Was das Schlachten einer Giraffe und ein Freihandelsabkommen gemeinsam haben

Im folgenden Essay untersuchen die beiden Physiker Lorenz Teufel und Hans-Dieter Radecke wie weit die Entfremdung von der Natur, ausgelöst durch die mittlerweile vorherrschende urbane Lebensweise die Menschen anfällig macht, in die Natur das vielfach erwünschte Gute hineinzuprojizieren, während der Mensch an sich immer mehr für alles Böse verantwortlich gemacht wird.
Als „wissenschaftliche“ Krücken für diese Haltung eignen sich dazu heutzutage besonders leicht wissenschaftliche Hypothesen, oder wenn bewiesen, Theorien, zum Aufbau von quasireligiösen Überzeugungen die als „wissenschaftlichen“ Rechtfertigung für diese eignen, willkürlichen Projektionen herhalten müssen. Der anthropogene induzierte Klimawandel ist eine solche Hypothese und eignet sich daher vortrefflich dazu, ist aber bei weitem nicht die Einzige.


von Lorenz Teufel und Hans-Dieter Radecke

„Natur, rot an Zahn und Klaue.“ Die Zeile stammt von Alfred Lord Tennyson. Er spielt hier auf die unheilbare Hoffnung des Menschen an, „dass Gott Liebe wärʼ / Und Liebe das Gesetz, auf das die Schöpfung baue.“ Unheilbar ist sie nach Tennyson, weil seine Mitmenschen trotz gegenteiliger Erfahrungen daran festhielten, selbst dann „wenn die Natur auch, rot an Zahn und Klaue / Vor Raublust, dieses Credo niederschrie.“
Der Glaube an eine gütige Mutter Natur ist gerade heute wieder allgegenwärtig und trägt nicht selten die Züge religiöser Verblendung. Nachhaltig, gerecht und innovativ ist sie. Mit sanfter ruhiger Hand hält sie alles in der Balance, sorgt in einem perfekten Gleichgewichtssystem uneigennützig für alle ihre Geschöpfe und bringt dabei einen Gleichklang aus Schönheit, Harmonie und erhabener Perfektion hervor. Werden wir mit ihren blutigen Zähnen und Klauen konfrontiert, reagieren wir mit sentimentalem Unverständnis. „Der Sentimentale“, meinte einst Oscar Wilde, „ist einer, der in allen Dingen lächerlich hohe Werte sieht und von nichts den Marktpreis kennt.“

Häufig genug geht dieses naive Naturverständnis bereits so weit, dass Naturkatastrophen gar nicht mehr der Natur selbst zugeschrieben, sondern gänzlich „der Menschheit“ angelastet werden. Lawinen sind dann nur noch die zwangsläufige Folge von Naturraubbau; Stürme, Trockenheiten, Überschwemmungen und Erdbeben sind durch unseren verantwortungslosen CO2-Ausstoß verursacht; Tsunamis werden durch geheime militärische Experimente oder ganz allgemein durch die menschliche Hybris ausgelöst. Da ist es dann nur noch ein Roth-grünes Handumdrehen, und 16 000 japanische Tsunamitote mutieren zu Opfern eines Reaktorunfalls. Niemand hat diesen Naturkitsch besser und kürzer zum Ausdruck gebracht als Herbert Grönemeyer: „Die Erde ist freundlich / Warum wir eigentlich nicht?”

Als vor einigen Wochen in einem dänischen Zoo die Giraffe Marius öffentlich geschlachtet und danach an die Raubtiere verfüttert wurde, brach ein weltweiter Sturm der Entrüstung über die Verantwortlichen herein. Meinungsstarke aber geistesschwache Online-Petitionen wurden gestartet, der Zoodirektor bedroht. Die blutige Fratze der ach so gerechten Natur wollte niemand sehen. Über 90 Prozent aller jemals existierenden Arten hat die angeblich doch so nachhaltige „Mutter Natur“ ausgerottet.

Ähnliche Empörungsstürme brechen bezeichnenderweise los, wenn die Marktwirtschaft ihre von Freiheit verzerrte Fratze erhebt. „Eigentlich“ wird die Marktwirtschaft ja von der Mehrheit aller Deutschen geliebt und geschätzt. Quer durch alle Parteien wird sie hochgelobt und anerkannt. Selbst Stalin-Verehrerin Wagenknecht bekommt feuchte Augen, wenn sie uneigennützig ihre Vollendung fordert. Allerdings ist hier die Rede von einer ganz bestimmten Art von Marktwirtschaft. Sozial, gerecht, nachhaltig, innovativ und moralisch muss sie sein, Arbeitsplätze soll sie schaffen und sichern. Und statt bloß quantitativen Besitz für den Einzelnen, muss sie qualitativen und genfreien Wohlstand für jeden erzeugen. Alles Mögliche darf sie sein, nur allzu frei, das darf sie nicht sein. Denn dann wird sie zum „Morallehrer“.

Besonders deutlich wird die Abscheu gegen diese ungeliebte Seite des Marktes angesichts des bevorstehenden Freihandelsabkommens mit den USA und der Entscheidung des EU-Ministerrates, gentechnisch veränderten Mais NICHT zu verbieten. Da geht ein Gespenst um in Deutschland – das Gespenst des rücksichtslos selektierenden freien Marktes. Ein Massensterben europäischer Filmkulturen stehe uns bevor, warnen Subventionscineasten und Kulturnationalisten. Verordnungsschützer und Regelhüter sehen unkalkulierbare Risiken für unmündige Verbraucher und unsere unbefleckte Genflora voraus, fürchten gar um die letzten Biotope staatlicher Gouvernantenwillkür. Am Ende könne selbst die Wim-Wenders-Förderungsfauna in ernste Gefahr geraten. „Ihr habt nichts zu gewinnen als Freiheit“, schallt es aus allen Subventionspalästen – „aber unser Niveau zu verlieren.“

In seiner sentimentalen Einfalt gleicht dieses Wunschbild vom sozialen Markt auf verblüffende Weise dem romantischen Zerrbild von der Natur. Auch hier finden wir die selben geistlosen Versatzstücke einer romantischen heile-heile-Gänschen-Weltsicht. So wie auf der einen Seite der maßlos konsumierende Mensch für die Katastrophen in einer eigentlich gütigen Natur verantwortlich ist, so ist es in der eigentlich perfekten Welt der sozialen Markwirtschaft die böse Kapitalistin (Bänkerin, Hedgefondsmanagerin), die die heile Welt durch ihre unmäßige Gier in ein Armenhaus verwandelt. Analysiert man es zu Ende, dann gibt es natürlich keinen Zweifel, dass die Kapitalistinnen letztendlich auch für Naturkatastrophen und Artensterben verantwortlich sind. Wer sonst?

Als Charles Darwin vor mehr als 150 Jahren über seiner Evolutionstheorie brütete, sah er sich einem Problem gegenüber. Seine Theorie der natürlichen Selektion basierte auf einem radikalen Individualismus. Nach seiner Ansicht wirkte die Selektion nämlich nicht zum Wohl von Arten, sondern ausschließlich zum Wohl von Individuen und ihres Fortpflanzungserfolges. Damit stand sie im krassen Gegensatz zu den gottgefälligen Ideen seiner Zeitgenossen über eine gütige Schöpfung, die sich liebevoll um jede Spezies sorgt und kümmert. Wenn es aber so war, wie Darwin glaubte, wie konnte dann ein nur auf das Wohl des Einzelnen gerichteter Mechanismus zu so komplexen sozialen Strukturen und artübergreifenden Beziehungen führen, wie er sie überall in der Natur vorfand?

Die Lösung seines Problems fand er unter anderem in Adam Smiths Wirtschaftstheorie des „laissez-faire“. Durch geniale Ideenübertragung gelang es Darwin, die Perfektion und Stabilität der Naturprozesse aus seiner rein individualistischen Selektionstheorie heraus plausibel zu machen. Für den schottischen Philosophen Smith war klar, dass der Wettbewerb von Unternehmen (Arten), von denen jedes die Freiheit besitzt, nach dem eigenen Nutzen (Fortpflanzung) zu streben, dazu führen würde, dass weniger fähige Konkurrenten vom Markt gedrängt würden. Zwischen den jeweils Erfolgreichsten könnte sich ein Gleichgewicht bilden, wodurch eine geordnetes Wirtschafts- (Öko)system entstünde. Smith drückte es so aus: „Jeder glaubt nur sein eigenes Interesse zu verfolgen, tatsächlich erfährt so aber indirekt auch das Gesamtwohl der Volkswirtschaft die beste Förderung. Der einzelne wird hierbei von einer unsichtbaren Hand geleitet, um ein Ziel zu verfolgen, das er keineswegs intendiert hat.“

Heute werden weder Darwins Selektionstheorie noch Adams Wirtschaftstheorie von Wissenschaftlern als uneingeschränkt richtig erachtet. Beide Theorien haben Erweiterungen und Veränderungen (Populationsgenetik, Spieltheorie etc.) erfahren. Vielen von uns ist auch klar, dass „Natur“ und „Markt“ nur abstrakte Begriffshülsen sind, deren Inhalt und Bedeutung ganz wesentlich von den jeweils favorisierten menschlichen Norm- und Wertesystemen abhängen. Wer in der „Natur“ nur einen unschuldigen Hort des Heils sieht, den man mit allen Mitteln vor dem Zugriff des gierigen Menschen schützen muss, projiziert damit seine eigenen Wert- und Wahnvorstellungen ebenso nach außen, wie derjenige, der in ihr nur die Blaupause für seinen perversen Kampf gegen alles „Schwache“ und „Unvollkommene“ sieht.

Ein objektives Ding namens „Natur“ mit klar definierten Grenzen und Eigenschaften gibt es ebenso wenig, wie es „den Markt“ gibt. „Dem Markt“ vorzuwerfen, er bringe aus sich heraus keine Moral hervor und sei deshalb auf äußere Moralquellen angewiesen, ist deshalb in etwa so sinnvoll, wie „der Mathematik“ oder „der Zeit“ vorzuwerfen, sie seien lieblos. Selbstverständlich produzieren Drogen- oder Gemüsemärkte keine Moral, das tun aber Religionen, Ideologien oder Gebote auch nicht. Die einzige Moralquelle, die wir kennen, ist der Mensch, der seine Moralvorstellungen auf abstrakte Entitäten wie Götter oder Gebote projiziert. „Der Markt“ ist eine Abstraktion, er ist so gut oder schlecht oder frei, wie die Menschen, die ihn durch Regeln und Handlungen konstituieren.

Die Bilder und Vorstellungen, die wir uns vom Markt oder der Natur machen, sagen uns damit etwas über unsere Ideologien und Wertesysteme. Wer in der Natur nur ein armes und wehrloses Opfer des Menschen sieht, für den ist es ein Leichtes, daraus das Recht abzuleiten, soweit in das Leben eines jeden einzelnen Menschen einzugreifen, bis ihm jede Möglichkeit genommen ist, „die Natur“ zu schädigen. Und wer im „Kapitalismus“ nur ein ungerechtes amoralisches Raubtier mit blutigen Klauen sieht, für den ist es eine selbstverständliche Pflicht, „den Markt“ soweit in Fesseln zu legen, bis er nur noch Gleichheitsmoral nach Plan produziert und jedem Menschen die Freiheit genommen ist, „ungerechten“ Reichtum anzuhäufen.

Wer wie Jürgen Habermas „den Kapitalismus“ zähmen will, der muss sich darüber klar sein, dass es hier nicht darum geht, ein abstraktes Etwas zu bändigen. Hier geht es schlicht darum, Menschen durch staatliche Gewalt zu zähmen, sie am Handeln zu hindern und ihre Freiheit einzuschränken. Denn „der Kapitalismus“ stellt die Freiheit des Individuums ins Zentrum aller wirtschaftlichen Aktivitäten – und damit die Quintessenz der Aufklärung. „Der Markt“ mag ein abstraktes Konstrukt sein, aber seine konkreten Regeln betreffen uns alle real. Jede Regulierung des freien Austausches von Waren und Dienstleistungen ist ein konkreter Eingriff in unser Leben. Und dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob wir Anbieter oder Kunden sind, denn die meisten von uns sind beides. Wir kaufen Waren und Dienstleistungen und bieten unsere Talente und Arbeitszeit an. Das bedeutet nun nicht, dass „der Markt“ keine Regeln braucht, ganz im Gegenteil, ein Markt braucht Regeln, sonst ist er kein Markt, und „ungeregelter Kapitalismus“ ist ein Widerspruch in sich. Doch diese Regeln sollten den freien Austausch von Waren und Dienstleistungen sichern und ihn nicht durch staatliche Gewalt in ideologische Bahnen zwingen oder gar unmöglich machen. Moralische Marktfeindlichkeit mit dem Ziel der Schaffung einer „gerechten“ Gesellschaft führt überall hin, nur nicht zu einer „humaneren“ Welt.

Nach einer Emnid Umfrage fordern 83 Prozent aller Deutschen, dass sich die Bundeskanzlerin für noch strengere Klimaschutzziele einsetzen soll. DREIUNDACHZIG Prozent aller Deutschen wünschen sich also, der Staat solle sich noch mehr als er das ohnehin schon tut, in das Leben eines jeden Bürgers einmischen, um „das Klima“ zu retten, das nach fast übereinstimmender Meinung vom Menschen bedroht wird. Das Ganze trägt Züge eines religiösen Wahns. Im sogenannten Klimaschutz“ gehen die beiden beschriebenen Ideologien von „Markt“ und „Natur“ eine fast perfekte Symbiose ein. Wer glaubt, hier gehe es nur um die Verschärfung einiger Grenzwerte, der irrt sich gewaltig. Hier nimmt sich der Staat das Recht heraus, seinen Bürgern vorzuschreiben, was sie kaufen, was sie produzieren und was sie verkaufen müssen. Der grüne Umweltsenator in Bremen plant gar das Grundrecht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung „einzuschränken“, damit „Blockwarte“ ohne Gerichtsbeschluss überprüfen können, ob jemand mit Strom heizt. Um es klar zu sagen, wer so etwas tut, missbraucht das staatliche Gewaltmonopol und tritt die Freiheit seiner Bürger mit Füßen.

Hier wird Adams „unsichtbare Hand“ durch Ideologie ersetzt. „Der Markt“ soll durch Zwang in eine bestimmte Richtung gelenkt werden, um festgelegte Vorgaben (für Elektroautos, Ökostrom, CO2-Ausstoß, Frauen und Löhne) zu erreichen. Kennzeichen eines freien Marktes hingegen ist es, dass jeder Akteur in Freiheit und eigener Verantwortung seine jeweiligen Interessen verfolgen kann. Das führt dann dazu, dass Marktentwicklungen zwar nicht vorhersehbar sind, aber durch das Wirken der Freiheit auf vielfache Weise das Gemeinwohl fördern. Erfolgreiche freie Unternehmer zeichnet es nämlich aus, dass sie etwas anbieten, was die Kunden wirklich haben wollen. Nur wer sich Gedanken darüber macht, was seine Mitmenschen brauchen, sich wünschen oder in Zukunft für ihr Glück und Wohlbefinden benötigen werden, wird am freien Markt erfolgreich sein. Denn im Gegensatz zur Staatsgewalt hat keine „Kapitalistin“ die Macht, ihre Kunden zum Kauf bestimmter Produkte (oder TV-Programme) zu zwingen. Sie muss den Kunden durch Qualität und Preis für sich gewinnen. Henry Ford, George Westinghouse und Walt Disney waren nicht erfolgreich, weil sie selbstlos zu Planerfüllungsgehilfen und Subventionsschmarotzern degenerierten, sondern weil sie aus Eigeninteresse ihren Mitmenschen gute und preiswerte Offerten machten. Mut zur Innovation, Kreativität und Risikobereitschaft sind die entscheidenden Merkmale eines produktiven Marktes – nicht Gesetze, die dem Bürger bestimmte Quoten, Produkte und Dienstleistungen aufzwingen.

Doch mit rationalen Argumenten und Erfahrungswerten ist hier, wie bei fast jeder religiösen Gemeinschaft, wenig bis nichts auszurichten. Wer davon überzeugt ist, uneigennützig und selbstlos zum Wohl der Menschheit und der Schöpfung zu handeln, dem ist mit Vernunft nicht beizukommen. So wie sich die Ideologen der sozialen Planwirtschaft nicht durch die Tatsache kurieren lassen, dass sämtliche derartigen Versuche zum Leid von Millionen Menschen jämmerlich gescheitert sind – jüngstes Beispiel ist Venezuela, wo eines der ölreichsten Länder in einem Sumpf aus Verbrechen und Korruption versinkt – so lassen sich die sogenannten Natur- und Klimaschützer weder durch das menschliche Leid, das durch die Palmölproduktion verursacht wird, noch durch die Tatsache zum nachdenken bringen, dass im eigennützigen freien Markt der USA Energiepreise und CO2-Ausstoß sinken, während sie in unserer selbstlosen Planwirtschaft munter steigen.

Selbstlos und uneigennützig fordert deshalb Wim Wenders, seine Subventionen nicht durch ein Freihandelsabkommen zu gefährden; selbstlos und uneigennützig verschandeln deshalb Wind- und Solarfirmen ganze Landstriche, ehe sie in Insolvenz gehen; selbstlos und uneigennützig muss die Kanzlerin deshalb um das diabolische amerikanische Frackinggas betteln. Wir jedoch, „wir sind nicht bereit, von irgendjemandem anzunehmen, dass es ihm an Selbstsucht mangelt.“ (Adam Smith) Und dennoch vertrauen wir darauf, dass der Mensch vernünftig ist, und Freiheit das Gesetz, auf das der Fortschritt baut, selbst dann, wenn der Gutmensch auch, rot an Faust und Fahne, vor Dummheit dieses Credo niederschreit.

Die Autoren sind Physiker und haben gemeinsam das Buch “Was zu zweifeln war. Die Lüge von der objektiven Wissenschaft” verfasst.

Zuerst veröffentlich auf ACHGUT hier 

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3 Kommentare

  1. @Katrin Meinhardt #2
    Wissen Sie, was das schöne und das existenzielle für uns Menschen ist.
    Die Verschiedenheit des Geistes/Wissen.

    Wäre die menschliche Gesellschaft von vornherein ideologisch Gleichgeschaltet, würden wir heute schon gar nicht mehr auf dieser Erde weilen.

    Deutschland steigt aus der Kernkraft aus und begibt sich auf den Erneuerbaren Energie Glaubensweg….wenn juckt dass in der restlichen Welt???? Außer vielleicht die direkten Nachbarn (EU-Verbundsnetz)…China, Russland, Australien usw. machen doch mit ihrem Wissen/Kenntnisstand und zum Wohl (Vorteil) ihres Landes Energie- und Wirtschaftspolitik.

    Jedes Land versucht das best möglichste aus sich (seinen Bürgern/Wissensträgern) heraus zu holen.
    Außer in EU-Deutschland….hier hat eine grün-sozialistische ideologie Politik der Erkenntniswissenschaft (Technik,Innovation,Wirtschaft), dem Wohlstand und dem freien Markt den Kampf angesagt.

    Nicht der Bürger soll in EU-Deutschland mehr über den Markt für das „Gut“ und „Schlecht“ eines Produktes/Idee/Fortschritt/Innovation/Erkenntnisgewinn usw. entscheiden, sonder der EU-Deutschland Staat will per Diktat darüber entscheiden, dass ein Glübirne etwas „böses“ (unwirtschaftliches) ist oder das ein Staubsauger nicht mehr Energieverbrauchen darf als ein Handfeger usw.
    Diese Bevormundung/Diktat eines Staates über den Markt ist und bleibt die größte Freiheitsberaubung für den Bürger in einer Gesellschaft.
    Gewisse Ausnahmen kann man machen ABER diese Ausnahmen sind spätestens bei einen Glühbirnen oder Staubsaugerverbot wie auch Rauchverbot usw. überschritten.

    Die Gradwanderung zwischen Freiheit des Einzelnen und der kollektiven Zwangsbeglückung ist sehr schmall.
    Seit einigen Jahren (und hier vor allen unter Merkel) verlassen wir immer mehr diesen Grad und bewegen uns auf eine neue grünsozialistische kellektive Zwangsbeglückung von Verboten und Bevormundungsregeln zu.

    Und eine Merkel, die für den Schutz und die Bewahrung der Sozialen Marktwirtschaft stehen sollte und mit ihrer die gesamte Unionsfamilie von CDU/CSU, hat genau diese Soziale Marktwirtschaft an eine grünsozialistische Ideologie Gesellschaft (=markt- und innovations-wohlstandsfeindlich) verraten.
    Diese Merkel hat den Umsturtz unserer Gesellschaft mit ihrem Schweigen und ihrem Nicht handeln freien Lauf gelassen und damit geduldet. Diese Frau hat die unsere (CDU) wohlstandsschaffende Wertegemeinschaft verraten.
    Und damit nicht nur den Markt in die Mülltonne getretten, sondern auch gleich unseren technischen Verstand, unsere kaufmännische Vernunft und unser Wissenschafts-Wissen dazu.

    Grün-Sozialistische Verblödung auf allen gesellschaftlichen Ebenen….dies haben wir dieser Merkel (Wolf im Schafspelz) zu verdanken. Sie hat diesen grünsozialistischen ideolgischen Treiben keine Ende bereitet…im Gegenteil! Sie hat mit der Ethik-Energiewende und dem Kernkraftausstieg noch gleich eines oben draufgesetzt!
    Mehr kann man eine freie und wohlstandsschaffende Markt- und Wertegesellschaft gar nicht mehr verraten.

  2. Ich möchte keine Spielverderberin sein, noch eine Besserwisserin. Aber, der Artikel hat Mängel.

    Und es ist mir unbegreiflich, wie diese zwei Menschen, und dann auch noch Physiker, etwas wirklich Bedeutendes über Freihandel hinkriegen wollen. So einfach ist das nun nicht. Es spielt immer eine ideologische Komponente mit. Klar, wenn man ein starkes Land ist, wie Deutschland, mag man solch eine Einstellung haben wollen. Oder die USA. Aus der Sicht anderer Länder, aus einer anderen Perspektive heraus, mag es wiederum ganz anders aussehen. Einige brauchen neue Märkte? Eine neue Form des kriegslüsternen Roms? Freihandel, ja aber. Im Prinzip ist Freihandel gut, aber […]

    Schon auf erkenntnistheoretischem Gebiet haben die enorme Probleme. Deren Buch ist alter Wein. Nichts Neues unter der Sonne. Ich habe es hier bereits viel besser formuliert, als diese beiden Physiker. Und prägnanter. Selbstverständlich existiert objektives Wissen. Nichts könnte naiver sein.

    Karl R. Popper ist immer noch die Nummer Eins. Popper sagt wie ein guter Schüler geformt werden muss. Und ein jeder gute Schüler lässt sich freiwillig formen. Unabhänging vom Alter des selbigen Menschen. Das ist das zeitlose Ideal, um das Optimum aus der Wissenschaft herauszuholen. Alles (!) andere ist suboptimal.
    Popper kann überhaupt nicht vom Thron gestossen werden. Unmöglich.

    Beide Autoren merken. Hoppla, unsere Schüler wollen (!) nicht umlernen. Statt dies zu kritisieren, bauen die da weiter? Ein Witz. Thomas S. Kuhn hat ja schon beschrieben, wie es in der Praxis zugeht. Der (faule) Wissenschaftler tendiert (!) zur (Denk-)Faulheit.

    Man ist ja hier noch nicht einmal auf dem wichtigen Beitrag (#97) vom verehrten Herrn T. Heinzow eingegangen. Man wollte es nicht. Es spricht für sich. Denn dort hätte man ansetzen müssen. Was wenn sich herausstellt, dass viele Physiker auch nicht mehr lernfähig sein sollten? In deren Paradigma gefangen?

    In einem Punkt haben die Autoren wohl recht, ich sprach fast immer von Wissenschaftstheorie, ich meinte aber natürlich auch und vor allem die Erkenntnistheorie. Und wo haben die Autoren vielleicht recht? Erkenntnistheorie ist nicht Bestandteil des Studiums der Physik, wie auch in der Vergangenheit, in diesem Forum, vom verehrten Herrn T. Heinzow hervorgehoben, in einem Kommentar. Und das hat fatale Folgen. Wer nicht in Erkenntnistheorie firm (sicher) ist, der kann auch nicht richtig denken. Ja, es mag peinlich sein. Und bitter. Aber so ist es. Er lebt in einer ärmeren Welt. Dieser Mensch denkt nicht weit genug. Er holt nicht alles aus sich heraus. Ich betone, dies hat jetzt nichts mit Intelligenz zu tun, nicht in erster Linie. Was ist Intelligenz?

    Der Artikel enthält noch andere peinliche Fehler. Vor allem schlampige Details werden nicht mit den notwendigen Schärfe und Strenge abgebildet. Viel angeblich gesichertes Wissen ist Glaube, ja. Aber, das Peinliche daran ist, die Autoren des Buches, erkennen selbst nicht wo Sie ausrutschen, weil deren Wissen wohl zu gering ist?

    Die wissen zum Beispiel nicht, dass Oscar Wilde, am Sterbett, noch die Seiten gewechselt haben soll? Ja, ja. 🙂 Manch einer spottet oder lacht darüber. Das darf er. Jedoch, auf eigenes Risiko. Das Sterbebett ist (ja auch) eine ganz ernsthafte Liga. Es ist die Königsdisziplin. Da werden viele noch schwach.

    Objektive Erkenntnis ist alles andere als eine Illusion. Warum ist sie aber für die Autoren eine Illusion? Weil sie es nie richtig gelernt haben? Demnach hätten die den Atheismus durchschauen müssen, folgerichtig. Ich sehe, ich muss auch ein Buch schreiben.

    Zitat (Inhaltstext des Buches der beiden Autoren):

    „[…] Es wird nämlich überall in der Forschung nur das herausgefunden, was herauszufinden war – quod erat demonstrandum, q.e.d.“

    Falsch. Dies kann nur dann geschehen, wenn man nichts von Erkenntnistheorie gelernt haben will. Wenn also „schlechte“ Schüler Wissenschaft betreiben wollen, kann (!) es passieren, muss es aber nicht. In dem obigen Text sind noch andere Schnitzer.

    Ich betone, die Befürworter der Energiewende, die Kunden, die grünen Hemden, lehnen die Vernunft ab. Mit weitreichenden Folgerungen.

    [Ich werde das Buch der beide Herren bestellen (Bibliothek) und es lesen. In sechs Tagen mehr.]

  3. Geehrte Herren Teufel und Radecke,

    wundervolle Darstellung der Ist-Situation in Wohlstandsdeutschland – und nicht nur hier -. Die Frage ist, ob in einer demokratischen Gesellschaftsordung politische Entscheidungen, deren Wirkungen und das daraus resultierende Wählerverhalten ebenso wie eine freie Marktwirtschaft funktionieren. Dann wäre ich beruhigt, weil früher oder später der Wähler (Käufer) mit seiner Stimme eine rationale „Kaufentscheidung“ trifft. Mal sehen, wie ausgeprägt der Relaxationsprozess politischer Willensbildung ist, d. h. wie lange die Bürger den von pseudo-gutmenschelnden Heilsbringern verkündeten Blödsinn für bare Münze nehmen. Bis dahin hoffen wir, dass nicht zuviel Porzellan zerschlagen wird !
    H. Hoffmeister

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