Für Gläubige der globalen Erwärmung war 2013 ein Höllenjahr

Lawrence Solomon
Fast alles, was schief gehen konnte für die Sache der globalen Erwärmung ist im Jahr 2013 auch schief gegangen.
2013 war ein verhängnisvolles Jahr für die Enthusiasten der globalen Erwärmung. Das antarktische Meereis wuchs auf Rekordgröße und dehnte sich der NASA zufolge auf das größte Gebiet seit 1979 aus, als Messungen per Satellit begannen. In der Arktis sind die Nachrichten ebenfalls verdrießlich. Vor fünf Jahren hat Al Gore vorhergesagt, dass bis zum Jahr 2013 „das gesamte Eis am Nordpol verschwunden sein wird“. Daraus wurde aber nichts! Stattdessen sah ein ernüchterter Al Gore die arktische Eiskappe verglichen mit dem Jahr 2012 um 50% zunehmen Die diesjährige arktische Eisausdehnung übertraf noch die des Jahres 2008, dem Jahr seiner Vorhersage. Und es übertraf auch die Jahre 2009, 2010 und 2011.

Bild rechts: Drusische Männer und Frauen schippen den Schnee vor ihrer Haustür in der drusischen Stadt Beit Jann auf dem Mt. Geron in Galiläa, Nordisrael. So geschehen am 16. Dezember 2013, als ein Wintersturm der gesamten Region seltenen Schnee brachte, was zu schweren Behinderungen in Israel führte.

Das Wetter zwischen den Polen hat auch konspiriert, um die Gläubigen der globalen Erwärmung schlecht aussehen zu lassen. Im Dezember meldeten die Wetterstationen der USA über 2000 neue Kälte- und Schneerekorde. Fast 60% der USA lagen unter einer Schneedecke, zweimal so viel wie im vorigen Jahr. Die Himmel [heavens] haben sich sogar über dem Heiligen Land geöffnet, sahen doch die in Ehrfurcht erstarrten Stadtbewohner von Jerusalem eine Schneedecke von 16 inches [ca. 40 cm], an manchen Stellen in dem Gebiet gab es sogar bis drei Fuß [ca. 90 cm]. In Kairo bildete sich zum ersten Mal seit über 100 Jahren eine Schneedecke.

2013 markiert das nunmehr 17. Jahr ohne eine Erwärmung des Planeten. Es markiert das erste Mal, das James Hansen, Guru von Al Gore und derjenige, der mit seinen Prognosen die Angst vor der globalen Erwärmung ausgelöst hatte, zugegeben hat, dass die globale Erwärmung zum Halten gekommen ist. Es markiert das erste Mal, dass bedeutende Medien, die die Orthodoxie massiv befeuert hatten – The Economist, Reuters, The London Telegraph – eingeräumt haben, dass die Wissenschaft hinsichtlich der globalen Erwärmung nicht settled war. Der Economist machte sich sogar lustig über die Modelle der Wissenschaftler, indem er sie auf „negative Beobachtung“ setzte [„negative watch“]. Wissenschaftliche Vorhersagen einer globalen Abkühlung – bis vor Kurzem noch peinlich umgangen von der akademischen Presse aus Furcht, als Spinner gebrandmarkt zu werden – wurden veröffentlicht und publiziert, nicht zuletzt von der BBC, ein Sender, der zuvor unübertroffen im Bereich der anthropogenen apokalyptischen Medien war.

[Merkwürdig! In den deutschen Medien, allen voran wieder mal der „Süddeutschen Zeitung“, fand sich nichts dergleichen! A. d. Übers.]

2013 war genauso auch ein böses Jahr für Bankgeschäfte hinsichtlich der globalen Erwärmung. Entlassungen  und Bankrotte nahmen bei europäischen und nordamerikanischen Unternehmen zu, die Solarpaneele und Windturbinen herstellten. Gescheitert sind sie auch mit ihren Bitten um Subventionen, um auszugleichen, was sie als unfairen Wettbewerb seitens China bezeichneten. Mit Beginn des Jahres 2013 wurden ihre Vorwände aber immer dünner. Die chinesische Firma Suntech, der weltgrößte Hersteller von Solarpaneelen, hat jetzt bankrott angemeldet, genauso wie LDK Solar, eine andere große Firma. Sinovel, der größte Hersteller von Windturbinen in China und der zweitgrößte der Welt, hat berichtet, 100 Millionen Dollar verloren zu haben, nachdem seine Umsätze um 60% eingebrochen waren. Jetzt schließt das Unternehmen Werke in Kanada, den USA und Europa.

Während diese kohlenstofffreien Technologien zu Grabe getragen werden, setzen kohlenstoffreiche Treibstoffe zu Höhenflügen an. Im vorigen Monat wurde in Deutschland ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen, das erste von 10 modernen CO2-Quellen, auf die sich die größte Volkswirtschaft Europa verlassen will, um seine Wirtschaft im 21. Jahrhundert zu stärken. [Auch hiervon habe ich nichts, aber auch gar nichts in den deutschen Medien gehört! A. d. Übers.]. Weltweit werden 1200 Kohlekraftwerke gebaut. Der International Agency [= International Energy Agency?] zufolge wird die Dominanz der Kohle vor allem in Entwicklungsländern zunehmen, was diesen hilft, ihre Armen aus der Armut zu holen, indem sie ihre Wirtschaft modernisieren.

Aber so wichtig die Kohle auch ist, die Lieblinge unter den fossilen Treibstoffen sind unbezweifelbar Schiefergas und Schieferöl. Vor Kurzem hat sich UK von den ewigen Neinsagern losgerissen und angekündigt, dass man sich ab jetzt mit ganzer Kraft um diese Treibstoffe der nächsten Generation kümmern werde. Halb UK wird freigegeben für Bohrungen, um in UK das zu erreichen, was Schiefergas und –öl bereits in den USA erreicht haben: die Energiepreise sind drastisch gesunken, und die Abhängigkeit des Landes von Treibstoffimporten wurde eliminiert. Auch China hat beschlossen, sich in die Schiefer-Revolution zu stürzen – in einem diese Woche bekannt gegebenen Vertrag zu Hilfe seitens der USA will man darangehen auszubeuten, was Manche als die weltgrößten Schiefergasreserven ansehen, äquivalent im Energiegehalt mit der Hälfte des Erdöls aus Saudi-Arabien.

2013 markiert auch einen Wendepunkt für die Regierungen der Welt. Am 1. Januar 2013, dem ersten Tag der zweiten Phase des Kyoto-Protokolls, verabschiedeten sich Kanada und Russland von Kyoto, zwei Elefanten bzgl. fossiler Treibstoffe. Nach ihrem Abgang wurde Kyoto zu einem Club der Nicht-Emittenten – nur noch etwa winzige 15% der globalen Emissionen werden von Kyoto abgedeckt. Auf der Warschau-Konferenz vor ein paar Wochen haben es die westlichen Nationen von Europa, Nordamerika und Australien abgelehnt, Vorschläge von Entwicklungsländern auch nur zu diskutieren, um die Emissionen in Zukunft zu begrenzen.

2013 war auch das Jahr, in dem in Australien eine klimaskeptische Regierung gewählt worden ist, in einer Wahl, die zu einer Abstimmung zur Klimaänderung stilisiert worden ist. Kaum war die Wahl gewonnen, hat die neue Regierung auch schon Schritte eingeleitet, die Kohlenstoffsteuer des Landes zu kippen, zusammen mit dem Klimaministerium, die jetzt beide im Papierkorb der Geschichte gelandet sind. Andere Länder schauen genau auf das Verhalten der Öffentlichkeit hinsichtlich des Klimaänderungs-Alarmismus‘ – fast nirgendwo glaubt die Öffentlichkeit noch an die ängstigenden Szenarien, die von den Befürwortern der Klimaänderung gezeichnet werden.

2013 war das beste Jahr für die Klimaskeptiker und das schlimmste Jahr für die Enthusiasten der globalen Erwärmung, für die jede Änderung – oder die Abwesenheit einer solchen – des Wetters als unbestreitbarer Beweis der Klimaänderung herhalten muss. Die Enthusiasten konnten kaum glauben, dass nicht jedermann ihnen folgte, das Scheitern der Klimamodelle weg zu diskutieren. Dass Regierungen und die Öffentlichkeit der Pflicht zum Stopp der Klimaänderung abschwören würden, war in ihren Köpfen nicht denkbarer als das Zufrieren der Hölle. Was, wenn sich die Dinge so weiterentwickeln, 2014 durchaus noch passieren könnte.

Lawrence Solomon ist geschäftsführender Direktor von Energy Probe, einer in Toronto ansässigen Umweltgruppe.

Link: http://opinion.financialpost.com/2013/12/19/lawrence-solomon-for-global-warming-believers-2013-was-the-year-from-hell/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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9 Kommentare

  1. Hallo,

    mangels des seit Monaten fehlenden Kontaktformulars stelle ich meine – für den einen oder anderen recht einfache – Frage hier.

    Es gibt diverse Berichte über die satellitenbasierte Messung von steigenden Oberflächentemperaturen (vgl. http://www.drroyspencer.com/latest-global-temperatures/).

    Meine Frage bezieht sich nun auf die Interpretation dieser Daten und die Tatsache, daß die Messung der Oberflächentemperaturen nicht vor Ort, sondern im Falle von NOAA ca. 850 km entfernt stattfindet.

    Wenn man nun von steigenden Temperaturen spricht, müßte man dann nicht korrekter Weise sagen, daß lediglich mehr Energie innerhalb bestimmter Frequenzbänder (abhängig vom Detektor) von den Detektoren der Satelliten aufgenommen bzw. von der Strahlungsquelle (Erde, Wasser, Luft) abgegeben wurde? Mein Verstand sagt mir nun, daß man ohne eine Bestimmung des Energieeintrags (Sonneneinstrahlung minus chemische/biologische Speicherung/Transformation) nichts Genaues über die Temperatur sagen kann, wenn man nur den Verlußt bzw. die Abstrahlung kennt.

    Wenn, analog zu einem gedämmten Gebäude, ein Treibhaus vorhanden sein sollte, müßte dann nicht, die von außen gemessene Wärmeabstrahlung kleiner sein, als bei enem vergleichbaren ungedämmten Gebäude mit gleicher Heizleistung? Müßten also die Satelliten nicht geringere Temperaturen anzeigen, wenn so etwas wie ein Treibhaus wirksam wäre (bei angenommenen gleichem Energieeintrag der Sonne)?

    Auch wenn ich persönlich kein Experte bin, so würde ich mir dennoch eine qualifizierte Antwort wünschen.

    Beste Grüße
    Oliver Berger

  2. Herr Landvoigt #3:

    „Wo bleibt denn nun die Energie?“

    Gute Frage, ansich. Es gibt viele Möglichkeiten, wo die zusätzliche Energie aus dem radiativ forcing aufgebraucht od. umgenwandelt wird.

    „Wenn die CO2 Sensitivität vor allem global wirken soll, dann müsste die letzten 15 Jahre bedeutende Leistungsmengen akkumuliert worden sein.“

    Oje, was soll denn CO2 Sensitivität“ sein? Wenn, dann spricht man von einer Klimasensitivität in Folge von zB. Verdopllung des CO2 Gehaltes, wobei hier klarerweise alles rein gerechnet wird, was man als bekannt bzw. ausreichend modellierbar annimmt. Explizit das Strahlungsforcing über 2xCO2 ergibt ca. +1K an der Oberfläche im globalen Mittel. Nehmen sie nur mal das an, so werden sie merken, dass diese 1-2 Dekaden mit einigen ppm mehr an CO2 maximal wenige 1/10K an T Steigerung zu Folge haben können. Natürliche Schwankungen sind über solche und auch längere Zeiträume stärker, wie eindrucksvoll von den Messreihen ab ca. 1800 bis 1950 bestätigt wird. Diese hören jetzt ja nicht auf, nur weil das ein paar so wollen od. weil eben der a. THE zu überwiegen beginnen könnte.

    „Immerhin hat es schon GW-Apolgeten gegeben, die die Tiefsee als Energieversteck identifiziert haben wollen auch wenn das die Empirie nicht her gibt.“

    Nein, nicht die Tiefsee, sie meinen die aktuellen Ansätze, welche den Wärmegehalt in Tiefen zwischen 700 und 2000m zunehmend sehen, auf Kosten höherer Ozeanschichten. Wenn sie die Thermohaline Zikulation mal verstanden haben, werden sie merken, dass so etwas immer wieder vorkommen kann, auch in die andere Richtung freilich. Gehört zu den natürlichen Klimavariationen mit dekadischen Fluktuationen.

    „Der Zirkus wird immer lächerlicher … “

    Dazu tragen sie nicht unwesentlich bei.

    „Meine Prognose für die Zukunft: Es wird auch wieder warme Jahre geben, die dann von AGW-Apologeten euphorisch als Ende des Hiatus gefeiert zu werden, um dann das nächste kalte Jahr als unwesentliche Schwankung oder weiteren Hiatus weg zu diskutieren.“

    Herr Landvoigt, wir leben gerade in den wärmsten Jahren zumindest der letzten 150a, auch wenn nicht jedes Jahr ein Rekord sein muss bzw. die globale Mittel T tatsächlich seit 1-2Dekaden auf hohem Niveau stagniert. Sie haben aber recht, denn auch ich denke, dass Leute wie Rahmstorf & Co sich tatsächlich freuen, wenn es wieder so was wie einen Erwärmungsschub gegen sollte, nur damit sie recht haben und diese Leute stellen die dann möglichen negativen Aussichten ganz hinten an, auch wenn sie immer so scheinheilig davon berichten.

  3. Nicht nur der „Süddeutsche Beobachter“ ist blind gegenüber der Realität. Fast die gesamte Medienwelt heult mit den alles übertönenden 9% ökosozialistischen Gurken, Tschuldigung, den Grünen im Chor. Das trifft insbesondere auf das verbeamtete Biotop des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu, der außer Präsidentschaftskandidaten für Die Linke (siehe Luc Jochimsen) nichts gescheites mehr hervorbringt. Dort ist die Öko-Bazooka auf Dauerfeuer gestellt. Meeresanstieg auf Rekordhöhe, wärmster November global, Hitzerekord in Moskau an Weihnachten (3.5 Grad), 2013 nach 2005 wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung usw. usw. Ich kann nur hoffen, dass das endlich das Finale des Öko-Feuerwerks ist und danach erlösende Stille eintritt.

  4. Hiatus – Erwärmungspause …

    Wo bleibt denn nun die Energie? Wenn die CO2 Sensitivität vor allem global wirken soll, dann müsste die letzten 15 Jahre bedeutende Leistungsmengen akkumuliert worden sein.

    Immerhin hat es schon GW-Apolgeten gegeben, die die Tiefsee als Energieversteck identifiziert haben wollen auch wenn das die Empirie nicht her gibt. Oder dubiose ‚Korrekturrechnungen‘ sollen weitere Messfehler zu ungunsten der AGW ausbügeln …?

    Der Zirkus wird immer lächerlicher … und auch immer weniger von der Bevölkerung geglaubt.

    Meine Prognose für die Zukunft: Es wird auch wieder warme Jahre geben, die dann von AGW-Apologeten euphorisch als Ende des Hiatus gefeiert zu werden, um dann das nächste kalte Jahr als unwesentliche Schwankung oder weiteren Hiatus weg zu diskutieren.

  5. Dank deutscher Gründlichkeit wird es ein paar Cent EEG-Umlage mehr, vielleicht auch einige drastische Zusammenbrüche im Stromnetz und natürlich unendliches Lamento der Weltverbesserer aller Coleur (kann es sein, dass die meisten einen Linksdrall haben?)dauern, bis man sich endlich wieder einer ökonomischen Stromerzeugung zuwendet.CO2 erhitzt das Klima, hat man so einen Blödsinn schon gehört…

  6. Danke für die Übersetzung Hr. Frey,
    Ein sehr interessanter Artikel, der wieder einmal zeigt, dass die deutschen Medien eine Propagandawelt der sog. Erneuerbaren Energiewelt und des CO2-Klimaerwärmungsmärchen aufgebaut hat. Die Medien-Politik in Deutschland ist beim Thema Naturschutz und Energiepolitik schon lange auf dem Zug der einseitigen politischen Propaganda aufgesprungen und spielt dieses Spiel bis zum bitteren Endsieg durch! Darin hat ja die deutsche Politik- und Medienlandschaft schon genug Erfahrung sammeln können. Von neutraler aufklärenden Medien ist die deutsche Politik-Medienlandschaft meilenweit entfernt…wieder einmal…Leider!!!Heuchelei, Lug und Trug regieren die deutsche Medien-Politik! Und dies wieder einmal zum Schaden der deutschen Bevölkerung!

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