Energiewende wirkt – Eingeständnis Gabriel:“Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.”

Erkenntnis Gabriel am 17.4.14 in Kassel:

“Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.”

Mit dieser ebenso bemerkenswerten, wie richtigen Aussage zur Energiewende machte sich Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel bei seinem Auftritt in der Kasseler Solar Firma SMA Solar sicherlich keine Freunde. Nach Aussagen des Teilnehmers  Rainer Hahne in „lokalo 24 Nachrichten“, fiel dieser Satz, aber es fielen noch andere, ebenso richtige Sätze, die wir hier als wörtliche Zitate aus seiner Rede vom 17.4.14 in Kassel wiedergeben[1]: „Die Energiewende steht kurz vor dem Aus“

Update: Siegmar Gabriel feiert bei einem Vortrag am 5. März 2012 die "gesamten Erneuerbaren" als deutsche Erfolgsgeschichte die mehr als "350.000 neue Jobs mit Zukunft" "geschaffen" hätte…mit Dank an Spürnase Reiner Hoffmann Solarkritiker der ersten Stunde jetzt im Exil. 

…..und weiter in seinem Vortrag sagte Gabriel:

“Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.”

“Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben.”

Den anwesenden Verantwortlichen der hessischen Photovoltaik-Firma SMA Solar und allen sonstigen EEG Gewinnlern fiel fast die Kinnlade  herunter, als sie dieses sehr späte, dafür unverblümtere Eingeständnis vernahmen.

Hier ein paar Ausschnitte aus der Hessenschau vom 17.4.14 – mit einigen aber kaum den wesentlichen Zitaten aus der denkwürdigen Rede des Bundeswirtschaftsministers. Mit Dank an Spürnase den Solarkritiker im Exil R. Hoffmann

Auch im nordhessischen lokalen Sender von SAT 1 werden diese Teile seiner Rede gebracht. Anschauen lohnt. 

Der streitbare Diskutant im Sat1 Film in welchem über diese Tagung berichtet wird, der mit Gabriel über den Kohlepfennig diskutiert, heißt übrigens Stefan Grüger und  ist im Vorstand des Solarlobby Verein „Eurosolar Deutschland“. Er ist ein ehemaliger Spezi des verstorbenen Gründers von "Eurosolar", des SPD Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer, der es fast zum hessischen Wirtschaftsminister gebracht hätte. Grüger hat es jetzt über die Landesliste der SPD in den hessischen Landtag geschafft. Dort wird er weiter im Sinne seiner Lobby wirken. Zu diesem Lobbyverein gehört oder gehörte übrigens auch die heutige Grünenvorsitzende Simone Peter.

Zu dieser ministeriellen Bankrotterklärung passt es, dass nun auch die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger die Deutsche Bank vor weiteren Windkraftengagements warnt.

In einer Presserklärung heißt es dort:

Berlin. 30.03.2014 – Die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger (VzfK) hat heute in einem offenen Brief an Jürgen Fitschen, den Vorstandssprecher der Deutsche Bank AG, vor Engagements im Bereich der Erneuerbaren Energien gewarnt. Insbesondere bat die VzfK um eine kritische Überprüfung der Kundenbeziehung zum kontroversen Projektentwickler juwi AG aus dem pfälzischen Wörrstadt.

Die VzfK argumentiert, dass nach den spektakulären Insolvenzen von Prokon, Windwärts, Windreich, Solar Millennium AG und vielen anderen dubiosen Renewable-Unternehmen weitere Schädigungen von Kapitalanlegern, aber auch Aktionären von Kreditinstituten, angesichts krasser Missstände im Bereich Renewables zu erwarten seien. Die VzfK bittet den Deutsche Bank-Vorstand daher, durch geeignete Portfoliomaßnahmen und Kreditentscheidungen sicherzustellen, dass der Schaden für die Deutsche Bank AG, ihre Aktionäre und Kunden minimiert wird. Insbesondere bittet man um eine kritische Prüfung des Kreditengagements bei der aufgrund eines Korruptionsskandales in Thüringen sowie umstrittener Windkraftprojekte insbesondere im Naturpark Hochtaunus in die Kritik geratenen Projektentwicklers juwi AG.

Unter Verweis auf den Sachverständigenrat der Bundesregierung geht die VzfK davon aus, dass das EEG-System kollabieren müsse und dass volkswirtschaftliche Verluste in mindestens dreistelliger Milliardenhöhe zu erwarten seien. Bereits heute ächzten Verbraucher und die deutsche Industrie unter einer im europäischen und internationalen Vergleich aberwitzig hohen Kostenbelastung… 

Für uns und unsere Leser stellt sich damit umso dringender die Frage, wann endlich die Regierung Merkel mit ihrem hyperaktiven Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Gabriel nun die Wende von der Energiewende einleitet, nachdem die Erkenntnis ihrer praktischen Undurchführbarkeit offensichtlich nun auch die höchste Regierungsmitglieder erhellt hat.

Dort beginnt man wohl einzusehen, dass man zwar Politik gegen jede Vernunft, auch gegen die eigenen Landsleute machen kann, aber  niemals gegen geltende Naturgesetze, seien es physikalische oder ökonomische.

Oder wird diese dringend notwendige Wende von der Wende deshalb solange hinausgezögert, bis keine Bestrafung durch den Wähler – dank seiner Vergesslichkeit- oder durch entsprechende Wirtschaftsstrafkammern wegen vorsätzlichem Wuchers wg, Verjährung, zu erwarten ist?

Wir vermuten, dass es auch deshalb solange dauert, weil keiner der derzeit Verantwortlichen in Bund und Ländern in diesem Zusammenhang eine weiße Weste hat. Denn niemand von denen kann sagen: Wir wussten es nicht besser! Sie alle, von ganz wenigen -namentlich bekannten- Ausnahmen abgesehen, haben zusammen mit ihren Parteifreunden in Bund- und Länderparlamenten, inklusive der „Opposition“, fröhlich lachend, diesem verwerflichen und schädlichen Gesetzeswerken zugestimmt. Sie haben damit keine Möglichkeit gesichtswahrend herauszukommen.  Es müssen wohl neue Gesichter her, die diesen Albtraum für unser Land beenden könnten.

Ergänzung: Auf Klimaretter.info finden wir diesen passenden Grabgesang:

Nächster Solarpionier pleite

Das hessische Solarpionier-Unternehmen Wagner & Co. Solartechnik GmbH ist insolvent. Die hessische Firma hatte sich auf Solarstrom und -wärme spezialisiert und Solarthermie-Kollektoren hergestellt. 1979 von acht Studenten und Mitgliedern der Anti-Atom-Bewegung gegründet, hatte Wagner in seinen besten Zeiten 400 Mitarbeiter


[1] http://www.1730live.de/sigmar-gabriel-nimmt-in-kassel-stellung-zur-energiewende/ Hier sind nur wenige Ausschnitte zu hören, aber die haben es auch in sich.