Erwartung: Der ‚Big Chill’ dauert noch bis 2040

Interview von WND-Radio (USA) mit Dr. Timothy Ball
Haupt-Abkühlungszyklus könnte in Verhältnisse wie zur ‚kleinen Eiszeit‘ führen.
Während der stärkste Schneesturm dieses Winters die Osthälfte der USA heimsucht, werden Politiker und Interessengruppen behaupten, dass die jüngsten Wetterereignisse Beweis für ihre Ansicht in der Klimadebatte sind. Aber ein prominenter Klimatologe sagt, dass die Kälte nichts weiter ist als die jüngste Entwicklung in einem Abkühlungszyklus, der schon vor über einem Jahrzehnt begonnen hatte und sich bis zum Jahr 2040 fortsetzen könnte.


Aktivisten der Klimaänderung behaupten regelmäßig, dass volatile Wetterereignisse zunehmen infolge menschlicher Aktivitäten, die unser Klima beeinflussen, während Skeptiker die Schnee- und Kältewellen der letzten Zeit als weiteren Beweis dafür ansehen, dass die Erde eben kein Fieber hat.

Dr. Tim Ball lehrte viele Jahre lang Klimatologie an der University of Winnipeg und ist der Autor des vor kurzem erschienenen Buches „The Deliberate Corruption of Climate Science“. [etwa: „Die vorsätzliche Korrumpierung der Klimawissenschaft“]. Er nannte es im Interview mit WND-Radio töricht, Schlussfolgerungen zur allgemeinen Klimaentwicklung aus lediglich einem Wettersystem oder einem einzelnen Winter zu ziehen, aber er glaubt, dass der kalte Winter Teil eines Abkühlungszyklus‘ ist.

„Zu Beginn der Abkühlung mäandriert der Jet Stream von West nach Ost in sehr großen Wellen, aber die Amplitude, das heißt die Nord-Süd-Orientierung dieser Wellen nimmt zu. Man nennt das eine Meridionalzirkulation, und darum kommt es zu dieser Rekordkälte wie jüngst in den USA, aber anderswo auch zu Rekord-Wärme“, erklärte Ball.

„Schauen Sie auf Ostaustralien als Beispiel oder auf Sibirien am Anfang des Winters. Daran erkennt man, dass diese Wellen in einem Gebiet arktische Luft weiter in Richtung Äquator führen als zuvor, während in anderen Gebieten warme Luft viel weiter nordwärts vordringt. Darum kommt es zu dieser zunehmenden Variabilität des Wetters“, sagte Ball und merkte an, dass uns die Geschichte nur zu deutlich sagt, was diese Bedingungen bedeuten.*

„Betrachtet man die historischen Aufzeichnungen, und damit meine ich diejenigen der letzten 10.000 Jahre, war diese Verteilung regelmäßig zu Beginn des Abkühlungsprozesses erkennbar. Und genau das wird jetzt auch geschehen. Wir werden diese Abkühlung mindestens bis zum Jahr 2040 behalten“.

Ball zufolge begann die Abkühlung vor etwa 10 Jahren am Südpol, und das Anwachsen des Meereises um die Antarktis seit diesem Zeitpunkt ist der Grund dafür, dass ein Forschungsschiff und später auch ein zur Rettung kommendes Schiff mitten im Sommer der Südhemisphäre im Eis eingeschlossen wurden.

Ball sagte, dass die Abkühlung nicht nur fast 30 weitere Jahre anhalten wird, sondern dass auch die Intensität dieses Abkühlungszyklus‘ bedeuten könnte, dass es zu historischen Kältewellen kommen könnte.

„Es ist eine Debatte darum im Gange, wie stark die Abkühlung ausfallen wird, aber diese ist verknüpft mit Änderungen auf der Sonne, den Sonnenflecken-Zyklen“, erklärte Ball. „Das ist der Haupttreiber langzeitlicher Temperaturverläufe. Die Wissenschaftler, mit denen ich viel zusammengearbeitet habe, gehen ebenfalls von einer Abkühlung bis mindestens zum Jahr 2040 aus, wobei es sicher kälter werden wird als zu Beginn des 19. Jahrhunderts und möglicherweise bis auf ein Niveau, das zu Zeiten der ‚Kleinen Eiszeit‘ vorherrschend war, als im Jahre 1683 die Themse mit drei Fuß dickem Eis bedeckt war“. [3 Fuß = ca. 91 cm].

In „Eco Tyranny“ enthüllt Brian Sussman, wie die Linke erfundene Umweltkrisen dazu benutzt, Kapitalismus und Freiheit zu dämonisieren und absichtlich Amerikas riesige natürliche Ressourcen unter Verschluss zu halten – und wie Präsident Obama diesen Plan anführt (hier).

Betrachtet man diese historischen Aufzeichnungen ist es unabdingbar zu verstehen, wie sich das Klima aus natürlichen Gründen mit der Zeit ändert, sagt Ball, der dafür eintritt, dass es unredlich ist, Klima oder sogar Politik durch gegenwärtige Wetterereignisse zu definieren.

„Der Unterschied ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima. Wetter ist das, was man erlebt, wenn man gerade jetzt draußen steht. Es ist eine Kombination  tausender Variablen, alles von kosmischer Strahlung aus den Tiefen des Weltalls bis zu geothermischer Wärme am Grund der Ozeane“, sagte er.

„Klima ist das mittlere Wetter in einer Region oder die Änderung des mittleren Wetters mit der Zeit. Genau das habe ich während meiner gesamten Laufbahn studiert, nämlich Klimaänderung und dessen Änderung mit der Zeit. Der einzige Weg, dies zu tun, besteht darin, zurückzutreten und den Trend zu betrachten“, sagte Ball und fügte hinzu, dass heutzutage viele Wissenschaftler historische Klimadaten einfach dazu missbrauchen, ihre politischen Vorgaben zu belegen.

„Es hängt davon ab, welchen Anfangspunkt man für Temperaturaufzeichnungen oder solchen der Niederschlagsmenge wählt, und an welchem Punkt man endet. Man kann alles beweisen, was man will, wenn man nur entsprechend den Zeitraum auswählt“, sagte Ball.

„Zum Beispiel hat sich die Welt seit dem Jahr 1900 bis etwa 1940 erwärmt. Bis 1980 wurde es wieder kälter. Dann gab es bis 1998 wieder Erwärmung, und jetzt kühlt es sich wieder ab. Man kann sich irgendeine beliebige Periode hieraus aussuchen und sagen ‚da schau her, es erwärmt sich bzw. es kühlt sich ab‘, und dann sagen sie, das wird jetzt immer so weitergehen und es bedeutet das Ende der Welt. Genau das haben diese Leute natürlich mit der jüngsten Erwärmung von 1980 bis 2000 gemacht“, sagte er.

Nach Jahren der Behauptungen, dass es einen unerbittlichen Anstieg der globalen Temperatur gibt, behaupten Aktivisten der Klimaänderung jetzt, dass extreme Hitze, extreme Kälte oder aktive Hurrikan- und Tornado-Saisons allesamt bedeuten, dass menschliche Aktivitäten unser Klima volatiler machen. Ball sagt, dass gute Wissenschaft diese Behauptungen glatt als falsch überführt.

„Tatsächlich ist die Anzahl von Tornados dramatisch zurückgegangen. Die Anzahl der Hurrikane, namentlich solcher, die das US-Festland betroffen haben, ist dramatisch zurückgegangen. Ihre Argumente sind folglich von A bis Z falsch“, sagte er.

„Die vermeintliche Zunahme der Sturmhäufigkeit ist wissenschaftlich falsch, weil sich diese Stürme im Übergangsbereich zwischen kalter polarer Luft und wärmerer tropischer Luft bilden, was im Wesentlichen in den USA zwischen 30°N und 50°N der Fall ist. Nimmt der Temperaturgegensatz an dieser Grenze ab, die man als Polarfront bezeichnet, bilden sich weniger Stürme und nicht mehr“, sagte er. [Dies kann man natürlich sofort auch bei uns nachvollziehen. Stürme bilden sich im Winter bei einem großen Temperaturgegensatz zwischen Äquator und Pol, nicht im Sommer bei verringertem Temperaturgegensatz. A. v. Hans-Dieter Schmidt]

„Das offizielle Argument lautet, dass sich die Polargebiete stärker erwärmen als die tropischen Gebiete, was tatsächlich die Anzahl von Stürmen reduziert. Aber sie behaupten, dass dadurch die Anzahl der Stürme zunimmt“, sagte er. „Es ist einfach ein weiteres Beispiel dafür, wie die Klimawissenschaft für eine politische Agenda missbraucht wird“.

Read more at http://www.wnd.com/2014/01/big-chill-expected-to-stay-until-2040/#QAf4hGbfjhSlqABZ.99

Link: http://www.wnd.com/2014/01/big-chill-expected-to-stay-until-2040/#bXV1Kbu6yeHikqWi.99

Übersetzt von Chris Frey EIKE

*Bemerkungen von Hans-Dieter Schmidt zu diesem Beitrag:

Mein Freund Chris hat mir diesen Beitrag gezeigt, bevor er ihn der EIKE-Redaktion angeboten hat. Ich habe selten eine treffendere Zustandsbeschreibung der Ursache der milden Witterung bei uns in so kurz und prägnant zusammengefasster Form gelesen wie in diesem Absatz. So erklärt sich natürlich der extrem milde Winter bei uns. Solche milden Winter gibt es zwar immer wieder mal, aber nicht mit der „Begleitmusik“ aus anderen Gebieten, die in diesem Winter sogar den Weg in die Nachrichten fanden. Allem voran natürlich der extreme Kaltlufteinbruch im Nahen Osten schon im Dezember zu Beginn des Winters. Aber auch die Rekord-Eisausdehnung der Antarktis auch jetzt kurz vor dem jahreszeitlichen Minimum (hier).

Auch der Umstand, dass Amplitude und Position der langen Rossby-Wellen in diesem Winter eine Konstanz über mehrere Monate (seit Anfang Dezember) aufwies, wobei die Wellenpositionen lediglich ein wenig hin und her „geeiert“ sind, erscheint mir sehr ungewöhnlich.

Fazit für den ganzen Artikel: Alles, was Dr. Timothy Ball hier aus US-amerikanischer Sicht sagt, kann ich für den Raum Europa-Atlantik nur bestätigen. Und haben nicht auch Kowatsch und Leistenschneider in mehreren Beiträgen für das EIKE in Bezug auf Mitteleuropa darauf hingewiesen, dass gerade solche extremen Schwankungen Anzeichen für den beginnenden Kaltzyklus sind?

Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

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20 Kommentare

  1. Meiner einer verfolgt das Wetter jetzt auch schon über 20 Jahre. Auch weil ich beruflich sehr damit verbunden bin. Ich bin auch zu der Ansicht gekommen das es sich abkühlt. Habe in Sachen Wintereinbrüche schon viele Daten gesammelt. Wenn man sich einfach mal den Lauf in der Vergangenheit ansieht, gibt es derzeit gar kein anderen Weg. Betrachtet man in diesem Zusammenhang die Sonne und ihre Magnetstrahlung, kann man das Wetter verstehen. Es richtet sich nach dem Polarwirbel, dieser wiederum steht im engen Zusammenspiel mit der Magnetstrahlung.Hab da auch schon viel in meinem Blog von zusammen getragen.

  2. Sehr geehrter Herr Uhlemann,
    mit Ihrem letzten Satz haben Sie sehr Recht. aber selbst wenn sich das „global cooling“ auf Kanada beschränken würde, dann wäre dies wegen der ausfallenden Weizenernten für sehr viele Mensche sehr schlimm.
    MfG

  3. @#17: Norbert Fischer

    „global cooling … Wird das jetzt plötzlich hier als akzeptabel gefunden?“

    NEIN, aber die „global cooling“ Möglichkeit besteht wenn man die Sonnenzyklen betrachtet.
    Wir wissen nicht wie die letzte Eiszeit vonstatten ging, aber wir haben vielleicht die Möglichkeit es selbst zu erfahren. Es waren 18 Eiszeiten in den letzten 7500 Jahren, warum nicht jetzt die Nummer 19?

    Wir in Westeuropa haben es im Moment gut. Leider sind viele Landgebiete in der NHK nicht so gut dran. Die Kaltfront geht bis zum 30. Breitengrad und darunter.

    Sehr gut zu sehen auf http://tinyurl.com/pfy5obr

    Das auf den Wassergebieten eine Warmfront auch bis zum 80. Breitengrad vordringt zeigt wie stark die Amplitude des Jet Steam ist. Oder ist es bei uns der Golfstrom?

    Der Klimawandel is im Gange aber es kann leicht in die falsche Richtung gehen. Jetzt sind es laut den Satelitten Daten (RSS) schon 17 Jahre und 5 Monate ohne eine weitere Globale Erwärmung. Dann müssen wir nur noch 12 Jahre und 7 Monate warten bis sogar die IPCC zugeben muss das alle Modelle umsonst waren.

    Wenn wirklich „global cooling“ kommt dann wird es „local“ für viele Menschen sehr schlimm.

  4. Herr Rohrlack

    „Tim Ball schreibt als Amerikaner [Kanadier] einen Bericht. Würden Sie beide z.B. im Nordosten der USA leben, hätten Sie wohl nicht den Mut, den aktuellen Winter als einen der wärmsten seit Menschengedenken zu bezeichnen.“

    Nö, den Mut hätte ich nicht, der amerikanische Winter war ja ungewöhnlich kalt. Und ich hätte nicht den „Mut“, von einem lokalen Wetterereignis eine Verbindung herzustellen zu einem „global cooling“.

    Wird das jetzt plötzlich hier als akzeptabel gefunden? Oder geht das nur kritiklos durch, weil die Richtung cooling als ganz angenehm ermpfunden wird?

  5. @#15: D. Rohrlack

    Kleine Korrektur. Dr. Tim Ball ist Canadier.
    Ansonsten stimmt es das er für Amerika, aber auch für Canada spricht.

    Anfang Januar habe ich CBC NEWS CANADA verfolgt und es war sogar für Canadier ZU KALT. Es war so kalt das in einigen Gegenden man innerhalb von 2 minuten Erfrierungen bekommen konnte. Der Windchill brachte die Temperatur unter -50 Grad C.

    Die Niagara-Fälle waren teilweise gefroren. Das ist nicht etwas das man sehr oft sieht. Es ist nicht klar wann es das letzte mal war. Es wird 1972, 1932, 1911, 1848 genannt.

  6. Herr Innerhofer, Herr Fischer,

    Tim Ball schreibt als Amerikaner einen Bericht. Würden Sie beide z.B. im Nordosten der USA leben, hätten Sie wohl nicht den Mut, den aktuellen Winter als einen der wärmsten seit Menschengedenken zu bezeichnen. Lebteb Sie z.B. in Bankok/Thailand, würden Sie auch nicht so etwas schreiben. Aber weil es in unseren Breiten dieses Jahr mal wieder mild ist, bildet diese Tatsache nun wirklich kein Argument für eine globale Erwärmung.

    D. Rohrlack

  7. The Big Chill? Ich würde es eher es die große Langeweile bezeichnen! Langeweile in dem Sinne, dass der Mensch sich anmaßt Vorhersagen zu treffen über natürliche Kausalitäten von denen er absolut nichts versteht. Das sogenannte „Global Warming“ erweist sich immer mehr als regionales Klimageschehen, völlig losgelöst von den ursprünglich abstrusen Vorstellungen globaler Ereignisse. Ebenso wird es sich mit dem „Big Chill“ verhalten…Schwachsinn in Reinkultur!

  8. In einem Artikel von Dr. Bruno Bandulet heißt es:

    „Das Klima ändert sich mit der Zeit, aber es ist nicht prognostizierbar. Wir wissen nur, dass die Änderungen in größeren und kleineren Zyklen verlaufen. Die Meteorologen können ja nicht einmal das Wetter für einen Zeitraum halbwegs zuverlässig vorhersagen, der über eine Woche hinausgeht. …. Mit dem Ende der Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren begann die Nacheiszeit beziehungsweise Zwischeneiszeit (Holozän), die immer noch andauert. Seitdem wechselt das Klima zwischen langen Wärmephasen, die als Klimaoptimum bezeichnet werden, und langen Kältephasen, die Klimapessimum genannt werden …. Für das 19. und 20. Jahrhundert lassen sich Klimatrends identifizieren, die kürzer sind und nur einige Jahrzehnte dauern – zuletzt der Anstieg der Globaltemperatur von 1970 … bis zur Jahrtausendwende. …. Gemessen an den Durchschnittswerten wurde es im 20. Jahrhundert im nordatlantischen Raum bis etwa 1940 wärmer, dann bis 1970 kälter – und seitdem wieder wärmer. …. Fazit: Auch im 19. und 20. Jahrhundert haben sich kältere und wärmere Perioden abgewechselt, unabhängig von der Industrialisierung! Seit den 70er Jahren geht der meteorologische Trend wieder aufwärts. Und zwar bis zur Jahrtausendwende. Seitdem ist der globale Temperaturanstieg (zeitgleich mit einem Rückgang der Sonnenfleckenaktivität) zum Stillstand gekommen. Dank der NASA-Satelliten, die erstmals eine exakte Messung der Globaltemperatur ermöglichen, wissen wir, dass die jüngste Temperaturspitze auf das Jahr 1998 fiel. Ob es künftig im Durchschnitt wieder wärmer wird, lässt auch Professor Reichholf offen.“ (Bruno Bandulet, Ökologismus – die Klimamacher, 02.09.2008 **).

    Dr. Bruno Bandulet empfiehlt u.a. folgende Bücher:

    – Edgar L. Gärtner, Öko-Nihilismus, 2007.
    – Josef H. Reichholf, Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends, 2007.
    – S. Fred Singer (Hrsg.), Die Natur, nicht menschliche Aktivität, bestimmt das Klima, 2008.

  9. @ Fischer/Innerhofer: sehr sachliche und aussagekräftige Beiträge! Mein beiden Jungs fragen sich, was Sie damit bezwecken… Ich habe es ihnen erklärt!

  10. @#7: Gunnar Innerhofer

    Die Wette zumindestens für die SHK kann schlecht für Sie ausgehen. Wenn der Sonnenzyklus 25 noch niedrieger wird wie der Sonnenzyklus 24 dann denke ich das in 3 Dekaden es passiert.

    Warum von 1900 bis 1980 und nicht 1990? Angst?

    Die Olympischen Winterspiele in Innsbruck 1964 litten unter akutem Schneemangel. Also alles schon mal gesehen.

    Ich kann mich an sehr kalte und schneereiche Winter, als auch milde und schnnearme Winter erinnern.

    Wenn heute ein Winter so schlimm (warm oder kalt) ist wie vor 50+ Jahren, dann ist es nur eine Wiederholung. Dieses sogenannte Extremwetterereignisse ist demnach kein besonderes Eeignisse.

    Wemm in Israel und Iran, um nur zwei Länder zu nennen, es den heftigste Schneefall in 50 Jahren gab dann sind es die selben Wetterbedingungen wie damals.

    Die Frage ist jetzt, wird es wirklich in den nächsten 20+ Jahren noch schlimmer werden? Waren wir mit der Temperatur auf den Gipfel und jetzt geht es mal langsamer und mal scheller abwärts (wie in den Bergen)?

  11. #6: Sie verwechseln Wetter mit Klima – die typische Taktik der Grünlinge eben, die alles in die gewünschte Richtung verbiegen. Aber Sie sind ja hier schon einschlägig bekannt. Bleibt zu hoffen, dass Sie und Ihre Meinungsgenossen mit ihrer Tour künftig nicht mehr durchkommen und die Deutschen nach und nach aus ihrer Gehirnwäsche aufwachen. Ich hoffe noch immer darauf, dass die Grünen bei der nächsten Wahl aus dem Bundestag fliegen (und aus den Landesparlamenten) und Mutti vor die Presse tritt: „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nach langem politischen Kampf ist es mir endlich gelungen, den grünen Albtraum in Deutschland zu beenden. Ich verspreche Ihnen, dass wir innerhalb von einem Jahr die Energiewende beenden und in Deutschland wieder dafür sorgen, dass Strom für jeden Haushalt erschwinglich wird. Ich moechte ……“ – ach, immer diese blöden Tagträume, die mich von Zeit zu Zeit überfallen……. Wo bin ich gerade nochmal stehen geblieben ? Ach so, #7, ja.

    #7: Ihre Beharrlichkeit mit dem Treibhaus-Märchen ist bewundernswert, Herr Innerhofer, in diesem Punkt haben Sie meinen vollen Respekt. Ich erinnere mich an meinen Habilitations-„Mentor“, der hat einen bestimmten grundsätzlichen Aspekt der Physikalischen Chemie bis heute nicht verstanden, und da er mit strammen Schritten auf die 75 J zuläuft, habe ich auch wenig Hoffnung, dass er bei fortgeschrittenem Altersstarrsinn, dem ich hoffentlich nicht eines Tages auch noch erliegen werde, das jemals kapieren wird (hat aber nichts mit Klima zu tun). Glauben Sie wirklich an das CO2-forcing im „Rückstrahlungsmodell“ ? Ihre Beharrlichkeit in diesem Punkt bewundere ich, und aus irgendwelchen Gründen wollen Sie die EIKE-Leser davon überzeugen.

    Abgesehen davon ist mir dieser milde Winter recht, ich kann diese weiße Sch….. (Sie wissen schon) nämlich überhaupt nicht leiden, und endlich kann ich mal auf eine Erstattung bei den Heizkosten hoffen. Ich hoffe sogar, dass es noch ein wenig wärmer wird. So gesehen hoffe ich, dass sich der „Hans-Joachim“ nicht irrt und es wirklich in diesem Jahrhundert noch ein wenig wärmer wird. Schaue ich mir aber die natürlichen Zyklen an, fürchte ich, meine Hoffnung ist vergeblich. Schade, schon wieder so ein saublöder Tagtraum …..

  12. Matthias Horx: „Es geht um die Deutungshoheit des mächtigsten aller archaischen Symbole: des Wetters. Jeder Regenschauer ist nun ein Anzeichen. Jeder milde Winter ein Menetekel. Jeder Sturm ein Armageddon. Wer DIESE Ängste beherrscht und funktionalisieren kann, verfügt über den zentralen Code der Menschheitsängste.“
    Welcome to the world of green.

  13. vielleicht würde ein „big Chill“ wirklich kommen,

    wenn da nicht das Strahlungsforcing aus dem zunhemenden THE wäre…

    Wenn auch nur ein 5a Mittel(global od. NHK/SHK) der nächsten Dekaden x beliebige 5a Mittel zwischen 1900 und 1980 unterschreitet, zahle ich jedem EIKE Forentroll einen Kasten Bier, versprochen…:-)

    Jetzt gehe ich mich aber angesichts des Artikels schnell warm anziehen, obwohl hier in Österreich der Winter 2013/14 bisher fast der mildeste seit Aufzeichnungsbeginn ist. Brrr, the big chill, jaja…

  14. Welcher Big Chill?

    Der Winter, wo ich noch keinen Schnee gesehen habe? Oder ist 2013 gemeint, das 4.-9.wärmste Jahr seit thermometrischen Aufzeichnungen?

    Chilling…

  15. „Auch der Umstand, dass Amplitude und Position der langen Rossby-Wellen in diesem Winter eine Konstanz über mehrere Monate (seit Anfang Dezember) aufwies, wobei die Wellenpositionen lediglich ein wenig hin und her „geeiert“ sind, erscheint mir sehr ungewöhnlich.“

    Lesen Sie Arbeiten von Schillg – Hamburg, Bonn. Dann wissen Sie, daß das gar nicht so ungewöhnlich ist. Geb hat m.W. in der Berliner Wetterkarte sogar monatsweise die Fourierkomponenten der 500 hP-Fläche zwischen 40 und 60 °N veröffentlichtInsbesondere die Welle 2 zusammen mit Welle 4 bildet oft stabile Konfigurationen. Die Krümmung der Wellen spielt natürlichauch eine Rolle, denn die können nur langfristig stabil sein, wenn sie den Zonalstrom Energie abzapfen“ Nimmt der Temperaturgegensatz an dieser Grenze ab, die man als Polarfront bezeichnet, bilden sich weniger Stürme und nicht mehr“, sagte er.“

    So ist es und jeder Meteorologe hat dieses Wissen in Form der Zyklonentheorie.

  16. Der Artikel vom Montag „Sollten wir uns Sorgen machen?“ ist eine Darstellung von Durschnittswerten.

    Dr. Timothy Ball zeigt das „… Rekordkälte wie jüngst in den USA, aber anderswo auch zu Rekord-Wärme“. Genau da ist der Hund vergraben. Der Durschnitt ist die gleichzeitige Kälte und Wärme im selben Breitengrad oder von der ganzen Erde.

    Ich fand eine interesante Darstellung der Temperatur und des Windes. Erklärung: http://earth.nullschool.net/about.html

    Darstellung: http://tinyurl.com/pwu2sh6

    Wenn man die Ansicht vom Norpol http://tinyurl.com/pa2afzs betrachtet dann sieht man wie sich die Kälte über die Landmasse verteilt. Man kann sehen wie Westeuropa bis jetzt nicht sehr kalt wurde und wo die Kälte am schlimmsten ist.
    Wenn die Kälte über die Wassermassen bewegt kann man auch den dazugehörigen Wind sehen. Toll.

    Schaut man sich Australien an dann sieht man das die Wärme sich nicht wiederspiegelt auf den selben Breitengradbereich in Südafrika und Südamerika. Auch da wird der Durchschnitt die starke Wärme von Australien glattbiegen.

    Ergo: Die Sonnenflecken-Zyklen werden die Amplitude des Jet Stream verändern und die Kälte wird sich dementsprechend über die Landmassen verteilen. Wir werden in einigen Gegenden sehr frieren und die IPCC usw. wird auf die Durschnittswerte deuten und sagen das es nicht so ist.
    Die IPCC wird solange daran festhalten bis … (Wer hat die Antwort?)

  17. @Wernher Kaul #2
    Wir haben halt in Deutschland zuviele Quacksalber und Möchtegern in der Politik, Medien und Wissenschaften.
    Der Spruch…Zum Wohl des Volk…wurde in…Zum Wohl des Volk aber nur wenn es meinen eigenen Interessen dient…abgeändert.

  18. Hat sich doch die Tage wieder der Herr Latif in die Bildzeitung gewagt, mit seine These der Zunahme der Extremwetterereignisse. Und natürlich auch des sogenannten Malle-Winters in Deutschland.

    Warum liessen diese Leute nichts von sich hören, als es wieder mal mehrere sehr kalte Winter wie in den letzten Jahren gab…

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