Extraktion von Schiefergas in Polen soll bis 2020 steuerfrei sein

Schiefergasvorkommen in Polen

Die polnische Regierung hat vor ein paar Tagen beschlossen, die Extraktion von Schiefergas bis 2020 von Steuern zu befreien. Es ist Teil der Bemühungen, sich bzgl. einer sicheren Energieversorgung unabhängig von Russland zu machen.

Polens Schiefergas-Reserven werden auf eine Menge zwischen 800 und 2000 Milliarden Kubikmeter geschätzt, und viele heimische und auswärtige Unternehmen haben bereits Testbohrungen niedergebracht.

„Wir haben Maßnahmen ergriffen, die die Erkundung von Schiefergas fördern sollten”, sagte der polnische Premierminister Donald Tusk vor Journalisten und fügte hinzu: „Nach dem Jahr 2020 sollten die Steuern ‚nicht über 40% des Profits‘ hinausgehen“.

Die Nation mit einer Bevölkerung von 38 Millionen Menschen hofft, seine Schiefergasreserven im Hinblick auf eine sichere Energieversorgung auszubeuten, ist das Land doch gegenwärtig stark von Erdgaslieferungen aus Russland abhängig – und das Thema ist im Zuge der Ukraine-Krise plötzlich sehr dringlich geworden.

Russland, das damit gedroht hat, die Gaslieferungen an Kiew zu unterbrechen, ist der größte Einzel-Lieferant von Energie nach Europa, und die wesentlichen Gas-Pipelines verlaufen durch die Ukraine.

Polen hat eine gemeinsame Grenze mit der Ukraine und ist Mitteleuropas größte Ökonomie [?]. Das Land verbraucht derzeit rund 15 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich. Zwei Drittel davon stammen aus Importen, meist aus Russland.

Jetzt plant die Regierung, bis zum Jahr 2020 12,5 Milliarden Euro in den Schiefergas-Sektor zu investieren. Heimische und globale Unternehmen haben bislang etwa 50 Erkundungsbohrungen in Polen niedergebracht. Die Firma Lane Energy Poland – kontrolliert von dem US-Energieriesen ConocoPhillips – war das erste Unternehmen, das im Juli 2013 Schiefergas extrahieren konnte. Allerdings war die Menge nicht groß genug, um als kommerzielle Produktion in Frage zu kommen.

Der US-Energieriese Chevron hat inzwischen Ende vorigen Jahres bekannt gegeben, dass sich das Unternehmen mit PGNiG zur Förderung von Schiefergas in Südpolen zusammengetan habe.

Link: http://au.news.yahoo.com/thewest/business/world/a/21930469/shale-gas-extraction-tax-free-in-poland-through-2020/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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28 Kommentare

  1. @ #24: A. Bauer sagt am Freitag, 28.03.2014, 17:35
    „… dann ist das ganz klar eine Verletzung meines Eigentums (sowohl wenn ich ein Grundstück habe, als auch meiner Gesundheit und damit mir selber). Hier ist mann dann zu weit gegangen, insbesondere mit dem Klimaschutz.“

    Und wer beurteilt das, was „zu weit gegangen“ ist?

    MfG

  2. @ 25. Dr.Paul

    Ich bedaure Sie enttäuschen zu dürfen.

    Meine Aussage ist und bleibt richtig.
    Meine Grad an Genauigkeit ist hinreichend.

    Erstens ist es eine rein gedankliche (also nur theoretische) Betrachtung.
    Es ist keine praktische Analyse. Nein.

    Zweitens, es abstrahiert von realen Werten. Wir sollen also nicht so genau hinschauen. Der Vereinfachung wegen.
    Ein gewisses Mass an Unschärfe ist jetzt erwünscht.

    Drittens.
    Betrachten Sie bitte die Fläche Russlands auf einer Weltkarte noch ein weiteres Mal.
    Allein die schiere Grösse. Einfach beeindruckend.

    Viertens.
    In allen vier Listen des Bruttoinlandsprodukts (UN, IWF, Weltbank, CIA World Factbook)
    steht Russland auf Platz 8, nur vier Plätze hinter Deutschland. Das ist keine schlechte Leistung. Wahrlich nicht.

    Fünftens. Weitere Kriterien sollten wir uns verkneifen. Bspw. ungleiche Einkommensverteilung.
    Ich wollte hier kein Buch schreiben, sondern nur eine tendenzielle Aussage geben.
    Natürlich ist dieses wunderschöne Deutschland auf vielen Gebieten Russland überlegen.
    Dies steht ausser Frage und war nicht Gegenstand meiner Betrachtung und ist auch kein Widerspruch zu meiner obigen Aussage.

    Sechstens.
    Russland ist gedanklich weiterhin das reichste Land der Welt.

    Siebtens.
    Und eines sagen Sie doch selbst richtig. Dem kann und darf ich mich sehr gerne anschliessen.
    Im praktischen Leben wird Russland schon jetzt reicher und Deutschland ärmer. Und dies ist auch und vor allem dem grünen Virus zu verdanken, der die De-Instrialisierung zur Folge haben wird, und bereits jetzt erfolgt, vor den Augen der Fachleute.

    Achtens. Die vielen unbekannten Variabeln. Vorteil Russland. Wieviele Menschen hätten es vor einigen Jahren für möglich gehalten, dass in den Böden von Mecklenburg-Vorpommern
    grosse Reserven an Rohöl schlummern würden? Nicht viele, abgesehen von den in Frage kommenden Fachleuten.
    Und welche Gruppe von Menschen will mit allen verfügbaren Mitteln die Förderung verhindern?
    Die grünen Anbeter der Mutter Erde.

    Neuntens.
    Warum soll der Unterschied in der Politik liegen? Und nicht in der Wirtschaft?
    Diese Grenze erscheint mir ein wenig willkürlich. Können Sie so genau die Grenze ziehen?
    Der Einfluss der Politik auf die Wirtschaft wird allzu oft überschätzt.
    Der Aufbau einer gesunden und breiten Unternehmensstruktur dauert viele Jahre.

    Die Energiewende wird diesem Land zwar politisch aufgezwungen. Das ist richtig.

    Tatsache ist, dieses Deutschland wird in einem Masse heruntergewirtschaftet, dass vielen
    noch Hören und Sehen vergehen wird. Warum sind denn so viele Vorstände mucksmäuschenstill?
    Entweder verstehen die nichts vom Tagesgeschäft oder es sind wahre Dilettanten.
    Jeder Mensch muss täglich Entscheidungen treffen. Die Unternehmenslenker sind blind geworden.

    Es gab immer falsche Propheten, in der Menschheitsgeschichte, aber wieso hören jetzt auf einmal wieder soviele auf diese? Merkel war und ist eine irrende Reiterin. Es zwingt uns aber doch niemand auf sie zu hören und ihr zu folgen. Oder? Man darf es sich nicht zu einfach machen. Merkel trägt nicht die alleinige Schuld. Und ist Merkel nicht das geringere Übel?

    Fazit.
    So weit sind unsere Ansichten nicht auseinander. Ihnen war eine andere Betonung wichtig. Andere Akzentuierung. Das ist Ihr gutes Recht. Jedoch Sie neigen dazu, Russland zu unterschätzen.

    Russland ist reicher als Deutschland. In der Menge. Diese Aussage bleibt wahr.

    Und Russland ist reicher als jedes andere Land dieser Erde.

    Interessant soll die Behauptung sein, die ich vor Jahren einmal lesen durfte, Russland wäre auch das Land, oder eines der Länder, welche am meisten den Bankrott hat anmelden dürfen.
    Mit seinen Gläubigern geht Russland also nicht sehr nachsichtig um.

    atimes.com vermeldet diese Tage, Putin würde Peking im Mai 2014 ein Besuch abstatten wollen.
    Und dort würde ein Vertrag zwischen Russland und China unterzeichnet werden. Gaslieferungen von Gazprom über eine Laufzeit von 30 Jahren, von 2018 an. Wert der Verträge: 1.000 Milliarden US-Dollar.

    Alaska war übrigens einmal russisch.

    Verehrter Dr.Paul, Russland ist gedanklich doch das reichste Land der Welt. In der Theorie.
    Und ich bin sicher, auch heute schon in reellen praktischen Werten.

    Natürlich bestehen hohe qualitative Unterschiede. Keine Frage.

    Die waren nicht Bestandteil meiner einfachen Aussage. Dies darf ich zu meiner Verteidigung anmerken. Es sollte ein einfaches Modell sein.

    Noch möchte ich in Deutschland leben dürfen.
    Nur Deutschland baut einen Mercedes. Oder einen Porsche.
    Das ist auf jeden Fall einzigartig.

    Übrigens. Auch der amerikanische Präsident und sein Denken ist stark vom grünen Virus befallen.
    Der amerikanische Motor würde viele besser laufen, ohne diese gefährliche Verirrung.

  3. „Das absolute Minimum an Eingriffen“ ist leider so vereinfacht formuliert sehr irreführend.
    Das sagt schon der Begriff „Raubtierkapitalismus“, der selbstverständlich auch seine Berechtigung hat.

    Was Ludwig Erhard gemeint hat, ist eigentlich nur die Freiheit des Wettbewerbs in einem Wirtschaftsmarkt von Angebot und Nachfrage.
    Das ist das was Ebel richtig „Rahmenbedingung“ genannt hat. Es ist das Verbot von Preisabsprachen (Kartell) oder Monopolbildung, die diesen Wettbewerb AUSSCHALTEN.
    Dazu gehört nicht nur der Preis, sondern auch Qualität, etc.
    „Preisregulierung“ ist selbstverständlich in dem Sinne keine Rahmenbedingung mehr, sondern schwerster Eingriff in den Markt.
    Ebenso notwendig ist die Kontrolle „unlauterer Werbung“ (Lüge) und natürlich der Konsumentenschutz, wie das Verbot von Giftstoffen in den Produkten etc.

    #23: K. Meinhardt Russland ist selbstverständlich NICHT das „reichste Land“ auf dieser Welt,
    der wesentlich Unterschied, abgesehen von der Größe ist, dass das ärmere Russland z.Zt. tendenziell reicher wird und das reichere Deutschland tendenziell ärmer.
    Der Unterschied liegt in der Politik, nicht in der Wirtschaft.

    mfG

  4. @#22: Adam Smith hatte doch genau unsere Situation vorausgesehen: Unternehmer versuchen immer, sich mit Hilfe des Staates Vorteile zu verschaffen. Jede Industrie hat seine eigene Lobby. Die Solarhersteller/betreiber wollen das EEG behalten, die Schwerindustrie will ihre Stromrabatte behalten, andere wollen Konkurrenz nicht zulassen (staatliche Genehmigungsverfahren usw.) usw. Die Lösung des Ganzen ist, diese staatlichen Eingriffe strikt abzulehnen, bis auf den Schutz von Eigentum und Freiheiten. Der Umweltschutz hat an dieser Stelle angesetzt, teilweise zu Recht: Wenn z.B. ein benachbarter Industriebetrieb meine Luft verschmutzt und mein Grundwasser verunreinigt, dann ist das ganz klar eine Verletzung meines Eigentums (sowohl wenn ich ein Grundstück habe, als auch meiner Gesundheit und damit mir selber). Hier ist mann dann zu weit gegangen, insbesondere mit dem Klimaschutz.
    Die falsch verstandene Rolle des Staates ist letztendlich die Wurzel des Übels.

  5. Russland ist gedanklich (also theoretisch) das reichste Land auf dieser Welt.

    Und die dortige momentate Führung ist auf absehbare Zeit nicht von diesem
    langsam tötenden grünen Virus bedroht, und dies ist auch gut so.

    Die Religion Mutter Erde hat dort keinerlei Chance, auch dies ist wunderbar.

    Russland muss nur seine Kunst des Wirtschaftens weiter verbessern.

    Das Potential ist überwältigend, weil Russland nicht intellectusphob ist.

  6. @ #19: A. Bauer sagt am Freitag, 28.03.2014, 12:37
    „… mit einem absoluten Minimum an Eingriffen.“

    Und wer bestimmt, was das absolute Minimum ist? Diejenigen, vor den schon Adam Smith gearnt hat? Zitat:

    „Unternehmer sind immer daran interessiert, den Markt zu erweitern und den Wettbewerb einzuschränken. Eine Erweiterung des Marktes mag häufig genug auch im öffentlichen Interesse liegen, doch muss die Beschränkung der Konkurrenz ihm stets schaden […], da […] die Geschäftsleute ihren eigenen Gewinn über die natürliche Spanne hinaus erhöhen und gleichsam ihren Mitbürgern eine absurde Steuer zu ihrem eigenen Vorteil auferlegen. Jedem Vorschlag zu einem neuen Gesetz, […] der von ihnen kommt, sollte man immer mit großer Vorsicht begegnen. Man sollte ihn auch niemals übernehmen, ohne ihn vorher gründlich und sorgfältig, ja sogar misstrauisch und argwöhnisch geprüft zu haben, denn er stammt von einer Gruppe von Menschen, deren Interesse niemals dem öffentlichen Wohl genau entspricht und die in der Regel vielmehr daran interessiert sind, die Allgemeinheit zu täuschen, ja, sogar zu missbrauchen.“

    Bei Adam Smith steht für Unternehmer entsprechend dem damaligen Sprachgebrauch „Dealer“. Und die Täuscher bestimmen, was das Minimum ist???

    MfG

  7. #11: D. Carlos sagt:

    #3: Martin Landvoigt sagt:
    Es sollte zu denken geben, warum viele Staaten ausländisches Kapital ins Land locken wollen. Das tun die zumeist nicht, weil sie korrupt sind, sondern weil sie die Entwicklung des Landes voran treiben wollen. Dazu braucht es Investoren…

    Nur mal so.
    Warum haben eigentlich die ukrainischen Oligarchen nicht investiert, sondern das Land bis zum geht nicht mehr ausgelutscht? Die sollen doch einige Milliarden an „Ersparnissen“ haben, die sie außer Landes gebracht haben. Die hätten sie doch locker in die offensichtlich profitable Shalegasförderung investieren können!
    Das haben sie nicht mal mit ihren Gewinnen gemacht. Warum nicht?
    —————–
    Ich sehe wenig Bezug in ihrer Rückfrage. Das Prinzip der Marktwirtschaft funktionier meist, aber selten ideal. Es ist nicht ausgeschlossen, dass einzelne das System zu ihren Gunsten übergebührlich ausnutzen, oder gar kriminell sind. Was dabei die Oligarchen unter der Ägide von Janukowitsch oder Timoschenko taten, kann isch mmangels intimer Kenntnisse nicht beurteilen. Ich vermute aber, dass die bisherigen Systeme gemäß dem Ruf recht korruptwaren und damit mit Marktwirtschaftlichen Prinzipien nicht viel zu tun hatten.

    —— #11: D. Carlos sagt:
    Selbstredend bringen nunmehr die ausländischen Investoren Kapital und Knowhow für die Gasförderung einfach so dort hin. Warum?
    Klar, selbstredend zum Wohle der Menschen dort.
    ———–
    Warum sollten sie das tun? Tun Sie das?

    Die Marktiwirtschaft verfolgt das Prinzip des Interessenausgleichs. Beide Handelspartner sollten ihren Nutzen möglichst fair ermitteln. Das Interesse des Gemeinwohls wird von seiten der Regierung vertreten – zumindest ist das ihre Aufgabe.

    ——– #11: D. Carlos sagt:
    Wie groß ist dieser Kuchen eigentlich und was verbleibt schließlich beim Bürger?
    25 % oder gar 75 % oder eher etwas mehr wie nichts, um schön die Abhängigkeiten zu erhalten?
    ———–
    Anstelle Verschwörungstheorien zu stricken, wären konstruktive Vorschläge weit interessanter: Wie sollte der Interessenausgleich besser laufen?

    ——– #11: D. Carlos sagt:
    Das gilt natürlich auch für Polen. Selbstverständlich werden Unternehmen wie Lane Energy Poland, ConocoPhillips und Chevron – schon am Namen erkennbar, dass das alles neuere nationale polnische Unternehmen sind, mit keinerlei anderem Interesse, als die Erfüllung der Gewinn- und Steuerabführungverpflichtungen zum Wohle des polnischen Staates. Das ist doch wohl klar! (Ironie/aus).
    Ähm, wem gehören Bodenschätze eigentlich. Chevron?
    ————
    Ich warte auch hier auf konstruktive Vorschläge anstelle von irgend welchem Rundschlag-Verdacht.

    ——– #11: D. Carlos sagt:
    Eigentlich dürfte dem hier lesenden/schreibenden Klientel klar sein, dass jegliches modernes Wirtschaften kreditbasiert ist. Es geht nur darum, immer wieder Nachschuldner zu finden.
    Wenn diese aus irgendwelchen Gründen ausfallen oder ausbleiben, ist Schicht im Schacht. Siehe aktuell die Photovoltaikindustrie in D. und alle anderen Wirtschafts- und Finanzkrisen der Neuzeit.
    —————–
    Das ist so nicht richtig. Das Wirtschaften ist Gewinn-basiert. Nur darum werden Kredite vergeben und aufgenommen. Wenn sich mit einer Methode keine Gewinne erzielen lassen, muss sie aufgeben werden.

    ——– #11: D. Carlos sagt:
    Als Nachschuldner ist jetzt erst mal die Ukraine gefragt. Kreditlinien von IWF und EU werden gerade vorbereitet oder sind bereits zugesagt, weil da noch was geht. Man möge sich mal die Kreditbedingungen des IWF zu Gemüte führen, was die Ukraine nunmehr für Voraussetzungen zu erfüllen und an Sicherheiten zu liefern hat, damit diese Kredite ausgereicht werden. An welchen Schrauben kann ein Staat noch drehen, wenn er unmittelbar vor der Pleite steht? Vielleicht werden diese Kredite sogar für obigen Zweck eingesetzt. Aber wer partizipiert wohl davon? Und wer bürgt für diese Kredite für den Fall ihres Ausfalls?
    ————–
    Wer einnahmen und Ausgaben nicht in den Griff bekommt, muss sich irgendwann von der Realität einholen lassen. Misswirtschaft bringt enorme volkswirtschaftliche Verluste, und irgend wer muss die Zeche zahlen. Um aus dem Schlamassel heraus zu kommen, muss es einen Rettungspfad geben. Und der geht eben nicht schmerlos. Was erwarten sie denn?

    Vieles, was IWF und EU tun, ist ein Stück schliche Notwendigkeit. Es ist weder Zuckerschlecken, noch perfide Grausamkeiten. Aber der Mensch neigt selbstverstöändlich dazu, dass er nach wegen sucht, um sich möglichst schadensfrei aus der unangenehmen Lage zu entfernen. Sowohl auf individueller, als auch auf staatlicher Ebene.

    ——– #11: D. Carlos sagt:
    Die Antworten sind bereits mehrfach gegeben. Beispiele weltweit vorliegend. Deshalb sind auch weitere Fragen eher überflüssig.
    ————–
    Wie das? Es kursieren eine Vielzahl von Thesen, Vermutungen, Deutungen und Verschwörungstheorien. Natürlich kann man sich da irgend etwas raus suchen.

    ——– #11: D. Carlos sagt:
    #3: Martin Landvoigt sagt:

    Einfache Rückftage: Würden sie ihre Ersparnisse in Polen anlegen wollen, wenn ihnen von vorne herein die Gewinnchancen genommen sind, sie aber mit den Risiken einer ausländischen Investition zu kämpfen hätten?

    Wer vermeint seine Ersparnisse nicht zum Zwecke des Konsums aufgehäuft zu haben, muss sich nicht wundern, wenn seine Vermögen im Interesse der Bedienung ausfallgefährdeter Kredite und pleitebedrohter Banken schließlich weggezypert werden.
    ——–
    Ich halte fest, Sie drücken sich vor der Antwort. Es scheint für sie keinen Gedanken wert, warum wer wo investiert, und sie selbst haben auch kein persönliches Interesse, wie man die Probleme lösen kann.

  8. @#14: Daß man in den Markt staatlich eingreifen muß, und das dann als „Regulierung“ rechtfertigt, und auch daß man sogenannte Arbeits-Plätze und -Lose staatlich verwaltet und zählt halte ich für eine Pseudo-Wirtschaftswissenschaft, die sehr verbreitet ist (Merkel,Schäuble,Schröder,Kohl) aber nur dazu dient(e), bei uns den Sozialismus einzuführen. Was Adam Smith, Milton Friedman, Ludwig Erhard und praktisch jeder erfolgreiche Ökonom gepredigt haben ist der freie Markt gemäß Angebot und Nachfrage mit einem absoluten Minimum an Eingriffen. Die einzigen Eingriffe sind zum Schutz von Privateigentum und vielleicht noch etwas zur Verhinderung von Kartellen. Ein ehrlicher Arbeitnehmer braucht da keinen Schutz vor irgendetwas und man braucht auch keine Arbeitszeitregelungen, man braucht nur Freiheit, und den Rest regelt der Markt.

    Daß man heute unter „Sozialer Marktwirtschaft“ bei uns praktisch den totalen Sozialismus betreibt, bei dem der Arbeitnehmer zu 70% für die Allgemeinheit schuftet, und dann 30% als „Taschengeld“ vom Staat überlassen bekommt, ist ein Witz und ein Skandal zugleich. Man hat die Philosophie von Ludwig Erhard komplett über den Haufen geworfen, sonnt sich aber immer noch unter seinem Ruhm (CDU).

    Hier ein paar passende Zitate aus Erhard’s Büchern:

    „Nichts ist in der Regel unsozialer als der so genannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung und die individuelle Leistung absinken lässt.“

    „Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.“

    „…Ruf darf nicht lauten: ‚Du, Staat, komm mir zu Hilfe, schütze mich und helfe mir’, sondern umgekehrt: ‚Kümmere Du, Staat, Dich nicht um meine Angelegenheiten, sondern gib mir soviel Freiheit und lass mir vom Ertrag meiner Arbeit so viel, dass ich meine Existenz, mein Schicksal und dasjenige meiner Familie selbst zu gestalten in der Lage bin.“ (Aus dem Kapitel „Versorgungsstaat – der moderne Wahn“)

  9. @H.Urbahn

    das mag stimmen, aber es geht hier ja um die Behauptung Russland waere ein unzuverlaessiger (Gas-) Handelspartner, und das stimmt fuer die Vergangenheit eben nicht. Drohungen kommen nur von der Ukraine. Letztlich ist es fuer den Abnehmer am Ende der Pipeline aber egal wer seine Lieferung blockiert.

  10. @H,R.Vogt #8
    Mal schaun, wie weit der Merkel ihr nächster Schachzug geht. Ein Ausstieg aus den Kernkraftausstieg….?
    Oder langt ihr schon das Fracking in Deutschland durch zu setzen…oder macht sie bei einen Ausbau eines Flüssiggasterminal (Gas aus Kanada/USA) halt.

    Vielleicht will Sie ja auch alles Drei erreichen…
    Kernkraft-Wiedereinstieg (Süddeutschland/Netzbetreiber benötig weiterhin die Kernkraftkapazität), Bau von Flüssiggasterminal in den gebeutelten Norddeutschen Hafenstädte (Windenergie verabschiedet sich ja so langsamm) und zu guter letzt das Einführen der neuen Industriebranche von Schiefergas- und Oel Förderung (schafft nebenbei auch wirtschaftliche und langfristige Arbeitsplätze in Mittel- und Norddeutschland).

  11. @ #10: A. Bauer sagt am Donnerstag, 27.03.2014, 20:47
    „Wer echte „Nachhaltigkeit“ will, kann sich getrost auf den freien Markt verlassen:“

    Damit ein freier Markt funktioniert, braucht er Rahmenbedingungen. Die Forderungen nach wie viel und welche wird stets so formuliert, daß für das eigene Unternehmen größerer Gewinn herausspringt – ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit. Das hat schon Adam Smith in seinem Buch „Der Wohlstand der Nationen“ vor über 200 Jahren festgestellt. Vielen ist aus diesem Buch nur die „unsichtbare Hand“ des Marktes bekannt.

    Man braucht nur mal daran zu denken, wie hoch die Arbeitslosigkeit wäre, wenn es kein Arbeitszeitgesetz gäbe oder wie viele Unfälle, wenn es keine Unfallverhütungsvorschriften gäbe.

    MfG

  12. @ #7: Christian Wetzel sagt am Donnerstag, 27.03.2014, 19:14
    „Aber wer seit Monaten seine Rechnungen nicht zahlt, muss sich nicht wundern, wenn Lieferungen irgendwann ausbleiben.“

    Dazu muß man wissen, daß die Ukraine bisher das Gas zu einem Freundschaftspreis erhalten hat und selbst dieser Freundschaftspreis nicht beglichen wurde.

    Daß damit in der Ukraine sich die Lebensbedingungen verschlechtern wird Russland und nicht der eigenen Politik angelastet.

    Und noch etwas zu Erpressung.

    1. Von Russland wird immer behauptet, es könne mit Gas erpressen – und hat das noch nie getan. Dagegen hat die Ukraine das schon mal versucht, indem sie statt der vereinbarten Durchleitung russischen Erdgases, das selbst in die Ukraine umgeleitet hat.

    2. Die USA versuchen jetzt eine Erpressung, indem sie Flüssiggas anbieten – aber nur, wenn die EU ihre Souverenität aufgibt und sich der USA-Wirtschaft unterstellt. Man sollte mal das „Handelsabkommen“ lesen und sich informieren, warum es bisher nicht unterzeichnet wurde.

    MfG

  13. Was ist eigentlich los, wenn die vierte Dimension, die Zeit, auch noch als politische Variable für beliebig verklärt wird? Dreht der hektische Schwachsinn dann völlig durch?
    Die technischen Bedingungen, um z.B. Schiefergas in Europa zu fördern oder Terminals für Gasimporte aus Nordamerika nach Europa zu ermöglichen, müssten doch erst noch geschaffen werden und dass, wird nicht kurzfristig möglich sein, sondern Jahre brauchen.
    Wie soll denn in der Zwischenzeit, die Energieversorgung erhalten bzw. gesichert werden, wenn diese Aufgabe von offensichtlich saudummen Hofschranzen, die sich schon in der „Energiewende“ als absolute Volltrottel entblößt haben, als weiteres Problem erschaffen wird, in dem man der eigenen Bevölkerung weiter ins Knie schießt, um einer egoistischen Selbsttäuschung völlig bescheuert zu erliegen.
    Ich wünsche mir mehr vernünftige Realisten in der Politik, Menschen die ihren Kindern Frieden und Freiheit in Wohlstand übergeben, statt sie in Feindschaften zu verwickeln.

  14. #3: Martin Landvoigt sagt:
    Es sollte zu denken geben, warum viele Staaten ausländisches Kapital ins Land locken wollen. Das tun die zumeist nicht, weil sie korrupt sind, sondern weil sie die Entwicklung des Landes voran treiben wollen. Dazu braucht es Investoren…

    Nur mal so.
    Warum haben eigentlich die ukrainischen Oligarchen nicht investiert, sondern das Land bis zum geht nicht mehr ausgelutscht? Die sollen doch einige Milliarden an „Ersparnissen“ haben, die sie außer Landes gebracht haben. Die hätten sie doch locker in die offensichtlich profitable Shalegasförderung investieren können!
    Das haben sie nicht mal mit ihren Gewinnen gemacht. Warum nicht?

    Selbstredend bringen nunmehr die ausländischen Investoren Kapital und Knowhow für die Gasförderung einfach so dort hin. Warum?
    Klar, selbstredend zum Wohle der Menschen dort.
    Wie groß ist dieser Kuchen eigentlich und was verbleibt schließlich beim Bürger?
    25 % oder gar 75 % oder eher etwas mehr wie nichts, um schön die Abhängigkeiten zu erhalten?

    Das gilt natürlich auch für Polen. Selbstverständlich werden Unternehmen wie Lane Energy Poland, ConocoPhillips und Chevron – schon am Namen erkennbar, dass das alles neuere nationale polnische Unternehmen sind, mit keinerlei anderem Interesse, als die Erfüllung der Gewinn- und Steuerabführungverpflichtungen zum Wohle des polnischen Staates. Das ist doch wohl klar! (Ironie/aus).
    Ähm, wem gehören Bodenschätze eigentlich. Chevron?

    Eigentlich dürfte dem hier lesenden/schreibenden Klientel klar sein, dass jegliches modernes Wirtschaften kreditbasiert ist. Es geht nur darum, immer wieder Nachschuldner zu finden.
    Wenn diese aus irgendwelchen Gründen ausfallen oder ausbleiben, ist Schicht im Schacht. Siehe aktuell die Photovoltaikindustrie in D. und alle anderen Wirtschafts- und Finanzkrisen der Neuzeit.
    Als Nachschuldner ist jetzt erst mal die Ukraine gefragt. Kreditlinien von IWF und EU werden gerade vorbereitet oder sind bereits zugesagt, weil da noch was geht. Man möge sich mal die Kreditbedingungen des IWF zu Gemüte führen, was die Ukraine nunmehr für Voraussetzungen zu erfüllen und an Sicherheiten zu liefern hat, damit diese Kredite ausgereicht werden. An welchen Schrauben kann ein Staat noch drehen, wenn er unmittelbar vor der Pleite steht? Vielleicht werden diese Kredite sogar für obigen Zweck eingesetzt. Aber wer partizipiert wohl davon? Und wer bürgt für diese Kredite für den Fall ihres Ausfalls?
    Die Antworten sind bereits mehrfach gegeben. Beispiele weltweit vorliegend. Deshalb sind auch weitere Fragen eher überflüssig.

    #3: Martin Landvoigt sagt:

    Einfache Rückftage: Würden sie ihre Ersparnisse in Polen anlegen wollen, wenn ihnen von vorne herein die Gewinnchancen genommen sind, sie aber mit den Risiken einer ausländischen Investition zu kämpfen hätten?

    Wer vermeint seine Ersparnisse nicht zum Zwecke des Konsums aufgehäuft zu haben, muss sich nicht wundern, wenn seine Vermögen im Interesse der Bedienung ausfallgefährdeter Kredite und pleitebedrohter Banken schließlich weggezypert werden.
    Aber das ist in D kein Thema – es gibt ja dieses Garantieversprechen…

    D.C.

  15. Sehr geehrter Herr Wetzel,
    mit der Vertragstreue Rußlands ist das so eine Sache. Rußland hat auf jeden Fall das Budapester Abkommen gebrochen, in dem der Ukraine ihre territoriale Unversehrtheit einschließlich der Krim garantiert wurde, wenn die Ukraine ihre damals auf ihrem Territorium stationierten Atomwaffen abgibt.
    Soviel zur Vertragstreue
    MfG

  16. @#7: Sie sprechen einen wahren Punkt an: Wer „Versorgungssicherheit“ will, muß sich primär um die Finanzen sorgen machen, und weniger um die physikalischen Zusammenhänge, die die Marktteilnehmer letztendlich benutzen um die Versorgung durchzuführen. Die Energiewende wird nicht daran scheitern, daß es physikalisch völlig unmöglich ist sich mit Solar/Wind zu versorgen – das wäre mit 100 mal höheren Stromkosten durchaus möglich. Sie wird scheitern weil wir es finanziell nicht bezahlen können, nachdem wir schon ohne Energiewende/EEG einen riesen Schuldenberg, einen Wohlfahrtsstaat, eine Alterspyramide und ein Schneeball-Rentensystem hatten.

    Wer echte „Nachhaltigkeit“ will, kann sich getrost auf den freien Markt verlassen: Solange man den Markt nicht staatlich verzerrt (mit Energiesteuern, Subventionen, Gutmenschen-Abgaben usw.), und man eine echte Gegenleistung zu bieten hat (d.h. Arbeitsleistung), wird dieser auf alle Ewigkeit Energie bereitstellen können. Das gleiche gilt auch für die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln usw.

  17. “Merkel stellt komplette Energiepolitik in Frage“ titelt heute SPON
    Na endlich ist es soweit !
    Als Nächstes sollten die Wähler Merkel in Frage stellen. Das wäre doch nur konsequent.
    Leider gelingt es jedoch nicht, diese Meinung bei SPON zu posten.
    Internetzensur nicht nur in Erdogans Türkei!

  18. „Russland, das damit gedroht hat, die Gaslieferungen an Kiew zu unterbrechen“

    So ein Unsinn. Russland hat sowohl die Ukraine als auch alle anderen zahlenden Laender durchgaengig beliefert – sogar waehrend des kalten Krieges. Aber wer seit Monaten seine Rechnungen nicht zahlt muss sich nicht wundern wenn Lieferungen irgendwann ausbleiben.

  19. Fracken für die Freiheit

    Sowohl in der West -als auch Ostukraine gibt es riesige Shalegas- Vorkommen.
    Wenn die nun schnell erschlossen würden, könnte die Ukraine sogar über die bereits verlegten Leitungen Erdgas nach Westeuropa exportieren und würde damit auch nicht mehr erpressbar durch Putin- Russland.

  20. Nun, nicht jede Vermutung die auf strategische Interessen hindeutet ist eine „Verschwörungstheorie“. Vergessen wir nicht dass für viele AGW-Anhänger die Skeptiker auch nur „Verschwörungstheoretiker“ sind. Einer der vielen zeitgeistigen Begriffe die das Nachdenken erübrigen sollen und eine Selbstbestätigung ohne jeden Erkenntnisgewinn bedeuten. Leider besteht hier bei EIKE (ich bin kein Naturwissenschaftler und lese hier seit Jahren mit) die Tendenz die Klima- und Energiefrage mit den USA und ihrer „lebensrettenden Funktion in der freisten aller möglichen Welten“ zu verknüpfen. Man kann und sollte diese politische Debatte nicht hier führen, sie würde die Front der Skeptiker, die ohnehin einen schweren Stand haben, nur weiter schwächen. Ich für meinen Teil lehne die US-Außenpolitik ab, aber einen Zusammenhang mit der Klima- und Energiefrage kann ich nicht entdecken (zumindest nicht unmittelbar), deswegen sollten wir uns zurückhalten. Ansonsten entsteht der Eindruck die Energiewendeskeptiker seien alle Anhänger einer Politik, die durch gesetzlose Lager, Drohnenangriffe denen auch viele unbeteiligte Frauen und Kinder zum Opfer fallen, durch Interventionen, ausgedehnte Folter und gewaltsame Umstürze gekennzeichnet ist.
    Ich will damit nichts zu tun haben, soweit ich die Umfragen kenne die Mehrheit der Deutschen auch nicht.
    P.S. Mit den alten Begriffen „Rechts“ und „Links“ hat das alles nichts zu tun, die Begriffe sind eigentlich Kampfbegriffe aus der französischen Revolution und längst unnütz.

  21. @ Th. Hahn
    Natürlich geht es um Demokratie, Menschenrechte und Freiheiten in all den Ländern. Durch die Ukraine läuft ziemlich viel Gasinfrastruktur die der Ukraine gehört – bzw. irgendwelchen ukrainischen Oligarchen oder dem Ukrainischen Staat, so leicht ist das ja nicht zu durchschauen – und sehr gut zum Gasexport von ukrainischen Erdgas aus unkonventionellen Quellen genutzt werden könnte. Nur leider würde diese Kapazität dann für Gazprom fehlen. Und es stellt sich die Frage ob Gazprom dann immer noch den vierfachen Weltmarktpreis in Westeuropa erlösen könnte. Wir alle kennen ja die Gaspreisentwicklung. Die Deutschen sollten sich auch mal fragen wieso es allen Anschein nach nicht möglich ist in Deutschland ein LNG Terminal zu bauen. Siehe Wilhelmshafen. Das Problem ist, dass viele sich nicht vorstellen können wie das ist in einem Land wie der Ukraine zu leben. Oder in Venezuela. Es ist nicht die CIA die die Leute zur Demo aufhetzt sondern diese zum Himmel schreienden Ungerechtigkeiten. In Venezuela Gehen die Leute nicht auf die Straße, weil die CIA das will, sondern weil es nicht mal mehr Klopapier zu kaufen gibt und alle Schlüsselpositionen von Kubanern besetzt worden. Und in der Ukraine ist man auf die Straße gegangen wie Janukowytsch Schergen einem einfach das Auto beschlagnahmen und man dagegen nichts machen konnte wenn einem das Leben lieb war. Wollen Sie wissen wie das in Russland läuft? Googlen sie mal „Enteignung auf Russisch“ Das gleiche wurde auch in der Ukraine gemacht.
    Aber klar hier hatte man ja die Amerikaner und kann sich einfach nicht vorstellen warum die Bürger gegen Ihre Unterdrücker auf die Straße gehen. Egal ob in Nordafrika, Osteuropa oder Südamerika.
    Nach der Logik waren auch die Montagsdemos gegen Hartz 4 von der CIA gesteuert.

  22. #1: Th. Hahn sagt:
    … in denen die Amerikaner und die EU mit bezahlten Söldnern „Revolutionen“ lostreten.
    ———-
    Was soll denn das für eine Verschwörungstheorie sein?

    Amerikanische Firmen sind für viele nicht das Symbol für das Böse schlechthin. Und die Marktwirtschaft, die von Konkurrenz und Profit lebt, hat dem Westen einen Wohlstand beschert, von dem die Menschen aus den Planwirtschaften nicht mal zu träumen wagten.

    Es sollte zu denken geben, warum viele Staaten ausländisches Kapital ins Land locken wollen. Das tun die zumeist nicht, weil sie korrupt sind, sondern weil sie die Entwicklung des Landes voran treiben wollen. Dazu braucht es Investoren.

    Einfache Rückftage: Würden sie ihre Ersparnisse in Polen anlegen wollen, wenn ihnen von vorne herein die Gewinnchancen genommen sind, sie aber mit den Risiken einer ausländischen Investition zu kämpfen hätten?
    Ich wette, sie würde es nicht tun, sondern ihr Geld unter weniger Riskanten verhältnissen anlegen.
    Warum sonst sollte jemand so was tun?

  23. Dem Verfasser/Übersetzer ist ein Fehler unterlaufen. Er schreibt: „Das Land verbraucht derzeit rund 15 Millionen Kubikmeter Erdgas jährlich.“ Korrekt wäre, das Polen 15 Milliarden Kubikmeter verbraucht. Im übrigen wird geschätzt, das Deutschland über ähnliche gewinnbare Resourcen von 700 Mrd. bis 2300 Mrd. Kubikmeter Schiefergas verfügt. Diese Schätzung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe geht dabei von einem konservativen Ansatz aus, der besagt, dass nur 10% des vorhandenenen Gases gewinnbar seien. Vor dem Hintergrund der Krise werden erste Stimmen aus der Politik laut, endlich auch Pilotprojekte zur Schiefergasgewinnung in Deutschland durchzuführen. Mehr dazu: http://tinyurl.com/pohqslf

    Dort gibt es auch weiterführende Links u.a. zur genannten BGR-Studie zur Abschätzung des deutschen Schiefergaspotenzials.

  24. Die gleichen amerikanischen Firmen, die sich die Förderrechte für Schiefergas in der Ukraine gesichert haben. Da soll doch noch einer behaupten, es geht um Demokratie, Menschenrechte und Freiheiten in all den Ländern, in denen die Amerikaner und die EU mit bezahlten Söldnern „Revolutionen“ lostreten.
    gutes Chaptcha: illegal

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