James Lovelock: Umweltaktivismus ist zu einer Religion geworden

Gaia Erfinder James Lovelock, Bild re:char

Adam Vaughan
Der Schöpfer der Gaia-Hypothese sagt, dass die Umweltbewegung den Fakten nicht genug Aufmerksamkeit widmet und dass er in der Vergangenheit zu sicher hinsichtlich steigender Temperaturen war.
Umweltaktivismus ist zu einer „Religion geworden“, die sich nicht um Fakten schert. Das sagt James Lovelock.
Der 94 Jahre alte Wissenschaftler, bekannt für seine Gaia-Hypothese, der zufolge die Erde ein sich selbst regulierender einzelner Organismus ist, sagte auch, dass er hinsichtlich der Rate der globalen Erwärmung in seinem letzten Buch zu sicher war; dass „es genauso dumm ist, ein Klimaleugner wie ein Gläubiger zu sein“ und das Fracking und Kernkraft UK mit Energie versorgen sollten und nicht erneuerbare Quellen wie Windparks.


Bild rechts: Scientist and Inventor James Lovelock Photograph: George W. Wright/CORBIS

In einem Interview vor dem grundlegenden UN-Klimabericht zu den Auswirkungen der Klimaänderung sagte Lovelock über Warnungen vor einer Klimakatastrophe in seinem 2006 erschienenen Buch mit dem Titel Revenge [= Rache] of Gaia: „Ich war ein wenig zu sicher in diesem Buch. Man kann einfach nicht sagen, was geschehen wird. Die Auswirkungen der Klimaänderungen können innerhalb weniger Jahre furchtbar sein, obwohl das sehr unwahrscheinlich ist, oder es könnte hunderte Jahre dauern, bevor das Klima unerträglich wird“.

Lovelocks Kommentare scheinen im Gegensatz zu stehen zu düsteren Vorhersagen im IPCC-Klimabericht vom Montag, von dem bereits vorab Inhalte durchgesickert waren. In ihm wird gewarnt, dass selbst kleine Erwärmungen „abrupte und irreversible Änderungen“ der natürlichen Systeme bringen werden, einschließlich des arktischen Meereises und der Korallenriffe.

Auf die Frage, ob seine Bemerkungen nicht den Klimaskeptikern Munition liefern würden, erwiderte er: „Es ist genauso dumm, ein Leugner zu sein wie ein Gläubiger. Man weiß es nicht“.

Über die Umweltbewegung sagt Lovelock: „Es ist eine Religion geworden, und Religionen kümmern sich nicht um Fakten“. Der in den Ruhestand getretene Wissenschaftler, der am Medical Research Council gearbeitet hatte, beschreibt sich selbst als einen „altmodischen Grünen“.

Lovelock unterstrich noch einmal seine Unterstützung für das Fracking nach Schiefergas, was auch von der Regierung Cameron nachdrücklich unterstützt wird, was jedoch heftigen Widerstand seitens Anti-Fracking-Aktivisten und Anwohner an Orten von Salford bis Balcombe in West Sussex hervorruft.

Lovelock dazu: „Die Regierung hat zu viel Angst vor der Kernkraft, Erneuerbare funktionieren nicht – weil bei uns einfach nicht ausreichend die Sonne scheint – und wir können auch keine Kohle verbrennen wegen des hohen CO2-Ausstoßes. Also bleibt nur das Fracking. Es stößt nur einen Bruchteil der CO2-Mengen von Kohle aus und wird die Energiesicherheit in UK einige Jahre lang festschreiben. Wir haben keine andere Wahl“.

Craig Bennett, Direktor von Politik und Kampagnen bei Friends of the Earth sagt dazu: „Ich denke, dass es jedes Jahr schwieriger wird, Umweltaktivismus zu verallgemeinern. Heutzutage reicht die Bewegung von grünen Aktivisten der siebziger Jahre, an die Lovelock vielleicht denkt, bis zu leitenden Direktoren, die sagen, dass dies eines der drängendsten Probleme ist, das wir angehen müssen. Die Umweltgemeinde ist keine Minderheit mehr, sondern eine Mehrheit von Menschen, die sich um den Planeten Sorgen machen. Das macht es schwieriger als jemals zuvor einzuordnen, wer die Umweltgemeinde überhaupt ist“.

Link: http://www.theguardian.com/environment/2014/mar/30/james-lovelock-environmentalism-religion

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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11 Kommentare

  1. #8: Frank Schwabe sagt:
    am Dienstag, 08.04.2014, 20:56
    . . . Aber bitte nicht nur die ersten beiden Überschriften lesen, sondern auch mal runterscrollen bis zu den dokumentierten Meßergebnissen, um diese zu studieren:
    http://tinyurl.com/yl7q4wp
    ###############################################
    Herr Schwabe,
    mit Verlaub, das sind keine „dokumentierte Messergebnisse“ vielmehr dokumentiertes Unvermögen.
    Von der von Ihnen zitierten Web-Seite:
    „Sauerstoffmessung ohne Pflanzen
    . . .
    daher nehmen die angezeigten Temperaturen auch kontinuierlich ab. Dies hat aber keinen Einfluss auf die Aussagekraft des Versuches.
    Der dortoge Autor dokumentiert
    21,0vol% O2“
    Das alleine genügt, um JEDEM mit etwas Basiswissen zu Gasen und Wasser zu zeigen, dass der Irrtum nicht bei der Wissenschaft, sondern bei diesem Herrn Enger liegt. Was er bewiesen hat ist nur die Gültigkeit der Aussage: „Wer viel misst, misst viel Mist“. Das wäre die ehrliche Grabinschrift für Herrn Enger.

  2. #10 Dr. Paul,

    Hallo Herr Dr. Paul,

    Es kommt dabei also zur Bildung eines ganz furchtbaren Treibhausgases: dem H2O.

    Warum schlägt das IPCC eigentlich keine Maßnahmen zur Begrenzung der Photosynthese vor, um das 2°-Ziel doch noch zu erreichen?

    mit freundlichen Grüssen

    Dirk Weißenborn

  3. #8: Frank Schwabe,
    so lautet die Summenformel der Fotosynthese:
    6CO2 + 12 H2O (+2872 kJ Sonnenstrahlung) -> C6 H12 O6 (Zucker) + 6O2 + 6H2O

    Also wird mit Hilfe von Sonnenlicht aus CO2 der Luft und H2O ein organisches Molekül (Zucker etc.)

    mfG

  4. @ Ulrich Wolff:
    Ihr Zitat „…als die Flora begann CO2 zu verzehren und O2 auszuscheiden…“
    ist auch nur so ein irrwitziger Aberglaube, an dem nicht gerüttelt werden darf und darum sogar von ernsthaften Wissenschaftlern hirnlos nachgeplappert wird. Das ganze Gegenteil davon wurde bereits bewiesen, es gelangte nur nicht in den Mainstream, weil politisch nicht erwünscht.
    Bevor ich nun mit Schmährufen überworfen werde, machen Sie sich bitte auf folgender Seite ein eigenes Bild. Aber bitte nicht nur die ersten beiden Überschriften lesen, sondern auch mal runterscrollen bis zu den dokumentierten Meßergebnissen, um diese zu studieren:
    http://tinyurl.com/yl7q4wp

    F.S.

  5. Es wird immer wieder vergessen, dass die Atmosphäre ursprünglich – als die Flora begann CO2 zu verzehren und O2 auszuscheiden – mindestens 25% CO2 enthielt. (22% O2 sind noch da, 3% wurden bei der Entstehung der Eisenerzlager verbraucht). Als die ersten Säugetiere auftraten war vom CO2 noch etwas mehr al 0,1% vorhanden. Jetzt sind es nach dem Durchlaufen eines Tals bei 0,02% zum Glück schon wieder fast 0,04%! Viel C wartet noch darauf, unsere Nahrungsgrundlage zu verbessern. Etwas mehr Wärme mit dann auch etwas mehr Wasser wäre zusätzlich hilfreich. Leider kann CO2 das nicht auch noch leisten!!

  6. #4: Dr. Kuhnle sagt:
    am Freitag, 04.04.2014, 18:49

    „CO2 soll tödlicher Abfall sein, der das Potential habe uns alle (!) umzubringen? Das ist weit mehr als AGW-Klimakirche, das ist stumpfsinniger Weltuntergangsglaube. Nunja, immerhin hat er damit einen Konsens mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die meineswissens sich bis heute noch nicht von seiner Prognose der vollständigen Unbewohnbarkeit der Erde distanziert hat. Auch der mit Preisen überschüttete James Hansen verglich Kohlekraftwerke mit Todesfabriken und nannte Kohetransportzüge Todeszüge und stellte damit ein Kohlekraftwerk auf eine Stufe mit Auschwitz. Auch TV-star Harald Lesch predigt munter die Klima-Apokalypse. In meinen Augen sind solche Leute fanatische Fundamentalisten und hysterische Irrläufer. Ich höre lieber Menschen zu, die nicht gleich mit Weluntergang drohen. Andere mögen dies anders bewerten.“

    Als ich den Textausschnitt hier rein kopiert habe, habe ich mir schon gedacht, dass es wegen der CO2-Aussage von Lovelock heftigen Widerspruch geben würde. Trotzdem finde ich die Interviews mit Lovelock der letzten Jahre von der Tendenz her heiter, gewürzt mit viel englischem Humor und durchaus geprägt von der Einstellung sich selbst in einigen Punkten nicht allzu zu ernst zu nehmen.

    In seiner Aussage vergleicht er die Gefahren des CO2, mit den Gefahren der Kernenergie. Hier kommt er zu dem durchaus richtigen Schluss, dass in den letzten Jahrzehnten mehr Menschen durch CO2 (Silos, Gruben, war beliebt um sich selbst ins Jenseits zu befördern, Unfall in Afrika etc.) ums Leben gekommen sind, als durch die Kernenergie. Und warum sollte CO2 nicht das Potential haben, uns alle umzubringen? Schließlich sagt Lovelock „hätte das Potential“ und nicht hat oder es wird uns alle umbringen. Selbst die ausschließliche und einseitige Ernährung mit Kinderschokolade hätte das Potential uns alle umzubringen.

    Im Gegensatz zu Plappermäulchen wie C. Roth, J. Trittin et al, die ohne fundiertes Wissen jeden Tag den Weltuntergang herbei reden, weiß Lovelock wovon er spricht und er hat vor allem eines, was Roth und Trittin nicht haben, den Mut zuzugeben, wenn er sich auch mal geirrt hat.

    So würde ich Lovelock bewerten. Von daher auch der erste Satz: Es ist genauso dumm, ein Leugner zu sein wie ein Gläubiger. Man weiß es nicht.

    Ich würde übrigens eher zu den Leugnern tendieren.

  7. #4: Dr. Kuhnle sagt: „Das ist weit mehr als AGW-Klimakirche, das ist stumpfsinniger Weltuntergangsglaube. Nunja, immerhin hat er damit einen Konsens mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die meineswissens sich bis heute noch nicht von seiner Prognose der vollständigen Unbewohnbarkeit der Erde distanziert hat.“
    ==================================================

    Herr Kuhnle, „Konsens mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft“ und ähnliches ist ein Märchen und ein cleverer Schachzug der Klimaschwindler.

    Ich nehme es selbstverständlich zurück, wenn Sie nachweisen können, dass alle oder wenigstens die meisten der 62.000 Mitglieder der Deutschen Physikalischen Gesellschaft diese Prognose unterschrieben haben.

  8. CO2 soll tödlicher Abfall sein, der das Potential habe uns alle (!) umzubringen? Das ist weit mehr als AGW-Klimakirche, das ist stumpfsinniger Weltuntergangsglaube. Nunja, immerhin hat er damit einen Konsens mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die meineswissens sich bis heute noch nicht von seiner Prognose der vollständigen Unbewohnbarkeit der Erde distanziert hat. Auch der mit Preisen überschüttete James Hansen verglich Kohlekraftwerke mit Todesfabriken und nannte Kohetransportzüge Todeszüge und stellte damit ein Kohlekraftwerk auf eine Stufe mit Auschwitz. Auch TV-star Harald Lesch predigt munter die Klima-Apokalypse. In meinen Augen sind solche Leute fanatische Fundamentalisten und hysterische Irrläufer. Ich höre lieber Menschen zu, die nicht gleich mit Weluntergang drohen. Andere mögen dies anders bewerten.

  9. „Lovelock: Jedes Jahr produzieren wir CO2-Abfall der, würde man ihn in Trockeneis verwandeln, einen Berg von 20 Kilometern Umfang und 1,6 Kilometer Höhe ergäbe. Das ist tödlicher Abfall, und er hat das Potential, uns alle umzubringen.“

    der glaubt also auch, dass Pflanzenfutter co2 pöööhhhse ist, AGWler durch und durch, nicht hilfreich 😉

  10. „Es ist genauso dumm, ein Leugner zu sein wie ein Gläubiger. Man weiß es nicht“.

    Ein Satz, der mir irgendwie gefällt.

    Ich kopiere hier mal in Auszügen ein anderes Interview hinein, damit man sieht wie Lovelock tickt (ein „guter Grüner“ wie ich finde):

    TR: Was würden Sie einem jungen Umweltschützer heute sagen?

    Lovelock: Sie haben das Herz am richtigen Fleck, sehen Sie zu, dass Sie auch Ihren Kopf orientiert kriegen!

    TR: OK … und was könnte das praktisch bedeuten?

    Lovelock: Nun, oft geht es um Emotionen. Nehmen Sie zum Beispiel die Kernkraft. Ich finde es beinahe zum Lachen. Die meisten Leute fürchten sich fast zu Tode vor der Kernkraft, dabei ist sie eine der harmlosesten Energiequellen, die wir kennen, harmlos in jeder Beziehung. Wenn Sie sich Großbritannien oder Deutschland anschauen: wie viele Menschen sind in der Atomindustrie gestorben? Und sie hat inzwischen wirklich viel Energie erzeugt, über Jahrzehnte. Ich glaube, in Großbritannien ist bisher nicht einmal jemand verletzt worden, geschweige denn gestorben. Vergleichen Sie das mit anderen Arten der Energieerzeugung, sind dort die Statistiken trostlos. Warum sollte man also Angst haben?

    TR: Vielleicht weil, wenn etwas schief ginge, der Schaden ungleich größer wäre als bei anderen Technologien.

    Lovelock: Sie meinen die Millionen von Leuten, die durch die Katastrophe von Three Mile Island getötet wurden? Wo sind ihre Gräber? Nein, im Ernst: Es gibt keine Belege. Das schlimmste bekannte Unglück war sicher Tchernobyl. Das war aber im alten Sowjet-System. Die ganze Anlage war so verrückt aufgebaut, wie man sich nur vorstellen kann – ein instabiler Reaktor, der einem törichten Experiment unter sowjetischen Bedingungen unterzogen wurde. Da musste ja etwas schiefgehen. Die Zahl der Toten lag aber unter 100, vor allem Menschen, die in der Anlage selbst arbeiteten. Manche wurde von umstürzenden Betonträgern getötet, und so weiter. Die Vorstellung aber, dass ganz Europa erhöhte Todesraten gehabt habe, entspricht einfach nicht den Fakten.

    Wir hatten übrigens auch in Großbritannien eine Art Tschernobyl, über das niemand sprach, weil es vertuscht wurde. Und zwar gab es 1956 ein Feuer in einem Reaktor namens Windscale. Zufällig war ich damals in London mit medizinischen Strahlenmessungen beschäftigt, und plötzlich schoss die Hintergrundstrahlung hoch, ich mußte die Experimente abbrechen. Wir dachten, wir hätten versehentlich Jod-131 in den Ausguß geschüttet und so das ganze Labor kontaminiert. Erst 20 Jahre später fand ich heraus, dass das Feuer im militärischen Windscale-Reaktor schuld war. Durch die Windrichtung wurde ganz England der Strahlung ausgesetzt. Es gibt jedoch keinerlei Hinweise auf erhöhte Krebsraten oder ähnliches.

    TR: Aber können Sie sicher sein, das es zum Beispiel keine Erbgutschädigungen gab?

    Lovelock: Na ja, vielleicht ist unsere lausige Politik eine Folge davon!

    TR: Klingt logisch. Aber gab es medizinische Studien?

    Lovelock: Ähnlich wie in Deutschland haben wir ein staatliches Gesundheitssystem. Das hat bei allen Nachteilen den großen Vorteil, dass erstklassiges Datenmaterial zur Verfügung steht. Ein durch den Ausstoß radioaktiven Jods erhöhte Anzahl von Schildrüsenkrebs-Toten wäre leicht zu erkennen. Es gibt sie aber nicht.

    TR: Wie sieht es mit den anderen Problemen der Atomenergie aus, zum Beispiel den Müll, um den man sich sehr lange kümmern muss?

    Lovelock: Jedes Jahr produzieren wir CO2-Abfall der, würde man ihn in Trockeneis verwandeln, einen Berg von 20 Kilometern Umfang und 1,6 Kilometer Höhe ergäbe. Das ist tödlicher Abfall, und er hat das Potential, uns alle umzubringen. Ein Kernkraftwerk von zwei bis drei Gigawatt dagegen produziert pro Jahr gerade soviel Abfall, wie in ein Auto paßt. Ich sehe das nicht als Problem.

    TR: Aber gibt es nicht große Mengen mittel und schwach radioaktiven Abfalls?

    Lovelock: Der schwach aktive Müll, nun das ist mal wieder jede Menge grüner Blödsinn. Das sind zum Beispiel Overalls, die Arbeiter getragen haben, und mit empfindlichen Instrumenten können Sie da eine leichte Strahlung messen. Aber das ist nicht wirklich eine Gefahr für irgendjemand. Wenn Sie dagegen, wie ich normalerweise, an der Küste Cornwalls lebten, könnten Sie dort zum Beispiel in den Straßen von St. Ives eine natürliche Strahlung messen, die tatsächlich Angst macht.“

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