Sonnenfleckenzyklus 24 der schwächste seit 1828

Symbolbild Sonnenfleck: Bild Bernhard Mayr / pixelio.de

von Fritz Vahrenholt
die Aktivität der Sonne – gemessen an der Sonnenfleckenzahl – übertraf im Februar 2014 um rund 6 Punkte die des Novembers 2011 ; wir haben ein neues monatliches Maximum im aktuellen Sonnenzyklus 24. Nach wie vor ist der Zyklus 24 aber der schwächste seit 1828, wenn man die monatlichen Anomalien aufaddiert, wie in dem beigefügten Anhang zu sehen ist.


In diesem Beitrag von Frank Bosse und mir (http://www.kaltesonne.de/?p=17194) berichten wir über eine kürzlich erschienene Publikation von Wissenschaftlern um Paola Moffa-Sanchez von der Universität Cardiff, wonach die Veränderung der Sonnenaktivität zu natürlichen Klimaveränderungen in Europa führt. Untersuchungen des Meeresbodens des Nordatlantiks erlaubten eine Rekonstruktion der Ozeantemperaturen und des Salzgehaltes über 1000 Jahre. Dabei passten kalte Ozeankonditionen zu Zeiten geringer solarer Aktivität. Andere Forscher ( u.a. Lockwood) hatten bereits herausgefunden, dass während solarer Minima Hochdruckzonen westl. der britischen Inseln entstehen, die die Westwinde blockieren, so dass kalte Luft von der Arktis und Eurasien nach Europa fließen kann.

Nach Moffa-Sanchez folgt die thermohaline Zirkulation AMOC – der Wärmestrom des Nordatlantiks – der solaren Schwäche mit einem Verzug von 10 -15 Jahren.

Wir hatten auf die Abschwächung der AMOC und den Rückgang des Wärmeinhalts des Nordatlantiks bereits im Januar (http://www.kaltesonne.de/?p=15893) in unserem Beitrag "Neues vom Nordatlantik: Das natürliche “Day after Tomorrow“- Szenario?" hingewiesen.

Dies bedeutet aber auch, dass die außerordentliche Schwäche des aktuellen Sonnenzyklus sich erst in den nächsten Jahren in einer weiteren Abkühlung des Wärmestroms niederschlagen wird. 

Welche Auswirkungen eine solche Abschwächung bei weiterer solarer Schwäche auf die klimatischen Bedingungen Europas haben wird, beschreibt Paola Moffa-Sanchez in der historischen Rückschau :

"Indeed we propose that this combined ocean-atmospheric response to solar output minima may help explain the notoriously severe winters experienced across Europe between the 16th and 18th centuries, so vividly depicted in many paintings, including those of the famous London Frost Fairs on the River Thames, but also leading to extensive crop failures and famine as corroborated in the record of wheat prices during these periods.”

in Deutsch

"Tatsächlich schlagen wir vor, dass diese kombinierte Ozean-Atmosphären Reaktion auf das Solarleistung-Minimum helfen kann, die notorisch strengen Wintern zu erklären, die Europa zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert erlebt hat. Und die so lebhaft in vielen Bildern dargestellt wurden, darunter die der berühmten Londoner Frost Fairs an der Themse , aber auch zu umfangreichen Missernten und Hungersnöten führten, wie in der Aufzeichnung der Weizenpreise während dieser Zeit bestätigt wird."

Vollständiger Bericht als pdf Anhang

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4 Kommentare

  1. Wenn die Sonnenflecken jetzt so schach sind, ist das doch ein Zeichen, dass das Klima deutlich wärmer wird, sobald die Sonnenzyklen wieder einen „Normalwert“ erreichen. Das finde ich eher bedrohlich.
    Insofern verstehe ich auch nicht wieso Herr Vahrenholdt die Sonnenflecken als Argument gegen einen mensch-gemachten Klimawandel anführt.

  2. Herr Vahrenholt ist bzgl. des „Treibhauseffekts“ m.E. deshalb „konservativ“, weil er sich nicht noch heftigeren Attacken aussetzen will. Ich gehe mittlerweile so vor, dass ich die 1.1 K vorrechne und sage, dass dies das Maximum an Erwärmung wäre, das man erhält, wenn man so tut, als wäre das THE-Modell gültig. Dann sage ich, dass ich das Modell für Unsinn halte und begründe das u.a. auch mit den Adiabaten-Gleichungen (Höhengradient der Temperatur). Ab da steigen die Leute sowieso aus. Abgesehen davon ist ein stabiles Klima in einem Sonnensystem, in welchem sich die Planeten nicht auf idealen Kreisbahnen in einer Ebene um das Zentralgestirn bewegen, unmöglich. Anstatt Pseudowissenschaft mit Computersimulationen zu betreiben, sollte man sich dem Verständnis des natürlichen und nicht aufzuhaltenden Klimawandel widmen. Dazu empfehle ich, auf Amrum die tollen Vorträge von Georg Quedens zu besuchen, anstatt den einschlägigen professorierten Dummschwätzern Gehör zu schenken. Die „Klimakatastrophe“ ist ein schlechtes Märchen und ein astreines Politikum, durch das viele Rattenfänger profitieren. Da wird mir doch gerade schlecht!

  3. In dem Artikel von Herrn Vahrenholt wird ein anderer Artikel zitiert (p=15893), in dem von einer ausgeprägten Wirkung von Treibhausgasen die Rede ist.
    Inzwischen hatte ich es in dieser Diskussionsrunde als erwiesen angesehen, und ich habe mich mittels gründlicher Recherchen wissenschaftlicher Grundlagen selbst davon überzeugt, dass z.B. Co2 aus physikalischen Gründen gar nicht als Treibhausgas wirken kann. Trotzdem wird der Treibhauseffekt dauernd als tatsächlich gegeben unkritisch vorausgesetzt.
    Ich empfehle dringend das Wiederauffrischen physikalischer Grundlagen!

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