IPCC Grosstreffen in Berlin – und keiner merkt es

IPCC WG III Wissenschaftler treffen sich in Berlin

Geht es jetzt dem Weltklimarat IPCC mit seinen Großveranstaltungen wie EIKE mit seinen Kleinveranstaltungen? Niemand hält es für nötig darüber zu berichten! Willkommen im Club! Denn vom 5. auf den 6. und dann vom 7. auf den 11. April findet im Berliner Kongress Estrel Hotel erst das „AR5 Pre-Plenary CLA Meeting, Berlin, Germany und dann die 12th Session der WG III (approval and acceptance of WGIII AR5), Berlin, Germany statt. So die offzielle Verlautbarung des IPCC http://www.ipcc-wg3.de/meetings


Nur bei der  Lobby-Truppe für die "Erneuerbaren" Energien "IWR" findet sich erst heute, am 8.4.14, diese Meldung:

Weltklimarat: 600 Wissenschaftler beraten in Berlin über Schlussteil des IPCC-Berichts

Münster / Berlin – Der Weltklimarat ist in Berlin zusammengekommen, um über den anstehenden dritten Teil des Weltklimaberichts zu beraten. Dieser fünfte Sachstandberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) soll im Oktober 2014 in Kopenhagen vorgestellt werden. Der zweite Berichtsteil wurde Ende März 2014 in Japan veröffentlicht: Demnach wirken die Folgen des weltweiten Klimawandels gravierender als noch vor einigen Jahren angenommen.
Der IPCC-Sachstandsbericht beinhaltet eine Übersicht des aktuellen Wissens zu naturwissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Aspekten des Klimawandels sowie eine wissenschaftliche Bewertung. Ursachen, Folgen und Risiken des Klimawandels sowie Möglichkeiten der Minderung des Klimawandels und der Anpassung daran werden dargestellt. Dabei forscht der IPCC nicht selbst, sondern trägt alle sechs bis sieben Jahre den wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Klimaforschung zusammen.

600 Wissenschaftler aus über 130 Staaten beraten in Berlin

Auf der einwöchigen IPCC-Konferenz in Berlin werden mehr als 600 Teilnehmer aus über 130 Staaten über den dritten und letzten Teilbericht des IPCC über den wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel verabschieden. Themen sind der Klimaschutz und Handlungsmöglichkeiten für die Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad gegenüber vorindustriellem Niveau. Dafür zeigt die Arbeitsgruppe 3, die für den dritten Teil des Berichts verantwortlich zeichnet, politische und technologische Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels auf. Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Paris Ende 2015 betont Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: „Der aktuelle Bericht kommt genau zur richtigen Zeit, um das wissenschaftliche Fundament für die anstehenden Entscheidungen zu liefern.“
Vergangene Woche hatte der Weltklimarat im japanischen Yokohama den zweiten Teilbericht über die Auswirkungen des Klimawandels vorgestellt. Die Arbeitsgruppe 2 des IPCC hatte in ihrem Bericht mit dem Arbeitstitel „Klimawandel 2014: Auswirkungen, Anpassung und Anfälligkeit“ („Climate Change 2014: Impacts, Adaptation, and Vulnerability“) davor gewarnt, dass Länder, Gesellschaften und Unternehmen unvorbereitet mit dem Klimawandel konfrontiert werden.
Oxfam fordert mehr Engagement von der Bundesregierung
Zu Beginn der einwöchigen Konferenz in Berlin forderte der Entwicklungshilfe-Verbund Oxfam mehr Klimaschutz und eine gerechte Lastenverteilung zwischen armen und reichen Ländern. Andernfalls würden die Chancen, die Erderwärmung ausreichend zu begrenzen schwinden. Dies wäre mit gravierenden Folgen für die weltweite Nahrungsmitteproduktion und den Kampf gegen den Hunger verbunden. Kritik übt Oxfam in diesem Zusammenhang an der Bundesregierung. Diese plane, die finanziellen Klima-Hilfen für arme Länder zu kürzen, heißt es. Während die UN-Wissenschaftler nämlich im Estrel Hotel tagen, berät keine zehn Kilometer entfernt der Bundestag über den Haushalt 2014 und damit über die Pläne der Bundesregierung, die Gelder für neue bilaterale Klimaprojekte in Entwicklungsländern um Hunderte Millionen Euro zu kürzen. Jan Kowalzig, Klimaexperte bei Oxfam, ist empört. „Es ist grotesk“, sagt er. „Das ist das Gegenteil dessen, was wir jetzt brauchen. Deutschland muss seine internationalen Zusagen erfüllen.“
Weitere Infos und Meldungen zum Thema:
Weltklimarat: Erderwärmung wirkt schlimmer als erwartet

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9 Kommentare

  1. Wenn man es in der deutschen Umwelt-Energiepolitik wirklich ernst meint, mit diesem „menschengemachten CO2-Klimakiller“, dann wird man sich früher oder später die Frage stellen müssen „Kohle- oder Kernkraftkraft“….
    Es gibt halt nur diese drei Energieträger -Kohle, Gas und Uran- die unsere Wirtschafts- und Wohlstandsleben am Laufen halten….Diese Grüne Ökotruppe ist einfach zu gierig geworden….CO2-Verteufelung, Kernkraft Verteufelung, Erneuerbare Energien Fanatiker, Kohle Verteufelung trift zusehends auf die knallharte wirtschaftliche reale Lebenswelt.
    Entweder nehmen diese Grünen von der Verteufelung des CO2 Abstand oder von der Anti-Kernkraft Ideologie.

  2. #2 richtig, Herr Hartmann,

    hatte mich gestern auch gewundert dass dies Eike entgangen ist. Ist nicht unbedingt überraschend diese Forderung nach Kernkraft, da bereits mehrere Top AGW´ler, wie auch Hanson für die Kernkraft plädiert haben.
    Interessant die Kommentare und der hohe Anteil der KKW Befürworter in der FAZ. (in den TV Nachrichten hab ich allerdings nichts gehört !!) Mit der Eindämmung der Windkraft in Bayern – 10 facher Höhen-Abstand, Landschaftsverschandelung – wird so langsam, so hoffe ich, eine Umkehr eingeläutet. Langsam, bevor man den Bürger schockt.
    Ansonsten wird Deutschland zum Buhmann in der AGW Welt, wenn es weiter an der Produktion von CO2 festhält und Kohlekraftwerke anstelle von Kernkraftwerken installiert. Vor allem die andere Forderung der CO2 Verpressung wird dann für Deutschland zum Bummerang. Wohin dann mit dem ganzen CO2 ? haben wir so viel geeigneten Untergrund ? Das wird eine größere Suchaktion wie nach einem Atomendlager, oder werden dann die erst neu erstellten Kohlekraftwerke wieder abgeschaltet ? Solche Ad-hoc Aktionen lieben wir.
    Übrigens : China setzt auf die Erneuerbaren Energien ??? Ja, kam am 24.3 im Staatssender Deutschlandradio.
    Der chinesische Interviewpartner, der Japan auch Ambitionen bezüglich Atombombenbau vorwarf, sagte aber dass China unter Erneuerbaren Energien auch die Kernkraft verstünde !!! Und deswegen bis 2020 70 GW mit Kernkraft erzeugen will. 28 KKW sind gerade im Bau.
    Die Definition der Erneuerbaren Energien, was man darunter versteht, ist also nicht nur an Wind und Solar gebunden. Andere Länder andere Sitten und Vorstellungen.

    Auch im Spiegel wird hämische Kritik laut, obwohl die Meinung des Autors, bei der Energiewende handle es sich um Technik verliebte Ingenieurs-romantik bei den low-tech Produkten Wind und Solar sehr daneben liegt. (Kommt auch in den Kommentaren stark zum Ausdruck.)
    Australische Regierungsmitglieder lästern über die „kopflose Jagd“ der Deutschen nach alternativen Energien.
    http://tinyurl.com/nmxmbwe

  3. 2 grad ziel hehe, stirbt auch nicht der quatsch… hat herr fischer noch nicht gerechnet? wenn wir bei verdopplung von co2 eine zunahme um 3-5 grad annehmen (was käse ist weil co2 der temp. folgt), aber nur mal angenommen; dann würden also großzügig gerechnet die nächsten 0,04% co2(= verbrennen aller bekanntenöl-kohlevorkommen?)
    4 grad bewirken also +0,04 = +4 °C;
    D hat 2% Anteil am antropo CO2, abnehmend!
    (nee, bleibend nach dem eeg beschluss WEA in windarmen gebieten höher zu fördern …grrr),
    macht 0,0008 %CO2 = x °c Anteil; ja?
    macht 0,04: 0,0008 = 4 : x °C –> 0,08 °C
    also 8/100 grad bei 100% vermeidung zusätzl. co2 (wenn nicht grad vulkane und ozean anderes beschliessen;-)) anteilig meinetwegen, wenn man bisheriges um 40% mindert hahaha ; na dann lohnen sich ja die Mrd. eiuro, gelle herr Fischer???

  4. Sehr geehrter Herr Langer,

    keine Sorge, das „mehr dazu am Sonntag“ bezieht sich nicht darauf, dass ich am Sonntag hier etwas schreiben werde (tue ich nicht), sondern dass dann die Endfassung des AR5-WG3 veröffentlicht wird.

    Was Sie daran dann nicht glauben sollen, wird man Ihnen in den Folgetagen hier bei EIKE sicherlich erklären.

  5. @ Stiller

    Och, da gibt es durchaus interessante Fragen zu bewerten. Zum Beispiel:

    Die Staaten haben sich ja bekanntermaßen auf ein 2°-Ziel festgelegt. Viel passiert ist nicht, um dieses zu erreichen. Die Öffentlichkeit und die Politik dürfte durchaus interessieren, welche Mittel und Wege überhaupt noch existieren, dieses Ziel zu erreichen. Sie werden nächste Woche lesen können, dass dies inzwischen schon extrem schwer (und m.E. sehr unwahrscheinlich) geworden ist. Es muss inzwischen sogar schon der Entzug von CO2 aus der Atmosphäre erwogen werden für die zweite Hälfte des Jahrhunderts, z.B. durch Verbrennung von Biomasse in Verbindung mit CCS. Mehr dazu am Sonntag.

  6. Ist klar, warum die „erneuerbaren-Energie-gläubigen“ Bundesbürger vom IPCC aus Berlin nichts erfahren werden:

    Weil der IPCC für den Ausbau der AKW´s war, hier nachzulesen:

    IPCC-Konferenz
    Weltklimarat setzt auf Ausbau der Atomkraft

    http://tinyurl.com/lv89q8l

  7. Wozu auch? „The Science is settled“ 😉
    Ich frag mich wieso es die Veranstaltung überhaupt noch gibt, wenn sich die Wissenschaft schon einig ist.

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