 John Fund is national-affairs columnist for National Review Online.

Link: http://www.thegwpf.org/john-fund-the-hard-sell-on-climate-change/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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7 Kommentar(e)

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1
Katrin Meinhardt

Der Mitbegründer von CNN, Ted Turner, soll es faustdick hinter den Ohren haben. Der ist so intelligent, der will gar ein 11. Gebot erschaffen haben. Sein Inhalt hat, bzw. muss etwas mit der Natur zu tun haben. Habe ich einmal gelesen, leider bräuchte ich einige Zeit, um die Fußnote wiederzufinden. Er hat auch eine eigene Seite im Netz der Netze. Was will ich damit sagen? Er ist ein Feind der Menschheit und grosser Freund der erbarmungslosen Natur. Kühn ist der Mann.

Mit der Weisheit ist er jedoch auf Kriegsfuss. Nicht nur.

2
Katrin Meinhardt

#5: Juergen Uhlemann

Verehrter Herr Jürgen Uhlemann,

Sie dürfen getrost davon ausgehen, die Zahlen werden gefälscht sein, in Teilen oder [...]. Ich erinnere an den Fall ADAC. Hat jetzt nix mit Klima zu tun, aber [...]. Der praktische Nutzen dürfte gleich Null sein. Bzw., es ist klüger davon auszugehen. Ban Ki-Moon und Co. sind keine aufrichtigen Menschen. Er sieht halt kein Platz auf dieser wunderschönen und bösen Welt für so viele Menschen. Auch befürchten die vielleicht die Kontrolle zu verlieren? Sicher ist, Ban Ki-Moon macht sehr schwere moralische Fehler, auch Denkfehler. Die Weltregierung schafft sich eine Traumwelt. Kopf dieser obszönen Regierung sind nachweislich die freundlich grinsenden Gläubigen der Kirche der Freimaurer. Die Caritas und so, sind auch längst unter deren Kontrolle, sagen böse Zungen.

Mit (sehr) freundlichen Grüssen

3
Juergen Uhlemann

Die Umfrage der United Nation auf http://vote.myworld2015.org/ haben über 2 Millionen Menschen gemacht und das Ergebnis auf http://data.myworld2015.org/ zeigt das "Action taken on climate change" ist auf den letzten Platz.
Je höher der Human Development Index (HDI) ist, desto höher ist der Rang.
Bedeuted dies das die Menschen die einen besseren Lebensstil haben, sind auch die mit der größeren "Angst"?

Trotzdem oder grerade deswegen fordert der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum (entschlossenen) Handeln gegen den Klimawandel. http://tinyurl.com/o2j9pzh
"Ich brauche alle von Ihnen, um die Skeptiker und eingefahrene Meinungen zu verdrängen", so der Generalsekretär zu den Teilnehmern.

Das Captcha "sinatra" bedeuted wohl "My way" 😉

4
K. Allmendinger

Ich wohne seit ueber 30 Jahren in Kalifornien. Duerren wie die momentane sind hier nicht ungewoehnlich.
Ungewoehnlich ist nur der Tamtam der darum gemacht wird. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre war's genauso trocken.
Die alten Leute hier sagen einfach, solange es keine El Nino's gibt, gibts auch keinen Regen. Und die kommen halt mit zyklischer Haeufigkeit.

5
Reinhard Lange

Die Eisbedeckung des nördlichsten der Großen Seen ist so umfangreich wie seit 1996 nicht mehr und im Augenblick 20 Mal größer als im vergangenen Jahr. Anfang März hatten die Großen Seen insgesamt die zweithöchste Eisbedeckung der vergangenen 40 Jahre. Da ist es klar, dass es den Amerikanern schwer fällt, an global warming zu glauben.
http://goo.gl/ZCj3VR

6

[unübersetzbares Wortspiel: Im Original steht ‚lame-stream media‘]

Wie wäre es mit GEZ & GmbH & Co KG Medien?

7

Klima ist Statistik des Wetters, und Statistik ist für 99% eine zu schwere Kost. Kaum jemand ist in der Lage, Aussagen zum Klima richtig einzuordnen. Anders ist es beim Wetter, dies kann jeder erleben. Insofern ist es verständlich, dass der Glaube an die globale Erwärmung vom Wetter abhängt. Einige Beispiele:

- In den 30er Jahren war es in den USA sehr warm. Danach wurde es kälter. In den 80er Jahren wurde es wieder wärmer, aber kaum wärmer als in den 30ern, mit ähnlichen Hitzewellen und Dürren. Da sich aber an die 30er niemand erinnern konnte, glaubten viele. Daraufhin wurde das IPCC gegründet.

- Nach der vom Spiegelmagazin in Deutschland ausgerufenen Klimakatastrophe, wurde es zufällig in Deutschland erheblich wärmer. Die Temperaturen seit 1988 liegen im Mittel ein ganzes Grad über den Temperaturen bis 1987. Einen Trend davor oder danach gibt es nicht. Die Menschen erinner sich, dass es früher kälter war. Insbesondere 1985-87 gab es sehr kalte Winter mit viel Schnee. In den 90ern gab es kaum Schnee. Mit einer langsamen kontinuierlichen Klimaveränderung ist dieses Phänomen natürlich nicht erklärbar. Die Leute glauben es dennoch, da die Wärme spürbar und die Erinnerung an die Kälte noch vorhanden ist. Auf dieser Basis konnte sich die Klimareligion perfekt ausbreiten.

- Mitte 2006 bis Mittel 2007 gab es spektakulär hohe Temperaturen in Europa. In Deutschland war der Juli 2006 mit 22 Grad der mit Abstand wärmste Monat aller (gemessenen) Zeiten. Es folgte der wärmste Herbst aller Zeiten, der wärmste Winter aller Zeiten und der wämste Frühling aller Zeiten. Klar, dass diese Rekordwelle ein Beweis für die globale Erwärmung war (wenn man keine Ahnung von Wissenschaft hat). So dachte wohl auch das Friedensnobelpreiskomittee in Oslo und handelte umgehend.

- Seit Mitte 2007 haben sich die Temperaturen in Europa wieder auf das Niveau der 90er Jahre eingependelt. Es gab wieder kalte Winter mit Schnee und Regen im Sommer. Der Glaube an die globale Erwärmung hat promt abgenommen.

- In den USA gab es 2013/14 einen extrem harten Winter. Über die Deutschen macht man sich lustig, denn laut Latif und Co. sollte es ja Kälte und Schnee nicht mehr geben.

So ist es halt. Wetter versteht jeder, Statistik (und damit Klima) fast niemand. Um der Klimareligion zuzusetzen benötigen wir daher am besten eine Eiszeit. Es ist allerding niemandem zu wünschen, denn wärmer ist besser. Ich wünsche uns schönes warmes Wetter. Sollen die Alarmisten doch jubeln, ich stehe da drüber.