Neue Studie: Meeresspiegel-Anstieg immer noch unsicher; keine statistische Sicherheit bis 2020 oder 2030

Anthony Watts
Dies kommt ein wenig wie eine Bombe für all jene, die behaupten, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt und sicher da ist. Von der University of Southampton:
ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT, UM ZU BESTIMMEN, OB DER MEERESSPIEGEL STEIGT
Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, die enthüllen soll, wie der Meeresspiegel weltweit im Laufe des 21. Jahrhunderts steigen könnte. Damit will man in die kontroverse Diskussion eingreifen, ob die Rate des Meeresspiegel-Anstiegs derzeit steigt.


Bild rechts: Eine Tiden-Meßstelle am National Oceanography Centre in Liverpool, UK.

Das internationale Forscherteam unter Leitung der University of Southampton einschließlich Wissenschaftlern des National Oceanography Centre, der University of Western Australia, der University of South Florida, der Australian National University und der Universität Siegen hat Daten von 10 seit Langem in Betrieb befindlichen, den Meeresspiegel messenden Stationen auf der ganzen Welt analysiert. Sie haben in die Zukunft geschaut, um den Zeitpunkt zu berechnen, an dem die Beschleunigung eines Meeresspiegel-Anstiegs signifikant zu merken ist.

Leitautor Dr. Ivan Haigh, Dozent im Fachbereich küstennahe Ozeanographie an der University of Southampton, sagt:

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir zwischen 2020 und 2030 hinreichende statistische Gewissheit haben werden, wie die Lage hinsichtlich des Meeresspiegel-Anstiegs bis zum Ende dieses Jahrhunderts aussehen wird. Das bedeutet, dass wir erst dann wissen, was uns erwartet, dann haben wir noch 70 Jahre Zeit zu planen. Bei einem Thema mit so großen Unsicherheiten ist diese lange Planungszeit ein Geschenk.

Da Städte einschließlich London an langzeitlichen Lösungen hinsichtlich des Meeresspiegel-Anstiegs arbeiten, werden wir dann in einer besseren Position sein, die Lage für die UK-Hauptstadt und andere Küstengebiete weltweit vorherzusagen. Wissenschaftler sollten weiterhin diese Analyse alle 5 bis 10 Jahre aktualisieren, was zu größerer Sicherheit bei der langzeitlichen Planung verhilft – und hilft, bessere Lösungen für einen sich ändernden Planeten zu finden“.

Der Studie zufolge ist das wichtigste Element zur frühestmöglichen Erkennung einer signifikanten Beschleunigung des Meeresspiegel-Anstiegs ein verbessertes Verständnis der Variabilität in den Messungen des Meeresspiegels. Danach kann man die jährliche bis multidekadische Variabilität entfernen.

„Der gemessene Meeresspiegel zeigt eine Vielfalt von Prozessen mit unterschiedlichen zeitlichen Größenordnungen“, sagt Mitautor Dr. Francisco Calafat vom National Oceanography Centre. Er fügt hinzu: „Eine der größten Schwierigkeiten bei der Bestimmung von Meeressspiegel-Beschleunigungen ist die Präsenz dekadischer und multidekadischer Variationen. Zum Beispiel: mit der North Atlantic Oscillation in Verbindung stehende Prozesse haben starken Einfluss auf den Meeresspiegel rund um UK in multidekadischen Zeiträumen. Derartige Prozesse bringen eine Menge ‚Rauschen‘ in die Aufzeichnungen, was zugrunde liegende Beschleunigungen der Rate verschleiert. Unsere Studie zeigt, dass wir erst dann eventuelle Beschleunigungen erkennen können, wenn wir diese Prozesse angemessen verstehen und sie aus den Aufzeichnungen entfernt haben“.

Mitautor Prof. Eelco Rohling von der Australian National University und früher der University of Southampton, fügt hinzu:

„Mit der Entwicklung einer neuen Methode, die realistisch den zukünftigen Anstieg des Meeresspiegels abschätzt, ist es uns gelungen, neue Einsichten in die Debatte einzubringen und zu zeigen, dass es substantielle Beweise für eine signifikante Beschleunigung des Meeresspiegel-Anstiegs im globalen und regionalen Bereich gibt. Allerdings verhindern die großen Signale des ‚Rauschens‘ an einigen Küstenorten, dass wir vor dem Ende dieses Jahrzehnts an diesen individuellen Messorten irgendwelche Beschleunigungen entdecken können“.

Die Ergebnisse der Studie, gefördert vom Natural Environmental Research Council (iGlass consortium), werden demnächst im Journal Nature Communications veröffentlicht.

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/05/09/study-sea-level-rise-acceleration-still-uncertain-we-wont-have-statistical-certainty-until-2020-2030/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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8 Kommentare

  1. @#4:
    Es ist immer wieder beruhigend, wenn man die originalen Veröffentlichungen zu solchen Themen findet.
    Auf wetteronline.de wurde beim letzten Antarktis-Alarm (bewusst) nicht erwähnt, wann die Ereignisse eintreten werden.

    Heute auf wetter.de ist die Eisschmelze auch nicht mehr aufzuhalten. Dort wird zwar der Zeitpunkt des Eintretens erwähnt, aber kurzerhand einfach mal auf die nächsten „zwei Jahrzehnte“ vorgezogen.

    Das sind unsere Medien… Übelste Propaganda…

  2. @6
    Habe mich teilweise durch die SPON Beiträge gearbeitet. Überwiegend vernichtend für die „neuen Wissenschaften“. Vernunft scheint sich langsam durchzusetzen.

    Die Menschheit hat Eiszeiten, grüne Saharas, wo floss angeblich Milch ind Honig?, und Heißzeiten überlebt. Ebenso das Waldsterben, nebst vorhergesagter Eiszeit, und das Ozonloch in der Neuzeit. Sie, die Menscheit, hatte unter Kaltzeiten zu leiden, Völkerwanderung, Pest, 30 jähriger Krieg usw. Haben überlebt!

    Was verlangen unsere „wissenschaftlichen Transformer“ nun von uns, gesetzlich verbindlich?
    Die schlechteste aller Möglichkeiten, -Kälte.

    Würde ich in einer früheren Zeit leben, würde ich mich freiwillig melden um diesen „Ketzern“ den Kopf vom Rumpf zu trennen.

    In unserer Zeit undenkbar, – aber es exiestiert „gottseiedank“ noch kein Gesetz, dass ich diesen Bullshit auch noch glauben „muss“.

    Ich kenne mein Leben sehr genau, mit allem Wissen das man ansammeln konnte, und auch wollte. Ich konnte dank der Umstände sehr viele Kenntnisse über meine Umwelt sammeln, und verstehen. Dank eines „unverbildeten, gesundem“ Menschenverstand auch nachvollziehen, und verstehen.

    Diese qaksalbernen Modellierer sind mir nicht nur suspekt, sondern ein Gräuel! Ab jetzt werden sie bekämpft.

    Stopsel in der Antaktis, Meeresspiegelastieg zs, zs ,Zs.

  3. Sehr ermutigend, in den SPON-Kommentaren, die in der Mehrheit gegenläufig sind, wird geäußert, dass die „Forscher“ schlicht & simpel für solche Panik-erzeugen-sollende Meldungen bezahlt werden, ihr Job ist keine Forschung, sondern Zuarbeiten für den Erhalt des Klimakatastrophen Riesengeschäfts.

  4. War nicht vor kurzem (einem oder zwei Monaten?) noch von einem Anstieg von 4-5 Metern oder mehr die Rede?
    Es stand dann allerdings dabei, dass dies erst in einigen hundert (1000?) Jahren der Fall wäre.

    Da hat jetzt wohl jemand gemerkt, dass er für die Erzeugung von genügend Angst den falschen Zeitrahmen verwendet hat.

  5. Was soll denn dieser – Dank für die Übersetzung! – Beitrag. Ist doch hoffnungslos schon überholt!
    Ja, „weisst Du“ das denn noch nicht: „Der für die Westantarktis entscheidende Thwaites-Gletscher könnte schon in 200 Jahren verschwunden sein. Spätestens in gut 1000 Jahren ist er den Berechnungen zufolge weg. Der Gletscher, der in die Amundsen-See mündet, dient als Stütze der benachbarten Eismassen. Kollabiert er, könnten weitere Gletscher rasch folgen. weiter lesen: http://web.de/magazine/wissen/klima/18930498-eisschmelze-antarktis-stoppen.html#.A1000145
    Die schnelle Schmelze des Thwaites-Gletschers ergibt sich aus Computersimulationen, die in der Fachzeitschrift „Science“ vorgestellt wurden.“
    Und weiter:
    Der globale Meeresspiegel steige in der Folge um etwa 60 Zentimeter, schreiben Forscher um Ian Joughin von der Universität von Washington in Seattle. Ein komplettes Abschmelzen des westantarktischen Eisschilds als Folge des Klimawandels würde demnach zu einem Anstieg um drei bis vier Meter führen.
    Die Forscher um Ian Joughin hatten Radaraufnahmen und Satellitenmessungen genutzt, um zu simulieren, wie sich der Gletscher durch unterschiedlich starkes Abschmelzen in Zukunft entwickeln wird. Zwar könne der Gletscher bei geringen Abschmelzraten noch in 1000 Jahren existieren. Doch die Daten der vergangenen 18 Jahre passen nach Angaben der Forscher eher zu einem rasanten Zusammenbruch in 200 bis 500 Jahren.
    Daten aus vier Jahrzehnten wiesen darauf hin, dass die sechs in die Amundsen-See mündenden Gletscher den Punkt schon passiert haben, von dem an es kein Zurück mehr gibt, schreibt auch ein Team um Eric Rignot von der Universität von Kalifornien in Irvine (USA) in den „Geophysical Research Letters“. Allein das schmelzende Eis dieser Gletscher könne die Meeresspiegel um etwa 1,2 Meter steigen lassen. weiter lesen: http://web.de/magazine/wissen/klima/18930498-eisschmelze-antarktis-stoppen.html#.A1000145
    Und nun führt man noch den:“
    Welttag der Berge (ein)“
    Na, das ist doch mal ne Information, die heute auf allen Radio-Kanälen weitergespielt wurde: DLF, DLR – ARD und ZdF werden sicher noch folgen!
    Wir sind medial grünhirngeschissen umzingelt! Solche Darlegungen, wie vom ehemaligen Umweltminister Gabriel nun als (so)genannter Wirtschaftsminister abgesondert, finden selbstverständlich keinen Zugang in die Nachrichtenwelt. Da sind doch Alarm, Panik, Katastrophe, Endzeit, Schuld, Sühne … viel bessere Botschaften – und vor allem das Heilsversprechen: Wenn DU – es kommt ja auf jeden Einzelnen an – wenn DU DICH änderst und (Blockwartsystem? STASI-System?) schaust, daß (falsche Neuschreibung) DEIN Nachbar sich auch daran hält (wann endlich gibt es den ÖKO-Kreisleiter, der nachhaltiges Fehlverhalten ahnden kann! Zumindest mit einer Anzeige!).
    Ich sage da, einen erfolgreichen Slogan aufgreifend: NUR WEITER SO!
    Oder anders: Glauben versetzt Gletscherberge!

  6. Neue Meldung heute in ARD/ZDF:
    Antarkris unumkehrbare Abschmelzung schneller als gedacht, in 200 Jahren bis 1m Anstieg!
    und jetzt kommts : Das IPCC hätte das bis jetzt nur unzureichend berücksichtigt!
    Diese Geier stürzen sich doch auf jeden tauenden Eiskristall! Das ist ja wohl die Verarschung schlechthin! Natürlich basiert wieder alles auf Modellen, die ja so genau die Wirklichkeit abbilden!

  7. Na klar doch. Diese Wissenschaftler sind sich ganz sicher, dass sie spätestens 2030 in der Lage sind, bei nichtlinearen und chaotischen Systemen langfristige Vorhersagen zu machen. Na da sollte ja dann auch dem Noblen Preis nichts mehr im Wege stehen! Und wenn man diese „Experten“ dann 2030 befragt, wird man bestimmt als Antwort bekommen, dass man aber gaaaanz sicher 2040 so weit sein wird, die „Meeresspiegelbeschleunigung“ mit „hinreichender … Gewissheit“ vorherzusagen – wie halt bei jeder anderen Weltuntergangssekte auch!

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