„Energiepolitische Geisterfahrt – die deutsche Wendewirklichkeit“

von Jürgen Gneveckow
„You can fool all the people some of the time, and some of the people all of the time, but you cannot fool all the people all the time.“ Abraham Lincoln, 1856
„Man kann alle Menschen einige Zeit hinters Licht führen und einige Menschen ewig, aber man kann nicht alle Menschen ewig hinters Licht führen.“

I. AUSGANGSSITUATION

Die Energiewende soll zwei (vermeintliche?) Probleme lösen: Erstens die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen beseitigen, die nach den „Prophezeiungen“ des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums aus dem Jahre 1972 „sehr zeitnah“ nicht mehr verfügbar sein werden, sprich die Begrenztheit der Vorräte an Kohle, Öl und Gas wird ins Kalkül gezogen. Dadurch sollen sich auch die anthropogen verursachten Emissionen des Gases CO2 verringern, die vom wissenschaftlichen „Mainstream“ ganz wesentlich für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden – Stichwort: Menschengemachter Klimawandel. Zweitens soll das deutsche Energiesystem sukzessive, d.h. in vier Schritten von fossilen auf erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft umgestellt werden. Bis 2020 sollen jeweils mindestens 35%, bis 2030 50%, bis 2040 65% und bis 2050 80% der Stromerzeugung regenerativ erfolgen, die gesamte Energieversorgung zur Jahrhundertmitte zu mindestens 50%.

Parallel zum Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien erfolgt der Ausstieg aus der Kernenergie, der schon in 2022 zu 100% vollzogen sein soll (doppelter Ausstieg aus Kohle und Uran). Dies ist das Ergebnis der im Nachgang zu der Naturkatastrophe vom 11. März 2011 – dem Erdbeben und Tsunami mit anschließender Havarie von drei Reaktoren in Fukushima/Japan – von der Bundesregierung am 6. Juni 2011 getroffenen Entscheidungen (Eckpunkte für eine beschleunigte Energiewende). Kurz zuvor war der Kernkraftnutzung in Deutschland noch eine Funktion als „Brückentechnologie“ zugetraut und zugebilligt worden. D.h. sie sollte einen behutsamen Systemwechsel von Fossil auf Erneuerbar auch wirtschaftlich abfedern und begleiten (zum Status quo der Kernenergie in Deutschland siehe nur www.kernenergie.de).

Die Energiewende setzt damit einen gravierenden Umbau des gesamten deutschen Energieversorgungssystems in allen Sektoren (Erzeugung, Transport über Leitungsnetze, Speicher) voraus, einschließlich der Anpassungen in Industrie und Gesellschaft (Effizienzerhöhung, Energieeinsparung, Orientierung am Stromangebot). Zu beachten ist, dass sich Strom in energiewirtschaftlich relevantem Maße bis heute kaum speichern lässt. Hinzu kommt die Notwendigkeit, vermehrt Strom zu importieren. Wirtschaftlich mit vertretbarem Wirkungsgrad sind lediglich Pumpspeicherkraftwerke (PSKW) in der Lage, die Speicherfunktion (über einen Umweg) in einer nennenswerten Größenordnung zu übernehmen. Allein schon aufgrund der Topographie können aber gar nicht so viele PSKW gebaut werden, wie notwendig wären. Alle andern Speichersysteme sind noch „meilenweit“ von der großtechnischen Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit entfernt.

Das Vehikel zur Umsetzung der Wende bildet das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Es trat zum 1. April 2000 zu Zeiten einer rot-grünen Bundesregierung in Kraft und löste das Stromeinspeisungsgesetz – mit dem ersten Einspeise- und Vergütungssystem zugunsten regenerativen Stroms – ab, das seit dem 1. Januar 1991 gültig war.

Als Väter dieses ganze fünf Paragraphen starken „Gesetzes über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz“ werden einzelne Politiker von CSU, Grünen und SPD kolportiert. Sicher ist, dass der entsprechende Gesetzesentwurf von der CDU/CSU-Fraktion eingebracht und u.a. von Helmut Kohl und dem FDP-Politiker Helmut Haussmann (dem damaligen Bundeswirtschaftsminister) unterzeichnet wurde. Also eine schwarz-rot-grüne Erfindung, die knapp 10 Jahre später unter der Mitwirkung von Solarunternehmern am Gesetzesvorhaben richtig „vergoldet“ wurde.

Das Markenzeichen des an die Bedingungen im liberalisierten Strommarkt angepassten und erheblich erweiterten EEG – zuletzt geändert am 20.12.2012, mit zwischenzeitlich 66 Paragraphen und fünf Anhängen – sind der Einspeisevorrang für Erneuerbare, die 20 Jahre lange Garantiezeit sowie die, trotz verschiedener Anpassungen nach unten (sog. Degressionen) immer noch stattlichen Einspeisevergütungen. Mit dieser in Kürze vorletzten Novellierung wurde – zum ersten Mal überhaupt – für die Förderung des weiteren Ausbaus von PV-Anlagen bei 52 Gigawatt eine Deckelung verfügt.

Der Anstieg der Nutzung von erneuerbaren Energien ist wesentlich auf das EEG zurückzuführen. Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung betrug im Jahr 2013 bereits 23,4 Prozent (siehe hierzu die umfangreichen Daten aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – www.bmwi.de).

II. FEHLENDE „SOLLBRUCHSTELLEN“ IM KONZEPT DER ENERGIEWENDE

Zweifelsfrei hat das EEG zur Markteinführung und -durchdringung der Erneuerbaren einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet. Nunmehr kommen aber in zunehmendem Maße Probleme zum Tragen, die allein aus dem Konstrukt heraus zu erklären, und somit systemimmanent sind. Ein grundsätzliches Problem ist sicher, dass nicht von Beginn an ein Verfallsdatum festgelegt worden ist und auch die Evaluation nicht mit der notwendigen Akribie erfolgte, vermutlich weil sich die Finanzierung zu großen Teilen außerhalb des Bundeshaushalts bewegt.

Systemdefekt 1: EU-Zertifikate und EEG ein Widerspruch an sich

Bei der Einführung von Emissionszertifikaten auf Ebene der Europäischen Union im Jahre 2005 hätte man das EEG ersatzlos streichen müssen. Denn obwohl beide Systeme eine Verringerung der CO2-Emissionen beabsichtigen, schließen sie sich im Grunde genommen aus. In der Folge kann „ … durch das EEG keine Kohlendioxidminderung erzielt werden, die über das durch den Emissionshandel allein bewirkte Maß hinausgeht.“ (Manuel Frondel u.a.: Solarweltmeister Deutschland? Ein gewaltig teurer Irrtum, in: List Forum, Bd. 39 (2013), S. 99-122, hier S. 111). Denn die geringeren CO2-Emissionen in Deutschland lassen den Preis der an der Börse gehandelten Zertifikate/Verschmutzungsrechte sinken. Dadurch wird es günstiger Zertifikate zu kaufen, anstatt CO2-Vermeidungsmaßnahmen zu finanzieren. Die Einsparungen an der einen Stelle werden also durch höhere Emissionen an anderer Stelle kompensiert, es findet lediglich eine Verlagerung im EU-Raum statt (vgl. ebenda; interessant auch die FAZ vom 7. März 2014 (www.faz.net) mit dem Blick auf die vor 10 Jahren gelaufene Auseinandersetzung zwischen den Ministern Clement (Wirtschaft) und Trittin (Umwelt), wobei letzterer und damit die Unvernunft die Oberhand behielt). Damit degeneriert das EEG zum reinen Umverteilungsmechanismus, der zudem Innovationen verhindert, wie die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) zu Beginn des Jahres schlussfolgert (siehe www.e-fi.de auf den Seiten 51-52).

Systemdefekt 2: planwirtschaftlicher Fremdkörper mit eingebauter Ausbreitungstendenz

Das EEG widerspricht im Grunde genommen der Sozialen Marktwirtschaft und dem liberalisierten Strommarkt. Während die Liberalisierung auf einen wettbewerblich organisierten Strommarkt setzt, hebelt das EEG mit seiner stark planwirtschaftlichen Ausrichtung (Bevorzugung einzelner Energieerzeugungsarten, feste Einspeisevergütungen) diesen aus. Fatal wirkt sich die Interventions- (Ludwig von Mises) oder Subventionsspirale aus, die zur Eindämmung unbeabsichtigter Nebenwirkungen immer weitere Korrekturen notwendig macht. Peter Heller umschreibt dies mit dem Dominoeffekt von EEG-Subventionen, der eine Überproduktion von Strom, ebenso wie Industrierabatte, eventuell sogar Kapazitätsmärkte, auf jeden Fall aber Investitionen in den Netzausbau und schließlich auch die finanzielle Entlastung von Haushalten zwangsläufig nach sich zieht und damit massiv weitere Kostentreiber bedingt (beim 16. Albstädter Wirtschaftsforum – www.zak.de).

Systemdefekt 3: in Kauf genommene Ressourcenvernichtung hinterlässt Scherbenhaufen

Der im EEG verfügte Einspeisevorrang für Erneuerbare setzt einen simplen Prozess in Gang: Die verringerte Nachfrage nach konventionellem Strom verdrängt entsprechend der Merit-Order (Einsatzreihenfolge von Kraftwerken nach deren kurzfristigen Grenzkosten) Kraftwerke mit höheren variablen Kosten (gleich Grenzkosten) und sorgt dafür, dass Kraftwerke mit vergleichsweise niedrigeren variablen Kosten preissetzend werden. Dies sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt vor allem ältere, bereits abgeschriebene Kohlekraftwerke, die zusätzlich von fallenden Rohstoffpreisen profitieren. Dies führt wiederum zunehmend zur vorläufigen oder dauerhaften Stilllegung und sogar zur Nichtinbetriebnahme von hochmodernen Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerken, die aber als Produzenten von Regelenergie zur Stabilisierung des Stromnetzes – hier hat die Physik das letzte Wort – dringend gebraucht werden.

Die von der Bundesnetzagentur geführte Liste wird länger und länger. Ihr sind aufgrund einer Ende 2012 beschlossenen Neuregelung Stilllegungen mindestens 12 Monate im Voraus anzukündigen, auch vorläufige Abschaltungen müssen angezeigt werden (aktueller Stand: www.bundesnetzagentur.de). Entsprechende Ankündigungen liegen gegenwärtig von drei der vier großen Energieversorger, ebenso von Stadtwerken vor. Ist ein Kraftwerk „systemrelevant“ kann die Bundesnetzagentur anordnen, dass es zwei Jahre lang weiterbetrieben werden muss. Im Januar hat die EnBW beim Oberlandesgericht Düsseldorf eine Beschwerde eingereicht, mit der sie sich dagegen wehrt, vier Kraftwerksblöcke in Marbach und Walheim nicht abschalten zu dürfen.

Hohe Abschreibungen, Gewinneinbrüche, notwendige Finanzspritzen für Stadtwerke, gravierender Kursverfall bei den vier großen Energieversorgungsunternehmen – RWE, Eon, EnBW und Vattenfall –, Arbeitsplatzverluste inklusive, sind an der Tagesordnung. Auch den so hoffnungsvoll gestarteten Solar- und Windkraftanlagenbauern geht reihenweise die Luft aus. „Die Energiewende wird zum eiskalten Kapitalvernichter“ ist unter Bezugnahme auf eine Liste der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in der Welt vom 6. März d.J. zu lesen. An den 50 größten Börsendebakeln der letzten Jahre in Deutschland partizipiert die Energie-Branche mit rund einem Viertel, obenauf Solar- und Windkraftfirmen (www.welt.de). Hinzu kommt ein schleichender Prozess der De-Industrialisierung, der insbesondere in energieintensiven Branchen bereits empirisch nachweisbar ist, und sich aufgrund der für die deutsche Volkswirtschaft typischen integrierten industriellen Wertschöpfungskette auch belastend auf die restlichen Glieder der Kette auswirkt (siehe hierzu die umfassende Analyse der Deutschen Bank vom 18. Dezember 2013 – www.dbresearch.de, hier S. 11-12). Dort wird auch sehr zu recht darauf hingewiesen, dass für eine Beurteilung der Energiewende die Netto-Effekte entscheidend sind. „Schließlich sind die häufig angeführten positiven Beschäftigungseffekte aufgrund von Investitionen in die Energiewende dadurch zu relativieren, dass sie zu nennenswerten Teilen auf … Subventionen zurückzuführen sind. Man muss sich also stets fragen, welche Beschäftigungseffekte man anderer Stelle mit den eingesetzten Mitteln hätte erzielen können. Da bei den Arbeitsplatzeffekten zudem häufig die Brutto-Effekte ausgewiesen werden, müsste zudem berücksichtigt werden, in welcher Höhe Beschäftigung in anderen Branchen verlorengegangen ist.“ (S. 7).

Nordrhein-Westfalen führt die Riege der stark Gebeutelten an, denn dort laufen die Problemlagen von Energieversorgern und klammen Kommunen unweigerlich zusammen. Die Städte sind in der Regel auch Anteilseigner an z.B. der RWE und/oder haben eigene Stadtwerke, die wiederum Beteiligungen halten. Hinzu kommt, dass NRW am wenigsten von den EEG-induzierten Zahlungsströmen profitiert, da die Fotovoltaik- bzw. Windkraftanlagen relativ stärker im Süden bzw. Norden der Republik massiert sind und der Stromverbrauch im bevölkerungsreichsten Bundesland mit der größten Dichte an Industriebetrieben am höchsten ist. Keinem anderen Bundesland kommt deshalb die Energiewende so „teuer“: 4,5 Mrd. € wurden 2013 in den EEG-Topf gelegt und nur 1,6 Mrd. € wieder „abgegriffen“ (siehe hierzu die ausführliche Analyse des BDEW vom Februar d.J. zur regionalen Verteilung auf den S. 82-92 – www.bdew.de). Nachvollziehbar, aber auch typisch und ganz konform mit der beschriebenen Interventionsspirale ist, dass der NRW-Wirtschaftsminister noch bevor die Bundesregierung die EEG-Novelle unter Dach und Fach hat, weitere Hilfen des Bundes anmahnt (siehe Handelsblatt vom 20.3.2014 www.handelsblatt.com).

Aber selbst im ansonsten gesunden Südwesten brennt es, so musste die Stadt Ulm für eine Kapitalerhöhung der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, die Beteiligungen an Kohle-, Gas- und Offshore-Windkraftwerken halten, in zwei Schritten 30 Millionen € nachschießen und wird künftig auch Arbeitsplätze abbauen müssen (www.swp.de). Und die Anteilseigner der EnBW – grob je zur Hälfte das Land Baden-Württemberg und die neun Landkreise mit einer Beteiligung an den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW) – müssen sich aufgrund einer Halbierung der EnBW-Ausschüttungen auf magere Jahre einstellen. Ob durch verminderte Ausschüttungen oder Verluste bei den Stadtwerken, alles kommt beim Bürger in Form von Leistungseinschränkungen an, denn im sogenannten Querverbund sorgten Gewinne aus dem Strom schon immer für kommunale Bäder, Verkehrsbetriebe und die Finanzierung weiterer Infrastrukturen. Die nächsten Hilferufe an Land und Bund sind hier schon vorprogrammiert.

Systemdefekt 4: unzureichende internationale Einbindung zwingt Deutschland auf Sonderweg

Sollbruchstellen schützen Systeme vor Überforderung – zumindest in technischen Anwendungen. Die Politik ist im Falle der Energiewende offenbar total überfordert, um von sich aus die richtigen Schlüsse und Konsequenzen zu ziehen. Zu den drei beschriebenen Defekten gesellt sich mit der mangelnden internationalen Einbindung die wohl offensichtlichste Schwachstelle.

Zwar haben 17 von 28 EU-Mitgliedstaaten unserem EEG vergleichbare Anreizsysteme, aber diese sind in ihrer Ausgestaltung und Zeitschiene wesentlich moderater. Österreich beispielsweise deckelt die Subvention auf maximal 27 Mio. € im Jahr, gibt „nur“ eine 13jährige Garantiezeit und wird in 2015 vom Einspeise- auf ein Quotenmodell umstellen. Italien, Spanien, Bulgarien, Griechenland und Tschechien haben schon längst die weit weniger opulente Förderung zurückgeschnitten.

Die Europäische Kommission unternimmt größte Anstrengungen, um zu einem gemeinsamen Energiebinnenmarkt zu kommen. Sie dringt unter anderem darauf, dass Förderregelungen bei sinkenden Technologiekosten schnell angepasst und die Erneuerbaren in den Energiemarkt integriert werden (z. B. durch den Wechsel von Einspeisevergütungen zu -prämien oder -quoten und durch Ausschreibungen) sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausgebaut wird (siehe hierzu den Fortschrittsbericht „Erneuerbare Energien“ 2013, S. 14-15: www.bmwi.de).

Die Effizienzvorteile eines Energiebinnenmarktes zeigt Veit Böckers (Wettbewerbsökonomische Vorteile eines Europäischen Binnenmarktes für Stromerzeugung, in: DICE Policy Brief, September 2013, S. 6-7, hier S. 6) mit einer einfachen Überschlagskalkulation auf: „Würde die heute in Deutschland installierte Solaranlagenkapazität, die im Jahr 2011 18.500 GWh Solarstrom erzeugt hat, stattdessen in Spanien stehen, hätten damit 37.000 GWh Strom produziert werden können. So hätte sich bei einem durchschnittlichen Strompreis von 40 Euro/MWh zusätzlicher Strom im Wert von 740 Millionen Euro erzeugen lassen.“

Als Antwort auf die immer noch stark zersplitterte Förderlandschaft hat die Europäische Kommission Leitlinien entwickelt, denen zufolge die Förderung auf das notwendige Minimum und die Einführungsphase von Technologien beschränkt und letztendlich eingestellt werden soll. Auch soll der in den anderen Mitgliedstaaten erzeugte Strom aus Erneuerbaren Zugang zu nationalen Fördersystemen erhalten (siehe hierzu Moritz Bonn u.a.: „Brüsseler Spitzen“: Europäische Impulse für eine EEG-Reform, in: et Energiewirtschaftliche Tagesfragen, 30. März 2014, S. 1-2 – www.et-energie-online.de).

Gerade die zuletzt genannte Bedingung stellt einen richtigen „Sprengsatz“ dar, der schon im August dieses Jahres detonieren könnte. Beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) ist die Klage eines finnischen Windkraftbetreibers anhängig, der Strom nach Schweden liefert, aber dort keine Ökostrom-Förderung bekommt. Generalanwalt Yves Bot fordert in seinem Schlussantrag, solche Ungleichbehandlungen innerhalb von zwei Jahren zu beseitigen. Laut FOCUS und FAZ – aber auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger und andere Brüssel-Insider sehen das so – könne das die EEG-Umlage sprengen (www.faz.net). Locker könnte man formulieren, „bis dass der EuGH euch scheidet!“ Ein vergleichbares Verfahren mit Tschechien befindet sich übrigens im Anfangsstadium und hat noch nicht die Gerichtsebene erklommen.

Hinzu kommt das laufende Beihilfeverfahren wegen der sogenannten „Besonderen Ausgleichsregelung“ – so wird der Ausnahmetatbestand für befreite Unternehmen genannt: siehe hierzu Anhang 1 – mit weiteren ungeklärten juristischen Fragen, die allerdings nicht ganz die Brisanz des oben genannten Falles haben.

Offensichtlich ist, dass selbst in der Europäischen Union ein gemeinsamer Energiebinnenmarkt mit Nutzung sämtlicher Effizienzvorteile (d.h. auch des Einsatzes von Fotovoltaik- und Windkraftanlagen an den dafür optimalen Standorten) noch in den Sternen steht und die Unterschiede zwischen den 28 Mitgliedsstaaten so riesig sind, dass der notwendige Anpassungsprozess Jahre in Anspruch nehmen wird, von der technischen Seite mit den erforderlichen Übertragungsnetzen ganz zu schweigen. Und auch der beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie wird immer mehr zum nationalen Alleingang. „Der deutsche Weg ist einer von vielen“ titelt die Stuttgarter Zeitung im Bericht über den Weltenergiekongress im südkoreanischen Daegu im Oktober letzten Jahres (www.stuttgarter-zeitung.de). Deutschland gesellt sich 2022 zu den 14 Ländern in Europa, die schon bisher ohne Atomkraft waren, während die Zahl derer weltweit wächst, die neue Kernkraftwerke planen und bauen. Laut der auch insgesamt sehr lesenswerten Energiestudie 2013 der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover waren Ende 2012 68 Kernkraftanlagen in 14 Ländern in Bau und weitere 110 in der Planungs- oder Genehmigungsphase (www.bgr.bund.de. Siehe noch Anhang 2 zum häufig angestellten Vergleich der Kosten von Kernkraft und regenerativer Energie).

Bundeskanzlerin Angela Merkel weiß das: In ihrer Regierungserklärung vom 29. Januar 2014 (S. 4-5) spricht sie von einer Herkulesaufgabe und dass kein vergleichbares Land auf der Welt seine Energiewende so radikal anpacke wie Deutschland. Es lohnt, sich die folgende Textpassage genauer anzuschauen: „Die Welt schaut mit einer Mischung aus Unverständnis und Neugier darauf, ob und wie uns diese Energiewende gelingen wird. Wenn sie uns gelingt, dann wird sie – davon bin ich überzeugt – zu einem weiteren deutschen Exportschlager. Und auch davon bin ich überzeugt: Wenn diese Energiewende einem Land gelingen kann, dann ist das Deutschland.“ So die Kanzlerin. Sie ist also nicht überzeugt, dass uns die Energiewende gelingt und sie sieht realistischer Weise, dass alle anderen noch größere Schwierigkeiten in der Umsetzung haben. Und sie thematisiert nicht den Fall des Misslingens, des Scheiterns: dann sitzen wir Deutsche, neben reichlich Häme und Schadenfreude, auch auf einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Und danach sieht es aus.

III. VERTEILUNGSEFFEKTE

Durch die Finanzierung über den Strompreis entstehen gravierende Umverteilungseffekte (un)sozialer (von unten nach oben) und regionaler Art, die an anderer Stelle (z.B. in der zitierten BDEW-Studie) ausführlich beschrieben wurden. Es gibt Gewinner und Verlierer, die regelrechten Verteilungskämpfe auf Ebene der Bundesländer und der Interessengruppen (ersichtlich an den Stellungnahmen zur EEG-Novelle, siehe unter VI.) geben ein klares Spiegelbild ab. So unkoordiniert das Vorgehen auf Länderebene in der Umsetzung der Energiewende bislang war, so einig ist man sich bei der Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt am 2. April 2014 zum EEG, deren Ergebnis die FAZ tags darauf sauber zusammenfasst: „Verbraucher zahlen für Energie-Kompromiss. Der Bund gibt nach. Die Ökostromhilfen werden nicht so stark gedeckelt. Teurer wird es für Stromkunden und Bahnfahrer.“ Es ging (mit Ausnahme von NRW) nur um reine Besitzstandswahrung, bei der die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten das große Ganze aus dem Blick verloren haben. Dabei sind die Größenordnungen um die es geht, auch im Vergleich zu anderen Ausgabeblöcken beachtlich: Das Volumen der EEG-Umlage mit 24 Mrd. € in diesem Jahr ist rund dreimal so groß wie der viel gescholtene Länderfinanzausgleich (8,5 Mrd. € in 2013) oder die Rundfunkgebühr (7,5 Mrd. € in 2012), auch der Solidaritätszuschlag liegt mit 15 Mrd. € immer noch kräftig darunter.

Nicht zu unterschätzen auch die Interessenlage des Bundesfinanzministers am EEG. Solange er die Energiewende nicht über den Bundeshaushalt finanzieren muss, verdient er daran mit. Da die Mehrwertsteuer auch auf die EEG-Umlagen erhoben wird, stecken rd. 4 Mrd. € im gesamten Umsatzsteueraufkommen in Höhe von 204 Mrd. € drin (die Energiesteuer mit 39 Mrd., Stromsteuer mit 7 Mrd. und Kernbrennstoffsteuer mit 1,3 Mrd. € werden davon unabhängig erhoben – Schätzungen für 2014 –www.bundesfinanzministerium.de). Müsste er umgekehrt die 24 Mrd. € selbst finanzieren, dann wäre das nach den Bundesministerien für Arbeit und Soziales mit 122 Mrd. und für Verteidigung mit 33 Mrd. sowie der Bundesschuld mit 30 Mrd. € der viertgrößte Haushaltsposten und würde etwa acht Prozent seines gegenwärtigen Gesamthaushalts in Höhe von 299 Mrd. € ausmachen (www.bundesfinanzministerium.de). Sicherlich gäbe es dabei im Parlament lange und harte Diskussionen, da bei anderen Budgets eingespart werden müsste.

IV. INTENTION VERSUS WIRKUNG: CO2-VERMEIDUNG FEHLANZEIGE

Ein Ziel der Energiewende ist, wie erwähnt, die anthropogen verursachten Emissionen des Gases CO2 zu verringern. Aus der Parallelität von Emissionshandel und EEG – Systemdefekt 1 – war aber eine Verminderung nicht zu erwarten. Dass nun darüber hinaus ein Anstieg von CO2 zu beobachten ist, resultiert aus dem beim Systemdefekt 3 beschriebenen Wirkungszusammenhang (siehe hierzu wiederum dbresearch, S. 11, auch zu Überlegungen, inwieweit ggf. die CO2-Emissionen bei einem Rückgang der Energiekosten infolge einer geringeren inländischen Wertschöpfung sinken könnten).

V. (ZWISCHEN)FAZIT

Welche Auswirkungen hat die gegenwärtige Energiewende auf unsere Volkswirtschaft: Schafft oder sichert sie Arbeitsplätze, regt sie zu Innovationen an, verbessert sie unsere Wettbewerbsfähigkeit? Ist der über das EEG in Gang gesetzte Umbau unseres gewachsenen Energieversorgungssystems überhaupt mit den physikalischen Gesetzmäßigkeiten (fehlende Speicherfähigkeit von Strom; Notwendigkeit konstanter Frequenz im Netz) in Einklang zu bringen? Sind die sich daraus ergebenden finanziellen Lasten und Belohnungen, sprich Kosten und Gewinne ausgewogen verteilt? Ist die deutsche Energiewende in Bezug auf die gewünschte Verringerung der CO2-Emissionen zielführend und besitzt sie eine solch überzeugende „Ausstrahlung“, dass mehr und mehr andere Länder nachfolgen?

Zusammenfassend betrachtet sind alle aufgeworfenen Fragen mit einem klaren Nein zu beantworten. Nach diesem eindeutigen, ernüchterndem Diktum kann man zu guter Letzt auch noch die eigentliche Sinnfrage stellen und diskutieren: ob der Klimawandel menschengemacht und überhaupt beeinflussbar ist? Die Antwort bleibt in dem einen wie anderen Falle spekulativ.

Marco Wehr hat sich (im FAZ-Feuilleton vom 7. Januar d.J. unter dem Titel “Kompetenzillusion” – www.faz.net) mit der Prognosefähigkeit und Güte wissenschaftlicher Berater, insbesondere auch von Klimatologen, auseinandergesetzt und es als reines “Orakelgekrakel” qualifiziert, das “… man guten Gewissens als unseriös bezeichnen …” kann. Dies bestätigen wunderbar die hilflosen Erklärungsversuche für die Stagnation der Erwärmung, die David Whitehouse aktuell zusammengetragen hat (Warming interruptus – Causes für the pause – www.thegwpf.org). Dem kann sich auch der am 31. März vorgestellte neueste Bericht des Weltklimarates (IPCC) nicht gänzlich entziehen. Von der Signalwirkung her nicht zu unterschätzen ist die unter Protest erfolgte Niederlegung des Mandats ausgerechnet durch einen Niederländer, Richard Tol, der nach eigenem Bekunden genug hat von Schwarzmalerei und übertrieben alarmistischen Szenarien. Tol – führender Klimaökonom und koordinierender Leitautor für das Kapitel über die wirtschaftlichen Auswirkungen – „ … vertritt die Position, dass die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels eher gering sind. Außerdem sei es weniger teuer, eine Strategie der Anpassung an den Klimawandel zu wählen, statt ihn durch drastische CO2-Reduktion verhindern zu wollen.“ (www.faz.net). Der jährliche Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) – einer anderen UN-Organisation – hingegen widersteht (noch) nicht der alarmistischen Versuchung und kaschiert den Umstand, „ … dass es seit über 15 Jahren nicht mehr wärmer wird … “ auch indem die entsprechende Presseerklärung den „ … Begriff Stillstand (Hiatus) nicht einmal erwähnt.“ (Rudolf Kipp in www.science-skeptical.de).

VI. KURIEREN AN SYMPTOMEN UNTER ZEITDRUCK – DIE GABRIELSCHE EEG-NOVELLE

An dem Entwurf zur Novellierung des EEG wird mit Hochdruck gefeilt. Er „besticht“ durch zunächst 90 Paragraphen und, nachdem das Ergebnis der Verhandlungen mit EU-Wettbewerbskommissar Almunia zur „Besonderen Ausgleichsregelung“ (den Industrieausnahmen) eingearbeitet ist, im zweiten Entwurf vom 31. März 2014 mit 99 Paragraphen und vier Anhängen. Der Vorläufer war zur Regelung der Materie noch mit 66 Paragraphen, bei allerdings fünf Anhängen ausgekommen. Ein nie dagewesener Zeitdruck begleitet das Machwerk und ebenfalls einzigartig ist, dass ein Grüner als beamteter Staatssekretär in einer schwarz-roten Bundesregierung die Feder führen darf. Rainer Baake kennt zumindest die Materie, hat er doch selbst als Staatssekretär unter Bundesumweltminister Trittin im Jahre 2000 das EEG mit entwickelt. Im Handelsblatt vom 13. März d.J. wird er unter der Überschrift „Gabriels Problem-Grüner“ als einer der Väter des Atomausstieg und eben des EEG eingeordnet. Nicht nur das Gesetz selbst, auch die Stellungnahmen der Verbände sind mit heißer Nadel gestrickt. Bis zum Abgabetermin für den ersten Entwurf am 12. März sind 152 Stellungsnahmen und bis zum Abgabetermin für den überarbeiteten Entwurf am 2. April, 17.00 Uhr, nochmals weitere 97 eingegangen, die wiederum bis zur Kabinettssitzung nächste Woche (am 8., so das Ministerium, oder 9. April, so die Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung) eingearbeitet sein müssen. Pauschalierend lässt sich sagen, dass die Stellungnahmen umso länger sind, als es Positionen oder Pfründe zur verteidigen galt, und dass es zwischenzeitlich eine sehr vielfältige Lobbyarbeit und aktive Lobbyisten-Szene im Bereich der erneuerbaren Energien gibt (Link zu den Entwürfen und Stellungnahmen zur EEG-Reform – www.bmwi.de).

Interessanterweise wird im Vorblatt zum Gesetzesentwurf bei der kategorischen Abfrage zu den Alternativen vermerkt, dass es keine gebe. Auch bezüglich der Frage nach dem Erfüllungsaufwand für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung wird tiefgestapelt bzw. darauf verwiesen, dass dieser noch zu berechnen sei und im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens nachgeliefert werde. Hier darf man gespannt sein, was vom Nationalen Normenkontrollrat – dem Wächter über eine bessere Rechtsetzung und angemessenen Erfüllungsaufwand – noch verlautbart werden wird (www.normenkontrollrat.bund.de).

Eine abschließende inhaltliche Beurteilung ist angesichts der kurzen Fristen und der Fortschreibung des Gesetzesentwurfs enorm schwer bis fast unmöglich. Auffällig ist, dass es auch von der Zeitschiene her eher zaghafte Ansätze sind, die Erneuerbaren im Zubau zu begrenzen und an den Markt heranzuführen. Dies trifft auch für die Direktvermarkungspflicht für die Betreiber größerer Anlagen zu, eine zunächst vorgesehene Beteiligung der Eigenstromerzeuger scheint hingegen wieder vom Tisch zu sein. Überlegungen in Richtung Kapazitätsmärkte waren von vorneherein nicht im Entwurf enthalten. Viel Raum im Rahmen der zweiten Anhörungsrunde nimmt das Pro und Kontra bei der „Besonderen Ausgleichsregelung“ ein. Während beispielsweise die IG Metall für die weitest gehende Beibehaltung der Industrieausnahmen im Rahmen einer europarechtskonformen Ausgestaltung plädiert, setzt sich Greenpeace für eine deutlich kürze Liste der zu befreienden Unternehmen ein. Die neuerliche, vier Seiten lange Stellungnahme von Greenpeace enthält auch eine Rüge für die eingeräumte Bearbeitungszeit von lediglich 34 Stunden sowie ein schon der ersten Stellungnahme beigefügtes, nun aktualisiertes „Kurzgutachten“ einer Hamburger Anwaltskanzlei mit ganzen 24 Seiten.

VII. AUSSTIEGSGEDANKEN

Es ist höchste Zeit, sich intensiver mit den Möglichkeiten eines verträglichen Ausstiegs aus der EEG-Geschichte zu befassen. Umso mehr als mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorherzusagen ist, dass dieses nun entstehende Gesetz die beschriebenen Systemdefekte nicht abschütteln und auch wegen seiner Komplexität und den sicher enthaltenen handwerklichen Fehlern nie und nimmer funktionieren kann. Hinzu kommt als „Damoklesschwert“ das im August zu erwartende Urteil des EuGH, das allerdings wie berichtet eine zweijährige Übergangsfrist einräumt.

Bislang existieren nur vereinzelte Überlegungen, unter anderem von Klaus Töpfer, der mit einem „Altlasten-Fonds“ die aufgelaufenen finanziellen Verpflichtungen aus dem EEG auffangen möchte (www.zfk.de). Auch Ilse Aigner hat schon einmal den „Versuchsballon“ Steuerfinanzierung aufsteigen lassen, musste allerdings zusehen, wie er ganz schnell zum Platzen gebracht wurde.

Jan Fleischhauer hat in einer Kolumne zum „Wahnwitz mit System“ folgenden Gedanken zu Papier gebracht:

„Wie immer, wenn Politiker merken, dass sie sich verrechnet haben, versuchen sie, die Spuren zu verwischen. Die einfachste Art, sich aus der Verantwortung zu stehlen, ist die Verschleierung der Kosten durch Ausgliederung in einen Schattenhaushalt. Für die Aufnahme von Schulden ist noch nie ein Politiker abgewählt worden. … Wenn der Preis für die Erneuerbaren nicht mehr auf der Stromrechnung auftaucht, vergisst der Bürger vielleicht, welchen Bären man ihm aufgebunden hat, als man ihm Wind und Sonne als preiswerte Alternativen verkaufte. Im normalen Geschäftsleben sind solche Deals aus gutem Grund verboten. Aber dort landet man ja bei vorsätzlicher Täuschung auch vor Gericht.“ (www.spiegel.de).

VIII. GEISTERFAHRT UND WENDEWIRKLICHKEIT – DIE POLITIK MUSS FARBE BEKENNEN!

Die Anekdote vom auf dem Kopf liegenden Streifenwagen umschreibt trefflich die Lage:

„Anfang der achtziger Jahre stellte eine Militärstreife im Bereich des Grazer Korps ihren Streifenwagen wortwörtlich auf den Kopf. Sie waren schlicht und einfach zu schnell gefahren. Um den Vorfall zu verschleiern, meldete der Streifenkommandant über Funk an seine vorgesetzte Dienststelle, er könne seinen Auftrag nicht weiter durchführen, da sein Blaulicht ausgefallen sei. Die Kommandostelle funkte zurück: Glühbirne auswechseln! Jetzt hieß es Farbe bekennen. Kleinlaut kam es aus dem Äther zurück: Wir können die Glühbirne nicht auswechseln. Das Fahrzeug liegt drauf.“

An unsere Bundestagsabgeordneten und diejenigen, die gegenwärtig in den Ministerien an der EEG-Novelle basteln gerichtet: Wer das kennt und weiß, macht sich nach meinem Verständnis der Untreue und des Betrugs durch Unterlassung schuldig: Im juristischen Sinne, aber vor allem auch moralisch im Hinblick auf den Eid, den Abgeordnete wie Beamte auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ablegen. Lassen Sie sich nicht weiter hinters Licht führen! Das EEG gehört ganz einfach abgeschafft!

Anhang 1:

Die begünstige Strommenge im Rahmen der “Besonderen Ausgleichsregelung” hat sich in den Jahren 2011 – 2012 – 2013 wie folgt entwickelt: von 85 über 86 auf 96 Terawattstunden, dabei wuchs die Anzahl der befreiten Unternehmen von 603 über 734 auf 1720 (infolge der EEG-Novelle 2012). Bei einem Gesamtvolumen der EEG-Umlage dieser Jahre in Höhe von 13,2 – 17,0 – 20,4 Mrd. € macht die Befreiung 2,2 – 2,5 – 4,0 Mrd. € aus. Interessant ist noch, dass zum Anstieg der EEG-Umlage in 2014 (um 0,96 ct/kWh) auf 6,24 ct/kWh, die Befreiung mit 0,14 ct/kWh beiträgt, das sind 15% (nachzulesen in der Antwort der Bundesregierung vom 27.12.2013 auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bärbel Höhn und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/165).

Anhang 2:

In einer Publikation aus dem Jahre 2011 (www.kernenergie.de) ist zum Thema „Kostenvergleich“ auf S. 468 zu lesen:

„Die Kernkraftwerke, die heute Strom erzeugen, haben nie Subventionen erhalten.
Dies haben verschiedene Bundesregierungen, zuletzt die Regierung Schröder/Fischer, unmissverständlich erklärt. Eingesetzte FuE-Mittel der öffentlichen Hand waren als Anschubfinanzierung gedacht und haben dort, wo die einzelnen Technologien sich entfalten konnten, ihren Zweck überzeugend erfüllt. Andere Energieträger, wie beispielsweise regenerative Energien, erhielten und erhalten weiterhin Unterstützungsmittel, allerdings nach einem anderen Förderkonzept. Sie werden überwiegend unmittelbar vom Stromkunden aufgrund gesetzlicher Vorgaben unterstützt, ohne dass das Ziel wirtschaftlicher Stromerzeugung entscheidend näher rückt.“

Und zum Rückbau der Kernkraftwerke ist zu lesen:

„Ebenso falsch ist die Aussage in Politik und Medien, der Rückbau der Kernkraftwerke und ihre Entsorgung würden aus Steuermitteln bezahlt. Richtig ist, dass diese Kosten heute bereits im Strompreis enthalten sind. Der notwendige Aufwand für die Stilllegung der Kernkraftwerke wird in den Bilanzen zurückgestellt. Er wird angespart über 25 Jahre; die Mittel stehen also bereits jetzt nahezu vollständig zur Verfügung. Jährliche Anpassungen tragen Preissteigerungen und neuen regulatorischen Vorgaben Rechnung. Die notwendigen Kosten der Endlagerung, darunter aktuell die Umrüstung des Endlagers Konrad und die Erkundung des Salzstocks Gorleben auf seine Eignung als Endlager, werden im laufenden Jahr vom Bund vorfinanziert und unmittelbar danach den Abfallverursachern aus Industrie und öffentlicher Hand in Rechnung gestellt. Einzelheiten dazu regelt die Endlagervorausleistungs-Verordnung. Die späteren Kosten des Betriebs und der Stilllegung der Endlager sind und werden weiter bedarfsgerecht zurückgestellt. Auch die auf 2,5 Mrd. € begrenzte Deckungsvorsorge für Schäden aus der Kernenergie-Nutzung kann nicht als Subvention gelten. Die Haftungssumme bis 250 Mio. € wird zunächst über den Versicherungsmarkt gedeckt und darüber hinaus bis 2,5 Mrd. € über den, auch im Ausland üblichen Nuklearversicherungspool der betroffenen Unternehmen auf Gegenseitigkeit. Außerdem haften die jeweiligen Unternehmen aber mit ihrem ganzen Vermögen für Schäden, die diese Grenze überschreiten. Würde eine solche Forderung nach einer unbegrenzten Haftung auch an andere risikoträchtige Industrien gerichtet, so wäre deren Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Bereich massiv eingeschränkt.“

PS.: Thomas Linnemann, der Mitautor der o.g. Publikation ist nicht identisch mit dem Albstädter Stadtwerkedirektor.

Über den Autor:

Dr. Jürgen Gneveckow ist ein deutscher Politiker der CDU und seit 1999 Oberbürgermeister der Stadt Albstadt. Nach dem Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Freiburg und Regensburg, Abschluss Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt promovierte er in Regensburg, arbeitete bis 1999 im Bundesumweltministerium und war von 1993 bis 1996 als Nationaler Experte zur Generaldirektion "Umwelt" der Europäischen Kommission in Brüssel abgeordnet

Der Beitrag erschien am 4.April 2014 bei ScienceSceptical hier

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141 Kommentare

  1. #140: Hans Diehl sagt:

    ————-
    verhüllter Spott, bei dem ein Unterschied zwischen wörtlicher und wirklicher Bedeutung besteht. Zitat Ende.
    ————-
    Tut mir Leid, ich konnte nicht wissen, das sie nun plötzlich doch das Wissen mit mir teilen, das EE in 500 Jahren erst recht keine Rolle mehr spielen sondern eher Kernfusion oder Kernenergie. Insofern musste ich leider davon ausgehen, das Sie einfach nur absichtlich meine Aussage verändern wollten.
    Nun da das geklärt ist, können wir ja auch gemeinsam dazu übergehen die Unsinnigkeit der EE anzuprangern und die wirklichen zukünftigen Energien zu propagieren.

  2. Herr Siller sagt:
    #136: Hans Diehl sagt:
    Ach Herr Diehl, zusammenhänge beim Lesen zu verstehen ist wohl auch nicht Ihre Stärke. Deshalb noch mal für Sie:

    @Herr Stiller
    Schauen Sie mal was bei der Wiki unter „Ironie“ steht
    Zitat:
    verhüllter Spott, bei dem ein Unterschied zwischen wörtlicher und wirklicher Bedeutung besteht. Zitat Ende.

    Ich dachte eigentlich, dass Sie den Zusammenhang erkennen. Schade, dann hat mein Posting die erhoffte Wirkung verfehlt.

    MfG

  3. @ #138 P. Jensen – Gesellschaftlicher Mehrwert –

    „Mich ärgern da mehr die umsonst ausgegebenen Hunderte Milliarden für die sog. EE.“

    Das sehen Sie völlig falsch, Herr Jensen. Der gesellschaftliche Mehrwert von Gigantwindmühlen besteht unter anderem in: „Pachtanteil für soziale Zwecke, z.B. ortsansässige Vereine, Identifikation mit der Energiewende“.

    So jedenfalls die Firma Energiekontor AG in einem Flyer vom April 2014, Faktenblatt genannt.

  4. Herr Diehl, verstehendes Lesen stand bei ihnen nicht auf dem Lehrplan, oder? Stattdessen vielleicht Namen tanzen oder Märchenbücher lesen?

    Herr Stiller hat nicht gesagt, dass Kernfusion erst in 500 Jahren serienreif ist. Er hat gesagt, dass in 500 Jahren evtl. „Tag X“ ist, wenn dann evtl. die fossilen Rohstoffe alle sein könnten.
    So schwer war doch der Satz gar nicht.
    Sie brauchen sich übrigens keine Sorgen machen, dass sie für Kernfusion umsonst bezahlen. Das ist im Stadium der Forschung. Die ist nie umsonst. Und wenn sich Ideologen und Planwirtschaftler da raus halten, dann wird es was oder eben nicht.
    Mich ärgern da mehr die umsonst ausgegebenen Hunderte Milliarden für die sog. EE.
    Da kam ja nun bisher nicht viel rum. Und die Zukunft sieht da auch eher düster aus. Sogar der Gabriel hat’s jetzt begriffen.

  5. #136: Hans Diehl sagt:

    Ach Herr Diehl, zusammenhänge beim Lesen zu verstehen ist wohl auch nicht Ihre Stärke. Deshalb noch mal für Sie:

    Tag X bezieht sich auf Ihren Beitrag wenn die Konventionellen Ihrer Meinung nach zu Ende gehen sollen. Das ist frühestens in 500 Jahren.
    Zu dem Zeitpunkt werden EE erst recht, auch im Sinne von ’schon lange‘, keine Rolle mehr Spielen.

    Aber schön zu wissen, dass Trolle immer etwas zu futtern finden und nicht verhungern müssen.

  6. L Stiller sagt:
    Am Tag x, in frühestens 500 Jahren werden die EE erst recht keine Rolle mehr spielen. Ich schaue über den Tellerand, und da sehe ich keine riesige Ressourcen- und Rohstoffverbrauchenden, umweltverschmutzenden EE wie PV oder Windenergie sondern eher Kernenergie oder Fusionsreaktoren.

    @Herr Stiller.
    In frühestens 500 Jahren soll die Kernfussion schon zur Verfügung stehen. Na ja da bin ich ja beruhigt, dass wir nicht umsonst dafür bezahlen.

  7. #132: Hans Diehl sagt:

    ——————-
    Wann steht sie am höchsten, immer dann wenn am meisten Strom verbraucht wird, und am teuersten ist. Dazu kommt noch der Absatz, an unsere Nachbarn, die ähnlich wie RWE der Zeit hinterherlaufen.
    ——————-
    Herr Diehl, Sie zeigen mal wieder Ihre Unkenntnis. Wie sollen die EE Ihren Strom auf einem freien Markt teurer verkaufen als es die Konventionellen tun? Das funktioniert ja jetzt schon nicht. Bei noch mehr EE wird es immer noch nicht gehen.

    ——————-
    Doch so langsam scheint der Essener Konzern, der sich bereits Ende der 1970er Jahre mit der Technologie beschäftigt hatte und bis 2005 im Joint Venture RWE Schott Solar als Modulproduzent agierte, dieser Technologie wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
    ——————–
    Nichts weiter als PR. Und falls sie doch groß einsteigen werden sie genauso schnell insolvent sein wie die anderen.

    ——————–
    Glauben Sie tatsächlich, dass das Problem, dass Sie für unlösbar halten, am Tag „X“ – dem Ende der fossilen Rohstoffe – noch eine Rolle spielt???.
    Weil es offenbar nicht in Ihr Konzept passt, scheuen Sie den Blick über den Tellerrand, wie der Teufel das Weihwasser.
    ——————–
    Am Tag x, in frühestens 500 Jahren werden die EE erst recht keine Rolle mehr spielen. Ich schaue über den Tellerand, und da sehe ich keine riesige Ressourcen- und Rohstoffverbrauchenden, umweltverschmutzenden EE wie PV oder Windenergie sondern eher Kernenergie oder Fusionsreaktoren.

    Sie geben an über den Tellerrand zu schauen, bekommen Ihren Kopf aber nicht mal aus der grünen Suppe heraus.
    Die Zukunft der Energieversorgung wird nicht mit Kohle und Erdöl erfolgen, aber sicher auch nicht mit PV und Windenergie. Es gibt jetzt schon Energiequellen, die Sauberer und Billiger sind und zukünftig wird es noch mehr geben.

  8. XXXXXXXX Diehl nun wieder:

    „Dass Sonne den meisten Strom liefert wenn sie am höchsten steht, ist vorhersehbar, oder ???
    Wann steht sie am höchsten, immer dann wenn am meisten Strom verbraucht wird, und am teuersten ist. Dazu kommt noch der Absatz, an unsere Nachbarn, die ähnlich wie RWE der Zeit hinterherlaufen. “

    Herr Diehl, können sie bestätigen, dass die Sonne in Deutschland im Schnitt an etwa 1000 Stunden im Jahr scheint (jedenfalls laufen fast alle Solaranlagen mit dieser prognostizierten Vollaststundenzahl)?
    Können sie bestätigen, dass das Jahr 8.760 Stunden hat, in denen wir permanent Strom haben wollen und müssen?
    Können sie bestätigen, dass die Sonne NICHT an jedem Tag genau zur Mittagszeit scheint?
    Können sie bestätigen, dass wenn die Sonne an einem Sonn-oder Feiertag zur Mittagszeit scheint, nicht immer Spitzenlast vorliegt?
    Können sie bestätigen, dass es heute und auch auf absehbare Zeit (sagen wir 10 Jahre) keine bezahlbare Technologie gibt, die die Probleme, die sich aus den Fragen 1 bis 4 ergeben, löst?

    Wenn sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten (was eigentlich der Fall sein müsste, es sei denn, sie leben nicht im selben Land wie ich), dann müsste bei ihnen eigentlich ein Prozess in Kraft gesetzt werden, den man „Nachdenken“ nennt. Und wenn alle Fragen mit „Ja“ beantwortet sind, erübrigt sich auch jeder weitere Gedanke an die Stromversorgung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt mittels Solaranlagen.
    Und falls doch eine Frage mit „Nein“ beantwortet wird, bewerben sie sich bitte um den Physik-Nobelpreis, sofern es sich dabei um Frage 5 handelt oder bewerben sie sich, wenn sie eine der anderen Fragen mit „Nein“ beantwortet haben, bitte um ein Praktikum wahlweise in einem Produktionsunternehmen, bei einem Netzbetreiber, einem meterologischen Dienst oder einfach auf gut Glück für irgendwas an der Volkshochschule.

    Was machen sie eigentlich, wenn alle anderen Länder auch voll auf Solar setzen und dann ebenfalls zum Sonnenhöchststand produzieren. An wen wollen sie dann verkaufen? Schließlich reicht es ja nicht, wenn Deutschland allein die Welt rettet, wir sollen ja nur Vorbild für die anderen werden.
    Herr Diehl, so langsam haben sie ein Level erreicht, wo die „Diskussion“ mit ihnen nicht mehr einfach nur nervt, sondern ab und an Spaß macht. Die Freude ist wahrscheinlich ganz meinerseits!

  9. Zu #128 Hitparade der Dummfragen

    Eigentlich gibt es ja keine dummen Fragen, so daß „Dummfrage“ keine Frage sein kann.

    Was ist also eine Dummfrage?
    Definieren kann man sie als dumme Unterstellung in Frageform gekleidet, um dem Vorwurf dumm zu sein, zu entrinnen. Nun muß in dem Falle dumm nicht tatsächlich dumm sein, denn wie hieß es noch im NS-Klassiker „Die Feuerzangenbowle“?: „Da stelle mer uns wieder janz dumm.“

    Ist also der Forentroll Hans Diehl nun als dumm (Dummtroll) einzusortieren?

    Ja, denn er unterstellt den Foristen und Lesern dumm zu sein:
    „Warum sollen Besitzer einer PV Anlage gegen immer teurer werdende Konventionelle keine Erlöse mehr erzielen. ???“

    1. Solarpanelbetreiber erzielen nur aufgrund der Zwangsabnahme zu festgesetzten Preisen weit oberhalb des mittleren Marktpreises überhaupt Nettoerlöse (Einnahmen – Aufwand).
    2. Ein Wettbewerb zwischen den Erzeugern besteht nicht, also können auch gegen die konventionellen Anbieter auch keine Erlöse erzielt werden.
    3. Er unterstellt auch etwas als Tatsache, was nicht existiert. Inflationsbereinigt ist die konventionelle Stromerzeugung immer billiger geworden.

    2008 kostete in Europa Kesselkohle cif 148 US-$, 2009 71.
    Dies dient einmal der Desinformation aber auch der Ablenkung von der Tatsache, daß im Wettbewerb 1. eine Ware verkäuflich sein muß (also zu Nachfragezeiten auch angeboten werden kann) und 2. Gewinne nur erzielt werden, wenn die Einnahmen die Aufwendungen übersteigen. Es kommt also nicht darauf an, ob ein Konkurrenzprodukt teurer ist. Denn ist das eigene Produkt nicht lieferbar, kommt es auf den Preis des Konkurrenzproduktes nicht an. Es werden keine Einnahmen erzielt.

    Dementsprechend handelt Diehl mit seinen Dummfragen, die in die Hitparade für Dummfragen gehören, streng gemäß dem Handbuch für Forentrolle.

  10. L. Stiller sagt
    So wie die jetzigen PV Anlagen immer alle gleichzeitig Produzieren, werden Sie das auch in Zukunft tun. Also dann wenn keine Strom benötigt. Sie sehen ja jetzt schon das die Börsenpreise im Keller sind, teilweise negativ.

    @Herr Stiller
    Dass Sonne den meisten Strom liefert wenn sie am höchsten steht, ist vorhersehbar, oder ???
    Wann steht sie am höchsten, immer dann wenn am meisten Strom verbraucht wird, und am teuersten ist. Dazu kommt noch der Absatz, an unsere Nachbarn, die ähnlich wie RWE der Zeit hinterherlaufen.
    Schauen Sie mal was ich gerade bei IWR gelesen habe.
    Zitat:
    Essen – Die Solarstrom-Gewinnung durch Photovoltaik-Anlagen hat beim deutschen Energieversorger RWE lange Zeit wenig Beachtung gefunden. Doch so langsam scheint der Essener Konzern, der sich bereits Ende der 1970er Jahre mit der Technologie beschäftigt hatte und bis 2005 im Joint Venture RWE Schott Solar als Modulproduzent agierte, dieser Technologie wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

    L. Stiller sagt:
    Das wird sich mit weiterem Zubau verschärfen. Speicher lösen das Problem nicht, sondern verschärfen es weiter. Mit zusätzlichen Kosten und Wartungsaufwand.

    @Herr Stiller
    Glauben Sie tatsächlich, dass das Problem, dass Sie für unlösbar halten, am Tag „X“ – dem Ende der fossilen Rohstoffe – noch eine Rolle spielt???.
    Weil es offenbar nicht in Ihr Konzept passt, scheuen Sie den Blick über den Tellerrand, wie der Teufel das Weihwasser.

    MfG

  11. #128: Hans Diehl sagt:

    ——————–
    Außer offenbar Ihnen, weiß aber auch jeder, dass Wartung und Reparatur auch bei den Konventionellen anfallen. Das Entscheidende ist, das deren Rohstoffe endlich sind, und deshalb immer teurer werden.
    ——————–
    Ach, Herr Diehl, es ist etwas anderes, ob ich Wartungskosten von vielleicht 0,01ct/KWh habe oder Wartungskosten von 15ct/KWh. So etwas passiert halt, wenn eine Firma mit 2 Mann inklusive Anfahrt kommen muss, alle Module abbauen muss und dann ein Neueseinsetzen muss. Das kosten dann mal schnell 1000€. Nach 20 Jahren dürfte das zum jährlichen Alltag eines PV Besitzers gehören.
    Aber von Ökonomie verstehen Sie ja leider auch nichts. Sonst würde ja nicht immer der dämliche Verweis auf „Rohstoffe“ kommen und das die „Sonne keine Rechnung schickt“. Die Handwerker Schicken nämlich eine Rechnung und sie benötigen auch Rohstoffe, und das nicht zu knapp. Und das für ein paar armselige MWh pro Jahr.

    ———————
    Warum sollen Besitzer einer PV Anlage gegen immer teurer werdende Konventionelle keine Erlöse mehr erzielen. ???
    ———————
    Habe ich Irgend etwas von Konventionellen gesagt? So wie die jetzigen PV Anlagen immer alle gleichzeitig Produzieren, werden Sie das auch in Zukunft tun. Also dann wenn keine Strom benötigt. Sie sehen ja jetzt schon das die Börsenpreise im Keller sind, teilweise negativ. Das wird sich mit weiterem Zubau verschärfen. Speicher lösen das Problem nicht, sondern verschärfen es weiter. Mit zusätzlichen Kosten und Wartungsaufwand.

    Selbst wenn Sie die 6MWh ihrer PV Anlage zu einem Börsenpreis von 2-3 cent verkaufen könnten, wären das läppische 120€-180€ im Jahr. Dafür bekommen Sie nicht mal die Anfahrt eine Technikers.

  12. @ #127 P. Jensen -Oldie-Hitparade-

    Ja Herr Jensen, #123 ist natürlich ein Hit. Das Problem besteht darin, daß die Oldie-Hitparade der dümmsten Sprüche von Physikern zur Ökonomie technischer Fehlinvestitionen schon voll ist.

  13. L. Stiller sagt:
    Dass irgendwann der Ertrag positiv sein muss, ist jedem klar, der weiß, dass Sonne und Wind uns die Energie kostenlos schenken,
    ——————–
    Jedem der Weis, das Wartung und Reparatur von Speichern und Anlage nicht kostenlos ist, weiss, das Solarstrom niemals kostenlos wird.

    @Herr Stiller
    Außer offenbar Ihnen, weiß aber auch jeder, dass Wartung und Reparatur auch bei den Konventionellen anfallen. Das Entscheidende ist, das deren Rohstoffe endlich sind, und deshalb immer teurer werden.

    L Stiller sagt:
    Und wenn die Besitzer eine PV Analge mit Ihrem Strom an der Börse keine Erlöse erwirtschaften können, werden Sie Ihre Anlage auch nicht mehr instand halten, geschweige denn den Strom an der Börse anbieten.
    Sie sind einfach nur Naiv.

    @Herr Stiller
    Warum sollen Besitzer einer PV Anlage gegen immer teurer werdende Konventionelle keine Erlöse mehr erzielen. ??? Und das zu Spitzenlast Zeiten wo der Strom am teuersten gehandelt wird.
    Auf diese Frage würde mich eine direkte Antwort besonders interessieren.

    MfG

  14. Der Diehl glaubt das wirklich, oder? Der sitzt zuhause mit seiner alten PV-Anlage auf’m Dach und glaubt, er rettet die Welt!
    So langsam keimt in mir ein menschliches Gefühl auf, das man Mitleid nennen könnte!

  15. Die Runde muss sich bei mir bedanken, weil ich einer Technologie mit zum Durchbruch verhelfe, die da für sorgt, dass Ihre Enkel und Urenkel nicht im Dunkeln sitzen müssen.
    ——————–
    Wenn überhaupt dann helfen nur diejenigen dieser Technologie zum Durchbruch die das Bezahlen. Das sind also nicht die die eine PV Analge auf dem Dach haben. Sie leben echt in einer anderen Realität.

    ——————–
    Dass irgendwann der Ertrag positiv sein muss, ist jedem klar, der weiß, dass Sonne und Wind uns die Energie kostenlos schenken,
    ——————–
    Jedem der Weis, das Wartung und Reparatur von Speichern und Anlage nicht kostenlos ist, weiss, das Solarstrom niemals kostenlos wird.

    Und wenn die Besitzer eine PV Analge mit Ihrem Strom an der Börse keine Erlöse erwirtschaften können, werden Sie Ihre Anlage auch nicht mehr instand halten, geschweige denn den Strom an der Börse anbieten.

    Sie sind einfach nur Naiv.

    ——————
    Wenn Sie die momentanen Kosten etwas mindern wollen, wechseln Sie zu den Anbietern, die die von den EE gesenkten Großhandelspreise an ihre Kunden weiter geben.
    ——————
    Haha, so wie Lichtblick, der trotzdem einer der Teuersten Anbieter ist? Sie werden nicht müde die Leute mit immer den selben falschen Aussagen hinters Licht zu führen.

  16. Diehl macht Comedy in #123:
    „Die Runde muss sich bei mir bedanken, weil ich einer Technologie mit zum Durchbruch verhelfe, die da f?r sorgt, dass Ihre Enkel und Urenkel nicht im Dunkeln sitzen m?ssen.“

    :-))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

    Alter, dir ist wirklich der Helm nass geworden! Most funniest post of the day!!!

  17. Peter Jensen sagt:
    Letztes Jahr hat das jeden Bürger (!!!), vom Säugling bis zum Greis durchschnittlich 280 Euro gekostet (23 Mrd € durch 82 Mio Bürger).
    Wo bleibt ihr Dankeschön in die Runde hier, dass sie davon auch einen Teil von uns abbekommen haben. Ich wäre lieber von meinem Anteil schön irgendwohin gefahren und hätte mich erholt. Wahrscheinlich hab ich dafür ihren Urlaub mitfinanziert. Also bitte: sagen sie mal Danke in die Runde!

    @Herr Jensen
    Die Runde muss sich bei mir bedanken, weil ich einer Technologie mit zum Durchbruch verhelfe, die da für sorgt, dass Ihre Enkel und Urenkel nicht im Dunkeln sitzen müssen.
    Schauen Sie mal wie das Fraunhofer Institut die Kosten betrachtet.
    Zitat:
    Bis 2050 können die Einsparungen insgesamt etwa 500 Milliarden Euro betragen“, rechnet Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts ISE in Freiburg, vor. Die Investitionen in eine neue Energieversorgung, die in Zukunft 100 Prozent sauber und verantwortlich ist, rechnen sich. Weil uns die Energieeinsparmaßnahmen und die Ersetzung von atomar-fossilen Kraftwerken bis dahin rund 300 Milliarden Euro kosten. Dass irgendwann der Ertrag positiv sein muss, ist jedem klar, der weiß, dass Sonne und Wind uns die Energie kostenlos schenken, während der Abbau von Kohle, Öl und Gas immer teurer werden wird. Zitat Ende.

    Wenn Sie die momentanen Kosten etwas mindern wollen, wechseln Sie zu den Anbietern, die die von den EE gesenkten Großhandelspreise an ihre Kunden weiter geben.
    Schauen Sie mal bei Stiftung Warentest hier:
    Ein Haushalt mit 5 500 Kilowatt­stunden Jahres­verbrauch kann dort bis zu 321 Euro im Jahr sparen, sofern der Kunde noch nie gewechselt hat.

    Wünsche Ihnen einige erholsame Tage in der Sonne, mit dem was sie Ihnen mit der Einsparung beschert hat.

    MfG

  18. Und was ihre kleine und falsche Rechnung in # 120 angeht: vergessen sie mal bei ihren Kosten nicht den Netzausbau und die Speicher! Die brauchen sie n?mlich f?r ihr „Gesch?fstmodell“. Und dann k?nnen sie gern mal die Preise vergleichen!

  19. Herr Diehl, sie können hier noch so viele intellektuelle Verrenkungen anstellen und versuchen, mit Graustrom und Handelsebene und sonst noch was Verwirrung zu stiften, es bleibt am Ende der Fakt, dass die garantierte Vergütung an die EE-Betreiber nach EEG die Kosten des Systems definieren. Dass davon ein Teil über die Börse kommt und der Rest über die EEG-Umlage ändert daran nichts. Und noch heute bezahlen wir für viele Anlagen mehr als 50 ct/kWh. Dass es mit der Zeit weniger wird, ist ja wohl das mindeste, was man von einer derart gedopten Industrie erwarten darf!
    Und dass in der EEG-Umlage heute nicht mehr nur der reine Zuwachs enthalten ist, liegt daran, dass das System nicht so einfach funktioniert, wie sie sich das vorstellen. Die EEG-Umlage in 2014 ist eine Schätzung für die Zahlungen, die die Netzbetreiber an die EE-Betreiber in 2014 zahlen müssen. Und da in den letzten Jahren der Zubau immer höher war als die Schätzung des Zubaus, ergab sich für die Netzbetreiber eine Vorfinanzierung in Milliardenhöhe. Diese ist nun in die Liquiditätsvorsorge eingeflossen. Ein völlig logischer und nachvollziehbarer Schritt, denn die Netzbetreiber sind ja schließlich keine Bank. Und es sind natürlich Kosten der EEG-Vergütung, nichts anderes! Nur eben zeitverzögert.
    Und auch die immer wieder angeprangerte Befreiung der energieintensiven Unternehmen ist nur eine Finazierungsform der EEG-Vergütung. Was die nicht zahlen müssen, landet eben beim Verbraucher in der EEG-Umlage. Es sind aber Kosten des EEG. Nichts anderes.
    Letztes Jahr hat das jeden Bürger (!!!), vom Säugling bis zum Greis durchschnittlich 280 Euro gekostet (23 Mrd € durch 82 Mio Bürger).

    Wo bleibt ihr Dankeschön in die Runde hier, dass sie davon auch einen Teil von uns abbekommen haben. Ich wäre lieber von meinem Anteil schön irgendwohin gefahren und hätte mich erholt. Wahrscheinlich hab ich dafür ihren Urlaub mitfinanziert. Also bitte: sagen sie mal Danke in die Runde!

  20. Peter Jensen sagt:
    Und dass der Solar- und Windstrom nun „Opfer seines eigenen Erfolgs“ wird, ist doch ganz klar. Es liegt im System. Wenn immer mehr überflüssiger Strom zu Zeiten produziert wird, wo man ihn nicht braucht, sinkt der Preis immer weiter. Wenn man dann mal bei 100% angekommen wäre, dann wäre der Börsenpreis wie viel? Genau! Null Euro! Und die komplette EEG-Vergütung würde wieder in der EEG-Umlage landen.

    @Herr Jensen
    Glauben Sie,dass in den nächsten 6 bis 7 Jahren 100% EE erreicht sind, nein.
    Da laufen nämlich die ersten und teuersten Anlagen aus der Vergütung.
    Sie sehen, bis zu den 100% ist noch eine Weile hin.
    Wenn dann der Börsenpreis „Null“ wird, die mittlere Vergütung vielleicht noch 6 oder 7 Cent, Tendenz fallend. Zur Information, für 2014 sind laut Wiki 13,8 und für 2017 12,5 Cent mittlere Vergütung prognostiziert.
    Gemessen an der Entwicklung der Konventionellen. z..B. in England der geplante Neubau eines AKW mit einer Einspeise Garantie von umgerechnet 11 Cent/Kwh über 30 Jahre, einschließlich Inflationsausgleich, dann wollen wir mal sehen welche Belastung durch EE über eine Umlage auf die Verbraucher noch zukommen soll.

    MfG

  21. Peter Jensen sagt:
    Herr Diehl, dass sie noch Nachholbedarf beim EEG-System haben, beweisen sie eindrucksvoll in #115.

    Nach ihrer Logik wäre die EEG-Umlage nicht so hoch, wenn der Strom nicht über die Börse verkauft werden würde?
    Autsch!
    .

    @Herr Jensen
    Die Umlage wäre nicht so hoch, wenn sie das beinhalten würde, was im EEG ursprünglich vorgesehen war, nämlich die „Mehrkosten“ für die Vergütung der EEG Anlagen.
    Stellen Sie sich mal vor Sie kaufen Strom an der Börse für 3 Cent der besteht so wohl aus EEG als auch aus konventionellem Strom, geht quasi als „Graustrom“ auf die Handelsebene. Aber nicht mehr für 3 Cent, oder ???? Er wird aufgewertet, und nähert sich auf der Handelebene den „Mehrkosten“ für die Vergütung. Was nicht aufgewertet wird, ist der Anteil EEG Strom in dem Mix, wenn es darum geht die Differenz zur Vergütung, sprich Umlage, zu ermitteln. Der bleibt für diese Rechnung auf dem niedrigen Börsenpreis sitzen.. Mit anderen Worten im Handel ist der EEG Stromanteil mehr wert, als bei der Differenz zu seinen Kosten, der Vergütung.

    Die Umlage würde je nach Geschäftsmodell der einzelnen Versorger unterschiedlich ausfallen, mit der Tendenz fallend..
    So etwa war es vor 2010, wir hatten bundesweit die unterschiedlichsten Umlagen. Ich weiß von was ich rede, weil ich mit meiner PV Anlage ab 1992 über das Stromeinspeisegesetz bis hin zum EEG alles live erlebt habe.

  22. Ich kritisiere nicht, dass RWE, oder andere, die von den niedrigen Börsenpreisen profitieren, sondern das System ab 2010 zum Nachteil der Verbraucher..
    ————–
    Erstens profitieren diese nicht davon, wie man sieht, Sie unterstellen das nur, weil Sie die Marktwirtschaft nicht verstehen.
    Ich hab es Ihnen schon mal versucht zu erklären: auf der einen Seite haben die Markteilnehmer durch die Spekulation die Möglichkeit noch gelegentlich Gewinne zu machen mit Strom den Sie billiger einkaufen, als er herzustellen wäre. Das alles ist aber in den Langfristigen Lieferverträgen schon berücksichtigt. Schließlich kostet Sie der Strom am ende nur ca. 27ct/KWh auch wenn er an der Börse mal deutlich teurer ist.
    Leider sind Sie auf einem Auge Blind, Sie picken sich einen Aspekt raus, und blenden alles andere aus. Z.B. die Situation, das durch EE Vorrangs-Einspeisung die Kraftwerke gedrosselt werden müssen und dann ineffizienter arbeiten. Dadurch wird dann die Marge kleiner. Sie kritisieren die Gewinne auf der einen Seite aber das auf der anderen Seite auch Verluste entstehen ist ja nicht Ihr Problem.
    Es kommt nicht von ungefähr, das die Betreiber Ihre Kraftwerke schlissen wollen. Irgendwie müssen Sie ja Ihre Kostenstruktur in den griff bekommen.

    Zweitens, das einzige System das zum Nachteil der Verbraucher existiert, ist die Zwangssubvention von unwirtschaftlichen EE durch den Stromkunden. Kritisieren Sie mal lieber das. Die garantierte Einspeisevergütung von durchschnittlich ca. 20ct muss von irgendwo herkommen. Gleichzeitig beteiligen sich immer weniger dieser Profiteure an den ‚Nebenkosten‘ (Netzkosten, EEG Umlage, Offshorehaftung).
    Das Problem ist nicht wie das EEG formuliert wird, sondern dass die Kosten irgend jemand tragen muss und das kann am Ende nur der Verbraucher sein. Sie versuchen nach wie vor nur weitere Teile der Kosten den Erzeugern aufzubürden, damit diese nicht auf der Stromrechnung der Bevölkerung auftauchen. Nach dem Motto: Solange ein Erzeuger noch Gewinne macht ist er ein Böser Profiteur des Sporthandels.
    Gleiches versuchen die Grünen etc. auch immer wieder die Industrie von der Umlage befreien. Nein um Gottes willen. Soll die Industrie das doch bezahlen und die Kosten auf die Produkte aufschlagen, das merkt der Verbraucher nicht so schnell.

    Ihnen geht es nur um eins: die wahren Kosten so gut wie möglich zu verschleiern, damit Sie schön weiter machen können. Damit keiner so schnell merkt, wenn die eine Hälfte der Bevölkerung Solaranlagen hat, das die andere Hälfte dann die Nebenkosten quasi allein bezahlt. Pfui.

  23. Herr Diehl, dass sie noch Nachholbedarf beim EEG-System haben, beweisen sie eindrucksvoll in #115.

    Nach ihrer Logik wäre die EEG-Umlage nicht so hoch, wenn der Strom nicht über die Börse verkauft werden würde?
    Autsch!
    Die EEG-Umlage wäre um genau den jeweiligen Börsenpreis höher! Genau deswegen hat die Regierung damals das System gewechselt, damit die EEG-Umlage auf der Stromrechnung nicht noch höher ausfällt und der Volkszorn erwacht.
    Und jetzt ist die EEG-Umlage um genau den Anteil geringer, der durch den Börsenpreis erzielt wird.
    Es ist also genau umgekehrt, als sie behaupten… wie so oft.
    Außerdem vergessen sie völlig den gesamtwirtschaftlichen Schaden. Aber das ist ihnen ja egal, solange sie noch ihre Garantievergütung bekommen. Wie wäre es eigentlich mal mit einem großen Dankeschön hier in die Runde. Wir haben ihnen nämlich ihre EEG-Vergütung alle mitbezahlt. Ist ihr Kredit inzwischen durch uns abbezahlt? Oder hatten sie das Geld übrig und kassieren von uns nun ein zusätzliches kleines Einkommen? Übrigens auch von den Mitarbeitern bei RWE und Co, die nun wegen ihnen ihren Job verlieren.

    Und dass der Solar- und Windstrom nun „Opfer seines eigenen Erfolgs“ wird, ist doch ganz klar. Es liegt im System. Wenn immer mehr überflüssiger Strom zu Zeiten produziert wird, wo man ihn nicht braucht, sinkt der Preis immer weiter. Wenn man dann mal bei 100% angekommen wäre, dann wäre der Börsenpreis wieviel? Genau! Null Euro! Und die komplette EEG-Vergütung würde wieder in der EEG-Umlage landen.
    Sie können es drehen und wenden und von allen Seiten beleuchten wie sie wollen: ein planwirtschaftliches System kostet mehr als ein marktwirtschaftliches und kann nur durch immer mehr Kosten am Leben erhalten werden. Bis es keiner mehr bezahlen kann. Dann ist Schluss. Wir haben das ja nun schon mehrfach in der Geschichte erlebt.

  24. Herr Diehl, ich gönne ihnen ihren kleinen Triumph, dass ihnen nun bei mir einmal gelungen ist, was sie hier die ganze Zeit vorhaben: Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen und Verwirrung zu stiften und die EE-Kritiker hier durcheinander zu bringen.
    Kosten sie ihren Triumph ruhig noch ein wenig aus! Soviel, wie sie sonst hier „auf den Sack kriegen“…

    Selbstverständlich muss ein Kraftwerk mit 5 ct Produktionskosten nicht für 3 ct verkaufen. Viel schlimmer: es kann gar nichts mehr verkaufen, weil es nicht mehr zum Zug kommt, sofern sich der Börsenpreis bei 3 ct einpendelt.
    Das Prinzip habe ich hier aber auch selbst schon an anderen Stellen beschrieben.

    Freut mich aber, dass sie hier durch Mitlesen das Prinzip der B?rse verstanden haben. Also plustern sie sich nun nicht so auf, wenn sie mich mal durcheinander gebracht haben mit ihren wirren Kommentaren.
    Sie haben noch viel mehr Nachholbedarf, was Ökonomie und Energieversorgung angeht.

  25. L.Stiller sagt::
    Wenn RWE strom unter Börsenpreis verkaufen muss, weil z.B. die Kraftwerke nicht schnell genug gedrosselt werden können, dann scheint das für Sie OK zu sein. Wenn Sie dann zum Ausgleich am Spotmarkt einkaufen um die Verluste auszugleichen, dann ist das nicht OK.

    @Herr Stiller
    Wir reden aneinander vorbei, und das hat folgenden Grund.. Mir geht es vordergründig um die Höhe der Umlage, weil diese als Parameter herhalten muss, wenn es um die Akzeptanz in der Gesellschaft geht.. Dabei vergleiche ich die Regelung vor 2010, wo die Versorger einen Anteil EE Strom zugeteilt bekamen, vergüten mussten, und die Mehrkosten die ihnen dabei entstanden, auf den Verbraucher umlegen konnten.
    Ab 2010 wird der EEG Strom vermarktet, schadet sich selbst, weil er die Börsenpreise senkt, die Differenz zur Vergütung wird größer und die Umlage dadurch immer höher.
    Mit anderen Worten, mit dem preissenkenden Effekt ( Merit Order ) den der EEG Strom auslöst, machen Marktteilnehmer – wer auch immer – Geschäfte nur der „Preisenker“ selbst steht am Pranger, weil die Umlage, mit der in der öffentlichen Diskussion für Stimmung gesorgt wird, immer höher wird.
    Ich kritisiere nicht, dass RWE, oder andere, die von den niedrigen Börsenpreisen profitieren, sondern das System ab 2010 zum Nachteil der Verbraucher..

    MfG

  26. Mir erscheint es so:
    Herr Diehl macht Marketing-Sprüche, verwickelt die Foristen in Geplänkel, die darin enden, das er und seine Mitstreiter inhaltlichen Nonsens mit Hartnäckigkeit transportieren.
    Auch die albernen Wertungen eines rein ideologisch höherwertigen „Edelmanns-Strom“ aus Natur-Öko-Herstellung, der mit kartellartigen Privilegien als Weihen ausgestattet verteidigt wird, sind werbetaktisches, beknackt grünes Marketing.
    Deshalb wird mit planwirtschaftlicher Sabotage-Absicht, der Strom konventioneller Stromerzeuger konsequent auch als „minderwertiger“ dreckiger Strom diffarmiert und schadenfroh auf die Verluste z.B. der Stromkonzerne gefeixt.
    Diese Hirni-Spiel, einem Strom einen Vorteil, bzw. Nachteil je nach Herstellung anzudichten und damit verschiedene Wertigkeiten im Erzeugerpreis, bzw. letztlich generell viel höhere Preise abgreifen zu können, ohne auch wirklich auf die technischen Machbarkeiten zu achten, zeigt ganz klar hartnäckiges Marketing-Geschwätz und Inkompetenz technische Sachverhalte begreifen zu können.
    Es geht Leuten wie Herrn Diehl etc., offensichtlich nicht um sinnvolle Lösungen, sondern eventuell um Provisionen für den Vertrieb privilegierter „Edel-Öko-Strom-Erzeugungs-Anlagen“ oder eine Aufwertung dieses überflüssigen Schwachsinns, weil sie vom Marketing, der Werbung für etwas leben, völlig egal wer daran vor die Hunde geht.
    Da ist gar kein Interesse an vernünftiger Struktur oder der Gleichen, es geht um ein Image, was man zu Geld macht aber nicht wirklich um Vermeidung von Problemen.

  27. Peter Jensen sagt:
    Und wenn Herr Diehl immer wieder höhere Börsenpreise fordert, macht er damit nur deutlich, dass er keine Ahnung hat, wie die Börse funktioniert.

    @Herr Jensen.
    Haben Sie denn schon vergessen,, dass es der „Herr Diehl“ war der Ihnen das Börsensystem erst mal näher bringen musste???
    Oder sind Sie immer noch der Meinung, dass ein Gaskraftwerk mit Kosten von 5 Cent/Kwh für 3 Cent produzieren muss.???

    Schauen Sie mal, was Sie da in #94 für einen Blödsinn geschrieben haben, den ich richtig gestellt habe.
    Zitat:
    Peter Jensen sagt:
    Für jede Stunde wird an der Strombörse ein Preis ermittelt, nach dem „Merrit-Order-Prinzip“. Und dieser Preis gilt dann für ALLE Anbieter von Strom in dieser Stunde, also für die konventionellen Kraftwerke und die Abzocker mit ihren EE-Anlagen. Und wenn der Börsenpreis nur 3 ct beträgt, dann bekommt ein Gaskraftwerkbetreiber mit Kosten von 5 ct eben auch nur 3 ct für seine kWh.

    @Herr Jensen
    Jetzt haben Sie Ihre Unkenntnis aber offen gelegt.
    Richtig ist, dass an der Strombörse, am Spotmarkt, in einem bestimmten Zeitraster gehandelt wird. Nach dem Merit Order Prinzip in preislich aufsteigender Reihenfolge, AKW, Braunkohle, Steinkohle, am Schluss die teueren Gaskraftwerke..
    Das letzte noch für die jeweilige Nachfrage benötigte Kraftwerk bestimmt den jeweiligen Börsenpreis, man nennt es Grenzkraftwerk. Alle anderen Kraftwerke die preislich niedriger produzieren, werden nach dem jeweiligen Grenzkraftwerk bezahlt. Der sogenannte „Mitnahme Effekt wird wirksam.
    Nun zu Ihrem Beispiel. Wenn ein Gaskraftwerk überhaupt für die jeweiligeNachfrage noch benötigt wird, bestimmt dieses Gaskraftwerk mit den 5 Cent den Börsenpreis und alle darunter produzierenden Kraftwerke mit 3, 2, oder weniger Cent werden nach diesem Börsenpreis bezahlt.

    MfG

  28. @Peter

    Nun ja….bei manch einen Mitbürger ist halt sprichwörtlich „Hopfen und Malz verloren“….wo Glaube Berge versetzen kann…..muss die Logik immer in den Hintergrund treten.

    Auch wenn ich es zum 997. male wiederholen muss….so setzt sich unser Haushaltsstrompreis 2014 zusammen:

    „“““Bestandteile des Strompreises

    Der Strompreis setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Für das Jahr 2014 gilt folgende Zusammensetzung: 23,86 % Energieerzeugung und Vertrieb, 23,17 % Netzkosten, 21,71 % EEG-Umlage, 15,97 % Mehrwertsteuer, 7,13 % Stromsteuer, 6,33 % Konzessionsabgabe sowie KWK-,Offshore-, §19-Umlage und der Umlage für abschaltbare Lasten (AbLa). [3]““““
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis

    76% des Strompreises ist vom Versorger nicht beeinflussbar….aber auf die popeligen 24% stürzt sich jede grüne Bazille, die schon fehlerfrei „Merit-Order“, auswendig gelernt hat, aufzuschreiben.
    Nebelkerzen…..Propaganda…..wie zu besten DDR-Zeiten, wenn es gegen den kapitalistischen Feind jenseits der Grenze ging.
    Die selben Methoden…aber auch die selben dümmlichen Lügen, die man den unbedarften Mitbürger auftischen will.
    Der aber heute…..das Internet hat und sich umfassend zu jeder Problematik informieren kann….und dat stößt den Propaganda-Typen sauer auf, weswegen se dann auch bei EIKE oder ScSk aufschlagen und hoffen, das keine merkt, welchen Müll se hier wirklich verbreiten.
    Im Prinzip verlorene Liebesmüh…..wenn nicht die stillen Leser wären, für die wir es trotzdem auf uns nehmen, solchen Lügenbaronen parolie zu geben, denn Sie selber kann man eh nicht von der Wahrheit überzeugen, denn das lassen die Scheuklappen nicht zu.

    PS. Die Kosten der Energiewende werden zunehmend versteckt…..in den Netzkosten und Umlagen…..oder in den Konsumgüterprodukten, die mittels überteuertem Stroms hergestellt werden.

    H.E.

  29. #104: Hans Diehl sagt:

    ———————
    Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke besitzen und somit eigentlich genug Strom prouzieren, ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft. Zitat Ende.
    ———————
    Was sollen Sie denn Sonst machen? Selbst Strom produzieren, denn Sie dann auch noch unter Börsenpreis anbieten müssen damit der Börsenpreis noch weiter fällt und das Überangebot weiter verschärfen? Ist es nicht ziel des EEG die Produktion in konventionellen zu drosseln?
    Mal wird gescholten das die Konventionellen zu viel Strom einspeisen und die schuldigen für das Überangebot sind, dann wiederum werden Sie beschuldigt Strom günstig an der Börse einzukaufen, wenn der Preis im Keller ist.

    ————————-
    Ändert aber nichts an der Tatsache, das die niedrigen Börsenpreise ( konventionellen Mindereinnahmen ) ab 2010 an über die Umlage an die Verbraucher weitergereicht werden.
    Wo das Geld bleibt. überlasse ich Ihrer Phantasie.
    ————————-
    Nun, ich würde dann vorschlagen, das wir RWE etc. verbieten den Strom an der Börse zu kaufen und verpflichten Ihren eigen Strom zu produzieren. Was dann mit dem Börsenpreis passiert überlasse ich Ihrer Phantasie.

    Wenn RWE strom unter Börsenpreis verkaufen muss, weil z.B. die Kraftwerke nicht schnell genug gedrosselt werden können, dann scheint das für Sie OK zu sein. Wenn Sie dann zum Ausgleich am Spotmarkt einkaufen um die Verluste auszugleichen, dann ist das nicht OK.

    Sie werden immer lustiger.

  30. Heinz Eng # 107:
    Ist schon nicht leicht, bei diesen rotzfrechen EE-Lümmeln ruhig zu bleiben, oder?

    Herr Diehl stellt sich das wahrscheinlich so vor:

    RWE und Co sollen ihren „dreckigen“ Strom am besten an der Börse verschenken. Gleichzeitig soll eine staatliche Stelle den „Börsenpreis“ für den scheingrünen „Öko“-Strom auf ein höheres Niveau heben, damit der dumme Michel auf seiner Stromrechnung die hohe EEG-Umlage nicht so drastisch bemerkt und deswegen weiterhin für die sog. „Energiewende“ sein kann.
    Außerdem dürfen RWE und Co die wenigen Chancen, die sich durch niedrige Börsenpreise bieten nicht nutzen, sondern müssen den „günstig“ eingekauften Strom eins zu eins an die Verbraucher weitergeben. Dies gilt natürlich nur für RWE und Co. Die Betreiber der Wind- und Solaranlagen behalten natürlich ihre gesetzlich garantierte Vergütung, völlig unabhängig von irgendeinem Marktpreis.

    So ungefähr hab ich das doch richtig zusammengefasst, wie sich der Herr Diehl die „Energiewende“ vorstellt, oder?

  31. Und wenn Herr Diehl immer wieder höhere Börsenpreise fordert, macht er damit nur deutlich, dass er keine Ahnung hat, wie die Börse funktioniert. Der Preis wird dort nicht auf ein „für alle akzeptables Niveau“ festgesetzt, sondern er bildet sich aus Angebot und Nachfrage. Was Herr Diehl eigentlich will, ist eine staatliche Stelle, die den Preis für scheingrünen „Öko“-Strom auf eine bestimmte Höhe festsetzt. Dafür brauchen wir aber keine Börse.

  32. Herr Diehl faselt in # 104:

    „Das die Konventionellen Geld aus dem Umlagekonto erhalten, habe ich auch nie behauptet.
    Ändert aber nichts an der Tatsache, das die niedrigen Börsenpreise ( konventionellen Mindereinnahmen ) ab 2010 an über die Umlage an die Verbraucher weitergereicht werden.
    Wo das Geld bleibt. überlasse ich Ihrer Phantasie.“

    Welches Geld denn, Herr Diehl? Lassen sie uns an ihrer Phantasie teilhaben, die scheint grenzenlos zu sein, was diesen ?ko-Unsinn angeht.
    Das Geld aus dem B?rsenerl?s geht an die EE-Betreiber und die Differenz zu ihrer garantierten Verg?tung dann auch.

    Welches sonstige Geld meinen sie also? Da ist kein anderes Geld.

  33. @Diehl
    „““Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke besitzen und somit eigentlich genug Strom prouzieren, ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft. Zitat Ende.““““““

    Joo, und weil RWE und EON so frech sind…..sind plötzlich in den tiefroten Zahlen und haben das mieseste Ergebnis seit Bestehen eingefahren.

    Linksgrüne Propaganda vom Feinsten….oder, wie lüge ich mir eine Energiewende schön……zumal eine Strombörse, die nur noch teilweise mit Marktteilnehmern arbeiten kann, eh abgeschafft gehört, denn die zwangsweise Abnahme von Zufallsströmlingen hat nix, aber auch rein garnix mit Marktwirtschadft zu tun.
    Die Strombörse ist derzeit nur noch ne Verarschung des Volkes….oder hey…..schaffen wir die EEG-Umlage ab und zwingen die EE-Produzenten ihren Zufallsstrom selber an der Börse zu verticken….und mit den dort gewonnen Umsätzen ihr Auskommen zu gestalten….mal sehen, wie schnell se dann Pleite sind.

    Und ja, wenn RWE und Co. in diesem Zwangssystem noch irgendwo ne legale Lücke finden, dann ist das rechtens, denn es geht inzwischen um die reine Existenz.

    Hach, ich werde mal in Essen nachfragen, was die Halbierung der Ausschüttungen von RWE für Freudenfeste auslöst hat…..am besten Sie fragen selber persönlich dort nach, würde mich nicht wundern, wenn es ein blaues Auge gibt.

    Mal janz ehrlich, glauben Sie den Müll etwa, den Sie hier verbreiten oder wird das nur gut genug bezahlt?

    H.E.

  34. @ #103 Hans Diehl
    unter #94: sagte Herr Peter Jensen:
    „Also Herr Diehl, sie sind wirklich der mit Abstand größte Knallkopp unter den EE-Gläubigen hier! Sie rauschen hier mit den Ärmeln, raten anderen, sich mal mit dem System der Börse vertraut zu machen und schreiben dann so einen grenzenlosen Unsinn, dass man wirklich an ihrer geistigen Verfassung zweifeln muss.“
    Ich schließe mich dieser Aussage vollumfänglich an, mit der einzigen Einschränkung, dass sie um einiges zu milde ausgefallen ist. Sie sind wirklich ein Mann der „Superlative“. Ich möchte mich hier aber nicht in Verbalinjurien verlieren. Es wäre sowieso verlorene Mühe. Ihnen ist wohl nicht zu helfen.

  35. #103: Hans Diehl sagt:

    ——————-
    Mit anderen Worten, die Verbraucher zahlen für geringere Einnahmen aus dem EEG Strom.verkauf.
    ——————
    Richtig, aber wäre der Börsenpreis höher, müssten die Verbraucher mehr für die KWh zahlen.

    ——————-
    Ab der Börse gibt es da keinen Unterschied mehr. Da ist alles nur noch „Graustrom“ mit „einer“ Umlage. Der Verbraucher zahlt nicht nur für die niedrigen Börsenerlöse für den EEG Strom, sondern auch für die niedrigen Erlöse für konventionellen Strom die gleiche Umlage.
    ——————-
    So ein Blödsinn. Die EEG Umlage wird nur für den EE Strom gezahlt. Und nicht für den Konventionellen.

    Haben Sie sich schon mal das EEG-Konto angesehen?Da gibt es unter 2.:

    2. Einnahmen aus Zahlungen der EEG-Umlage

    Das heißt die Volle EEG Umlage fließt auf das EEG Konto.

    Zeigen Sie uns doch endlich mal, wo von der EEG Umlage Geld an die Konventionellen bezahlt werden, wenn die Ihren Strom auf Grund gefallener Börsenpreise nur noch für 3,2ct statt 5,3ct verkaufen können.
    Müsste ja dann von dem EEG Konto wieder abgehen.

  36. Fred F. Müller sagt.
    zu den netten Tricks der Öko-Fundis gehört es, die Dinge möglichst kompliziert zu machen, damit bloß niemand mehr nachvollziehen kann, wie er über den Tisch gezogen wird. Ihre Verwirrspielchen um Börsenpreise, Merit Order und EEG-Umlagekonto sind ein klassisches Beispiel hierfür.

    @Herr Müller
    Die Tricks kommen nicht von den Öko Fundis. Vor 2010, als das EEG noch die ursprüngliche Handschrift der Öko Fundis trug, durften die Versorger ganz einfach das auf ihren Strompreis draufschlagen, was sie an Mehrkosten hatten, weil sie einen Anteil EEG Strom zugeteilt bekamen, und diesen vergüten mussten
    Auf drängen der Netzbetreiber- wahrlich keine Öko Fundis oder??? – kam 2010 die Änderung, die man schon im Referentenentwurf als lobbyistische Meisterleistung erkennen konnte. Der EEG Strom stand zwar schon immer vorrangig zur Verfügung, und senkte die Börsenpreise, nur ging das zu der Zeit tatsächlich auf Kosten der konventionellen Seite. Ab 2010 muss der EEG Strom vermarktet werden, nimmt nicht nur Einfluss auf den Börsenpreis, sondern schadet sich selbst weil er auch seine eigenen Erlöse mindert. Dies selbst verminderten Erlöse erhöhen die Differenz zur Vergütung, und somit die Umlage, und alles ist auf die Verbraucher abgeschoben.
    Wie ich schon geschrieben habe, gilt der gleiche Prozess auch für den an der Börse gehandelten konventionellen Strom.

    Fred F. Müller sagt:
    Folgende Fakten bleiben bestehen: Kein konventionelles Kraftwerk – auch kein Steinkohlekraftwerk – erhält Geld aus dem EEG-Umlagekonto. Insofern ist die Aussage von Hr. Diehl in #88 schlichter Unsinn.

    @Herr Müller
    Das die Konventionellen Geld aus dem Umlagekonto erhalten, habe ich auch nie behauptet.
    Ändert aber nichts an der Tatsache, das die niedrigen Börsenpreise ( konventionellen Mindereinnahmen ) ab 2010 an über die Umlage an die Verbraucher weitergereicht werden.
    Wo das Geld bleibt. überlasse ich Ihrer Phantasie.

    Dass man auf der konventionellen Seite mit den niedrigen Börsenpreisen gut leben kann, und so gar noch lukrative Geschäfte macht zeigt der neueste Trend.
    Googln Sie mal unter „Recherchen Ergebnis Hochschule Medien“
    Da können Sie lesen
    Zitat:
    Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke besitzen und somit eigentlich genug Strom prouzieren, ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft. Zitat Ende.
    Da werden langfristige Verträge am Terminmark immer dann mit dem Strom vom Spotmarkt bedient, wenn da der Preis unter den meist höheren Preisen der Langzeitverträge liegt.
    Sie sehen, alles auf Kosten der Verbraucher, die wegen der niedrigen Börsenpreise höhere Umlage bezahlen müssen.
    MfG

  37. Stubenvoll, Helmut sagt:
    Herr Diehl, mal ganz einfach, speziell für Sie und vielleicht noch ein paar andere:
    Die EEG-Umlage wäre null, wenn der Börsenpreis für Strom genau dem entspräche, was der Betreiber für den von ihm gelieferten Strom als Garantiepreis bekommt. Werden an der Börse geringere Preise erzielt, dann muss der Stromverbraucher die Differenz mit der EEG-Umlage ausgleichen.
    Was hat das jetzt mit Kohlekraftwerken oder sonst was zu tun? Die haben doch keine garantierten Abnahmepreise. Bei denen ist das schlicht und einfach Verlust (oder Gewinn).
     

     @Herr Stubenvoll
    Grundsätzlich ist es so wie Sie oben beschrieben haben. Mit Kohlekraftwerken, und allen anderen Konventionellen, hat das in sofern was zu tun, weil deren Strom in Konkurrenz mit den EE an der Börse gehandelt wird, und weil für die der Börsenpreis auch sinkt..
    Wenn dann der Börsenpreis unter deren Produktionskosten sinkt, kommt das über die Umlage genau so bei den Verbrauchern an, wie Sie oben für den EEG Strom beschrieben haben.
    Es gibt nämlich nur eine Umlage.

    Hier noch ganz speziell für Sie, und alle, die bereit sind ganz unaufgeregt zu verstehen, warum ich sage die Mindereinnahmen für konventionellen Strom, wegen der niedrigen Börsenpreise, werden von den Verbrauchern über die Umlage bezahlt.
    Ab 2010 hat man das sogenannte EEG Konto eingerichtet, um die Differenzkosten für die EE,sprich Einnahmen gegen Ausgaben transparenter zu machen.
    Auf der Ausgabenseite stehen da u.a.die Vergütungen für die EEG Anlagenbeteiber, und bei den Einnahmen die an der Börse erzielten Erlöse „ausschließlich“ für den da verkauften EEG Strom.
    Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben für den EEG Strom ist ein wesentlicher Punkt für die Umlage.
    Je mehr der Börsenpreis fällt, desto weniger die Erlöse für EEG Strom, die Differenz wird größer, und die Umlage für die Verbraucher wird höher. Mit anderen Worten, die Verbraucher zahlen für geringere Einnahmen aus dem EEG Strom.verkauf.
    Das Gleiche gilt aber auch für den konventionellen Strom der an der Börse gehandelt wird.
    Ab der Börse gibt es da keinen Unterschied mehr. Da ist alles nur noch „Graustrom“ mit „einer“ Umlage. Der Verbraucher zahlt nicht nur für die niedrigen Börsenerlöse für den EEG Strom, sondern auch für die niedrigen Erlöse für konventionellen Strom die gleiche Umlage.

    Ich denke mit dieser Erklärung müssten auch die letzten Kritiker gemerkt haben, wer da Unsinn verbreitet.

    MfG

  38. @Diehl

    „“““Wenn ein Gaskraftwerk überhaupt für die jeweiligeNachfrage noch benötigt wird, bestimmt dieses Gaskraftwerk mit den 5 Cent den Börsenpreis und alle darunter produzierenden Kraftwerke mit 3, 2, oder weniger Cent werden nach diesem Börsenpreis bezahlt.“““““

    Mal logisch nachgedacht?
    Wenn Gaskraftwerke anspringen müssen….dann is ja wohl zu wenig EEG-Strom im Netz, oder?

    Ansonsten kaufen wir Versorger ( ohne Eigenversorgung ) die Strom-Margen schon 1-3 Jahre im Voraus, und je nach dem, wie der Kundenbestand und die prognostizierten Verbräuche sind……wird halt monatsweise noch ein Schluck dazu gekauft oder verscherbelt.
    Der ganze Spass kosten derzeit im Einkauf knapp 3,5 Cent/kWh für das Jahr 2016.

    Großkunden (über 100.000 kWh/a)….und dazu zählen auch Kommunen, ersteigern auf Onlineportale den billigsten Anbieter…besser gesagt, die unterbieten sich bis an die Schmerzgrenze…..Ketten wie Aldi, Lidl oder Aral beziehen für alle Filialen im Inland einen Anbieter, natürlich auch den billigsten……und wir Privatkunden könnten auch alle halbe Jahre wechseln, wenn wir nicht zu faul wären.
    Aber………..egal wo wir kaufen, wir kommen an der EEG-Umlage nicht vorbei….egal wie Sie sich den Stromhandel auch zurechtlügen, die EE-Einspeiser bekommen eine auf 20 Jahre garantierten feste Einspeisevergütung, die weit über die der konventionellen Stromerzeugerpreise liegen…..und die wir Deutschen (allesamt) auch irgendwie zu bezahlen haben.
    Der Börse ist es doch wurscht…..woher se die ausstehenden 22 Milliarden Euro herbekommen, am Ende landet die Differenz IMMER bei uns Kunden.

    Sie könnten auch Sabrina Sandmann heißen, zumindest werfen Sie ähnlich effektiv den Schlafsand in die Augen der deutschen Schlafmützen…..die es halt auch nicht anders gewöhnt sind, weil die Meisten eh das Denken eingestellt haben.
    Aber bitte………nicht doch bei EIKE, denn wir sind aus dem Märchenland-Alter schon lange raus……ham Se nich noch irgendwo einen Kindergarten oder ein Altenheim zu beglücken?

    Wenn Grüne mit Fremdwörter rumwerfen (Merit-Order), dann nicht, weil se dat verstanden haben……sondern weil das so schön nach Kapitalismuskritik klingt.

    Winke, winke……..H.E.

  39. Herr Diehl, es nützt ihnen nichts, wenn sie sich immer an der EEG-Umlage festklammern.
    Die Gesamtkosten der sog. EE ergeben sich aus der garantierten EEG-Vergütung für jeden einzelnen Betreiber (bis zu 56 ct/kWh!!!). Diese Kosten entstehen uns allen! Und sie müssen bezahlt werden. Und das passiert nun zum Teil über die EEG-Umlage und zum Teil über die Börsenerlöse. Die Teilfinanzierung über die Börse wurde ja auch nur ab 2010 gewählt, um die EEG-Umlage nicht noch mehr ansteigen zu lassen. Denn dann wäre dem ahnungslosen Normalbürger vielleicht deutlicher aufgefallen, was uns dieser ganze EE-Unsinn kostet. Und nun kommen sie daher und wollen am System der Preisbildung an der Börse auch noch rumschrauben. Es ändert aber nichts an den Gesamtkosten des Systems EEG.
    Und wenn man es genau betrachtet, zahlen jetzt die Kraftwerksbetreiber und letztlich die Angestellten, die dort ihren Job verlieren die Differenz zwischen Börsenpreis und Erzeugungskosten, auf der sie hier immer so herumreiten.
    Die Sonnen- und Windanbeter jedenfalls werden an den gesellschaftlichen Schäden durch diese sog. Energiewende nicht beteiligt. Obwohl sie direkt dafür verantwortlich sind.

  40. @ # 97 Hans Diehl

    Herr Diehl,

    zu den netten Tricks der Öko-Fundis gehört es, die Dinge möglichst kompliziert zu machen, damit bloß niemand mehr nachvollziehen kann, wie er über den Tisch gezogen wird. Ihre Verwirrspielchen um Börsenpreise, Merit Order und EEG-Umlagekonto sind ein klassisches Beispiel hierfür.

    Das EEG garantiert den Betreibern von EEG-Anlagen für 20 Jahre definierte Vergütungssätze für den von ihnen erzeugten Strom. Dieser Strom muss von den Netzbetreibern vorrangig abgenommen und nach den zugesicherten Sätzen bezahlt werden. Anschließend wird er von den Netzbetreibern an der Börse zu Preisen verkauft, die deutlich niedriger liegen als die Vergütungssätze.
    Um die Differenz bezahlen zu können, kassieren die Netzbetreiber von den Verbrauchern eine Umlage auf den gesamten gelieferten Strom und sammeln dieses Geld auf dem EEG-Umlagekonto. Dieses ist nichts weiter als ein Sammelkonto, ein Topf, aus dem die Ausbeuter mit den EEG-Anlagen bezahlt werden. Auf diesem Konto landet zusätzlich noch der Erlös aus dem verkauften „EE-Strom“. Klar soweit?

    Zu diesem grundsätzlichen Zusammenhang gibt es zwar immer mehr Ausnahmen und Sonderregelungen, z.B. wenn EE-Strom wegen Überlastung der Netze nicht abgenommen werden kann oder wenn Anbieter direkt vermarkten. Von diesem Wirrwarr darf man sich jedoch nicht ablenken lassen. Das grundsätzliche Übel lautet wie folgt: Das EEG zwingt eigentlich unverkäuflichen weil viel zu teuer erzeugten Strom auf Kosten aller anderen Anbieter in den Markt. Im Unterschied zu den konventionellen-Kraftwerken erhalten die Betreiber der EE-Anlagen erhalten in jedem Fall die ihnen per Gesetz zugesicherten Zahlungen. Die anderen bleiben auf ihren Verlusten sitzen

    Das EEG-Umlagekonto dient lediglich als Sammeltopf für die ein- und ausgehenden Zahlungen. Es kann je nach Stromverbrauch und Börsenpreislage mal ins Minus rutschen oder auch im Plus landen. Landet es im Minus, so strecken die Netzbetreiber sozusagen Geld vor, das sie sich im Folgejahr durch eine erhöhte EEG-Umlage zurückholen. Ab und zu wird von den Ökos großes Geschrei veranstaltet, wenn das Konto vorübergehend im Plus landet. Bisher ist die Umlage aber Jahr für Jahr immer weiter gestiegen, und es ist kaum zu erwarten, dass sie künftig fällt.

    Folgende Fakten bleiben bestehen: Kein konventionelles Kraftwerk – auch kein Steinkohlekraftwerk – erhält Geld aus dem EEG-Umlagekonto. Insofern ist die Aussage von Hr. Diehl in #88 schlichter Unsinn.

    Und ebenfalls in # 88 hat Hr. Diehl behauptet, dass bei den Windbaronen und Solarkönigen „ausschließlich die Börsen Erlöse aus dem EEG Strom, auf dem sogenannten EEG Konto ein“ gehen. Nein Hr. Diehl, das stimmt ebenfalls nicht: Bei denen gehen zusätzlich noch die Zahlungen aller Verbraucher aus dem EEG-Zuschlag ein.

    Mfg

  41. Herr Diehl, mal ganz einfach, speziell für Sie und vielleicht noch ein paar andere:
    Die EEG-Umlage wäre null, wenn der Börsenpreis für Strom genau dem entspräche, was der Betreiber für den von ihm gelieferten Strom als Garantiepreis bekommt. Werden an der Börse geringere Preise erzielt, dann muss der Stromverbraucher die Differenz mit der EEG-Umlage ausgleichen.
    Was hat das jetzt mit Kohlekraftwerken oder sonst was zu tun? Die haben doch keine garantierten Abnahmepreise. Bei denen ist das schlicht und einfach Verlust (oder Gewinn).

  42. Peter Jensen sagt:
    Also Herr Diehl, sie sind wirklich der mit Abstand größte Knallkopp unter den EE-Gläubigen hier! Sie rauschen hier mit den Ärmeln, raten anderen, sich mal mit dem System der Börse vertraut zu machen und schreiben dann so einen grenzenlosen Unsinn, dass man wirklich an ihrer geistigen Verfassung zweifeln muss.
    Für jede Stunde wird an der Strombörse ein Preis ermittelt, nach dem „Merrit-Order-Prinzip“. Und dieser Preis gilt dann für ALLE Anbieter von Strom in dieser Stunde, also für die konventionellen Kraftwerke und die Abzocker mit ihren EE-Anlagen. Und wenn der Börsenpreis nur 3 ct beträgt, dann bekommt ein Gaskraftwerkbetreiber mit Kosten von 5 ct eben auch nur 3 ct für seine kWh.

    @Herr Jensen
    Jetzt haben Sie Ihre Unkenntnis aber offen gelegt.
    Richtig ist, dass an der Strombörse, am Spotmarkt, in einem bestimmten Zeitraster gehandelt wird. Nach dem Merit Order Prinzip in preislich aufsteigender Reihenfolge, AKW, Braunkohle, Steinkohle, am Schluss die teueren Gaskraftwerke..
    Das letzte noch für die jeweilige Nachfrage benötigte Kraftwerk bestimmt den jeweiligen Börsenpreis, man nennt es Grenzkraftwerk. Alle anderen Kraftwerke die preislich niedriger produzieren, werden nach dem jeweiligen Grenzkraftwerk bezahlt. Der sogenannte „Mitnahme Effekt wird wirksam.
    Nun zu Ihrem Beispiel. Wenn ein Gaskraftwerk überhaupt für die jeweiligeNachfrage noch benötigt wird, bestimmt dieses Gaskraftwerk mit den 5 Cent den Börsenpreis und alle darunter produzierenden Kraftwerke mit 3, 2, oder weniger Cent werden nach diesem Börsenpreis bezahlt.

    Dazu kommt, dass die EE durch ihre Vorrangigkeit diese Einsatzreihenfolge, hin zu den billigeren Kraftwerken verschieben, und somit den Börsenpreis nach unten drücken, was sich wiederum zu Lasten der Verbraucher geht weil die Umlage höher wird.
    Durch diesen Merit Order Effekt den die EE auslösen, erzielen die Konventionellen weniger Erlöse an der Börse, das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass diese geringeren Erlöse in der vom Verbraucher zu zahlenden Umlage steckt, die ist bekanntlich die Differenz zwischen Börsenpreis und EEG Vergütung.

    Sie zweifeln an der geistigen Verfassung anderer, und haben selbst „Null“ Ahnung von der Sache.Das ist keine Zielführende Diskussionkultur
    Googln Sie mal unter Merit Order , und Sie müssen erkennen wer da Unsinn verbreitet.

    MfG

  43. #92:Fred F. Müller
    „Wollen Sie ernsthaft behaupten, die Kohlekraftwerke erhielten Geld aus der EEG-Umlage?“

    Sind Sie sicher, dass Sie wissen, wie die EEG-Umlage berechnet wird? Eigentlich müsste ja ein sehr enger Zusammenhang zwischen Menge erzeugtem Strom PV/Wind und EEG-Umlage bestehen, aber erstaunlicherweise ist das nicht so, zumindest wenn man sich die entsprechenden Zahlen besorgt.

  44. Nun, Herr Diel, ich zitiere mal Herrn Gabriel: „Die Energiewende steht kurz vor dem Aus. Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.“ http://tinyurl.com/mo3zn8w
    Zwar hacken auch hier die meisten gern auf Herrn Gabriel rum, aber im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist er als Sozialdemokrat auch dem gemeinen Mann gegenüber in der Pflicht, während die so genannten Konservativen zu sehr von den Nutznießern der E-Wende vereinnahmt werden.
    Die Liberalen denken ja auch schon um und werden m. E. damit wieder wählbar.
    Was bleibt ist der konservative Rest, von dem ich noch nie viel erwartet habe, denken sie doch mal an die Ära Kohl!
    Vielleicht muss es die vielgescholtene SPD wieder richten. Hatten wir ja schon mal, Stichwort Agenda 2010. Schröder, der meiner Ansicht völlig unterschätzt wurde und wird, hat wegen dieser Agenda die Wahl verloren, was ihm sicher klar war, aber er sah das Schicksal Deutschlands als wichtiger an.
    Die AFD ist sicher auf der richtigen Spur. Man kann ihr nur einen großen Wahlerfolg wünschen. Damit würden andere ermuntert und ermutigt ebenfalls umzudenken.
    Herr Diel, denken auch Sie um. Oder wollen sie zu den Bekloppten gehören?
    Es geht um Deutschland! Nicht mehr und nicht weniger.

  45. Also Herr Diehl, sie sind wirklich der mit Abstand größte Knallkopp unter den EE-Gläubigen hier! Sie rauschen hier mit den Ärmeln, raten anderen, sich mal mit dem System der Börse vertraut zu machen und schreiben dann so einen grenzenlosen Unsinn, dass man wirklich an ihrer geistigen Verfassung zweifeln muss.
    Für jede Stunde wird an der Strombörse ein Preis ermittelt, nach dem „Merrit-Order-Prinzip“. Und dieser Preis gilt dann für ALLE Anbieter von Strom in dieser Stunde, also für die konventionellen Kraftwerke und die Abzocker mit ihren EE-Anlagen. Und wenn der Börsenpreis nur 3 ct beträgt, dann bekommt ein Gaskraftwerkbetreiber mit Kosten von 5 ct eben auch nur 3 ct für seine kWh. Die Differenz landet als Verlust in seiner Gewinn- und Verlustrechnung und am Jahresende dann in der Bilanz. Da wird nichts über die EEG-Umlage an die Verbraucher weiterberechnet, wie sie hier so dreist wie falsch behaupten!
    Auch der Abzocker mit seiner EE-Anlage bekommt für seinen Strom in der speziellen Stunde 3 ct. Ihm steht aber laut Gesetz die EEG-Vergütung zu. Die Differenz zu seinem individuellen EEG-Vergütungssatz (bis zu mehr als 50 ct/kWh!!!) landet dann in der EEG-Umlage.
    Dieses Prinzip können sie hier nachlesen, auf der Seite der Strombörse EEX und auf vielen hunderten anderen Seiten im Internet.
    Ihre Behauptung, dass die Verluste der konventionellen Kraftwerke durch die Verbraucher bezahlt werden, ist eine unverschämte Lüge!
    Und sie wissen das!
    Irgendwann werden die Verluste natürlich von uns allen bezahlt. In Form von gestrichenen Arbeitsplätzen, fehlenden Steuereinnahmen und weiter steigenden Strompreisen!
    Bin mal gespannt, ob der EEG-Abzocker mit seiner PV-Anlage auf dem Dach dann Ersatzarbeitsplätze schafft oder mehr Steuern generiert! Die Antwort kennen wir alle schon!

  46. @Fred F Müller sagt:

    Herr Diehl, Sie behaupten: „Ich bestreite ja nicht, dass, wenn z.B. Steinkohlestrom für 5,3 Cent erzeugt wird, an der Börse aber nur 3,4 Cent erlöst werden, ein Verlust von 1,9 Cent entsteht.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese 1,9 Cent von den Verbrauchern über die Umlage bezahlt werden. Denn diese ist die Differenz zwischen den 3,4 Cent Börsenpreis und der EEG Vergütung.“
    Wollen Sie ernsthaft behaupten, die Kohlekraftwerke erhielten Geld aus der EEG-Umlage?

    Sie schreiben: „In den Taschen der „Sonnenkönige“ können sie laut Gesetz nicht verschwinden, denn bei denen gehen ausschließlich die Börsen Erlöse aus dem EEG Strom, auf dem sogenannten EEG Konto ein.“
    Und hier behaupten Sie, die Besitzer von EEG-Anlagen erhielten „ausschließlich die Börsen Erlöse aus dem EEG Strom“?

    Herr Diehl, auf so etwas kann ich nicht eingehen, da sind Sie mir mathematisch/ kaufmännisch offensichtlich haushoch überlegen. Aber ich beginne mir ernsthalt Sorgen um Ihre Gesundheit zu machen, besonders was die nördlichen Regionen Ihrer Anatomie angeht.

    @Herr Müller
    Ich bin Ihnen mathematisch nicht haushoch überlegen, sondern Sie sind mit dem System nicht vertraut. Sie kennen die fundamentale Regel zur Ermittlung der Umlage, nämlich das EEG Konto nicht.Das merkt man an Ihren Äußerungen.
    Ich habe folgendes geschrieben
    Zitat: In den Taschen der „Sonnenkönige“ können sie laut Gesetz nicht verschwinden, denn bei denen gehen ausschließlich die Börsen Erlöse aus dem EEG Strom, auf dem sogenannten EEG Konto ein.Zitat Ende.
    Die Börsenerlöse gehen nicht bei den EEG Anlagen Besitzern ein, wie Sie mir unterstellen, sondern auf dem EEG Konto. Dieses EEG Konto ist die Grundlage für die Umlagenermittlung. Ich dachte das wäre Ihnen bekannt. Solch ein komplexes Thema kann man nur mit jemand diskutieren der sich mit dem System auskennt.
    Machen Sie sich mal mit dem System vertraut, dann werden Sie feststellen, dass Sie sich um meine Gesundheit keine Gedanken machen müssen…

    MfG

  47. @ # 88 Hans Diehl

    Herr Diehl, Sie behaupten: „Ich bestreite ja nicht, dass, wenn z.B. Steinkohlestrom für 5,3 Cent erzeugt wird, an der Börse aber nur 3,4 Cent erlöst werden, ein Verlust von 1,9 Cent entsteht.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese 1,9 Cent von den Verbrauchern über die Umlage bezahlt werden. Denn diese ist die Differenz zwischen den 3,4 Cent Börsenpreis und der EEG Vergütung.“
    Wollen Sie ernsthaft behaupten, die Kohlekraftwerke erhielten Geld aus der EEG-Umlage?

    Sie schreiben: „In den Taschen der „Sonnenkönige“ können sie laut Gesetz nicht verschwinden, denn bei denen gehen ausschließlich die Börsen Erlöse aus dem EEG Strom, auf dem sogenannten EEG Konto ein.“
    Und hier behaupten Sie, die Besitzer von EEG-Anlagen erhielten „ausschließlich die Börsen Erlöse aus dem EEG Strom“?

    Herr Diehl, auf so etwas kann ich nicht eingehen, da sind Sie mir mathematisch/ kaufmännisch offensichtlich haushoch überlegen. Aber ich beginne mir ernsthalt Sorgen um Ihre Gesundheit zu machen, besonders was die nördlichen Regionen Ihrer Anatomie angeht.

    Mfg

  48. @Herr Müller
    Hier noch eine Ergänzung.
    Ich gehe mal davon aus, dass Ihnen die Grundlage der Umlagenermittlung, das sogenannte EEG Konto bekannt ist. Da werden u.a. Ausgaben für die EEG Vergütung den Erlösen für den EEG Strom an der Börse gegenüber gestellt. Der Saldo dient dann zur Ermittlung der Umlage. Diese Umlage gilt aber auch für den Steinkohlestrom, obwohl die Börsenerlöse für diesen auf der Einahmenseite des EEG Konto nicht zu Buche schlagen.
    Würden die Steinkohlestrom Erlöse da auch berücksichtigt, wäre der Saldo wesentlich kleiner die Umlage geringer und die Verbraucher müssten weniger bezahlen. So zahlen sie die Mindereinnahmen für Steinkohlestrom mit.
    Sie haben doch an anderer Stelle gefragt, ob ich schon mal was vom Merit Order Effekt gehört hätte. Genau diesen Börsenpreis mindernden Effekt, den die EE beim Steinkohlestrom – und allen anderen Konventionellen – bewirken, geht nicht auf deren Kosten, sondern zahlt der Verbraucher über die Umlage.

    MfG

  49. #88: Hans Diehl sagt:

    ————-
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese 1,9 Cent von den Verbrauchern über die Umlage bezahlt werden.
    ————-
    Wo haben Sie denn den Schwachsinn her? Zeigen Sie mir mal das Gesetz, welches so etwas regelt! Dann könnten die Kraftwerksbetreiber ja unendlich Strom erzeugen egal wie niedrig der Börsenpreis ist. Warum sollten Sie dann Kraftwerke stillegen wollen?

    Herr Diehl, machen Sie sich doch erst mal mit den Fakten vertraut. Wenn nicht dann zeigen Sie mir das Gesetz, woe die 5,3 cent festgeschrieben sind, auf die die Differenz bezahlt wird oder dürfen die Betreiber ihre Erzeugungskosten sogar selbst festlegen?

  50. @ #84

    „Jetzt hab ich es schon zum 3. Mal erklärt.“

    Das ist bei den bekannten Forentrollen Diehl, Lowinski, Hader … komplette Zeitverschwendung, Herr Stiller.
    Damit gehen Sie den Forentrollen und ihren Auftraggebern auf den Leim.

    China verbraucht mehr als 3 Milliarden Tonnen Steinkohle und hat 640 Kohlekraftwerke in Betrieb und 160 im Bau in den nächsten 4 Jahren.
    Der Anteil der in Deutschland durch Windmühlen, Solarpanels und Biomasseverbrennung (die Faulgasanlagen verbrauchen mehr fossile Primärenergie, als sie ersetzen) an Primärenergie ist demgemäß verschwindend gering und so erwähnenswert wie die Menge Pipi, die ein Teenager in ein Trinkwasserreservoir gemacht haben soll.

    Denken Sie daran: Pipi können die Forentrolle machen, aber das mit der Farbe kriegen die nicht hin. Den Gestank nach Dummheit aber schon …

  51. Fred F. Müller sagt:
    Aber wo liegt denn eigentlich Ihr Problem? Weder Kohle- noch Gaskraftwerke können bei dem derzeitigen Börsenpreisniveau kostendeckend arbeiten, das wird ja selbst von Ihnen nicht bestritten. Die entsprechenden Verluste wurden doch gerade erst bei der Bilanzvorstellung von RWE in wünschenswerter Deutlichkeit dokumentiert. Und diese Verluste entstanden, weil EE-Strom, der in der Herstellung bis zu 4,5 Mal teurer ist als konventionell erzeugter Strom, trotzdem in den Netzen Vorrang hat. Was bei RWE und Co. an Verlusten aufläuft, kommt nicht dem Verbraucher zugute, sondern den Windbaronen und Sonnenkönigen. Geld verschwindet in der Regel nicht, es landet nur in anderen Taschen. Ohne den ganzen EE-Unsinn wäre die Rechnung für die Verbraucher im Jahre 2013 insgesamt um rund 20 Mrd. € niedriger ausgefallen.

    Mfg

    @Herr Müller
    Ich bestreite ja nicht, dass, wenn z.B. Steinkohlestrom für 5,3 Cent erzeugt wird, an der Börse aber nur 3,4 Cent erlöst werden, ein Verlust von 1,9 Cent entsteht.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese 1,9 Cent von den Verbrauchern über die Umlage bezahlt werden. Denn diese ist die Differenz zwischen den 3,4 Cent Börsenpreis und der EEG Vergütung. Meinetwegen auch 15,3 Cent wie Sie an anderer Stelle gelesen haben.
    Mein Problem, nach dem Sie fragen, ist das Folgende. Wo bleiben die 1,9 Cent die von den Verbrauchern über die Umlage für den Steinkohlestrom bezahlt werden.
    In den Taschen der „Sonnenkönige“ können sie laut Gesetz nicht verschwinden, denn bei denen gehen ausschließlich die Börsen Erlöse aus dem EEG Strom, auf dem sogenannten EEG Konto ein.
    Bevor Sie jetzt in Polemik verfallen, und meine Fähigkeit zu rechnen in Frage stellen, machen Sie sich mal in aller Ruhe mit dem System vertraut.

    MfG

  52. #80: T. Heinzow, am Sonntag, 20.04.2014, 12:58

    Danke für diese wertvolle Einsicht in Ihre interessanten und aufschlussreichen Gedanken.

    Es ist überzeugend, wie Sie argumentieren.

    Die schlechte Qualität des Managements in Deutschland war mir nicht entgangen. Es zieht sich wie eine rote Schnur durch viele Sektoren, auch in der Finanzbranche. Es ist sehr schlimm. Nicht alles, denn es gibt auch noch gute Beispiele, natürlich und das wissen Sie, wahrscheinlich sogar besser als ich, und es macht einen nachdenklich. Der Werteverfall und die Verachtung vieler Chefs für Ihre Angestellten und Arbeiter. Auch das ist ein Weg in eine besondere menschliche Armut.

    Für den Hinweis auf Herrn Vahrenholt bin ich dankbar. Das war mir unbekannt und ich werde es richtig einzuordnen wissen.

    Den Fall Daimler kenne ich überdurchschnittlich gut. Und den Rest kann ich bestätigen, Sie sind gut informiert.

    Es brechen neue Zeiten an? Die nachkommenden Generationen werden es schlechter machen. Und das hat auch mit dem grünen neuen Zeitalter zu tun, welcher uns aufgezwungen werden soll. Ich bin gewarnt und ich lasse mich nicht täuschen.

    Ein Wort zum Controlling, wenn Sie erlauben.
    Das interne und externe Controlling. Böse Zungen haben sogar behauptet, viele Firmen hätten nie eines gehabt. Leider ist das wahr. In Deutschland weniger, aber es gibt Länder in Europa, da geschah dies fast systematisch, tendenziell. Es ist eine Schande. […] 🙂 Ich habe eine kleine private Datenbank mir selber angelegt für Finanzkorruption, wenn der Begriff gestattet ist, mit über 700 Einträgen (Sektorübergreifend). Es ist schlimm.

    Vielen Dank für Ihre wertvolle Aufmerksamkeit

  53. # 78 Herr Stiller,

    Sie haben den Sachverhalt sehr präzise erklärt, was eigentlich los ist, wenn so verwirrend von einer „Strompreis-Börse“ geredet wird und die wahren Relationen vorsätzlich „grün getarnt“ verschleiert werden.

    Normalerweise stehen an einer realen Börse, Anbieter untereinander konkurrierend im Wettbewerb, um Kontrakte mit Nachfragern zu schließen die dort ihre Preisvorteile aushandeln können.
    Eine staatliche Sammelstelle für Ökostrom, die diesen ideologisch angeblich hochwertigen „Edelstrom“ nun nach EEG mit festen Vergütungen „vergüldet“, weil feudale Privilegien politisch organisiert wurden, ist offensichtlich eine Versorgungsbehörde. Eine amtliche Zahlstelle, die allen „Edelmannstrom“ sowohl bezahlen und dann auch entsorgen muss.
    Diese staatliche „Zahlstelle für Edelstrom“ steht in gar keinem Wettbewerb, sie muss ja keine Kostendeckung und keine Gewinne erwirtschaften. Sie entsorgt den Edelstrom allerdings auch oft zu Dumpingpreisen an der Strom-Börse, an der sie kein Wettbewerber ist, sondern eine vor Konkurrenten geschützte staatliche Institution ist, die den Konzernen das Geschäft versaut.
    Die Forentrolle, die mit dem Schlagwort „Strompreisbörse“ Verwirrung stiften, verdrehen die Relationen.
    Da sind nun die benachteiligten Stromkonzerne, die sehen müssen, wie sie Aufwand und Ertrag im marktwirtschaftlichen Wettbewerb unter einen Hut kriegen und z.Z. derbe verlieren. Obwohl, ohne deren Absicherung mit Regelleistung, die Edelstrom-Masche wie ein Kartenhaus zusammenbricht.
    Die Spötter und Hofnarren, die sich ein feudalistisches Inkasso-Geschäft eingerichtet haben, halten sich für clever. Die Trolle glauben, es sei eine kluge Lösung die Landsleute planwirtschaftlich zu betuppen, ohne die tatsächlichen Risiken zu peilen, auf die sie sich selbst eingelassen haben.
    Die werden sich noch gegenseitig bekriegen und mit noch mehr ständig wachsenden Lobbyausgaben die Politik schmieren und trotzdem zusehen müssen, dass sie einem närrischen Märchen aufgesessen sind.
    Was sich in einem fairen Wettbewerbsmarkt nicht behaupten kann, hat in einer realen Demokratie keine reale Chance.

  54. #81: Hans Diehl sagt:

    ——————–
    Wo bleibt dann dieses „Minus“ zwischen 5,3 Cent und 3,4 Cent ??
    ——————–
    Ach Herr Diehl, Ihre Unkenntnis wird ja immer schlimmer.
    Dieses Minus, wird, wie ich Ihnen schon mehrfach erklärt habe, den Gewinn der Erzeuger schmälern und am Ende zu einem Verlust führen, wie derzeit bei RWE.

    ——————–
    Der Verbraucher jedenfalls hat sie mit der Umlage auf seiner Stromrechnung stehen.
    ——————–
    Nein hat er nicht, die EEG Umlage ist etwas anderes: Der Verbraucher hat auf Seiner Stromrechnung die Differenz zwischen Einspeisevergütung der EE und Börsenpreis als EEG Umlage stehen. Das hat mit den obigen 5,3 cent Erzeugerpreis nichts zu tun.

    Erzeugerpreis – Börsenpreis ist der Gewinn oder Verlust der Stromerzeuger der Konventionellen.
    Das Finden Sie in der Bilanz der Erzeuger.

    Einspeisevergütung – Börsenpreis = EEG Umlage.
    Das finden Sie als EEG Umlage auf Ihrer Stromrechnung.

    Jetzt hab ich es schon zum 3. Mal erklärt.

  55. @ # 81 Hans Diehl,

    Sie schreiben: „Wenn Sie – oder Herr Müller – von Verlierern auf der konventionellen Seite sprechen, gehen Sie von der Differenz zwischen den 5,3 Cent für die Erzeugung und 3,4 Cent Cent Erlös an der Börse aus. Wo bleibt dann dieses „Minus“ zwischen 5,3 Cent und 3,4 Cent ?? Der Verbraucher jedenfalls hat sie mit der Umlage auf seiner Stromrechnung stehen. Diese Antwort erwarte ich eigentlich von Herrn Müller, der diese Verlustrechnung auf konventionellen Seite ins Spiel gebracht hat, mit der Bemerkung „Rechnen müsste man können“

    Nun Hr. Diehl, ich stehe zu meiner Bemerkung. Allerdings möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass laut den Zahlen der Prognose der R2B ENERGY CONSULTING GMBH im Auftrag der Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber (Netztransparenz.de) die tatsächliche Vergütung im Jahre 2013 bei 15,3 ct/ kWh lag. Diese Quelle ist glaubwürdiger als Wiki.

    Aber wo liegt denn eigentlich Ihr Problem? Weder Kohle- noch Gaskraftwerke können bei dem derzeitigen Börsenpreisniveau kostendeckend arbeiten, das wird ja selbst von Ihnen nicht bestritten. Die entsprechenden Verluste wurden doch gerade erst bei der Bilanzvorstellung von RWE in wünschenswerter Deutlichkeit dokumentiert. Und diese Verluste entstanden, weil EE-Strom, der in der Herstellung bis zu 4,5 Mal teurer ist als konventionell erzeugter Strom, trotzdem in den Netzen Vorrang hat. Was bei RWE und Co. an Verlusten aufläuft, kommt nicht dem Verbraucher zugute, sondern den Windbaronen und Sonnenkönigen. Geld verschwindet in der Regel nicht, es landet nur in anderen Taschen. Ohne den ganzen EE-Unsinn wäre die Rechnung für die Verbraucher im Jahre 2013 insgesamt um rund 20 Mrd. € niedriger ausgefallen.

    Mfg

  56. #81: Hans Diehl, Sie wissen, dass ich Sie für einen schamlosen vorsätzlichen Lügner halte,
    was Sie hier mit Ihren lächerlichen Rechnungen wieder bestätigen.

    In der Zeit, wenn der „Börsenpreis“ unter den Herstellungspreis fällt,
    das geht nicht nur bis 3,4 Cent, sondern im Einzelfall bis ins Negative!!!
    verdient der konventionelle Stromerzeuger nicht weniger, sondern gar nichts, da er abschalten muss!!!
    Dank Einspeisungsprivileg von Wackelstrom.
    Der „Verbraucher“ zahlt z.Zt. über 20Cent !!!
    Der Staat zahlt sogar den Wackelstromproduzenten Strom, der durch Zwangsabschaltung überhaupt nicht fließt, wenn das Netz droht zusammenzubrechen.
    Unverschämter geht es nicht mehr.

    Hören Sie endlich auf hier einen Sinn hineinzuschwindeln.
    Das ist und bleibt Unsinn,
    physikalisch und folglich auch zwangsläufig ökonomisch.

    Die Subventionen werden unausweichlich weiter reduziert, womit sich der Neubau erst mal erledigt hat, aber wohl viel zu langsam.
    Gerade hat der größte österreichische Stahlhersteller angekündigt, dass er das Land wegen zu hohen Strompreisen komplett verlässt mit all den daran hängenden Arbeitsplätzen.

    Sie versuchen die Kuh zu schlachten, von deren Milch sie leben

    mfG

  57. L. Stiller sagt:
    Warum sollte die Differenz zwischen Börsenpreis und Produktionskosten in der EEG Umlage enthalten sein?
    Die EEG Umlage bildet die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Börsenpreis ab.

    @Herr Stiller
    Bleiben wir mal bei den Zahlen, die Herr Müller ins Spiel gebracht hat.
    Börsenpreis = 3,4 Cent
    Produktionspreis für Steinkohle = 5,3 Cent
    Mittlere EEG Vergütung = 13,8 Cent laut Wiki

    Der Verbraucher zahlt die Differenz zwischen den 3,4 Cent Börsenpreis und 13,8 mittlere Vergütung, als Umlage.. Wenn Sie – oder Herr Müller – von Verlierern auf der konventionellen Seite sprechen, gehen Sie von der Differenz zwischen den 5,3 Cent für die Erzeugung und 3,4 Cent Cent Erlös an der Börse aus. Wo bleibt dann dieses „Minus“ zwischen 5,3 Cent und 3,4 Cent ??
    Der Verbraucher jedenfalls hat sie mit der Umlage auf seiner Stromrechnung stehen.

    Diese Antwort erwarte ich eigentlich von Herrn Müller, der diese Verlustrechnung auf konventionellen Seite ins Spiel gebracht hat, mit der Bemerkung „Rechnen müsste man können“

    MfG

  58. @ #77

    Sie fragen: „Hat einer der Vorstände gegen die teuflische EE-Wende aufbegehrt?“, Frau Meinhardt.

    Warum sollten Vorstände dies tun? Es geht doch bei diesen höchstbezahlten Angestellten nicht um deren Eigentum.

    Schauen Sie sich doch mal das Chamäleon F. Vahrenholt an. erst als Innogy-Chef will er bemerkt haben, daß das mit den sog. „EE“ nicht so klappt und an der „Kalten Sonne“ liegt.

    Er ist einer derjenigen, die für das Desaster von RWE verantlich sind, denn sein nach außen getragener „Glaube“ an die sog. „Erneuerbaren“ ist ungebrochen, obwohl er als ex-Chef von Repower sehr genau weiß, daß das alles Müll ist, mit dem man aber wie die Religionsgemeinschaften hervorragend das Geld der „Gläubigen“ vereinnahmen kann. Wo sitzt der Herr inzwischen als Aufsichtsrat?:
    Aurubis
    Putz & Partner Unternehmensberatung AG (Mitglied)
    Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (Vorsitz)

    Und wo war er überall?:

    Deutsche Shell AG
    ErSol AG
    Green Exchange, New York
    HEW
    Kelag
    Norddeutsche Affinerie AG
    REpower Systems
    Thyssen Krupp
    Verbio

    Im „Rat für nachhaltige Entwicklung“ (Schröder, Merkel) hat er auch kräftig mitgemischt.

    Hier irren Sie:
    “ Das grüne Krümmel-Monster ist der Stein des Anstosses.
    Die Gefahr kam von aussen, alleine von aussen. Das ist die wichtigste und grösste und entscheidenste Variable. Externer Schock.“

    Die Gefahr kam zwar von außen, wie jeder Parasit. Nicht als externer Schock, sondern schleichend. Aber daß er sich einnisten und vervielfältigen konnte, lag am mangelhaft ausgeprägten Immunsystem der Firma RWE. Da hat schlichtweg das interne und externe Controlling versagt. So wie bei den EIKE-Jüngern, die das Buch „Die kalte Sonne“ vergöttern und Vahrenholt in höchsten Tönen gelobt haben.

    Unter H. Kohl hat auch das Controlling versagt, denn es gab keins. Gruhl (Ein Planet wird geplündert) wurde schlichtweg übersehen und konnte so den Weg für die KB-Leute ebnen sich ein grünes Tarnkleid anlegen zu können.

    Die Firmengeschichten sind voll von solchen externen und internen Parasiten in den Vorständen. Karstadt-Quelle (vorher auch Quelle durch Zumwinkel) wurde Opfer eines solchen charismatischen ‚Führers‘ mit Namen Middelhoff. Bei Max Bahr bzw. Praktiker lief es ähnlich. Daimler wäre auch fast daran zugrunde gegangen.

    Was ist von Post und Telekom übrig geblieben? Was von Siemens, AEG, Krupp und Thyssen? Deutsche Bahn? Wäre Airbus nicht auch fast gecrasht? Bremer Vulkan kaputt. Blohm & Voss existiert nicht mehr, Hapag-Lloyd macht es auch nicht mehr lange, denn die Chilenen werden den Laden schlucken oder Hapag-Lloyd hat sich wie Daimler an Chrysler verschluckt. Die Liste ist lang … .

    Externe Schocks hat es nicht gegeben. Die Firmen wurden von innen heraus kaputt gemacht und quasi aufgefressen.

  59. #77 Katrin Meinhardt,

    Hallo Frau Meinhardt,

    auch ich teile ihre Beobachtungen und Analysen in genereller Hinsicht. Schuld sind immer die „Anderen“, vorzugsweise die bösen Kohle-, Öl- und Atomkonzerne mit ihren „Lobbyisten“.

    Als ich gestern abend einem SPD-Kommunalpolitiker sagte, dass die Windkraftindustrie sehr plausibel wesentlich mehr Lobbyisten an ihrer Seite hat, als die Atomindustrie je hatte, schaute der gute Mann ungläubig. Ja, solche gut getarnten Lobbyisten, wie die vom BUND, werden ja auch nicht erkannt.

    Zurück zur RWE. Nicht nur dass da kein Verantwortlicher den Mund aufmacht, nein, sie plazieren eine abstoßende Werbung mit „Vorweggehen“. Das ist keine Produktwerbung mehr, sondern erinnert an Heilsversprechen religöser Sekten und auch, was die visuelle Darstellung angeht, auch an bestimmte künstlerische Darstellungen im sozialistischen Realismus.

    Man schaue sich nur mal das gezeigte Haus auf mondernstem Standard an. Ist das ein Haus für die breite Masse der Geringverdiener?

    Danke für Ihre Kommentare, welche ich gern lese. Sie haben hier eine Menge frischen Wind reingebracht. Der große Physiker und AGW-Kreuzritter Nico Baecker kommt da an seine Grenzen.

    mit freundlichen Grüssen

    Dirk Weißenborn

  60. #71: Hans Diehl sagt:

    ———————
    @L. Stiller
    Da müssen Sie was nicht verstanden haben. Schauen Sie sich die Frage, die ich eigentlich an Herrn Müller gestellt habe, mal genau an hier #62

    Die Differenz zwischen Börsenpreis und Produktionskosten ist doch in der Umlage enthalten,.die der Endverbraucher zahlt. Muss sie doch auch irgendwo zu Buche schlagen, oder??
    ———————

    Warum sollte die Differenz zwischen Börsenpreis und Produktionskosten in der EEG Umlage enthalten sein?
    Die EEG Umlage bildet die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Börsenpreis ab.

    Die Konventionellen Erzeuger bekommen ber nur die Differenz zwischen Börsenpreis und Produktionskosten. Wenn EEG den Börsenpreis in den Keller schicken verlieren deshalb alle Konventionellen, das Sie ja teurer produzieren als der Börsenpreis.
    Deshalb stimmt meine Antwort: „Ganz einfach, das Unternehmen macht erst keine Gewinne mehr, dann Verlust und am Ende Insolvenz.“

    Den EE ist das Egal, die bekommen die Garantierte Einspeisevergütung, die Differenz taucht als EEG Umalge auf Ihrer Stromrechnung auf.
    Bei den Konventionellen taucht die Differenz in Ihrer Bilanz als Verlust auf.
    Nicht so schwer zu verstehen, der?

  61. #70: Kalt erwischt!

    Sie haben völlig recht, Herr Weißenborn. Ohne jeglichen Zweifel.

    Das zu betrachtende Modell ist simpel und einfach. Das grüne Krümmel-Monster ist der Stein des Anstosses.
    Die Gefahr kam von aussen, alleine von aussen. Das ist die wichtigste und grösste und entscheidenste Variable. Externer Schock.

    Das Geschäftsmodell von RWE war gut und robust genug. Das System vor der Energiewende brauchte keine Korrektur.

    Bei aller berechtigter Kritik an RWE, bspw. der kostenlose Strom an Laurenz Meyer und Hermann-Josef Arentz (#48, Dank an Dr.Paul für den Hinweis),
    und vieles andere, der niederländische RWE-Chef, als Steve Jobs-Imitat (#42, G. Pesch), und ja, der interne Verein RWE ist möglicherweise eine Zumutung, ich habe daran keine Zweifel, ich bin enttäuscht. Und vieles muss ich auch nicht wissen. Und so darf es natürlich nicht zugehen. Bei einem Dax-Unternehmen.

    Vielleicht ist es ja auch gut so. Wenn die nicht aufwachen, dann droht jetzt der Untergang?

    Hat der Konkurrent E.on nicht schon oder fast die Hälfte seiner Marktkapitalisierung verloren?

    Hat einer der Vorstände gegen die teuflische EE-Wende aufbegehrt?

    Es gibt auch bei RWE noch kompetente und fähige Leute. Wenn die weiter so kategorisch und politisch korrekt vom klugen Regieren, durch Intrigen, abgehalten werden, dann möge es so kommen. Ich habe mein Geld auf jeden Fall bei RWE nicht angelegt. Mal sehen wie lange die SPD dem Trauerspiel in Nordrhein-Westfalen zuzuschauen vermag.

    Unser Wohlstand wurde auf dem Rücken von Menschen aufgebaut die noch wussten was persönliche Verantwortung bedeutete.

    Die grünen Krümmel-Monster lehnen entschieden jede Verantwortung für deren böses Tun ab. Und zeigen mit dem Finger auf den Unschuldigen.

    Ach ja. Und Streit mögen die überhaupt nicht. Streit ist abgeschafft. Es herrscht Toleranz. Und das heisst, politisch korrekt immer das tun, was die grünen Krümmel wollen, sonst sind die schnell beleidigt.

    Und eines ist auch sicher. Ich darf in ein oder zwei Tagen nicht die Probleme von RWE lösen.

    Die Lösungen liegen auf dem Tisch. Man will nicht.

    Dann möge es so kommen wie die Herren Heinz Eng, Fred F. Mueller und S. Schröder & Co. es ankündigten.

    Ich bin vorbereitet. Mich kann nichts mehr umhauen. Auch dank diesem Forum. Merci.

  62. # 45: K. Allmendinger

    Zitat:
    „[…] Die Pleitewelle der „regenerativen Kapitalisten“ laeuft ja schon auf Hochtouren. […]“

    Sie sagen es. 🙂 Sogar Teile der Evangelischen Kirche haben Geld versenkt.

    Es ist richtig aufregend und spannend. Nein, es ist keine (!) Schadenfreude. Natürlich nicht. Aber es ist eine Genugtuung. Denn es war vorauszusehen. Und ich habe es gesehen. Ich wusste natürlich nicht wann, aber […]

    Das System vor der verfluchten Energiewende funktionierte fast perfekt.
    Es war ohne Beispiel auf dieser Welt.
    Es war erstklassig.
    Viele beneideten das deutsche Modell.

    Alle Fachleute wissen das hier, besser als ich, ausser den mit gezinkten Karten spielenden Forentrollen.

  63. #30: L.Stiller

    Warum Strom sparen. Das ist eine kluge Frage.

    Eine gut formulierte Antwort habe ich jetzt gerade nicht parat. Aber egal wie ich mir das erklären würde. Erklärungen liessen sich ja finden. Einige besser als andere. Jedoch: Ich will dies nicht akzeptieren, niemals, es ist menschenverachtend.

    Diese grünen Krümmel-Monster haben noch nie auf Erich Zimmermann hören wollen, (1888 in Mainz geboren und 1961 verstorben). Er soll in Texas (USA) gelehrt haben. Sein Werk „World Resources and Industries“ (1933) soll damals wie eine Bombe eingeschlagen haben und ruhte auf der rationalen Vernunft.

    Es gibt einfach keinen Mangel an Ressourcen. Das ist logisch unmöglich.

    Und der Aribert ist zu sehr mit seinem lächerlichen Bauchnabel beschäftigt?
    Aribert lehnt einen rationalen Verstand kategorisch ab und will immer recht behalten und (die) Kohle (der anderen) mag er, abgöttisch. 🙂

    MfG

    (M)Ein Lösungsweg wäre dem Aribert einen festen und entschiedenen Tritt in den Popo zu geben.
    Dem Aribert eine Spitzhacke in die Hand zu drücken und von morgens bis abends, ein Jahr lang, einen beliebigen Acker bearbeiten zu lassen.
    Am Besten einen Acker mit ein paar Windrädern, in der Nähe?

    Der Mensch des neuen Zeitalters verachtet die Vernunft. Und ist darauf auch noch stolz. Armut verachtet er aber.

    Diese Energiewende ist vor allem kriminell.

  64. „Übrigens haben RWE und andere schon zuvor in die Regenerativen investiert.“

    Fehlinvestitionen, aber da die Mehrheit bei RWE von Politikern gestellt wird, kommt es zu solchen Entscheidungen.

    Man muß sich nur BER oder das Konzerthaus an der Elbe anschauen und man weiß wozu Politiker befähigt sind. Im 18. Jahrhundert haben die Franzosen gezeigt, was man machen kann, genutzt hat es aber wenig.

  65. @ #68

    Herr Mueller,

    das regelt sich alles von ganz allein. Irgendwann sind die konventionellen Kraftwerke in einem Zustand, der zu Selbstabschaltungen und langen Standzeiten führt. Das Kraftwerk Wedel mit zwei KWK-Blöcken war im letzten Winter nur bedingt einsatzbereit, so daß die Fernwärmeversorgung Hamburgs kurzfristig arg reduziert war. Das neue Kraftwerk Moorburg wird aus Umweltschutzgründen wird keine Fernwärme liefern. Statt dessen soll mit Windstrom und einem riesen Wärmespeicher das Fernwärmenetz in Hamburg gefüttert werden.

    Der Bürgermeister ist Jurist … . Und Hamburg bekommt für 0,8 Mrd. € ein Konzerthaus und kauft für 2 Milliarden € die Strom-, Erdgas- und Fernwärmenetze.

    Alles machbar … . Nur Fahrstühle für alte Leute, Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen gibt es für die U- und S-Bahn nur häppchenweise. Hamburg ist überschuldet … .

  66. @ # 60 Kurt Lowinski

    Sie schreiben: „Zum anderen hat nur ein kontinuierlich durchlaufendes Kraftwerk Produktionskosten von 4,8 ct / kWh. Das ist aber unrealistisch, da es immer weniger sinnvoll ist, Kraftwerke durchlaufen zu lassen. Gehen Sie mal davon aus, dass ein Kraftwerk bald 1-2mal pro Tag den Zyklus 0% -> 100% -> 0% fahren muss. Welche Produktionskosten haben Gas- und Kohlekraftwerke dann???“

    Sehr einfach zu beantworten, sie haben dann die Produktionskosten 0 ct für 0 kWh, weil man sie so nicht mehr wirtschaftlich betreiben kann, das gilt schon jetzt auch für GUD-Kraftwerke. Dann werden sie eben reihenweise stillgelegt, das kann auf Dauer auch der Gesetzgeber nicht verhindern. Bei Flaute dürfen Sie sich dann zusammen mit Ihren Gleichgesinnten vor die Propeller stellen und blasen.

    Mfg

  67. L. Stiller sagt:
    ——————————
    Wo bleibt denn bitte die Differenz zwischen den Börsenpreisen und den Produktionskosten wenn alle Anbieter wie sie ausgerechnet haben verlieren.????
    ——————————
    Ganz einfach, das Unternehmen macht erst keine Gewinne mehr, dann Verlust und am Ende Insolvenz.

    @L. Stiller
    Da müssen Sie was nicht verstanden haben. Schauen Sie sich die Frage, die ich eigentlich an Herrn Müller gestellt habe, mal genau an hier #62

    Die Differenz zwischen Börsenpreis und Produktionskosten ist doch in der Umlage enthalten,.die der Endverbraucher zahlt. Muss sie doch auch irgendwo zu Buche schlagen, oder??

  68. #61 Hans Diehl,

    Herr Diehl,

    ok, eine „Rolle rückwärts“ – wie von mir fiktiv beschrieben – kann also niemand vorhersehen. Da sind wir uns einig. Von „Verschlafen“ könnte in diesem Fall keine Rede sein.

    Nun müssen wir noch klären, ob dies auch für die energiepolitische Entwicklung Deutschlands seit dem März 2011 (Fukushima) gilt.

    Sie schreiben:

    „Es ist schon ein Unterschied, ob man, wie im Fall RWE den Trend, sprich den politischen und gesellschaftlichen Wille einer Energiewende einfach ignoriert, oder ob die Regenerativen – wie Sie sagen – von einer Rolle Rückwärts kalt erwischt werden.“

    Beginnen wir mal mit dem Begriff „Energiewende“. Dieser wurde erst von Frau Merkel wenige Tage nach der Fukushima-Havarie ins Leben gerufen. Vorher sprach man allgemein von Energiepolitik bzw. Energiemix, letzterer schloss auch die regenerativen Erzeuger mit ein.

    Von einer Energiewende im Sinne Frau Merkels und anderer politischer Kräfte konnte zuvor also noch niemand ausgehen – auch nicht der Vorstand von RWE. Hatte nicht Frau Merkel zu Beginn Ihrer Kanzler(Innen)schaft noch Termine bei Einweihungen von neuen Kohlekraftwerken wahrgenommen?

    Der politische Wille zu einem Ausbau der „Erneuerbaren“ war zwar spätestens seit der Einführung des EEG gegeben, jedoch nicht in der radikalen Ausschliesslichkeit, mit der dies heute rücksichtslos und vor allem auf dem RTücken der Ärmeren durchgezogen werden soll. Immerhin hatte Frau Merkel noch ein halbes Jahr vor Fukushima die Laufzeitverlängerung der bestehenden KKW beschliessen lassen. „Brückentechnologie“ nannte sie das. Die Brücke hätte Jahrzehnte umfasst. Warum also hätte z.B. der damalige RWE-Vorstand wild in regenerative Projekte investieren sollen, statt die vorhandenen und ihrer damals sicher profitablen KKW weiterzubetreiben? Was hätten die Aktionäre wohl zu einer möglicherweise unbegründeten Versenkung von Kapital gesagt?

    Meine Meinung: RWE und andere wurden „kalt erwischt“. Von den Beschlüssen einer Regierung, die ihnen kurz zuvor noch die Laufzeitverlängerung gewährt hatte, was ich, nebenbei gesagt, damals auch nicht begrüsst habe.

    Übrigens haben RWE und andere schon zuvor in die Regenerativen investiert.

    mfG

    Dirk Weißenborn

  69. #60: Kurt Lowinski sagt:
    am Freitag, 18.04.2014, 21:21

    Zum einen ist es völlig unsinnig, PV- und Windstrom zum Spottpreis zu verhökern. Mit vernünftigen Preisen würden die Preise allgemein wieder steigen und auch die Umlage für die Verbraucher würde wieder spürbar sinken.
    Antwort:
    Das ist doch nur ein Verschiebebahnhof! Wenn die Preise allgemein wieder steigen, wie kann es da für den Endkunden billiger werden??? Das, was an EEG-Umlage wegfällt, kommt als steigende Beschaffungskosten wieder drauf! Die [ständig steigenden!] Differenzkosten der EE-Stromeinspeisung müssen ausgeglichen werden, ob das über dem aktuellen Wälzungsmodell oder einem anderen geschieht, ändert an der Zahl unter dem Strich meiner Stromrechnung rein gar nichts! Jeder Stromproduzent der unter das EEG fällt bekommt seine GARANTIERTE Vergütung, und die muss der ENDKUNDE zahlen. Nur ein radikaler Systemwechsel kann die Preisspirale stoppen, alles andere ist nur Öko-Propaganda und der Versuch dem jeweils anderen den schwarzen Peter im grünen Spiel zuzuschanzen. Das nennt sich dann „Energiewende“, der größte Volksbetrug seit 1945….

  70. @ # 59 S. Hader

    Sie werfen mir Alarmismus vor? Sie sehen die Zeichen an der Wand halt nicht. Die EE-Profiteure sind es, die den Kontakt mit der Wirklichkeit immer mehr verlieren. Zurzeit stehen in Deutschland Dutzende Kraftwerke zur Stilllegung an. Dazu finden sich in einem Artikel der „Welt“ am 10. April u.a. folgende Aussagen:
    „Die Bundesnetzagentur hält die Stromversorgung Süddeutschlands im Winter mittelfristig nicht mehr für uneingeschränkt sicher. Der Grund ist, dass immer mehr konventionelle Kraftwerke im Zuge der Energiewende aus dem Markt gedrängt werden. Die dem Bundeswirtschaftsministerium unterstellte Bundesnetzagentur reagiert mit ihrem jüngsten Bericht zur Einschätzung der Versorgungssicherheit auf das grassierende Kraftwerkssterben im Zuge der Energiewende.“

    Und weiter: „Der Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hatte erst in dieser Woche Zahlen vorgelegt, nach denen bereits 43 Prozent aller einst geplanten Kraftwerksprojekte unsicher geworden sind. Hauptgrund dafür ist der politisch veranlasste Atomausstieg und die Verdrängung anderer konventioneller Kraftwerke durch subventionierten Ökostrom. Der Energieverband befürchtet, dass die sicher planbaren, also wetterunabhängigen Kraftwerkskapazitäten in Deutschland bis zur Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks im Jahre 2022 um 13.600 Megawatt zurückgehen werden. Das entspricht einer Gesamtleistung von 14 Großkraftwerken, die dann nicht mehr zur Verfügung stehen, um Windflauten und sonnenarme Zeiten auszugleichen.“

    Sie werden doch nicht Behaupten wollen, dass die Bundesnetzagentur oder der BDEW zu den „Skeptikern“ gehören?

    Mfg

  71. zu #60

    Der Forentroll Lowinski outet sich als großer Kenner des Kraftwerksbetriebs. Jedenfalls hat er viele große Ahnungen von ganz wenig Kenntnis.

    er weiß noch nicht einmal, daß die Engpaßleistung der verfügbaren Gaskraftwerke nicht ausreichend ist die Schwankungen des Windstroms zwischen 0 % und 100 % auszugleichen. Und daß der Strom aus Solarpanels garantiert einmal täglich auf 0% zurückgeht, hat er auch noch nicht gemerkt. Aber vielleicht hat er ja bereits am geschmolzenen Nordpol sein Hausboot verankert. Da passiert das nur einmal jährlich, daß die Solarpanelstromproduktion auf 0 % sinkt.

  72. #60: Kurt Lowinski sagt:

    ——————————–
    Zum einen ist es völlig unsinnig, PV- und Windstrom zum Spottpreis zu verhökern.
    ——————————-
    Richtig, nur was wollen Sie sonst mit Strom machen der nicht gerbraucht oder gespeichert werden kann?

    ——————————–
    Mit vernünftigen Preisen würden die Preise allgemein wieder steigen und auch die Umlage für die Verbraucher würde wieder spürbar sinken.
    ——————————–
    Na klar. Siehe meinen Beitrag 63.

    Oder meinen Sie vielleicht mit vernünftigen Preisen der EE?

    ———————————
    Zum anderen hat nur ein kontinuierlich durchlaufendes Kraftwerk Produktionskosten von 4,8 ct / kWh. Das ist aber unrealistisch, da es immer weniger sinnvoll ist, Kraftwerke durchlaufen zu lassen. Gehen Sie mal davon aus, dass ein Kraftwerk bald 1-2mal pro Tag den Zyklus 0% -> 100% -> 0% fahren muss. Welche Produktionskosten haben Gas- und Kohlekraftwerke dann??? Da ist dann sehr eindeutig das Gaskraftwerk das mit den geringeren Produktionskosten.
    ———————————
    Sie müssen es ja wissen. Vielleicht sollten Sie sich mal für einen Managerposten bei RWE bewerben. Ich gehe mal davon aus, die wissen schon warum Sie Kohlekraftwerke einsetzen.
    Die werden sich das schon durch gerechnet haben. Und wenn sich das nicht mehr rechnet werden sich Gaskraftwerke auch nicht mehr rechnen, wenn Sie nicht mehr genügend Stunden im Jahr laufen, auch wenn man sie noch so toll regeln kann. Sie gehen davon aus, das Regelbarkeit = Wirtschaftlichkeit ist. Aber ein Gaskraftwerke das nur 50% läuft ist halt nicht wirtschaftlich zu betreiben. Man müsste dann für den Strom den Doppelten Preis zahlen. Ihre Rechnung geht also nicht auf das Höhere Strompreise Entlastung beim Verbraucher erzeugt.

    #62: Hans Diehl sagt:
    ——————————
    Wo bleibt denn bitte die Differenz zwischen den Börsenpreisen und den Produktionskosten wenn alle Anbieter wie sie ausgerechnet haben verlieren.????
    ——————————
    Ganz einfach, das Unternehmen macht erst keine Gewinne mehr, dann Verlust und am Ende Insolvenz.

  73. Und auch Kurt L. beweist eindrucksvoll seine Unkenntnis der Sachlage und sein Bild von Wirtschaft:

    Er faselt in #60:

    „Zum einen ist es völlig unsinnig, PV- und Windstrom zum Spottpreis zu verhökern. Mit vernünftigen Preisen würden die Preise allgemein wieder steigen und auch die Umlage für die Verbraucher würde wieder spürbar sinken.“

    Es ist unsinnig, PV- und Windstrom zum Spottpreis zu verhökern?
    Also soll jemand den Preis an der Börse festlegen? Wozu brauchen wir dann noch eine Börse? Mann, sie Experte: der Preis entsteht erst an der Börse (Angebot und Nachfrage) und wird dort nicht von irgendwem festgelegt.
    Früher gab es in der DDR eine staatliche Plankommission, die die Preise einfach am grünen Tisch festgelegt hat. So kann man das natürlich auch machen, aber dann wird es halt Scheiße.

    Herr L. bemerkt gar nicht die Unlogik seiner Kommentare.
    Wenn die Preise an der Börse steigen (was ja an einer Börse nur geht, wenn das Angebot abnimmt, wonach es bei weiterem Zubau kaum kommen wird), dann sinkt zwar die EEG-Umlage, aber der Strom wird wieder teurer.
    Mein Vorschlag: EEG-Vergütung abschaffen, dann sinkt die EEG-Umlage um etwa 100%. Dadurch fällt dann auch der PV- und Windstrom an der Börse weg und es bilden sich wieder realistische Marktpreise, mit denen alle wirtschaftlich arbeiten können.

  74. #53: Hans Diehl sagt:

    ———————-
    @Herr Lowinski
    Genau so ist es, die Gaskraftwerk passen besser zu den EE.
    Dann würde der Preisverfall an der Strombörse gestoppt, und die Endverbraucher entlastet.
    ———————-
    Sie beide sind echt die Krönung der Schöpfung.

    Herr Lowinski behauptet implizit, das Gaskraftwerke wirtschaftlicher, also günstiger sind: “ Erst wenn eine finanzielle schmerzgrenze für die Energieversorger überschritten ist, werden Kohlekraftwerke abgeschaltet und sauberere Gaskraftwerke statt dessen eingesetzt.“
    Jetzt kommen Sie und behaupten das Gegenteil.

    Jahrelang haben Grüne wie Sie versucht weiszumachen, das der sinkende Börsenpreis zu Preissenkungen beim Verbraucher führen würden.
    Jetzt werden die Preise beim Verbraucher dadurch gesenkt, das man Teurere Gaskraftwerke nimmt. Blödsinniger gehts kaum noch.

    Herr Diehl, eine Frage an Sie:
    Warum erhöhen die Betreiber der günstigen Kohlekraftwerke nicht einfach die Preise auf das Niveau von Gaskraftwerken, dann wäre Ihrer Ansicht nach doch das Problem gelöst und die Kraftwerksbetreiber würden wieder Gewinn machen.

    ———————–
    Dann würde der Preisverfall an der Strombörse gestoppt, und die Endverbraucher entlastet.
    ———————–
    Nach wie vor falsch, denn dann hätten Sie das ganze Jahr höhere Strompreise, weil sie ja dann auch den übrigen Strom zu höheren Preisen kaufen müssten.

    Wahrscheinlich ist Ihr nächster ober-schlauer Vorschlag, der, die Kohlekraftwerke nur dann laufen zu lassen, wenn der EE-Strom nicht schwankt und wenn der EE-Strom schwankt, nimmt man dann die gut regelbaren Gaskraftwerke. HaHa.

  75. Fred F. Müller sagt:
    @ # 53 Hans Diehl, @ Kurt Lowinski

    rechnen müsste man können. Das ganze System ist doch darauf ausgelegt, zuerst die Kraftwerke mit dem höchsten Erzeugerpreis aus dem Markt zu drängen. Schon mal von Merit Order gehört? GUD Kraftwerke haben derzeit Produktionskosten von etwa 8,4 ct/ kWh, neue Steinkohlekraftwerke von 5,3 ct/ kWh und abgeschriebene Steinkohlekraftwerke von 4,8 ct/ kWh. Die Börsenpreise liegen zurzeit zwischen 3,4 und 4,4 ct/ kWh, d.h. alle Anbieter verlieren Geld. So, das ist das System.

    @Herr Müller
    Obwohl Sie besser rechnen können als ich, muss ich Ihre Rechnung wie folgt vervollständigen. Der Verbraucher zahlt bekanntlich die EEG Umlage, sprich die Differenz zwischen „Ihren“ 3,4 oder 4,4 Cent Börsenpreis und der EEG Vergütung.
    Die Mindereinnahmen werden somit von den Verbrauchern mit der Umlage, ausgeglichen. Wo bleibt denn bitte die Differenz zwischen den Börsenpreisen und den Produktionskosten wenn alle Anbieter wie sie ausgerechnet haben verlieren.????

    Fred F. Müller sagt:
    . In Deutschland stehen zurzeit Dutzende Kraftwerke aller Typen zur Stilllegung an, weil niemand mehr kostendeckend arbeiten kann. Während die Politik und die üblichen Forentrolle das alles noch ganz toll finden, schlägt selbst die Bundesnetzagentur inzwischen bereits Alarm.

    @Herr Müller
    Der Alarm scheint ein „Fehlarlarm“ ihrerseits zu sein. Schauen Sie mal was in den „Ruhrnachrichten“ vom 24 10 13 zu lesen war.
    Zitat:
    Bonn: Mehrere Stromerzeuger wollen Kraftwerke endgültig oder vorübergehend vom Netz nehmen – sie rentieren sich nicht mehr. Droht bald ein Blackout? Nein, sagt die Bundesnetzagentur, die Kapazitäten reichen.

  76. Dirk Weißenborn sagt:
    Allerdings haben Sie meine Frage in #38 damit immer noch nicht beantwortet. Lag es an dem von mir leider nicht gesetzten Fragezeichen?

    Ich wiederhole noch einmal meine an das „Gedankenexperiment“ anschließende Frage:

    „Würden Sie in einem solchen Fall (Anm: damit ist die von mir beschriebene, fiktive Rolle-Rückwärts Energiepolitik einer zukünftigen Bundesregierung gemeint) auch markig behaupten, die „Regenerativen“ hätten die Zeit verschlafen?“

    @Herr Weißenborn
    Es geht um das Wahrnehmen des Trends. Es ist schon ein Unterschied, ob man, wie im Fall RWE den Trend, sprich den politischen und gesellschaftlichen Wille einer Energiewende einfach ignoriert, oder ob die Regenerativen – wie Sie sagen – von einer Rolle Rückwärts kalt erwischt werden. Beim Letzteren können Sie nicht von „Verschlafen“ reden.

    MfG

  77. Lieber Herr Müller,

    rechnen müsste man können… Das gebe ich gerne an Sie zurück!

    Sie schreiben: „Das ganze System ist doch darauf ausgelegt, zuerst die Kraftwerke mit dem höchsten Erzeugerpreis aus dem Markt zu drängen. Schon mal von Merit Order gehört? GUD Kraftwerke haben derzeit Produktionskosten von etwa 8,4 ct/ kWh, neue Steinkohlekraftwerke von 5,3 ct/ kWh und abgeschriebene Steinkohlekraftwerke von 4,8 ct/ kWh.“

    Genau das sind die Probleme, die der Strommarkt heute noch nicht handhaben kann.

    Zum einen ist es völlig unsinnig, PV- und Windstrom zum Spottpreis zu verhökern. Mit vernünftigen Preisen würden die Preise allgemein wieder steigen und auch die Umlage für die Verbraucher würde wieder spürbar sinken.

    Zum anderen hat nur ein kontinuierlich durchlaufendes Kraftwerk Produktionskosten von 4,8 ct / kWh. Das ist aber unrealistisch, da es immer weniger sinnvoll ist, Kraftwerke durchlaufen zu lassen. Gehen Sie mal davon aus, dass ein Kraftwerk bald 1-2mal pro Tag den Zyklus 0% -> 100% -> 0% fahren muss. Welche Produktionskosten haben Gas- und Kohlekraftwerke dann??? Da ist dann sehr eindeutig das Gaskraftwerk das mit den geringeren Produktionskosten.

  78. #58: „Noch drei Jahre so weiter, und es wird zum großen Knall kommen. Schon vorgesorgt? Abdeckplanen zum Verstecken für das Blaudach, Fussangeln im Vorgarten, Wasservorrat im Keller?“

    Sehr geehrter Fred Mueller, glauben Sie wirklich, dass das alles notwendig sein wird und es zum wirtschaftlichen Zusammenbruch kommt? Wenn ja, dann ist es letztlich auch eine Form von Alarmismus, den Sie betreiben. So wie ihn auch Klimaalarmisten betreiben, nur das eben Ihr Feld die Wirtschaft ist.

  79. @ # 53 Hans Diehl, @ Kurt Lowinski

    rechnen müsste man können. Das ganze System ist doch darauf ausgelegt, zuerst die Kraftwerke mit dem höchsten Erzeugerpreis aus dem Markt zu drängen. Schon mal von Merit Order gehört? GUD Kraftwerke haben derzeit Produktionskosten von etwa 8,4 ct/ kWh, neue Steinkohlekraftwerke von 5,3 ct/ kWh und abgeschriebene Steinkohlekraftwerke von 4,8 ct/ kWh. Die Börsenpreise liegen zurzeit zwischen 3,4 und 4,4 ct/ kWh, d.h. alle Anbieter verlieren Geld. So, das ist das System. In Deutschland stehen zurzeit Dutzende Kraftwerke aller Typen zur Stilllegung an, weil niemand mehr kostendeckend arbeiten kann. Während die Politik und die üblichen Forentrolle das alles noch ganz toll finden, schlägt selbst die Bundesnetzagentur inzwischen bereits Alarm. Noch drei Jahre so weiter, und es wird zum großen Knall kommen. Schon vorgesorgt? Abdeckplanen zum Verstecken für das Blaudach, Fussangeln im Vorgarten, Wasservorrat im Keller?

    Mfg

  80. Zu #47
    „Wie lange würden z.B. die Windparks noch am Netz bleiben, wenn von heute auf morgen jegliche „Förderung“ für die NIE-Anlagen eingestellt würde?“

    Bis die Schrott sind – (Einmal davon abgesehen, daß die volkswirtschaftlich von Beginn an Schrott sind) – bzw. deren Betrieb die Pachten und variablen Betriebskosten nicht deckt.

    Mit Wegfall des EEG und der Aufhebung der Zwangsabnahme des Stroms gehen die Betreibergesellschaften unmittelbar in die Insolvenz. Je nach Höhe der noch abzuzahlenden Bankkredite und der Gesellschaftsform der Betreibergesellschaft (Genossenschaft, GmbH & Co KG, EK, Windmüller als Alleineigentümer) gehen die Windmühlen in das Eigentum der Banken über.
    Wegen des Überangebotes an gebrauchten Windmühlen sind die unverkäuflich. Die Banken werden die Windmühlen noch so lange betreiben, wie deren Stromverkaufserlöse nach Abzug der Kosten (Rückbaukosten, Pachten, variable Betriebskosten) noch positiv sind. Die Markteffekte führen dann dazu, daß niemand mehr die Preise für den Wind- und Solarstrom noch kalkulieren kann.

    Letztendlich können dann Kraftwerkseigentümer den Schrott zum Schrottpreis aufkaufen und im Verbund mit ihrem Kraftwerkspark dann tatsächlich Gewinne generieren. Windmühlen werden immer dann eingeschaltet, wenn der Windstrom billiger ist als die Drosselungskosten des konventionellen Kraftwerks.

    Das Ende des EEG würde also nicht zwangsläufig zum sofortigen Ende der Verspargelung der Landschaft und der damit verbundenen Umweltschädigung führen. Allerdings würden die Verbraucher schlagartig um 300 € pro Kopf und Jahr entlastet werden.

  81. #46 Hans Diehl,

    Herr Diehl, vom Grundsatz her haben Sie da recht. Macht und Gier und Pfründe können den Blick schon sehr trüben – auch den von hoch- bzw. überbezahlten Managern.

    Allerdings haben Sie meine Frage in #38 damit immer noch nicht beantwortet. Lag es an dem von mir leider nicht gesetzten Fragezeichen?

    Ich wiederhole noch einmal meine an das „Gedankenexperiment“ anschließende Frage:

    „Würden Sie in einem solchen Fall (Anm: damit ist die von mir beschriebene, fiktive Rolle-Rückwärts Energiepolitik einer zukünftigen Bundesregierung gemeint) auch markig behaupten, die „Regenerativen“ hätten die Zeit verschlafen?“

    Sie können den Managern meinetwegen alles mögliche vorhalten, aber die Vorhersage eines Tsnumais in Japan mit einem schweren nuklearen Unfall im Gefolge sowie insbesondere die panikartige Machterhaltungsreaktion der Bundesregierung – das kann niemand vorhersehen.

    Und noch eine Frage:

    Haben Manager von „Erneuerbaren“ a priori den größeren Durchblick einschl. hellseherischer Fähigkeiten?

    mfG

    Dirk Weißenborn

  82. @ #39
    Forentroll Diehl:
    „Habe ich gerade im Manager Magazin gelesen, bestimmt kein Grünes Blatt.“

    Der Herr hat recht: Das MM ist die Prawda für Manager, so wie es auch eine Alpenprawda gibt.

    Ach ja: „…-Leser wissen Mär“…
    In der Tat: Mär von ganz Wähnig … .

  83. Kurt Lowinski sagt:
    Zu #39:
    Was das Manager Magazin da schreibt sind Beobachtungen und Tatsachen. Dass diese Tatsachen bei den Verfechtern des alten Energiesystems nicht gern gesehen sind, ist auch logisch. Langfristig werden diese Fälle der Abregelung konventioneller Kraftwerke immer häufiger, je mehr erneuerbare zugebaut werden. Erst wenn eine finanzielle schmerzgrenze für die Energieversorger überschritten ist, werden Kohlekraftwerke abgeschaltet und sauberere Gaskraftwerke statt dessen eingesetzt.

    @Herr Lowinski
    Genau so ist es, die Gaskraftwerk passen besser zu den EE.
    Dann würde der Preisverfall an der Strombörse gestoppt, und die Endverbraucher entlastet.
    Klingt zwar paradox ist aber so, weil die Verbraucher die Differenz zwischen Börsenpreisen und der EEG Vergütung als Umlage bezahlen. Gegenwärtig versanden die niedrigen Börsenpreise größtenteils im Marktgeschehen, in dem auf Kosten der Verbraucher Geschäfte gemacht werden.
    Jetzt wird’s kompliziert, bitte erst mal mit dem System vertraut machen, bevor der große Aufschrei kommt.

    MfG

  84. ——————–
    Erst wenn eine finanzielle schmerzgrenze für die Energieversorger überschritten ist, werden Kohlekraftwerke abgeschaltet und sauberere Gaskraftwerke statt dessen eingesetzt.
    ———————
    Haben Sie die letzten Monate im Winterschlaf verbracht? Sonst hätten Sie schon längst mitbekommen haben müssen, das die Schmerzgrenze schon erreicht ist und deshalb die teuren Gaskraftwerke zugunsten der günstigeren Kohlekraftwerke abgeschaltet wurden. Weil diese einfach rentabler sind.

    Die nächste finanzielle Schmerzgrenze also bei den Verbrauchern kommen, nämlich wenn die Kohlekraftwerke noch mit dem sog. Kapazitätsmarkt subventioniert werden müssen.

  85. #40: Katrin Meinhardt sagt:

    ————————
    http://tinyurl.com/nart5ge
    ———————–
    Überschrift aus dem Obigen Manager Magazin „Hier knabbern Windräder und Solaranlagen den Gewinn von RWE weg“
    Nun das MM vergisst zu deutlich erwähnen, das die Steinkohlekraftwerke deshalb gedrosselt werden, weil man ja den Strom nicht mehr gewinnbringend verkaufen kann.
    Im Umkehrschluss bedeutet das aber, das WKA auch keine Gewinne machen können, wenn es schon die Günstige Steinkohle nicht mehr schafft.

    In sofern stimmt natürlich die Aussage von #37: Peter Jensen: „Herr Diehl, RWE hat also die Energiewende verschlafen. Na dann schauen sie sich mal die Unternehmen an, die voll auf die Energiewende gesetzt haben. Prokon, Solarworld, Conergy, First Solar usw…“

    Spätestens, wenn die Subventionierung ausläuft lässt sich mit dem Betrieb dieser Anlagen kein Gewinn mehr machen.

  86. @Lowinski
    „““Langfristig werden diese Fälle der Abregelung konventioneller Kraftwerke immer häufiger, je mehr erneuerbare zugebaut werden“““

    Eine nette Halbwahrheit…..die Sie sich da zusammenschrauben….denn inzwischen ist wohl die installierte Halb-Kraftwerkskapazität der 20-Jahre-Zwangsrendite-Nutzlosstromerzeuger bei 70 GW angekommen.
    Das heißt……wenn der Zuwachs dieser Gierkraftwerke weiter so zunimmt……müssen se aus rein physikalischen Gründen (wenn EU-Land auch nix mehr abnehmen kann) selber abschalten.
    Das ist eine physikalische Realität…..die selbst der dümmste EE-Bewunderer nicht mehr abstreiten kann, wenn er sich hier nicht völlig zum Obst machen will.
    Na los…..wo sind denn eure Speicher?
    Na los…..warum bekämpft ihr den das geplante Pumpspeicherwerk Atorf…..warum seid ihr plötzlich das „Volk“, wenn es darum geht den Süd-Link zu verhindern?

    In den letzten 2 Wochen zum Beispiel, musste ick mehrfach meine KWK-Anlage abstellen (§ 13 EnWG) , nur weil zu viel Wind im Netz war…..dabei sollte doch die gute, saubere KWK bis zu 25% unseres Strombedarfes decken…..was nun mit Ihrer Ideologie des Hasses auf die Konventionellen?

    Eines Tages werden wir also mehr für Strom bezahlen müssen, der nicht erzeugt werden konnte als heute die EEG-Umlage ohnehin schon unsere Haushaltskasse belastet……dann am Ende sollen ja 250-300 GW von diesen Elektromüll in der Landschaft rumstehen.

    Wenn Soziopädagogen, Pfaffen und Wendekriegsgewinnler die Energiepolitik einer Nation bestimmen, wird das……und das garantiere ich Ihnen hiermit……in einer Katastrophe enden.

    Der RWE gebe ich den folgenden Tip……verkauft euern Kraftwerkspark im Inland….investiert euer bisserl Geld in sichere Nicht-EU-Länder und schmeißt den einheimischen Verblödeten den Mist einfach vor die Füsse, basta.
    Wenn dann der Ruhrpott (Anteilseigener) finanziell vor die Hunde geht, könnte die Möglichkeit bestehen, das doch wieder etwas Realität in diesen Lande einzieht……auch wenns extrem unwahrscheinlich klingt.

    Bis dahin aber, mach ich halt weiter Dienst nach Vorschrift, baue schön die Netze aus, integriere auch noch die dümmste EE-Anlage und gucke dabei zu, das die Stromkunden diesen ganzen Spass fleißig mit bezahlen werden…..dem Deutschen gehts halt immer noch zu gut, die Daumenschraube zeigt halt noch zu wenig Wirkung…..aber nur etwas Geduld, das kommt bald, wie das Amen in der Kirche.
    Bis dahin…..schöne Propaganda noch, ein paar Blöde werden es auch heute noch glauben.

    Onkel Heinz…..ist das noch Dummheit oder schon kriminell?

  87. Zitiere #8 Homoerectusaussage v.Schröder:

    Nun kommt es aber schon mal vor, dass der Wind nicht so bläst wie er blasen soll und die Sonne nicht so scheint, wie sie scheinen soll. Mal passiert es, dass Wind und Sonne Leistungsspitzen von über 50 GW ins Stromnetz pusten, es kann aber auch mal sein, dass sie weniger als 1 GW an Leistung erzeugen, vornehmlich nachts, wenn der Wind nicht bläst und die Sonne schläft.

    Ein geistig total Behinderter merkt noch diesen totalen Schwachsinn:
    Nachts wenn der Wind nicht bläst 1GW von Solar. Solchen …. von solchen Hirngeschädigten und den übrigen Waschweibergeschichten sollte EIKE zur weiteren Glaubwürdigkeit dieser Webseite mit Verwarnung löschen.

    Heinz Enk #33 ist hier eigentlich der einzige der vom obigen Verein ausgenommen werden kann !

    oder z.B. der Dicke bornierte Weissen mit seinen hunderten ……einträgen zerstört doch vorsätzlich jede vernünftige Diskussion im Keime und ist damit klar einer der EEG- Verbrecher.

    Ich habe im Thema http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/energiewende-wirkt-siemenschef-peter-loescher-erfinder-des-green-siemens-muss-gehen/
    den letzten Kommentar #93 geschrieben auf welchen ich immer noch auf die Antwort warte.
    mfg

  88. #44: Kurt Lowinski haben Sie nicht geschnallt, dass die „finanzielle schmerzgrenze“ längst überschritten ist???
    RWE erwirtschaftet durch seinen politisch motivierten Einstieg bei Windspargel, Solar und Co.
    „erstmals seit der Nachkriegszeit ein negatives Periodenergebnis in Höhe von ? 2,443 Mrd. EUR“
    wörtlich aus Wiki
    http://de.wikipedia.org/wiki/RWE

    „allein die Stadt Essen musste im Jahr 2013 ihre Beteiligung an RWE um 680 Mill. Euro abschreiben.[25]“

    Hier lesen Sie auch das politische Schmarotzertum bei der Energielieferung an den zahlenden Bürger:

    „Unternehmenskultur[Bearbeiten]
    Die gewachsene, traditionelle Unternehmenskultur von RWE ist stark von der Verwurzelung im rheinischen Bergbau und der Montanmitbestimmung geprägt. Sie ist konsensorientiert und bürokratisch.[16] Charakteristisch für den Konzern ist die wechselseitige Einflussnahme durch und auf kommunale Anteilseigner. Diese ist durch nach Aktiengesetz nicht vorgeschriebene[17] Regionalbeiräte institutionalisiert, in welchen lokale Politiker, Vertreter städtischer Energieerzeuger und weitere Interessenvertreter sitzen.[18] Diese erhalten von RWE eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jährlich 6650[19] bis 7400 Euro im Jahr.[20] Das „Kopfnicken mit Büffet“ bezeichnen Kritiker des Konzerns als „legalisierte Korruption“[21][19][17] Nach einem Rechtsstreit des Beirats Napp vor dem Bundesverwaltungsgericht müssen seit 2011 die kommunalen Beiräte die Vergütung abführen.[22]
    Auch kam in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit immer wieder zu direkten Zuwendungen an Kommunal- und Landespolitiker; so wurde im November 2004 bekannt, dass RWE unter anderem an Hermann-Josef Arentz 60.000 Euro jährlich bezahlt und kostenlos Strom geliefert hat. Ebenso wurden an den CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer 81.800 Euro gezahlt und kostenlos Strom geliefert. Der Konzern begründete die Zahlungen mit einem „Kommunikationsfehler“. Durch diese sog. RWE-Affäre geriet RWEs Lobbyismuspolitik generell in die Kritik.“

    Kluge Kommunen wie Düsseldorf haben sich rechtzeitig trotz dieser Selbstbediehnungsmentalität, von diesem sinkenden Schiff gelöst.

    Der einzige Hoffnungsschimmer ist die Milliardenklage gegen den Bund wegen der gesetzlich unbegründbaren Abschaltung ihrer größten Einnahmequelle, der KKWs,
    zur der man sich angesichts der Finanzkatastrophe nun endlich durchgerungen hat.
    http://tinyurl.com/l5pxv3v
    FAZ 14.1.2014
    Einer entsprechenden Vorabklage von 2011 beim Verwaltungsgerichtshof Kassel wurde stattgegeben.

    Kurt Lowinski, Sie zeigen in Ihrem geistlosen Beitrag nur den Tunnelblick zum unbegrenzten Abgreifen von staatlichen Subventionen, die bitte WOHER kommen sollen???

    mfG

  89. #45 k. Allmendinger

    Hallo Herr Allmendinger,

    da haben Sie völlig recht. Nur, bei einem Gedankenexperiment, welches Herrn Diehl die Einseitigkeit seiner Argumentation vor Augen halten soll, musste ich das aus Analogiegründen zur seinerzeitigen „Fukushima-Entscheidung“ der Bundeskanzlerin weglassen.

    Ein weiteres Gedankenexperiment:

    Was würde wohl passieren, wenn von heute auf morgen jegliche „Förderung“ für die NIE-Anlagen eingestellt würde? Wie lange würden z.B. die Windparks noch am Netz bleiben?

    mfG

    Dirk Weißenborn

  90. #38: Dirk Weißenborn sagt:

    @Herr Weißenborn
    Einen Trend zu erkennen ist nun mal die Aufgabe von Managern, diese Fähigkeit sollte sich in deren überdimensionalen Gehältern spiegeln..
    Wenn man allerdings Macht und Monopl gewohnt ist, verliert man leicht den Blick für die Realität.
    Die Folgen werden nun gegenwärtig deutlich.

  91. #38: Dirk Weißenborn sagt:
    …So, es ist davon auszugehen, dass es den „Regenerativen Kapitalisten“ nun auch nicht mehr gefällt. Eine Pleitewelle in diesem Bereich rollt nach der für Frau Merkel, die CDU und die AfD gewonnenen Wahl an….

    Wohl kaum. Die Pleitewelle der „regenerativen Kapitalisten“ laeuft ja schon auf Hochturen. Bis zur naechsten Wahl sind wahrscheinlich nicht genug uebrig um eine neue Welle zu starten. Ob der Fall ihres Gedankenexperiments eintritt oder nicht.

  92. Zu #39:
    Was das Manager Magazin da schreibt sind Beobachtungen und Tatsachen. Dass diese Tatsachen bei den Verfechtern des alten Energiesystems nicht gern gesehen sind, ist auch logisch. Langfristig werden diese Fälle der Abregelung konventioneller Kraftwerke immer häufiger, je mehr erneuerbare zugebaut werden. Erst wenn eine finanzielle schmerzgrenze für die Energieversorger überschritten ist, werden Kohlekraftwerke abgeschaltet und sauberere Gaskraftwerke statt dessen eingesetzt.

  93. # 39: Natürlich (!) ein durch und durch grün-faschistisches Blatt. Mit billiger Zensur in den SPON-Foren.

    Und das von einem atheistischen Blatt, welches sich den Möchtegern-Intellektuellen, als objektiv und Verteidiger […]

    Der Spiegel-Verlag ist ein Witz (geworden). Gehirnwäsche pur. Alles bekannt, in diesem Forum, ich weiss, und doch, die Unverschämtheit, in unserer heutigen Zeit mit der dies dem zahlenden Leser verkauft wird ist zum verrückt werden. Tolles Neues Zeitalter.

    Lebenslüge Nr. 1: Nur eine Minderheit der Deutschen will den Atomausstieg
    Lebenslüge Nr. 2: Wirtschaftswachstum bedeutet mehr Stromverbrauch
    Lebenslüge Nr. 3: Der Klimawandel betrifft uns nicht
    Lebenslüge Nr. 4: Das Stromnetz kann nur kleine Mengen von Ökostrom aufnehmen
    Lebenslüge Nr. 5: Strom aus Sonne, Wind und Co. wird auf Dauer viel zu teuer bleiben
    Lebenslüge Nr. 6: Die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid rettet die Kohlekraftwerke
    Lebenslüge Nr. 7: Die Flucht ins Ausland schützt vor den Folgen der deutschen Energiewende

    Der Lügner normiert also die Lüge.

    Kurt Tucholsky hatte wieder einmal recht. Zeitungen macht man wie Seifen. Und viele Leser sind an allem schuld.

    Quelle:
    Kopieren und einfach den Onkel Google fragen.

    Oder indirekt über: http://tinyurl.com/nart5g

  94. Der Irrsinn geht munter weiter…
    http://goo.gl/xXJrmk
    „RWE-Chef gibt den Steve Jobs der Energiebranche
    Der Auftritt von Konzernchef Peter Terium auf dem Aktionärstreffen glich einer Apple-Präsentation. RWE sei in der „smarten“ Energiewende-Welt angekommen – die Anteilseigner sind zufrieden.“

    Kaum zu glauben, da gibt der Holländer den Pausenclown, präsentiert das schlechteste Betriebsergebnis des RWE seit 70 Jahren, und die Anteilseigner sind zufrieden..
    Weiter geht’s …

    „Nicht wie sonst hinter dem Rednerpult, sondern frei auf der Bühne umhergehend, präsentierte Terium den Aktionären die Smarthome-Plattform der RWE: Saalkameras zoomten ganz nahe heran, als Terium über ein weißes iPad wischte, um den Heizungsthermostat in den einzelnen Räumen seines Privathauses einzustellen. „One more thing“: Das ferngesteuerte Öffnen eines Fensters bestätigte das System umgehend mit einer automatischen SMS-Nachricht auf Teriums iPhone.
    „Intelligente Vernetzung erhöht Ihre Wohn- und Wohlfühlqualität im Alltag“, warb dazu ein Imagefilm: „Heizungssteuerung nach Wunsch ist dank RWE keine Zukunftsmusik mehr.“ „Die Zukunft kommt, und wir haben sie bereits im Portfolio“, rief Terium den Anteilseignern zu. „Und die Zukunft ist einfach, so einfach wie mit dem iPad das Licht anzumachen.“

    Na da kann man nur noch kotzen gehen! Die Politik bricht dem RWE das Rückgrat, die Kraftwerke werden in die Unwirtschaftlichkeit gedrängt, mit katastrophalen Folgen für die gesamte Volkswirtschaft, und der fliegende Holländer führt Kunststücken mit seinem Smartphone vor! Grossmann war der letzte der sich dem Ökowahn entgegen stellte, der Rest folgt jetzt dem kranken grünen Zeitgeist in den Untergang. Aber das hat ja in Deutschland Tradition….

  95. Ich finde #33 Heinz Eng,

    setzt als Sachkundiger, die reale Situation treffend ins Bild.
    Auf der einen Seite werden aus ideologischer Verblendung, politisch vereinbarte Vorteile wie Luxus-Kartell-Privilegien an Ökostromerzeuger verliehen, was zu extremen Strompreisanstiegen führt, aber zu keinerlei Wertschöpfung. Auf der anderen Seite werden die konventionellen Stromerzeuger, die mit ihren allzeit regelbaren Kraftwerken vorsätzlich in den wirtschaftlichen Ruin getrieben, obwohl einzig ihre Regelenergie, den ganzen Ökoquatsch absichern muss, damit die Netze nicht kollabieren. Da bringt eine Öko-Strom-Dummheit sich an der eigenen beschränkten Funktionsfähigkeit ins Delirium und an der, durch weiteren Zubau entstehenden zeitweiligen Überkapazität, in Zugzwang.
    Leute, die sich darüber freuen, was sich nun ereignet und von Öko-Strom schwärmen scheinen entweder sehr dumm zu sein und die Zusammenhänge nicht zu verstehen oder sie sind destruktive hasserfüllte Typen, wollen vorsätzlich Krisen und Chaos erzeugen, um dabei politisch Oberhand zu gewinnen, um ihre Mitmenschen auszunehmen.
    Immerhin werden die Verluste die durch Ideologie, statt durch Wirtschaftlichkeit eintreten sehr sehr hoch sein.
    Zum Glück gibt`s demnächst schon mal EU-Wahlen und dabei ist endlich eine Partei, die den EEG-Unfug kritisiert, wählbar.
    So wie sich die EU-Politik z.Z. gegen den Handelspartner Russland entwickelt, gibt es auch viele gute Gründe auf klügere ehrlichere Alternativen für eine sichere Haltung in der Politik zu tippen, denn da mangelt es anscheinend auch an entschieden rationaler Vorgehensweise.

  96. #39: Ein sehr wichtiges Stück Industriekultur

    Zitat:
    „[…] Für die Versorger rächt sich nun, dass sie selbst lange nur wenig Geld in erneuerbare Energien investiert haben.“

    Quelle: http://tinyurl.com/nart5ge

    Und es wird sich noch zeigen ob es ein Fehler war. Diese Aussage der Redakteure ist relativ.

    Warum soll es sich rächen bei einer nie benötigten Energiewende nicht mitzumachen?

    Es waren und sind Kräfte von aussen, die RWE kaputtgemacht haben. Etwas anderes zu behaupten ist unredlich.

    Und wenn das Management von RWE klug handelt, dann werden sie Gelegenheiten beim Schopfe ergreifen. Ein langer Atem und RWE kann noch als Sieger vom Platz gehen oder zumindest nicht als Verlierer. Und dies ohne bei der Energiewende mitzumachen. Ich hoffe es doch, dass genug Sachverstand im Konzern ist. Warum sind viele heutige Chefs von DAX-Konzernen so feige?

    Das Spiel ist noch nicht verloren. Der Krieg ist noch nicht vorbei.

    Ein Unternehmen mit dieser langen und beeindruckenden Geschichte, durch politische Hasardeure, schädigen zu wollen und dann auch noch mit Häme zu bedenken ist nicht die feine englische Art. Das ist ein Armutszeugnis für die politisch Verantwortlichen.

    Der heutige Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG hat seit 1952 seinen Sitz in Hamburg und produziert neben dem Hauptblatt dort auch das Manager Magazin. Und neuerdings soll SPON die alleinige Kontrolle über dieses Magazin haben. Das Magazin muss daher grün sein. Etwas anderes zu erwarten ist nicht überzeugend. Obige Aussage ist ein deutlicher Hinweis. Es gäbe da noch mehr Hinweise.

  97. Habe ich gerade im Manager Magazin gelesen, bestimmt kein Grünes Blatt. .
    http://tinyurl.com/nart5ge
    Zitat:
    Besonders schwer traf die Entwicklung indes die Steinkohlekraftwerke. Ihr Ausstoß sank um 15,2 Prozent. Wind- und Sonnekraft profitierten dagegen von der günstigen Witterung. Für die Versorger rächt sich nun, dass sie selbst lange nur wenig Geld in erneuerbare Energien investiert haben.

  98. #37 Hans Diehl,

    Herr Diehl,

    Sie schreiben:

    „Der RWE Chef wird wissen warum er die Energiewende nicht in den Vordergrund gestellt hat.
    Möglicherweise wäre er dann mit der Frage konfrontiert worden, warum er die Zeit verschlafen hat, die er jetzt mit den angekündigten „dezentralen“ Maßnahmen nachholen will.“

    Bei „Hart aber fair“ könnten Sie ihre oben wiedergegebene Sichtweise publikumswirksam plazieren.

    Hier nicht!

    Zur Beleuchtung dieser Tatsache sei ein Gedankenexperiment gestattet:

    Angenommen, die Zahl der „stromlosen“ Haushalte in Deutschland hätte die 2 Millionen Grenze erreicht. Weitere 3 Millionen Haushalte ächzen unter den Kosten – auch der Investitionen in neue, sparsame Haushaltsgeräte.

    Aluminium- und Kupferhütten sind in Deutschland nicht mehr ansässig, erhebliche Teile der chemischen Industrie und nachgeordnete Bereiche auch nicht.

    Es stehen Wahlen im Bund in mehreren Ländern an. Für eine starke CDU steht eine 6%ige AfD als möglicher Bündnispartner zur Verfügung. Mit den Genossen hat es nämlich nicht so geklappt.

    An dieser Stelle ruft Frau Merkel eine völlig neue Energiepolitik („Energie 2100“) aus.

    Kernbestandteile:

    Wegfall aller EEG Förderungen für neu zu genehmigende Anlagen

    Auf 10 Jahre angelegter degressiver Ausstieg aus der Förderung der schon produzierenden „Erneuerbaren“.

    Einstieg in Thorium-Flüssigsalz-Reaktortechnologie

    „Fracking “ als Brückentechnologie

    So, es ist davon auszugehen, dass es den „Regenerativen Kapitalisten“ nun auch nicht mehr gefällt. Eine Pleitewelle in diesem Bereich rollt nach der für Frau Merkel, die CDU und die AfD gewonnenen Wahl an.

    Die Entscheidung für diesen Kurswechsel fällte Frau Merkel zusammen mit Herrn Altmaier beim Pizzaessen im Kanzleramt hinter verschlossenen Türen.

    Anschließend folgte die Verkündung.

    Nun kommen Sie, Herr Diehl:

    Würden Sie in einem solchen Fall auch markig behaupten, die „Regenerativen“ hätten die Zeit verschlafen.

    mfG

    Dirk Weißenborn

  99. Herr Diehl, RWE hat also die Energiewende verschlafen. Na dann schauen sie sich mal die Unternehmen an, die voll auf die Energiewende gesetzt haben. Prokon, Solarworld, Conergy, First Solar usw…
    Da wäre dann RWE wohl jetzt schon pleite, wenn die auch „voll auf die Energiewende gesetzt hätten“.
    Mal ganz davon abgesehen, dass man einen Milliarden-schweren Kraftwerkspark nur in den Phantasien ahnungsloser Grüner von heute auf morgen im Stich lassen und dafür Windmühlen und Solaranlagen bauen kann.
    Und auch mal ganz davon abgesehen, war den EE-Fans doch immer wichtig, dass diese sog. „Energiewende“ gerade ohne die großen, bösen Energiekonzerne stattfindet. Bürgernah und dezentral sind ja da die Nebelbomben-Schlagwörter aus der EE-Prpaganda-Abteilung. Und nun haben die Großen also die Energiewende verschlafen. Naja…
    Manche regen sich ja sogar schon auf, dass die Off-Shore- Windparks ja wieder mal nur von den großen Konzernen gebaut werden.
    Oh Mann, wie kommt man nur klar als EE-Fan mit diesen ganzen wirren Widersprüchen und Selbstlügen im Kopf?

  100. #28: besso keks

    Nein. Schön hier bleiben. Wir brauchen auch (!) Sie, hier.

    Fahren Sie meinetwegen weg. Reisen Sie soviel Sie wünschen, und wohin Sie begehren, aber (!) wiederkehren.

    Dieses ecklige grüne Monster kriegen wir nur durch beständigen und hartnäckigen Kampf weg.

    Wir müssen lernen zu kämpfen.

    Fair und klüger und weiser und angenehmer und […] als unsere Gegner sind wir doch schon längst.

    Unsere Gegner sind nackig. Weder verstehen die was von den Grundlagen der Wissenschaft noch von Forschung. Noch vom klugen Regieren.

    Diese Absicht hegen die auch nicht, denn dann müssten die ja bekennen: Ihr habt recht gehabt.

    Bei Schuldzuweisungen reagiert diese durch jahrelange Indoktrination hochgezüchtete Spezies sehr reaktionär.

    Unser aller Gegner ist bar jeder Vernunft, deswegen phantasieren die soviel herum.
    Wir müssen unseren Gegner genauer studieren, denn die haben sehr viele Schwachpunkte.

    Dem Gegner ist die Vernunft doch völlig egal. Armut hasst er allerdings. Die Esoterik-Verliebeten wissen nicht was Armut bedeutet. Sie haben sie nie kennenlernen brauchen.

    Es wird noch viel, sehr viel zu Lachen geben.

    Es würde viel zu Lachen geben, […]
    Wenn die Folgen nicht so bitter wären, für viele Unbeteiligte.

    Energiearmut.

    Dieses momentane, von nicht vielen geleitete, EU-Europa, ist zu einem reitenden Irren verkommen (Vgl. Otto Waalkes ;).

    An der Weggabelung, zur Energiewende, haben die das Schild: Weg zur Verarmung übersehen.

    RWE ist leider kein Zufall. Es war vorauszusehen. Arme Investoren.

    RWE hat doch auch kompetente Menschen in ihren Reihen. Die müssen.

    Der Vorstand gehört aber nicht wirklich dazu? Irre ich mich.

    Also, wenn man mich liesse, ich würde alle Probleme bei RWE in kurzer Zeit lösen. Ich bräuchte einen Tag oder zwei, eine harte Hand, und der Konzern wäre auf einem richtigen Weg. Der grünen Merkel und allen grünen Monstern würde ich das Fürchten lehren.

    Es ist auch eine Frage von aufrichtiger Kommunikation untereinander.

  101. Gerhard Pesch sagt:
    Heute war Hauptversammlung des RWE, ein Desaster, zum ersten Mal seit 70 Jahren ein negatives Betriebsergebnis, die kommunalen Aktionäre stehen vor leeren Kassen. Essen z.B. muss auf 19 Mio € Dividende verzichten! Und wie wird das von den Medien kolportiert? Der Schuldige, die irrsinnige „Energiewende“, wird mit keinem einzigen Wort erwähnt. Die „Tagesschau“ schaffte es einen Beitrag über die desaströse Hauptversammlung zu bringen, ohne das Wort „Energiewende“ auch nur zu erwähnen!!

    @Gerhard Pesch.
    Haben Sie den Begriff Energiewende in der Rede des RWE Chefs gehört ???
    Warum sollen es dann die Medien tun.
    Der RWE Chef wird wissen warum er die Energiewende nicht in den Vordergrund gestellt hat.
    Möglicherweise wäre er dann mit der Frage konfrontiert worden, warum er die Zeit verschlafen hat, die er jetzt mit den angekündigten „dezentralen“ Maßnahmen nachholen will.

    MfG

  102. #29 Beklebelsberg,

    „Dumme Deutsche, weiter so im Schweinsgalopp, irgendwo kommt man schließlich immer an!“

    Sie beschreiben damit eine insgesamt unerquickliche Situation. Ich hoffe, Sie wollten nicht das ganze deutsche Volk beleidigen. Das wäre nämlich eine pauschalisierende Unverschämtheit.

    Für wen arbeiten Sie hier eigentlich?

  103. @Diehl

    So langsam, aber sicher hab ich die Nase voll von Blutsaugern (Parasiten) die sich kostenlos am Wirtstier laben und zum Dank, dieses Wirtstier auch noch in aller Welt mies machen.

    Die Energiewende läuft wie lange?…..10….15 Jahre….und ihr EE-Freaks habt bis heute kein einzigen, nennenswerten Speicher gebaut….ihr habt bis Dato keine einzige Hochspannungsleitung gezogen, nööö……dafür sind die blöden Monopolisten ja noch gut genug.
    Versicherung für Solaranlagen……heeeeh, wie versichert man eigentlich ein halbes Kraftwerk?
    Euer Solarschrott ist nämlich nix wert…..weil der nämlich nur dann Strom macht, wenn mal die Sonne lacht….und ohne uns Wirtstieridioten könntet ihr nicht eine einzige kWh einspeisen, denn ihr seid auf unser Stromnetz und die Ausgleichskraftwerke angewiesen, wie eine Zecke auf den Hund, den ihr dann auch noch mit diverse Krankheiten infiziert.
    Nun noch mal ganz deutlich für Sie……die Energiewende hat noch nicht einmal begonnen…..einzig die 20 Jahre Rendite auf ein Produkt, das wir zwangsweise abnehmen MÜSSEN, ermöglicht es den EE-Filzläusen sich über das schöne Deutschland her zu machen wie eine Seuche.
    Und bitte….kommt jetzt nicht mit Effizienz….oder wie nennt ihr das, wenn ihr Windmühlen an windschwache Standorte pappt und dafür eine noch höhere Einspeisegebühr fordert?

    Und wenn es bei euch gerade hoch in Mode ist, mit den hämischen Finger auf die Stromkonzerne zu zeigen, darf ich euch hiermit mitteilen, das es inzwischen auch schon den KWK-Anlagen der Stadtwerke finanziell an den Kragen geht, denn wir müssen immer dann und immer öfters abschalten, wenn euer Zufalls-Sinnlosstrom wieder mal besonders doll das Netz überlastet und das OHNE finanziellen Ausgleich.

    Einen Trost hab ich aber trotzdem, denn jedes Windrad das heute gebaut wird, sägt am Ast derjenigen, die sich mit den EE-Dummfug gedacht haben, auf immer und ewig die fette Rendite einstreichen zu können.
    Es wird der Tag kommen, da ist die garantierte Abnahme der Zufallsströmlinge ersatzlos gestrichen, da könnt ihr dann sehen, wie ihr euch gegenseitig am Markt an die Gurgel geht…..und wie euch eine Insolvenz nach der anderen aus der Bahn schubst….denn die Banken werden sich ihr Geld unter Garantie zurückholen und ihr werden blöd aus der Wäsche gucken.

    Sorry, liebes EIKE-Team……ein Stück weit Dummheit kann ich ja noch ertragen, zumal ja unsere Systemmedien das auch noch massiv unterstützen……aber wenn hier EE-Lobbyisten oder ihre Handlanger anfangen mit Halbwahrheiten oder gar Lügen rumzupransen, dann kommt mir einfach nur noch der Frühstückskaffee der letzten 3 Wochen hoch.

    PS….wie war das nochmal?……die Energiewende sollte das Weltklima retten, na prima, eine Lüge wäre hiermit schon mal aufgedeckt.

    H.E.

  104. Heute war Hauptversammlung des RWE, ein Desaster, zum ersten Mal seit 70 Jahren ein negatives Betriebsergebnis, die kommunalen Aktionäre stehen vor leeren Kassen. Essen z.B. muss auf 19 Mio € Dividende verzichten! Und wie wird das von den Medien kolportiert? Der Schuldige, die irrsinnige „Energiewende“, wird mit keinem einzigen Wort erwähnt. Die „Tagesschau“ schaffte es einen Beitrag über die desaströse Hauptversammlung zu bringen, ohne das Wort „Energiewende“ auch nur zu erwähnen!! Ansonsten posaunen die grünen Meinungsmacher ihre „Energiewende-Propaganda“ aus allen Rohren, nur bei dem Thema plötzlich dröhnendes Schweigen! Einfach nur erbärmlich was die GEZ gemästeten Öko-Propagandisten da veranstalten….

  105. Neues aus Absurdistan:

    http://tinyurl.com/kalter-kaffe

    „Existierende Modelle, die automatisch abschalten, kosten kaum so viel wie der Warmhaltestrom eines Jahres“, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Aribert Peters. „Wir bekommen die Energiewende nicht hin, ohne Strom zu sparen.“
    Da ist es wieder das Böse sparen, obwohl wir schon jetzt Überkapazitäten von ach so billigem EE Strom haben. Ich frage mich echt, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die einerseits behaupten das EE Strom konkurrenzlos günstig sein wird, gleichzeitig aber behaupten das man trotz diesem günstigen Strom sparsamer mit selbigen umgehen muss.

    Und hier noch ein ganz besonderes Exemplar des günstigen Stroms:

    http://tinyurl.com/in-die-wueste

    „Dennoch glaubt Expertin Kemfert grundsätzlich an die Zukunftschancen für erneuerbare Energien in der Region.“

    Der gute alte Glauben, einfach nicht tot zu kriegen 😉

  106. Ich weiß nicht warum hier immer alle nur rummotzen. Die Bundesrepublik baut euch doch jetzt ein Ersatzkraftwerk für die Grundlastversorgung in Süddeutschland, die tun doch was für , ihr könnt dann auch im Winter euer Brötchen toasten. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, super!

    Kaum zu fassen, jemand hat bemerkt dass in 3 Jahren nicht nur eines sondern 2 große Kernkraftwerke in Süddeutschland stillgelegt sind. Jetzt muss also ganz schnell ein großer stinkiger Kohlenofen her. Ich kann nur hoffen dass die Aufträge an die Firmen schon erteilt sind und bereits gebaut wird, sonst wird das terminlich nix mehr. Allerdings habe ich nicht einmal davon gehört dass diesbezüglich Ausschreibungen gelaufen wären. CO2, war da mal was? Liebe deutsche wolltet ihr nicht der Welt zeigen wie es geht, dass man nur den Bauch in die Sonne legen muss und alles wird gut?

    Bei der Energiewende Deutschlands dürfte es sich um das größte Infrastrukturprojekt der Welt handeln. Tatsächlich entwickelte es sich zum größten Infrastrukturdesaster, nach dem Motto: machen wir es lieber planlos, weil es mit Plan ja sowieso auch ins Chaos führt.

    Kleiner Tipp an die Verantwortlichen in eurer Netzagentur: es gibt da ein Schriftstück wann das letzte KKW abgeschaltet werden soll, schaut da mal rein und bestellen Sie rechtzeitig beim Lieferanten Ihres Vertrauens. Falls sie nicht wissen was Sie bestellen sollen kriegen Sie es in diesem Forum sicher erklärt.

    Dumme Deutsche, weiter so im Schweinsgalopp, irgendwo kommt man schließlich immer an!

  107. #18 u. #22: S. Schröder sagt:
    „Ich habe noch mal nachgerechnet..“

    Hallo Herr Schröder,

    wir sind ja in der Sache einig, ich glaube nur daß alles noch viel ärger ist:
    Herbst 2012: 6 Wochen Hochnebel über GANZ Blödland.
    Nur in der 3/4 Woche gabs ein laues Lüftchen.
    Wenn nun die bayr. KKW’s abgeschaltet und der Bedarf durch Windkraft gedeckt werden soll, müssen 5,3 GW Leistung bei Windstille wenigstens mal 30 Tage aus Puffern kommen. Die einzig realistische Technologie hierfür sind Speicherkraftwerke.
    Eines davon ist im Südosten von München bei Weyarn, die Loisachwerke:
    oben ein See mit 6 Mio m³, unten betonierte Auffangbecken mit 2 Mio m³.
    Speicherkapazität: 1,1 GWh.
    Um nun die Versorgung bei 30 Tagen Windstille ohne KKW’s mit Speicherkraftwerken sicherzustellen,
    bräuchte man 3600 Loisachwerke.
    In Bayern, nur für Bayern!

    Was übrigens bei den ganzen Betrachtungen auch gerne „vergessen“ wird ist die Tatsache, daß die Windquirle in der Zeit wo Wind geht nicht nur die Stromversorgung, sondern auch die Wiederbefüllung der Speicherkraftwerke sicherstellen müssen.
    Bei den 1600 „Volllaststunden“ (von 8760 h/a) werden wir vor lauter Windquirlen in Blödland wahrscheinlich gar nicht mehr aus der Haustüre kommen können.

    Nix wie weg hier…

    MfG

  108. Dirk Weißenborn sagt:
    1. Mir ist nicht klar, wie das zu verstehen ist. Werden Ihnen die 0,7 Cent von der Einspeisevergütung abgezogen?

    @Herr Weißenborn
    Es geht um die Kosten von einer Kwh Solarstrom gegenüber einer Kwh atomaren Stroms, bezogen – ausschließlich – auf den Anteil Haftpflichversicherung der darin enthalten ist.

    Da haben Sie ja mit dem Folgenden die Antwort gegeben.

    Zitat:
    Sicher haben Sie recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass die eigentlichen Haftpflichtversicherungen wahrscheinlich nicht für 10 cent/Kwh versichern.

    MfG

  109. Wir haben es doch in den Medien gehört und gelesen: Die Mehrheit (70%?) der Deutschen will eine noch schnellere Durchführung des EEG! Was regen wir uns auf, die Mehrheit will es doch so und die muss es doch wissen.
    Aber das ist das Problem, niemand klärt die Menschen auf. Die hören, das ist deutsche Wirklichkeit, auf die Obrigkeit und das was sie in den Medien lesen oder sehen. Die Medien sind der Angelpunkt, sie machen die Meinungen und die Medien sind grün (und rot).

  110. #19 Hans Diehl,

    Hallo Herr Diehl,

    meinen Dank für Ihre Antwort und auch dafür, dass Sie auf die Erwähnung der Kosten für die Endlagerung verzichtet haben. Denn das wäre unredlich und darüber hinaus auch schlichtweg falsch gewesen.

    Bevor ich nun auf eine Quelle zum Thema „Atomhaftung“ verweise, habe ich noch einige Fragen zur von ihnen erwähnten Haftung beim Erzeugen von Solarstrom.

    Sie schreiben:

    „Meine Kwh Solarstrom beinhaltet einen Anteil für die Haftpflichtversicherung von 0,7 Cent.“

    1. Mir ist nicht klar, wie das zu verstehen ist. Werden Ihnen die 0,7 Cent von der Einspeisevergütung abgezogen?

    2. Können Sie einige Angaben zum Haftungsumfang machen? Gibt es Umstände, bei denen ein Schadenersatz durch den Versicherer ausgeschlossen ist (abgesehen von Vorsatz ihrerseits)?

    3. Handelt es sich um eine gesetzliche Pflichtversicherung oder besteht die Pflicht zur Versicherung der Solaranlage aufgrund anderweitiger Vereinbarungen bzw. Regelungen?

    4. Greift der Terminus „Gefährdungshaftung“ in Ihrem Fall auch?

    Damit wären wir bei der Erzeugung von elektrischem Strom in kerntechnischen Anlagen. Da gilt nach Atomgesetz ganz klar die Gefährdungshaftung.

    In diesem Bereich wird auch ansonsten anders als in ihrem Fall mit der Solaranlage verfahren. Sicher haben Sie recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass die eigentlichen Haftpflichtversicherungen wahrscheinlich nicht für 10 cent/Kwh versichern.

    Es gilt aber über die 256 Millionen Euro Deckungssumme (Versicherung) hinaus eindeutig die unbegrenzte Haftung des Betreibers bzw. Eigentümers der kerntechnischen Anlage. Das bedeutet ganz klar, dass im Fall eines GAU’s das gesamte Kapital des Betreibers für die Beseitigung der Schäden aufgewendet werden kann – soweit das möglich ist, füge ich hinzu.

    Eine offene Frage ist natürlich: Was passiert, wenn die finanziellen Mittel des Betreibers nicht ausreichen sollten?

    Zugegeben, dieser Fall kommt nicht oft vor, jedoch ist er auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

    Googeln Sie einfach mal den Begriff Atomhaftung! Da geraten Sie sehr schnell auf eine Unterseite von „Kernenergie.de“. Wahrscheinlich stufen Sie das als Lobbyistenkram ein. Ok, aber Lobbyisten gibt es für alles. Es gibt ja auch Lobbyistenverbände der „Regenerativen“.

    Ich lehne übrigens gerade die Solarenergieerzeugung nicht in Bausch und Bogen ab, möchte jedoch, dass diese nur auf marktwirtschaftlicher Basis durchgeführt wird – ohne jegliche „Förderung“ (Subvention).

    Immerhin bringt die Solarstromstromerzeugung keine Rotmilane und Fledermäuse um, wie es die Windstromerzeugung schon im Normalbetrieb tut.

    Und der vom Gesetzgeber verordnete „Atomausstieg“, den ich gar nicht so sehr betrauere, wird evtl. in einigen Jahrzehnten den Weg für eine Stromerzeugung aus Thorium-Flüssigsalzreaktoren freimachen. Bei denen ist das „Risiko“ zu vernachlässigen, vor allem weil wesentlich weniger aktiver Regelungsbedarf der kerntechnischen Prozesse besteht.

    mit freundlichen Grüssen

    Dirk Weißenborn

  111. #16 S.Bernd,

    ja, werter Herr Bernd, da kommen wir wohl vom hundertsten ins tausendste. Nicht nur die Verdienstausfälle der Castor-Demonstranten, die Materialbeschaffung und mehr, sondern auch die Kosten der Polizeieinsätze müssten den Betreibern der KKW in Rechnung gestellt werden, oder?

    Die sind doch schuld, dass demonstriert und blockiert wird…

    Sofern in Zukunft vermehrt gegen Windparks und Stromtrassen demonstriert und blockiert wird, müsste der gleiche gedankliche Ansatz auch für die Betreiber dieser Anlagen gelten.

    mit freundlichen Grüssen

    Dirk Weißenborn

  112. @10 Besso Keks

    Hallo Herr Keks,

    Ich habe noch mal nachgerechnet, meine Berechnungen beruhten auf Tagesmittelwerten der Netzbetreiber. So darf man natürlich nicht rechnen.
    Man muss schon auf Basis von Viertelstundenwerten rechnen. Dann ergibt sich ein erheblich größerer Speicher, von 12 TW*h (11% Verlust bei der Speicherung und 11% Verlust bei der Rückverstromung). Auch muß man eine Reserve einplanen wenn die Pumpspeicher nicht bis auf den Gulli leerlaufen sollen.
    Ob das für zukünftige Jahre ausreicht ist zweifelhaft. Wir stehen ja auch erst am Anfang der Energiewende.

    MfG,
    S. Schröder

  113. Lieber Hr. Dr. Gneveckow

    Vielen Dank für diesen ausgezeichneten und mit vielen wertvollen Quellenangaben versehenen Artikel. Ich habe diesen in mein Archiv übernommen und hoffe, davon guten Gebrauch machen zu können.

    Ich möchte hier lediglich einen einzigen Hinweis geben, weil es m.E. auch für Ihre künftigen Aktivitäten von Belang ist, dass Sie technische Gegebenheiten der Energiewirtschaft richtig einschätzen können. Sie sind der leider weit verbreiteten Falschinformation aufgesessen, dass Gas- und Dampfkraftwerke (GUD) das Netz im Störungsfall stabilisieren können. Das stimmt jedoch nur zu einem sehr geringen Teil, diese Anlagen sind keine wirklichen Sprinter und brauchen mindestens 10-15 Minuten Anlaufzeit, und bis zum Erreichen ihrer vollen Leistung vergeht zwischen einer halben und einer vollen Stunde. Lediglich reine Gasturbinen sind imstande, innerhalb von ca. 5 Minuten auf volle Leistung zu kommen.

    Bei dem entscheidenden Fall einer Störung z.B. durch Leitungs- oder Kraftwerksausfall können nur bereits im Leistungsbetrieb befindliche Kohle- oder Kernkraftwerke innerhalb weniger Sekunden die Leistung bereitstellen, die benötigt wird, um einen Blackout zu verhindern.

    Ich gebe Ihnen diesen Hinweis vor allem deshalb, weil Sie für mich zu den wenigen vernünftigen Stimmen innerhalb der etablierten politischen Parteien gehören und ich hoffe, dass Sie in den kommenden schweren Zeiten innerhalb der politischen Strukturen zumindest ein wenig Einfluss in die richtige Richtung werden ausüben können. Da ist eine klare Vorstellung davon, was mit welchem technischen Instrumentarium erreicht werden kann und was eben auch nicht, von erheblicher Bedeutung.

    Ich hoffe, bald erneut weitere solche Beiträge von Ihnen lesen zu dürfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fred F. Mueller

  114. #12: Hallo Herr Ulrich Walter,
    Honeckers Rache arbeitet aber jetzt für die Banken.
    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie z.Zt. von Goldmann Sachs persönlich zum Durchhalten nach Griechenland geschickt wurde.
    Wieder einmal wie schon seit etwa 5 Jahren ist die Talsole dort „ganz sicher“ (bald) erreicht.
    Jedenfalls sind die (nicht griechischen) Banken gesichert. Das Geld kommt ja zur Not aus Deutschland 🙂

    mfG

  115. Dirk Weißenborn sagt:
    Welche Kosten der „atomaren kwh“ sind denn noch nicht betriebswirtschaftlich berücksichtigt?

    @Dirk Weißenborn
    Meine Kwh Solarstrom beinhaltet einen Anteil für die Haftpflichtversicherung von 0,7 Cent.
    Kennen Sie eine Versicherung die bereit ist eine Kwh Atomstrom für 10 Cent zu versichern ???
    Mir ist bisher keine bekannt, lasse mich aber gerne aufklären.

  116. @10 Besso Keks

    Hallo Herr Keks,

    basierend auf den Viertelstundenwerten der Netzbetreiber des Jahres 2013 würden 8,35 TW*h „Energiespeicher“ ausreichen. Ich habe mit 11 % Verlusten bei der „Speicherung“ und 11% Verlusten bei der Rückverstromung gerechnet. Leider kann ich an meine Kommentare bei EIKE keine Grafiken zur Veranschaulichung anhängen.

    Meine Berechnungen beruhen i.Ü. auf einer Software, die ich z.Z entwickele – ständig weiterentwickele – und die in der Lage ist – basierend auf realen Viertelstundenwerten der Netzbetreiber eines Jahres so ziemlich jede denkbare zukünftige „Energiesituation“ Deutschlands durchzuspielen , inklusive der ökonomischen Folgen ($$$), mit – oder ohne Einbeziehung von Inflationsraten. Da kann ich einzelne Netzbetreiber abschalten und anschalten, installierte Leistungen von Wind+Sonne faktorisieren und die Energiedichte von zukünftigen „Fantasie-Akkus“ berücksichtigen.

    Selbstverständlich ist es möglich, das der Wind im Jahr 2014 anders bläst, – als im Jahr 2013 –
    auf dem meine Berechnungen beruhen. – Auch die Sonne wird im Jahr 2014 anders scheinen, als im Jahr 2013. Die Wahrscheinlichkeit für diese beiden Annahmen beträgt 99,9999%.
    Dann stimmen natürlich meine Berechnungen nicht mehr. Es kann sein, dass mein „Energiespeicher“ unter Einbeziehung zukünftiger Jahre ab 2013 entweder zu groß ist, oder zu klein ist. Wenn wir weiterhin Windmühlen bauen und Solardächer errichten, ist mein „Speicher“ mit Sicherheit zu klein oder zu groß.

    An das Jahr 2050, wenn die „Energiewende“ mit 80% Anteil von „regenerativen“ an der Produktion von elekrischer Energie endlich verwirklicht ist, mag ich heute nachmittag gar nicht mehr denken. Meine Software spuckt mir selbst mit „25% Energieeinsparung“ gegenüber dem Jahr 2008 und unter Berücksichtigung von physikalischer Weiterentwicklung von „Akkutechnologie“ sowie gentechnologischer Entwicklung eines „Supermaises“ astronomisch hohe Kosten für „Speicher“, benötigte „Ackerfläche“ für Biogas, und Verlust von Industriearbeitsplätzen aus.

    Die heutige Politik, die diese „Energiewende“ befürwortet, müssen unsere Kinder irgendwie und irgendwann einmal ausbaden.

    Entschuldigung für diesen wieder sehr langen Kommentar, liebe EIKE Administratoren, aber es ging nicht kürzer, ich musste mich hier mal richtig ausheulen.

    MfG.
    S. Schröder

  117. Das Stromeinspeisungsgesetz vom 1. Januar 1991 mag das erste Einspeise- und Vergütungssystem zugunsten regenerativen Stroms gewesen sein.

    Die staatliche Subventionierung erneuerbarer Energie gab es aber schon mit der „Verordnung über die steuerliche Begünstigung von Wasserkraftwerken“ vom 26. Oktober 1944. (Reichsgesetzblatt 1944 Teil I, S. 278) [ http://tinyurl.com/wasserkraftsteuerverordnung ]. Verantwortlich war der damalige Reichsfinanzminister Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, unterzeichnet wurde die Verordnung vom Staatssekretär Fritz Reinhardt.

    Diese beiden Freunde der erneuerbaren Energie wurden nach 1945 wegen ihrer Beteiligung am Holocaust – insbesondere der Plünderung jüdischer Vermögen – zu 10 Jahren Haft bzw. vier Jahren Arbeitslager verurteilt. Die Verordnung über die steuerliche Begünstigung von Wasserkraftwerken blieb aber weiterhin in Kraft.

  118. # 14, Werter Herr Weißenborn
    Die Verdienstausfälle der Anti Castor Demonstranten, die jene bei ihrer wichtigen Aufgabe in Kauf nehmen, die bleiben bei der Berechnung der Atomstrom Aufwendungen bisher unberücksichtigt-
    Hinzu kommt die Beschaffung von Werkzeugen und Hilfsmittel (Ketten) um den Transport der Behälter zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Auch das ist, dem Verursacherprinzip folgend, den KKW Betreibern anzurechnen
    Ironie Ende
    Die ganze Anti-Atom Berechnungen basieren auf dem „was ist, wenn“- Prinzip. (Nein, nicht dem- was wäre, falls- ) Da wird der schlimmste anzunehmende Unglückseintritt als so sicher kommend, wie das Amen in der Kirche, angenommen. Ich, als junge Erde Vertreter, bezweifle die Viel hundert Tausend Jahre andauernde Radioaktivität, oder das so lange gefährlich bleiben der ausgebrannten und entsorgten Brennstäbe! Aber, zweifeln heißt vermuten und nicht Wissen!

  119. #2: Hans Diehl sagt:
    am Freitag, 11.04.2014, 14:17
    Ich betreibe seit 1992 auf meinem EFH eine kleine Photovoltaikanlage, und verfolge seit dem hobbymäßig die Stromszene, ganz bonders die Erneuerbaren, und ihre Kritiker.
    Antwort:
    „Hobbymäßig“ trifft es ganz gut, denn die „Energiewende“ wird von Leuten voran getrieben, die in Sachen Stromwirtschaft bestenfalls „hobbymäßig“ dabei sind, sich aber berufen fühlen den Fachleuten vorzurechnen wie das so geht mit „100% EE ist möglich“. Wenn es dann absehbar zum black-out kommt, haben die Ingenieure versagt, die Protagonisten der „Energiewende“ sind ja nur für die „guten Ideen“ zuständig. Deutschland wird grün!!

  120. #7 Hans Diehl,

    Hallo Herr Diehl,

    Sie schreiben:

    „Nicht teurer als eine Atomare unter Berücksichtigung aller Kosten.“

    Welche Kosten der „atomaren kwh“ sind denn noch nicht betriebswirtschaftlich berücksichtigt?

    mfG

    Dirk Weißenborn

  121. #7: Hans Diehl sagt:
    am Samstag, 12.04.2014, 07:59

    A. Bauer sagt:
    Wie teuer ist eine solare Kilowattstunde bei Nacht

    @ A. Bauer
    Nicht teurer als eine Atomare unter Berücksichtigung aller Kosten.
    ——————
    Hallo, Grüner
    dann listen Sie die Kosten doch mal auf!!
    (ich freue mich schon auf die der Endlagerung des Atommülls!!)

  122. @ #7

    „@ A. Bauer
    Nicht teurer als eine Atomare unter Berücksichtigung aller Kosten.“

    Wie wäre es mal mit vorrechnen, Herr Diehl?

    M.W. können Forentrolle das ausnahmslos nicht.

  123. #8: S. Schröder sagt:
    „Den optimalen Speicher für diese fiktive Situation habe ich mit 6,25 TW*h (ohne Verluste) und 8,35 TW*h mit Prozess-Verlusten bei Speicherung und Rückverstromung über das Jahr gemittelt. (basierend auf Viertelstundenwerten der Netzbetreiber 2013)“

    Hallo Herr Schröder,
    das wären etwa 10 Tage?
    Reicht das, wenn man die Verhältnisse im Herbst
    (stabile Hochdrucklage, kein Wind, Hochnebel, z.B. Herbst 2012) berücksichtigt?

    MfG

  124. Es ist auch nicht so, als ob die Mehrzahl der Windjunker und Sonnendachhalter die großen Gewinner der Energie-Wende wären, obwohl sie mit kartellartigen Privilegien, unabhängig vom Strombedarf, zwei Jahrzehnte lang hohe Vergütungen für unzuverlässigen Wetterstrom erhalten, sie sind und verursachen auch noch alle schwerwiegenden technischen und wirtschaftlichen Probleme.

    http://tinyurl.com/o4acngj

    Die Lokalpolitiker die auf die Gewerbesteuer der Ökoanlagen vor Ort scharf sind und mit der Stromverteurungs-Lobby an der Beschleunigung der Strompreisentwicklung nach Kräften mitwirken, handeln so unverantwortlich wie die ganze politische Lobbyclique.
    Seit dem Einsatz der Dampfmaschinen ist klar, nur mit Öko kann keine funktionierende Stromversorgung zuverlässig geregelt werden.
    Der aktuelle Anteil der Erneuerbaren von etwas über 23 % hat den Strompreis bereits verdoppelt und gleichzeitig die zuverlässigen Kraftwerke ruiniert.
    Echte Vollidioten wollen nun aber schnell noch mehr Schaden durch weiteren Ausbau anrichten, statt den ganzen Quatsch sofort zu stoppen. Weltweit gibt es kein Beispiel für eine solche idiotische Energie-Gesetzgebung, bei der nur Verlierer übrigbleiben werden.
    Es zeigt sich jetzt alles Unsinnige, wovor Realisten stets gewarnt haben aber der Zug der Idioten scheint nicht aufzuhalten zu sein.
    Wir haben offensichtlich Geisterfahrer in führenden politischen Funktionen, Personen die munter hohe Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung verursachen.

  125. @5: A. Bauer
    Hallo,

    obwohl ich die Ironie in Ihrem Beitrag durchaus verstanden habe, muss ich das doch noch mal alles durchrechnen, sonst versteht es der Ingenieur nicht.

    596 TW*h Jahresenergieverbrauch an elektrischer Energie in Deutschland im Jahr 2013. 30 % davon, sagen Sie werden jetzt durch „regenerative“ gedeckt. 30% Grundlast wird abgeschaltet. Also:
    Grundlast deckt 70%: 417,5 TW*h
    „regenerative“ decken 30%: 178,5 TW*h.

    Nehmen wir weiterhin an, 30% der „regenerativen“ würden aus Biomasse erzeugt werden. Also 53,6 TW*h oder eine Leistung von 6,12 GW aus „bestem Energiemais“. Dazu wären ca. 1,5 Millionen Hektar an Ackerfläche erforderlich. Dies entspricht 12,6% der Ackerfläche Deutschlands. Bleibt also noch genug Acker für Möhren, Salate und Schafe übrig… Funktioniert!

    Es sind jetzt ca. 125 TW*h an Energie oder 14,3 GW Leistung übrig, die von Wind+Photovoltaik erbracht werden müssten. Wind+Photovoltaik haben im Jahresmittel 2013 eine durchschnittliche Leistung von 9,1 GW erzeugt. Also die installierte Leistung aus Wind+Photovoltaik des Jahres 2013 mit 1.58 multipliziert, dann hat man die 14,3 GW durchschnittliche Leistung, die man jetzt braucht.

    Nun kommt es aber schon mal vor, dass der Wind nicht so bläst wie er blasen soll und die Sonne nicht so scheint, wie sie scheinen soll. Mal passiert es, dass Wind und Sonne Leistungsspitzen von über 50 GW ins Stromnetz pusten, es kann aber auch mal sein, dass sie weniger als 1 GW an Leistung erzeugen, vornehmlich nachts, wenn der Wind nicht bläst und die Sonne schläft.

    Um die durchschnittliche erzeugte Leistung von Wind+Sonne zur gesicherten Leistung zu machen, braucht man „Energiespeicher.“ Hat man zu wenig „Speicherkapazität“, muss man, – da sie ja 30% Grundlast abgeschaltet haben, die jetzt nicht mehr zur Verfügung steht –
    entweder bösen Atomstrom im Ausland einkaufen – oder die Verbraucher abschalten – sonst gibt es Stromausfall.
    Produzieren Wind+Sonne zuviel Leistung – und der Speicher ist voll – muss man ins Ausland verkaufen, die restliche Grundlast herunterfahren oder Windmühlen abschalten, sonst gibt es Stromausfall.

    Den optimalen Speicher für diese fiktive Situation habe ich mit 6,25 TW*h (ohne Verluste) und 8,35 TW*h mit Prozess-Verlusten bei Speicherung und Rückverstromung über das Jahr gemittelt. (basierend auf Viertelstundenwerten der Netzbetreiber 2013)

    Nun, 8,35 TW*h, das entspricht 976 mal dem Pumpspeicher „Goldisthal“. Die Oberbecken dieser Pumpspeicher müssten mit 11,7 Milliarden m^3 Wasser aufgefüllt werden, damit die Sache funktioniert. Würde man den Oberlauf des Rheins an der Mündung umleiten, um die Pumpspeicher zu füllen, wäre der Rhein damit 59 Tage beschäftigt. (Verdunstung nicht eingerechnet)

    Speicher mit BWM i3 Akkus wären auch möglich.
    Ich komme auf 420 Millionen Akkus bei einem geschätzten Preis von 1,5 Billionen €. Die Akkus würden zusammen 54 Millionen Tonnen wiegen. Zum Transport wären 941217 Güterzugwaggons erforderlich und der Zug hätte eine Länge von 21522 km.

    Der so erzeugte Strom würde weit über 1€ pro kW*h kosten.

    Nicht das ich vor hätte, hier bei EIKE die deutsche „Energiewende“ schlecht zu reden, schließlich soll man keine Ideologie ins Wanken bringen, die der Menschheit so dienlich ist. Deshalb möchte ich, dass meine Frau, mein Frisör und mein Zahnarzt an die Realisierung unserer Energiewende glauben, denn ich bilde mir ein, das dann auf der Welt weniger Kohlestrom und Strom aus Kernkraftwerken produziert wird

    MfG,
    S. Schröder

  126. zu #2

    Da glaubt doch tatsächlich jemand, daß Politikergeschwätz in irgendeiner Weise werthaltig ist.

    „Zur Erinnerung: Frau Merkel hat einmal gesagt, …“

    Fast genauso gut wie der hier: „Was schert mich mein Geschwätz von gestern.“

  127. @#2: Angenommen die Erneuerbaren erreichen gemäß staatlicher Statistik die 30% Anteil. Kann man dann nicht 30% der konventionellen Kraftwerke abschalten? Wie teuer ist eine solare Kilowattstunde bei Nacht? Wenn Erneuerbarer Strom bereits billiger ist als konventioneller, kann man dann nicht einfach den Kaufzwang komplett beenden? (Ironie Ende)

  128. #2 Hans Diehl
    >>Frau Merkel hat einmal gesagt … =4% nachweisen ? Im Moment geistern Ihre ‚Leichentuchweber‘ bei ca. 3% herum. Alles andere ist Nennleistungs – oder Durchschnittsaugenwischerei. Der Minwert, Herr Diehl, der Minwert trennt die Spreu vom Weizen.

    MfG
    J.O. Svartisen

  129. Ich betreibe seit 1992 auf meinem EFH eine kleine Photovoltaikanlage, und verfolge seit dem hobbymäßig die Stromszene, ganz bonders die Erneuerbaren, und ihre Kritiker.
    Zur Erinnerung: Frau Merkel hat einmal gesagt, mehr als 4% würden Sonne und Wind zur deutschen Stromerzeugung niemals beitragen. Wahrscheinlich in den Mund gelegt von ihren einschlägigen Beratern. Heute versucht man mit allen möglichen Tricks die 30% Marke so lange wie möglich hinauszuschieben.
    Vom Autor dieses Artikel hätte ich gerne gewusst, ob ihm die Namen der Solarunternehmen noch einfallen, die beim Vergolden dieser schwarz,rot grünen Erfindung migewirkt haben.

    Wer die Meinung des vom Autoren hervorgehobenen Herrn Frondel vom RWI bezahlt, mussten die Leute vom ARD Magazin „Monitor“ dem Herrn Frondel selbst erst mal erklären, wie man auf dem folgenden Video, ab Minute 6 sehen und hören kann.
    http://tinyurl.com/pptyzqx

  130. bei ideologisch verblendeten AGW-Grössenwahnsinnigen, die auch noch sämtlich in dieser EEG-Planwirtschaft investiert sind/ihre Aktien darin haben, an den gesunden Menschenverstand zu appellieren, scheint mir sinnlos…

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