Das Ende des grünen „Jobwunders“, das es nie gab!

Von Michael Limburg
Das Bundesministerium für Energie und Wirtschaft bestätigt den „leichten„ Abbau von grünen Jobs im Jahre 2012 auf jetzt noch 370.000 Beschäftige (2013). Diese kosten uns lt. Bundesrechnungshof ca. 50 Mrd. € pro Jahr an direkten und indirekten Subventionen. Das sind rd. 135.000 € pro Beschäftigen und Jahr. Doch wo sind diese 370.000 Jobs? Beim Nachzählen findet man weniger als 15 % von ihnen. Und bei realistischer aber gleichzeitig optimistischer Hochrechnung unter Anrechnung auch der vielen Teilzeitjobs, kommt man nur auf max. 80.000 Vollzeit-Jobs. Das bedeutet, dass jeder dieser Arbeitsplätze mit rd. 625.000 € pro Jahr direkt und indirekt bezuschusst wird. Schöne grüne Welt


Am 26.5.14 machte die Welt mit folgender Schlagzeile auf: „Das grüne Jobwunder fällt in sich zusammen“. Darin kommentierte der, manchmal durchaus EEG kritische, Autor Daniel Wetzel eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums die darlegt, dass trotz milliardenschwerer Subventionen die Zahl der Arbeitsplätze bei den NIE (Nachhaltig instabile Energien) sinkt und sinkt.

In der Pressemitteilung des Studienauftraggebers, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wie es seit der GroKo ab Dezember 2013 heißt, klingt das natürlich anders. Dort lesen wir stattdessen die Glücksbotschaft: „Erneuerbare Energien boten im Jahr 2013 über 370.000 Menschen Arbeit“.  Und im Text werden wir informiert:

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Strom-, Wärme- und Biokraftstofferzeugung bot im Jahr 2013 insgesamt rund 371.400 Beschäftigten Arbeit. Davon können 261.500 Arbeitsplätze auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückgeführt werden.“

Um dann fortzufahren:

Gegenüber dem Vorjahr ist insgesamt ein leichter Rückgang des Beschäftigungsniveaus zu verzeichnen.“

Aha, denkt da der unbedarfte Journalist, der mit geschultem Blick aus einer Überschrift eine Nachricht machen kann:

Das ist zwar keine so gute Nachricht, aber so schlecht nun wieder auch nicht. Ist ja nur ein leichter Rückgang! Und Schuld sind nur die Chinesen, niemand sonst. Denn es weiß doch ein jeder, dass nur durch die maßlosen Subventionen (hic) der Chinesen in ihre Solarindustrie, verbunden mit den menschenunwürdigen  Dumpinglöhnen dort, die deutsche, erst jüngst noch zu den Weltmarktführern zählende deutsche Solarindustrie, inzwischen mit dem Untergang kämpft.

Aber schließlich haben wir mit unserem Subventionsopfer der Welt erst einmal die Segnungen der Photovoltaik aufgezeigt, ihren unaufhaltsamen weltweiten Siegeszug, wie Staatsekretär Baake jüngst einmal  hervorhob, erst möglich gemacht. Wer wollte da so kleinlich sein, die verbrannten Abermilliarden zu beweinen. Doch Daniel Wetzel ist so kleinlich und ich bin es auch. Wetzel las nämlich auch das Kleingedruckte. Dort fand er:

Die Subventionierung von erneuerbaren Energien hat nicht zu einem nennenswerten, nachhaltigen Aufbau von Arbeitsplätzen in diesem Bereich geführt. Nach jüngsten Zahlen der Bundesregierung nahm die Bruttobeschäftigung im Bereich erneuerbare Energien im Jahr 2013 um rund sieben Prozent ab, auf nunmehr noch 363.100 Personen.
Zählt man die Beschäftigten in Behörden und wissenschaftlichen Instituten mit, schaffen die erneuerbaren Energien Arbeit für rund 370.000 Menschen.

Damit arbeiten allerdings nur rund 0,86 Prozent der knapp 42 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland im hoch subventionierten Bereich der erneuerbaren Energien. Ein großer Teil dieser Beschäftigung beschränkt sich dabei auf Wartung und Betrieb bestehender Anlage..

Und noch viel  schlimmer..

Weiterer Stellenabbau erwartet

Besserung ist laut dem aktuellen Bericht der Bundesregierung nicht in Sicht. Dort heißt es: "Insgesamt wird in diesem und im nächsten Jahr vermutlich weiter ein Rückgang der Beschäftigten im Ausbau der erneuerbaren Energien zu beobachten sein."

Nun wäre das alles schon fatal genug. Schließlich wird die gesamte NIE Branche Jahr für Jahr mit 50 Mrd. €  gepäppelt, wie der Bundesrechnungshof in einer (immer) noch nicht veröffentlichten Studie [1]beanstandete.  Denn, auch wenn noch 370.000 Menschen in der NIE Industrie mitsamt allen ihren Verästelungen Lohn und Brot gefunden hätten, dann wäre jeder Arbeitsplatz dort mit satten 50 Mrd. geteilt durch 370.000 = 135.000 € subventioniert worden.

Die Beschäftigtenzahlen sind getürkt

Doch auch mit den Zahlen  des Bundesministeriums für Energie und Wirtschaft muss man vorsichtig sein. Schließlich berichtete die WiWo kürzlich, dass von den angegebenen rd. 56.000 Beschäftigten in der Solarindustrie nur noch rd. 4700[2] im Dezember des Jahres 2013 in der  Fertigung von Zellen und Modulen beschäftigt sind. So jedenfalls die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das sind weniger als 10 %!!

Wo bitte sind die anderen Beschäftigten? fragt sich der misstrauische Leser.

Ich möchte an dieser Stelle nicht das abgegriffene Wort von wem immer, meistens wird Winston Churchill genannt, aufgreifen, „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“, aber bei diesen Riesendifferenzen scheint es sich zu lohnen einmal selber auf Zählreise zu gehen. An sich wäre das eine Aufgabe für einen investigativen Journalisten, doch von dieser Seite ist bei diesem Thema trotz gelegentlich kritischer Artikel z.B. in „Die Welt“ wenig zu erwarten. Dafür ist dieser Bereich zu heilig. Da will keiner ran.

Also musste ich das selber machen. Zunächst schaute ich mir die Quelle der oben zitierten Quelle an. Den offiziellen Bericht[3] über das Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

„Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland: Ausbau und Betrieb – heute und morgen, dritter Bericht zur Bruttobeschäftigung; Stand Mai 2014“

so der schöne Titel. Auf rund 20 Seiten werden dort die verschiedensten Ergebnisse aufgelistet. Und ganz am Anfang – wie es sich gehört- wird die Methodik erläutert nach der man vorging: Auf Seite 3 steht:

"Methodisch sind zunächst die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen im Bereich der Herstellung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu ermitteln, die der in Deutschland wirksamen Nachfrage aus dem In- und Ausland entsprechen. Basierend auf den 2013 in Deutschland getätigten Investitionen und Abschätzungen zur Entwicklung des Außenhandels 2013, werden diese Umsätze differenziert nach Technologien abgeleitet. Ausgehend von den Umsätzen wird die Bruttobeschäftigung mit Hilfe des statischen offenen Mengenmodells der Input-Output-Analyse ermittelt.1 Die Darstellung der EE-Branche erfolgt innerhalb dieses Rechensystems anhand eigens entwickelter technologiescharfer Vektoren, die u. a. aus den Informationen dreier Primärerhebungen in der EE- Branche mit den Basisjahren 2004, 2007 und 2012 abgeleitet sind. Relevante Eckgrößen, wie die Entwicklung der Arbeitsproduktivität der einzelnen Branchen, werden wie in den vorausgehenden Abschätzungen an die aktuelle Datenlage angepasst [BMU 06/BMU 07/BMU 08/ BMU 09/BMU 10/BMU 11a/BMU 11b/BMU 12/BMU 13].2 Eine vergleichbare methodische Vorgehensweise wird bei der Abschätzung der aus Betrieb und Wartung in Deutschland installierter Anlagen resultierenden Beschäftigung angewandt.3 Auch die Beschäftigung aus der Bereitstellung von biogenen Brenn- und Kraftstoffen wird mit Hilfe eines Input- Output-Ansatzes ermittelt. "

Also wurde nach Modellen gearbeitet. Die Zahl der Arbeitsplätze wurde nach einem „Modell“ geschätzt!!!

Das mag die Lösung des Rätsels für diese sehr hohen Zahlen sein. Die Modelle liegen mal wieder falsch. Müssen sie aber nicht. Um das zu überprüfen verwendete ich zunächst die Zu-Fuß-Methode und suchte per Internet und Google die Beschäftigtenzahl der 10 bis 20 größten Firmen auf allen Gebieten der NIE Produktion, Installation und Wartung zu ermitteln.

Die brauchte ich für meinen Vortrag „Kosten und Nutzen der Energiewende“ zur 7. Klima- und Energiekonferenz am 10. April in Mannheim, (kommt in Kürze als Video) über welche die Medien  fast unisono mit dröhnendem Schweigen hinweg gingen. Dafür habe ich die NIE Firmen, die sich mit Sonne, Wind und Biomasse beschäftigen, gesucht, dann versucht deren Anzahl von Mitarbeitern zu bestimmen und damit deren Arbeitsplätze (in Deutschland) gezählt. 

Doch das erwies sich leider als ein unmögliches Unterfangen, denn wenn man die wichtigsten Firmen sucht, die sich auf diesem Gebiet tummeln, dann kommt man nur auf Bruchteile der angegebenen Beschäftigtenzahlen von ca. 10 bis 15 % der offiziellen Zahlen. Z.B. geben die 13 größten Firmen die Windkraftanlagen in Deutschland bauen oder importieren und hier installieren nur rd. 13.000 Beschäftigten (Stand 2014) Lohn und Brot. Das konnte also nicht stimmen. In "dubio pro reo" dachte ich.

Um den offiziellen Zahlen wenigstens etwas näher zu kommen, berechnete ich deshalb die Zahl der Arbeitsplätze nach Ganteföhr [4]. Der entwickelte eine Methode, die aufgrund der erzeugten Terawattstunden an Energie, die Arbeitsproduktivität im NIE Bereich zu berechnen gestattet. Daraus lässt sich – wenigstens annähernd-  die Zahl der Vollzeitarbeitsstellen ermitteln.

Das Ergebnis sehen Sie in der Abbildung 1.

Abbildung 1: Zahl der Beschäftigten lt. offizieller Statistik in den NIE Industrien für Solar, Wind und Biomasse Anlagen gegenüber den geschätzten nach der Zahl der erzeugten TWh .  Die Zahl der Beschäftigen unter „Ist“ wurden nach der Ganteföhr Methode auf Grund der Arbeitsproduktivitöt nach erzeugter TWh ermittelt, nachdem die direkte Zählung noch wesentlich kleinere Zahlen ergab. Zu Gunsten der offiziellen NIE Statistik wurde – großzügig aufgerundet- nur die Maximalwerte verwendet, weil die Minimalwerte sich oft um den Faktor 2 von den Maxwerten unterscheiden.

Gut, ich gebe zu, auch das ist ein Modell, wenn auch ein sehr wirklichkeitsnahes, denn es ist auf echt gemessenen Produktionswerten für die elektrische Energie, die von der NIE Industrie erzeugt wurde, aufgebaut. Leider ergeben sich  auch damit stark streuende Zahlen, die bis zum Faktor 2 zwischen Min und Max auseinander liegen. Deshalb habe ich beim Vergleich nur die großzügig aufgerundeten Maximalzahlen berücksichtigt.

Trotzdem sticht bei allen NIE Industrien ein riesiger Unterschied zu den offiziellen Zahlen ins Auge. Maximal kommt man nach dieser Methode nur auf ca. 80.000 Vollzeitbeschäftigte und keine 370.000. (Anmerkung: in der Abbildung 1 sind noch die damals nur verfügbaren Zahlen für 2012 benannt).

Das ist ein Unterschied von satten 290.000 Jobs! D.h. dass auch beim besten Willen in der Produktion, Installation und Wartung der genannten NIE Industrie bestenfalls und sehr optimistisch gerechnet 80.000 Menschen beschäftigt sind. 

Besonders fällt dabei die sehr hohe offizielle Zahl der Beschäftigen bei der  Biomasse auf. Wo kommen die denn her? Nun könnte man sich schnell vorstellen, dass dort, mit Mindestlohn honorierte, ausländische Hilfsarbeiter zur Arbeit an Pedal-getriebenen Dynamos den Strom erzeugen. Doch das ist ein Irrtum.  Denn, so fand ich heraus die Verbände zählen auch jeden Land- oder Waldarbeiter, der mal im Wald aufräumt, oder einen Maiskolben schält, zu den NIE Beschäftigen. So kommt es, dass heute ein sattes Fünftel der im Nährstand Tätigen zu den Jobbern der NIE Industrie zählt. Ein Rekord. Aus dem Bauern wird ein Energiewirt. Mit Hochschulabschluss versteht sich. Kreative Statistik?

Und bei der Solartechnik sind vermutlich all die Teilzeit-Dachdecker, -Klempner und -Elektriker mit gezählt worden, die an ihre Kunden gelegentlich ein Solardach verkaufen und aufs Dach schrauben, ansonsten aber ihren erlernten Tätigkeiten nachgehen. In der Produktion sind es jedenfalls keine 5000 mehr.

Ungefähr 9600 Leute sollen dazu noch in Forschung und Verwaltung beschäftigt sein, diese Zahl habe ich nicht überprüfen können. Da aber allein das Fraunhofer (der sicher im Grabe rotiert) – Institut des Prof. Eike Weber über 1000 Mitarbeiter hat, und auch das PIK rd. 340, wird diese Zahl wohl stimmen. Und wenn sie stimmt, dann werden diese Leute sicher dafür sorgen, dass möglichst alles so bleibt wie es ist.

Rechnet man nun die Subvention lt. Bundesrechnungshof von ca. 50 Mrd. €  auf die reale Zahl der Beschäftigen um, dann sind das sagenhafte 625.000 € pro Jahr und Arbeitsplatz. Da kann man wirklich von einem grünem Jobwunder sprechen. Auch wenn dieses den Rest der Republik Kopf und Kragen kostet. Vernichtet doch ein Arbeitsplatz in der grünen Industrie zwischen 2,2 bis 6 [5],[6]in der wertschöpfenden Realwirtschaft. Von den direkten Zwangstransfers noch nicht geredet.

So liebe Leserinnen und Leser, das sind meine nach bestem Wissen und Gewissen gefundenen Zahlen. Doch vielleicht habe ich ja den einen oder anderen Fehler gemacht. Also bitte nachprüfen und falls ihr was findet, bitte kommentierend berichtigen. 


[1]2014-03-14  Bundesrechnungshof-Gutachten zur Energiewende

Jahrhundertprojekt im Blindflug
Energiewende: Ein unveröffentlichtes Gutachten des Bundesrechnungshofes, das der „JUNGEN FREIHEIT“ vorliegt, warnt vor enormen Risiken

[2] http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/greenjobs-vahrenholt-gruenes-jobwunder-ist-etikettenschwindel/9546626.html

[3] http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/B/bericht-zur-bruttobeschaeftigung-durch-erneuerbare-energien-jahr-2013,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

[4] Die Arbeitsproduktivität in der Stromerzeugung http://www.tabularasa-jena.de/artikel/artikel_4551/

[5] http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/saubere-arbeitsplaetze-teure-arbeitsplaetze-warum-italien-sich-keine-gruene-oekonomie-leisten-kann/?tx_ttnews%5BpS%5D=1281584187

[6] http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Calzada_EXECUTIVE_SUMMARY_deutsch.pdf

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29 Kommentar(e)

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1

Anläßlich der gerade in München stattfindenden Intersolar ist heute auf der ersten Seite der VDI- Nachrichten zu lesen:
Solarbranche ringt in Deutschland ums Überleben.
Es folgen noch mehre herzzerreißende Artikel, im Inneren dieses Lobbyisten- alle sieben tage Journals, in dem über Kernenergie schon seit Jahren rein gar nix mehr berichtet wird.
Aber unten Leserbriefen kommt ein Professor Stefan Halbach aus Prien zu Wort der vor dem Quecksilber warnt, welches noch immer zusammen mit CO2 von Kohlekraftwerken emittitiert wird.

Honi soit qui y pense .

2

@ #27 K.Meinhardt

"Wenden Sie sich unter anderem an Friedrich dem Grossen. Einer von vielen vielen Zeugen."

Jo, deshalb glaub ich auch an UFOs, der vielen seriösen Zeugen wegen. Zeugen sind die besten Beweise für unseriöse Richter ... .

"Deschner hat sich selbst disqualifiziert. Gefangen im Paradigma."

Zunächst einmal hat er sich qualifiziert mit einer heuchlerischen Institution auseinandergesetzt. Der Ersatz seines Paradigmas durch ein besseres (zutreffenderes) dürfte schwer sein. Vielleicht öffnen sich ja die verschlossenen Archive der Kirchen.

Das ändert aber nichts daran, daß die Kirchen institutionell heuchlerisch handeln indem sie der Ausplünderung der 'Armen' Vorschub leisten. Letztendlich sind sie mit ihrer Bibelökonomie, die funktionsunfähig ist, Steigbügelhalter der grünen, braunen, roten Plünderer (gewesen). Gott mit uns stand in WW2 auf der Koppel ...

3
Katrin Meinhardt

#23: T.Heinzow

Zitat:
"Völlig unlogisch, denn es geht bei Allmacht nicht um die Existenz eines Gottes. [...]"

Dies muss nicht unlogisch sein. Njet, njet.
Die Logik, verehrter Herr T. Heinzow, hat eigentlich einen anderen Hintergrund. Einen der Ordnung. Dieses Ihrige Argument zieht nicht. Ich bedaure. Mit dieser Logik kommen Sie hier vielleicht nicht weit. Nu, nu.

Zitat:
"[...] Dessen Existenz kann man nicht beweisen. [...]"

Nein, verehrter Monsignore T. Heinzow, das ist so nicht richtig, bzw. eindeutig falsch. Es ist sehr gut, dass Sie das so sagen. Ihre Aussage ist nicht zutreffend. Wenden Sie sich unter anderem an Friedrich dem Grossen. Einer von vielen vielen Zeugen. Bei der Wahrheit geht es immer um Tatsachen, Fakten. Das andere sind böse atheistische Märchen, die auf dem einfältigen Glauben beruhen. Das ist absolut nichts für Sie. Sie werden belogen.

Der verehrte Herr Dr. Kuhnle, schrieb in (#24), Zitat: "[...] Dabei ist es nur die Wahrheit, die volle Wahrheit, genau die Wahrheit, der sich jeder Naturwissenschaftler verpflichtet fühlen müsste." Diese Wahrheit ist absolut. Die Hintermänner vom grünen Virus wollen den Leuten einreden, nein, nein, relativ. Nein, nein, egal wie man es dreht und wendet. Auch hier. Die Wahrheit gilt für alle Kulturen. Alle. Das passt den grinsenden Jüngern der Kirche der Freimaurer aber nicht. Das ist aber eine andere Geschichte. Wahrheit ist immer absolut. Völlig logisch. Und Kant hat in manchen Punkten versagt.

Sie haben sich doch auch der Wahrheit verschrieben, so habe ich Sie kennengelernt. Die nämliche Wahrheit hat Ihnen sehr sehr oft den Hals gerettet. Und diese Wahrheit, wohl durchdacht, ist die Gleiche, die mit der Unschuld untrennbar verbunden ist.

Und die führt immer nach Rom.

Wer kann es mit der Unschuld aufnehmen? Hiob, kann davon ein Lied singen. Übrigens, in diesem Originaltext, wird auch eine Andeutung gemacht, die eine Spur geben könnte, auf den grossen Knochen, der in Argentinien, kürzlich gefunden worden ist. Ja, ja. Lesen bildet.

Sie müssen, verehrter Herr T. Heinzow alle (!) wichtigen Aussagen versöhnen. Die Ihrigen, die oft richtig sind, Ehre wem Ehre gebührt, und die anderen, ebenso wahren Aussagen. Und das ist manchmal nicht so einfach. Weil die Lüge unterwegs ist. Und Halbwahrheiten sehr gefährlich werden können. Deschner hat sich selbst disqualifiziert. Gefangen im Paradigma.

Mit sehr freundlichen Grüssen

4

@ #25 K. Meinhardt

"Sie werden nicht bestreiten können, ja, die drei Varianten, sind gläubig. Sehr sogar."

Gläubig? Wohl kaum, denn das würde den Glauben an die Zulässigkeit des Negativbeweises bedeuten.

Auf diese Leimrute begibt sich unsereins nicht. Wie war das noch mit der "gläubigen" CDU-Anhängerin: Die glaubt an die Fähigkeit deutscher Ingenieure etwas zu erfinden, was das Speicherproblem (Volumengigantismus + Kostengigantismus) lösen kann und forderte nach dem Beweis, daß eine Versorgung der NBL + Provinzlercity Hamburg (der Bürgermeister nebst Partei glaubt auch dran) mit Windmühlen und Solarpanels nur mit 3000 bis 5000 Speichereinheiten der Kapazität des PSKW Goldisthal möglich sei, was eben nicht möglich ist, das Aufzeigen einer Alternative.

Alternative zum Glauben an Quatsch? Welch eine unsinnige Forderung. Wenn die Kirche Unfug ist braucht man doch nicht eine Alternative zu gründen ... . Luther hats gemacht und das Ergebnis war ??? .

5
Katrin Meinhardt

23: T.Heinzow

Zitat:
"Es steht Ihnen - den Aufklärern, Agnostikern und Atheisten sei dank, zu glauben und zu akzeptieren, was Sie wollen. [...]"

Sehr verehrter Herr T. Heinzow, Sie wissen nicht, warum diese Ihrige Aussage nur falsch sein kann? Dies kann nicht Ihr ernst sein, bei allem Respekt.

Wie lautet das Glaubensbekenntnis eines Aufklärers?
Und wie dasjenige eines Agnostikers?
Und das von einem Atheist?

Warum verleugnen die Gläubigen der Kirche der Aufklärung deren Glaubensbekenntnis? Warum vertuschen die das? Es ist alles so klar. Oder, wer will (!) es nicht kennen? Entweder sind alle religiös oder niemand.

Sie werden nicht bestreiten können, ja, die drei Varianten, sind gläubig. Sehr sogar.

Worauf ruht denn das Weltbild dieser Zöglinge?

Welche Denkfehler hat denn ein feiner Mensch, wie Ludwig Feuerbach gemacht? Und warum hat Karl Marx sich von Feuerbauch beeinflussen lassen? Und Nixon ja auch.

Und eine Frage generell. Was könnte ein beliebiger Mensch gegen die Unschuld vorbringen? Wie ist denn Unschuld definiert?

Und Freiheit? Freiheit von was? Wie definieren Sie Freiheit? Was müsste man dazu noch sagen?

Es gibt keine Relativität. Ein Atheist ist nicht frei. Niemals. Ein guter Lehrer macht immer den Unterschied. Das Material ist phantastisch und Atheisten sind schlechte Schüler.

Mit sehr freundlichen Grüssen (einer völlig areligiösen und nicht frommen Person)

6

@#21

Sehr geehrter Herr Heinzow,

Karl Schiller und auch Helmut Schmidt sehe ich positiver als Sie. Schiller hatte Sachverstand und Überzeugungen (die man natürlich nicht teilen muss) und Schmidt regierte in unruhigen Zeiten. Heute hat die SPD Sigmar Gabriel. Schmidt hat kürzlich darauf hingewiesen, dass er nicht verpflichtet sei, sich zu dieser Person positiv zu äußern. Die wirtschaftliche Kompetenz des Berufschullehrers für Deutsch und Politik schätze ich in jedem Fall geringer ein, als die seines Vor-vor..-Gängers Karl Schiller. Dass man jener Person auch noch die Energiepolitik in unserem Land anvertraut hat, mag ein Schachzug der Bundeskanzlerin gewesen sein, für unser Land ist es nicht die optimale Lösung.

Dass manche Prognosen fehl am Platz sind, ist wohl so. Viel schlimmer finde ich es aber, wenn Prognosen falsch interpretiert werden.

Beispiel: Im IPCC-Bericht werden für verschiedene Szenarien Temperaturprognosen bis zum Jahr 2100 gezeigt, die mit Modellen berechnet wurden. Ich halte solche Prognosen für sinnfrei, aber was soll´s. Die IPCC-Aussage, dass diese Prognosen "sehr wahrscheinlich" richtig seien, ist hingegen mehr als sinnlos, es ist eine glatte Lüge. Jeder seriöse Klimaforscher ist sich dessen bewusst. Statt dessen müsste man schreiben, dass die Prognosen mit nicht validierten Modellen arbeiten, und daher spekulativen Charakter haben. Wer es wagen würde, diese (ehrliche) Wahrheit auszusprechen, würde sofort zum übelsten Klimaleugner erklärt und von der Presse psychisch und physisch gelüncht. Dabei ist es nur die Wahrheit, die volle Wahrheit, genau die Wahrheit, der sich jeder Naturwissenschaftler verpflichtet fühlen müsste.

zu #22:

Sie sagten:
"Am Mittwoch verkündete eine Parteigängerin der Kanzlerin, daß Sie an die Lösungskompetenz der deutschen Ingenieure in Sachen Stromspeicher glaube ..., diese neue Techniken erfinden würden, wie die Erfinder von Generatoren, Gasturbinen ... . Noch Fragen zur Dummheit der Bevölkerung, Herr Dr. Kuhnle?"

Das Beispiel ist eher ein Beispiel für die Dummheit von Politikern. Die Bevölkerung (zumindest die gebildete Schicht) kann so blöd gar nicht sein. Natürlich meine ich den nationalen Mittelwert. Einzeln ist natürlich von elend schlau bis schrecklich blöd das ganze Spektrum vorhanden. Die öffentliche Meinung wird natürlich von der Presse und den TV-Anstalten erzeugt, d.h. sie ist links-grün. Die Ansichten in der Bevölkerung sind da wesentlich differenzierter. Die Gehirnwäsche funktioniert nur teilweise, aber nicht zu 100%.

7

@ #17 S.Bernd

"Als den Schöpfungsbericht akzeptierender habe ..."
Es steht Ihnen - den Aufklärern, Agnostikern und Atheisten sei dank, zu glauben und zu akzeptieren, was Sie wollen. Die wesentlichste Errungenschaft der Neuzeit, die aber dementsprechend enormes Mißbrauchspotential beinhaltet. Leider sind die Zeiten der Freiheit nur kurz während, denn der mit der Dummheit (Ungebildetheit aller Bereiche und Schattierungen) verbandelte Totalitarismus im Tarnkleid der Demokratie = Mehrheitherrschaft (wobei Hitlers Reich ja eine Mehrheitsherrschaft war, die religiös zur Diktatur mutierte) und es sogar schaffte Teile der Wissenschaft zu korrumpieren (Rassenlehre etc. --> erbkranker Nachwuchs, unnütze Esser), was dann im totalen Niedergang endete ... .
Wir sind wieder mittendrin in einer Ideologie, die "unnütze Esser" geistig schafft und per Rechenaufgaben in die Köpfe der Kinder pflanzen läßt.
Vergessen Sie nicht: (Die = nicht alle) Vertreter der Verkündigung der Schöpfungsgeschichte haben fleißig mitgemacht, wenn es darum ging ein erbgesundes Volk zu schaffen (Beispiel: Alsterdorfer Anstalten, Pastor Lensch ...).

"Wer meint, so die Existenz eines Gottes negieren zu können, der denkt im Übrigen materialistisch."
Völlig unlogisch, denn es geht bei Allmacht nicht um die Existenz eines Gottes. Dessen Existenz kann man nicht beweisen. Und damit, ob jemand und wie jemand denkt, hat das nun gar nichts zu tun.

Wenn denn morgen die Versammlungshäuser wieder mehr oder weniger gefüllt sind, wird es wieder heißen:

"Credo in Deum,
Patrem omnipotentem,
Creatorem caeli et terrae.
... "
Was da kollektiv nachgeplappert wird begreifen die Meisten nicht, so wie das mit der Ökokirche und den von Sünde und Verdammnis befreienden Erneuerbaren Energien nicht.

8

Dr. Kuhnle in #20: "... Daher ist es sinnvoll Kohlekraftwerke mit Schadstofffiltern auszustatten, auch wenn dadurch der Wirkungsgrad sinkt."

Das setzt ein rationales allgemeinwohlorientiertes Handeln der Akteure Voraus. Genau dazu ist aber unser (sind unsere) Gemeinwesen (Interieur Akteure) noch nie in der Lage gewesen. Verbesserungen der Abfallbewirtschaftung hat es immer nur dann gegeben, wenn die Betroffenen stark genug waren diese durchzusetzen (SMOG in London) oder die Profite der Abfallproduzenten (z.B. Hamburg und die Cholera)ins Bodenlose fielen. Die Schwäche der Betroffenen und deren unmittelbare Folgen konnte man noch vor 25 Jahren in der "DDR" bestaunen. Ein paar Relikte mit der Duftfahne gibt es ja noch auf unseren Straßen.
Auch die reine Monetarisierung der Schäden und des Nutzens von Emissionen führt nicht weiter, denn darum scheren sich die profit- und ideologieorientierten Akteure überhaupt nicht.

Jedermann kann es anhand der Windmühlen, Solarpanels, Faulgasanlagen, (Kleinst-)Wasserkraftwerken und sog. Biosprit nachvollziehen. Auch was ökonomisch und ökologisch nicht sinnvoll ist, wird genutzt, wenn es dem irrationalen Weltbild von Ideologen entspricht. Da wird auch ohne Gewissensbisse im Namen der Ideologie/Religion Massenmord begangen.

Die Akteure des "grünen" Wahns, womit nicht die oberste Kaste gemeint ist, sondern die dem Wahn zujubelnden Massen, sind mit Rationalität nicht erreichbar. Am Mittwoch verkündete eine Parteigängerin der Kanzlerin, daß Sie an die Lösungskompetenz der deutschen Ingenieure in Sachen Stromspeicher glaube ..., diese neue Techniken erfinden würden, wie die Erfinder von Generatoren, Gasturbinen ... . Noch Fragen zur Dummheit der Bevölkerung, Herr Dr. Kuhnle?

9

@ #20 Dr. Kuhnle

"Karl Schiller ..."

Der war nicht in der Lage zu erkennen, daß er mit seiner Wirtschaftstheorie die Büchse der Pandora öffnete, die da uferlose Staatsverschuldung heißt. Sein "magisches Viereck" und die Idee der (planwirtschaftlichen) Globalsteuerung basierten auf der bereits damals widerlegten Phillipskurventheorie, die sein Schüler H. Schmidt zum "Erfolg" brachte: "Lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslose." Am Ende seiner Amtszeit hatte er beides.

"Heutzutage führen Volkswirte eher ein Schattendasein."

Bei der Beratungsresistenz der selbsternannten Wirtschaftspolitiker aus anderen Fachdisziplinen - insbesondere der Physik und der Juristerei - ist das kein Wunder. Man darf auch nicht vergessen, daß die VWLer anhand unvollständiger Modelle (wie die Meteorologen) Prognosen abgeben, die man besser nicht abgibt.

10

@#9 und #15

Der volkswirtschaftliche Nutzen ist in der Regel entscheidend. Als die AfD im letzten Jahr überraschend auf der Bühne auftauchte habe ich darüber ein wenig sinniert. Die Bewegung wurde von Volkswirten initiiert. Dies schien mir sehr interessant. Es ist so eine Art revolutionäre Rückbesinnung. In den Anfangsjahren der Bundesrepublik gab es bei CDU und SPD politische Schwergewichte, die VWL-Professoren waren: Ludwig Ehrhardt und Karl Schiller. Vermutlich haben die beiden zu ihrer Zeit nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland einen guten Weg beschritten konnte.

Heutzutage führen Volkswirte eher ein Schattendasein. Es geht eher darum die Volkswirwchaften zu analysieren um daraus Profit für die Banken- und Versicherungsbranche zu schlagen, aber kaum noch um wegweisende Entscheidungshilfen für die Politik um den Wohlstand unserer Gesellschaft insgesamt zu verbessern. Bei der so genannten Ethik-Komission, welche die Energiewende und den Ausstieg aus der Kernkraftwerkstechnik rechtfertigen sollte, wurde die Frage nach dem Volkswirtschaftlichen Schaden durch die Energiewende überhaupt nicht gestellt. Der finanzielle Verlußt, den die Abschaltung eines funktionierenden Kraftwerksparks kostet, spielte bei der Bewertung überhaupt keine Rolle. Es ist ein Wahnsinn.

Nun zu dem hier diskutierten ökologischen Nutzen. Zur Lebensqualität einer Bevölkerung zählt zweifellos nicht nur die Ökonomie, sondern auch die Ökologie. Ein Leben in sauberer Luft ist einfach angenehmer. Daher ist es sinnvoll Kohlekraftwerke mit Schadstofffiltern auszustatten, auch wenn dadurch der Wirkungsgrad sinkt. Ähnliches gilt für den Schutz von Gewässern. CO2 ist natürlich kein Schadstoff. Den Streit, ob sich durch eine Verdopplung des CO2 Gehalts eine globale Temperaturerhöhung geben könnte, und falls ja um wieviel Grad, spielt dabei überhaupt keine Rolle, da dies ja kein ökologischer Schaden wäre, sondern eben nur eine unbedeutende Temperaturänderung.

Durch die Energiepolitik Deutschlands und der EU wird nicht nur ein großer ökonomischer, sondern auch ein großer ökologischer Schaden angerichtet. Die EU-Vorschrift, nach der im Verkehrssektor ein gewisser Anteil von "Bio-Krafstoffen" beigemischt werden soll, führt weltweit zu einem großen Verbrauch wertvoller Böden und zu Monokulturen. Die Nutzung der fossilen Energieträger war letztenendes ein großer Beitrag zum Umweltschutz. Nur dadurch ist es möglich, die fruchtbaren Böden ausschließlich für die Ernährung zu nutzen und darüber hinaus den Wäldern Raum zu lassen. Die Kernenergie ist natürlich eine Alternative. Bioenergie ist die reine Umweltzerstörung.

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Lutz Niemann

@ #14 Herr Nef:

„DIE GESETZLICHEN GRENZWERTE UM EIN AKW SIND VIEL HÖHER ALS DIE IN DER NATUR GEMESSENE WIE IN DEN SCHWEIZER ALPEN.“

So ist es gerade NICHT, die Grenzen für ein Kernkraftwerk wurden viel niedriger angesetzt, als es uns die Natur seit ewigen Zeiten zumutet. 1mSv pro Jahr ist die Grenze, die den Menschen aus dem Betreib eines KKW’s zusätzlich zugemutet wird. Das fliegende Personal zum Beispiel erhält zusätzlich im Mittel 2 mSv pro Jahr, mit Höchstwerten von 9 mSv pro Jahr. Es gibt auch in Deutschland Stellen in der freien Natur, an denen ein Mensch 50 mSv pro Jahr erhalten würde, wenn er sich eben dort das ganze Jahr befinden würde. Kollegen aus Karlsruhe sind auf die Suche gegangen und haben gefunden, weil sie sich auskennen und wissen, woher Strahlung kommt.

Und zu SCHWEIZER ALPEN: Die Urgesteinspyramide des Matterhorns enthält 1000 bis 10 000 mal so viel Radioaktivität als wie es in der ASSE unten an langfristiger Aktivität vorhanden ist (nachzulesen an meinen Beiträgen in www-buerger-fuer-technik.de, oder vor längerer Zeit auch in NOVO. Oder einfach selber ausrechnen.)
Das Matterhorn darf dort stehen bleiben, die Aktivität unten in der ASSE darf dort nicht bleiben --- verkehrte Welt, aber nur in Deutschland.

Wenn unser Herrgott heute für die von ihm erschaffene Erde bei der zuständigen Behörde die Dauerbetriebsgenehmigung einholen müsste, würde sie ihm verweigert werden, denn die Erde hat zu viele Gebiete, die über den geltenden Grenzwerten liegen, auch in Deutschland.

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Katrin Meinhardt

#17: S.Bernd

Zitat:
"Ideologen davon überzeugen zu wollen ist so sinnlos wie den Papst davon, daß Gott nicht allmächtig sein kann, wenn er denn existierte."

Sehr geehrter Herr S. Bernd,

die obige Aussage, vom verehrtern Herrn T. Heinzow ins Leben gerufen, als Tendenz begriffen, dürfte unter gewissen engen Annahmen zutreffen.

Zerlegen wir diese Aussage.

Es ist sinnlos einen bestimmten (aufrichtigen) Menschen, in seiner Funktion als in höchster Verantwortung stehender, von etwas zu überzeugen.

Wenn es die Unschuld geben sollte, dann soll er nicht allmächtig sein.

Und genaus dies ist unmöglich. Denn, derselbige in höchster Verantwortung stehende, kann dies niemals glauben wollen. Das ist unmöglich.

Und dies ist gleichbedeutend damit, dass diese Sorte von Ideologen, welche der verehrte Herr T. Heinzow im Sinn haben könnte, auch nicht zu überzeugen ist.

Demnach, sofern ich keinen Denkfehler machte, irren ist menschlich, und ich bin nicht ohne Fehler, ist die Aussage des selbigen verehrten Herrn, T. Heinzow, durchaus korrekt. Damit wäre diese Maus tot.

Mit sehr freundlichen Grüssen

P.S.: Was könnte man dem verehrten Herrn T. Heinzow vielleicht noch (hier) erwidern? Es gibt keinen solchen Papst mehr, der von der Allmächtigkeit der Unschuld zu überzeugen wäre. Spätestens seit dem 2. Vatikanischen Konzil haben sich alle Päpste, oder Möchtegern-Päpste, auf die Seite der Menschen geschlagen. Sie wollen nur (!) dem Menschen gefallen, und der Kirche der grinsenden Freimaurer. Stasi und Unterwanderung, erfolgreiche, in Teilen. Das ist eine Tatsache. Kein sogenannter Papst glaubt noch an das Märchen von der Allmächtigkeit. Fakt ist aber auch, wenn es die Unschuld geben sollte, und alles deutet daraufhin, Tatsachen und Fakten, dann machen sich diese Päpste schuldig und verurteilen sich selbst. Die Gerechtigkeit wird hier ihr übriges dazu tun. Das ist ja auch der Grund, warum unsere Gesellschaft gegen die Energiewende ankämpft, wenn eine kleine Minderheit, dieses Recht für sich in Anspruch nehmen darf. Das Konstrukt Gesellschaft ist ja nur eine Eselsbrücke. Bzw., die Energiewende rollt jetzt über uns, weil auch die Hierarchie der ältesten Institution der Welt Verrat begangen haben will. An ihren eigenen erhabensten Werte. Auf heimtückischte Weise. Nur das Etikett ist noch christlich. Der Betrug läuft. Im Inneren der Weinflasche ist Verwesung(sgeruch). Die evangelische Kirche liegt ja schon auf dem Todesbett, bis auf ein paar Ausnahmen (Freikirchen). Die Unschuld lässt sich nicht von jedem Menschen finden, sondern nur über die Demut. Der Stolz scheitert. Und nur mit dem Herzen, und niemals alleine mit dem Verstand. Mit Herz und Verstand sehr wohl. Nur (!) mit dem Verstand ist es absolut unmöglich. Das ist so definiert. Diese Definition ist Gesetz. Atombombensicher.

Ein physikalisches Gesetz ist dagegen ein nichts.

P.P.S.: Ich bin Ihnen noch eine andere Antwort schuldig, und werde Ihnen darauf noch (bald) antworten wollen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Der Faktor Zeit. Ohne die Unschuld ist ein Menschenleben ohne Sinn.

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Gegen den Artikel mag eingewendet werden, daß die „erneuerbaren“ Energien ja eine Investition in die Zukunft seien. Und die Ausgaben, die uns heute als hoch erscheinen, in (ferner) Zukunft eine sichere Versorgung garantierten. Erinnert irgendwie an die Parolen vom „Endsieg“ Ungeklärt ist die Frage nach der bezahl-und machbaren Speicherung der flüchtigen Energien. Verfügbar zwar aber nicht in den Griff zu bekommen. Würden Speichermedien entdeckt, die die heutigen an Effektivität weit überträfen, so müßten die so konzipiert sein, daß sie weder Aufnahmefähigkeit noch an gleichbleibend hoher Kapazität verlören.
Eine Volkswirtschaft, aufgebaut auf Subventionen, muß eines Tages zwangsläufig kollabieren, wenn absehbar ist, daß sie nur auf Grund staatlicher Alimentierung aufrecht gehalten werden kann, dann ist es das Beste die, staatlichen Unterstützung zu beenden..

Herr T. Heinzow, die Frage, ob Gott so allmächtig sei, (in einem anderen Thread von Ihnen angeschnitten)daß er einen Stein erschaffen könne, den selbst Er nicht heben könne, führt in ein zirkulierendes Nirwana ; und geht am eigentlichen Sinn des Wortes allmächtig vorbei. Das allmächtig bedeutet, Gott kann Widerstände die Menschen entgegenstehen aus den Weg räumen. Seien Sie versichert, Er kann die Kraft geben weitaus schwere Lasten, die auf der Seele eines Menschen liegen, zu beseitigen. Wer meint, so die Existenz eines Gottes negieren zu können, der denkt im Übrigen materialistisch.
Als den Schöpfungsbericht akzeptierender habe ich mich kein Problem mit dem C02 Kreislauf.
Die Angst, es könne eine Übersättigung mit diesem Gas oder anderen Elementen und chem. Verbindungen geben, wird mir genommen dadurch, daß im Grunde unsere ganze Existenz nicht von Zufällen abhängt sondern von großer Präzision zeugt; und hinter dieser Präzision sehe ich einen Schöpfer der letztlich über allem die Hand hält, wie Gegenläufig auch die menschlichen Bestrebungen sein mögen.
Oder anders ausgedrückt.Es wird immer für ein Gleichgewicht gesorgt sein. Die Bandbreiten, die die Elemente in der Atmosphäre einnehmen, werden nicht überschritten.

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Mich wundert es nicht, dass so hohe Zahlen bei den Beschäftigten in der Studie herauskommt.

In der Beschreibung der Zählmethodik beschreibt die Studie:
"Methodisch sind zunächst die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen im Bereich der Herstellung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu ermitteln, die der in Deutschland wirksamen Nachfrage aus dem In- und Ausland entsprechen..."

Es sind also die Arbeitsplätze gemeint, die erneuerbare Energien nutzen! Das sind alle Plätze im deutschen produzierenden Gewerbe. Da ein gewisser Prozentsatz (10 - 15%) des Stromverbrauch des gesamten produzierenden Gewerbes EE Strom ist, kann man einfach einen entsprechenden Prozentsatz der gesamten Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe dem EE zurechnen. Da könnten die 370.000 schon stimmen. Die haben nur nichts mit der Herstellung und Wartung von EE Anlagen zu tun.
Dem BuMin wäre eine solche Irreführung schon zuzutrauen

Wäre das nicht die naheliegenste Erklärung für die Diskrepanz zwischen Ihren, Herr Limburg, Zahlen, und denen der Studie des Bundesministeriums?

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@ #2 Dr. Kuhnle

"Der volkswirtschaftliche (und ökologische) Nutzen ist negativ."
Das ist den Leuten der "Ökobranche" schon lange bekannt, weshalb ja - schauen Sie ins EEG - die "externen" Kosten erfunden wurden.

Es ist ja auch nichts dagegen einzuwenden z.B. die Nitratverseuchung des Grundwassers und sonstige Verschmutzungen der Umwelt (Feinstäube, Klärwässer, etc. ) monetär zu bewerten und die Kosten bei den Verursachern einzutreiben. Voraussetzung dafür ist aber, daß die Kosten (Schäden) quali- und quantifiziert werden (können).

Im EEG-Bereich (Schäden durch CO2-Emissionen) ist das jedoch nicht möglich. Zwar werden ständig immense Schäden prognostiziert, aber genau vorgerechnet hat die noch niemand der Propheten. Geht ja auch nicht, denn die GCM sind dafür angesichts der nachweisbaren systematischen Fehler in der Berechnung der vergangenen Temperatur- und Niederschlagsverläufe neben anderen schadensverursachenden Parametern (Sturmhäufigkeiten etc.) nicht geeignet.

Also kann man nur ausrechnen, was denn die Tonne vermiedenes CO2 tatsächlich kostet. Wobei natürlich auch die Schäden durch die verwendete Technik miteinbezogen werden müssen. Bei Biogasanlagen beispielsweise also die Schäden durch Monokulturen, Land- und Wasserverbrauch, Energieverbrauch der Bewirtschaftung ... . Beim sog. Bioethanol (Mais) kommt dann heraus, daß da dann mehr fossile Energie drinsteckt, als dem tatsaächlichen Heizwert entspricht. Bei allen anderen Techniken des EEG ist das ähnlich. Die (Umwelt-)Kosten sind höher als bei der Nutzung der konventionellen Technik, was bedeutet, daß zukünftige Schäden gar nicht zu niedrigeren Kosten vermieden werden, es werden bereits jetzt Schäden verursacht, die erst in der Zukunft entstehen würden.

Daraus ergibt sich zweifelsfrei nicht nur die volkswirtschaftliche Unrentabilität, sondern auch die ökologische.

Bei alledem wird vergessen, daß die heutigen Investitionen in Vermeidungstechniken verzinst werden müssen, so daß sich ergibt, daß Anpassung ohne jeden Zweifel billiger ist, als Vermeidung (die laut Sinn ja ohnehin nicht möglich ist, siehe das grüne Paradoxon).
Richard Tol hat dies bereits in seiner Kritik am Stern-Report festgestellt und auch vorher publiziert.

Gleiches ergibt sich beim Investitionsvergleich in die ineffizienten Windmühlen an Stelle der Technikverbesserung konventioneller Technik. Es wird mehr CO2 emittiert zu höheren Kosten. Also für die Umwelt und die Ressourcenschonung ein dickes Minusgeschäft.

Ideologen davon überzeugen zu wollen ist so sinnlos wie den Papst davon, daß Gott nicht allmächtig sein kann, wenn er denn existierte.

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Liebe Bürger:
Die Politik ist die Lüge auf die sich alle geeinigt haben!(von Napoleon)
Gründe zum Atomausstieg:
Angst aus dem kalten Krieg von der Sowjetunion aus den 50er bis 80 er Jahren.
Unkenntnis der Atomtechnik d.h. die Medien bringen die Bürger zum Hyperventilieren!
Die wenigsten Menschen wissen, dass die Natur z.B. in den Alpen eine natürliche Radioaktive Strahlung gemessen wird.
DIE GESETZLICHEN GRENZWERTE UM EIN AKW SIND VIEL HÖHER ALS DIE IN DER NATUR GEMESSENE WIE IN DEN SCHWEIZER ALPEN.
Der grösste Fehler,warum werden die Atomabfälle nicht weiter aufbereitet so dass am Schluss weniger Radioaktivität vergraben werden muss.
Es gibt neue AKW Technologien die ein Bruchteil Abfälle verursachen und absolut sicher sind.
Angst und Nichtwissen macht dumm,darum gilt mehr und bessere Information schon in den Schulen.
Es gibt keine bessere Lösung als AKWs!
In Kohlengruben sind bis jetzt 40 000 Menschen umgekommen!
Auf den Strassen seit 1950 sind 670 000 Menschen umgekommen!
Die angeblichen Fehlgeburten stimmen überhaupt nicht ,alle Schwangerschaften wurden aus Angst abgetrieben,darum gilt Angst ist die Mutter aller Religionen.
Wacht endlich auf und lasst euch informieren.

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Und die Ikone dieser Energiewendemafia "Solarworld" wird mit ALLEN Mitteln von diesen Mafiagestalten (Versicherungen,Banken,EE-Wirtschaft,korrupten Politikern usw.) am Leben gehalten.
Obwohl Solarworld schon seit Jahren über beide Ohren, anfangs ca. 1,2 Mrd. und nach dem Gläubiger schnitt 500 Million mit wieder ansteigender Schuldentendenz, verschuldet ist, wird diese seit Jahren anhaltende Insolvenzverschleppung und Kapitalvernichtung von der Politik/Gesetzgeber weiter gedeckt. Hier werden ALLE Tricks angewendet, sogar der Kauf von anderen Werken (Boschfabrik) um seine Bilanz aufzufrischen. Oder auch der einstieg von Scheichkapital. Diese Kapitaleinlagen (Werk Inventar, Fremd-Scheich-Kapital usw.) dient nur einen Zweck...den Mythos/Image der Photovoltaik (Erneuerbaren Energien) so lange wie möglich in den Köpfen der deutschen Gesellschaft aufrecht zu erhalten, um weiter und weiter seine Mafia-Abzockgeschäfte an der deutschen Volkswirtschaft betreiben zu können.

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Peter Schmitz

Liebe CO2 – Freunde!
Achtung!!
Programmhinweis:
Montag, 02.06.2014, 20.15 Uhr – WDR 3 - Fernsehen
Könnes kämpft: Fassadendämmung – die Energiesparlüge

Viele Grüße
Peter

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Ulrich Walter

EEG: Ohne wären die Bürger besser dran

von Steffen Hentrich

Scheuklappenökonomik und regionale Energiewirtschaft

http://tinyurl.com/m9xnejr

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"Schließlich wird die gesamte NIE Branche Jahr für Jahr mit 50 Mrd. € gepäppelt, ... "

Das lieber Herr Limburg ist ökonomisch leider falsch. Und da ich es hier nicht bei der Behauptung als Fachmann belassen will - dem hat man gefälligst zu glauben oder eben auch nicht 😉 -, hier die Errichtungszahlen für die sog. NBL 1.042.265,80 kW Nennleistung von Windmühlen. Das heißt daß bei 2000€ pro kW Nennleistung 2,08 Mrd.€ umgesetzt wurden. Laut BWE sollen es für ganz Deutschland dan 3 Mill kW Nennleistung gewesen sein. Macht dann 6 Mrd. Gesamtumsatz.
Bei Solarpanels waren es 679329,8 kW Nennleistung.
Was kostete 1 kW Nennleistung? So um die 1700 bis 2600 €. Macht dann höchstens 1.766.255.400 €. Damit ergibt sich incl. Ausland 7,7 Mrd. Umsatz. Was davon in D hängengeblieben ist, kann dahingestellt bleiben. Jedenfalls flossen in Richtung existierende EEG-Branche keine 50 Mrd. €.

Wo gingen die also hin? Zu den Banken und Kapitalgebern, denn die Windmühlen etc. werden überwiegend mit Fremdkapital und dem haftenden Eigenkapital der Kommanditisten (oder dämliche Genußscheinkäufer) finanziert, die Zinsen und Risikoprämien haben wollen.

Der ganze Rummel ist ein gigantisches Kreditgeschäft mit per Gesetz geschaffener Bonität von Betreibern unrentabler Produktionsmaschinen für Strom. Subventioniert werden die Banken und wenn der kreditfinanzierte Arbeitsmarkt zusammenbricht, was sich ja rasant ankündigt, bleiben die Schulden trotzdem beim Verbraucher hängen, für die nächsten 20 Jahre. Nur die Arbeitsplätze der Windparkverwalter und Windparkwarter und der Solarelektriker nebst Dachdeckern und Zimmerleuten werden über die EEG-Umlage bezahlt. Der Rest existiert ja schon gar nicht mehr. Konnte man übrigens bei Pfaffenberger nachlesen.

21
Jürgen Hodler

#2

"Entscheidend ist der volkswirtschaftliche (oder auch ökologische) Nutzen!"

Sehr geehrter Herr Dr. Kuhnle, für den obigen Satz ist Ihnen eine wohlwollende Zustimmung aus dem Tempel der Ökogläubigen gewiß.:) Aber was nun? Volkswirtschaftlich sinnvoll oder ökologistisch sinnvoll? Ent oder weder, so pflegt der Volksmund zu sagen. Beides zusammen verträgt sich nämlich nicht. Der Ökobudenzauber ist nämlich ein reiner Kostenfaktor. In aller Regel amortisieren sich derartige Investitionen für ein Unternehmen niemals. Da beist auch die ansonsten ohne Unterlaß bemühte Energieeffizienzmaus (die ist eh ein reines Glaubensbekenntnis) keine Faden ab. Die Formel "Ökonomie und Ökologie sind kein Widerspruch" war nämlich mit die dämlichste Finte, welche die Ökologisten unter tatkräftiger Anleitung eines gewissen ex-Außenministers über die Jahre hinweg unter die Leute brachten. Und die sind gleich haufenweise auf diesen Schmäh hereingefallen. Den angeblich nicht vorhandenen Widerspruch durften dann auch zuerst jene Branchen erleben, welche man "ökologistisch korrekt" aus dem Land jagte. So beispielweise die Textil- und Möbelindustrie. Weitere werden folgen.

22
Martin Landvoigt

Die offiziellen Zahlen basieren auf Schätzungen? Wie kann das sein? Die Unternehmen haben so hohe Meldepflichten, dass die unter dem administrativen Aufwand stöhnen. Was macht man denn mit den riesigen erhobenen Datenmengen? In Giftschrank deponieren?

Und dann nur kalter Kaffee in den Veröffentlichungen?
Armes Deutschland.

23

Die ständigen Arbeitskräfte im Bereich Biogas kann man wie folgt kalkulieren:
Ende 2013 war eine installierte Leistung von ca. 3.750 MW vorhanden.
Für eine Anlage mit 0,5 MW benötigt man etwa 1 AK für den laufenden Betrieb. Außerdem werden Dienstleistungen in Form von Instandhaltung, Analytik und Beratung in Anspruch genommen. Diese kann man mit etwa 0,5 AK ansetzen.
Bei 3.750 MW sind das insgesamt 11.250 AK.
Wieviel Arbeitskräfte für den Bau einer Biogasanlage erforderlich sind, kann man nicht so leicht abschätzen. Wenn wegen der Änderung des EEG einmal keine Anlagen mehr gebaut werden können, sind es dauerhaft Null.
Die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte die, für die Herstellung der Biomasse für die Vergärung benötigt werden, kann man nicht rechnen. Denn ohne Biogasanlagen wurden auf der gleichen Fläche mit ähnlichem Aufwand bereits andere landwirtschaftliche Kulturen angebaut.

24
Lutz Niemann

„Überall wird etwas gemogelt“, so meinte Herr Prof. Karl Gertis (em., Bauphysik, Fraunhofer Holzkirchen und ein Bauphysik-Institut in Stuttgart) in seinem Vortrag hier am Ort vor einigen Jahren zum Thema „Energiesparen beim heizen“ (oder so ähnlich). Naja, „etwas mogeln“, da würde ich die Augen noch zudrücken. Aber hier wird der Bürger ja ganz massiv von der Regierung schamlos belogen. Daher Dank an den fleißigen Arbeiter Michael Limburg.

25
Dr. L. Steinbock

Es ist noch viel schlimmer. Die vielen "Energie- und Kundenberater" von Stadtwerken, KfW, EVUs,... werden von den Energiekunden bezahlt. man schaue sich nur mal die Seite http://www.null-komma-strom.de/ an.

26
Katrin Meinhardt

Es passt mit einigen Abstrichen hierher.

BMW macht gegen die neuen Klimaschutzregeln der EU mobil. Die Branche werde dadurch extrem belastet. CEO-Reithofer beklagt die mangelnde Kooperation der Bundesregierung mit der Industrie. [Quelle: Aus dem Netz der Netze]

Es werden ganz bestimmt hier neue grüne Jobs geschaffen werden. Man muß nur ganz fest daran glauben wollen. Das Wunder wird sich ereignen. Die De-Industrialisierung ist extrem bitter. Die wachen nicht mehr auf, womöglich. Und sterben. Früher war so etwas (theoretisch) denkbar, aber unvorstellbar. Das ist (auch) Fortschritt.

27
Richard Steckermeier

Sehr interessante Zahlen, Herr Limburg, vor allem die Pro-Kopfsubvention von 625.000€/Jahr; das ist nicht nur sagenhaft, das ist schlicht Wahnsinn.
Erschwerend kommt zur Datenerfassung noch hinzu, dass es Firmen mit "Mischbetrieb" gibt. Die Firma Schletter GmbH z.B. erwirtschaftete in den guten Subventionsjahren den Mammutanteil ihres Umsatzes mit der Produktion von Montagesystemen für PV-Anlagen (Freiflächen, Dächer, Carports, Lichtmasten etc.), der Rest kam aus regulärem Metallbau; die Mitarbeiteraufteilung in der Produktion lässt sich aber grob mit 50/50 auf beide Großbereiche abschätzen, wobei einige Arbeiter quasi in beiden beschäftigt wurden (so wie ich zeitweise). Aufgrund dieses Mischbetriebes aber gibt es meinen Arbeitgeber noch (und meinen Arbeitsplatz), im Gegensatz zu anderen Firmen, die sich früher nur auf PV spezialisiert hatten.

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Klingt überzeugend.

Darüber hinaus möchte ich darauf hinweisen, dass die Zahl geschaffener Arbeitsplätze für sich genommen gar keinen Wert darstellt. Entscheidend ist der volkswirtschaftliche (oder auch ökologische) Nutzen! Wenn im öffentlichen Dienst oder durch Subvention jemand eingestellt wird, der Steine von A nach B schleppt, und ein anderer der Steine von B nach A schleppt, dann sind 2 Arbeitsplätze geschaffen worden. Der Vorkswirtschaftliche Nutzen ist aber nagativ, da kein Ergebnis erzielt wurde, aber viel Schweiß verbraucht wird.

So ist es auch bei EEG. Der volkswirtschaftliche (und ökologische) Nutzen ist negativ. Es wird viel Geld investiert, mit dem Ergebnis, dass die Stromversorgung schlechter und teurer wird, zum Schaden aller Bürger. Wenn die "Grün-Beschäftigten" alle zuhause Däumchen drehen und von Sozialleistungen leben würden, ginge es allen im Durchschnitt besser. Noch besser wäre es gewesen, wenn man die Kernkraftwerke am Netz gelassen hätte, und die Ressourcen in die Bildung unserer Kinder gesteckt hätte. Das hätte nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Werte geschaffen.

29
Alfred Schlohr

Sehr schön, Herr Limburg, bitte legen Sie weiterhin den Finger in die Wunde. Die Deutschen müssen aus dem grünen Albtraum aufwachen, bevor unser Land den Bach runtergeht.