Acht Klima-Behauptungen von Pseudowissenschaftlern und deren Widerlegung

SIE fangen an mit der Aussage: „Die meisten Menschen, die leugnen, dass menschliche Aktivitäten den Planeten erwärmen, verwerfen umfangreiche wissenschaftliche Beweise als einen großen Schwindel“. Das ist reines Geheul – ein weiteres Beispiel für ein Ablenkungsmanöver.

SIE sagen weiter, dass das Thema Klima „in der wissenschaftlichen Gemeinschaft settled ist“. Das ist der Mehrzahl-Trugschluss. Mehr dazu gleich.

SIE sagen, dass SIE* „acht der am häufigsten vorgebrachten pseudowissenschaftlichen Argumente“ herausgesucht und dazu seriöse Klimawissenschaftler (ja! Genau!) befragt haben. Damit wollen sie „verständlich machen, was an diesen Behauptungen so irreführend ist“. Das ist das Argument der Autorität. Bislang also keinerlei Wissenschaft von den „wirklichen Wissenschaftlern“. Nur eine Unlogik nach der anderen, ein Trugschluss nach dem anderen.

[*Immer wenn Monckton diese Leute mit „sie” meint, hat er dieses „They“ im gesamten folgenden Text groß geschrieben, wie es bei Pronomen für Gott im Englischen üblich ist. In der Übersetzung lässt sich dieses Spiel mit Buchstaben und Worten nicht darstellen, weshalb ich auf die Schreibweise "SIE" wechsle. Ganz herzlichen Dank an Kommentator TH. Hahn für diesen Tip! A. d. Übers.]

Das erste der acht „pseudowissenschaftlichen Argumente”, die SIE uns vorhalten, lautet, dass sich die Erde in jüngster Zeit nicht erwärmt hat. Besonders verärgert sind SIE über meine Reproduktion der wirklichen Temperaturdaten, die Bestimmung des Trends in diesen Daten und dass ich es wage, diese unbequeme Wahrheit jeden Monat zu veröffentlichen.

Diese Leugner des Stillstands sind in keiner Weise glücklich darüber, dass die globalen Temperaturaufzeichnungen seit nunmehr deutlich über 13 Jahren keine globale Erwärmung zeigen (Mittel aller fünf globalen Temperatur-Datensätze).

Ob SIE es nun mögen oder nicht, es besteht eine große, wachsende und – für SIE – empörende Diskrepanz zwischen den von der „Settled Science“ gemachten Vorhersagen und der unbequemen Wahrheit, dass es in keinem Zeitraum von zehn Jahren oder länger seit dem Erscheinen des ersten IPCC-Berichtes im Jahre 1990 jemals zu einer globalen Erwärmung gekommen ist, die auch nur annähernd der vorhergesagten Rate entsprach.

Seit Januar 2005, dem Ausgangspunkt der ‚Nachhersage’ im jüngsten Zustandsbericht gab es überhaupt keine globale Erwärmung. Und doch, ein Vergleich mit dem, was vom IPCC vor etwas mehr als neun Jahren gekommen war zeigt, dass das Wetter derzeit um ein Sechstel Grad Celsius wärmer sein müsste als es ist (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das IPCC (2013) hat vorhergesagt (orange Fläche), dass es seit Januar 2005 eine Erwärmung um etwa ein Sechstel Grad Celsius gegeben haben sollte (dicke rote Trendlinie). Allerdings hat die gemessene Temperatur (Mittel der monatlichen globalen Temperaturanomalien von RSS und UAH; dicke blaue Trendlinie), falls sie sich überhaupt geändert hat, eher etwas abgenommen seit jenem Zeitpunkt.

Allerdings mögen SIE es nicht, Temperaturänderungen über derartig kurze Zeiträume zu betrachten. Also wollen wir sie verpflichten, noch einmal den 1. IPCC-Bericht aus dem Jahr 1990 heranzuziehen. Falls die darin enthaltenen Vorhersagen korrekt gewesen wären, hätte es seitdem eine globale Erwärmung um zwei Drittel geben müssen, aber in der realen Welt, wo wir anderen leben, hatte die Erwärmung nur ein Drittel betragen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Vorhersagen aus dem 1. IPCC-Zustandsbericht im Vergleich mit dem tatsächlichen Verlauf seit 1990 (RSS & UAH). Die Welt hat sich nur genau halb so stark erwärmt wie vorhergesagt, und der Trend liegt vollständig außerhalb des Vorhersage-Intervalls (orange Fläche).

Darum war das IPCC genötigt, seine zentrale kurzfristige Prognose bzgl. der globalen Erwärmung von einer Rate äquivalent zu 2,78°C pro Jahrhundert auf eine solche äquivalent zu 1,67°C zu reduzieren.

SIE sagen, dass ich den ozeanischen Wärmegehalt hätte zeigen sollen und nicht die atmosphärische Temperatur. Da gibt es jedoch zwei Probleme. Die IPCC-Schlagzeilen bzgl. der Temperaturvorhersagen betreffen ausschließlich Vorhersagen der globalen atmosphärischen Temperatur. Und – obwohl die Satelliten die Temperatur mit hinreichender Zuverlässigkeit bestimmen können, gibt es viel zu wenige Ozean-Messungen, um eine ordentliche Bestimmung der Änderung des ozeanischen Wärmegehaltes vornehmen zu können – die in jedem Falle nur um ein Sechstel der vorhergesagten Rate zunimmt.

SIE sagen außerdem, dass ich den Startzeitpunkt 1998 für meine Graphiken willkürlich gewählt habe. Nein: Ich möchte folgende Frage stellen: „welches ist der früheste Monat, an dem die globalen Temperaturen keine Zunahme mehr zeigen?“ Die Antwort nach gegenwärtigem Stand lautet August 1996, also vor 17 Jahren und 9 Monaten, was die Temperaturspitze des großen El Niño um zweieinhalb Jahre vorverlegt.

Der zweite vermeintliche Fehler der Skeptiker in den Augen der „wirklichen Wissenschaftler” – ebenfalls mir zugeordnet – ist, dass die Differenz zwischen modellierter und gemessener Temperaturänderung Wetter und nicht Klima ist, erstreckt sich doch Letzteres über viele Jahrzehnte.

Aber Abbildung 2 reicht bis zum Jahr 1990 zurück. Sie überdeckt fast ein Vierteljahrhundert. Das ist so ziemlich lang genug, um einige harte Schlussfolgerungen zuzulassen darüber, wie unsettled die „Settled Wissenschaft“ in Wirklichkeit ist. Die Graphik beginnt im Jahr 1990, weil dies der Zeitpunkt des ersten IPCC-Berichtes ist.

Die dritte Pingeligkeit der „wirklichen Wissenschaftler” ist, dass alles in Ordnung ist – obwohl das Projekt Stationsmessungen von Anthony Watts in den USA umfänglich belegt, was terrestrische Temperaturmessungen für ein Witz sind. Konsterniert fügen SIE hinzu, dass „Wissenschaftler keine Idioten“ sind. Den Beweisen nach gibt es aber viel mehr Idioten als Wissenschaftler.

SIE sagen, dass die Ergebnisse von Anthony Watts „das Thema seien, dass die Skeptiker so betonen, aber wenn man in die begutachtete Literatur schaut, dann gab es auf diesem Kram schon vor Jahren Antworten“. Das war tatsächlich so – und zwar durch Michaels & McKitrick (2007), die eine hoch signifikante Korrelation fanden zwischen regionalen Raten industriellen Wachstums und globaler Erwärmung, was zu der Schlussfolgerung führte, dass die Erwärmung über dem Festland um das Doppelte übertrieben ist.

Die vierte Beschwörung der „wirklichen Wissenschaftler” lautet „Ja, es gibt einen wissenschaftlichen Konsens“. Wie es inzwischen Tradition hat, definieren SIE diesen mit künstlich berechnender Ungenauigkeit als „den wissenschaftlichen Konsens, dass menschliche Aktivitäten den Planeten erwärmen“. Wir wollen einmal so präzise sein wie SIE vage bleiben. Die Existenz des Treibhauseffektes ist definitiv etabliert sowohl theoretisch als auch experimentell (Na, na! wo ist denn dieser? Anm. der Redaktion) , und man braucht keinen „Konsens“, um dies aufzublasen. Die CO2-Konzentration steigt, hauptsächlich wegen unserer Aktivitäten (es sei denn, Prof. Salby hat recht). Daher ist gesichert, dass unsere Aktivitäten eine Erwärmung verursachen können.

Aber die wirkliche wissenschaftliche Debatte dreht sich nicht um die seit Langem etablierte qualitative Frage, ob es einen Treibhauseffekt gibt. Es geht um die quantitative Frage, wie viel Erwärmung wir verursachen könnten. Das IPCC, dessen Aufgabe es ist, ausgewogen die wissenschaftliche Literatur zu reflektieren, setzt lügnerisch und ohne jede statistische Untermauerung fiktives „Vertrauen zu 95%“ fest, dass wir für die Erwärmung um 0,75°C seit 1950 verantwortlich sind. Allerdings haben Legates et al. (2013) gezeigt, dass nur etwa 0,5% von 11.944 wissenschaftlichen Abstracts, veröffentlicht zwischen 1991 und 2011, zu dem Ergebnis kommen, dass wir der Hauptgrund für die jüngste Erwärmung sind. Der „Konsens“ fehlt. Das IPCC hat unrecht.

Fünftens, die „wirklichen Wissenschaftler” sagen, dass die globale Erwärmung „nicht die Schuld der Sonne ist“. SIE fangen an, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, Professor Svensmark wegen seiner Theorie der Verstärkung durch kosmische Strahlen nicht „verfolgt“ zu haben.

Tatsächlich hat die Royal Society – die älteste jammernde, vom Steuerzahler finanzierte Aktivistentruppe – den Professor so schändlich behandelt, als er seine Ergebnisse präsentierte; ihn so niedergebrüllt und mit Schimpfworten belegt, dass er eine schwere Herzattacke nicht lange danach erlitt. Prof. Bengtsson, kürzlich von seinen Begutachter-Wissenschaftlern gemobbt, ist bei weitem nicht der einzige ehrbare Wissenschaftler, der Opfer des Geschreis der Warmisten war.

Die „wirklichen Wissenschaftler“ sagen, dass Prof. Svensmarks Ergebnisse „einer sorgfältigen Überprüfung nicht standhalten“ und fügen fälschlich hinzu, dass „es keine Beweise gibt, die Svensmarks Behauptung stützen“. In Wirklichkeit gibt es eine deutliche und immer weiter wachsende Fülle von Beweisen und Unterstützung in der begutachteten Literatur, die so wenige von ihnen lesen.

Aber SIE machen alles noch schlimmer. SIE sagen fälschlich, dass eine Hypothese lautet, „die Sonne erklärt alles“. Ich habe oft seine Vorlesungen besucht und seine Theorie mit ihm diskutiert. Daher weiß ich, dass die Position von ihnen eine monströse und bösartige Fehlinterpretation seiner Position ist.

SIE bestehen darauf: falls die Sonne die Ursache der jüngsten Erwärmung wäre, würden sich alle Schichten erwärmen, aber „die obere Atmosphäre kühlt sich ab“. Äh, nein. Die Stratosphäre hat sich in den neunziger Jahren abgekühlt, in diesem Jahrtausend aber kaum einen Trend gezeigt.

Die sechste Behauptung der „wirklichen Wissenschaftler” lautet als Reaktion auf Hinweise, dass die Sonne in einen Abkühlungszyklus eingetreten ist, dass „es keine glaubwürdigen Daten und keinen glaubwürdigen Wissenschaftler gibt, der diese Behauptung aufstellt“. Falsch! Wie Dr. Willie Soon vom Harvard-Smithsonian Institute for Astrophysics schon vor einiger Zeit gesagt hat, ist die Verlängerung des vorigen Sonnenzyklus’ von den normalen 10,6 Jahren auf 13 Jahre ein guter Hinweis darauf, dass die nächsten paar Sonnenzyklen vergleichsweise inaktiv ausfallen werden.

Diese Ansicht wird gestützt durch Forschungen der NASA, die zeigen, dass die magnetischen Konvektionsströme unter der Sonnenoberfläche sich auf Schritttempo verlangsamt haben, und zwar erstmals seit Beginn der Beobachtungen ihrer Geschwindigkeit. Viele Solarphysiker sind zumindest offen für die Möglichkeit, dass die Sonne während der kommenden Jahrzehnte weniger aktiv sein wird als gewöhnlich.

Weiter geht es mit der siebten Behauptung der „wirklichen Wissenschaftler“, dass ich falsch lag mit dem Hinweis auf die stärkste jemals gemessene Erwärmung im 17. Jahrhundert in England, vor Beginn der industriellen Revolution. SIE sind erbost über meinen Hinweis, dass diese Jahrhundert-rekordverdächtige Erwärmung zwischen 1663 und 1762 stattgefunden hatte. Dies ist ihrer Ansicht nach „Rosinenpickerei“.

Nein: Ich habe einfach eine Frage gestellt: „Wie hoch war die höchste Rate pro Jahrhundert einer globalen Erwärmung im Instrumenten-Zeitalter?“ Die Antwort lautet nun einmal so, wie es ist, ob man es nun mag oder nicht. In jenem Jahrhundert gab es eine stärkere Erwärmung als in jedem Zeitraum von 100 Jahren seitdem. Für die Erwärmung von 1663 bis 1762 können wir nicht die Ursache sein. Folglich besteht die Möglichkeit, dass ein gewisser, vielleicht substantieller Anteil der geringeren globalen Erwärmung im vorigen Jahrhundert ebenfalls natürlichen Ursprungs sein könnte.

Die Inspektion der Daten scheint mir der richtige Anfang für eine wissenschaftliche Untersuchung. Aber, immer wieder, die „wirklichen Wissenschaftler“ geben immer wieder ihrer Abneigung Ausdruck gegen die reale Welt und den unbequemen Daten, die darin beobachtbar sind.

Achtens und letztens, SIE sagen, dass das Eis der Antarktis nicht zunimmt, und zu sagen, dass es doch zunimmt, ist „interessant vor dem Hintergrund von zwei wesentlichen Studien … die zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sechs große antarktische Gletscher irreversibel auf dem Rückzug sind“.

Wir wollen diese beklagenswerten wissenschaftlichen Analphabeten mit ein paar Fakten aufklären. Erstens, die Skeptiker sagen – basierend auf Beweisen – dass das antarktische Meereis zunimmt. Tatsächlich hat die Ausdehnung wiederholt Rekorde aus der nunmehr 35 Jahre langen Satelliten-Ära gebrochen. Zweitens, in den beiden erwähnten wesentlichen Studien war es um Inlandeis gegangen, nicht um Meereis.

Und – au weia! Gleich sechs Gletscher schrumpfen! Heiliger Strohsack! Hier kommt eine unbequeme Wahrheit, über die die „wirklichen Wissenschaftler“ stolpern könnten, falls SIE jemals irgendetwas lesen. Es gibt mehr als sechs Gletscher auf der Erde. Man schätzt, dass es über 160.000 sind. Fast alle wurden niemals von Menschen betreten oder gar untersucht.

Ein wenig Logik könnte diesen als „Wissenschaftler“ verkleideten Klima-Campaignern ebenfalls helfen. Die Antarktis hat sich seit Beginn der Satelliten-Überwachung nicht erwärmt. Daher ist es schwierig, mit einiger Sicherheit zu behaupten, dass der offensichtliche Rückzug von einem halben Dutzend Gletschern in einer Ecke der Antarktis der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung geschuldet ist. Es ist bekannt, dass es in diesem Gebiet oft extreme Klimaschwankungen gibt und das untermeerischer Vulkanismus vorhanden ist.

Die „wirklichen Wissenschaftler” sagen, dass das Inlandeis der Antarktis „mit einer alarmierenden Rate abschmilzt“. Da das Schmelzen nicht von Erwärmung verursacht ist (aus dem guten und hinreichenden Grund, dass es in dem Gebiet während der gesamten Satelliten-Ära keinerlei Erwärmung gegeben hatte), würden echte Wissenschaftler zuerst untersuchen, ob das Inlandeis wirklich „mit einer alarmierenden Rate“ schmilzt (Hinweis: Das ist nicht der Fall) und dann versuchen zu ergründen, warum das so ist – und nicht eine naive, aber profitable aprioristische Haltung zu übernehmen und den Menschen dafür verantwortlich zu machen.

Echte Wissenschaftler könnten auch untersuchen, wo diese „alarmierende“ Eisschmelze stattfindet, zeigen doch selbst die offiziellen (und fragwürdigen) Satelliten-Aufzeichnungen des Meeresspiegel-Anstiegs, dass dieser nicht viel über 3 mm pro Jahr steigt. Andere Aufzeichnungen – wie etwa die achtjährige Envisat-Aufzeichnung – zeigen sogar nur eine Rate äquivalent zu 3 cm pro Jahrhundert.

Abbildung 3: Die achtjährige Meeresspiegel-Aufzeichnung von ENVISAT, bevor irgendwelche „globalen isostatischen Adjustierungen“ oder andere Manipulationen vorgenommen worden sind, um die Rate des Meeresspiegel-Anstiegs bedrohlicher aussehen zu lassen.

Abbildung 4: Das Ausmaß, mit dem Meeresspiegel-Rohdaten manipuliert wurden, um den Meeresspiegel-Anstieg alarmierend aussehen zu lassen, ist alarmierend.

Und die GRACE-Satelliten, die Gravitations-Anomalien messen, haben gezeigt, dass der Meeresspiegel sogar fällt (Peltier et al. 2009; Abbildung 4). Wo also hat sich all das Schmelzen versteckt? Vielleicht kriecht es irgendwo am Boden des Ozeans herum, zusammen mit der vermissten Wärme.

Tidenmessungen zufolge ist der Meeresspiegel im 20. Jahrhundert um 7 bis 8 Inch [ca. 18 bis 20 cm] gestiegen. Nach der Anpassung an Kalibrierungsfehler und einer verwirrenden Vielfalt von Manipulationen mit den Meeresspiegel-Satellitendaten hat sich diese Rate nicht wesentlich geändert. Und warum sollte sie? Hat es doch während der letzten ein bis zwei Jahrzehnte kaum eine globale Erwärmung gegeben.

Echte wirkliche Wissenschaftler” hätten die Rekonstruktionen des Meeresspiegels im vergangenen Jahrtausend untersucht, um herauszufinden, wie sich der Meeresspiegel während der Mittelalterlichen Warmzeit (wärmer als heute) und der Kleinen Eiszeit (kälter) verändert hat. Das habe ich jetzt in Abbildung 5 getan. Grinstedt et al. (2009) rekonstruierten 1000 Jahre Änderung des Meeresspiegels. Man beachte, wie gut der Verlauf der Höhe des Meeresspiegels mit dem Verlauf der rekonstruierten Temperatur während des gleichen Zeitraumes korreliert. Im Vorübergehen erkennt man auch, dass beide Kurven kaum den albernen „Hockeyschläger“ aus dem 3. Zustandsbericht des IPCC 2001 abbilden.

Und man beachte im Besonderen, wie gering die Änderung des Meeresspiegels war: nur etwa 8 Inch [ca. 20 cm] innerhalb von 1000 Jahren.

Abbildung 5: Rekonstruierte Änderung des Meeresspiegels (Grinsted et al. 2009) und globale Temperaturänderung (IPCC 1990) im Vergleich während des vorigen Jahrtausends. Die offensichtliche Korrelation impliziert nicht notwendigerweise Kausalität, aber zumindest die Möglichkeit derselben besteht.

Jetzt wollen wir einmal annehmen, dass der Hauptgrund für eine Änderung des Meeresspiegels Temperaturänderungen sind und dass die Meeresspiegel-Rekonstruktion von Grinsted plausibel ist. Sollte das der Fall sein zeigt sich, dass der Meeresspiegel sich aufgrund einer großen Temperaturänderung zwischen der Mittelalterlichen Warmzeit und der Kleinen Eiszeit nur geringfügig verändert hat. Dies wiederum zeigt die Möglichkeit auf, dass selbst eine viel größere Erwärmung als derzeit kaum Auswirkungen auf den Meeresspiegel hat.

Da die „wirklichen Wissenschaftler” offenkundig in allen Punkten substantiell falsch liegen, warum haben SIE sich dann die Mühe gemacht, ihre Ignoranz und ihren intellektuellen Bankrott überhaupt zu veröffentlichen?

Die Antwort ist einfach. Die auf Wissenschaft und Beweisen beruhenden Argumente der Skeptiker werden immer attraktiver, und die wirklich Gläubigen des Thermageddon-Kultes wissen das. IHRE schäbige Methode ist es, ihre vernachlässigbare wissenschaftliche Bildung zur Schau zu stellen und solchen Müll zu schreiben, wie ich hier bloßgestellt habe, und es auf einer freundlich gesonnenen Website zu veröffentlichen. Dies erlaubt es anderen Klima-Campaignern, Links zu dem Müll zu posten und zu behaupten – ziemlich fälschlich – dass unsere Argumente „wiederholt und gründlich“ von den „wirklichen Wissenschaftlern“ widerlegt seien.

In Wirklichkeit haben sich die „wirklichen Wissenschaftler” selbst widerlegt, wenn sie einen solchen durchsichtigen Blödsinn schreiben, den selbst ein Laie durchschauen kann.

Das unehrenhafte Verhalten der „wirklichen Wissenschaftler”, auf deren Niveau kein echter Wissenschaftler jemals sinken würde, ist eine Maßzahl ihrer reinen, panischen Verzweiflung. SIE können nicht einmal um Erlösung beten im Gefolge eines weiteren Rekord-El Niño, weil bemerkenswert wenige Thermageddonisten an Gott glauben. Sie sind zu sehr damit beschäftigt, der Parteilinie zu folgen.

Der übelwollende Haufen, der den Unsinn verbreitet hat, den ich hier widerlegt habe, lächelt höhnisch über Roy Spencer, weil er ein gläubiger Christ ist. SIE merken einfach nicht, dass SIE selbst zu einer Religion geworden sind – aber SIE haben den Fehler gemacht, sich nicht einer wirklichen Religion zu verschreiben, sondern einem bloßen schamanistischen Aberglauben – einem pseudoreligiösen Glauben, der als Wissenschaft verkleidet daherkommt, wie es hier der Fall war, und der gezeigt hat, dass er offensichtlich in jeder Hinsicht falsch lag.

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/05/17/pseudoscientists-eight-climate-claims-debunked/#more-109448

Übersetzt von Chris Frey EIKE