Die Rechnung des begabten Herrn Gabriel – Harte Zahlen zur neuen Energiepolitik

von Fred F. Mueller
Mit dem Zustandekommen der neuen Regierung soll Deutschlands Energiewende neuen Schwung aufnehmen. Die Koalitionäre haben sich ehrgeizige Ziele für die Erhöhung des Anteils „erneuerbarer“ Energien auf 40-45 % bis zum Jahre 2025 gesetzt. Die Besetzung des entsprechenden Ministerpostens mit Sigmar Gabriel, einem für forschen Stil bekannten Lehrer ohne belastende technische Kenntnisse, lässt erwarten, dass man auf diesem Weg mit Siebenmeilenstiefeln weiter fortzuschreiten gedenkt. Bereits jetzt steht fest, dass die Sache teuer werden wird. Genau der richtige Zeitpunkt, um hier einen Blick auf die Rechnung zu werfen, die der freundliche „Kellner“ nach Abschluss dieser Ausgabenorgie der verkaterten Nation präsentieren dürfte.


Die Energiewende wird noch einmal beschleunigt [SPI1, SPI2]. Bis zum Jahr 2025 sollen 40-45 % Strom aus sogenannten „erneuerbaren“ Energien erzeugt werden, mit eindeutigem Schwerpunkt auf der Windenergie (Bild 1), insbesondere an den küstennahen Standorten in Norddeutschland. Die Kapazität der Offshore-Windenergie soll von derzeit wenigen 100 MW auf 6500 MW vervielfacht werden. Dies dürfte vor allem zu Lasten der konventionellen Kraftwerke gehen, denen man – soweit sie fossil befeuert werden – zusätzlich auch noch die CO2-Zertifikate verteuern will [CO2].

Bild 1. Bei ihren aktuellen Energiewende-Planungen setzt die neue Bundesregierung vor allem auf die Windenergie

Als Antwort auf den überbordenden Preisanstieg bei den EE-Energien will man lediglich die Förderung in einigen Bereichen nach unten anpassen oder sogar deckeln. Falls dies so umgesetzt wird, könnte sich der Anteil der Windenergie an der deutschen Stromerzeugung, der im Jahre 2012 noch bei 7,3 % lag, bis zum Jahr 2025 mehr als verdreifachen und auf über 22 % anwachsen. Für Solarenergie kann von einem Anwachsen von 4,6 auf bis zu 7 % ausgegangen werden, während das Wachstum bei Wasser, Biomasse und Müll gedrosselt werden dürfte. Für Deutschlands Energieversorgung bedeutet diese Entwicklung eine Katastrophe. Grund ist, dass im Netz im Prinzip kaum Strom gespeichert werden kann. Produktion und Verbrauch müssen deshalb stets im Gleichgewicht gehalten werden. Erzeuger wie Wind und Sonne, die nicht stabil einspeisen, stören dieses Gleichgewicht. Zur Stabilisierung müssen die Netzbetreiber dabei vor allem auf die konventionellen Kraftwerke zurückgreifen. Und genau die dürften zu den Leidtragenden der Koalitionsvereinbarungen gehören.

Sachverstand?

Kaum ein Urteil dürfte die derzeitige deutsche Energiepolitik treffender und zugleich vernichtender charakterisieren als das folgende Zitat aus dem kürzlichen Jahresgutachten 2013/ 2014 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit dem Titel „Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik“ [WIGU], wo es heißt: „Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde von der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP die beschleunigte Energiewende ausgerufen. Dieses Großprojekt wird derzeit ohne ein schlüssiges Gesamtkonzept verfolgt.“

Künftige Stromerzeugung

Da die neue Koalition ihre Planzahlen zur Situation der Stromproduktion im Jahre 2025 zum Teil in Prozentzahlen vorgelegt hat, ist die erste und wichtigste Frage, wie hoch denn die absolute Stromproduktion zu diesem Zeitpunkt ausfallen dürfte. Zu dieser wichtigen Frage gehen die Meinungen natürlich weit auseinander. Anhänger der „erneuerbaren“ Energien glauben, dass man durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz noch erhebliche Einsparungen erzielen kann. Es ist tatsächlich nicht auszuschließen, dass es zu einem Rückgang bei Produktion und Verbrauch elektrischer Energie in Deutschland kommen wird. Allerdings würden diese Einsparungen voraussichtlich durch die Abwanderung wichtiger Industrien zustande kommen, was man keinesfalls wünschen sollte. Da die Krisenjahre seit 2008 den vorher recht gleichförmigen Anstieg der Stromproduktion unterbrochen haben, verharrt diese seit fünf Jahren auf etwa gleichem Niveau und lag im Jahre 2012 bei rund 629 Terawattstunden (TWh) [AGEB]. Mangels geeigneter Grundlagen für eine anderslautende Prognose nehmen wir für diese Betrachtungen einmal an, dass dieser Wert konstant gehalten werden kann.

Bild 2. Jede bessere Hundehütte zählt: Die Solarkapazität soll bis auf 52000 MW ausgebaut werden.

Ein durchaus wesentlicher zusätzlicher Faktor sind jedoch die aktuellen Planungen im Bereich der Elektromobilität, obwohl die gleichen Leute, welche dieses Thema ständig vorantreiben, sich kaum Gedanken darüber zu machen scheinen, wo denn der zusätzliche Strom herkommen soll. Nach den derzeit noch geltenden Planzahlen der alten Bundesregierung sollen 2025 rund 4,3 Mio. Elektro-PKW auf deutschen Straßen unterwegs sein [EAWI]. Für diese wären als Antriebsenergie jährlich rund 13 TWh an der Steckdose bereitzustellen. Inklusive der Leitungs- und Übertragungsverluste von rund 35 % wären demnach jährlich rund 20 TWh zusätzlich bereitzustellen. Als Gesamtbedarf der Stromerzeugung im Jahre 2025 kann demnach von etwa 650 TWh ausgegangen werden. Hiervon sollen 40-45 % aus erneuerbaren Quellen stammen. Für die weiteren Berechnungen wählen wir einen konservativen Ansatz und gehen von einem EE-Anteil von lediglich 40 % aus.

Anteile der einzelnen EE-Quellen

Als nächstes ist die voraussichtliche Aufteilung dieser 40 % bzw. 260 TWh auf die einzelnen EE-Quellen aufzuschlüsseln. Dies erfordert einige Berechnungen, weil sich die präsentierten Zahlen zum Teil auf Strommengen, zum Teil auf Erzeugungskapazitäten beziehen. Als feste Größen wurden der Ausbau der Solarkapazitäten auf 52000 MW sowie der Offshore-Kapazitäten auf 6500 MW vorgegeben.

Bild 3. Durchschnittliche Nutzungsgrade der in Deutschland installierten Fotovoltaikanlagen in den Jahren 2006 – 2012 (Daten: BMU [AEEE])

Die übrigen EE-Quellen – Wasser, Brot (pardon, gemeint ist natürlich Biomasse) sowie Müll – dürften auf dem aktuellen Niveau mehr oder weniger gedeckelt werden. Mit Blick auf diese Angaben müssen zunächst Kapazitäten in tatsächlich zu erwartende Strommengen umgerechnet werden. Hierfür werden die Nutzungsgrade benötigt. Bei Fotovoltaik lässt sich nach Zahlen des BMU [AEEE] für die letzten Jahre ein mittlerer Nutzungsgrad von 8,3 % (Bild 3) errechnen, bei Wind sind es 17,4 %, Bild 4.

Bild 4. Durchschnittliche Nutzungsgrade der in Deutschland installierten Windenergieanlagen in den Jahren 2006 – 2012 (Daten: BMU [AEEE])

Da für die Offshore-Anlagen in der Nordsee noch keine verlässlichen Langzeiterfahrungen vorliegen, macht es Sinn, hierfür Ergebnisse aus Großbritannien heranzuziehen, da dort in ähnlicher geographischer Lage schon seit Jahren große Windparks in Betrieb sind. Hier liegt der Nutzungsgrad bei 30 % [OFFS]. 

Demnach wären im Jahre 2025 folgende EE-Produktionsmengen zu erwarten:

Kosten des Zubaus

Per 3. Dez. 2013 waren in Deutschland 32460 MW Windkapazität sowie 34850 MW Solarkapazität installiert [EEX], ausserdem etwa 500-700 MW Offshore-Kapazität. Um die obigen Werte für die Jahres-Stromproduktion zu erreichen, wäre demnach folgender Zubau erforderlich:

 

In obiger Rechnung wird auch der Ersatzbedarf für diejenigen Kapazitäten berücksichtigt, die aufgrund des Erreichens der Altersgrenze ausgemustert werden müssen, d.h für alle Anlagen, die 2005 bereits in Betrieb waren. Bei Solaranlagen sind dies lediglich 2100 MW, bei Windenergieanlagen jedoch immerhin zusätzlich 18400 MW.

Als nächstes sind jetzt die entsprechenden Kosten pro installierter Kapazität zu ermitteln. Bei professionell errichteten Solaranlagen kann man aktuell von etwa 1,5 bis 1,8 Mio. € pro MWp ausgehen [SOKO, SOK2]. Bei landgestützten Windenergieanlagen liegen die Kosten bei etwa 1,45 Mio. €/ MW [WIKO]. Wesentlich teurer wird es dann im Offshore-Bereich. Nimmt man den Nordseewindpark Bard 1 als Maßstab, so liegen diese bei etwa 7,25 Mio. €/ MW [BARD]. Mit diesen Werten stellen sich die Kosten für die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energie auf 40 % bis zum Jahre 2025 zunächst wie folgt dar:

Allein für die reinen Anlageninvestitionen kommen mit den EE-Plänen der neuen Regierung somit auf den deutschen Verbraucher zusätzliche Kosten von ca. 180,- Mrd. € zu.

plus einiger „Kleinigkeiten“

Mit der reinen Errichtung von EE-Anlagen ist es jedoch nicht getan, es kommen noch diverse kleinere und größere Positionen hinzu, damit der so erzeugte Strom auch tatsächlich beim Verbraucher ankommen kann. Insbesondere um die Netzanbindung der Offshore-Windenergie hat es ja bereits in den vergangenen Jahren erhebliches Gezerre gegeben. Insgesamt handelt es sich um folgende Positionen:

                                                                                                                                                Mrd. €

Netzausbau an Land (Transportebene, 4000 km) [NAKO]                                                        26,- bis 80,-

Anbindung Offshore (5800 MW) [TENN]                                                                                          6,-

Netzausbau Verteilnetze [NAKO]                                                                                        24,- bis 30,-

Smart Meter [SMSP]                                                                                                                   10,4

Zusätzliche Kosten Regelenergie (pro Jahr mehr als 1 Mrd. €)                                                              11,-

Summe (konservativ gerechnet)                                                                                                      77,4

Summa summarum dürften die Beschlüsse der jetzt besiegelten Koalition demnach bis zu 300 Mrd. € kosten. Diese Zahl stellt jedoch immer noch nicht die ganze Wahrheit dar, denn es handelt sich dabei vor allem um Investitionsaufwendungen. Hinzu kommen noch die Kosten für Betrieb und Instandhaltung, die aller Voraussicht nochmals in gleicher Größenordnung liegen dürften. Angesichts der Tatsache, dass die sogenannte „Energiewende“ den Verbraucher bereits bis jetzt mit schätzungsweise 500 Mrd. belastet hat, dürfte die Billion bereits im Jahre 2025 erreicht oder sogar überschritten werden.

Bild 5. Konventionelle Kraftwerke wie hier das Kohlekraftwerk Altbach Deizisau sollen die Kohlen der Energiewende aus dem Feuer holen und trotzdem verlieren (Foto: kohlekraftwerke.de)

Besonderes „Schmankerl“ sind in diesem Zusammenhang die Planungen rund um die zwangsweise Umrüstung der Zählertechnik in Haushalten auf die sogenannten „Smart Meter“. Einem kürzlichen Bericht bei „Spiegel Online“ zufolge [SMSP] soll zunächst jeder Haushalt acht Euro im Jahr bezahlen, auch wenn er noch mit einem alten Stromzähler ausgestattet ist. Für Neubauten und bei Modernisierungen hingegen wird der obligatorische Einbau eines Smart Meter bis zu 72 Euro im Jahr kosten. Dabei hat der Verbraucher von diesen Geräten keinerlei substanzielle Vorteile zu erwarten, statt dessen erhebliche Nachteile – von der Fernüberwachung seines Verbrauchsverhaltens bis zur ferngesteuerten Abschaltung des Stroms nach Gusto des Versorgungsunternehmens. Profitieren dürften davon lediglich die Zählerhersteller.

Was bekommt der Bürger eigentlich zurück?

Fragt man jetzt ketzerisch, welche Vorteile denn dem deutschen Verbraucher aus diesem fast beispiellosen Kapitaleinsatz erwachsen sollen, so sind diese….quasi nichtexistent. Denn das erklärte Ziel, den Einsatz fossiler Rohstoffe und damit den CO2-Ausstoss zu reduzieren, wird man trotz dieser gigantischen Ausgaben nicht einmal annähernd erreichen können. Dazu genügt ein Blick auf Bild 6, das die Aufteilung der Stromerzeugung am 11. Dezember 2013 dokumentiert. An diesem Tag erreichte die kumulierte Stromerzeugung aus 32460 MW Windkapazität sowie 34850 MW Solarkapazität über etliche Stunden nicht einmal 1000 MW. Der prozentuale Anteil von Sonne und Wind am der Netzlast lag für einen Großteil des Tages bei lediglich 1,5 bis 3,5 % und erreichte nur in der Mittagszeit kurzfristig 7,7 %. Um die Stromversorgung dennoch sicherzustellen, musste fast der gesamte Park an Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken zum Einsatz gebracht werden. Trotz enormer nomineller Kapazitäten an „erneuerbaren“ Energien können in Deutschland faktisch keine konventionellen Kraftwerke stillgelegt werden, weil ohne sie die Versorgung zusammenbrechen würde.

Bild 6. Am 11.Dezember 2013 lag die gemeinsame Leistung aus 67300 MW Wind- und Solarkapazität für einen Großteil des Tages unterhalb von 2000 MW. Nur konventionelle Technologien wie Kohle- und Kernkraftwerke retteten Deutschland vor dem Blackout (Daten: [EEX])

Auch für 2025 nur trübe Aussichten

Erinnern wir uns: Ziel der ganzen superteuren Aktion soll die Rettung des Klimas durch Reduzierung des Ausstoßes an CO2 sein. Diesem Ziel sollen wir mit der erheblichen Steigerung der Zahl an Wind- und Solaranlagen bis zum Jahre 2025 näherkommen. Doch wieviele konventionelle Kraftwerke wird man denn durch den forcierten Zubau von Wind- und Solaranlagen bis zum Jahr 2025 definitiv abschalten und vom Netz nehmen können? Um dieser Frage nachzugehen, wurde die Wetterlage bzw. die damit verknüpfte Stromerzeugung des 11. Dezember 2013 zugrunde gelegt und mit den für 2025 geplanten Kapazitäten neu berechnet, Bild 7. Im betreffenden Jahr lägen die Windkapazitäten bei insgesamt 93160 MW (86660 MW Onshore und 6500 MW Offshore) und die Solarkapazität bei 52000 MW, zusammen also 145160 MW. Das entspricht rund 180 % der maximalen Netzlast.

Doch trotz dieses enormen „Overkills“ an „EE“-Kapazität kämen Sonne und Wind bei einer vergleichbaren Wetterlage wie der des 11. Dezembers 2013 auch zusammen über einen Großteil des Tages auf nur 2700 bis 4200 MW bzw. 4 bis 9 % der Netzlast. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit wären konventionelle Kraftwerke also weiterhin faktisch unverzichtbar. Eine Stilllegung nennenswerter Kapazitäten wäre nach wie vor nicht möglich.

Mit Blick auf das vorgebliche Ziel der Energiewende, die Verringerung des CO2-Ausstosses, lässt der Blick auf Bild 7 zudem erkennen, dass diesbezüglich überhaupt kein Fortschritt zu erwarten sein dürfte. Grund ist die Stilllegung der Kernkraftwerke, die 2012 immerhin noch rund 16 % zur deutschen Stromerzeugung beigetragen hatten. Dieser Anteil muss durch Kohlekraftwerke aufgefangen werden, die entsprechend zusätzliches CO2 ausstoßen. Hinzu kommt, dass aufgrund der Unzuverlässigkeit der Stromerzeugung aus Sonne und Wind ein entsprechend höherer Anteil konventioneller Kraftwerke als Bereitschaftsreserve „unter Dampf“ gehalten werden muss, um jederzeit einzuspringen. Dieser sogenannte „hot standby“ erfordert jedoch die ständige Zufuhr erheblicher Mengen Brennstoff, so dass sich die CO2-Bilanz der betreffenden Kraftwerke merklich verschlechtert. Per Saldo ist deshalb damit zu rechnen, dass wir 2025 für die Stromerzeugung sogar mehr CO2 in die Luft pusten werden als heute.

Bild 7. Hypothetischer Strommix im Dezember 2025 analog der Wetterlage, wie sie am 11.12. 2013 herrschte

Fred F. Mueller

Quellen

[AGEB] http://www.ag-energiebilanzen.de/

[AEEE] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien – Statistik, BMU – EI 1, Stand Juni 2013

[BARD] http://www.nwzonline.de/wirtschaft/neuer-wirbel-um-windpark-von-bard_a_1,0,542153364.html

[CO2] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/emissionshandel-eu-staaten-wollen-co2-ausstoss-teurer-machen-a-932575.html

[EAWI] http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroauto

[EEX] http://www.transparency.eex.com/en/

[NAKO] http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,758208,00.html

[OFFS] http://www.bwea.com/ukwed/ abgerufen am 31.10.2012

[SOKO] http://www.solarrechner.de/

[SOK2] http://www.interplan-solar.eu/de/Investment/turnkey.html

[SMSP] http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/smart-meter-regierung-plant-zwangsumlage-fuer-stromkunden-a-936560.html

[TENN] http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/0,2828,851292,00.html

[WIGU] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik Jahresgutachten 2013/14

[WIKO] Verkaufsprospekt zum Erwerb von Kommanditanteilen an der Bürgerwindpark Albersdorf GmbH & Co. KG

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46 Kommentare

  1. In den Kommentaren klingt immer wieder an,daß Gabriel und Konsorten nicht ernstzunehmen seien,weil keine Fachkenntnis und grüne Phantasten etc.
    Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen:
    Das mögen zwar keine Experten sein.Um die Problematik zu durchschauen genügt der gesunde Menschenverstand.Man muß diese Zeitgenossen sogar sehr,sehr ernst nehmen.Sie sind hochgefährlich.
    Gabriel weiß genau was er macht und die ,die ihm die Steigbügel halten natürlich ebenso.Auch Mutti.Es ist auch kein Zufall ,daß Wirtschaftsministerium und Energieministerium zusammengeführt werden.So kann die große Demontage zielstrebiger durchgeführt werden.
    Das Ziel ist der Morgenthauplan 2.0.
    Der Begriff „Wende“ beinhaltet bereits die Umkehr.Ging es bisher aufwärts ,so wird es jetzt abwärts gehen.Abwärts geht es immer wesentlich schneller.
    In unseren fremdgesteuerten Politmarionetten muß ein ungeheurer Haß gegen das eigene Volk vorliegen ,daß sie dessen Wohlstand völlig vernichten wollen.
    Es ist eine jahrtausendealte Taktik Kinder zu indoktrinieren.Die ganze Erziehung beruht darauf.“Laßt die Kleinen zu mir kommen“
    Das kann positive oder auch negative Folgen haben.Eines der abschreckendsten Beispiele sind zu Killermaschinen umfunktionierte „Kindersoldaten“.Die „Pinguinrettung“ ist zwar blanker Unsinn und scheinbar harmlos dahinter verbirgt sich aber mehr.Bei Orwell denunzieren Kinder die eignen Eltern beim Liebesministerium.Wenn man weiß ,daß WWF eine Tarnorganisation der CIA darstellt ,tritt man dem WWF entsprechend entgegen.

  2. #40: Herr Peter Ellington, sehe ich genau so,
    auch ich würde solchen „Experten“ mit Misstrauen begegnen.
    Ärzte haben zudem noch das Problem, dass Sie von Staats wegen offizielle Dinge glauben müssen, von den sie WISSEN, dass sie falsch sind (Strahlenschutz).
    Ein guter Dr., der auch aktiv handeln muss, kann sich keine Abweichung von der Realität leisten.
    Die Folgen zeigen sich in der Regel sofort.
    Er benötigt einen (naturwissenschaftlich) kritischen Geist.
    Allerdings gibt es im Gegensatz zur „Klimaforschung“ unter Fachleuten eigentlich keinen Dissens über die richtige Beurteilung des „Strahlungsrisikos“, man arbeitet täglich damit.

    mfG

  3. #41: Stefan Steger, richtig, nicht so schnell aufgeben,
    Sie müssen sich dann ein kommerzielles Modell besorgen, z.B. über Metro :-).
    Ich hab das in meinem Garten mit mehreren Produkten machen müssen, erstaunlich was wir privat alles nicht dürfen.

    mfG

  4. # 40 Peter Ellington

    Sehr geehrter Herr Ellington,

    ich kann die Erfahrungen von Herrn Walter in jeder Hinsicht nur voll bestätigen. Meine eigene, aus vielen Diskussionen resultierende Erfahrung zeigt: Auch der gebildete, „intelligente“ Teil des Volkes bezieht seine Informationen praktisch ausschließlich aus dem Fernsehen – inclusiv Talkshows ! – und nebenbei ein wenig aus der einen oder anderen Tageszeitung. Bei Nachfragen nach der Benutzung des – selbstverständlich vorhandenen!- Computers folgt betretenes Schweigen.
    So ist der Mensch. Er hat sich über Millionen von Jahren so entwickelt, und sein Verhalten ist nicht so ohne Weiteres zu verändern. Wir müssen mit unseren „Ärzten, Vorständen und Rechtsanwälten…“ leben, wie sie die Natur gemacht hat.

    Mit freundlichen Grüßen,

    H. Schütte

  5. #8: H. Hoffmeister sagt:

    Eine Frage hätte ich noch: Was passiert im Jahr 2025 an Tagen mit viel Wind und viel Sonne – Leistung annähernd 150 GW – mit den enormen Überschüssen?

    Dazu muss man nur in den Koalitionsvertrag von Union und SPD schauen. Da steht:

    „In einem Strommarkt mit einem weiter zunehmenden Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien werden wir Strom, der sonst abgeregelt werden müsste, für weitere Anwendungen, etwa im Wärmebereich, nutzen.“

    Ich hätte da auch schon eine Idee. Wir könnten mit unseren Ostseebädern Rimini Konkurrenz machen. Mit bis zu 80 GW überschüssiger Stromproduktion (bei rund 70 GW Bedarf) lässt sich doch schon was anfangen. Damit bekommen wir die Wassertemperatur an ein paar Ostseestränden über die 20 Grad-Marke.

  6. @#38, Herr Pesch,

    da sehe ich mich in Zukunft schon beim illegalen Frisieren meines Staubsaugers so wie früher beim Frisieren unserer Mopeds.
    Es ist der Wahnsinn!

  7. #27: Ulrich Walter
    Über die Weihnachtstage musste ich mir wieder so viel hanebüchenen Schwachsinn von so genannten „hochgebildeten“ (Ärzte, Vorständen, Rechtsanwälten…) engsten Familienmitgliedern anhören….
    ———
    Da stellt sich doch die Frage nach deren beruflichen Eignung. Ich jedenfalls ertappe mich dabei unbewußt ein Fragezeichen hinter der beruflicher Qualifikation derer zu machen die im solchen Gesprächen zu hochgradig ideologischem Denken neigen unter grober Mißachtung der, in Zeiten des Internet, leicht nachprüfbaren Faktenlage. Wieso sollten sie in ihrem Beruf nicht auch zur gleichem irrationalen Verhaltenmustern tendieren.

  8. # 35 Martin Landvoigt

    Sehr geehrter Herr Landvoigt,
    zunächst bin ich froh, dass mein Zahlensalat aus #18 und die Fehler in #31 jetzt im korrigierten #31 richtiggestellt sind. Bitte #31 nochmals lesen.

    Nun zu Ihren Fragen:

    – Braunkohle-Steinkohle: Es geht hier nur um das Prinzip eines klassischen Vergleichsverfahrens. Die Größenordnung der Kostendifferenz ist von der Kohleart unabhängig.

    – Herstellkosten: Sämtliche Herstellkosten sind für reine Neuanlagen für das Jahr 2015 berechnet ohne jegliche Berücksichtigung bestehender Anlagen. Die Literaturquelle habe ich in meinen Kommentaren schon oft genannt und wiederhole sie gerne. Wissel, S. et al, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieumwandlung, Universität Stuttgart. „Erzeugungskosten zur Bereitstellung elektrischer Energie von Kraftwerksoptionen in 2015“,Bericht Nr.7, August 2010, S.17. Alle weiteren Details können Sie dort nachlesen.

    – Kosten für den Mix: Ich habe die Kostenkalkulation der Uni Stuttgart, die nach meiner Überprüfung korrekt angelegt ist, unverändert in meine Rechnung eingesetzt. Es handelt sich hier selbstverständlich „lediglich“ um reine Herstellkosten. Wenn Sie diese mit den Kosten für 2012 vergleichen, müssen Sie berücksichtigen, dass in den Kosten für 2012 außer den Herstellkosten eine ganze Reihe zusätzlicher Kosten enthalten sind, die in meiner Rechnung nicht enthalten sind, sodass die Differenz zu gering ausfällt.

    – Zusätzliche Kosten: Die Kosten 1.,2. und 4. müssen selbstverständlich zu den von mir genannten Kosten hinzuaddiert werden, die Stand-By-Kosten sind korrekt in den Herstellkosten berücksichtigt.

    Unabhängig von den durch „EE“ erhöhten Kosten möchte ich nochmals mit Nachdruck darauf hinweisen, dass aufgrund des „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetzes“ der Verbrauch an Kohlenstoff-haltigen Primärenergieträgern durch den Einsatz „Erneuerbarer Energien“ und damit der CO2-Ausstoß um den Faktor 2,4 !!! erhöhen werden, wenn der Plan für 2025 Wirklichkeit werden sollte.

    Mit freundlichen Grüßen,

    H. Schütte

  9. Zur Frage von Admin

    „Wer kann mir dieses Paradoxon erklären. Im Informationszeitalter bekommen wir in Sekunden aktuelle Bilder von allen Kontinenten dieser Erde. Was ich suchte war warum dieser Effekt selbst durch Informationen und Bildung nicht auszuhebeln ist.“

    Die Antwort heißt vielleicht “Mehrheitsmeinung“

    Warum denken wir, was wir denken? Oder warum der Schwanz mit dem Hund wedelt. In einem Experiment der Verhaltensforschung sitzen sechs Menschen in einem Raum und Diskutieren über einen Sachverhalt. Dabei werden Folien mit Diagrammen und dazugehörigen Aussagen besprochen. Nur einer ist Versuchsperson, die anderen fünf gehören zum Experiment. Obwohl die Aussagen der fünf ganz offensichtlich den Diagrammen widersprechen (Menge a ist größer als b etc.) stimmt die Versuchsperson in aller Regel zu.

    Warum? Der Mensch fühlt sich nur in der Gruppe wohl und es bedarf der Überwindung großer innerer Widerstände, eine abweichende Meinung zur Mehrheitsmeinung offensiv zu vertreten, insbesondere, wenn man im Sachverhalt nicht sattelfest ist.

    In einer komplexen Welt, in der man sich aus Zeit- oder Sachgründen über die meisten Dinge und Zusammenhänge nicht mehr selbst wissen aneignen kann, orientiert man sich am Mainstream. Da eckt man nicht an und man erzeugt ein schönes Gemeinschaftsgefühl. Dabei ist gemeinschaftliches Jammern besonders schön.

    #27: Ulrich Walter schreibt: über die Weihnachtstage musste ich mir wieder so viel hanebüchenen Schwachsinn von so genannten „hochgebildeten“ (Ärzte, Vorständen, Rechtsanwälten…) engsten Familienmitgliedern anhören, dass sich die Fussnägel hochrollen. Habe mir aber in den letzten Jahren angewöhnt einfach zu schweigen, da völlig sinnlos…

    Genau das ist es, was ich meine. Es gibt wahrscheinlich eine viel größere Menge Menschen, denen der Öko-Mainstream auf den Senkel geht, aber die sagen nichts.

    Erzeugt wird dieser Mainstream zu einem großen Teil von den Medien (TV/Print).

    Und hier wird es gefährlich! Wer glaubt, dass die Medien neutrale und unabhängige Berichterstatter sind, der irrt. Hier gilt das abgewandelte Sprichwort, was man glaubt, das schreibt man gerne. Dürften nur Journalisten wählen, hätten die Grünen im Bundestag über 40 Prozent der Sitze. Dazu sind die Chefzimmer praktisch aller wichtigen Zeitungs- und TV-Redaktionen heute von einer überschaubaren Clique von Alt-68ern dominiert, die sich alle aus früheren APO-Kampfzeiten und aus wenigen linken Redaktionen kennen (Konkret, St. Pauli Nachrichten, Spiegel). Wer es nicht glaubt, dem empfehle ich das Buch „Der Spiegelkomplex“.

  10. #29 Martin Landvoigt
    Sehr geehrter Herr Landvoigt,
    auch ich möchte hier betonen,dass ich nicht Kritik üben will, sondern ich versuche, eine fruchtbare Diskussion fortzuführen.Zunächst möchte ich auf meinen Kommentar #18 verweisen, in dem ich meine Rechnung schon einmal präsentiert habe. Unglücklicherweise hat das Programm eine enthaltene Tabelle in einen nicht verständlichen Zahlensalat verwandelt.Nun zu Ihren Ausführungen:
    Wenn ich es richtig verstanden habe, definieren Sie „Mehrkosten“ als „Garantie-Preis minus Börsen-Preis“. Diese Definition repräsentiert allerdings nur einen Teil der Zusatzkosten, die der deutsche Stromverbraucher durch die Einführung der „EE“ zu tragen hat. Die von mir gewählte Definition der Mehrkosten lautet:“Stromkosten 2025 gemäß „EE““ minus „Stromkosten 2025 aus Braunkohle“. Dafür werden die von Herrn Mueller dankenswerterweise ermittelten Einsatzzahlen und die von der Uni Stuttgart nach geltenden BWL-Regeln korrekt berechneten Herstellkosten der einzelnen Erzeugungsarten eingesetzt.

    Geplanter Energiemix 2025 in TWh pro Jahr:

    Wind,onshore: 132,1
    Wind,offshore: 17,0
    Fotovoltaik: 45,6
    Faulgas:ca. 43,6
    Wasser: 21,7
    Summe „EE“: 260,0

    Rest Braunkohle:340

    Summe Stromerzeugung:600

    Kosten Stromerzeugung in ct/kWh:(Uni Stuttgart)

    Wind,onshore: 11,9
    Wind,offshore: 14,7
    Fotovoltaik: ca.30
    Faulgas: 11,4
    Wasser: 6,5
    Braunkohle: 3,5

    Daraus Stromkosten 2025 in Mrd Euro/Jahr:

    Wind,onshore: 15,72
    Wind,offshore: 2,50
    Fotovoltaik: 13,68
    Faulgas: 4,97
    Wasser: 1,41

    Summe „EE“: 38,28

    Rest Braunkohle: 11,90

    Summe Stromerzeugung 2025: 50,18

    Stromerzeugung 600 TWh pro Jahr aus Braunkohle allein:21,0 Mrd Euro/Jahr

    Differenz „Energiemix 2025“ minus Braunkohle: 50,18-21,00=29,18 entsprechend 29,18 Mrd Euro Mehrkosten pro Jahr durch Einsatz „Erneuerbarer Energien“ !!!

    Das bedeutet gemäß „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz“ einen Mehrverbrauch an fossilen Energieträgern um den Faktor
    50,18/21,00=2,4 durch Einsatz „EE“, verglichen mit dem Einsatz von Braunkohle. Entsprechend steigt de Ausstoß an CO2 durch Einsatz von „EE“ ebenfalls um den Faktor 2,4 !!

    Wind;

  11. Es gehört wahrscheinlich nicht direkt hier hin.
    Aber ich habe da mal eine Frage – Betrifft Absturz von Windradrotorblatt von E126 am 30.12.13 aus 140 m Höhe:
    Wie muss man sich die turnusmäßigen Sicherheitsüberprüfungen (TÜV-Überprüfungen) an Windkraftanlagen vor allem hinsichtlich Materialermüdung – speziell bei den Rotorblättern vorstellen. Und: In welchem Turnus wird überprüft? Weiß jemand eine Antwort?

    http://tinyurl.com/nzes6ed
    http://tinyurl.com/mqunh4q
    http://preview.tinyurl.com/ms9cxzr

  12. #31: Dr. Schütte sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schütte,

    ——— Sie schreiben:
    auch ich möchte hier betonen,dass ich nicht Kritik üben will, sondern ich versuche, eine fruchtbare Diskussion fortzuführen.Zunächst möchte ich auf meinen Kommentar #18 verweisen, ..
    —————-
    Ihren Ansatz hale ich für ansprechend, auch wenn in dem Posting die Zahlen nicht gut erkennbar waren Das haben Sie hier aber gut nachvollziehbar gemacht.

    —————- #31: Dr. Schütte sagt:
    Wenn ich es richtig verstanden habe, definieren Sie „Mehrkosten“ als „Garantie-Preis minus Börsen-Preis“. Diese Definition repräsentiert allerdings nur einen Teil der Zusatzkosten, die der deutsche Stromverbraucher durch die Einführung der „EE“ zu tragen hat.
    —————-
    Das ist richtig. Der Ansatz hat seine Schwächen da hier einige Kostenarten nicht angesetzt werden. Aber er hat eben die Verbraucher-Sicht, nicht die Betreiber-Sicht.

    Der Betreiber-Ansatz wäre geeignet, die Entscheidung für oder gegen die Investition zu treffen.

    —————- #31: Dr. Schütte sagt:
    Die von mir gewählte Definition der Mehrkosten lautet:“Stromkosten 2025 gemäß „EE““ minus „Stromkosten 2025 aus Braunkohle“. Dafür werden die von Herrn Mueller dankenswerterweise ermittelten Einsatzzahlen und die von der Uni Stuttgart nach geltenden BWL-Regeln korrekt berechneten Herstellkosten der einzelnen Erzeugungsarten eingesetzt.

    Geplanter Energiemix 2025 in TWh pro Jahr:

    Wind,onshore:132,1
    Wind,offshore:17,0
    Fotovoltaik:45,6
    Faulgas:ca.43,6
    Wasser:21,7

    S[..] „EE“:260,0

    Rest: Braunkohle:340
    —————–
    Ein Unwesentliches Detail: Ghen sie davon aus, dass es keine Steinkohle-Meiler mehr geben wird? Diese sind zwar etwas teurer als die Braunkohle, aber nicht wesentlich. bei einem weiteren Preisverfall der Importkohle könnten diese weitgehend gleich sein. Steinkohle wird hinsichtlich der Emission besser bewertet.

    ————– #31: Dr. Schütte sagt:
    Kosten Stromerzeugung in ct/kWh:(Uni Stuttgart)

    Wind,onshore:11,9
    Wind,offshore:14,7
    Fotovoltaik:ca.30
    Faulgas:11,4
    Wasser:6,5
    ——————-

    Mir erschinen die Werte für Onshore und PV für zu hoch, Offshore für zu niedrig. Kann es sein, dass hier Durchschnittspreise im Verbund mit Altanlagen zu höheren Garantiepreisen gemeint sind?
    In diesemm Fall würden die Kostenansätze für Neuanlagen nicht ganz nachvollziehbar sein.
    Vieleicht wäre eine Quellenangabe – am Besten als Link – hilfreich.

    Faulgas und Wasser interessieren mich wenig, denn man rechnet zum Einen nicht mit einem starken Ausbau, zum andeen sind diese weitgehend unabhängig vom Wetter, was die anderen NIE so unattraktiv macht.

    ———– #31: Dr. Schütte sagt:
    Br[..] Sromkosten 2025 in Mrd Euro/Jahr:

    Wind,onshore:15,72
    Wind,offshore:2,50
    Fotovoltaik:13,68
    Faulgas:4,97
    Wasser:1,41

    Summe „EE“:38,28

    Rest Braunkohle:11,90

    Summe Stromerzeugung 2025:50,18

    Stromerzeugung 600 TWh pro Jahr aus Braunkohle allein:21,0 Mrd Euro/Jahr

    Differenz „Energiemix 2025“ minus Braunkohle: 50,18-21,00=29,18 entsprechend 29,18 Mrd Euro Mehrkosten pro Jahr durch Einsatz „Erneuerbarer Energien“ !!!
    —————–
    Ich fürchte, dass sie für den Mix viellecht noch zu wenig angesetzt haben. Denn 2012 wurden bei weniger als die Hälfte der Stromleistung bereits 26 Mrd Euro ausgegeben. Wenn man von diesen das Braunkohle-Äquivalent abzieht, sind wir aber bereits bei 20 Mrd.

    Oder aber, die Zahlen Konvergieren. Mein Ansatz wie 7,4 Mrd aus, Sie kommen hier auf 9,2

    —————– #31: Dr. Schütte sagt:
    Das bedeutet gemäß „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz“ einen Mehrverbrauch an fossilen Energieträgern um den Faktor
    50,18/21,00=2,4 durch Einsatz „EE“, verglichen mit dem Einsatz von Braunkohle. Entsprechend steigt de Ausstoß an CO2 durch Einsatz von „EE“ ebenfalls um den Faktor 2,4 !!
    —————–
    Wir sind uns allerdings im Klaren, dass wir folgende Positionen noch gar nicht eingerechnet haben:

    1. Ausbau des Leitungsnetzes, der ohne NIE nicht erforderlich gewese wäre.
    2. Überprortionaler Anstieg der Vermarktugskosten im Besonderen bei Starkwind. Es wird verstärkt negative Kaufpreise geben. denn die hohen Kapazität produzieren in diesen Phasen strom, den keiner will.

    3. Stand-By Kosten für konventionellen Anlagen für Flauten.

    4. Weitere: Erhöhtes Netz-Management, Smart Meter u.v.m

    Alle diese Positionen kosten voraussichtlich noch viele Mrd. oben drauf.

  13. #29, Martin Landvoigt sagt:

    ‚…Irgendwie scheint da was nicht zu passen: Entweder gibt es hier noch einen großen Rechenfehler, oder die Investoren müssten was drauf legen, bzw. würden die Anlagen nicht bauen. Wenn die Regierung an ihren seltsamen Ausbauzielen fest hält, müssten sie den Ausbau noch attraktiver für die Investoren machen, also noch deutlich teurer für den Stromkunden…‘

    Inzwischen müsste ja sogar der dümmste Politiker (und damit sogar Gabriel) erkannt haben, woran die E-Wende hakt. Wäre es nicht elegant, man gibt vor, an den Ausbauzielen festzuhalten, würgt diese aber hintenrum über die Strompreisbremse, die die krankhaft hohen Subventionen kappt, dennoch ab? So kommt man in die nächste Legislaturperiode und vererbt das Problem Zappelstrom-Energiewende-Schwachsinn an die Angeordneten in der nächsten Regierung.

  14. #30: Fred F. Mueller sagt:

    danke für Ihr Rechenexempel, ich habe es mir abgespeichert. Auf die Details werde ich nicht eingehen, da stecken (zwangsläufig) so viele Annahmen drin, dass man sich ganz schnell verhaspelt und verhakt.
    ———————
    Das ist richtig. Ich habe mir auch mühe gegeben, unter möglichst einfachen Ansatz (ceteris paribus) die Konsequenzen zu zeigen.

    Natürlich habe ich auf die qualitativen Unsicheheiten verwiesen, die man nur bedingt quantifizieren kann.

    Gerade, wennn man möglichst nüchterne Abschätzungen vornimmt, werden die Ergebnisse auch ernster genommen.

    Mehrkosten von 7,4 Mrd. Euro im Jahr 2025 wirken noch nicht so alarmierend. wie eine Investitionssumme von 189 Mrd. Euro … aber sie scheinen bei einem ‚weiter so‘ unvermeidlich, selbst bei den niedrigen Garantiepreisen, die wir jetzt haben.

    Ein zweites Dilemma wollte ich damit ja auch thematisieren. Ich bin zwar der Ansicht, dass man besser jeden Ausbau der NIE stoppen sollte, aber es ist noch etwas anderes, wenn die Bundesregierung Ausbauziele nennt, und seien sie nich so fragwürdig.

    Ich meine, die Regierung kann mit den Steuermechanismen, die aktuell im EEG stehen, die Investoren bei weitem nicht mehr motivieren, die ehrgeizigen Pläne zu finanzieren.

    Doch was dann?

    Hält man eine Weile Die Legende von der Energiewende aufrecht, um sie irgend wann unter den Teppich zu kehren? Dazu wurde zu viel Staub aufgewirbelt.

    Oder erhöht man die Förderung weiter, damit die Planzahlen erreich werden, und damit der Verbraucher noch stärker belastet wird?

    ———– #30: Fred F. Mueller sagt:
    Ich gehe davon aus, dass man die Dinge seitens der Regierung so drehen wird, dass die Investoren schon ihr Kapital nebst Unterhaltskosten und einem kleinen Gewinn wieder herausholen werden. Das ist ja der Sinn des EEG: Investoren verlocken und denen ihre Gewinne über Zwangsumlagen auf den Strompreis garantieren.
    ——————
    Aber auch hier muss man dies in Gesetze und Verordnungen packen, auch wenn man das Ganze noch so gerne verschleiern will.

    ———- #30: Fred F. Mueller sagt:
    Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass man diese Investoren irgendwann genauso brutal enteignen wird wie 2011 die Betreiber von Kernkraftwerken. Allerdings würde das einen ungeheuren Aufschrei und enorme Widerstände hervorrufen: Millionen Häuslebauer, aber auch so gut wie jedes Stadtwerk und natürlich auch die großen Stromerzeuger, die man ja mit dem dicken Knüppel in diese Richtung geprügelt hat. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie man da wieder herauskommen will, sobald die Stromversorgung instabil wird, was zwangsläufig auf uns zukommt. Deutschland geht also auf jeden Fall interessanten Zeiten entgegen, wie das chinesische Sprichwort so sagt.
    —————
    Die Unsicherheiten sind enorm. Man hat sich, dem Zauberlehrlinge gleich, ein Problem ans Bein gebunfden, dass keine offensichtliche Lösung hat. Heute boomt die Wirtschaft, und die Menschen freuen sich über gute Erwartungen. Keiner mag da viel auf Unkenrufe geben.

    Was aber, wenn die Blase platzt, die Wettbewerbsvorteile verspielt sind, und der Katzenjammer kommt? Ruft dann nicht wieder jemand nach einem Führer?

  15. Wieder ein schöner anschaulicher Artikel von Herrn Müller, den man prima an interessierte Mitmenschen, die nicht ideologisch vernagelt sind, weiterreichen kann. Herzlichen Dank.

  16. @ # 29 Martin Landvoigt

    Sehr geehrter Hr. Landvoigt,

    danke für Ihr Rechenexempel, ich habe es mir abgespeichert. Auf die Details werde ich nicht eingehen, da stecken (zwangsläufig) so viele Annahmen drin, dass man sich ganz schnell verhaspelt und verhakt.

    Ich gehe davon aus, dass man die Dinge seitens der Regierung so drehen wird, dass die Investoren schon ihr Kapital nebst Unterhaltskosten und einem kleinen Gewinn wieder herausholen werden. Das ist ja der Sinn des EEG: Investoren verlocken und denen ihre Gewinne über Zwangsumlagen auf den Strompreis garantieren.

    Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass man diese Investoren irgendwann genauso brutal enteignen wird wie 2011 die Betreiber von Kernkraftwerken. Allerdings würde das einen ungeheuren Aufschrei und enorme Widerstände hervorrufen: Millionen Häuslebauer, aber auch so gut wie jedes Stadtwerk und natürlich auch die großen Stromerzeuger, die man ja mit dem dicken Knüppel in diese Richtung geprügelt hat. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie man da wieder herauskommen will, sobald die Stromversorgung instabil wird, was zwangsläufig auf uns zukommt. Deutschland geht also auf jeden Fall interessanten Zeiten entgegen, wie das chinesische Sprichwort so sagt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fred F. Mueller

  17. #23: Fred F. Mueller sagt:

    Herr Landvoigt, natürlich könnte man hier auch eine aufwendige, „bankfähige“ Kostenrechnung aufziehen. Doch wozu der Aufwand? Hier geht es doch schlicht erstmal um eine ganz grobe Daumenabschätzung bezüglich der Größenordnung der erforderlichen Investitionen. Mehr sollte der Beitrag nicht leisten. Mit den gelieferten Zahlen bekommt der Leser eine ziemlich klare Vorstellung davon, was auf Deutschland zukommen würde, wenn die Vorstellungen der Koalition tatsächlich so umgesetzt würden, wie es geplant ist.
    —————-

    Ich möchte mich auch ausdrücklich bedanken für den Ansatz und möchte das auch nicht als Pauschalkritk verstanden haben. Meine Sorge ist, das die Argumentation dann angreifbar ist, wenn sie ein falsches Bild erzeugt. Das ist zwar nicht intendiert, aber kann so missverstanden werden. Verstehen Sie es bitte als ein Ansatz der Qualitätssicherung, nicht der Ablehnung.

    —- im Artikel schrieben Sie:
    Allein für die reinen Anlageninvestitionen kommen mit den EE-Plänen der neuen Regierung somit auf den deutschen Verbraucher zusätzliche Kosten von ca. 180,- Mrd. € zu.
    —————
    Richtig ist, dass letztlich zwar die Kosten auf den Verbraucher abgewälzt werden, aber zunächst tragen die Investoren die Kosten, die sie dann über Erlöse nach EEG an die Verbraucher weiter geben.

    Nun wissen wir nicht, wie sich die EEG-Kosten entwickeln, zumal ja der Marktpreis für die kWh das Konto erheblich beeinflusst, und ggf. auch negative Strompreise bei Überangebot die Kosten pro kWh drastisch ansteigen lassen können. Das werden sie auch, denn durch einen größeren Anteil werden sich massive Überproduktionen weit weniger verwmieden lassen wie heute. Hier könnte man bestimmte Annahmen treffen und durchrechnen. Konservativ kann man aber von heutigen Preise ausgehen und so tun, als ob diese konstant blieben. Einfacher ist es, die Garantiepreise des EEG als Kostenansatz zu nehmen, die der Verbraucher zahlen müsse. Wenn wir einen Durchschnittspreis von 5 ct/kWh annehmen und diesen vom EEG-Erzeugerpreis abziehen, dann dürften wir einen sehr konservativen Ansatz gewählt haben, der m.E. weit übertroffen wird, aber zumindest die grob geschätzten Konsequenzen für den Mehrkosten der Verbraucher fest machen.

    Die Ermittlung der Zusatzkosten je kWh gestaltet sich allerdings sehr schwierig, da analgenspezifische Anfangsvergütungen für Onshore über eine variable Anzahl von Jahren gezahlt werden, bzw. ein Repowering-Bonus gezahlt wird.
    Vereinfacht gehe ich von der Anfangsvergütungen Onshore von 8,93 ct/kWh aus, die durchschnittlich 12 Jahre gezahlt werden. Abzüglich des erwarteten durchschnittlichen Börsenpreises sind wir bei rund 4 ct/kWh. zzgl. Mwst. sind wir dann bei 5 ct/kWh

    Auch für Offshore WKA ergibt sich ein unübersichtliches Bild, in dem die Zu- oder Abschläge Zahlungen von 13 ct/kWh – ca. 20 ct/kWh ergeben können. Ich gehe vereinfacht von 15 ct/kWh über 12 Jahre aus. abzüglich der 5 ct/kWh Börsenpreis wären wir bei 10 ct/kWh, inkl. MWSt. bei 12 ct/kWh

    Solaranalagen ergeben ein ebenso schwer modellierbares Bild. Für Freiflächen werden für Neuanlagen bereits weniger als 10 ct/kWh garantiert. Ich gehe nicht von einem weiteren Presiverfall der Modulkosten aus, da die Hersteller eine Bereinigung des Angebotes durchführen und eher mit Kostensteigerungen zu rechnen ist. Entsprechend wird man die Garantiepreise nicht weiter absenken, denn sonst würde es keinen weiteren Ausbau geben, und die Zieles der Energiewende können nicht erreicht werden.
    Wenn ich nun eine Vergütung von 10 ct/kWh über 20 Jahre ansetze, bin ich eher bei niedrigen Kosten die in der Praxis wahrscheinlich weit übertroffen werden.
    Für die Mehrkosten gelten dann rund 5 ct/kWh, inkl. Mwst. 6 ct/kWh.

    Ihre Ansätze über die Produktion habe ich übernommen und gehe von folgenden Zahlen bei linearem Ausbau über 13 Jahre aus:

    Abgerechnete kWh in 2012 nach http://tinyurl.com/nw8tted
    Wind Onshore: 49.948.630.258
    Wind Offshore: 81.592.447
    Solar: 24.368.850.191

    Steigerung Entsprechend dem Bedarf 260 TWh
    Wind Onshore: 82.151.369.742 kWh
    Wind Offshore: 16.918.407.553 kWh
    Solar: 21.231.149.809 kWh

    Jährliche Mehrkosten im Jahr 2025 in Mrd. Euro
    Wind Onshore: 4,1
    Wind Offshore: 2,0
    Solar: 1,3

    Summe: 7,4 Mrd. Euro

    Zur Zeit wurden 2012 rund 26 Mrd. Euro über EEG abgerechnet. Das wäre also eine weitere Steigerung um 28,5 %

    Das entspräche einer Kostensteigerung von 570,1 Mio Euro jährlich.

    Vermutlich verändern sich aber weitere Kostenansätze, z.B. für den Kapazitätsmarkt und für den Netzausbau.

    Irgendwie scheint da was nicht zu passen: Entweder gibt es hier noch einen großen Rechenfehler, oder die Investoren müssten was drauf legen, bzw. würden die Anlagen nicht bauen. Wenn die Regierung an ihren seltsamen Ausbauzielen fest hält, müssten sie den Ausbau noch attraktiver für die Investoren machen, also noch deutlich teurer für den Stromkunden.

  18. Es paßt nicht ganz zum Thema, aber irgendwo möchte ich es plazieren:
    Ein großes Dankeschön dem EIKE-Team für die unermüdliche Aufklärungsarbeit.Ich wünsche Ihnen und allen Bloggern ein gutes und erfolgreiches Jahr 2014

  19. Wer kann mir dieses Paradoxon erklären. Im Informationszeitalter bekommen wir in Sekunden aktuelle Bilder von allen Kontinenten dieser Erde. Sicher auch der WWF, sicher auch die Schüler in den Schulen etc.
    Z.B. darüber, dass mitten im antarktischen Hochsommer „klimaforschende“ Erlebnistouristen so fest im Meereis feststecken, dass kein Eisbrecher sie herausbrechen kann.
    Und dann der oben dargestellte Dummenfang. Wie passt das zusammen? Hat jemand eine Erklärung?
    mfG
    Admin

    ganz einfach, weil es funktioniert!
    reine Geldschneiderei, moderner Ablasshandel, Macht durch Angst…
    immer fragen: cui bono?
    über die Weihnachtstage musste ich mir wieder so viel hanebüchenen Schwachsinn von so genannten „hochgebildeten“ (Ärzte, Vorständen, Rechtsanwälten…) engsten Familienmitgliedern anhören, dass sich die Fussnägel hochrollen. Habe mir aber in den letzten Jahren angewöhnt einfach zu schweigen, da völlig sinnlos… die zahlen tatsächlich sehr gerne!!! und WOLLEN sich für dumm verkaufen lassen.
    UNFASSBAR!

  20. @ #25 G. Bleckmann

    „Das Ende haben wir alle erlebt.“

    Wohl kaum, denn wieso ist die SED-Nachfolgepartei in der ex-„DDR“ so stark?

    Die Methoden der Unterjochung sind im Kommunikationszeitalter subtiler geworden.

    Das Prinzip ist aber geblieben: Der Ablaßhandel. Und nicht zu vergessen das „Führerprinzip“.

    Gehen Sie mal in die Bürgersprechstunden der Abgeordneten. Sie werden sehr schnell erkennen, daß da unkritische Leute (Parteigänger) hingehen und den „Führer“ kritiklos anhimmeln. Der kann noch soviel dummes Zeug erzählen, die Anhimmelei bleibt.

  21. #21: T. Heinzow
    Nun, in der DDR wurden die Menschen massiv im sozialistischen Sinne in den Kindergärten, Schulen, FDJ, sogar in den Fabriken und Betriebskampfgruppen, erzogen und beeinflusst. Das Ende haben wir alle erlebt. Warten wir es ab, auf die Dauer funktioniert das nicht. Leider müssen wir warten, bis der Karren an die Wand gefahren ist.

  22. # Dr. Schütte
    Ich habe bei meinem Kommentar eine Tabelle eingefügt, die durch die Übertragung in einen unentwirrbaren Zahlensalat verwandelt worden ist.Ich werde versuchen, das zu korrigieren.

  23. @ # 20 Martin Landvoigt

    Sehr geehrter Hr. Landvoigt,

    Sie schreiben: „Eine kritische Anmerkung zum an sich gut recherchierten Artikel von Fred Mueller: Investitionskosten, zumal über Jahre gestreckt, kann man nicht mit laufenden Kosten saldieren, sondern muss dies seperat nach Abschreibungen ausweisen. Mueller erwähnt dies zwar, bleibt aber mit der Darstellung unzureichend. Es ist zwar mehr als bedenklich, dass derartige Beträge mit den Ausbauplänen verbunden sind, jedoch muss eine Kostenrechnung etwas sorgfältiger die Sachverhalte darstellen.“

    Herr Landvoigt, natürlich könnte man hier auch eine aufwendige, „bankfähige“ Kostenrechnung aufziehen. Doch wozu der Aufwand? Hier geht es doch schlicht erstmal um eine ganz grobe Daumenabschätzung bezüglich der Größenordnung der erforderlichen Investitionen. Mehr sollte der Beitrag nicht leisten. Mit den gelieferten Zahlen bekommt der Leser eine ziemlich klare Vorstellung davon, was auf Deutschland zukommen würde, wenn die Vorstellungen der Koalition tatsächlich so umgesetzt würden, wie es geplant ist. Mehr wollte ich nicht erreichen. Man kann natürlich die Finanzmathematik von diesem Punkt aus mit beliebiger Feinheit weiter vorantreiben, aber wozu? Als Selbständiger habe ich mir angewöhnt, meinen Arbeitseinsatz unter strikten Kosten-Nutzen-Aspekten zu optimieren. Mit dem vorgelegten Zahlenwerk ist der anzustrebende Lesernutzen optimal erfüllt: Warum also sollte ich mehr tun, vor allem auch angesichts der sehr hohen Unsicherheiten bei allen möglichen Faktoren, beispielsweise die Kostenentwicklung bei der Wartung von Offshore-Windenergieanlagen (als Segler weiss ich, was Salz mit empfindlicher Technik auf dem Meer anstellen kann) oder die künftige Zinsentwicklung (als Häuslebauer habe ich vor 20 Jahren auch schon mehr als 10 % Zinsen auf einen Baukredit zahlen müssen). Und last but not least habe ich zahllose wesentliche Ausgabepositionen noch außen vorgelassen, so die zahllosen Beamtenstellen und NGO-Pöstchen, welche wir zu allem Übel auch noch zusätzlich finanzieren müssen, beispielsweise die neue Atomendlager-Verhinderungsbürokratie, mit der uns die Politik im letzten Jahr beglückt hat.

    Wenn es Ihnen Spaß macht, können Sie ja auf der Grundlage meines Zahlenwerks eine entsprechende Kalkulation aufstellen, ich würde sie mit Interesse zur Kenntnis nehmen. Ich selbst bin bereits mit dem nächsten und übernächsten Artikel zugange, da folge ich meinen eigenen Prioritäten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fred F. Mueller

  24. #5 Admin „Erklärung“:
    Ich halte den dummen Bürger nicht für so dumm wie immer gesagt wird.
    Dank blutiger Revolutionen ist die Kirche im früher fortschrittlichen Europa inzwischen eine Privatangelegenheit, bei der man eintreten und austreten kann.
    Zudem geht es dabei um etwas, das unbestritten jenseits von „Naturwissenschaft“ stattfindet und zudem das Zusammenleben von Menschen friedlicher gestalten soll. Das sollte man also eher nicht vergleichen. Ich denke nicht daran, mich mit meiner sympathischen Frau darüber zu streiten, ob es gute oder böse Geister gibt, sondern nur (selten) über Entscheidungen im realen Leben.

    Das Internett, nicht nur EIKE, lässt sich aber nicht mehr beseitigen, sodass der berechtigte Zweifel der AGW-Ideologie imho kontinuierlich wächst.
    Ich habe jedenfalls keine Probleme, dem „Normalmensch“ den Schwindel verständlich (glaubhaft) zu machen.
    Das Internet ist wie eine Universität,
    in der der wirklich Suchende die Belege dafür rel. leicht findet.

    Auch die NSA oder Merkel kann die Physik nicht manipulieren. Und Manipulation muss auch Manipulation genannt werden!

    mfG

  25. @ #13 Admin
    „Was ich suchte war warum dieser Effekt selbst durch Informationen und Bildung nicht auszuhebeln ist.“

    Max Weber ist dieser Frage (wie auch die Soziologie) nachgegangen. Eine Allgemeingültige Antwort gibt es natürlich nicht.

    Ich dachte ich den wesentlichsten Grund genannt?

    Nun, die frühen Schamanen und Priester wußten um den Effekt. Die Jesuiten haben dessen Ursache genannt, in dem sie sagten: Gebt uns eure Kinder und ab dem x-ten Lebensjahr könnt ihr Sie wieder haben. (Aber dann gehören sie uns.)

    Menschen können besonders gut während ihrer ersten Lebensjahre (geprägt) dressiert werden, weshalb ja die Ideologen (einschließlich der Religionsführer) darauf dringen die Kinder möglichst früh in von ihnen geleitete „Horten“ „ausbilden“ (will heißen: „dressieren“) können. Die „DDR“ hat es vorgemacht (Kitas, FDJ …), ebenso Hitler mit der HJ und dem BDM.

    Gegen diese Prägung ist dann schwer mit rationalen Argumenten anzukommen. Die wesentlichste Prägung ist aber das „Führerprinzip“ durch die „Vorbildfunktion“ des Dompteurs. Dadurch wird dann der „Verstand“ ausgeschaltet, das heißt es wird nicht mehr hinterfragt.

    Beispiel: Größenwachstum der Windmühlen = effizienter

    Daß Größenwachstum mit zunehmender Effizient gekoppelt ist, ist eine alltägliche Erfahrung (größere Autos, LKW, Busse, Schiffe, Flugzeuge …).
    Bei Windmühlen stimmt das nicht. Selbst Diplom-Physiker haben damit Probleme, obwohl die locker sämtliche zu berücksichtigenden Parameter aus dem Ärmel schütteln können müssen. (Abiturienten müßten das eigentlich auch können)

    Warum rechnen die nicht nach? Nun, sie glauben (es ist in der Tat „Glaube“ im religiösen Sinn) an ihre Erfahrung oder das, was die „Führerfiguren“ von sich geben. Beispiel Energiewende: „Die Kanzlerin ist doch promovierte Physikerin. Die weiß das doch. – also warum selbst prüfen? -“

    Die Ursache (der Kritikunfähigkeit) ist also in der Kindheit der Menschen begründet, was die Schamanen aus Religion, Politik und Werbung genau wissen. Das wird mit Ritualen schamlos ausgenutzt.

    Neujahrsansprache der Kanzlerin ist ein gutes Beispiel für die Bereitschaft von Führungspersonal schamlos zu lügen. Das können die auch, weil die Journalisten ja perfekt dressiert wurden, bereits in der Schule oder spätestens an der Uni vom Lehrpersonal.

  26. #8: H. Hoffmeister sagt:

    Eine Frage hätte ich noch: Was passiert im Jahr 2025 an Tagen mit viel Wind und viel Sonne – Leistung annähernd 150 GW – mit den enormen Überschüssen ? Werden die Anlagen dann abgeschaltet, bzw. wer darf dann liefern ?
    ————–
    Völlig korrekt. Wir haben bereits erhebliche Überschüsse je nach Wetterlage. Skurril ist, dass sich viele Jaurnalisten darüber zu freuen scheinen und dies als Erfolg der Energiewende feiern.

    Zum Einen aber haben wir dadurch einen bezuschussten Stromexport, mit bis zu 7 ct / kWh negativer Preis. Zum anderen machen die Dumpingpreise (Verkauf unter Gestehungspreis) die Strombörsen kaputt. Mich wundert, dass es von ausländischen Erzeugern noch keine Klagen gegen Deutschland gibt, denn durch die Dumping-Preise wird die Wirtschaftlichkeit ausländischer Erzeuger massiv beeintraächtigt. Und das haben wir bereits 2013 gehabt.

    Wir müssen natürlich davon ausgehen, dass ein kleiner Prozentsatz von Wetterstrom auch durch die Netze und deren Regelmöglichkeiten verkraftet werden können. Aber dieser Bereich ist bereits mehr als ausgereizt. Jeder weitere Zuwachs von Wetterenergie schlägt voll in die Destabilisierung der Netze.

    ——-
    Eine kritische Anmerkung zum an sich gut recherchierten Artikel von Fred Mueller:
    Investitionskosten, zumal über Jahre gestreckt, kann man nicht mit laufenden Kosten saldieren, sondern muss dies seperat nach Abschreibungen ausweisen. Mueller erwähnt dies zwar, bleibt aber mit der Darstellung unzureichend.
    Es ist zwar mehr als bedenklich, dass derartige Beträge mit den Ausbauplänen verbunden sind, jedoch muss eine Kostenrechnung etwas sorgfältiger die Sachverhalte darstellen.

    Fraglos stellen die Ausbaupläne eine enorme Belastung dar, dessen Finanzierung nicht gesichert ist. Wie sich dies mit einer Stabilisierung der EEG-Umlage verträgt, ist völlig unklar. Es wurden ja bereits neben der EEG-Umlage weitere Umlagearten neu kreiert, damit man Kosmetik am EEG-Preis betreiben konnte. Aber damit mogelt man sich nicht wirklich aus der Verantwortung.

    Wenn Gabriel nicht die Verantwortung für weitere exzessive Strompreissteigerung tragen will, muss er massiv gegensteuern.

  27. Hallo zusammen,

    wenn man so viel mit Kindern zusammen ist wie ich, ist es von Vorteil, nicht alles nur schwarz zu malen. So habe ich mir angewöhnt, bei allem, was mir so über den Weg läuft, zumindest einen positiven Gedanken zu finden.

    Das ist mir auch mit obigem Beitrag gelungen. Es gibt nämlich im Grunde einen großen Nutzen der EW für uns alle: wenn sich dadurch der CO2-Ausstoß wirklich erhöht, wie es Herr Mueller ja schlüssig dargelegt hat – dann profitieren wir doch alle, oder? Brauchen wir nicht in Wirklichkeit viel mehr CO2 in der Luft als wir jetzt haben?

    Ironie off. Der Aufwand für diesen gewünschten zusätzlichen CO2-Ausstoß macht mir schon etwas Angst. Vielen Dank, Herr Mueller, für Ihren auch für Laien nur zu gut verständlichen Artikel!

    Chris Frey

  28. #5, Helmut Kunz
    *Auszug aus einem Vortragsdossier des WWF:
    Um die Kaiserpinguine zu schützen, muss vor allem ihr Lebensraum, die Antarktis, erhalten bleiben. Daher ist es wichtig, dass sich das Klima nicht mehr weiter erwärmt.
    Das kannst du tun
    Achte darauf, dass du möglichst wenig Energie verbrauchst. So kannst du mithelfen, die Menge der Treibhausgase tief zu halten.
    Schalte das Licht aus, wenn du aus einem Zimmer gehst.
    Geh zu Fuss oder mit dem Fahrrad zur Schule und lass dich nicht von deinen Eltern hinfahren.
    Halte in der Schule einen Vortrag über die Pinguine.
    Organisiere eine Standaktion. Das dabei verdiente Geld kannst du dem WWF spenden. Der WWF unterstützt damit Projekte, die den Pinguinen helfen
    —————–
    zum Beispiel so:
    http://tinyurl.com/pjom5h4
    http://tinyurl.com/nrvfrwp
    http://tinyurl.com/nhw3w9w
    http://tinyurl.com/mshnttw
    http://www.livingscoop.com/watch.php?v=MTU1Nw==

    Das Ganze ist angeblich unzensiert

    Guten Rutsch!

  29. Gibt es schon irgendein politisches Statement, woraus eine Begrenzung des Ausbaues der Stromerzeugungskapazitäten im Falle der Marktreife eines „Stromspeichers“ hervorgeht?

    Ich schätze, nein.

    Übrigens, der Physiknobelpreisträger des Jahres 1998, Robert B. Laughlin, schreibt in seinem Buch „Der letzte macht das Licht aus – Die Zukunft der Energie“ zwar nicht von „Stromspeichern“ im eigentlichen Sinne, aber von der Möglichkeit, Wärme (wohl aus der Stromerzeugung gewonnen) in Salzschmelzen zu bunkern. Er verweist dabei auf Entwicklungen aus der Nuklearindustrie.

    Konkret spricht er von Natrium/Kaliumkarbonatschmelzen (wegen des niedrigeren Schmelzpunktes als bei Steinsalz)

    Nicht uninteressaant! Nur, warum nimmt niemand im Energiewenderlager darauf Bezug?

    Und: Mir leuchtet nicht ein, warum man die Speicherung von Wärme als wertlosester Form der Energie gut finden sollte. Was kann man damit machen? Nahegelegene Gebäude heizen?

    Das wirtschaftliche Desaster von zuviel „Okostrom“ bei gleichzeitig zuviel Backup-Kapazitäten beschreibt er allerdings sehr zutreffend. Da hat wohl nach Deutschland geblickt.

    Insgesamt räumt er der Kernkraft mittel- und langfristig eine wichtige Rolle ein. Solarstrom aus Wüstengebieten niederer Breiten ebenfalls. Treibstoffe werden irgendwann „synthetisch“ hergestellt.

    Auch ich möchte mich für die unermüdliche Arbeit der EIKE Redaktion und aller anderen Beteiligten im Jahr 2913 bedanken. Es hat sehr viel Freude bereitet, hier zu lesen. Das gilt überwiegend auch für die Kommentare.

    Der Redaktion und den Kommentatoren wünsche ich einen guten Rutsch, einen angenehmen Start in das neue Jahr 2014 und – bei allem was ärgert – auch ein wenig Humor.

    Weiter so!

    mit den besten Wünschen

    Dirk Weißenborn

  30. Das Ausland freut sich schon auf den kostelosen Überschussstrom bei Starkwind aus Deutschland…

    Amprion und der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia planen den Bau einer Hochspannungsgleichstrom-Übertragungsverbindung (HGÜ) zwischen Deutschland und Belgien. Das Projekt trägt den Namen Aachen Lüttich Electricity Grid Overlay (ALEGrO). Die Transportkapazität von ALEGrO soll bei rund 1.000 Megawatt (MW) liegen. Derzeit gibt es keine unmittelbare Stromverbindung zwischen Deutschland und Belgien. Nach heutigem Planungsstand ist die Inbetriebnahme für 2018 geplant.

    Für die HGÜ-Verbindung ist jeweils eine so genannte Konverterstation an den Endpunkten der Leitung erorderlich, um die Umrichtung Wechselstrom in Gleichstrom und umgekehrt vornehmen zu können. Die Verbindung wird als Erdkabelstrecke zwischen den bestehenden 380.000-Volt-Anlagen in Oberzier (Amprion) und Lixhe (Elia) geplant. Die Gesamtlänge beträgt etwa 100 Kilometer. Auf deutscher Seite liegt die Länge je nach Leitungsverlauf bei rund 45 Kilometer.
    ….

    Bei Flaute kann dann teuer Atomstrom aus Tihange nach D verkauft werden. Deutschland ist verrückt geworden!!!

  31. Liebe CO2 – Freunde,
    die Geschichte mit dem Forschungsschiff im Packeis lässt mich nicht los:
    Da werden Forscher in die Antarktis geschickt, um zu erforschen, wie sich das Eis zurückbildet. Wenn ich meine Informationen mit denen bei EIKE kombiniere, dann erhält man doch wohl in erster Linie finanzielle Mittel für solche Forschungsreisen, wenn man am Ende die Politikertheorie bestätigt, dass durch den Einfluss des CO2 sich die Welttemperatur erhöht und das Antarktiseis wegschmilzt.
    Offensichtlich verhalten sich die Temperaturen in dem Seegebiet anders als von Wissenschaftlern vorhergesehen.
    Außerdem bewegte sich das Schiff auf der klassischen Route, die vor einem Jahrhundert von einem Antarktispionier benutzt worden ist. Es kann also niemand behaupten, dass durch die Erhöhung des Anteils an Treibhausgasen sich diese Wetterkonstellation ergeben hätte.
    Schließlich ist mir unverständlich, warum die Wetterfrösche dem Kapitän nicht geraten haben, einen nördlicheren Weg zu wählen, um dem Packeis zu entgehen, denn die Reedereien sind doch immer daran interessiert, Kosten zu sparen.
    In der Presse wird der Vorgang so dargestellt, als wäre das eine nette Veranstaltung zum Jahreswechsel. Wenn man aber das Ganze gründlich durchdenkt, haben hier doch einige „Klimatologen“ eine empfindliche Niederlage erlitten.

    Damit wünsche ich allen Verantwortlichen sowie den Bloggern einen guten Rutsch ins Jahr 2014. Für das Neue Jahr hoffe ich auf viele spannende und interessanten Beiträge.

    Viele Grüße
    Peter

  32. Ein hervorragender und sehr informativer Artikel von Herrn Mueller – wie gewohnt. Der Artikel endet mit dem Satz: “Per Saldo ist deshalb damit zu rechnen, dass wir 2025 für die Stromerzeugung sogar mehr CO2 in die Luft pusten als heute.“ Diese Aussage kann man leicht präzisieren. Der Aussage des „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetzes“ folgend, bestehen sämtliche weltweit auftretenden Kosten ausschließlich aus Energiekosten, die ihrerseits auch in der näheren Zukunft wiederum zu rund 90% aus dem Einsatz von Kohle, Öl und Gas resultieren. Bei einem weltweit weitgehend identischen Mix dieser drei fossilen Kohle-haltigen Primärenergien korrelieren deshalb die weltweiten Kosten unmittelbar mit der CO2-Emission.
    Bezüglich der Kostenzusammenstellung macht Herr Mueller eine Einschränkung, indem er „vor allem Investitionsausgaben“ anführt. Der „Rest“ wird geschätzt. Auch diese Schätzung ist präzisierbar. In einer Arbeit der Uni Stuttgart „Erzeugungskosten zur Bereitstellung elektrischer Energie von Kraftwerksoptionen in 2015, August 2010“ sind sämtliche relevanten Kostenarten – auch der „Rest“ – für die Stromerzeugung berücksichtigt. In Anwendung des „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetzes“ zusammen mit den von Herrn Mueller aufgeführten Fakten und den Kalkulationen der Uni Stuttgart ergeben sich folgende Zahlen:
    Geplanter Energiemix 2025
    TWh/Jahr Mio Euro/TWh Mrd Euro/Jahr Wind, onshore 132,1 119 15,72 Wind, offshore 17,0 147 2,50 Fotovoltaik 45,6 ca. 300 13,68 Faulgas ca. 43,6 114 4,97 Wasser 21,7 65 1,41 Summe Erneuerbare 260,0 38,28
    Rest: Braunkohle 340 35 11,90
    Summe Stromerzeug. 600 50,18
    Reine Braunkohle 600 35 21,00
    Mehrkosten durch „Erneuerbare“: 50,18—21,00 = 29,18 Mrd Euro p r o J a h r ! !
    Der Verbrauch an fossilen Kohlenstoff-haltigen Primärenergieträgern und damit die Emission an CO2 erhöht sich pro Jahr um den Faktor 50,18/21,00 = 2,4 !

  33. @ Admin #5

    „Hat jemand eine Erklärung?“

    Man gehe in eine kath. Kirche und schaue zu wie gut dressiert die „Gottesdienstteilnehmer“ sind.

    Der Mensch war schon immer für Religiöses empfänglich und ist bereit dafür seinen bescheidenen Wohlstand zu opfern, wie die Kathedralbauten und der angehäufte Reichtum zeigen.

    Ob die Dressur nun im Religionsunterricht oder „Naturkunde- Technikunterricht“ stattfindet, ist letztendlich egal, denn Kinder können noch nicht zwischen Wahr und Unwahr unterscheiden, weil das naturwissenschaftliche Basiswissen fehlt.

    Man schaue in den Ländern der Subtropen- und Tropen des Eurafrikanischen Kontinents genauer hin und man kann den Zusammenhang zwischen religiöser Empfänglichkeit und Bildung direkt erkennen.

    Deshalb ließ Hitler ja auch seine Reichsparteitage wie die Prozessionen und Rituale der kath. Kirche (Passau, Hitler war m.W. übrigens Meßdiener, wie viele des Showbusiness (z.B. Gottschalk))choreographieren. Die Wirkung kann jeder dann in den Geschichtsbüchern nachlesen. Stalin nutzte den Effekt auch, Honecker & Co ebenfalls … .

  34. Wenn man die Erfolgsmeldungen der EE-Profiteure etwas verändert klingen sie auf einmal ganz anders: Wegen einbrechender Dunkelheit können 40.000 Haushalte nicht mit EE-Strom versorgt werden. Wegen anhaltender Winstille können gegenwärtig 60.000 Haushalte nicht mit EE-Strom versorgt werden. Auf einmal wirkt die EE-Wende auf unvoreingenommene Gesprächspartner bedrohlich. Das hilft beim Nachdenken.
    Michael Weber

  35. diese Berechnungen liegen natürlich auch der ReGIERung vor, demnach muss man schliessen, dass die BRiD vorsätzlich vor die Wand gefahren wird.

  36. @ #2 kowalk

    Sie schrieben: „Leider wird CO2-Einsparung mittlerweile nicht mehr als Hauptgrund für die Energiewende genannt. Die Umweltkommissarin Hedegaard hat gerade gesagt, dass die Einsparung von fossilen Brennstoffen hinreichender Grund sei: „Klimaschutz macht unabhängiger von Energieimporten und bringt stabile Jobs in starken Branchen. Klima- und Wirtschaftskrisenpolitik funktionieren deshalb nur gemeinsam.“ (Zeit 30.12.13) Man sieht, dass nicht nur in Deutschland die kompetentesten Politiker daran mitwirken, alles in den Würgegriff zu kriegen. Frau Hedegaard ist übrigens Literaturwissenschaftlerin.“

    Danke für den Hinweis. Ein Paradebeispiel dafür, wie dumm die Politiker sind, die vorgeben Deutschland, und sogar ganz Europa führen zu können. Die Emission von CO2 und der Verbrauch fossiler Energieträger sind nach den Gesetzen der Chemie starr miteinander verknüpft. Wenn ich also kein CO2 einspare, spare ich auch keine Kohle, kein Oel oder kein Gas ein. Das ist so einfach, dass es jeder Realschüler begreift, aber Literaturwissenschaftler stehen offensichtlich über solchen Dingen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Fred F. Mueller

  37. @ #8 H. Hoffmeister sagt:

    Lieber Hr. Hoffmeister,

    mit Ihren Fragen haben Sie völlig Recht. Dazu werde ich in weiteren Beiträgen Stellung nehmen, damit die einzelnen Aufsätze nicht zu lang werden. Auch kann ich leider gar nicht so schnell schreiben, wie unserer Politiker Blödsinn von sich absondern, aber ich versuche mein Möglichstes, zumindest dranzubleiben.

    Mit den ebenfalls besten Wünschen für 2014

    Fred F. Mueller

  38. Lieber Herr Müller,

    danke für Ihren Beitrag. Eine Frage hätte ich noch: Was passiert im Jahr 2025 an Tagen mit viel Wind und viel Sonne – Leistung annähernd 150 GW – mit den enormen Überschüssen ? Werden die Anlagen dann abgeschaltet, bzw. wer darf dann liefern ?

    Diese Kosten – nämlich die von nicht ausgelasteten EEG-Anlagen – kommen zu den Kosten der nicht ausgelasteten konventionellen Kraftwerke dazu. Im Endeffekt führt dies dazu, dass die Volllaststunden des EEG-Anlagenparks dramatisch zurückgehen – müssen -, denn wir können ja nicht beliebige Leistungsabflüsse an das Ausland annehmen.

    Meines Erachtens ist die sog. Energiewende bis zum heutigen Tage nur wegen der Möglichkeit der Inanspruchnahme ausländischer Leistung bzw. Last zum jeweils notwendigen Zeitpunkt ohne größere Zwischenfälle möglich gewesen. In der Zukunft hilft dann nur noch Abschalten von riesigen Leistungen mit den ggf. auftretenden Regelproblemen im deutschen Netz.

    Ich wünsche allen ein Gutes Neues Jahr 2014, bedanke mich bei den Betreibern und Beitraggebern von Eike für das so wichtige Engagement und hoffe, dass die Energiewende und der Klimaalarmismus bald ein Ende finden. Wir haben doch wahrlich bessere Dinge zu tun !

    Viele Grüße, insbesondere an Herrn Limburg !

    H. Hoffmeister

  39. Ein Streitpunkt in der GroKo ist mittlerweile schon die Energiewende. Da wird Gabriel in der WAZ wie folgt zitiert:
    In drastischen Worten rechnet Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) mit Merkels bisheriger Energiepolitik ab. Er kritisiert ihren hektischen Atomausstieg(„verwegene Idee“) und klagt, bei der Energiewende herrsche „zum Teil Anarchie“.
    Prompt kontert die Union, die SPD habe die Ökostromförderung blockiert und mache jetzt keine sinnvollen Vorschläge.
    Die GroKo hat noch nicht richtig begonnen, und es gibt jetzt schon Zoff. Ich glaube die Anarchie wird noch viel größer,wenn ich darüber nachdenke, was Sozialisten in der Geschichte so alles angerichtet haben, dann ist ihr Beitrag, was die Kosten betrifft, noch sehr wohlwollend, Herr Mueller.
    Apropos. kann sich hier jemand daran erinnern, dass Gabriel und die SPD nach Fukushima gegen den Atomausstieg gestimmt hätten?
    Naja, was kümmert Politiker heute ihr Geschwätz und ihre Handlungen von gestern. Muss sie auch nicht kümmern, sie sind gewählt worden.

  40. Ein weiterer Beitrag zu den Rechenkünsten des Popmusikbeauftragten des Gerhard Schröder:

    1. XXXXX Gabriel hat doch auch VW um 100.000 abgebettelt, als das niedersächsische Wahlvolk ihn aus dem Amt gejagt hat.
    100.000 Euro von VW
    “Um Cones rankten sich in Hannover Gerüchte. Die Zwei-Mann-Firma, die Gabriel
    zusammen mit einem Anwalt in Halle betrieb, sei nur gegründet worden, damit der damalige Oppositionschef im niedersächsischen Landtag eine Geschäftsbeziehung zum Landesunternehmen VW verschleiern konnte.”
    http://tinyurl.com/a3bqee5
    Guten Rutsch!
    (und Volltext auf Wunsch!)

  41. Das sind nicht nur die „grünen Phantasten“, sondern leider auch Fachleute.

    Im Interview mit der klima- und energiewendegläubigen Lokalzeitung sagte ein Vorstandsmitglied des Nürnberger Versorgers vor kurzem, er sei natürlich für die Energiewende. Und er sei sich auch sicher, dass das Problem der fehlenden Energiespeicher gelöst wird. Beleg: Das Auto hat sich in 100 Jahren doch auch unglaublich entwickelt.
    Auf physikalische Belange gingen weder er, noch der Interviewer ein. Jede Nachfrage nach etwas fundierteren Belegen zur schließlich kurzfristig erforderlichen Energiespeicher-Lösung wurde vom Interviewer sorgfältig vermieden. Auch, wo beim Auto- Motor dieser große Fortschritt sein soll, bzw. was passiert, wenn es bei den Speichern auch 100 Jahre dauert, wurde nicht nachgefragt.

    Aber bestimmt bekommt dieser Vorstand für sein vorbildliches Engagement bald einen Energiewende-, Ökologie-, oder Nachhaltigkeits-, oder Klimarettungs-, oder Eisbärrettungspreis (inzwischen sind es lt. WWF allerdings die Pinguine*, weil die Antarktis nach langer Weigerung nun auch wärmer werden soll – und dann muss selbstverständlich wieder etwas „klimagerettet“ werden, nachdem die Eisbären dafür langsam ausfallen).

    *Auszug aus einem Vortragsdossier des WWF:
    Um die Kaiserpinguine zu schützen, muss vor allem ihr Lebensraum, die Antarktis, erhalten bleiben. Daher ist es wichtig, dass sich das Klima nicht mehr weiter erwärmt.
    Das kannst du tun
    Achte darauf, dass du möglichst wenig Energie verbrauchst. So kannst du mithelfen, die Menge der Treibhausgase tief zu halten.
    Schalte das Licht aus, wenn du aus einem Zimmer gehst.
    Geh zu Fuss oder mit dem Fahrrad zur Schule und lass dich nicht von deinen Eltern hinfahren.
    Halte in der Schule einen Vortrag über die Pinguine.
    Organisiere eine Standaktion. Das dabei verdiente Geld kannst du dem WWF spenden. Der WWF unterstützt damit Projekte, die den Pinguinen helfen.

  42. Ja ich hab dieselben Befürchtungen wie Herr Wolters. Allerdings scheinen doch mancherorts die ersten Lichtlein der Erkenntnis aufzuflackern, wie z.B. im Vortrag von Prof. H.-W. Sinn vom 16. Dezember: „Energiewende ins Nichts“. Ich fand die Darstellung zwar auch etwas langgedenhnt und umständlich, aber durchaus dem Publikum angemessen. (Es wurde im science skeptical blog schon diskutiert. Was mich aber von den Diskussionsmeldungen am Ende am meisten entsetzt hat war die Wortmeldung von Martin Zeil, bis vor kurzem Wirtschafts- und Energieminister in Bayern. Auf die Schlussfolgerung von Prof. Sinn, dass die Lösung der Energieversorgung in Zukunft nur die Kernernergie sein kann (hört, hört), sagte der Exminister, dass er nicht glaube, dass dafür politische Mehrheiten zu finden seien. Und so denken sie, unsere Staatenlenker: Zahlen und Fakten kommen in den Köpfen gar nicht vor, außer in Prozent ausgedrückte Stimmungen und Meinungen, die zudem zunehmend von der medialen Beeinflussung abhängen. Mal sehen, ob sie es schaffen, die Natur- und ökonomischen Gesetze zu überstimmen.

  43. Leider wird CO2-Einsparung mittlerweile nicht mehr als Hauptgrund für die Energiewende genannt. Die Umweltkommissarin Hedegaard hat gerade gesagt, dass die Einsparung von fossilen Brennstoffen hinreichender Grund sei: „Klimaschutz macht unabhängiger von Energieimporten und bringt stabile Jobs in starken Branchen. Klima- und Wirtschaftskrisenpolitik funktionieren deshalb nur gemeinsam.“ (Zeit 30.12.13) Man sieht, dass nicht nur in Deutschland die kompetentesten Politiker daran mitwirken, alles in den Würgegriff zu kriegen. Frau Hedegaard ist übrigens Literaturwissenschaftlerin.

  44. Schlüssig und nachvollziehbar erläutert.
    Leider dringen diese Tatsachen und Berechnungen nicht durch die Hirnhaut der grünen Phantasten.
    Mit „Power-to-whatever“ lösen die sofort jedes Speicherproblem, bevor es entsteht. Man kann Ideologie nicht mit Worten besiegen und wir müssen wohl warten, bis das Ding vor die Wand gefahren wurde.

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