Vorteile von Kohlenstoff übertreffen die Kosten 500 zu 1!

Paul Driessen und Roger Bezdek
Die Behauptungen der US Umweltbehörde (EPA) über die „sozialen Kosten von Kohlenstoff“ ignorieren die Vorteile von Kohlenwasserstoff und Kohlendioxid.
Agenturen der Regierung behaupten, dass Kohlendioxid-Emissionen aus fossilen Treibstoffen zu einer „gefährlichen globalen Erwärmung“ führen. Ihre jüngste Strategie, diese These voranzutreiben, involviert Schätzungen der „sozialen Kosten von Kohlenstoff“ (SCC) – monetäre Schäden in Verbindung mit vermeintlichen Klimarisiken.

Die Agenturen gehen davon aus, dass das Klima der Erde hoch sensitiv gegenüber CO2 ist und errechnen hypothetisch alle denkbaren Kohlenstoff-Kosten, einschließlich Auswirkungen auf Landwirtschaft, Wälder, Wasservorräte, Küstenstädte Ökosysteme, Wildlife und menschliche Gesundheit. Allerdings ignorieren sie dabei einem neuen Bericht des Management Information Service zufolge vollständig selbst die offensichtlichsten und enormen Vorteile des Verbrauchs fossiler Treibstoffe und des Emittierens von Kohlendioxid.

Hätten sie sich gemäß der Gesetze verhalten und grundlegende Kosten-Nutzen-Rechnungen durchgeführt, wären sie zu dem Ergebnis gekommen dass der Nutzen von Kohlenwasserstoffen und Kohlendioxid die Kosten um 500 zu 1 übertreffen würde!

Die Ausführungs-Verordnung 12866 (1993) schreibt vor, dass Regierungsagenturen „sowohl die Kosten als auch den Nutzen“ einer vorgelegten Vorschrift abschätzen müssen. Die Vorschrift sollte nur angenommen werden, wenn „einer vernünftigen Berechnung zufolge der Nutzen die Kosten rechtfertigt“. Das Büro von Management and Budget sagte kürzlich, dass Kosten-Nutzen-Berechnungen dabei helfen sollen zu entscheiden, ob es eine neue Vorschrift überhaupt wert ist, implementiert zu werden.

Indem sie nur die vermutlichen Kosten kohlenstoffbasierter Treibstoffe ansprechen – während sie selbst den wichtigsten und bestens dokumentierten Nutzen ignorieren – brechen die Analysen der Regierung und die neuen Vorschriften das Gesetz. Ihre Aktionen sind illegal, irreführend, ja sogar betrügerisch.

Die Methodik für die Schätzungen der Kohlenstoff-Kosten SCC ist so flexibel, so frei von grundlegenden Standards, dass man fast jede Schätzung herausbekommen kann, die eine Agentur sich wünschen kann. So war es den Agenturen möglich, die Kosten auf 22 Dollar pro Tonne im Jahr 2010 festzulegen mit einer Steigerung während der folgenden drei Jahre auf 36 Dollar pro Tonne. Jedes Mal taten sie das mit wenig Publicity, Diskussionen oder öffentlichen Eingaben.

Sie gebrauchen die 36-Dollar-Schätzung, um vorgegebene Standards für Mikrowellen-Herde, Telefonzellen und Laptops zu rechtfertigen sowie kostspielige, Arbeitsplätze vernichtende Vorschriften für Auto und Kohlekraftwerke; und für ultimative Standards für Fabriken, Raffinerien, Kranken- und Appartementhäuser. Jedes Mal machen sie unakzeptable Schäden durch „Kohlenstoff“ geltend und stellen die enormen Vorteile ihrer Regulierungen heraus.

Inzwischen wollen die Umweltaktivisten eine sogar noch höhere Zahl: 43 Dollar pro Tonne.

SCC-Berechnungen hängen von Computermodellen ab, die vermeintliche Klimaprozesse, wirtschaftliches Wachstum und Rückkopplungen zwischen dem Klima und der globalen Wirtschaft in einem einzigen Rahmenmodell analysieren. Spekulative Forschung verbindet Klimaauswirkungen und wirtschaftliche Schäden – und das noch sehr begrenzt.

Selbst die Agenturen räumen ein, dass dieses Prozedere Gegenstand von „vereinfachten Annahmen und Beurteilungen ist, die die besten Versuche der Modellierer reflektieren, die verfügbare wissenschaftliche und wirtschaftliche Forschung künstlich miteinander zu verknüpfen, um diese Beziehungen zu charakterisieren“. (Hervorhebung hinzugefügt).

Jedes Modell verwendet eine andere Vorgehensweise, um die globale Erwärmung in Schäden zu übersetzen. Schlimmer noch, wirtschaftliche Schäden mit der Zeit in einen einzigen Wert zu transformieren erfordert „Beurteilungen“, wie man diese Schäden erfasst, und Funktionäre waren sehr selektiv bei der Auswahl, welche „verfügbaren wissenschaftliche und wirtschaftliche Forschungen“ sie in Anspruch nehmen.

Der ganze Prozess ist dem Leben in Amerika [und natürlich in Deutschland, A. d. Übers.], den Arbeitsplätzen, dem Lebensstandard, der Gesundheit und dem Wohlstand sehr abträglich. Er führt dazu, dass die Funktionäre die angenommenen Vorteile von Vorschriften erheblich übertreiben, deren Kosten viel zu niedrig angeben und den Wert von Energie, Einrichtungen und Aktivitäten weiteren Regulierungen unterwerfen. All dies wird eingeführt im Namen der „Verhinderung einer gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimaänderung“, von der tausende Wissenschaftler sagen, dass sie rein hypothetisch ist.

Buchstäblich Billionen Dollar stehen auf dem Spiel

Fossile Treibstoffe sorgten für die industriellen Revolutionen, brachten die moderne Welt voran und sicherten Existenz, Lebensstandard, Gesundheit und Lebensdauer. Während der letzten 200 Jahre hat sich die menschliche Bevölkerung verachtfacht, hauptsächlich wegen der auf Kohlenwasserstoff basierenden Energie; die mittleren Einkommen sind um das Elffache gestiegen und die globale Lebenserwartung hat sich mehr als verdoppelt.

Gleichzeitig haben die menschlichen CO2-Enissionen 2800-fach zugenommen auf 8,4 Milliarden Tonnen pro Jahr – und der atmosphärische Anteil stieg auf fast 400 ppm. Das hat auch Vorteile. Kohlendioxid verstärkt das Pflanzenwachstum und verbessert die Ernteerträge. Es ist die Basis allen Lebens auf der Erde.

Kohlenwasserstoffe stellen gegenwärtig 81% der Weltenergie zur Verfügung, und Vorhersagen zufolge wird dies auch so bleiben. Was am Wichtigsten ist: die positive Relation zwischen fossilen Treibstoffen, wirtschaftlichem Wachstum und CO2-Emissionen ist stark – und sorgt für ein weltweites BIP von etwa 70 Billionen Dollar pro Jahr.

Unter akzeptierten Kosten-Nutzen-Analysen würden die eingeführten Vorschriften durchgehen, wenn die Vorteile dieser Vorschriften deren Kosten um  ein Verhältnis von 2 : 1 oder 3 : 1 übersteigen würden. Allerdings zeigen die eigenen Zahlen der Regierung der „Kosten“ von Kohlenstoff, dass dieses Verhältnis vollständig und dramatisch umgekehrt ist.

Die Vorteile des Verbrauchs von Treibstoffen auf Kohlenwasserstoff-Basis machen irgendwelche hypothetischen „sozialen Kohlenstoff-Kosten“ mehr als wett, und zwar in einer Größenordnung von 50 zu 1 (mit der Basis des aufgeblähten SCC-Wertes 2013 von 36 Dollar pro Tonne CO2) – und 500 zu 1 (mit der Basis der willkürlich gewählten 22 Dollar pro Tonne CO2 aus dem Jahr 2010). Tatsächlich gehen sämtliche Kostenschätzungen im „statistischen Rauschen“ von Kohlenstoff- und CO2-Vorteilen unter.

Wenn es die Welt ernst meint mit gleichbleibendem oder gar zunehmendem wirtschaftlichen Wachstum, Lebensstandard und Zugang zu bezahlbarer Energie sind fossile Treibstoffe unentbehrlich. Restriktionen auf Kohlenwasserstoff-Energie und betrügerische Kostenanalysen von Kohlenstoff werden Fortschritte in all diesen Bereichen unterminieren.

Über die Autoren:

               Roger Bezdek                               Paul Driessen

Dr. Roger Bezdek ist ein international anerkannter Enegieanalyst und Präsident von Management Information Services Inc. in Washington D. C.

Paul Driessen ist leitender politischer Berater des Committee For A Constructive Tomorrow (CFACT), welches die All Pain No Gain-Petition gegen den Hype der globalen Erwärmung sponsert. Er ist auch leitender Politikberater des Congress of Racial Equality und Autor des Buches „Eco-Imperialism: Green Power – Black Death.

Link: http://tinyurl.com/opj49fs

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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8 Kommentare

  1. #3: Lutz Niemann sagt:

    „Zur Ernährung der Milliarden Menschen auf der Erde sind fossile Kohlenwasserstoffe unverzichtbar, wenn diese einmal zu Ende gehen, wird es brenzlich werden.“

    Keine Angst, Herr Nieman,

    die Kohlenwasserstoffe sind sythetisierbar,
    der Engpass ist billige Energie.
    Diese kann über AKWs oder vielleicht mal Fusionskraftwerke erzeugt werden.
    Die Menschheit wird diesen Weg ganz sicher einschlagen – es gibt nämlich keinen anderen!

    MfG

  2. Global-Warming-Apokalypse des Weltklimarats ist politisches Theater, keine echte Wissenschaft

    Der Weltklimarat (IPCC) hat soeben seinen neuesten »Apokalypse-Jetzt«-Bericht veröffentlicht, laut dem der Menschheit die baldige Selbstzerstörung droht, wenn die CO2-Emissionen der Industrie nicht sofort drastisch gedrosselt werden. Der UN-Report kommt zu dem Schluss, die Erderwärmung, neudeutsch »Global Warming«, sei »schwerwiegend, weltweit verbreitet und irreversibel« – eine Position, die einem beschlossenen Todesurteil für die Menschheit gleichkommt, auch wenn auf der Stelle drastische Veränderungen vorgenommen werden.

    Ziel der UN ist die Unterwerfung der Menschheit unter ein System diktatorischer Kontrolle

    Das Ziel der Global-Warming-Panikmacher ist nicht, die Welt zu retten, sondern sie zu unterjochen. Und diese Aufgabe erfordert einige wirklich bewusstseinsverändernde verdrehte Wissenschaft, verwoben mit Social-Engineering-Angstmachetaktik. Tatsächlich arbeitet das IPCC ähnlich wie eine Terrororganisation, denn es verbreitet Angst und Terror, um politische Ziele zu erreichen. (Schauen Sie nach, das ist die Definition für einen Terroristen.)

    http://tinyurl.com/o3cad4q

  3. Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag zu @2:
    das Wort „schmutzig“ tritt im Artikel tatsächlich auf, einmal als Bildunterschrift und dann im Zusammenhang mit dem Unwort „Verschmutzungsrecht“
    Das diskretitiert den Klawitter-Beitrag eigentlich noch mehr und auch Bloger, die glauben, hier bei EIKE mit Links zu solchem Schund punkten zu können.
    JH

  4. Herr Oliver Hartmann @ 8
    Sie verbreiten Unwahrheiten:
    N. Klawitter schreibt nicht von den schmutzigsten Kraftwerken, sondern von den klimaschädlichsten – was das auch immer sei -, nennt dabei aber nur den CO2-Ausstoss ohne dabei auf die produzierte Energiemenge oder gar auf den Wirkungsgrad einzugehen (Dies wird schon in den ersten Kommentaren zum Artikel kritisiert)
    Besichtigen Sie als Grüninn mal ein solches Kraftwerk von innen. Ich empfehle z.B. das Vattenfall-Braunkohlekraftwerk Lippendorf (im Artikel erwähnt) Dann werden Sie gebildet! Und Ihr hahahahah… bleibt Ihnen im Halse stecken!
    Freundliche Grüße (fallen mir schwer)
    JH

  5. Flüssige Kohlenwasserstoffe (Benzin, Diesel) haben eine hohe Energiedichte, sie lassen sich einfach handhaben. Nur damit konnten Verbrennungsmotoren entwickelt werden, die für Flugzeuge, Autos, Großmaschinen am Bau und in der Landwirtschaft unverzichtbar sind. Für diese Zwecke scheidet Elektroantrieb aus, denn es gibt keine genügend leistungsfähigen Batterien und es wird sie auch nie geben, denn es gibt kein physikalisches Prinzip, das sich zur Speicherung in der erforderlichen Energiemenge eignen würde. Großmaschinen müssen Kabelanschluß haben, das mag am Bau in engem örtlichen Bereichen noch gehen, bereitet Schwierigkeiten in großflächiger Landwirtschaft.
    Also:
    Zur Ernährung der Milliarden Menschen auf der Erde sind fossile Kohlenwasserstoffe unverzichtbar, wenn diese einmal zu Ende gehen, wird es brenzlich werden.

  6. Das Thema isr richtig, der Artikel schwach.

    Richtig ist, dass eine Kosten-Nutzen-Rechnung zur Entscheidungsfindung wichtig ist.

    Richtig ist auch, dass es enorm schwer ist, zu einem belastbaren quantitativen Modell zu kommen. Es liegt aucf der Hand, dass jeder hier mit stark divergierenden Modellannahmen rechnet.

    Aber se ist falsch, einfach andere Zahlen in den Ring zu werfen, ohne dass ein nachvollziehbare Quantifizierung erkennbar ist.

    Ebenso fällt unter den Tisch die Frage nach den Entschädigungen. Unabhängig davon, ob es überhaupt zu einer weiteren Erwärmung kommt, ob dafür irgend ein Mensch verantwortlich ist, so ist bereits die Annahme, dass es soziale Schäden gibt, eine Frage nach der Entschädigung. Wer also wurde geschädigt? Wie sollten hier die Ansprüche geltend gemacht werden? Und wie sollten die Geschädigten ihre Entschädigung erhalten? Sollten die Nutznießer der Erwärmung den Zukurz-Gekommenen was zahlen, oder jenen, die dafür Verantwortlich sein sollen?

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