Die endlose Liste von Klima-Fehlprognosen – Teil 2

Anthony Watts, Chris Frey
Hier folgt also nun der zweite Teil der Liste von Prognosen, der uns ängstigen soll. Nun gibt es ja Menschen, die sich bei Schauermärchen wohlig im Sessel zurücklehnen. Nur leider, leider wird dieses Schauermärchen mehr und mehr zu einer immer bittereren Realität. Zunächst zwar „nur“ monetär, aber den Fachleuten in anderen Beiträgen zufolge droht uns noch viel Schlimmeres, wenn es so weitergeht.
Schauen wir also mal, was andere „große Geister“ noch so von sich geben. Die Liste ist sicher unvollständig. Vor allem aber: Sie verlängert sich täglich! Und ich sage gleich: Weiter unten stehen viele Prognosen, die heute nur noch Lachnummern sind – wenn sie doch nur nicht so ernst gemeint wären!
Chris Frey


Bemerkung: Mir scheint, dass einige der hier folgenden Prognosen doppelt auftauchen, wenn auch eventuell mit anderem Wortlaut. Aus Zeitgründen habe ich mir nicht die Mühe gemacht, diese lange Liste auch noch daraufhin abzuklopfen.

Bild rechts: Immer wieder diese Fehlprognosen… Bild: © Chris Frey

54. Shindells Modell sagt voraus: falls die Treibhausgase weiter zunehmen, wird der Winter in der Nordhemisphäre weiterhin immer wärmer werden. ‚In unserem Modell sehen wir ein sehr großes Signal globaler Erwärmung, und es ist kein natürlich vorkommendes Ereignis. Es hängt höchstwahrscheinlich mit Treibhausgasen zusammen‘, sagte er. – NASA GISS, 2. Juni 1999

55. Wir haben erlebt, dass die Winter in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel milder als zuvor geworden sind und dass es nicht einmal annähernd so viel Schnee gab wie früher. Alle Simulationen zeigen, dass sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen wird und dass wir eine intensive Erwärmung in den Alpen erwarten müssen … vor allem in den Voralpen wird Schnee in Regen übergehen und Wintersport wird nicht länger möglich sein“. – Mojib Latif, Leipniz-Institut für Ozeanographie der Universität Kiel, 17. Februar 2005.

56. Planungen für eine schneelose Zukunft: ‚Unsere Studie zeigt schon jetzt, dass es in 20 Jahren noch viel schlimmer sein wird‘. – Christopher Krull, Schwarzwald-Tourismusverband, Der Spiegel, 17. Februar 2005

57. Rheinland-Pfalz wird wie das gesamte Mitteleuropa durch höher als das Mittel liegende Erwärmungsraten betroffen sein, und winterlicher Schnee wird zunehmend verschwinden. – Prof. Dr. Hartmut Grassl, „international anerkannter Meteorologe“, emeritierter Direktor am Max Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg, 20. November 2008

58. Mit der zunehmenden globalen Erwärmung sagen einige Experten der Klimaänderung voraus, dass die schottische Ski-Industrie innerhalb der nächsten 20 Jahre aufhören wird zu existieren. – Guardian, 14. Februar 2004

(4. Januar 2013: [Die Skigebiete] Nevis Range, The Lecht, Cairngorm, Glenshee und Glencoe bleiben allesamt heute geschlossen wegen heftiger Schneefälle und starker Winde)

59. Unglücklicherweise wird es für die schottische Ski-Industrie einfach zu warm. – David Viner, CRU der UEA, 14. Februar 2004

60. „Für die Ostsee-Ringelrobbe könnte die Klimaänderung das Verschwinden bedeuten”, warnte ein Wissenschaftler-Team auf der BALTEX-Konferenz in Göteborg (BALTEX = Baltic Sea Experiment). „Dies führt dazu, dass das Eis der Ostsee schneller schmilzt und in jedem Jahr früher“. – Der Spiegel, 3. Juni 2006

(The Local 2013: „Spätwinterlicher Frost sorgt für neuen Eisrekord in der Ostsee … Ich habe noch nie so spät in der Jahreszeit so viel Eis gesehen“.)

61. Prognostiker sagen einen weiteren milden Winter für Europa voraus

Das Wetter in Europa während des kommenden Winters scheint noch wahrscheinlicher auf der milden Seite zu liegen als in früheren Studien geschätzt, sagte der deutsche Meteorologe Georg Müller in einem monatlichen Bericht. Und weiter: „Die jüngsten Modellläufe sprechen allgemein für einen Winter, der milder als normal ausfällt, vor allem in Nordeuropa“. – Reuters, 9. November 2012

[Ich denke mal, dass die Erinnerung an den endlos langen und kalten Winter 2012/2013 in jedem von uns noch sehr lebendig ist. Allerdings ist dies natürlich keine Klimavorhersage. Sie zeigt jedoch, welchen Sinn es macht, über mehr als 1 Woche im Voraus das Wetter vorherzusagen. A. v. Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt]

62. Der Frühling kommt jedes Jahr früher als Folge der Klimaänderung. Das ist der erste ‚schlüssige Beweis‘, dass die globale Erwärmung das Timing der Jahreszeiten verändert. Dies haben Wissenschaftler vor kurzem verkündet. – The Guardian, 26. August 2006 (hier)

63. bis 66. Angesichts der Zunahme der mittleren Temperatur im Winter ist es offensichtlich, dass die Anzahl der Frosttage und der Tage mit einer Schneedecke abnimmt. Für Europa zeigen die Modelle, dass kalte Winter wie zum Ende des 20. Jahrhunderts, die es einst im Mittel alle zehn Jahre gegeben hatte, im Laufe dieses Jahrhunderts immer mehr verschwinden werden (S. 19) … aber es kann gut sein, dass von den Winterfreuden in den Hautes Fagnes infolge der Klimaänderung nichts übrig bleibt außer ein paar vergilbten Fotos … außerdem wäre eine Zunahme winterlicher Niederschläge sicher einer Erholung nicht förderlich (S. 38)

Außerdem steht dort noch:

In Belgien wird eine Schneedecke im Winter zunehmend seltener auftreten, aber es wird viel grauen Himmel und Regen geben (S. 6)

Aus dem Greenpeace-Bericht der Sektion Belgien: Auswirkungen der Klimaänderung in Belgien – Jean-Pascal van Ypersele und Philippe Marbaix für Greenpeace, 2004. Der Klimawissenschaftler van Ypersele ist Vizevorsitzender des IPCC.

67. Das wärmste Jahr seit 1659 verbreitet den globalen Untergang! – The Telegraph, 14. Dezember 2006 (hier)

68. Wärmere und nassere Winter in Europa und dem westlichen Nordamerika stehen in Zusammenhang mit zunehmenden Treibhausgasen. – NASA, 2. Juni 1999 (hier)

69. Die globale Temperatur wird jedes Jahr um 0,2°C zunehmen. – Michael Müller, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, in Die Zeit, 15. Januar 2007

70. Unglücklicherweise wird es einfach zu warm für die schottische Ski-Industrie. Die ist sehr verwundbar durch die Klimaänderung; die Skigebiete waren immer arm dran hinsichtlich Schnee, und mit zunehmender Rate der Klimaänderung ist eine längerfristige Zukunft hierfür nur schwer vorstellbar. – David Viner, CRU der UEA, 14. Februar 2004 (hier)

71. Die Klimaänderung wird immer mehr Wintersportgebiete immer weiter die Berge hinauf treiben…“ – Rolf Burki und Kollegen an der Universität Zürich (hier)

72. In Zukunft werden die Schneeglöckchen bereits im Januar blühen, die Primeln im Februar, Maiglöckchen und Flieder im April und die Wildrosen im Mai; die Teiche werden schon im März voller Kaulquappen sein, und einen Monat später werden sogar die Eichen in vollem Laub stehen. Falls das noch nicht reicht, wird der Herbst wahrscheinlich nicht vor Oktober beginnen. – Geraint Smith, Wissenschaftskorrespondent, The Standard (hier).

[Und wieso soll dieser paradiesische Zustand eine Katastrophe sein? Ist es nicht eher schade, dass es dazu wohl nicht kommen wird? A. d. Übers.]

[Ab hier folgen einige Prognosen aus wesentlich früherer Zeit für Zeitpunkte, die jetzt schon vergangen sind. Das heißt, jetzt wird es richtig lustig! A. d. Übers.]

73. „Der West Side Highway (der entlang des Hudson River verläuft), wird unter Wasser stehen. Und die Fenster auf der anderen Straßenseite werden vernagelt sein wegen schwerer Stürme. Und die gleichen Vögel werden nicht mehr da sein. Die Bäume auf dem Mittelstreifen werden sich verändern … Es wird mehr Polizeiautos geben … Sie wissen, wie das mit der Kriminalität ist bei steigender Temperatur“. Das erwiderte Dr. James Hansen im Jahre 1988 auf die Frage des Autors Rob Heiss, ob der Treibhauseffekt die Umgebung von Hansens Büro in New York während der nächsten 20 Jahre beeinflussen werde.

[D. h., die Vorhersage galt für das Jahr 2008. Da sieht man, dass der „Quatsch immer quätscher“ wird. Den Highway gibt es nämlich noch! A. d. Übers.]

74. Schnee in UK wird zu einem sehr seltenen und faszinierenden Ereignis werden, und Kinder werden einfach nicht mehr wissen, was Schnee ist. – Dr. David Viner in The Independent, 20. März 2000.

75. Wir müssen einfach alles in unserer Macht stehende tun, um die globale Erwärmung zu verlangsamen, bevor es zu spät ist … Die Wissenschaft ist eindeutig. Die Debatte um die globale Erwärmung ist vorüber. – Arnold Schwarzenegger bei der Unterzeichnung des Anti-Emissions-Gesetzes von Kalifornien im September 2006.

[Da war er dort Gouverneur. Ob es Fans von ihm dazu bringt, nicht mehr sein Fan zu sein? A. d. Übers.]

Bis zum Jahr 2000 – also in weniger als zehn Jahren – wird das Erdklima wärmer sein als seit über 100.000 Jahren. Falls wir nicht etwas tun, wird es innerhalb kürzester Zeit zu erheblichen Kalamitäten kommen. – Schauspielerin Meryl Streep im Jahre 1990.

[Ich würde sagen, „Schuster, bleib bei deinen Leisten“. A. d. Übers.]

77. Nichts zu tun wird katastrophal sein. In zehn, nein, in 30 oder 40 Jahren wird es acht Grad wärmer sein als heute, und nahezu keine Ernte wird noch eingefahren werden. Die meisten Menschen werden gestorben sein, und der Rest von uns wird zu Kannibalen geworden sein. – Medienmogul Ted Turner in der Charlie Rose TV-Show im April 2008 zum Thema: was passiert, wenn wir nicht drastische Maßnahmen ergreifen.

(Übersetzte Anmerkung im Original hierzu von Anthony Watts: Das heißt, dass es mindestens bis zum Jahr 2048 dauern würde, bevor unsere Nachbarn für ihr Mittagsmenü hinter uns her sind. Diese Vorhersage ist so bizarr, dass sie hier eingefügt wurde).

78. Wissenschaftler verfügen über solide experimentelle und theoretische Beweise, um die folgenden Prognosen zu unterstützen: In einem Jahrzehnt werden Stadtbewohner Gasmasken tragen müssen, um die Luftverschmutzung zu überleben … bis 1985 wird die Luftverschmutzung die auf die Erde einfallende Sonnenstrahlung um die Hälfte reduziert haben. – Life Magazine Januar 1970.

[Nun ja, wenn man an China denkt… Aber liegt das am Klima? A. d. Übers.]

79. Bei der gegenwärtigen Rate der Stickstoff-Anreicherung ist es nur eine Frage der Zeit, bevor das Licht aus der Atmosphäre herausgefiltert wird und wird nichts von unserem Land mehr nutzen können. – Ökologe Kenneth Watt 1970

80. Noch einmal der Ökologe Kenneth Watt 1970: Die Welt hat sich 20 Jahre lang stark abgekühlt. Falls sich dieser Trend fortsetzt, wird die globale Mitteltemperatur im Jahre 1990 um 4 Grad unter den heutigen Werten liegen und um 11 Grad darunter im Jahr 2000. Das ist mehr als doppelt so viel wie nötig, um uns in eine Eiszeit zu katapultieren.

****

[Und jetzt ein paar weitere Prognosen aus den siebziger Jahren, als der Eiszeit-Hype in aller Munde war. A. d. Übers.]

81. Es gibt bedrohliche Anzeichen, dass das Wetter auf der Erde angefangen hat, sich bedrohlich zu verändern … Beweise zur Stützung dieser Vorhersagen haben jetzt angefangen, sich so massiv zu akkumulieren, dass die Meteorologen Mühe haben, damit Schritt zu halten … Die im Mittelpunkt stehende Tatsache lautet, dass sich das Erdklima abzukühlen scheint … Sollte diese Klimaänderung so ausgeprägt sein, wie einige Pessimisten befürchten, könnten die daraus resultierenden Hungersnöte katastrophal sein. – Newsweek, 28. April 1975.

[Aus heutiger Sicht muss man fragen: ja was denn nun? Ist nun die Abkühlung katastrophal oder die Erwärmung? Es lässt sich wohl kaum noch besser auf den Punkt bringen, wie unsinnig solches Katastrophen-Gesäusel ist. A. d. Übers.]

82. Diese Abkühlung hat bereits hunderttausende Menschen getötet. Falls das so weitergeht und keine drastischen Maßnahmen ergriffen werden, wird es zu einer Welt-Hungersnot, einem Welt-Chaos und einem Welt-Krieg kommen, und das alles könnte noch vor dem Jahr 2000 eintreten. – Lowell Ponte in „The Cooling“, 1976

[Jeder weitere Kommentar dazu ist überflüssig! A. d. Übers.]

83. Während der nächsten 50 Jahre wird der vom Menschen in die Atmosphäre geblasene Feinstaub durch Verbrennung fossiler Treibstoffe so viel Sonnenlicht herausfiltern, dass die Temperaturen der Erde um sechs Grad fallen könnten. Nachhaltige Emissionen über fünf bis zehn Jahre könnten ausreichen, eine neue Eiszeit auszulösen. – Washington Post, 9. Juli 1971

84. Die fortgesetzte rapide Abkühlung der Erde seit dem Zweiten Weltkrieg passt sehr gut zur Zunahme der globalen Luftverschmutzung im Zusammenhang mit der Industrialisierung, der Mechanisierung, der Verstädterung und der explodierenden Bevölkerung. – Nigel Calder in International Wildlife, Juni 1975.

85. Ein UN-Funktionär sagt die Katastrophe vorher und sagt, dass der Treibhauseffekt einige Länder von der Landkarte ausradieren könnte – Ganze Nationen könnten vom Angesicht der Erde verschwinden infolge des steigenden Meeresspiegels, falls die globale Erwärmung bis zum Jahr 2000 nicht umgedreht werden kann. [Gut, dass die Natur das offenbar inzwischen selbst erledigt hat! A. d. Übers.] Die Überschwemmung von Küstengebieten und Ernteausfälle würden zu einem Exodus von ‚Öko-Flüchtlingen‘ führen, was ein politisches Chaos heraufbeschwören könnte. – Der Direktor des New Yorker Büros des UN-Umweltprogramms am 30. Juni 1989 lt. Associated Press. Er fügte noch hinzu: Die Regierungen haben noch ein Zeitfenster von zehn Jahren, um den Treibhauseffekt zu lösen.

[Nun ja, ein Flüchtlingsdrama spielt sich ja inzwischen tatsächlich im Mittelmeer ab, und ein politisches Chaos könnte daraus auch entstehen. Aber sind das wirklich ‚Öko-Flüchtlinge‘? A. d. Übers.]

86. In New York wird das Wetter in 15 Jahren vielleicht so sein wie heute in Florida. – Die Zeitung St. Louis Post-Dispatch, 19. September 1989.

[Eine Vorhersage, die also für das Jahr 2004 galt. Man erzähle das mal den New Yorkern heute, vor allem und gerade auch nach dem letzten Winter! A. d. Übers.]

87. Einige Vorhersagen für das nächste Jahrzehnt sind nicht schwer zu erstellen … Die Amerikaner könnten erleben, wie sich die Völkerwanderung der achtziger Jahre in den Sonnengürtel [der USA] umkehren könnte, wenn die globale Erwärmung die Leute wieder in ein kühleres Klima treibt. – Dallas Morning News, 5. Dezember 1989

88. Bis zum Jahr 1995 wird der Treibhauseffekt das Kernland von Nordamerika und Eurasien mit schrecklichen Dürren zerstört haben; mit Missernten und Hunger-Revolten … Bis zum Jahr 1996 würde der Platte River in Nebraska austrocknen, während ein kontinentweiter Staubsturm aus den Präriegebieten den Verkehr auf Autobahnen zum Stocken bringt, die Farbe von den Häusern schmirgelt und Computer zum Absturz bringt. – Michael Oppenheimer, The Environmental Defense Fund, 1990.

89. Gigantische Sanddünen könnten die Großen Ebenen begraben – riesige Sanddünen wie in der Wüste, die sich von der Front Range [ein Gebirgszug] in Colorado weit nach Osten ausbreiten. Sie würden jüngsten Forschungen zufolge die Hochebene des Mittleren Westens in eine Wüste verwandeln. Es wird erwartet, dass die auf NASA-Satellitenphotos entdeckten gigantischen Sanddünen während der nächsten 20 bis 50 Jahre erneut auftauchen werden, abhängig davon, wie schnell die Temperatur durch den vermuteten Treibhauseffekt steigt. – Die Zeitung Denver Post, 18. April 1990

90. Bis zum Jahr 2000 werden die britischen und amerikanischen Ölvorräte zu einem Rinnsal verkommen sein … Ozonzerstörung und globale Erwärmung bedrohen die Versorgung mit Nahrungsmitteln, aber der wohlhabende Norden wird eine vorübergehende Galgenfrist erhalten. Unruhen seitens der Hungrigen und der daraus resultierenden politischen Instabilität werden durch die größere militärische Macht des Nordens zunächst unter Kontrolle gehalten. Wirklich eine düstere Zukunft, aber unausweichlich, solange wir nicht unsere Lebensweise ändern … bei der gegenwärtigen Rate der Ausbeutung könnte es in 10 Jahren keinen Regenwald mehr geben. Wenn nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden, könnte der Treibhauseffekt in 12 bis 15 Jahren unaufhaltsam werden. – Edward Goldsmith in ‚5000 Days to Save the Planet‘, 1991

91. Ich denke, dass wir in Schwierigkeiten stecken. Wenn man sich vor Augen führt, wie wenig Zeit wir noch haben – nicht einmal mehr 10 Jahre, um die Regenwälder zu erhalten; in vielen Fällen sogar höchstens fünf Jahre. Madagaskar wird in fünf Jahren weitgehend verschwunden sein, falls nichts passiert. Und es passiert nichts! – ABC-News, The Miracle Planet, 22. April 1990

92. Die meisten der großen Umweltprobleme sind in den neunziger Jahren entweder gelöst oder nicht. Im nächsten Jahrhundert wird es zu spät sein. – Thomas E. Lovejoy, Smithsonian Institution, Februar 1993

93. Es scheint, dass wir sehr gute Gründe für die Annahme haben, dass die El Niño-Ereignisse häufiger und in einigen Jahren intensiver werden, und in zehn Jahren oder so werden wir einen permanenten El Niño haben. Anstatt dass wir also ein oder zwei Jahre lang kühlere Bedingungen bekommen, wird ein El Niño dem nächsten folgen, und das wird zur Norm werden. Und El Niños werden dann nicht 18 Monate, sondern 18 Jahre lang dauern. – Ein BBC-Kommentator am 7. November 1997.

[Na, dann schauen wir mal… A. d. Übers.]

94. Wissenschaftler warnen, dass einige Himalaya-Gletscher innerhalb der nächsten zehn Jahre infolge der globalen Erwärmung verschwinden könnten. Die Zunahme der Treibhausgase wird für das Abschmelzen verantwortlich gemacht, was zu Dürren und Überschwemmungen in dem Gebiet führen könnte, die Millionen Menschen betreffen. – The Birmingham Post, 26. Juli 1999

95. Der Planet könnte im nächsten Jahrzehnt vor einer ‚ökologischen und landwirtschaftlichen Katastrophe‘ stehen, wenn sich der Trend der globalen Erwärmung fortsetzt. – Carl Sagan, 15. Oktober 1990

[Aha!]

96. Einem kürzlich erschienenen Bericht zufolge könnte sich die Malaria entlang der spanischen Küste ausbreiten. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung rächen sich an der entwickelten Welt. – The Guardian, 11. September 1999

97. In zehn Jahren werden die meisten der niedrig liegenden Atolle rund um die neun Inseln von Tuvalu im Südpazifik unter Wasser verschwunden sein, da die globale Erwärmung den Meeresspiegel steigen lässt. – CNN, 29. März 2001

[Nun ja, 13 Jahre nach dieser Vorhersage gibt es sie jedenfalls noch, und zwar mit größerer Ausdehnung als damals. A. d. Übers.]

98. Es gibt inzwischen eine ziemlich weitgehende Übereinstimmung, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre bis zum Jahr 2000 um 25% steigen wird. Dies könnte die mittlere Temperatur der Erde um 7 Grad Fahrenheit [über 3°C] steigen lassen. Dies wiederum könnte den Meeresspiegel um 10 Fuß [ca. 3 m] steigen lassen. Auf Wiedersehen New York! Auf Wiedersehen Washington! – Lubos Moti, tschechischer Physiker, 1969

[Er ist sicher nicht identisch mit dem Klimarealisten Luboš Motl und seinem lesenswerten Blog The Reference Frame]

99. Gelehrte sagen voraus, dass 50 Millionen Menschen weltweit im Jahre 2010 vor dem steigenden Meeresspiegel, vor Desertifikation, ausgetrockneter Wasserleitungen, Überschwemmungen und anderen ernsten Umweltveränderungen fliehen müssen. – Andrew Simms, politischer Direktor der New Economics Foundation, 2005

100. Die Führer der Welt haben 50 Tage, um die Welt vor einer irreversiblen globalen Erwärmung zu retten. – Gordon Brown, UK-Premierminister mit Beug auf die Kopenhagen-Klimakonferenz am 20. Oktober 2009

101. Möglicherweise kann man zum Ende dieses Sommers zum Nordpol segeln, rudern oder sogar schwimmen. Klimawissenschaftlern zufolge ist das arktische Meereis auf dem besten Wege, irgendwann im Jahr 2008 u schmelzen. – Ted Alvarez, Backpaper Magazine Blogs, Juni 2008

(Kurze Zeit nach Erstellung dieser Vorhersage war ein russischer Eisbrecher im Eis der Nordwest-Passage eine Woche lang eingeschlossen. Anmerkung von A. Watts im Original)

102. Die Debatte unter den Wissenschaftlern ist vorüber. Es gibt keine Debatte mehr. Wir stehen vor einem planetarischen Notstand. Es gibt keine wissenschaftliche Debatte mehr unter seriösen Menschen, die auf die Wissenschaft geschaut haben … Nun, ich denke, dass es in einigen Kreisen immer noch eine Debatte darüber gibt, ob die Mondlandung aus einem Filmschauplatz in Arizona stammt oder ob die Erde flach ist anstatt rund. – Al Gore auf der CBS Morning Show, 31. Mai 2006

103. Aber man braucht keinen Wissenschaftler, um die Auswirkungen schneeloser Winter auf Kinder zu skizzieren, die zu jung sind, um sich an die Rekord-Schneestürme des Jahres 1996 zu erinnern. Für sie sind die Vergnügungen des Schlittenfahrens oder einer Schneeballschlacht out, und ein Tag schneefrei an Schulen ist unbekannt. – Dr. Michael Oppenheimer vom Environmental Defense Fund in einem Kommentar in der NYT zu den milden Wintern in New York, Januar 2000

104. Die jüngsten milden Winter in UK sind ein Anzeichen, dass sich das Klima ändert. – Dr. James Hansen von NASA GISS bei einem Besuch in UK, 2008.

(Danach folgten zwei ausnehmend strenge Winter. Der Winter von 2009/2010 könnte der kälteste Winter in UK seit 1683 gewesen sein. Anmerkung von A. Watts im Original)

105. Hansen sagte voraus, dass die globalen Temperaturen in 20 Jahren fast 2 Grad höher liegen würden, was ‚das wärmste Niveau wäre, dass die Erde während der letzten 100.000 Jahre gesehen hat‘. – Dr James Hansen, NASA GISS, zitiert vom Milwaukee Journal in einer Anhörung vor dem Kongress, 11. Juni 1986

106. Der Arktis-Spezialist Bernt Balchen sagt, dass ein allgemeiner Erwärmungstrend am Nordpol die polare Eiskappe schmelzen wird, und dass der Arktische Ozean bis zum Jahr 2000 eisfrei sein könnte. – Christian Science Monitor, 8. Juni 1972

107. Unter Verwendung von Computermodellen kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass die globale Erwärmung bis zum Jahr 2010 die Temperaturen in den USA um zwei Grad steigen lassen wird. – Associated Press, 15. Mai 1989

Wie gesagt, die Liste lässt sich sicher noch verlängern…

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/04/02/the-big-list-of-failed-climate-predictions/

Übersetzt und mit Bemerkungen versehen von Chris Frey EIKE

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2 Kommentar(e)

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1
Andreas Demmig

Vielen Dank an Herrn Frey für die große Mühe.

Dier Prognosen aus den 70er Jahren sind in Diskussionen mit AGW Anhängern immer besonders schön zu nutzen, weil keiner den Gegensatz zwischen Abkühlungs- und Erwärmungsprognosen zu lösen vermag.

Davon abgesehen, lese ich so etwas lieber nicht vor dem Einschlafen, "Frankenstein ..." ist eine leichtere Kost.

Die Web-Seite mit den historischen Wetterklimafakten.eu ist nicht mehr erreichbar.
Ich habe zum Glück die Kopien gespeichert.
Weis jemand, wo diese Zusammenstellungen geblieben sind?

2
Rainer Hoffmann

Zu Nr. 97, Versinken von Tuvalu, schreibt und sendet der WDR in der "LEONARDO"-Wissens(!)-Hörfunk-Sendung auf "WDR5" immer noch am 28.03.2014:

******
Opfer des Klimawandels
TUVALU versinkt im Meer
******

WDR-Sendemanuskript hier:
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/schwerpunkte/tuvalu100.pdf