Extremwetter einmal anders: In Kairo fällt nach 112 Jahren wieder Schnee

Twitter-Bilder aus Kairo (die Palmen, vermutlich Phoenix canariensis, halten bis ca. – 7 °C durch)

von Michael Krüger
Für viele Ägypter ist es das erste Mal, dass sie Schnee zu Gesicht bekommen. In Kairo fiel heute Morgen nach 112 Jahren erstmals wieder Schnee, wie von diversen Medienanstalten berichtet wurde. Bei Twitter kursieren Bilder von diesem ungewöhnlichen Ereignis. Hier einige Auszüge:


Das Extremwetter macht anscheinend was es will, auch in Deutschland

Vor wenigen Jahren noch hatten uns die Klimaforscher warme und verregnete Winter in Deutschland versprochen. Allen Vorhersagen zum Trotz erlebten wir in Deutschland aber fünf Kältewinter infolge. Hier die Daten (Temperaturanomalien in °C):

Winter: vs. Referenz-Winter 1961-1990, vs. Referenz-Winter 1981-2010
Winter 2012/2013: 0.1 -0.6
Winter 2011/2012: 0.8 0.1
Winter 2010/2011: -0.8 -1.5
Winter 2009/2010: -1.5 -2.2
Winter 2008/2009: -0.5 -1.2

In Anbetracht der Tatsachen stellten einige Klimaforscher die These auf, dass strenge Winter in Mitteleuropa eine direkte Folge der Klimaerwärmung seien. Die Klimaforscher verlautbarten: Die Wahrscheinlichkeit für kalte, schneereiche Winter in Mitteleuropa steigt, wenn die Arktis im Sommer von wenig Meereis bedeckt ist.

Auch in Sachen Extremwetter gab es ein Umdenken. Zunächst hieß es, die mit einer Erwärmung einhergehenden/ angedachten Extremwetterereignisse sollten deutlich zunehmen. Das bewahrheitete sich aber auch nicht. Neuerdings lautet die Devise, die Extreme in beide Richtungen sollen zunehmen, also auch die Kältewellen. Na dazu passt doch hervorragend der aktuelle Schneefall in Ägypten.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceSceptical

Anmerkung der Redaktion:
Passend dazu die Meldung auf WUWT.

Mehr als 2000 neue Kälterekordmeldungen in den USA allein in der letzten Woche

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11 Kommentar(e)

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1

Nun müssen die auch noch Kohle importieren.
Vileicht kommt da ein teil der abgezockten
Oelgelder zurück und in Katar wird noch
Eishockey möglich und die Terroristen können
Nun mit schneebaellen schmeiszen,statt mit steinen. Wenn dort gemerkt wird,dass es bei uns
Sehr ungemütlich sein kann,wäre SAS wünschenswert.

2

Schnee im Nahen Osten kann dann auftreten, wenn ein Hochdruckgebiet über dem nördlichen Mittelmeerraum, dem südlichen Mitteleuropa und Südosteuropa liegt. An dessen Südostflanke wird dann mit einer nördlichen Strömung sehr kalte Festlands- oder Arktikluft aus Rußland (xA oder cP) süd- bis südwestwärts verfrachtet und kommt immerhin noch als mäßig kalte Subpolarluft (xP)im Nahen Osten an. Wir liegen "auf der anderen Seite" des Hochs in einer relativ milden, südlichen bis westlichen Strömung, und im Großen und Ganzen scheint sich daran bis zum Jahreswechsel (vielleicht auch weit darüber hinaus?) nichts zu ändern- auch wenn der Schnee in Kairo sicher rasch wieder getaut ist. Mit "Klimawandel" hat das alles nichts zu tun- es ist ein Ausdruck der Variabilität von Wetter und Witterung- kommt die Kaltluft nicht zu uns, so kommt sie halt woanders hin.

3
Juergen Uhlemann

#8: Andreas Kapitzke

"Wir dämmem Häuse zwangsweise, weil es wärmer wird?...."

Diser Satz gefällt mir sehr gut.

Eine Isolierung an einem Haus ist im Prinzip wie die Isolierung einer Thermoskanne. Man kann entweder das Innere warm oder kalt halten.

Damit sind wir für eine Globale Erwärmung, als auch für eine Eiszeit gewappnet.

4
Andreas Kapitzke

"In Anbetracht der Tatsachen stellten einige Klimaforscher die These auf, dass strenge Winter in Mitteleuropa eine direkte Folge der Klimaerwärmung seien. Die Klimaforscher verlautbarten: Die Wahrscheinlichkeit für kalte, schneereiche Winter in Mitteleuropa steigt, wenn die Arktis im Sommer von wenig Meereis bedeckt ist."

Man dreht es sich so, wie es gerade gebraucht wird.

So lange die Ostsee im Winter frei ist, wird die Luft drüber erwärmt. Erst wenn die Ostsee zugefroren ist, kann die kalte Luft bis nach DE strömen. Dann wirds im meiner kalten Heimat saukalt.

Wir dämmem Häuse zwangsweise, weil es wärmer wird?....

5
Hans-Dieter Schmidt

Wenn es stimmt, dass es seit 112 Jahren in Kairo zum ersten Mal geschneit hat, dann ist die Frage bei uns nicht OB, sondern nur noch WANN uns ein solcher Kälteschocker auch trifft. Dass es passiert, erscheint aus synoptischer Sicht zwangsläufig - muss ja nicht gleich diesen Winter sein.

Ich erinnere an den Winter 1955/56: Dezember '55 3 Grad zu mild, Januar '56 über 3 Grad zu mild, Februar '56 9 Grad zu kalt (!). Ein Vergleich alter Wetterkarten aus dieser Zeit zeigt genau wie in diesem Dezember (und zum ersten Mal wieder seit vielen Jahren) ein ausgeprägtes zyklonales Aktionszentrum bei Island mit der Folge von häufigen Hochdruckgebieten und sehr milder Witterung bei uns. Bis heute ist unklar, was um den Monatswechsel Januar/Februar '56 passiert ist, aber es IST passiert.
Das, was derzeit passiert, passt so gut zu den Arbeiten von Kowatsch und Leistenschneider, dass ich mal die "Prognose" wage, dass sie auch weiterhin recht haben werden - d. h. wenn nicht diesen Winter, dann im nächsten.

Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

6

Ergänzung zu #4 Herr Leiser,

ich fasse mal Nachrichten der letzten Zeit zusammen: Extrem kaltes Wetter in USA und Kanada (in Kanada schon Kältetote - in einem Land also, in dem es im Winter eigentlich immer kalt wird).

Die Rekord-Eisbedeckung in der Antarktis, die Erholung des arktischen Eises.

Und dann auch der Nahe Osten.

In der ganzen Welt... da möchte ich Ihre Fragen, Herr leiser, noch ganz dick unterstreichen!

7
Martin Landvoigt

Problem Mitteltemperatur: Man hat sich entschieden, die sogenennte Welt-Mittelteperatur als Indikator der AGW zu machen. Nun könnte man ja temporäre und lokale Besonderheiten in kälteren Temperaturen weben einer Klimaveränderung durchaus noch für möglich halten. Wenn aber diese Niedrigtemperaturen große Teile der Erde betreffen, und auch noch über längere Zeiten, werden diese auch statistisch bestimmend für die Mitteltemperatur. Dann passt eine vermutete Erwärmung gar nicht mehr zu den Indikatoren.

Wenn aber kein faktischer Nachweis erbracht werden kann, ist es plausibel, einen behaupteten Zusammenhang auch für unbegründet zu halten.

8

Da stellen sich mir einige Fragen:

Wenn in Nordamerika gefroren wird, im nahen Osten und selbst in Ägypten die Temperatur nicht besonders hoch ist, wie kann dann überhaupt noch von einer irgendwie gearteteren Temperaturerhöhung gesprochen werden?
Und wie spielt eigentlich das sich im letzten Winter gut erholte Eis in der Arktis mit in die Sache rein?
Und wie kann man dann noch das so sehr dahin geschmolzene Arktiseis für die kalten Winter verantwortlich machen?

Das sind sicher nur laienhafte Fragen 😉
Schön wäre es, wenn mehr Leute Fragen stellen würden...

9
Juergen Uhlemann

Ich habe gerade die ARD Sendung "alles wissen" angeschaut.
http://tinyurl.com/p835ana
Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Da sollte man doch mal nachfragen ob dieses Winterwetter im Mittleren Osten auch in dereren Model passt?

Die Medien zeigen kaum die Wirklichekeit da es ja nur "kalt" ist. Die Bilder in der ZDF Nachricht von gestern waren so nichtssagend. Ein Waldbrand in Amerika und das Problem ist viel deutlicher sichtbar. Oder der Taifun "Haiyan" in den Philippinen.

Das fand ich auf einer Arabischen Website:

Der Rekordschneefall in Kairo, zum ersten Mal seit Jahrzehnten, wird voraussichtlich bis Samstag weitegehen begleitet von mehr Schnee und Regen und mit niedrigen Temperaturen in weiten Teilen der Türkei, Syrien, Libanon, Jordanien, Israel und den palästinensischen Gebieten.

Und verursachen schlechte Wetter das am Mittwoch anfing hat schätzungsweise 2,2 Millionen Flüchtlinge außerhalb Syriens und 6,5 Millionen vertriebe im eigenen Land getroffen.

10

Ungewöhnlich kaltes Wetter lässt Nahen Osten frieren

Nach mehreren Tagen Regenfällen haben im Nahen Osten starke Schneefälle begonnen. In den Ländern, wo die Lufttemperatur sogar im Winter gewöhnlich nicht unter plus zehn Grad sinkt, liegt sie zurzeit bei null Grad. Mit Schnee bedeckt ist der größte Teil Jordaniens. Dort wurden die Schulen und eine Reihe von staatlichen Einrichtungen geschlossen. Im Libanon kamen bei einem Unwetter vier Menschen ums Leben. Einige Straßen am Rande der libanesischen Hauptstadt Beirut stehen unter einer ein Meter hohen Schlammschicht. In Ägypten herrscht die stärkste Kälte seit 122 Jahren. Am schlimmsten betroffen wurden die syrischen Flüchtlinge in den Zeltlagern. Zwei Kleinkinder starben bereits an Unterkühlung.

http://tinyurl.com/kf9klal
-
Solarkrise
Solarstrom AG geht in die Insolvenz

Mehr Solarkrise geht nicht: Die S.A.G. Solarstrom AG steht vor der Pleite. Das Insolvenzverfahren will das Unternehmen in Eigenverwaltung stemmen, denn trotz mangelnder Perspektive soll die Restrukturierung erfolgen.

http://tinyurl.com/mppy56x

Die "Revolution" frisst ihre Kinder, das Eis wird immer dünner für die AGW-Sektierer. Und wir frieren, aber ist ja nur Wetter und ausserdem wird`s ja kälter weil`s wärmer wird...

11
Juergen Uhlemann

Dazu ein YouTube Video und ein Teil der Beschreibung durch Google übersetzt


Für den dritten Tag .... bzw. weiter Niederschlag in verschiedenen Bereichen der ägyptischen Provinzen sowie schweren Schnee, vor allem an der ägyptischen Hauptstadt Kairo, und einige Parteien sammeln fünften und Rehab City, wo einige der Straßen in weiß angenommen durch Schneefall und Temperaturen gestürzt zu einem beispiellosen Niveau in einigen Bereichen, in denen unter Null wurde.