Eingabe eines Kleinaktionärs zur E.ON HV am 30.4.2014

EEX Wind- und Solareinspeisung Januar 2014

Am 30.4.14 hielt die EON AG ihre jährliche Hauptversammlung ab. Wie die anderen Versorger z.B. RWE, Vattenfall und EnBW, hat die Führung von EON nicht nur tatenlos der massiven Zerstörung von Werten durch das EEG zugesehen, sondern zum erheblichen Teil auch noch kräftig dabei mitgemacht. Dieses Verhalten verstieß und verstösst massiv gegen die Pflichten, die das Aktienrecht Vorstand und Aufsichtsrat zum Schutze der Aktionäre und ihres Eigentums auferlegt. Unser Autor, der Kleinaktionär von EON Prof. Dr. Alt schrieb deshalb an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der EON AG Dr. Werner Wenning einen Brief und forderte Aufklärung, ebenso wie Änderung


Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt 52078 Aachen, den 29.04.2014 Eichelhäherweg 6 

Eingabe zur E.ON HV am 30.4.2014

Sehr geehrter Herr Wenning, sehr geehrte Damen und Herren im Aufsichtsrat und Vorstand.

als Kleinaktionär der E.ON SE möchte ich fragen, warum nicht deutlicher die Ursache der Misere der sehr angespannten Geschäftsentwicklung der E.ON SE in den Medien thematisiert und die Gründe für alle einsichtig erläutert werden. Triviales Wissen ist, dass auch beliebig viele Wind- und So­laranlagen eine verlässliche und bezahlbare Stromerzeugung nicht leisten können, da Null mal "be­liebig" immer noch Null bleibt, es keine bezahlbaren Stromspeicher gibt und auch absehbar nicht geben kann. Wohl wird der Betrieb aller konventionellen Kraftwerke durch den gesetzlichen Vorrang der sehr teuren Stromerzeugung in regenerativen Anlagen immer unwirtschaftlicher.

Dass unsere Wirtschaft im globalen Wettbewerb – ebenso die Kunden – noch lange diese ineffiziente Kapitalverwendung zur subventionierten, nur fluktuierend verfügbaren, Stromerzeugung aus Sonnen­energie und Windkraft, zusätzlich zu dem unverändert notwendigen konventionellen Kraft­werksmix – in welchem Mixverhältnis auch immer – verkraften kann, ist sehr unwahrscheinlich.

Fluktuierend erzeugter Strom hat eben leider nur den Wert der ersparten Kosten in den ohnehin notwendigen Kraftwerken. Das ist deutlich unter 2 ctlkWh, meist sogar deutlich unter 1 ctlkWh.

Insbesondere sollte den Presseberichten: "E.ON habe den Übergang zu mehr Wind- und Sonnen­strom verschlafen" energisch widersprochen werden.

So ein Unsinn, soll E.ON (oder auch RWE, Vattenfall und EnBW) denn auch auf diesen ver­hängnisvollen Subventionszug aufgesprungen sein und zu Lasten aller Stromverbraucher auch noch die bereits von unserer Bundeskanzlerin beim Handelsblattdinner im April 2013 als unvernünftig und änderungsnotwendig benannte Steigerung der Sonnen- und Windleistung noch weiter befeuert haben?

Eben auch noch als Subventionsprofiteurer zu Lasten aller Bürger?

Bitte klären Sie doch endlich in einer Großanzeige in allen Medien die Bürger und Stromkunden über die wirkliche Lage in unserem Land auf, etwa so, wie das Prof. Werner Sinn als einziger der auf die­sem Gebiet besonders renommierten Wissenschaftler bisher getan hat: "Energiewende ins Nichts".

Video von SAT1: Sigmar Gabriel nimmt am 17.4.2014 in Kassel bei SMA Stellung zur

Energiewende:http://www.1730live.de/sigmar-gabriel-nimmt-in-kassel-stellung-zur-energiewende/

Wörtliche Zitate aus seiner Rede zur EEG-Reform:

"Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht."

"Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben."

"Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte."

J{efmut Alt

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9 Kommentar(e)

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1
Hanna Thiele

(War leider eben nur halber Text, hier komplett:)

E.ON ist Gefangener seiner eigenen Lüge.

UBA-Leiter Lutz Wicke am 14.11.2006 in der FAZ (auszugsweise):
"Der geradezu sensationelle Vorstoß einiger Weltwirtschaftsführer des World Economic Forum vor anderthalb Jahren, der von Unternehmen wie BP, Eon, Siemens und Volkswagen angeführt worden war, muß ins kollektive Gedächtnis zurückkehren. Der "Urgent Call" von damals ist heute aktueller denn je. Die Führer derG-8-Staaten, die zur selben Zeit für einen "harten", wirksamen Klimaschutz durch ein globales Emissionshandelssystem eingetreten waren, darf nicht vergessen werden. Sie haben Kyoto-Plus den Weg geebnet. Dieselben Weltwirtschaftsführer können jetzt mit einem solchen Vorstoß beim Wort genommen werden. "

Wicke sagte klar, um was es geht, es geht um die Finanzierung eines "ökosozialen Marshallplans".
Die Stromversorger haben sich Instrumentalisieren lassen (gegen guten Hehlerlohn), das Geld bei den Bürgern über den Strompreis einzuziehen. Obendrein haben sie aktiv zur Verblendung der Bürger und deren Kindern beigetragen.
Nun sitzen sie in der selbstgestellten Falle, sie haben das Vertrauen ihrer Kunden verraten und mißbraucht.

Ohne sich selbst aus der CO2-Falle zu befreien, werden sie da nicht rauskommen. Bei den Mitlügnern Siemens, Volkswagen und BP liegt es ähnlich, sie lügen doch alle weiter und immer perfider.

Wir haben Öko-Soz-Faschismus und der hat seine Hiwis, die von Hitlers „willigen Helfern“ kaum zu unterscheiden sind.

2
Hanna Thiele

Wicke sagte klar, um was es geht, es geht um die Finanzierung eines "ökosozialen Marshallplans".
Die Stromversorger haben sich Instrumentalisieren lassen (gegen guten Hehlerlohn), das Geld bei den Bürgern über den Strompreis einzuziehen. Obendrein haben sie aktiv zur Verblendung der Bürger und deren Kindern beigetragen.
Nun sitzen sie in der selbstgestellten Falle, sie haben das Vertrauen ihrer Kunden verraten und mißbraucht.

Ohne sich selbst aus der CO2-Falle zu befreien, werden sie da nicht rauskommen. Bei den Mitlügnern Siemens, Volkswagen und BP liegt es ähnlich, sie lügen doch alle weiter und immer perfider.

Wir haben Öko-Soz-Faschismus und der hat seine Hiwis, die von Hitlers „willigen Helfern“ kaum zu unterscheiden sind.

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@#6: Sie schreiben "...kaum einer weiss mehr so richtig wie Wirtschaft funktioniert..." - genau so ist es. Die Ursachen der Misere sind ganz grundsätzliche Dinge wie unbegrenzte Demokratie (d.h. die Mehrheit hat bei uns immer Recht), Planwirtschaft statt Marktwirtschaft, und die vom Staat angemaßte Rolle als Gerechtigkeits- bzw. Umwelt-Engel.

Aber anstatt diese grundsätzlichen Ursachen zu erkennen, wird an den Symptomen herumgedoktort, die Pläne der Planwirtschaft umgeändert, und für die die laut genug schreien werden Ausnahmeregelungen gemacht (Stromrabatte für "die Industrie").

Die Wurzel des Übels der Energiewende liegt in der Ablehnung der Marktwirtschaft als Garant für Wohlstand allgemein und einer nachhaltigen Energieversorgung. Auch in Zeiten wo Strom noch relativ billig war und in D. noch AKW gebaut wurden, war dieses Kuckucksei schon gelegt, es hat sich nur erst jetzt voll ausgewirkt. Man sieht das auch in Frankreich: Das Land hat die technisch beste und sauberste Stromversorgung der Welt! Nur leider nicht auf basis der Marktwirtschaft entstanden, sondern mit Planwirtschaft. Der aktuelle Präsident Hollande ist grüngefärbt und will 50% der AKW abschalten und den Deutschen nacheifern. So schnell kann es gehen wenn man alles von wechselnden Mehrheiten abhängig macht.

4
Katrin Meinhardt

Am gestrigen Freitag fand auch die 1. Lesung zur Novellierung oder so ähnlich des EEG. Es ging lustig zu, unsere Parlamentarier sind komische Vögel. Und draussen waren ein paar böse grüne Marsmännchen, die machten Lärm für. Die waren sauer oder verärgert oder beides. 🙂 Und die Aasgeier der Medien stürzten sich dankbar auf die Beute, vor lauter Langeweile. Zerfetzt wurde niemand. Eine abgekartete Sache?

In der Kirche der Demokratie sucht man fähige Unternehmer mit der Lupe, mittlerweile, oder schon seit vielen Jahren. Fakt ist, kaum einer weiss mehr so richtig wie Wirtschaft funktioniert. Die glauben, Fachleute werden nicht mehr benötigt. Schöne neue Welt. Und ich glaube, die schreien sich auch an, im Parlament. Aus jedem Krümel machen die ein Krieg, das Brot wollen die aber übersehen. Tja, Amateure wissen was wichtig ist.

5
Lutz Niemann

Gabriel sagte „…sind wir sowieso Bekloppte“. Da hat sich Gabriel also eingeschlossen. Bin gespannt darauf, wie er diesem seinem Manko abhelfen will!!!

Und „Bild der Wissenschaft“ bringt im Heft Mai als Titelthema 20 Seiten Lobhudelei zur Energiewende mit der Überschrift: „So wird die Wende zum Erfolg“. Alle die dummen Sprüche stehen drin, die wir schon seit vielen Jahren kritisieren --- einfach schreckliche "Wissenschaft" ist das. Bitte um zahlreiche deutliche Leserbriefe an BdW.

6

@ #1

Herr Polreich,

Herr Prof. Alt ist doch von der Konkurrenz (RWE). 😉

Der kriegt bestenfalls eine Antwort bestehend aus den üblichen Textbausteinen.

7
Frank Grabitz

Es ist sehr traurig, das man einen Brief solchen Inhaltes an E.ON erst schreiben muss. Man fragt sich wirklich was diese Führungsriege bei E.ON für eine Strategie fährt, denn Intelligenz unterstelle ich diesen Leuten schon.
Nur gut dass dieser Brief aus einem fachlich berufenen Munde kommt und somit doch eine Standard-Klischee Antwort entfallen dürfte.
RWE könnte - denk ich an die lächerliche Fernsehwerbung - sich genauso angesprochen fühlen.

8
Gerald Pesch

Gestern Abend wurde man mal wieder von der grenzdebilen E.ON Werbung schmerzlich daran erinnert, daß wir im Land der „Energiewende ( oder besser gesagt der bekloppten) leben. E.ON löst das Problem fehlender Kraftwerksleistung durch fluktuierende WKA und PV-Generatoren durch ein „intelligentes Management und Stromspeicher“! Dass ein Deutschen Stromversorger sich zu so einem Stuss herab lässt, ist der Tiefpunkt der Anbiederung an den grünen Zeitgeist. Wer führt eigentlich solche Unternehmen? Ein Parteisekretär oder wer?? Der Sozialismus ist nicht überwunden in Deutschland, er hat nur die Farbe gewechselt, grün…………

9
Erwin Polreich

Gab's von den angesprochenen Damen und Herren schon eine Reaktion? Oder wird überhaupt eine erwartet?
Ist ja immerhin schon eine Woche her....
Erwin Polreich