Forscher fordern- Es ist OK, beim Klima zu lügen!

Die Studie scheint eine Formel zur Verfügung zu stellen oder zu unterstützen, warum Lügen oder „Manipulationen von Informationen“ in der Lage sind, den Fall der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung voranzutreiben und das „globale Wohlergehen zu erhöhen“.

Die Autoren, die Wirtschafts-Assistenzprofessoren Fuhai Hong und Xiaojian Zhao beschreiben, wie die Medien und Umweltgruppen die globale Erwärmung „übertreiben“ und dann in ihrer Studie „für diese Tendenz eine Rationale zur Verfügung stellen“. Tenor: Das Ziel heiligt das Vorgehen. Die Studie wurde am  24. Februar 2014  veröffentlicht.

Die Autoren schreiben im Abstract ihrer Studie mutig, dass die „Nachrichten-Medien und einige Umweltaktivisten die Tendenz zeigen, den von der Klimaänderung verursachten Schaden überzubetonen oder sogar zu übertreiben. Dieser Artikel beschreibt eine Rationale für diese Tendenz“.

„Wir finden, dass die Manipulation von Informationen einen instrumentellen Wert hat, da sie aus nachträglicher Sicht (ex post) mehr Länder dazu bringt, internationalen Umweltabkommen (IEA) beizutreten, die das globale Wohlergehen stärken“.

Auszüge aus den Schlussfolgerungen: „Dieser Artikel bietet eine Rationale für das Phänomen der Betonung oder Übertreibung der Klimaänderung seitens der internationalen Main-Stream-Medien oder andere Pro-Umwelt-Bewegungen. – Wir zeigen, dass die zuvor erwähnte Übertreibung der Klimaschäden das Problem der unzureichenden Teilnahme an IEA lindern können. Tatsächlich impliziert unser zentrales Ergebnis – dass übermäßiger Pessimismus das Problem mangelnder Teilnahme an entsprechenden Projekten lindern könnte – dass die Propaganda der Klimaskeptiker schädlich für die Gesellschaft ist“, schreiben die Autoren auf Seite 2, Fußnote 5.

Autoren der Studie sind Fuhai Hong, Assistenzprofessor an der Division of Economics,  Nanyang Technological University sowie Xiaojian Zhao, Assistenzprofessor im Department of Economics, Hong Kong University of Science and Technology. (fhhong@ntu.edu.sg)

Das vollständige Abstract der Studie liest sich so:

„Es scheint, dass die Nachrichtenmedien und einige Umweltgruppen die Neigung haben, den durch die Klimaänderung verursachten Schaden besonders herauszustellen oder sogar zu übertreiben. Dieser Beitrag bietet eine Rationale für diese Neigung in Gestalt eines modifizierten internationalen Umweltabkommens IEA, ein Modell mit asymmetrischer Information. Wir finden, dass die Manipulation von Informationen einen instrumentellen Wert hat, da sie mehr Länder dazu bringt, einem IEA beizutreten, das eventuell das globale Wohlergehen stärken könnte. Aus der Vorabperspektive (ex ante) jedoch kann die Auswirkung von Informations-Manipulationen auf das Niveau der Teilnahme an einem IEA und des Wohlergehens mehrdeutig sein“.

Die Reaktionen auf die Studie waren sehr kritisch. Craig Rucker vom Committee for a Constructive Tomorrow CFACT (Climate Depot’s parent company) schrieb in einem Beitrag vom 4. April: Was einen wirklich schockiert ist, dass zwei Professoren nicht nur offen zugeben, sondern sogar in einer in einem begutachteten Journal veröffentlichen Studie untermauern, welche vorteilhaften Auswirkungen Lügen haben, die Nationen dazu bringen sollen, einem UN-Klimaabkommen im nächsten Jahr in Paris beizutreten!“

Rucker fügt hinzu: „Die Autoren glauben nicht nur, dass ihre zweifelhaften Ergebnisse ihre unseriösen Mittel rechtfertigen, sie institutionalisieren auch ‚Informations-Manipulation‘ als eine Taktik, empfehlen diese auf Klimakonferenzen und veröffentlichen sie in Journalen. Sie sind schamlos“.

David Rothbard von CFACT schreibt: „Die Skeptiker der globalen Erwärmung haben schon lange geargwöhnt, dass die Alarmisten die Gefahren der Klimaänderung übertreiben. Jetzt kommt hier eine neue Studie von zwei Ökonomen in Singapore und Hongkong, die tatsächlich befürwortet, die Ängste vor der globalen Erwärmung zu übertreiben, um Länder in das Boot internationaler Umweltabkommen zu holen“.

Kevin Gloss von Townhall.com zufolge behauptet die Studie, dass die Dringlichkeit der Klimaänderung es sanktioniert, die Öffentlichkeit hinsichtlich der projizierten Konsequenzen der globalen Erwärmung in die Irre zu führen. Zwar verwenden sie nicht das Wort „lügen“, rufen aber nach „informeller Manipulation und Übertreibung“. Sie glauben allen Ernstes, dass die Ergebnisse diese sehr fragwürdigen Mittel rechtfertigen“.

Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass den Befürwortern der globalen Erwärmung vorgeworfen wird, betrügerisch zu sein. So schrieb Professor Stephen Schneider im Jahre 1989: „Also müssen wir ängstigende Szenarien an die Wand werfen sowie vereinfachte, dramatische Feststellungen treffen, und wir dürfen eventuelle Zweifel, die wir haben, nicht herausstellen. Diese ‚doppelte ethische Bindung‘, in der wir uns oftmals wiederfinden, kann nicht durch irgendeine Formel gelöst werden. Jeder von uns muss für sich selbst entscheiden, die richtige Balance zu finden zwischen effektiv oder ehrlich zu sein. Ich hoffe, das bedeutet beides“. In: Discovery Magazine, Oktober 1989, S. 45 bis 48.

Der ehemalige Wissenschaftler der globalen Erwärmung bei der NASA James Hansen gab in einer Ausgabe des Natural Science aus dem Jahr 2003 zu, dass die Propagierung „extremer Szenarien“ zur Dramatisierung der globalen Erwärmung „zu gegebener Zeit angebracht gewesen sein könnte“, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses Thema zu lenken (hier).

Aktualisierung

Der ehemalige Physiker an der Harvard University Dr. Lubos Motl war von der Studie ‚erschlagen’ und fasste die Aussage der Studie so zusammen: Es ist verdienstvoll, im Namen von AGW zu lügen und zu schummeln (hier).

Motl führt aus: „In der Studie geht es um ein einfaches mathematisches Modell der ‚Spiele-Theorie‘. Sie kommt zu dem Ergebnis: wenn man möglichst viele Länder dazu bringen möchte, den hysterischen Klimaabkommen beizutreten, ist es eine tolle Idee zu lügen und die Informationen zu manipulieren oder zu lackieren. Sie stellen explizit fest, dass ‚Al Gore, das IPCC und die Main-Stream-Medien ihre Berichte tendenziös abfassen, um die Schäden der Klimaänderung zu betonen‘, und sie fragen, warum das so ist. Die schockierende Antwort lautet: ‚Derartige Information-Manipulationen haben einen hohen instrumentellen Wert‘. Ja, sie lügen, wie Hong und Zhao schreiben, und es ist großartig, dass sie das tun! Genauer, sie sagen, dass die Lügen sind kalkulierbar effektiv, wenn erst einmal eine hinreichende Zahl von Ländern den hysterischen Klimaabkommen bereits beigetreten ist. Für die ursprünglichen Länder kann man den Effekt im Moment nicht von Null unterscheiden. Diese beiden unterschiedlichen Vorhersagen werden mit den lateinischen Begriffen ‚ex ante‘ und ‚ex post‘ aufgemotzt, damit die Autoren smarter klingen“.

Motls Schlussfolgerung: „Die Autoren der IPCC-Berichte oder Al Gore haben in den Berichten niemals zugegeben, dass die Berichte oder Filme eine Ansammlung von Lügen und Müll sind. Das haben Hong und Zhao jetzt endlich nachgeholt“.

Link: http://tinyurl.com/p9ak84g

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkungen des Übersetzers hierzu: Das Ganze erinnert an einen Grundsatzbeitrag des Chefideologen der ehemaligen DDR, einem gewissen Kurt Hager, der darin Anfang der Siebziger Jahre auf fünf Seiten (!) ausgeführt hat, warum die Demokratie die schlimmste Regierungsform überhaupt ist. Ich habe seine Tiraden damals inhaltlich nicht verstanden (vermutlich weil die Vernebelung Absicht war), erinnere mich aber noch an das Medienecho, dass diese Äußerungen zwar verdammte, aber dennoch ernst genommen hat.

Der einzige Unterschied zwischen der Propaganda damals und heute ist das Ziel: Damals sollte der ‚furchtbare kapitalistische Westen‘ vorgeführt werden, heute geht es nur noch darum, dass man zahlen soll, um Ungemach zu vermeiden. Wir alle sollen einfach zahlen, und zwar ohne zu murren, und das ist m. E. wohl fast schon alles, was dahinter steckt.

Unterstrichen wird diese Annahme durch eine Studie von Marietta Fuhrmann-Koch an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, die sich mit der Frage befasst, was die ‚Bereitschaft der Bürger in Deutschland bestimmt, freiwillig etwas gegen den Klimawandel zu tun‘. Dazu gibt es auch eine Pressemitteilung vom 3.4.2014: http://idw-online.de/de/news581074

Freiwilliger Klimaschutz ist eine Frage des Informations- und Bildungsstandes

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Was bestimmt die Bereitschaft der Bürger in Deutschland, freiwillig etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen? Von großer Bedeutung ist dabei eine Mischung aus Faktenwissen, subjektiven Annahmen und Hörensagen. Das zeigen Untersuchungen mit 2.000 Bundesbürgern, die Umweltökonomen der Universität Heidelberg durchgeführt haben. Sie sind in einem Forschungsprojekt am Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften der Frage nachgegangen, welche Einflussgrößen die sogenannte Zahlungsbereitschaft beim individuellen Schutz des Klimas bestimmen.


Um die Zahlungsbereitschaft beim individuellen Schutz des Klimas zu untersuchen, haben die Heidelberger Wissenschaftler ein verhaltensökonomisches Experiment durchgeführt. Deutschlandweit waren daran mehr als 2.000 Probandinnen und Probanden aus allen Gruppen der Bevölkerung beteiligt. Die Teilnehmer hatten die Wahl zwischen einem monetären Verdienst und einer realen Einsparung von Kohlendioxid-Emissionen. Die Emissionssenkungen realisierten die Forscher über das Emissionshandelssystem der Europäischen Union. Zugleich fragten sie nach dem Wissensstand und den Erwartungen der Probanden, etwa über die Auswirkungen von Emissionssenkungen oder den persönlichen Anteil am Kohlendioxid-Ausstoß.
„Zahlungsbereitschaften für Umweltgüter, wie zum Beispiel den Klimaschutz, sind alles andere als festgefügt“, sagt Prof. Goeschl. „Sie werden zum Beispiel stark durch den individuellen Informationsstand beeinflusst. Dieser speist sich aber nicht nur aus realen Fakten, sondern auch aus subjektiven Annahmen und vermeintlichem Wissen.“ Wer besser Bescheid weiß oder auch nur glaubt, präziser informiert zu sein, beispielsweise über den eigenen Beitrag zum Klimawandel, hat eine höhere Zahlungsbereitschaft.
Ein weiterer entscheidender Einflussfaktor der Zahlungsbereitschaft für den individuellen Klimaschutz ist der Bildungsstand, wie die Heidelberger Forscher berichten. „Menschen aus höheren Bildungsschichten sind eher bereit, auf Geld zugunsten einer Emissionssenkung zu verzichten, unabhängig von ihrem Einkommen und auch von ihrem Wissen über den Klimawandel und die damit verbundenen Zusammenhänge“, so Prof. Goeschl.
Auf einen unerwarteten Effekt stießen die Wissenschaftler, als sie die Entscheidungen der Probanden mit regionalen Wetterdaten verbanden: Bei höheren Außentemperaturen am Wohnort waren die jeweiligen Teilnehmer eher bereit, sich für die Emissionssenkung zu entscheiden und auf das Geld zu verzichten. „Dieser Effekt wird noch Gegenstand weiterer Untersuchungen sein“, betont Prof. Goeschl.
Informationen im Internet:
http://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/wiso/awi/professuren/umwelt/index.html
Dazu schreibt der Energiefachmann Burckhard H. Adam:
Es ist doch erstaunlich, womit sich Universitäten beschäftigen. Da gib es ein Forschungsprojekt, das folgendes untersucht hat: Was bestimmt die Bereitschaft der Bürger in Deutschland, freiwillig etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen? Oder anders ausgedrückt, es sollte die Zahlungsbereitschaft der Bürger beim "individuellen Schutz des Klimas" untersucht werden.

Wie die Heidelberger Forscher unter Leitung von Prof. Goeschl berichten, kam während der Untersuchungen doch Erstaunliches zu Tage: „Ein weiterer entscheidender Einflussfaktor der Zahlungsbereitschaft für den individuellen Klimaschutz ist der Bildungsstand. Menschen aus höheren Bildungsschichten sind eher bereit, auf Geld zugunsten einer Emissionssenkung zu verzichten, unabhängig von ihrem Einkommen und auch von ihrem Wissen über den Klimawandel und die damit verbundenen Zusammenhänge“.

Übrigens:

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dem man ständig mehrfach das Fell über die Ohren ziehen kann.“ Sean O’Brian (engl. Autor *1952 London)

Das irritiert mich gewaltig, sollte es tatsächlich so sein, dass sich Menschen mit höherem Bildungsgrad durch scheinwissenschaftliches Wissen, eher manipulieren lassen, als das „gemeingebildete Volk“? Das würde, so meine ich, z. B. auch die Existenz der Wutbürger, die ja auch meist besser Gebildete sind, erklären! Aber sicherlich wird diese Studie aus Fördermitteln reichlich finanziert und ist für die Uni Heidelberg wie ein warmer Regen!

Mit Verlaub, es bleibt trotzdem für mich verwunderlich, dass sich eine Universität, vor den Karren des „Klimaschutzes“ spannen lässt. Obwohl den Ökonomen dort eigentlich auch bekannt sein sollte, dass sich der abstrakte Begriff Klima, der dem statistischen Mittelwert aller meteorologischen Erscheinungen, an einem bestimmten geografischen Ort über mindestens 30 Jahre darstellt.  KLIMA kann sich weder erwärmen noch kann es geschützt werden – man kann es nicht einmal unterstellen, damit es nicht so sehr verstaubt.  Und es müsste auch bekannt sein, dass CO2 weder ein „Luftschadstoff“, noch ein „Klimakiller“ ist. Sondern im Gegenteil, CO2 ist ein wichtiger Grundstoff im Kohlenstoffkreislauf der Erde für den Prozess der Photosynthese der Pflanzen. Ohne CO2 keine Pflanzen; ohne Pflanzen kein Futter für die Tiere und keine Nahrung für uns Menschen und – ganz wichtig: Ohne CO2 kein Sauerstoff!

Burckhard H. Adam

Dipl.-Ing.(FH) für rationelle Energieanwendung

Energieberatung – Projektentwicklung – Öffentlichkeitsarbeit

„Den Wind können wir nicht ändern – „wir können nur die Segel richtig setzen." (Aristoteles 384 – 322 v.d.Z.)